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          Deutsche Demokratische Republik                  BStU*239

       Ministerium für Nationale Verteidigung



                           CHIFFRIERSACHE!

                           Geheime Verschlußsache!

                           GVS-Nr.: A 591 600

                           *  . Ausfertigung





                    A 040/1/327



               Chiffrierbetriebsdienst












                        1982



               MINISTERRAT
 DER DEUTSCHEN DEMOKRATOSCHEN REPUBLIK
 MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG

                           Chiffriersache!

                           Geheime Verschlußsache!

                           GVS-Nr.: A 591 600

                           * 000. Ausfertigung



               A 040/1/327

          Chiffrierbetriebsdienst


                  1982


Nachweis über Einarbeitung von Änderungen

ÄnderungEinarbeitung
Nr.InkraftsetzungsterminDatumUnterschrift

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

 
   

Nachweis über Zugang/Abgang

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Blatt
Abgang
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DatumSignum 
1  23  Anfangsbestand
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       

Nachweis über Vernichtung

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Nr.
BlattVernichtet
am:
Vernichtungsvermerk
(Unterschrift)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einführungsbestimmung zur A 040/1/327

1. Die Anleitung 040/1/327 -Chiffrierbetriebsdienst- wird
erlassen und tritt am 01.03.1982 in Kraft.
Gleichzeitig damit tritt die DV 040/0/011 -Betriebsdienst der
Schlüssel- und Codierstellen-, Ausgabejahr 1970, GVS-Nr.:
A 55 900, außer Kraft und ist zu vernichten.

2. Die A 040/1/327 gilt auch für die Grenztruppen der DDR
und für die Zivilverteidigung der DDR.

3. Die A 040/1/327 ist als Chiffriersache zu behandeln und
nur den Kommandeuren und Stabschefs, denen Chiffrierstellen
unterstehen, sowie den für die SAS- und Chiffrierarbeit be-
stätigten Armeeangehörigen und Zivilbeschäftigten zur Kennt-
nis zu geben.


O.U., den 18. 11. 1981             Chef Nachrichten


                Inhaltsverzeichnis

                                                 Seite

Übersichts- und Einführungsteil                     1

I. Aufgaben und Verantwortlichkeit                 11

   Aufgaben                                        11

   Verantwortlichkeit                              13

II. Chiffrierbetriebsdienst                        15

   Allgemeines                                     15

   Ausgänge                                        19

   Eingänge                                        22

   Durchgänge                                      25

III. Betriebsnachweis                              27


Anlagen

1 Muster eines Spruchnachweis- und Betriebsbuches  32

2 Muster des Nachweis der Entnahme und Vernichtung
  von Schlüssellochbandabschnitten aus Kassetten   34

3 Muster eines Ausganges (Klartext)                35

4 Muster eines Ausganges (Geheimtext auf Lochband) 36

5 Muster eines Einganges (Klartext auf Blatt)      37


Anhang

 Begriffe und Redewendungen für den Chiffrier-
 betriebsdienst deutsch - russisch                 39

 Begriffe                                          39

 Redewendungen                                     43


I. Aufgaben und Verantwortlichkeit

   Aufgaben

   1.(1) Der Chiffrierbetriebsdienst umfaßt Maßnahmen der
   Bearbeitung schriftlicher Informationen (nachfolgend
   Informationen) zur gedeckten Übertragung über tech-
   nische Nachrichtenmittel.
   (2) Die Chiffrierzentrale/-stelle,-trupps (nachfolgend
   Chiffrierstelle) haben dazu folgende Aufgaben zu er-
   füllen:
   a) Übergabe, Übernahme, Weiterleitung und zeitweilige
      Aufbewahrung der Informationen, die gedeckt über-
      tragen werden oder wurden.
      Überbringung, Zustellung oder Abholung hat gemäß der
      DV 040/0/009 -Abfertigungsbetriebsdienst auf Nach-
      richtenzentralen- und der Dienstanweisung entsprechend
      den örtlichen Bedingungen zu erfolgen;
   b) Anwendung von Chiffrierverfahren und -mitteln zur
      - Vorchiffrierung und anschließenden Übertragung
        über technische Nachrichtenmittel (nachfolgend
        Übertragung) oder anschließender Beförderung durch
        Kurier bzw. Verbindungsoffizier (nachfolgend Be-
        förderung),
      - Dechiffrierung nach der Übertragung bzw. Beförderung
        sowie
      - Direktchiffrierung Chiffrierstelle - Chiffrierstelle
        (nachfolgend Direktchiffrierung);
   c) Nachweißführung, sichere Aufbewahrung und Kontrolle
      der zu bearbeitenden Informationen, Chiffriermittel
      und anderen Verschlußsachen (nachfolgend VS) sowie
      Sonderstempel, Petschafte und Plomben;
   d) Gewährleistung der Sicherheit der Chiffrierstelle;
   e) Abfertigung der Informationen, wenn keine struktur-
      mäßige Abfertigung vorhanden ist oder sie direkt über-
      geben wurden;
   f) Wartung und Funktionsprüfung gemäß Wartungstechnologie
      der zum Bestand der Chiffrierstelle gehörenden Chif-
      friergeräte und allgemeinen Nachrichtentechnik;
   g) Nachweis, Ausgabe und Rücknahme sowie Kontrolle der
      Schlüsselmittel für SAS-Trupps in Truppenteilen/Ein-
      heiten.

   2. Grundlage für die Durchführung des Chiffrierbetriebs-
   dienstes sind:
   a) DV 040/0/010 bzw. DV 040/0/015 -SAS- und Chiffrier-
      dienst-;
   b) DV 010/0/009 -Wachsamkeit und Geheimhaltung-;
   c) DV 040/0/009 -Abfertigungsbetriebsdienst auf Nach-
      richtenzentralen-;
   d) DV 010/0/008 -Organisation der Stabsarbeit unter
      Garnisonsbedingungen-;
   e) Nutzungsanleitungen für anzuwendende Chiffrierver-
      fahren;
   f) Wartungstechnologien für die vorhandenen Chiffrier-
      geräte;
   g) Dienstpflichten, -anweisungen und -pläne.


   3. In Chiffrierstellen können in Abhängigkeit von der
   Struktur SAS-Fernsprech(SFe)-Geräte betrieben werden.
   Der Leiter und die Angehörigen dieser kombinierten SFe-/
   Chiffrierstelle erfüllen nach Erhalt der notwendigen Be-
   triebsberechtigungen die Aufgaben beider Profile ent-
   sprechend den Dienstpflichten.
   Für die Einrichtung der SFe-Stelle und den SFe-Betriebs-
   dienst gelten die entsprechenden militärischen Bestim-
   mungen, die vorliegende Anleitung wird davon nicht be-
   rührt.


   4. Die Aufgaben gemäß Ziffer 1. sind auch im Interesse
   nicht zum eigenen Bereich gehörender, aber im Standort
   untergebrachter militärischer Dienststellen/Einrichtungen,
   die keine Chiffrierstelle haben, zu erfüllen.
   Für die Überbringung bzw. Abholung der Informationen ist
   der Absender bzw. Empfänger, für die Benachrichtigung des
   Empfängers über eingegangene Informationen die Chiffrier-
   stelle bzw. Abfertigung, für die rechtzeitige Ankündigung
   von ausgehenden Informationen mit Dringlichkeitsstufen
   der Absender verantwortlich.


   Verantwortlichkeit

   5.(1) Der Leiter der Chiffrierstelle ist verantwortlich
   für:
   a) die politische Erziehung und militärische Aus- und
      Weiterbildung sowie die Gefechts- und Arbeitsbereit-
      schaft der Angehörigen seines Verantwortungsbereiches;
   b) die Einhaltung der militärischen Bestimmungen, insbe-
      sondere der Sicherheits- und Geheimhaltungsbestimmungen;
   c) die Planung, Organisation und Durchführung des Chif-
      frierbetriebsdienstes;
   d) die Zusammenarbeit mit anderen Elementen der Nachrich-
      tenzentrale;
   e) die Einleitung notwendiger Maßnahmen gemäß der Dienst-
      anweisung bei
      - Auslösung höherer Stufen der Gefechtsbereitschaft,
      - Verlegung und feldmäßiger Entfaltung,
      - Verzögerung in der Bearbeitung der Informationen,
      - Ausfällen von Chiffriertechnik, Katastrophen,
        besonderen Vorkommnissen,
      - Gefährdung der Chiffrierstelle;
   f) die periodische aktenkundige Belehrung und Verpflich-
      tung der Angehörigen der Chiffrierstelle sowie deren
      Einweisung zur Durchführung des Chiffrierbetriebs-
      dienstes;
   g) die nachweisliche Kontrolle des Chiffrierbetriebs-
      dientes, der Vollzähligkeit der Chiffriermittel und
      anderen VS (mindestens einmal monatlich, Truppführer
      wöchentlich);
   h) die Gewährleistung der militärischen Disziplin und
      Ordnung;
   i) die Meldungen und Berichte an den Vorgesetzten;
   j) die Organisation und Auswertung des Übungs- und
      Blendspruchaustausches.
   (2) Der Leiter der Chiffrierstelle ist gegenüber den
   Chiffrierstellen der direkt unterstellten und nachge-
   ordneten Dienststellen/Einrichtungen in allen fragen
   der unmittelbaren Durchführung des Chiffrierbetriebs-
   dienstes weisungsberechtigt.


   6. Der Chiffreur ist verantwortlich für:
   a) die persönliche Gefechts- und Arbeitsbereitschaft;
   b) die Einhaltung der militärischen Bestimmungen, be-
      sonders der Sicherheits- und Geheimhaltungsbestimmungen
      sowie der Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzbe-
      stimmungen;
   c) das sichere und schnelle Chiffrieren/Dechiffrieren
      der Informationen gemäß den Nutzungsanleitungen der
      anzuwendenden Chiffrierverfahren;
   d) lückenlose und saubere Führen des Betriebsnach-
      weises;
   e) die exakte Durchführung der Wartung Nr. 1 bis Nr. 3
      der Chiffriergeräte;
   f) den ordnungsgemäßen Umgang mit den Chiffrier- und
      Hilfsmitteln sowie den Betriebsunterlagen und der
      Ausstattung der Chiffrierstelle;
   g) die Meldung bei Verzögerungen in der Bearbeitung der
      Informationen, Ausfall der Chiffriergeräte, Verstoß
      gegen die militärische Bestimmungen, besonderen Vor-
      kommnissen und Erhalt von Weisungen höherer Vorge-
      setzter an den direkten Vorgesetzten;
   h) die Funktionskontrolle der Chiffriergeräte nach der
      Dienstübernahme und nach dem Schlüsselwechsel.

II. Chiffrierbetriebsdienst

    Allgemeines

    7.(1) Der Chiffrierbetriebsdienst ist so zu planen, zu
    organisieren und durchzuführen, daß unter allen Bedin-
    gungen die Aufgabe gemäß Ziffer 1. schnell und fehler-
    frei erfüllt werden.
    (2) Es ist verboten:
    a) Chiffrierbetriebsdienst in Räumen durchzuführen, für
       die kein Abnahmeprotokoll vorliegt oder die im Feld-
       dienst nicht in einem gesicherten Bereich einbezogen
       und bewacht sind;
    b) Kräfte für den Chiffrierbetriebsdienst einzusetzen,
       die nicht für die SAS- und Chiffrierarbeit bestätigt
       sind und nicht die erforderlichen Betriebsberechtigung
       besitzen;
    c) vertrauliche und geheime Informationen offen bzw.
       gleiche Informationen chiffriert und offen zu über-
       tragen (falls die Nutzungsanleitung keine Ausnahme
       zuläßt);
    d) Unbefugten Einblick in die zu bearbeitenden Informa-
       tionen, Chiffriermittel und Chiffrierbetriebsunter-
       lagen zu gewähren, mit ihnen darüber zu sprechen oder
       ihnen in irgend einer anderen Form zur Kenntnis zu
       geben;
    e) defekte oder nicht auf Funktionstüchtigkeit geprüfte
       Chiffriergeräte, ungültige, beschädigte oder kompro-
       mittierte Schlüsselunterlagen zu verwenden, gleiche
       Schlüsselunterlagen wiederholt zu nutzen und die
       Nutzungsanleitungen für Chiffrierverfahren zu ver-
       letzen;
    f) Chiffriermittel und andere VS in Chiffrierstellen
       ungesichert zu lagern.
    Eine Verletzung militärischer Bestimmungen ist sofort
    dem vorgesetzten zu melden.

    8.(1) Zu den Chiffrierbetriebsunterlagen gehören:
    a) Plan der Gültigkeit der Chiffriermittel und Schema
       der Chiffrierverbindungen;
    b) Schlüsselunterlagen zu den organisierten Chiffrier-
       verbindungen;
    c) Nutzungsanleitungen für die anzuwendenden Chiffrier-
       verfahren;
    d) Spruchnachweis- und Betriebsbuch (Vordruck NVA 40 171);
    e) Trupp- und Gerätebegleithefte;
    f) Spruchformulare (Vordrucke NVA 40 800, 40 801, 40 802);
    g) Nachweis für Staats- und militärische Geheimnisse
       (Vordruck NVA 36 212);
    h) Schlüsselmittelbestandskarten (Vordruck NVA 40 153);
    i) Bestandsnachweiskarten (Vordruck NVA 40 154);
    j) Quittungsbuch für ausgehende VS-Dienstpost (Vordruck
       NVA 36 211);
    k) Nachweisbuch für Wartungen und Kontrollen;
    l) Besucherbuch;
    m) Dienstanweisung und -plan;
    (2) Erfüllt die Chiffrierstelle zusätzlich die Aufgaben
    der VS-Stelle für Chiffrierdokumente, sind Unterlagen
    gemäß DV 010/0/009 und DV 040/0/010 bzw. DV 040/0/015
    erforderlich.
    (3) Erfüllt die Chiffrierstelle zusätzlich die Aufgaben
    der Abfertigung, sind Betriebsunterlagen gemäß DV
    040/0/009 erforderlich.

    9. An Diensthabenden Chiffreure und SAS-Truppführer sind
    nur VS, einschließlich Schlüsselunterlagen zu übergeben,
    die zur Sicherstellung des Betriebes der organisierten
    SAS- und Chiffrierverbindungen notwendig sind.


    10. Bei der Übergabe/Übernahme des Dienstes sind
    a) alle Chiffriermittel und andere VS sowie Tür- und
       Stahlblechschrankschlüssel, Sonderstempel, Plomben-
       zangeneinsätze und Petschafte anhand der Nachweis-
       unterlagen zu kontrollieren und zu übergeben (Ziffer 40)
       bei verschlossenen oder verpackten Geräten und Unter-
       lagen ist die Unversehrtheit der Petschierung, des
       Siegels oder der Plombe zu überprüfen;
    b) die noch in Bearbeitung befindlichen Informationen,
       sowie das vorhandene Zwischen- und Kontrollmaterial
       zu kontrollieren;
    c) der Übernehmende im notwendigen Umfang über Handlungen,
       erteilte Weisungen u.a. während des vergangenen Dienst-
       zeitraumes zu informieren und in die zu erfüllenden
       Aufgaben einzuweisen.
    Die Übergabe/Übernahme des Dienstes ist im Spruchnachweis-
    und Betriebsbuch schriftlich nachzuweisen (Ziffer 32.)
    und dem Vorgesetzten zu melden. Die Übergabe/Übernahme
    ist periodisch durch den vorgesetzten nachweisbar zu
    kontrollieren.

    11.(1) Die Bearbeitung der Informationen hat entsprechend
    der Nutzungsanleitung für das jeweilige Chiffrierverfahren
    sowie auf der Grundlage der organisierten Chiffrierver-
    bindungen zu erfolgen. Bei mehreren Informationen gleicher
    Dringlichkeit ist die Reihenfolge der Annahme maßgebend.
    Bei Verzögerung einer Information mit Dringlichkeits-
    stufe ist die Abfertigung bzw. bei direkt übernommener/
    zuzustellender Information der Absender/Empfänger zu
    informieren.
    (2) Rückfragen zum Chiffrierbetriebsdienst und zu unklaren
    Informationen sind über gedeckte Fernverbindungen zu
    führen. Bei Nutzung offener Nachrichtenverbindungen ist
    nur Bezugnahme auf Spruch-, VS-, Zeilen- oder Gruppen-
    nummer des Fernschreibens, nicht auf den Inhalt, gestattet.
    Folgende Methoden zur Korrektur unklarer Informationen
    sind anzuwenden:
    a) Wiederholung einzelner Gruppen des Geheimtextes;
    b) Wiederholung des gesamten Geheimtextes;
    c) Neubearbeitung der Information.

    12. Der Leiter der Chiffrierstelle bzw. der Diensthabende
    Chiffreur ist verpflichtet, in folgenden Fällen eine
    Betriebsinformation gedeckt zu übermitteln:
    a) Zur Eröffnung neu organisierter Chiffrierverbindungen
       an die für die Organisation verantwortliche Chiffrier-
       stelle;
    b) zur Meldung der Betriebsbereitschaft bei Neueinrich-
       tung bzw. Verlegung der eigenen Chiffrierstelle an die
       Chiffrierstelle des vorgesetzten Stabes;
    c) bei Einstellung und Wiederaufnahme der Arbeit der
       Chiffrierstelle durch bzw. nach Krankheit, Urlaub u.a.
       an die Chiffrierstelle des vorgesetzten Stabes und an
       Chiffrierstellen, mit denen individuelle und zirkulare
       Chiffrierverbindungen bestehen;
    d) zum Abgleich und zur Anweisung der Vernichtung von
       Schlüsselunterlagen durch die im Besitz es 1. Exem-
       plares der Schlüsselserie befindliche Chiffrierstelle
       an alle anderen Chiffrierstellen einer zirkularen
       Chiffrierverbindung;
    e) zur Abstimmung der Schlüsselunterlagen durch die ver-
       antwortliche Chiffrierstelle an alle anderen Chiffrier-
       stellen der jeweiligen Chiffrierverbindungen auf Wei-
       sung des Vorgesetzten, nach Übungen und Einsätzen oder
       periodisch bei geringem Verbrauch der Schlüsselunter-
       lagen;
    f) bei irrtümlich entnommenen Schlüsselunterlagen zur
       Information an die Chiffrierstelle der betreffenden
       Chiffrierverbindung.
       Die im Besitz des 1. Exemplares der Schlüsselserie be-
       findliche Chiffrierstelle hat die Vernichtung dieser
       Schlüsselunterlagen anzuweisen. bis zur Vernichtungs-
       anweisung sind diese Unterlagen einzubriefen (Bestä-
       tigung durch Unterschrift), zu petschieren, mit Serien-,
       Exemplar- und Tabellen-(Lochband-)Nummer zu beschriften
       und sicher aufzubewahren;
    g) zur Berichtigung von Ausgängen, wenn Fehler erst nach
       der Übertragung
       festgestellt wurden, an die Chiffrierstelle des Em-
       pfängers;
    h) zur Durchführung von Übungsspruchaustausch auf Weisung
       des Vorgesetzten bzw. gemäß Plan der Verbindungsüber-
       prüfung.
    Informationen gemäß Buchstabe d) bis f) sind chiffriert
    zu übermitteln.


    13.(1) Zwischenmaterial (Geheimtexte, Zwischentexte,
    Mitleseblätter und -lochbänder) ist wie die dazugehörigen
    Informationen und Schlüsselunterlagen zu behandeln.
    Es ist nach Spruch-Nummer sortiert und gebündelt sowie
    eindeutig beschriftet (farbig) sicher und kontrollierbar
    im Stahlblechschrank zeitweilig aufzubewahren.
    Es ist verboten, Zwischenmaterial im Papierkorb, außer-
    halb von Stahlblechschränken oder für mehrere Spruch-
    nummern vermischt zu lagern.
    (2) Die Vernichtung des Zwischenmaterials (außer Mitlese-
    blätter, die dem Absender übergeben werden) hat entspre-
    chend den für die Schlüsselunterlagen festgelegten Fristen
    zu erfolgen.
    (3) Die Vernichtung und deren Nachweis ist zeitlich zu-
    sammenhängend durchzuführen.
    Ein mehrfacher Nachweis der Vernichtung von Unterlagen
    ist nicht statthaft.


    Ausgänge

    14. Die Übernahme zu bearbeitender Ausgänge erfolgt
    entweder
    a) von der Abfertigung der Nachrichtenzentrale;
    b) unmittelbar vom Absender bzw. Überbringer;
    c) von der zuständigen VS-Stelle oder
    d) über Rohrpostanalgen bzw. andere technische Einrich-
       tungen.

    15.(1) Bei Ausgängen, die nicht von der Abfertigung über-
    nommen wurden, sind zu überprüfen:
    a) die Verwendung der vorgeschriebenen Spruchformulare
       und deren ordnungsgemäße Ausfüllung;
    b) die Berechtigung des Absenders zur Unterschrift und
       Anwendung von Dringlichkeitsstufen;
    c) die Möglichkeiten zur gedeckten Übertragung entsprechend
       dem Schema der Chiffrierverbindungen und unter Berück-
       sichtigung der Ziffer 4.
    (2) Bei der Übernahme in einer verschlossenen und pet-
    schierten Meldertasche oder in einem anderen Behältnis
    sind deren Unversehrtheit und Petschierung sowie die
    Übereinstimmung der Petschafts-Nummer mit der äußeren
    Aufschrift zu überprüfen.
    (3) Ausgänge, die den Forderungen gemäß Absatz (1) wider-
    sprechen bzw. für die auch bei Berücksichtigung Ziffer 4.
    keine Möglichkeit zur gedeckten Übertragung besteht, sind
    dem Absender bzw. Überbringer unter Angabe der Gründe
    zurückzugeben.
    Unstimmigkeiten entsprechend Absatz (2) sind sofort dem
    Vorgesetzten bzw. Absender zu melden.
    (4) Arbeitet die Chiffrierstelle gleichzeitig als Abfer-
    tigung, sind die Aufgaben der DV 040/0/009 zu erfüllen.


    16. Vor der Bearbeitung der Ausgänge sind entsprechend
    dem Plan der Gültigkeit der Chiffriermittel und dem
    Schema der Chiffrierverbindungen das Chiffrierverfahren
    und die gültigen Schlüsselunterlagen auszuwählen.
    Ist ein Ausgang an mehrere Empfänger gerichtet, die in
    mehreren zirkularen Verbindungen oder Schlüsselbereichen
    enthalten sind, so ist die zirkulare Verbindung bzw. der
    Schlüsselbereich mit der geringsten Teilnehmerzahl zu
    nutzen.


    17.(1) Die erforderliche Umwandlung des Klartextes (in
    deutsch und russisch, spezielle Schreibweise bei Tasta-
    tureigenarten, Ausschreiben von Ziffern und Zeichen u.a.,
    nachfolgend Herrichtung des Klartextes), die Reihenfolge
    des Chiffrierens von Ausgängen und die Teilung von langen
    Klartexten hat nach den Gebrauchsanweisungen bzw. Nut-
    zungsanleitungen zu erfolgen.
    Wir der Klartext bei der Herrichtung auf Lochband ge-
    speichert, so ist dieses deutlich mit Klartext zu
    kennzeichnen und als Zwischenmaterial zu behandeln.
    (2) Abkürzungen können verwendet werden, wenn sie gesetz-
    lich und in militärischen Bestimmungen festgelegt sowie
    Verwechslungen und Irrtümer ausgeschlossen sind.
    Abkürzungen, die bei einfacher Verstümmelung zu Sinnent-
    stellungen führen können, sind zu wiederholen. Ergibt sich
    dabei keine Textverkürzung gegenüber dem ausgeschriebenen
    Begriff, ist auf Abkürzungen zu verzichten.
    (3) Dienstvermerke (z.B. Über SNV), Geheimhaltungsgrad
    und VS-Nummer sowie Empfänger und Absender sind mitzu-
    chiffrieren.

    Beispiele:
    a) VVS T 024/093 KOMMANDEUR 24 PKT MSD
       ... - Text - ... KOMMANDEUR MSR 67

    b) UEBER SNV ESCHE 700 ... - Text - ... LINDE 700


    18. Ausgänge ohne Dringlichkeitsstufe, die vorchiffriert
    wurden, sind vor der Übertragung bzw. Beförderung zu
    dechiffrieren und auf richtige Bearbeitung zu überprüfen
    (nachfolgend Rücküberprüfung). Bei Ausgängen mit Dring-
    lichkeitsstufen oder Anhäufung von Ausgängen ohne Dring-
    lichkeitsstufen ist die Rücküberprüfung nach der Über-
    tragung durchzuführen.
    Werden Fehler festgestellt, ist der Ausgang zu berichtigen
    oder neu zu chiffrieren.

    19. Bei der Rücküberprüfung bzw. bei Direktchiffrie-
    rung entstandene Klartext (Mitlesetext) ist auf dem
    Spruchformular zu drucken, als Streifen aufzukleben oder
    als Mitleseblatt dem Ausgang beizufügen. Handelt es sich
    um eine VS-Information, ist das Mitleseblatt auf dem
    Spruchformular nachzuweisen.

    20.(1) Der Geheimtext (Blatt, Lochband) eines vorchif-
    frierten Ausganges ist entsprechend dem festgelegten
    Informationsdurchlauf gegen Quittung entweder der Abfer-
    tigung, dem Kurier bzw. Verbindungsoffizier oder der
    Sendestelle zu übergeben bzw. zu übertragen, wenn sich
    die Endtechnik in der Chiffrierstelle befindet. Nach der
    Übertragung sind der Geheimtext und das angefallene
    Zwischenmaterials unverzüglich an die Chiffrierstelle
    zurückzugeben, die Vollzähligkeit zu kontrollieren, die
    Spruchformulare vollständig auszufüllen sowie die Klar-
    und Mitlesetexte über die Abfertigung oder direkt dem
    Absender zu übergeben.
    (2) Geheimtexte sowie bei der Übertragung angefallene
    Mitleseblätter und -lochbänder sind als Zwischenmaterial
    zu behandeln und nachzuweisen (Ziffer 13.).

    Eingänge

    21. Die Übernahme von Eingängen als Geheimtext auf Blatt
    oder Lochband erfolgt
    a) von der Abfertigung der Nachrichtenzentrale;
    b) unmittelbar von den Empfangsstellen der Nachrichten-
       zentrale;
    c) über Rohrpostanlagen oder andere technische Einrich-
       tungen;
    d) von der Kurierstelle oder vom Verbindungsoffizier.
    Bei der Direktchiffrierung erfolgt die Übernahme von Eingängen
    als Klartexte unmittelbar nach der Übertragung durch
    die Gegenstelle.

    22.(1) Bei der Übernahme von Eingängen sind unmittelbar
    zu überprüfen:
    a) bei Geheimtexten auf Blatt
       - die Richtigkeit der Empfänger- und Absenderangaben
         sowie Spruch-Nr., Datum und Aufgabezeit,
       - die Übereinstimmung der angegebenen mit der tatsäch-
         lichen Gruppenanzahl,
       - die Erkennungs- und Dienstgruppen,
       - die Vollständigkeit der einzelnen Gruppen,
       - die Dringlichkeit, Quittungszeit und erforderliche
         Dienstvermerke;
    b) bei Geheimtexten auf Lochband
       - die Richtigkeit der Empfänger- und Absenderangaben
         sowie Spruch-Nr., Datum und Aufgabezeit,
       - die Dringlichkeit, Quittungszeit und erforderliche
         Dienstvermerke;
    c) bei direktchiffrierten Eingängen
       - die Richtigkeit der Empfänger- und Absenderangaben
         sowie Spruch-Nr., Datum und Aufgabezeit,
       - die VS-Nummer auf Eindeutigkeit,
       - die richtige und eindeutige Schreibweise des Textes
       - die Dringlichkeit und die Dienstvermerke.
    Die richtige Übernahme von direktchiffrierten Eingängen
    ist durch Quittungsgabe zu bestätigen.
    (2) Treten bei der Überprüfung Unstimmigkeiten auf, ist
    sofort eine Berichtigung oder die Wiederholung des Ein-
    ganges anzufordern.

    23.(1) Der entsprechend der Gebrauchsanweisung bzw.
    Nutzungsanleitung dechiffrierte Klartext ist je nach
    angewandtem Chiffrierverfahren auf
    a) ein Spruchformular zu drucken;
    b) ein Blatt zu drucken und bei VS-Informationen auf ein
       Spruchformular aufzukleben;
    c) Streifenschreiberpapier zu drucken und auf ein Spruch-
       formular zu kleben.
    (2) Bei der Anwendung eines manuellen Chiffrierverfahrens
    ist der dechiffrierte Text mit Schreibmaschine oder in
    sauberer Blockschrift auf ein Spruchformular zu schreiben.
    (3) Eingänge sind gemäß Ziffer 32. und 33. ordnungsgemäß
    nachzuweisen und zu beschriften.
    (4) Sind Eingänge an mehrere Empfänger im Verantwortungs-
    bereich der Chiffrierstelle gerichtet, ist die entspre-
    chende Anzahl an Klartexten herzustellen. Bei VS hat der
    Nachweis mit fortlaufender Ausfertigungs-Nummer zu er-
    folgen.

    24.(1) Der dechiffrierte Klartext ist zu überprüfen.
    Dabei sind:
    a) Irrungen und Wiederholungen sauber zu streichen bzw.
       wegzulassen;
    b) geringfügige Fehler (z.B. fehlende oder falsche Buch-
       staben) zu berichtigen sowie
    c) alle Angaben oder Hinweise, die auf das verwendete
       Chiffrierverfahren schließen, wegzulassen bzw. unleser-
       lich zu machen.
    Festgestellte bzw. verursachte Verstöße gegen die Gebrauchs-
    anweisung oder Nutzungsanleitung sind sofort dem Vorge-
    setzten zu melden.
    (2) Eine geforderte Aushändigungsbestätigung ist der ab-
    sendenden Chiffrierstelle fernschriftlich oder fern-
    mündlich wie folgt zu übermitteln:
       qdc 303 1825 (Spruch Nr. 303 18.25 Uhr ausgehändigt).

    25.(1) Kann ein Eingang auch nach Entstümmelungsver-
    suchen nicht eindeutig dechiffriert werden, ist Rückfrage
    unter Beachtung der Ziffer 11.(2) zu führen.
    Bei einem unklaren Eingang mit Dringlichkeitsstufe Aus-
    nahem und höher ist sofort (vor Beginn der Entstümme-
    lungsversuche) Rückfrage zur führen.
    (2) Stark verstümmelte Eingänge mit Dringlichkeitsstufen
    sind in Teilen oder auch unvollständig mit dem Dienstver-
    merk Spruch unvollständig, Berichtigung folgt dem Em-
    pfänger zu übergeben. Die unklaren Stellen sind zu kenn-
    zeichnen.
    Nach der Klärung ist dem Empfänger eine vollständige
    Neufassung (2. Ausfertigung) der Information mit dem
    Dienstvermerk Berichtigte Ausfertigung zu übergeben.
    Die 1. Ausfertigung verbleibt beim Empfänger, Die 2. Aus-
    fertigung ist im Spruchnachweis- und Betriebsbuch in
    einer gesonderten Zeile einzutragen. bei mehreren Empfän-
    gern erfolgt die Numerierung der Ausfertigung fort-
    laufend.

    26. Eingänge mit dem Dienstvermerk persönlich sind
    direkt dem Empfänger oder dem berechtigten Vertreter zu
    übergeben.
    Ist das nicht möglich, ist
    a) eine VS-Information entsprechend der DV 010/0/009
       verpackt, versiegelt und mit der Adresse sowie per-
       sönlich gekennzeichnet der VS-Stelle;
    b) eine offene Information eingebrieft mit der Adresse
       sowie persönlich gekennzeichnet der Poststelle
    des Empfängers zu übergeben.

    Durchgänge

    27. Ausgängen an Empfänger, zu denen keine unmittelbaren
    Chiffrierverbindungen bestehen, sind an die Chiffrier-
    stellen des vorgesetzten, gleichgestellten oder unter-
    stellten Stabes oder Einrichtungen zu senden, durch diese
    zu dechiffrieren, neu zu chiffrieren und an die Chiffrier-
    stelle des Empfängers weiterzuleiten. Diese Informationen
    werden als Durchgänge bezeichnet.
    Bei Notwendigkeit sind vor der Bearbeitung Rückfragen zu
    führen.

    28. Durchgänge sind durch die absendende Chiffrierstelle
    wie folgt zu chiffrieren:
    a) Signal VVVVV oder WWWWW bei maschinellen Chiffrierver-
       fahren (Codegruppe Weiterleiten ... bei manuellen
       Chiffrierverfahren);
    b) Geheimhaltungsgrad und VS-Nummer bzw. Dienstvermerk
       über SNV;
    c) Empfänger (Dienststellung und Dienststelle bzw. bei
       offener Information Tarnname und Tarnzahl);
    d) Text;
    e) Absender (Dienststellung und Dienststelle bzw. bei
       offener Information Tarnname und Tarnzahl).

    29.(1) Bei Dechiffrieren von Durchgängen können zusätz-
    lich zu de Klartexten Klartextlochbänder hergestellt
    werden. Diese sind deutlich mit Klartext (bei VS mit
    VS-Nummer) zu kennzeichnen und als Zwischenmaterial zu
    behandeln. Der chiffrierte Klartext ist zu prüfen und
    neu zu chiffrieren. Auf dem Geheimtext sind als Absender
    Tarnname und Tarnzahl der weiterleitenden Chiffrierstelle
    anzugeben.
    (2) Die weiterleitende Chiffrierstelle hat an die Absen-
    dende Chiffrierstelle Verzögerungen und auf Anforderung
    die Zeit der Weiterleitung zu melden.

    30. Die bei der Bearbeitung von Durchgängen entstehenden
    Klartexte sind im Spruchnachweis- und Dienstbuch mit dem
    Vermerk Durchgang nachzuweisen (bei VS mit VS-Nummer)
    und nach 10 tagen nachweislich zu vernichten. Das ange-
    fallene Zwischenmaterial ist mit den Schlüsselunterlagen
    zu den festgelegten Fristen zu vernichten.

III. Betriebsnachweis

    31.(1) Der Nachweis des Chiffrierbetriebsdienstes umfaßt
    alle Handlungen des Betriebspersonals mit der Übernahme
    des Dienstes beginnen bis zur Übergabe an den nächsten
    Diensthabenden.
    (2) Der Betriebsnachweis ist sauber und lückenlos mit
    Schreibmaschine, Tinte oder Kugelschreiber zu führen.
    Radieren und Überschreiben sind verboten.
    Fehleintragungen sind so zu streichen, daß sie lesbar
    bleiben. Streichungen und Änderungen sind zu signieren.

    32.(1) Das Spruchnachweis- und Betriebsbuch ist als VVS
    zu vereinnahmen und so zu führen, daß es umfassend Aus-
    kunft über die bearbeiteten Informationen und den Verlauf
    des Chiffrierbetriebsdienstes gibt.
    (2) Im Spruchnachweis- und Betriebsbuch sind nachzuweisen
    (Muster siehe Anlage 1):
    a) Übergabe/Übernahme des Chiffrierbetriebsdienstes mit
       - von ... bis ... (Datum und Uhrzeit),
       - Dienstgrade und Namen der Diensthabenden Chiffreure,
       - Vermerke zur Übergabe der Chiffriergeräte und Schlüs-
         selunterlagen sowie anderen VS, Sonderstempel, Pet-
         schafte, Plombenzangeneinsätze, Tür- und Stahlblech-
         schrankschlüssel und anderen Gegenstände lt. Nachweis
         (Übergabe/Übernahme der VS siehe Ziffer 40).
       - noch in Bearbeitung befindliche Informationen mit
         Spruch- und gegebenenfalls VS-Nummer,
       - weitere Angaben, die für den Übernehmenden verbind-
         lich sind,
       - Unterschriften des Übergebenden und des Übernehmenden
         mit Dienstgrad;
    b) bearbeitete Ein-, Aus- und Durchgänge mit
       - Spruch- und VS-Nummer,
       - Bearbeitungszeiten,
       - allen bei der Bearbeitung aufgetretenen Rückfragen,
         Verstümmelungen, Verstößen usw.,
       - dem Nachweis der Vernichtung von Zwischen- und Kon-
         trolltextmaterials sowie bei der Bearbeitung von
         Durchgängen entstandenen Klartexten;
    c) durchgeführte Wartung Nr. 1 der zum Bestand der Chif-
       frierstelle gehörenden Chiffriergeräte und weitere
       Handlungen zur Erfüllung der Aufgaben gemäß Ziffer 1.;
    d) Meldungen und Informationen, die den Chiffrierbetriebs-
       dienst betreffen sowie besondere Vorkommnisse.
    (3) Abgeschlossene Spruchnachweis- und Betriebsbücher sind
    beim Leiter der Chiffrierstelle aufzubewahren und frühe-
    stens ein Jahr nach der letzten Eintragung, aber erst nach
    Kontrolle und auf Weisung von Kontrolloffizieren des vor-
    gesetzten Stabes, zu vernichten.

    33. Auf Spruchformularen sind folgende Eintragungen vor-
    zunehmen:
    a) Ausgang (Klartext, Muster Anlage 3)
       - Zeit der Beendigung des Chiffrierens mit Signum des
         Chiffreurs,
       - Datum(zweistellig), Anfangszeit und Quittungszeit
         der Gegenstelle (vierstellig) sowie Spruch-Nummer
         (wenn direkt chiffriert, die Chiffrierstelle über-
         trägt oder abfertigt),
       - Aushändigungszeit an Empfänger unter Dienstvermerk
         (wenn gefordert),
       - Nachweis Mitleseblatt und Gesamtblattzahl;
    b) Ausgang (Geheimtext, Muster Anlage 4)
       - Gruppenzahl (ohne Dienstgruppe),
       - Datum (zweistellig) und Aufgabezeit (vierstellig),
       - Erkennungsgruppen und Dienstgruppe unter Dienstver-
         merk bzw. auch auf Lochband,
       - Dringlichkeitsstufe,
       - Tarnbezeichnung der empfangenden und absendenden
         Chiffrierstelle;
    c) Eingang (Klartext, Muster Anlage 5)
       - Spruch- und VS-Nummer mit Nummer der Ausfertigung
         (1., bei mehreren Ausfertigungen fortlaufend) sowie
         Unterstreichung des zutreffenden Geheimhaltungs-
         grades im Spruchkopf und im Quittungsstreifen,
       - Dringlichkeitsstufe,
       - Datum (zweistellig) und Aufgabezeit (vierstellig),
       - Empfänger und Absender,
       - Zeit der Beendigung des Dechiffrierens mit Signum
         des Chiffreurs,
       - Quittungszeit der empfangenden Nachrichtenstelle
         (entfällt bei Direktchiffrierung),
       - wenn notwendig weitere Dienstvermerke.

    34.(1) Schlüsselmittel sind wie folgt zu beschriften:
    a) außen
       bei Notwenigkeit mit Verbindungsnummern und Gültig-
       keitstermin, diese Beschriftung sind nur mit Blei-
       stift vorzunehmen und bei Versand dieser Mittel zu
       entfernen;
    b) innen
       - auf den Abdeckblättern (Einzelblattabsicherung) mit
         der folgenden Schlüsseltabellen-/lochband-/lochkar-
         ten-Nummer, Unterschrift und Datum,
       - im entsprechenden Aufdruck zur Bestätigung der Öff-
         nung und Entnahme mit Datum und Unterschrift sowie
         Vernichtung von Schlüsseltabellen/-lochbändern/
         -lochkarte gemäß DV 040/0/010 bzw. DV 040/0/015,
       - entnommene Schlüsseltabellen-/-lochbänder bzw. - loch-
         bandabschnitte der Lochkarten, wenn nicht bereits
         aufgedruckt, mit Serien- und Expl.-Nummer.
    (2) Für Schlüsselkassetten ist die Beschriftung und Nach-
    weisführung analog Absatz (1), Buchstabe b), 2. Stabs-
    strich, auf Schlüsselmittelbestandskarten (Vordruck NVA
    40 153) vorzunehmen (Muster Anlage 2).
    (3) Sind in Gebrauchsanweisungen bzw. Nutzungsanleitungen
    der jeweiligen Chiffrierverfahren andere oder präzisierte
    Festlegungen enthalten, sind diese verbindlich.

    35.(1) Schlüsselunterlagen sind auf Schlüsselmittelbe-
    standskarten (Vordruck NVA 40 153) nach SAS- und Chif-
    frierverbindungen getrennt nachzuweisen.
    (2) Der Nachweis der Aus- und Rückgabe von Schlüsselunter-
    lagen für SAS-Trupps erfolgt auf Ausgabekarten oder im
    Nachweis für Staats- und militärische Geheimnisse.

    36.(1) Der Nachweis der Weiter- und Rückgabe von Informa-
    tionen innerhalb der NZ erfolgt formlos, an den Absender/
    Empfänger im Quittungsbuch für ausgehende VS-Dienstpost
    oder auf dem Quittungsstreifen der Spruchformulare.
    (2) Die Übergabe chiffrierter Informationen (Geheimtexte)
    zur Beförderung durch Kurier oder Verbindungsoffizier ist
    im Quittungsbuch für ausgehende VS-Dienstpost nachzuweisen.
    Im Spruchnachweis- und Betriebsbuch ist einzutragen:
    Übergabe an Kurier, Datum, Uhrzeit, lfd. Nr. (Quittungs-
    buch).
    Aus dem Ausgangs-Spruchformular ist unter geschlüsselt
    einzutragen:
    Kurier empfangen, Datum, Uhrzeit, Signum.

    37. Im Nachweisbuch für Wartungen und Kontrollen sind
    einzutragen:
    a) durchgeführte Wartung Nr. 2, 3, 5 und 6 (Wartungen
       Nr. 5 und 6 zusätzlich im Gerätebegleitheft);
    b) Kontrollen des Vorgesetzten mit Ergebnis und Aufgaben-
       stellung sowie Kontrollen durch Kontrolloffiziere des
       vorgesetzten Stabes, wenn kein schriftlicher Kontroll-
       bericht angefertigt wird.

    38. Die Übergabe von Chiffriergeräten an die Werkstatt zur
    Instandsetzung ist gemäß DV 040/0/010 bzw. DV 040/0/015
    nachzuweisen.

    39. Im Besucherbuch ist das Betreten der Chiffrierstelle
    durch Personen, die nicht für den SAS- und Chiffrier-
    arbeit verpflichtet sind, mit
    a) Uhrzeit (von ...  bis ...);
    b) Grund;
    c) Name, Vorname, Anschrift des Besuchers;
    d) Name und Dienstgrad des Chiffreurs, der die Aufsicht
       führte
    nachzuweisen.

    40. (1) Im Nachweis für Staats- und militärische Geheim-
    nisse (Vordruck NVA 36 212) sind alle VS, einschließlich
    Schlüsselmittelbestandskarten (Vordruck NVA 40 153) und
    Bestandsnachweiskarten (Vordruck NVA 40 154), nachzuweisen,
    die dem Diensthabenden Chiffreur ständig oder zeitweilig
    übergeben wurden. Die auf den Schlüsselmittelbestands-
    und Bestandsnachweiskarten nachgewiesenen Schlüsselmittel
    und Chiffriergeräte sind nicht gesondert aufzuführen.
    (2) Die Über-, Weiter- und Rückgabe von VS (auch zeit-
    weilig) hat einzeln mit Unterschrift und Datum im Vor-
    druck NVA 36 212 nach der Kontrolle anhand der Nachweis-
    unterlagen zu erfolgen. Bei Notwendigkeit sind die VS
    neu einzutragen.
    (3) Für die Übergabe der VS gemäß Absatz (1) zwischen den
    Chiffreuren im Diensthabenden System kann ein formloser
    Nachweis, der dem Vordruck NVA 36 212 entspricht, genutzt
    werden.

                                   Anlage 1

             Muster eines Spruchnachweis- und Betriebsbuches

Spruch-Nr.AbsenderEmpfängerDringlichkeits-
stufe
Geheim-
haltungsstufe
BlattzahlLaufzeitenUhrzeitHandlungen während des Chiffrier-
Betriebsdienstes
Bemerkungen
Vernichtung Zwischenmat.
Ausg.Eing.Origi-
nal
Ges.-
Zahl
Aufgabe-
zeit
Quittungs-
zeit
Aushän-
digung an
Empfänger
Ges.-
Min.
AnfangEndeBlatt/
Streifen
DatumUnterschriften
123456789101112131415161718
Diensthabender Chiffreur
vom 21.06., 08.00 Uhr bis 22.06., 08.00 Uhr
Uffz. Franke
08.00Dienstübernahme, Meldung an LSCZ
08.1008.20Funktionskontrolle M 125, Nr. 4030 u. 4312 Fr.821.06Franke, Müller
013K 24. PDK AR-24 perönl.DVVS1208.4008.5809.103008.4208.50VS-Nr.: T/0324/51222.06Beyer, Müller
13.0013.30Wartung Nr.1 M 125 Nr. 4030 u. 4312 Fr
102Amsel 100Spatz 100---114.3014.4514.552514.4614.49222.06Beyer, Müller
076C MB XIK 24. PD-GVS-115.2015.5016.307015.5516.2515.58 Störung an M 125 Nr. 4030322.06Beyer, Müller
16.00Mechaniker verständigt
18.10Störung beseitigt
Es wurden übergeben
1. VS lt. Übergabenachweis
2. Petschaft Nr. 00000
3. Offene Unterlagen u. Inventar lt. Verzeichnis
4. In Bearbeitung befindliche Sprüche Nr. ...
Betriebsstunden: 4030 = 430,0, 4312 = 712,5
Fs/Fu Eingang 2 Ausgang 1
07.3008.00Dienst richtig
übergeben: Franke übernommen: Beyer
Franke Uffz. Beyer Ufw.

                                               Anlage 2

    Muster des Nachweis der Entnahme und Vernichtung von
    Schlüssellochbandabschnitten aus Kassetten


                                               Anlage 3

    Muster eines Ausganges (Klartext)


                                               Anlage 4

    Muster eines Ausganges (Geheimtext auf Lochband)


                                               Anlage 5

    Muster eines Einganges (Klartext auf Blatt)


                                               Anhang

Begriffe und Redewendungen für den Chiffrierbetriebsdienst
(deutsch - russisch)

1. Begriffe

   deutsch                      russisch

   Abfertigung                  Эkcпeдиця

   Allgemeine Chiffrier-        Oбщaя шифpcвязь
   verbindung

   Annullieren/Annullierung     Aннулиpoвatь/aннулиpoвaниe

   Aufgabezeit                  Bpemя пoдaчи

   Ausgangsfernschreiben        Иcxoдящaя teлeгpamma
   (Ausgangs-Fs)

   Aushändigungsbestätigung     Пoдtвepждeниe вpучeния

   Betriebsmechaniker           Mexaниk

   Chiffrieren                  Зaшифpoвatь/зaшифpoвaниe

   Chiffriergerät               Шифpmaшинa

   Chiffriersache               Xpaниtь нapaвнe c шифpom

   Chiffrierstelle/-organ       Шифpctaнция/шифpopгaн

   Chiffriertes Fernschreiben   Шифpteлeгpamma

   Chiffriertrupp               Шифpaппapatнaя

   Chiffrierverbindung          Шифpcвязь

   Datenübertragungsgerät       Aппapatуpa Пepeдaчи диckpetныx
                                инфopmaций

   Dechiffrieren                Pacшифpoвatь/pacшифpoвaниe

   Diensthabender Chiffreur/    Дeжуpный пo шифpopгaну
   Diensthabender des Chif-
   fierorgans

   Dienstliche Mitteilung       Cлужeбный aбзaц

   Dienstvermerk                Cлужeбнaя otmetka

   Dringlichkeitsstufe          Гpуф cpoчнoctи

     Luft (L)                     Boздуx (B)

     Sturm (St)                   Шtopm (Ш)

     Flugzeug (Fl)                Camoлet (C)

     Ausnahme (An)                Bнeoчepeднaя (BH)

     Dringend (Dr)                Cpoчнaя (CP)


     Einfügung                  Bctaвka

     Eingangsfernschreiben      Bxoдящaя teлeгpamma
     (Eingangs-Fs)

     Eintragung                 Зaплcь

     Empfangsbestätigung        Пoдtвepждeниe пoлучeния

     Entnahme                   Извлeчeниe

     Entstümmeln                Иctpaняtь иckaжeния/уctpaнeниe
                                иckaжeний
     Erkennungsgruppen          Уcлoвныe гpуппы

       Unterscheidungsgruppe    Otличиteльнaя гpуппa

       Kenngruppe               Пokaзateльнaя гpуппa

       Dienstgruppe             CЛужeбнaя гpуппa

       Kontrollgruppe           Koнtpoльнaя гpуппa


     Fernschreibmaschine        Teлeгpaфный aппarat/teлetaйп

     Fernschreibnummer          Teлeгpaфный нomep (№)
     (Fs.-Nr.)

     Funkspruch                 Paдиoгpamma


     Gebrauchsanweisung         Пpaвилa пoльзoвaния

     Gefechtsposten             Бoeвoй пoct (БП)

     Geheimhaltungsgrad         Гpиф cekpetнoctи

       Geheime Kommandosache      Ocoбoй вaжнoctи
       (GKDoS)

       Geheime Verschlußsache     Coв. cekpetнo
       (GVS)

       Vertrauliche Verschluß-    Cekpetнo
       sache (VVS)

       Nur für den Dienst-        Для cлужeбнoгo пoльзoвaния
       gebrauch (NfD)

       Offen                      Hecekpetнo

     Geheimtext                 Kpипtoгpamma
     (chiffriertes Fernschreiben)

     Geheimtextlochband         Cпeцлeнa (cл, c/л)

     Gruppenanzahl              Koличectвo гpупп


     Individuelle Chiffrier-    Индивидуaльнaя Шифpcвязь
     verbindung


     Klartext                   Otkpыtй tekct

     Kompromittierung           Komпpetaция

     Kurier                     Фeльдeгepь

     Kurierverbindung           Фeльдeгepckaя cвaзь


     Leiter des Chiffrierorgans Haчaльниk Шифpopгaнa

     Leiter der Fernschreib-    Haчaльниk teлeгpaфнoгo цeнtpa
     zentrale

     Leiter der Fernsprech-     Haчaльниk teлeфoннoгo цeнtpa
     zentrale

     Lochband                   Пepфoлeнta


     Nachweisnummer             Учetный нomep (№)

     Nummer eines chiffrierten  Пoдпиcнoй нomep (№)
     Fernschreibens (Unter-
     schriftsnummer)

     Oberbetriebsmechaniker     Ctapший mexaниk

     Offenes Fernschreiben      Otkpыtaя teлeгpamma


     Rückfrage                  Зaпpoc


     SAS-Fernschreibgerät       Aппapatуpa зacekpeчeннoй
     (SFs-Gerät)                teлeгpaфнoй cвязи

     SAS-Fernschreibverbindung  Зacekpeчeннaя teлeгpaфнaя cвязь
     (SFsV)

     SAS-Fernsprechgerät        Aппapatуpa зekpeчeннoй
     (SFe-Gerät)                teлeфoннoй cвязи

     SAS-Fernsprechverbindung   Зacekpeчeннaя teлeфoннaя cвязь
     (SFeV)

     SAS-Fernsprechvermittlung  Kommуtatop 3AC

     Schlüsselheft              Шифpoвaльный блokнot/kлючeвoй
                                блokнot
     Schlüssellochband          Шифpлeнta


     Tabelle der Kenngruppen    Taблицa пokaзateльныx гpупп

     Tarnname                   Пoзывнoй

     Tarnzahl                   Пoзывнoй дoлжнoctнoгo лицa

     Teilnehmer                 Koppecпoндeнt (kopp.)

     Truppführer                Haчaльниk aппapatнoй


     Zirkulare Chiffrier-       Циpkуляpнaя шифpcвязь
     verbindung

     Zwischenmaterial           Чepнoвoй matepиaл

2. Redewendungen

     deutsch                    russisch

     Bitte das chiffrierte      Пpoшу aннулиpoвatь kpлпtoгpammу
     Fernschreiben (Geheimtext) teлeгpaфный нomep ...
     Nr. ... zu annullieren

     Bitte das Fernschreiben    Пpoшу aннулиpoвatь teлeу
     Nr. ... zu annullieren     teлeгpaфный нomep ...

     Bitte das Schlüsselheft    Пpoшу уничtoжиtь шифpoвaльный/
     Nr. ... zu vernichten      kлючeвoй блokнot нomep ...

     Bitte den Diensthabenden   Пpoшу дeжуpнoгo вocьmoгo otдeлa
     der 8. Abteilung

     Bitte Schlüssellochbänder  Пpoшу уничtoжиtь шифpлeнtы
     Nr. 12 bis 15 des          нomep двeнaдцatь пo Пяtнaдцatь
     Schlüsselheftes Nr. ...    из блokнota нomep ...
     zuvernichten
     (Beispiel)

     Bitte Tabellen Nr. 5, 6    Пpoшу уничtoжиtь taблицы нomep
     und 7 aus dem Schlüssel-   пяtь пo cemь из блokнota
     heft Nr. ... zu ver-       нomep ...
     nichten
     (Beispiel)

     Das chiffrierte Fern-      Шифpteлeгpamma пoдпиcнoй нomep ...
     schreiben mit der Unter-   вpучeнa aдpecatу в ... чacoв
     schriftnummer ... wurde
     dem Empfänger um ... Uhr
     ausgehändigt

     Das chiffrierte Fern-      Baшa kpипtoгpamma teлeгpaфный
     schreiben Nr. ... kann     нomep ... oбpaбotke нe
     nicht dechiffriert werden. нomep cpeдctвa.
     Teilen Sie die Nr. des
     Schlüsselheftes mit.

     Das Schlüsselheft Nr. ...  Шифpoвaльный/kлючeвoй блokнot
     wurde am ... vernichtet    нomep ... уничtoжeн

     Die Schlüssellochbänder    Шифpлeнtы нomep ... пo нomep ...
     Nr. ... bis Nr. ... aus    из блokнota нomep ... циpkуляpнoй
     Heft Nr. ... der zirku-    cвязи eщe нe иcпoльзoвaны.
     laren Verbindung wurden    Пpoшу Baшeгo уkaзaния.
     noch nicht genutzt. Ich
     bitte um Ihre Weisung

     Geben Sie Aushändigungs-   Пpoшу пoдtвepдиtь вpучeниe
     bestätigung für das chif-  шифpteлeгpammы пoдпиcнoй
     frierte Fs mit der         нomep ...
     Unterschriftsnummer ...

     Geben Sie Aushändigungs-   Пpoшу пoдtвepдиtь вpучeниe
     bestätigung für GVS-/      teлeгpammы coв. cekpetный/
     VVS-Fernschreiben Nr. ...  cekpetный нomep ...

     Geben Sie Empfangsbestä-   Пpoшу пoдtвepдиtь пoлучeниe
     tigung für das chiffrierte шифpteлeгpammы пoдпиcнoй
     Fernschreiben mit der      нomep ...
     Unterschriftsnummer ...

     Geben Sie Quittung für     Пpoшу kвиtaнцию нa teлeгpammу
     Fernschreiben Nr. ...      нomep ...

     Ich melde die Arbeits-     Дokлaдывaю гotoвнoctь k paбote
     bereitschaft des           шифpopгaнa
     Chiffrierorgans

     Ihr chiffriertes Fern-     Baшa kpипtoгpamma teлeгpaфный
     schreiben Nr. ... ist      нomep ... cильнo иckaжeнa,
     stark verstümmelt, wieder- пpoшу пoвtopиtь
     holen Sie bitte

     Wiederholen Sie das chif-  Пoвtopиte kpипtoгpammу
     frierte Fs mit Fs-Nr. ...  teлeгpaфный нomep ...

     Wiederholen Sie das        Пoвtopиte teлeгpammу нomep ...
     Fernschreiben Nr. ...

     Wiederholen Sie 15. bis    Пpoшу пoвtopиtь учactok paдиo-
     20. gruppe des Funk-       гpammы нomep дecяtь ot пяtнaд-
     spruches Nr. 10            цatoй пo двaдцatую гpуппу
     (Beispiel)