Chiffriersache!
Geheime Verschlußsache! BStU*158, *338
GVS-Nr.: A 615 415
148. Ausfertigung
MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG
A 040/1/352
Chiffriergerät M 205 D
Nutzung
1988
Chiffriersache!
Geheime Verschlußsache!
GVS-Nr.: A 615 415
148. Ausfertigung
MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG
A 040/1/352
Chiffriergerät M 205 D
Nutzung
1988
NACHWEIS ÜBER EINARBEITUNG VON ÄNDERUNGEN
| Nr. | Änderung Inkraftsetzungstermin | Einarbeitung | |
|---|---|---|---|
| Datum | Unterschrift | ||
| 1 | Si 30 8/9/12/13 Zeile 22.11.88 | 28.22.88 | joe |
NACHWEIS ÜBER ZUGANG/ABGANG
| lfd. Nr. | Zugang Blatt | Abgang Blatt | Bestand Blatt | Datum Signum |
|---|---|---|---|---|
| 36 | Anfangsbestand | |||
NACHWEIS ÜBER VERNICHTUNGEN
| lfd. Nr. | Blatt | vernich- tet am: | Vernichtungsvermerk (Unterschrift) | |
|---|---|---|---|---|
GVS-Nr.: A 615 415 3
Einführungsbestimmung zur A 040/1/352 1. Die Anleitung 040/1/352 -Chiffriergerät M 205 D, Nutzung- wird erlassen und tritt am 01.03.1988 in Kraft. 2. Die Anleitung gilt auch für die Grenztruppen der DDR. O.U., den 23.12.1987 Chef Nachrichten 4 GVS-Nr.: A 615 415
Inhaltsverzeichnis
Seite
Übersichts- und Einführungsteil 1
1. Zweckbestimmung und Einsatzgrundsätze 7
2. Technische Angaben 10
3. Schlüsselunterlagen 16
3.1. Allgemeines 16
3.2. Schlüsselunterlagen für individuellen und 25
zirkularen Verkehr
3.3. Schlüsselunterlagen für allgemeinen Verkehr 25
3.4. Schlüsseleingabe 26
3.5. Langzeitschlüssel 29
4. Herrichtung des Klartextes 34
4.1. Herrichtung deutscher Klartexte 37
4.2. Herrichtung russischer Klartexte 37
5. Herstellung der Betriebsbereitschaft 39
6. Erkennungsgruppen 40
7. Chiffrierung 42
7.1. Allgemeines 42
7.2. Chiffrieren auf Blatt 45
7.3. Chiffrieren auf Blatt bei der Anwendung 46
des Schlüsselsystems KS-A
7.4. Chiffrieren auf Blatt und Lochband 47
7.5. Chiffrieren auf Blatt und Lochband bei der 48
Anwendung des Schlüsselsystems KS-A
8. Dechiffrieren 49
9. Beseitigen von Verstümmelungen beim 50
Dechiffrieren
9.1. Beseitigen von Verstümmelungen beim 50
Dechiffrieren vom Blatt
9.2. Beseitigen von Verstümmelungen beim 52
Dechiffrieren vom Lochband
9.3. Rückfragen 54
10. Handlungen nach Kompromittierungen 55
Anlagen:
1 Abkürzungen und Symbole 59
2 Herstellungsvorschrift für die Kontroll- 61
schlüssel
Anhang:
1 Herrichtung des Klartextes beim Übergang 63
auf Einregisterbuchstabenbetrieb russisch
6 GVS-Nr.: A 615 415
1. Zweckbestimmung und Einsatzgrundsätze
1.1. Zweckbestimmung
Das Chiffriergerät M 205 D dient zur Vorchiffrierung offe-
ner, vertraulicher und geheimer schriftlicher Informationen,
die im Zusammenwirken mit den Armeen der Teilnehmerstaaten
des Warschauer Vertrages und innerhalb der Nationalen Volks-
armee in russischer und deutscher Sprache über Nachrichten-
verbindungen ausgetauscht werden.
Die Bearbeitung reiner Zifferntexte ist möglich.
Das Chiffriergerät M 205 D gewährleistet:
a) interne Schlüsselbildung durch den automatisierten
Chiffrator A 10 auf der Grundlage des eingegebenen
Schlüssellochbandabschnittes (SLA) für individuellen,
zirkularen oder allgemeinen Verkehr sowie eines einge-
gebenen Langzeitschlüssels (LZS) des Schlüsselsystems
KS-A;
b) garantierte kryptologische Sicherheit für die chiffrier-
ten Informationen;
c) die Dokumentation der Geheimtexte und der dechiffrierten
Klartexte auf Blatt;
d) die Dokumentation der Geheimtexte auf Lochband im inter-
nationalen Telegrafenalphabet Nr. 2;
e) die Bildung von Schlüsselbereichen bis zu 500 Teil-
nehmern.
1.2. Einsatzgrundsätze
1.2.1. Betriebsberechtigung
Das Chiffriergerät M 205 D ist nur in Einrichtungen des
SAS- und Chiffrierdienstes einzusetzen und zu lagern sowie
von Betriebs- und Instandsetzungskräften zu bedienen, zu
GVS-Nr.: A 615 415 7
warten und instandzusetzen, die für die Durchführung der
Arbeit in SAS- und Chiffriereinrichtungen bestätigt und im
Besitz der Betriebs- bzw. Instandsetzungsberechtigung
M 205 D sind.
1.2.2. Einsatzbedingungen
Die Nutzung des Chiffriergerätes M 205 D kann in beheizten
stationären und mobilen, ober- und unterirdischen Einrich-
tungen/Räumen sowie auf Schiffen und Booten unter nachste-
henden Bedingungen erfolgen:
a) Umgebungstemperatur: o° bis +50° C bei einer relativen
Luftfeuchtigkeit von 65% ±15% (die Arbeit ist noch
möglich bei -10° C bei nichtgarantiertem Abdruck oder
bei +35° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von
98%);
b) Vibrationen bis zu einer Frequenz von 60 Hz;
c) Lagerfähigkeit bei Umgebungstemperaturen von -50° C bis
+65° C;
d) Sendeverbot für Funkgeräte, die sich in der Chiffrier-
stelle/im Gerätesatz befinden;
e) Einhaltung von 3 m Sicherheitsabstand zu Funkgeräten
und deren Antennen sowie von 1 m zu Chiffriergeräten
anderer Typen, SAS-Geräten, Fernsprechgeräten, Fern-
schreibmaschinen, TF/WT-Geräten, Stromversorgungsge-
räten, Kabeln und Leitungen, die einen Ausgang aus dem
gesicherten Bereich haben;
f) Schallisolierung nach außen durch
- Zuziehen der Fenstervorhänge,
- Holzverkleidung (jalousieartige Lattenroste) der
Heizkörper,
- Abdecken von Zu- und Abluftschächten mittels Holzplat-
ten, die an der dem Raum zugewandten Seite mit Schaum-
stoff zu bekleben sind, 50 mm über den Rand der Öff-
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nungen überstehen und einen Abstand von 50 bis 60 mm
zur Öffnung haben müssen.
1.2.3. Funktionsüberprüfung
Die Durchführung des Betriebsdienstes ist nur mit funk-
tionstüchtigen Chiffriergeräten unter Einhaltung der Ein-
satzbedinungen entsprechend Ziffer 1.2.2. gestattet.
Vor der täglichen Nutzung sind die Wartung Nr. 1 und die
Funktionsüberprüfung des Chiffriergerätes und des Blockie-
rungssystems gemäß A 040/1/353 -Chiffriergerät M 205 D
Wartung- (nachfolgend A 040/1/353) durchzuführen.
Die dazu notwendigen Kontrollschlüssel sind täglich gemäß
Anlage 2 herzustellen.
Die Vernichtung der Kontrollschlüssel ist wie Zwischen-
material im Betriebsbuch nachzuweisen.
1.2.4. Nachweisführung
Die Nachweisführung der Chiffriergeräte M 205 D, der Bau-
gruppen, der Einzelersatzteile und der Schlüsselunterlagen
sowie von Wartungen und Instandsetzungen ist gemäß
DV 040/0/010 -SAS- und Chiffrierdienst, MfNV bis Verband-
(nachfolgend DV 040/0/010) durchzuführen.
GVS-Nr.: A 615 415 9
2. Technische Angaben
2.1. Gerätebestandteile
Das Chiffriergerät M 205 D besteht aus:
a) dem Chiffriergerät mit Transportkiste und Bodenplatte;
b) dem Ersatzteil- und Werkzeugsatz in der Transportkiste;
c) der Transportkiste für das Stromversorgungsgerät mit
- dem Wechselstromversorgungsteil УД I6 (eingebaut),
- dem Gleichstromversorgungsteil УД I7 und
- den Verbindungskabeln.
Gewichte:
Chiffriergerät Stromversorgungsgerät
ohne Verpackung 28,5 kg 8,0 kg
verpackt 46,0 kg 19,5 kg
2.2. Stromversorgung
Die Stromversorgung kann erfolgen aus:
a) dem Wechselstromnetz 220 V, 50 Hz oder
b) einer Gleichspannungsquelle im Spannungsbereich zwischen
22,8 V und 29,7 V.
Der Anschluß des Stromversorgungsgerätes an das Wechsel-
stromnetz darf nur mit Schukostecker über eine Schuko-
steckdose mit Schutzleiteranschluß erfolgen.
Das Stromversorgungsgerät wird nach Betätigen des Schalters
CETЬ und durch Drücken der Taste ПУCK (ca. 5 s) aktiviert.
Danach werden nachstehende stabilisierte Spannungen erzeugt:
+ 5 V für die Schaltkreise,
± 15 V für die Operationsverstärker und
+ 27 V für den Motor, die Elektromagnete und
den Tauschgenerator.
10 GVS-Nr.: A 615 415
2.3. Arbeitsgeschwindigkeit
Die Arbeitsgeschwindigkeit des Chiffriergerätes beträgt
bei der automatischen Texteingabe über den Transmitter
600 Zeichen/min ±10%.
2.4. Chiffriermodule
Modul 30 - für Buchstaben- oder Mischtext russisch
Modul 26 - für Buchstaben- oder Mischtext lateinisch
Modul 10 - für Zifferntext im Ziffernregister
2.5. Funktionstasten
2.5.1. Betriebsartentaste (ППP)
Einstellungen:
ППP I Schlüsseleingabe und Eingabe des Zusatzschlüssels
"Markant" (M) für den allgemeinen Verkehr
ППP 2 Klartextbetrieb
ППP 3 Dechiffrieren
ППP 4 Chiffrieren
ППP 5 Chiffrieren mit Kontrolle
ППP 6 Eingabe des LZS des Schlüsselsystems KS-A
2.5.2. Textartentaste (ПBP)
Einstellung:
ПBP I Mischtext russisch
ПBP 2 Buchstabentext russisch (Einregisterbuchstaben-
betrieb)
ПBP 3 Zifferntext (Einregisterziffernbetrieb)
GVS-Nr.: A 615 415 11
ПBP 4 Mischtext lateinisch
ПBP 5 Buchstabentext lateinisch (Einregisterbuchstaben-
betrieb)
2.5.3. Arbeitsartentaste (ПCP)
Einstellungen:
ПCP I drucken
ПCP 2 lochen
ПCP 3 drucken und lochen
2.5.4. Taste Fünfergruppeneinteilung (ДEЛ)
ДEЛ I EIN
ДEЛ 0 AUS
Das Einschalten dieser Taste wird nur in den Textarten
ПBP 3, ПBP 4 und ПBP 5 zur Teilung des Geheimtextlochbandes
in Fünfergruppen wirksam.
2.5.5. Taste Freigabe des Lochers (PПФ)
Die Taste PПФ wird gedrückt und gehalten
a) während der Funktionsüberprüfung bei ПPP 2 zum Lochen
von Klartext (KT) und
b) während der Eingabe des Zusatzschlüssels "Markant" bei
ПPP 6.
2.5.6. Taste Freigabe der Steuerkombination (ПУ)
Die Taste ПУ dient in Verbindung mit dem Betätigen von
Steuertasten zur Ausführung durch das Druckwerk. Die ausge-
12 GVS-Nr.: A 615 415
lösten Steuerkombinationen werden in diesem Falle nicht
vom Gerät verarbeitet.
2.5.7. Taste Kontrolle des Chiffrators (ПKP) und Kontroll-
umschalter (ПK)
Einstellungen:
ПKP I Kontrolle Chiffrator (A 10)
ПKP 2 Kontrolle durch den Kontrollautomaten (AK)
ПK I-9 schrittweise Kontrolle A 10
2.5.8. Taste schrittweise Kontrolle (ШAГ)
Die Taste ШAГ dient zur schrittweisen Kontrolle durch AK
(Einstellung ПKP 2) unter ständigem Drücken der Ziffern-
taste 1.
Anmerkung:
Alle Funktionstasten, deren Einstellungen mit Ziffern ver-
knüpft sind, werden durch das gleichzeitige Drücken der
Funktionstasten und der jeweiligen Zifferntasten ausgelöst.
2.6. Bedientasten
2.6.1. Taste ПФ 1
Auslösung der 32. Kombination 00 000 auf dem Lochband
(Einzelauslösung).
2.6.2. Taste ПФ 2
Auslösung und Lochung der Kombination Lochbandvorlauf
10 001 (Dauerauslösung).
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2.6.3. Taste 0
Rückstelltaste des Zählwerkes.
2.6.4. Vor- und Zurücksetzen des A 10
+ 1 1 Zeichen vor
+ 5 1 Fünfergruppe vor
+ 50 10 Fünfergruppen vor
- 1 1 Zeichen zurück
- 5 1 Fünfergruppe zurück
- 50 10 Fünfergruppen zurück
2.6.5. Taste M
Auslösung, Abdruck und Lochung von Zeichen des Zusatz-
schlüssels "Markant" für den allgemeinen Verkehr.
Die Bildung des Zeichens erfolgt beim Loslassen der Taste
2.7. Anzeigeelemente
Die Anzeige des Betriebszustandes des Chiffriergerätes und
von Störungen erfolgt mittels Zifferntableaus und Leucht-
dioden (LED) am Steuer- und Anzeigepult ПУИ.
2.7.1. Zifferntableaus
Das linke Zifferntableau zeigt die Betriebs- und Textart,
das Register und die Nummer des Schrittes bei der Kontrolle
des Chiffrators ПK an.
Das rechte Zifferntableaus zeigt die Anzahl der Gruppen und
Zeichen des Geheimtextes (GTX) an.
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2.7.2. LED der unteren Reihe (sichtbar) Die Anzeigeelemente der unteren Reihe haben nachstehende Bedeutung:
| Symbol der LED | Farbe | Anzeige |
|---|---|---|
| ПPP 2 | rot | Betriebsart KT |
| PAЗP | grün | Freigabe zur Arbeit |
| AK | rot | Kontrolle durch den Kontrollautomaten |
| A 10 | rot | Kontrolle A 10 |
| ПЧ | rot | Arbeitsbereitschaft des Druckwerkes |
| ПФ | rot | Arbeitsbereitschaft des Lochers |
| ДEЛ | rot | Fünfergruppenteilung eingeschaltet |
2.7.3. LED der oberen Reihe (verdeckt)
Die Anzeigeelemente der oberen Reihe haben nachstehende
Bedeutung:
a) LED AI bis A7: Kontrolle der Arbeit des A 10;
b) LED БI bis Б7: Kontrolle der Arbeit der Spezialschutz-
vorrichtung;
c) LED BI bis B3: Kontrolle der Arbeit der Schaltvor-
richtung.
Die Überwachung der Anzeige dieser LED erfolgt bei ange-
hobenem Gehäusedeckel während der Funktionsprüfung
des Chiffriergerätes.
2.8. Weitere Bedienelemente
Weitere Bedienelemente sind:
a) Taste CTOП des Transmitters zur Einzelauslösung;
b) Taste ПУCK des Transmitters zur Dauerauslösung;
GVS-Nr.: A 615 415 15
c) Hebel B des Transmitters mit 2 Stellungen:
- linke Stellung für das Einlesen von KT- und GTX-Loch-
bändern,
- rechte Stellung für die Schlüsseleingabe;
d) Schalter БПФ für die Freigabe des Lochers beim Dechif-
frieren weiterzuleitender Texte.
3. Schlüsselunterlagen
3.1. Allgemeines
3.1.1. Schlüsselunterlagentypen
Zur Organisation und Sicherstellung von Chiffrierverbind-
dungen mit dem Chiffriergerät M 205 D werden nachstehende
Schlüsselunterlagen angewendet:
a) Spruchschlüsselkassetten
- für den individuellen Verkehr Typ UMI-N;
- für den zirkularen Verkehr Typ UMZ-N;
b) Tagesschlüsselkassetten
- für den allgemeinen Verkehr Typ UMS-N;
c) Langzeitschlüsselhefte
- für die Einstellung des Kommutators Typ UMD-N,
- für das Schlüsselsystem KS-A Typ UKD-N.
Die Spruch- und Tageschlüssel bestehen jeweils aus einem
SLA, der Kombinationen des Fünfkanalcodes gemäß Bild 1
enthält. Auf jedem SLA ist eine zweistellige Zahl aufge-
druckt, die bei den Spruchschlüsseln als laufende Nummer
und beim Tagesschlüssel als Tagesdatum gilt.
16 GVS-Nr.: A 615 415
Bild 1 Bestandteile eines SLA

Codierung der 30. Kombination:
Nr. des Kanals
1 2 3 4 5 Bedeutung
1 0 1 0 0 allgemeiner Verkehr UMS-N
1 0 1 0 1 Kontrollschlüssel für Funktionsüberprüfung
0 1 1 1 0 Expl.-Nr. 1 ind. und zirk. Verkehr UMI-N und UMZ-N
0 1 1 0 0 Expl.-Nr. > 1 ind. und zirk. Verkehr UMI-N und UMZ-N
GVS-Nr.: A 615 415 17
3.1.2. Beschreibung und Öffnung der Schlüsselkassetten 3.1.2.1. Beschreibung Die Schlüsselkassetten enthalten aufgerollte SLA und eine Buchstabenkenngruppentabelle (BKGT), auf deren Rückseite sich die Entnahmetabelle befindet. In den Schlüsselkasset- ten befinde sich zusätzlich eine Ziffernkenngruppentabelle /ZKGT). Wird im organisierten Schlüsselbereich kein Ein- registerziffernbetrieb durchgeführt, so ist die ZKGT un- mittelbar nach dem Öffnen der Schlüsselkassette zu ver- nichten. Die Vernichtung der ZKGT ist durch Datum und zwei Unterschriften auf der zur Schlüsselkassette gehörenden Schlüsselmittelbestandskarte (Vordruck Nr.: NVA 40 153) nachzuweisen (s. Bild 4). Die Entnahme der SLA ist nur in einer Richtung möglich. Ein Zurückschieben des herausgezogenen SLA ist nicht mehr möglich. An der Seitenwand der Schlüsselkassette befindet sich ein Fach für die vollständig mit dem Kassettenkörper verschweißten Deckel aus Klarsichtfolie befindet sich ein Etikett mit aufgedruckter Exemplar-Nr., der Typenbezeichnung und der Seriennummer. In diesem Etikett befindet sich außerdem eine runde Öffnung, durch welche die SLA-Rolle sichtbar ist. Es ist gestattet, die Verbindungsnummer mit Fettstift auf den Kassettenrand zu schreiben. Sind derartige beschriftete Kassetten zum Versand vorgesehen, so sind die Verbindungs- nummer vorher zu löschen. Nach der Übernahme von Schlüsselkassetten sind diese auf Unversehrtheit zu überprüfen. Wird eine Beschädigung fest- gestellt, darf die Schlüsselkassette nicht für den Chif- frierbetriebsdienst eingesetzt werden. Es sind sofort alle in den Schlüsselbereich/die Chiffrierverbindung einbezo- genen Teilnehmer zu informieren. Die beschädigte Schlüs- 18 GVS-Nr.: A 615 415

Bild 2 Schlüsselkassette
selkassette ist mir einem Protokoll über fehlerhaftes Chif-
friermaterial (Vordruck-Nr.: FA 4206) auf dem Dienstweg an
das vorgesetzte Chiffrierorgan zu senden.
3.1.2.2. Öffnung
Das Öffnen der Schlüsselkassetten ist wie folgt auszuführen:
a) neben der Bezeichnung BCKP (Öffnung) mit einem scharfen
Messer vorsichtig eine quadratische Öffnung (20 x 20 mm)
ausschneiden;
GVS-Nr.: A 615 415 19
b) KGT herausziehen, entfalten und auf der Rückseite (Entnahmetabelle) das Öffnen der Schlüsselkassette mit Datum und Unterschrift nachweisen; c) KGT zusammenfalten und in das Fach zurückstecken. 3.1.3. Entnahme, Nachweis und Vernichtung von SLA 3.1.3.1. Entnahme und Nachweis Zur Entnahme des SLA aus der Schlüsselkassette ist das SLA bis zum vollständigen Erscheinen der nächsten SLA-Nummer gleichmäßig herauszuziehen. Dabei ist durch die Öffnung im Deckel der Schlüsselkassette zu beobachten, ob sich die SLA-Rolle dreht. Danach ist der SLA an der Perforation (Lochkombination 11 111) vor der nächsten SLA-Nummer abzu- reißen. Der Nachweis ist wie folgt zu führen: a) Entnahme in Entnahmetabelle mit Datum und Unterschrift nachweisen; b) SLA mit Serien- und Exemplarnummer beschriften; c) die dem SLA zugeordnete Kenngruppe (KG) abstreichen. Die KG sind spaltenweise von oben nach unten und in der Reihenfolge der Spalten von links nach rechts zu ver- wenden (s. Bild 3). Anmerkung: Die BKGT können sowohl aus russischen als auch aus latei- nischen KG bestehen. Je nach Bedarf ist im konkreten Falle eine Umsetzung vorzunehmen. Die SLA dürfen erst dann aus den Schlüsselkassetten ent- nommen werden, wenn sie unmittelbar zur Arbeit benötigt werden. SLA des individuellen und zirkularen Verkehrs dürfen nur einmal zum Chiffrieren verwendet werden. 20 GVS-Nr.: A 615 415
Eine Zuwiderhandlung gilt als vorsätzlicher Verstoß gegen
die Sicherheitsbestimmungen und ist meldepflichtig. Der
Schuldige ist zur Rechenschaft zu ziehen.
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Bild 3 Reihenfolge der Verwendung der KG
GVS-Nr.: A 615 415 21
3.1.3.2. Besonderheit bei der Entnahme Beim Auftreten von Besonderheiten folgender Art ist wie nachstehend zu handeln: a) zerreißt bei er Entnahme ein SLA innerhalb der Schlüs- selkassette infolge einer Blockierung der SLA-Rolle, so ist die Schlüsselkassette an der Schweißnaht zu öffnen und die SLA-Rolle zu entnehmen. Sie ist bis zum voll- ständigen Verbrauch in einer verschraubbaren und pet- schierbaren Kassette des Verfahrens T 353 (Typ 747) aufzubewahren. Das zur geöffneten Schlüsselkassette ge- hörende Etikett mit der Exemplar-Nr., der Typenbezeich- nung und der Seriennummer ist auf die neue Kassette auf- zukleben. Die Petschierung hat mit Sonderpetschaft zu erfolgen. Dazu sind nur die Leiter Chiffrierdienst und Leiter von SAS- und Chiffrierzentralen (SCZ) berechtigt. Das Öffnen von Schlüsselkassetten, die Entnahme der SLA-Rolle und deren Aufbewahrung in einer anderen Schlüs- selkassette sowie deren Petschierung sind im Betriebs- buch nachzuweisen; b) wird zur Dechiffrierung eines GTX eine SLA benötigt, der nicht der Reihenfolge entspricht, sind alle vorher liegenden SLA zu entnehmen und eine Rückfrage bei der Gegenstelle zwecks Abstimmung zu führen. Wurden mit den davorliegenden SLA Informationen chiffriert, sind die SLA bis zum Eintreffen der GTX sicher in einem pet- schierbaren Behältnis aufzubewahren. Ist das nicht der Fall, entscheidet der Herausgeber der Schlüsselkassetten über die Vernichtung der übersprungenen SLA; c) kommt es zur Beschädigung oder zum Einreißen einer SLA aus Eingangs- und Tagesschlüsselkassetten, kann dieser durch Unterkleben eines Lochstreifenabschnittes mit den Lochkombinationen 11 111 wieder nutzbar gemacht werden. Das Kleben von eingerissenen SLA aus Ausgangsschlüssel- kassetten (Exemplar 1) und das Vervielfältigen von SLA 22 GVS-Nr.: A 615 415
aus Schlüsselkassetten aller Verkehrsarten sind ver-
boten;
d) bei nicht nutzbaren oder irrtümlich entnommenen SLA ist
mit allen Teilnehmern der betreffenden Chiffrierverbin-
dung ein Verbindungsabgleich mittels chiffriertem Be-
triebsfernschreiben durchzuführen.
3.1.3.3. Vernichtung
Die Vernichtung von SLA des individuellen, zirkularen und
allgemeinen Verkehrs hat frühestens 6 oder spätestens 48
Stunden nach ihrer Nutzung, nach Ablauf der Gültigkeit
(Tagesschlüssel) oder nach Weisung des Herausgebers zu er-
folgen. Die Vernichtung der SLA ist durch Datum und zwei
Unterschriften auf Schlüsselmittelbestandskarten (Vordruck-
Nr.: NVA 40 153) lückenlos nachzuweisen.
Nach vollständigem Verbrauch aller SLA ist die leere Schlüs-
selkasette gründlich zu überprüfen und gemeinsam mit der
KGT zu vernichten. Die aus Plaste bestehenden Schlüssel-
kassetten sind zu zerschneiden und wie Plastemüll zu be-
handeln.
Der Nachweis über die Vernichtung der leeren Schlüssel-
kassetten und der KGT ist als letzte Eintragung auf der
Schlüsselmittelbestandskarte vorzunehmen.
An die diensthabenden Chiffreure ist für jede einzelne
Schlüsselkassette eine Schlüsselmittelbestandskarte in 2
Ausfertigungen für den Bestandsnachweis und die Nachweis-
führung der Vernichtung der SLA, der KGT und der leeren
Schlüsselkassette zu übergeben.
GVS-Nr.: A 615 415 23

Bild 4 Nachweisführung der Vernichtung von SLA 24 GVS-Nr.: A 615 415
3.2. Schlüsselunterlagen für individuellen und zirkularen
Verkehr
Schlüsselserien UMI-N für den individuellen Verkehr be-
stehen aus zwei Exemplaren. Das Exemplar 1 wird zum Chif-
frieren und das Exemplar 2 zum Dechiffrieren verwendet.
Schlüsselserien UMZ-N für den zirkularen Verkehr bestehen
aus drei und mehr Exemplaren. Das Exemplar 1 wird zum
Chiffrieren und die Exemplare 2 bis n werden zum Dechif-
frieren verwendet.
Jede Schlüsselkassette enthält 100 Spruchschlüssel, die
von 01 bis 00 numeriert sind und denen je eine KG zugeord-
net ist.
Ein SLA aus einer Schlüsselkassette des Exemplares 1 gilt
als genutzt, wenn er in das Chiffriergerät eingegeben und
damit eine Information chiffriert wurde, unabhängig davon,
ob der GTX gesendet wurde oder nicht.
Der nach der Schlüsseleingabe aus dem Transmitter entnom-
mene SLA ist sofort zu streichen und zu signieren. Dieser
SLA ist nach Abschluß der Chiffrierung erneut in das Chif-
friergerät einzugeben, um die Kontrollchiffrierung durch-
führen zu können.
3.3. Schlüsselunterlagen für allgemeinen Verkehr
Schlüsselserien UMS-N für den allgemeinen Verkehr bestehen
aus zwei und mehr Exemplaren. Allgemeiner Verkehr zwischen
zwei Teilnehmern ist nur dann zu organisieren, wenn in
dieser Richtung täglich überdurchschnittlich viele Infor-
mationen auszutauschen sind.
Auf der Rückseite der Entnahmetabelle befindet sich eine
Tageskenngruppentabelle. Die Tageskenngruppe (TKG) dient
zur Unterscheidung bei Vorhandensein mehrerer Schlüssel-
bereiche des allgemeinen Verkehrs. Die Nutzung erfolgt
GVS-Nr.: A 615 415 25
spaltenweise von oben nach unten in der Reihenfolge der Spalten von links nach rechts. Die TKG ist nach Ablauf der Gültigkeit des Tagesschlüssels zu streichen. Jede Schlüsselkassette enthält 93 Tagesschlüssel für 3 Mo- nate. Der Tagesschlüssel gilt 24 Stunden. Schlüsselwechsel ist 00.00 Uhr. Während der Gültigkeitsdauer kann der Tages- schlüssel beliebig oft in das Chiffriergeräte eingegeben werden. Der entnommene Tagesschlüssel ist während der Gültigkeits- dauer aufzubewahren, daß er nicht außer Kontrolle gerät. 3.4. Schlüsseleingabe 3.4.1. Spruchschlüsseleingabe Die Eingabe eines Spruchschlüssels des individuellen oder zirkularen Verkehrs erfolgt in nachstehender Reihenfolge:
| lfd. Nr. | Handlungen | Anzeige |
| 1 | ↓ ПPP 1 | - - |
| 2 | Übereinstimmung der roten Markie- rungen am Transmitter herstellen | |
| 3 | SLA in Transmitter einlegen (erste Kombination auf Ableselinie) | |
| 4 | Transmitter schließen | |
| 5 | Hebel B nach rechts | Ziffernanzeige (ZA): 0010 PAЗP: ○ |
| 6 | SLA bis Anschlag einlesen und wieder zurückdrehen ↑↓ | ZA: 0029 |
| 7 | Hebel B nach links | ZA: 0000 Kontrollochung im SLA |
| 8 | Transmitter öffnen, SLA entnehmen | |
| 9 | ↓ ПPP (3 V 4) | PAЗP: ● |
26 GVS-Nr.: A 615 415
Wird ein Spruchschlüssel des Exemplares 1 vom Chiffrier- gerät nicht angenommen, so ist er nachweisbar zu vernich- ten und der nächstfolgende Spruchschlüssel zum Chiffrieren zu verwenden. 3.4.2. Tagesschlüsseleingabe Die Eingabe des Tageschlüssels erfolgt durch die Eingabe des SLA mit der Nummer des Tagesdatum aus der Schlüssel- kassette UMS-N und zehnmaliges Drücken der Taste M in nachstehender Reihenfolge:
| lfd. Nr. | Handlungen | Anzeige |
| 1 | ↓ ПPP 1 | |
| 2 | Übereinstimmung der roten Markie- rungen am Transmitter herstellen | - - |
| 3 | SLA in Transmitter einlegen (erste Kombination auf Ableselinie) | |
| 4 | Transmitterdeckel schließen | |
| 5 | Hebel B nach rechts | ZA: 0010 PAЗP: ○ |
| 6 | SLA bis Anschlag einlesen und wieder zurückdrehen ↑↓ | ZA: 0290 |
| 7 | Hebel B nach links | ZA: 0000 |
| 8 | Transmitterdeckel öffnen, SLA ent- nehmen | |
| 9 | 10x ↓ M | Abdruck und Lochung von 2 Fünfergruppen "Markant" ZA: Anzahl der eingegebenen Zeichen M |
| 10 | ↓ ПPP (3 V 4) | PAЗP: ● |
GVS-Nr.: A 615 415 27
3.4.3. Handlungen bei Netzausfall Die Abschaltung der Stromversorgung ist mit der automa- tischen Löschung des eingegebenen Schlüssels verbunden. Er muß nach Zuschaltung der Stromversorgung erneut einge- geben werden. Tritt während des Chiffrierens ein Netzaus- fall ein, so ist die Bearbeitung der Information nach Zu- schaltung des Netzes und der Schlüsseleingabe von vorn zu beginnen. Ist im Moment des Netzausfalles bereits der größte Teil der Information chiffriert oder handelt es sich um eine Information mit einer Dringlichkeitsstufe, kann der be- reits chiffrierte teil gesendet werden. Die Gegenstelle ist darüber zu verständigen, daß noch eine Fortsetzung folgt. Als Beginn der Fortsetzung ist als Dienstvermerk zu chif- frieren: - ENDE VS-NR.: T .../ oder FS-NR.: ... - ПEPEДAETCЯ OKOHЧAHИE N: ... 28 GVS-Nr.: A 615 415
Danach sind RPT/ПBT. die letzten 3 bis 4 Wörter des be-
reits gesendeten Teiles und der Rest der Information zu
chiffrieren.
3.5. Langzeitschlüssel
3.5.1. Langzeitschlüssel für die Kommutatoren
Der LZS für die Grundeinstellung des Chiffriergerätes be-
steht aus Schlüsselunterlagen des Typs UMD-N in Tabellen-
form, wonach die Kommutatoren K1 und K2 des Blockes УД 6
eingestellt werden.
Der Schlüsselwechsel wird einheitlich durchgeführt und vom
Stab der Vereinten Streitkräfte befohlen. Die Ausführung
des Schlüsselwechsels darf nur durch Offiziere des Chif-
frierdienstes oder Chiffriermechaniker erfolgen.
Nach dem Schlüsselwechsel ist das Schloß, welches die Ent-
nahme der Kommutatoren sichert, zu petschieren. Eine Ver-
letzung der Petschierung ist auf dem Dienstweg sofort zu
melden.
Der Schlüsselwechsel ist durch den Ausführenden im Begleit-
heft unter Angabe der Seriennummer des Schlüsselheftes, der
Nummer des Petschaftes, des Datums, der Uhrzeit und der
Unterschrift nachzuweisen.
Das geöffnete Schlüsselheft UMD-N ist nach der Schlüssel-
einstellung in einem gemäß DV 040/0/010 zu beschriftenden
und versiegelten Umschlag aufzubewahren, wenn die Lieferung
weiterer Geräte zu erwarten ist. Ist das nicht der Fall,
hat die sofortige nachweisbare Vernichtung zu erfolgen.
Die Richtigkeit des eingestellten LZS ist durch Chiffrie-
rung und Dechiffrierung mit einem anderen Chiffriergerät
im Wechsel zu überprüfen.
Vor der Demontage von Chiffriergeräten in Instandsetzungs-
einrichtungen ist der LZS in einem Diktatbuch, das in den
GVS-Nr.: A 615 415 29
Geheimhaltungsgrad GVS eingestuft und als Chiffriersache
gekennzeichnet ist, zu dokumentieren.
Nach erfolgter Instandsetzung/Montage ist der LZS wieder
einzustellen und zu überprüfen. Das Diktatbuch mit
dem dokumentierten LZS ist nachweisbar zu vernichten.
Die Einstellung des LZS ist wie folg vorzunehmen:
a) die Stifte des Kommutators K 1 gemäß den Nummern der
ersten Zeile der Schlüsseltabelle in die Buchsen, die
den Nummern der zweiten Zeile der Schlüsseltabelle ent-
sprechen, stecken;
b) die Stifte des Kommutators K 2 gemäß den Nummern der
dritten Zeile der Schlüsseltabelle in die Buchse, die
den Nummern der vierten Zeile der Schlüsseltabelle ent-
sprechen, stecken.
3.5.2. Langzeitschlüssel des Schlüsselsystems KS-A
Das Schlüsselsystem KS-A ermöglicht die Organisation und
Sicherstellung von individuellen, zirkularen und allge-
meinen Chiffrierverbindungen auf der Grundlage der Tages-
schlüsselkassetten UMS-N und der Schlüsselhefte UKD-N.
Die Auflagenhöhe der Schlüsselhefte UKD-N kann zwischen
50 und 500 Exemplare betragen.
3.5.2.1. Beschreibung der Schlüsselhefte UKD-N
Jedes Schlüsselheft UKD-N besteht aus 4 Teilen:
Teil I: LZS für individuelle Chiffrierverbindungen
Teil II: LZS für zirkulare und allgemeine Chiffrier-
verbindungen
Teil III: Reserveschlüssel
Teil IV: Notschlüssel
30 GVS-Nr.: A 615 415
Am Anfang jedes Teiles befinden sich leere Blätter für die
Zuweisung der Nummer der LZS (Zeilennummer) an die Teil-
nehmer des Schlüsselbereiches.
Jeder LZS besteht aus einer Zeile mit einer fünfstelligen
Nummer des LZS und 5 Fünfergruppen (25 Zeichen des LZS).
Jede Zeile des Teiles I enthält den LZS für das Chiffrieren
in einer bestimmten Richtung. Die Zuordnung erfolgt mittels
Serien- und Zeilennummer.
Beispiel:
Teilnehmer A Seriennummer UKD-N 00012
Zeilennummer 00005
Teilnehmer B Seriennummer UKD-N 00005
Zeilennummer 00012
Der Teil II enthält 15 LZS für die Organisation von zirku-
laren und allgemeinen Chiffrierverbindungen.
Der Teil III enthält 15 LZS ohne Zeilennummer als Reserve
für den Ersatz kompromittierter LZS aus den Teilen I und II.
Der Teil IV enthält den Notschlüssel mit der Zeilennummer
09999, der bei allen Teilnehmern gleich ist. Er ist nur für die
Übermittlung der Nummern von Schlüsselheften UKD-N und zum Senden
von Informationen (nicht höher als VVS) an mehr als vier
Empfänger, wenn zu ihnen keine zirkulare oder allgemeine
Chiffrierverbindung besteht, bestimmt.
Die Schlüsselhefte UKD-N befinden sich in einer Folienver-
packung, deren Öffnung und die Vernichtung des Verpackungs-
materials auf dem letzten Blatt des Schlüsselheftes nach-
zuweisen sind.
3.5.2.2. Bildung des Spruchschlüssels UKD-N
Die Bildung des Spruchschlüssels ergibt sich aus der Ein-
gabe des Tagesschlüssels UMS-N, des LZS UKD-N und dem
zehnstelligen "Markant".
GVS-Nr.: A 615 415 31
Die Eingabe des LZS erfolgt in der Betriebsart ПPP 6 und
die Eingabe des "Markant" in der Betriebsart ПPP 1.
Bei hohem Informationsanfall auf einer individuellen Chif-
frierverbindung ist es gestattet, den LZS abzulochen und
bei Bedarf über den Transmitter durch Drücken der Taste
ПУCK automatisch einzugeben.
Zum Ablochen des LZS sind durchzuführen:
a) ↓ ПBP 2, ↓ ПPP 2, ↓ПCP 2;
b) ↓ ПФ1 - so lange, bis 5 - 7 cm Vorlauf entsteht;
c) ↓ PПФ - ↓ 25 Zeichen des LZS ohne '_';
d) ↓ PПФ - 15x ↓ ПФ 1, 1x ↓ Ш;
e) ↓ ПФ 2 5 - 7 cm, LZS an der Kombination Ш (11 111) ab-
reißen;
f) Anfang kennzeichnen;
g) abgelochten LZS beschriften mit Nummer des Schlüssel-
heftes UKD-N, Zeilennummer des LZS, Datum und Unter-
schrift.
Der Nachweis über Bestand und Vernichtung des abgelochten
LZS hat auf einer Schlüsselmittelbestandskarte wie Schlüs-
selunterlagen zu erfolgen.
Die Vernichtung hat nach Außerkraftsetzung des Schlüssel-
heftes UKD-N oder bei Verschleiß zu erfolgen. Bei Ver-
schleiß darf eine erneute Ablochung erfolgen.
3.5.3. Organisation von Chiffrierverbindungen nach dem
Schlüsselsystem KS-A
Das Schlüsselsystem KS-A ist bestimmt für:
a) Chiffrierverbindungen des Zusammenwirkens zwischen ver-
schiedenen Bereichen;
b) die kurzfristigen Organisation individueller, zirkularer
und allgemeiner Chiffrierverbindungen;
c) die Organisation individueller und zirkularer Chiffrier-
verbindungen, die selten genutzt werden und bei denen
die Bereitstellung von Schlüsselkassetten UMI-N und
UMZ-N nicht gerechtfertigt ist.
32 GVS-Nr.: A 615 415
Werden in bestehenden Schlüsselbereiche weitere Chiffrier-
stellen einbezogen, so sind ihnen Schlüsselkassetten UMS-N
und Schlüsselhefte UKD-N zu übergeben. Alle anderen Teil-
nehmer des Schlüsselbereiches sind über die Nummern der
Schlüsselhefte UKD-N der neu einbezogenen Chiffrierstellen
und deren Tarnnamen zu informieren.
Der Informationsaustausch im individuellen Verkehr erfolgt
durch die Nutzung des der jeweiligen Gegenstelle zugeord-
neten LZS.
Zur Organisation von zirkularen und allgemeinen Chiffrier-
verbindungen ist den Teilnehmern der dazu festgelegte LZS
im Plan der Gültigkeit der Chiffriermittel oder mit chif-
friertem Fernschreiben/Funkspruch (Fs) zuzuweisen. Der LZS
ist in den Geheimhaltungsgrad GVS einzustufen. Werden LZS
mit chiffriertem Fs übermittelt, so ist jedes Zeichen drei-
fach zu schreiben.
Der Empfang des LZS ist fernschriftlich zu bestätigen.
Es ist verboten, LZS am Ende operativer Fs in einem
dienstlichen Absatz zu übermitteln.
Der zugewiesene LZS ist auf ein freies Blatt des Schlüssel-
heftes UKD-N einzutragen. Außerdem ist die VS-Nummer des
Fs oder des Dokumentes, mit dem der LZS übermittelt wurde,
zu vermerken.
Nach der Organisation einer zirkularen oder allgemeinen
Chiffrierverbindung mit LZS ist durch den Herausgeber ein
chiffrierter Kontrollspruch zu senden. Danach ist das Fs
mit dem LZS zu vernichten. Die Vernichtung ist auf der
VS-Begleitkarte nachzuweisen.
GVS-Nr.: A 615 415 33
4. Herrichtung des Klartextes 4.1. Herrichtung deutscher Klartexte Die Herrichtung deutscher Klartexte hat entsprechend der DV 040/0/006 -Fernsprech- und Fernschreibbetriebsdienst- zu erfolgen. Prinzipiell ist der zu chiffrierende KT unter Beachtung der vom Absender vorgenommenen Textanordnung zu gliedern. Beispiel: |←――――――――――→|VERTAULISCHE VERSCHLUSSSACHExVVS-NR.: '_' T '_' 000000x'_''_'.AUSFERTIGUNG '_' ='_''_''_'BLATTx'_'xEmpfängerx'_'x|←――――――――――Text――――――――――――――― ―――――――――――→|x'_'x(Nach Absätzen ist 1xxzu chiffrieren) 20x '_' |←―――――――→Absenderx'_'x1x ПФ1 Wiederholungen, z. B.: RPT '_' '_' RPT '_' '_' 126 '_' '_' 126 '_' '_' 48 '_' '_' 48 '_' JAEVENITZ '_' '_' JAEVENITZX '_'xBerichtigungen von Irrungen, z. B.: VV '_' AUF '_' MARSCHSTRASZE '_' NR. '_' 2x'_'xWiederholungen von schwierigen Eigennamen, Abkürzungen, Einheits- und Typenbezeichnungen sowie von allen Zahlen- angaben sind nach zweimaligemxund dem Betriebszeichen RPT am Ende des Textes zu chiffrieren. Das Betriebszeichen RPT und die zu wiederholenden Textele- mente sind zweimal zu chiffrieren. Zwischen ihnen ist 34 GVS-Nr.: A 615 415
zweifacher '_' zu chiffrieren (s. Beispiel).
Die Wiederholungen sind entweder auf ein gesondertes Blatt
zu dechiffrieren oder nach dem Dechiffrieren vom KT des Fs
abzutrennen. Nach dem Vergleich ist das Blatt mit den
Wiederholungen wie nachweispflichtiges Zwischenmaterial
zu behandeln.
Bei Fs mit mehr als 50% Zahlenangaben ist es gestattet,
die Wiederholungen wegzulassen, wenn die Nachrichtenver-
bindung störungsfrei arbeitet. Vor dem Senden ist durch
Dechiffrieren eine Rücküberprüfung durchzuführen. Der GTX
ist zweimal zusenden.
Irrungen sind am Ende des Textes mit dem Betriebszeichen
VV, dem vorangegangenen richtigen Begriff, dem korrigier-
ten Begriff und dem nachfolgenden richtigen Begriff zu
chiffrieren (s. Beispiel).
Die Schriftzeichen ä, ö, ü und ß sind als AE, OE, UE und
SZ herzurichten.
Entsprechen die Bigramme ae, oe, ue und sz der Original-
schreibweise von zu wiederholenden Eigennamen und anderen
Begriffen, so sind diese Bigramme in der Wiederholung zu
verdoppeln.
Beispiel:
KT: ... Meierhoeft
hergerichteter Klartext (hKT) in der Wiederholung:
... MEIERHOEOEFT
Römische Zahlzeichen und arabische Zahlen sind so herzu-
richten, daß die Originalschreibweise eindeutig erkennbar
ist.
Bei Notwendigkeit ist cor römischer Zahlzeichen der Indi-
kator "roem" und vor arabischen Zahlen der Indikator "arab"
zu setzen
Beispiel:
KT: ... XVII/4
hKT: ... ROEM XVII/ARAB 4
GVS-Nr.: A 615 415 35
Zeichen, die nicht auf der Tastatur enthalten sind, werden wie folgt ersetzt:
| Zeichen | deutsch | russisch | ||
|---|---|---|---|---|
| Regi- ster | Eingabe | Regi- ster | Eingabe | |
| Nummer (№) | II | N | ||
| Semikolon(;) | I | , | I | , |
| Anführungsstriche(") | I | '' 1) | I | '' 1) |
| Multiplikation (*) | II | x | III | x |
| Grad (°)2) | I | . | I | . |
| Minuten(')2) | I | , | I | , |
| Sekunden(")2) | I | ,, | I | ,, |
| Paragraph (§) | II | PARAGRAPH | III | ПAPAГPAФ |
| Ausrufezeichen (!) | I | . | I | . |
| hartes Zeichen (Ъ) | III | Ь | ||
| 1) = 2x Apostroph | ||||
| 2) = Nur für Höhen- und Breitenangaben topographischer Übersichtskarten. | ||||
Logischer Wagenrücklauf Folgt nach dem 52. Zeichen der Zeile '_', so führt das Chif- friergerät automatisch den logische Wagenrücklauf/Zeilen- vorschub aus, der nicht mehr getastet werden muß. Folgt bis zum Zeilenende kein '_', so wird der Wagenrücklauf/ Zeilenvorschub nach dem 59. Zeichen der Zeile ausgelöst. Fortsetzungen Wenn abzusehen ist, daß die Länge des GTX 300 Gruppen er- heblich überschreitet, ist eine Textteilung vorzunehmen. Entsprechend der Anzahl der Teile, in die der KT geteilt werden soll, ist im ersten Teil am Textanfang der Dienst- vermerk "AUS 2 (3 usw.) TEILEN, TEIL 1" einzusetzen. In den folgenden Teilen (außer im letzten) ist am Textanfang der Dienstvermerk "TEIL 2(3 usw.) VS-NR.: .." (bei offe- nen Fs die Fs-Nr.) einzusetzen. 36 GVS-Nr.: A 615 415
Im letzten Teil ist am Textanfang der Dienstvermerk "ENDE VS-NR.: ..." (bei offenen Fs die Fs-Nr.) einzusetzen. Eine unvollständige Fünfergruppe am ende des GTX ist mit '_' aufzufüllen. Dabei ist darauf zu achten, daß bei ПBP (4 V 5) in bestimmen Fällen für ein Element des KT zweimal Elemente des GTX gebildet werden können. 4.2. Herrichtung russischer Klartexte Die Herrichtung russischer Klartexte hat gemäß der vom Absender vorgenommenen Textanordnung (s. Beispiel) und den in der Ziffer 4.1. getroffenen Regelungen für Wieder- holungen, Irrungen, Zahlenangaben und nicht auf der Tasta- tur enthaltenen Zeichen zu erfolgen. Beispiel: CEKTPETHOx№ '_' T '_' 000000x'_'x| 10x '_' |←------------→|Empfängerx| 10x '_' |←------------→|Betreff (HA '_' № '_' ...)x'_'x| 5x '_' |←----→|Text------------------------------------------------ -------------------------------------|x| 5x '_' |←----→|Text------------------------------------------------ -------------------------------------|x'_'x(Am Textanfang und am Anfang von Absätzen ist 5x '_', am Ende von Absätzen 1xxzu chiffrieren.) | 20x '_' |←------------→|Name des AbsendersxDatum der Unterschrift 25.11.88 '_' Г.x'_'xGVS-Nr.: A 615 415 37
Wiederholungen, z. B.:
ПBT'_''_' '_''_'23/Ш'_''_'23/Ш'_''_'57'_''_'57'_''_'ПEPOB'_''_'ПEPOB'_''_'ЦУKOЛЬ-5M'_''_'
ЦУKOЛЬ-5M'_''_'43KП'_''_'43KП
Anmerkung:
Beim Übungsspruchaustausch ist anstelle des VS-Kopfes die
Bezeichnung ПO TPEHИPOBKE und beim Informationsaustausch
im Rahmen von gemeinsamen Kommandostabs- und Truppenübun-
gen zusätzlich die Bezeichnung ПO УЧEHИЮ zu chiffrieren.
Betriebszeichen und -abkürzungen:
AБЦ - Absatz am Ende des zu chiffrierenden KT für Mittei-
lungen zum Chiffrierbetriebsdienst
ПBT - ich wiederhole
ППP - ich berichtige
PИM - römische Zahlzeichen
KHЦ - Ende
BPЧ - Aushändigung bestätigen
ПДTB - Erhalt bestätigen
Wörter, Signale oder Rufzeichen, die die Buchstaben Ъ
und Ё enthalten, sind in der Wiederholung wie folgt zu
erläutern:
KT: CAЁMЬ
hKT: CAEMЬ
Erläuterung in der Wiederholung: CAEMЬ '_' (EPШ '_' TBPД)
Initialen sind mit Punkten zu chiffrieren.
Beispiel:
ЧAЗOB '_' A.K.
In Wörtern, bei denen die Verstümmelung eines Buchstabens
zur Sinnentstellung führt, ist der betreffende Buchstabe
zu verdoppeln.
KR: ИЮHЬ, ИЮЛЬ, ФEДOT, ФEДOP,
hKT: ИЮHHЬ, ИЮЛЛЬ, ФEДOTT, ФEДOPP,
38 GVS-Nr.: A 615 415
Bei Fortsetzungen ist wie folgt zu verfahren: a) am Ende des ersten Teiles dienstlichen Absatz anfügen: ИЗ ... ЧACTEЙx'_'x; b) am Anfang des zweiten und aller weiteren Teile chiffrie- ren: ЧACT ... (bzw. KHЦ) № ...x'_'x; c) am ende des letzten Teiles chiffrieren: 20x '_' Name des AbsendersxDatum der Unterschriftx'_'x1xПФ1, Wiederholungen, Berichtigungen. Einregisterbuchstabenbetrieb Kommt es infolge instabiler oder gestörter Nachrichtenver- bindungen zu stark verstümmelten GTX, so kann im Zusammen- wirken mit den Armeen der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages auf besondere Weisung zeitweilig zum Einregister- buchstabenbetrieb übergegangen werden. Die Herrichtung des russischen KT erfolgt in diesem Falle gemäß Anhang. 5. Herstellung der Betriebsbereitschaft Zur Herstellung der Betriebsbereitschaft sind das Chiffrier- gerät mit der Stromversorgung zu verkabeln und die Strom- versorgung an das Netz anzuschließen. Bei der Verkabelung ist darauf zu achten, daß die Steckverbinder nicht ver- kantet werden und bis zum Anschlag verschraubt sind. Nach dem Einschalten der Stromversorgung und dem Drücken der Taste ПУCK (ca. 5 s) läuft der Motor an, der die me- chanischen Baugruppen antreibt. Gleichzeitig beginnt die automatische Eigenüberprüfung des Chiffriergerätes. Es erfolgt automatisch Wagenrücklauf und nach ca. 25 - 30 s leuchtet die LED PAЗP (Freigabe). Auf dem linken Zifferntableau wir der Betriebszustand 2130 angezeigt. GVS-Nr.: A 615 415 39
Die einzelnen Ziffern bedeuten: 2 - ПPP 2 (Klartextbetrieb) 1 - ПBP 1 (Textart Mischtext russisch) 3 - Register III russisch 0 - Kontrollumschalter ПK aus. Nach der Durchführung der Wartung Nr. 1 und der täglichen Funktionsüberprüfung ist das Chiffriergerät betriebsbereit. Die Kontrollschlüssel 1 bis 7 sind unmittelbar vor deren Anwendung gemäß Anlage 2 zu lochen. Die Kontrollschlüssel 1 bis 4 sind vom diensthabenden Chif- freur vor der täglichen Funktionsüberprüfung anzufertigen. Es ist gestattet, mit dem Kontrollschlüssel 1 bis 3 mehre- re Chiffriergeräte zu überprüfen. Der Kontrollschlüssel 4 muß für jedes Chiffriergerät gesondert angefertigt werden. Die Kontrollschlüssel 5 bis 7 werden nach der Durchführung der Wartung Nr. 3 und Nr. 6 sowie nach Instandsetzungen für die vollständige Funktionsüberprüfung des Chiffrier- gerätes benötigt. 6. Erkennungsgruppen Zur Bestimmung des Schlüsselbereiches, der Verkehrsart, des Tages- und Spruchschlüssels, des Bearbeitungsdatums und der Gruppenzahl des GTX werden nachstehende Erkennungs- gruppen angewendet: a) Die Kenngruppe bestimmt den Spruchschlüssel des indivi- duellen und zirkularen Verkehrs. Sie ist jedem SLA auf der BKGT/ZKGT eindeutig zugeordnet und wird offen vor dem GTX gedruckt/gelocht; b) die Unterscheidungsgruppe (UG) bestimmt die Verkehrs- art: - individueller Verkehr ohne UG - zirkularer Verkehr DDDDD/ДДДДД - allgemeiner Verkehr PPPPP/ППППП 40 GVS-Nr.: A 615 415
Die UG wird vor die KG bzw. nach der TKG gedruckt/ge-
locht und durch Zwischenraum von ihnen getrennt;
c) die Tageskenngruppe besteht aus fünf verschiedenen
Buchstaben und bestimmt den genutzten Schlüsselbereich
des allgemeinen Verkehrs. Die TKG wird vor die UG ge-
druckt/gelocht und durch Zwischenraum von ihr getrennt.
Wird nur in einem Schlüsselbereich gearbeitet, fällt
die TKG weg;
d) die "Markant" besteht aus zwei Fünfergruppen, die vor
und nach dem GTX im allgemeinen Verkehr und bei der
Anwendung des Schlüsselsystems KS-A gedruckt/gelocht
werden.
Bei instabilen oder gestörten Nachrichtenverbindungen
können die Zeichen des "Markant" verdreifacht werden;
e) die Dienstgruppe besteht aus fünf Ziffern. Die ersten
beiden Ziffern geben das Tagesdatum der Bearbeitung an,
die drei letzten Ziffern die Gruppenzahl (Summe aus
GTX, TKG, UG, KG bzw. "Markant" in Abhängigkeit von der
Verkehrsart). Sind das Tagesdatum einstellig und die
Gruppenzahl ein- oder zweistellig, so sind die feien
Stellen nach vorn mit Nullen aufzufüllen.
In den Textarten ПBT (1 V 2 V 3 V 4 V 5) sind die Ziffern
anhand der nachstehender Tabelle umzusetzen:
Ziffern 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
russische Buchstaben Я B E P T Ы У И O П
lateinische Buchstaben Q W E R T Y U I O P
Die Dienstgruppe ist am Ende des GTX nach ПФ 1 und '_'
in der Betriebsart ПPP 2 einzugeben;
f) die Empfängerkenngruppe (EKG) wird bei der Nutzung des
Schlüsselsystems KS-A gebildet. Sie ist mit der Serien-
nummer des UKD-N-Heftes des Empfängers beim individuel-
len Verkehr bzw. der Zeilennummer des zirkularen oder
allgemeinen Verkehrs identisch (s. Ziffern 7.3. und
7.5.).
GVS-Nr.: A 615 415 41
Bei häufigen Informationsaustausch mittels KS-A kann die EKG weggelassen werden, wenn sich die Zeilennummer eindeutig von der Empfängerangabe (Tarnname) ableiten läßt. 7. Chiffrieren 7.1. Allgemeines Die Reihenfolge der Texteingaben und die Herrichtung des KT haben entsprechend Abschnitt 4 zu erfolgen. Darüber hinaus gelten nachstehende Besonderheiten. 7.1.1. Zusammenfassen von Fs Liegen mehrere kurze Fs mit Dringlichkeitsstufen zur Chif- frierung vor, die an die gleiche Nachrichtenzentrale zu senden sind, so können sie zu einem GTX in nachstehender Reihenfolge zusammengefaßt werden: ПEPEДAETCЯ 2 (3 usw.) ШИФPTEЛEГPAMЫx'_'x/ES FOLGEN 2 (3 usw.) Fsx'_'x, 1. Fsx'_'x, 2. Fsx'_'xusw., Wiederholungen, Benachrichtigungen. Die Nachweisführung hat für jedes Fs gesondert zu erfolgen. Das Zwischenmaterial ist in der Zeile des ersten Fs nach- zuweisen. 7.1.2. Dienstliche Mitteilungen Es ist gestattet, anstelle eines gesonderten Betriebsfern- schreibens des SAS- und Chiffrierdienstes einen dienst- lichen Absatz an operative Informationen anzufügen. 42 GVS-Nr.: A 615 415
Dieser Absatz ist mit der Abkürzung AБЦ/ABZ anzukündigen.
Der Inhalt des dienstlichen Absatzes ist in das Betriebs-
buch einzutragen und vom Leiter der Chiffrierstelle/Trupp-
führer abzuzeichnen.
7.1.3. Empfangs- und Aushändigungsbestätigungen
Im russischen Chiffrierbetriebsdienst werden die Empfangs-
bestätigungen der Chiffrierstelle und die Aushändigungsbe-
stätigung des Empfängers des KT im dienstlichen Absatz mit
den Abkürzungen ПДTB bzw. BPЧ angefordert.
Im deutschen Chiffrierbetriebsdienst erfolg die Anforde-
rung mit der Verkehrsabkürzung QDC?
Die Antwort kann erfolgen mit:
a) einem offenen Fs mit Bezug auf die Fs-Nr.
(z. B.: QDC 3030 1825);
b) einem Chiffrierten Fs oder im dienstlichen Absatz mit
Bezug auf die VS-Nr.;
c) einem offenen Fs in Form von zwei Fünfergruppen.
Im russischen Betriebsdienst ist die Variante b) mit
dem Signal ШИФPOM und die Variante c) mit dem Signal ГPУППOЙ
anzufordern.
Die Bildung der beiden Fünfergruppen nach Variante c) hat
wie nachstehend zu erfolgen:
- die ersten vier Zeichen der ersten Fünfergruppe sind
die ersten vier Zeichen der KG/der ersten Gruppe des
"Markant",
- das fünfte Zeichen der ersten Fünfergruppe und das erste
Zeichen der zweiten Fünfergruppe ist das zweistellige
Tagesdatum,
- das zweite bis fünfte Zeichen der zweiten Fünfergruppe
ist die vierstellige Uhrzeit (Stunden, Minuten).
Die Ziffern des Datums sind gemäß Tabelle in Ziffer 6.e)
in Buchstaben umzusetzen.
GVS-Nr.: A 615 415 43
Beispiel:
KG - KПCИP
Tagesdatum - 07.
Uhrzeit der Aushändigung - 16.25
Die Aushändigungsbestätigung lautet: KПCИП УЯЫBT
Mit einem Fs können mehrere Aushändigungsbestätigungen
gegeben werden. Der Inhalt der Aushändigungsbestätigungen
ist im Betriebsbuch nachzuweisen.
7.1.4. Chiffrieren von Fs mit zirkularen und individuellen
Textstellen
Liegt ein Fs vor, das an mehrere Empfänger gerichtet ist
und gleichzeitig unterschiedliche Texteinfügungen enthält,
so ist zuerst der für alle Empfänger gleiche Text mit
einem SLA UMZ-N zu chiffrieren.
Die Texteinfügungen sind an den entsprechenden Stellen
durch die Signale BCTABKA ПEPBAЯ, BCTBKA BTOPAЯ ...
usw. oder nur durch das Signal BCTABKA, wenn es sich nur
um eine Texteinfügung handelt, anzukündigen. Im deutschen
Chiffrierbetriebsdienst sind die Signale IA, IB, IC ...
usw. zu verwenden. Sind die Texteinfügungen nicht für alle
Empfänger bestimmt, so ist im dienstlichen Absatz mitzu-
teilen, für wen die Texteinfügungen bestimmt sind.
Texteinfügungen, die für jeden Empfänger unterschiedlich
sind, werden mit SLA UMI-N und Texteinfügungen, die für
mehrere Empfänger gleich sind, mit einem SLA UMZ-N als
selbständiges Fs chiffriert.
In Fs, die im allgemeinen Verkehr chiffriert wurden, sind
individuelle Texteinfügungen ebenfalls möglich. Am Anfang
der Texteinfügungen sind das Signal K HP .../ZUR FS-NR. ..
und die VS-Nr., das Signal BCTABKA/IA bzw. BCTABKA
ПEPBAЯ/IA, deren Text, BTABKA BTOPAЯ/IB, deren Text,
BCTABKA TPETЬЯ/IC, deren Text usw. zu chiffrieren.
44 GVS-Nr.: A 615 415
Wenn dabei eine Texteinfügung nicht für den jeweiligen Em-
pfänger bestimmt ist, so ist das Signal BCTABKA ПEPBAЯ HET/
IA NICHT zu chiffrieren.
Die Signale sind vom KT durch zweifachen '_' zu trennen.
7.1.5. Ankündigung der Textart
In Schlüsselbereichen, in denen sowohl in der Textart Ein-
registerbuchstabenbetrieb als auch im Mischtextbetrieb ge-
arbeite wird, ist das Chiffriergerät vor der Arbeit im
Einregisterbuchstabenbetrieb auf ПBP (1 V 4) einzustellen,
fünfmal ein beliebiger Buchstabe zu chiffrieren und ПBP
(2 V 5) einzustellen.
Das Dechiffrieren in solchen Schlüsselbereichen hat grund-
sätzlich mit ПBP (1 V 4) zu beginnen. Das Erschienen von
fünf gleichen Buchstaben weist darauf hin, daß ПBP (2 V 5)
einzustellen ist.
Bei der Arbeit des Chiffriergerätes in ПBP (2 V 3 V 5) ist
die analoge Registertaste (III V I V II) zu drücken.
Bei der Arbeit des Chiffriergerätes in ПBP 3 wird der Zif-
ferntext unabhängig von der Stellung ПPP in Fünfergruppen
geteilt und abgedruckt.
7.2. Chiffrieren auf Blatt
Das Chiffrieren auf Blatt ist in nachstehender Reihenfolge
durchzuführen:
a) ↓ ПPP2, ↓ ПCP1, ↓ ПBP(1 V 4), Formular einspannen,
Wagen an Zeilenanfang, Erkennungsgruppen drucken;
b) Schlüsseleingabe gemäß Verkehrsart (s. Ziffer 3.4.1.
oder 3.4.2.);
c) ↓ПPP4, ↓ ПBP(1V4), KT eingeben;
d) letzte Fünfergruppe mit '_' auffüllen, ↓ ПPP2, '_', Dienst-
GVS-Nr.: A 615 415 45
gruppe drucken (im allgemeinen Verkehr ist vor der
Dienstgruppe der "Markant" zu wiederholen).
7.3. Chiffrieren auf Blatt bei der Anwendung des Schlüssel-
systems KS-A
Das Chiffrieren auf Blatt bei der Anwendung des Schlüssel-
systems KS-A ist nach zwei Varianten möglich.
Die erste Variante, Eingabe des LZS ohne Kontrolle, ist in
nachstehender Reihenfolge durchzuführen:
a) ↓ ПPP2, ↓ ПCP1, ↓ ПBP(1 V 4), Formular einspannen.
Wagen an Zeilenanfang, Erkennungsgruppen drucken;
b) Tagesschlüssel UMS-N und "Markant" gemäß Ziffer 3.4.2.
eingeben;
c) ↓ ПPP4, fünfstellige Zeilennummer des LZS der Gegen-
stelle beim individuellen verkehr oder fünfstellige
Zeilennummer des LZS, der vom Herausgeber für den zirk-
ularen bzw. allgemeinen Verkehr festgelegt wurde, chif-
frieren;
Anmerkung:
Bei ПBP(2 V 5) sind die Ziffern der Zeilennummer des
LZS gemäß Tabelle in Ziffer 6.e) in Buchstaben umzu-
wandeln.
d) ↓ ПPP6, 25 Zeichen des LZS der erforderlichen Zeile
eingeben, ↓ ПPP1, ↓ ПCP 0, ↓PПФ 10x ↓ M (Zeichen des
"Markant", die bei der Eingabe gemäß b) erzeugt wurden),
↓ ПCP1;
e) ↓ ПPP4, KT eingeben;
f) letzte Fünfergruppe mit '_' auffüllen, ↓ ПPP2, '_', 10x
↓ M wiederholen, '_', Dienstgruppe drucken.
Die zweiter Variante, Eingabe des LZS mit Kontrolle, ist in
nachstehender Reihenfolge durchzuführen:
a) ↓ ПPP2, ↓ ПCP1, ↓ ПBP(1 V 4), Formular einspannen,
Wagen an Zeilenanfang, Erkennungsgruppen drucken;
46 GVS-Nr.: A 615 415
b) Tagesschlüssel UMS-N und "Markant" gemäß Ziffer 3.4.2.
eingeben;
c) ↓ ПPP4, fünfstellige Zeilennummer des erforderlichen
LZS chiffrieren;
d) ↓ ПPP1, Formular ausspannen und gesondertes Blatt für
den Abdruck des LZS einspannen, Wagen an Zeilenanfang,
↓ Register III;
e) über die Tastatur Fünfergruppen des erforderlichen LZS
(25 Zeichen) eingeben, nach jeder Gruppe Rückstelltaste
0 des Zählwerkes am Steuer- und Anzeigepult drücken;
f) ↓ PПФ 10x ↓ M (Zeichen des "Markant", die bei der Ein-
gabe gemäß b) erzeugt wurden);
g) Vergleich des LZS auf Übereinstimmung mit dem LZS in
der festgelegten Zeile des UKD-N-Heftes, Blatt ausspan-
nen und unterschreiben;
h) Formular mit Erkennungstruppen, "Markant" und chiffrier-
ter Zeilennummer wieder einspannen und mit ↓ ПУ '_' so
einrichten, daß der Anschluß nach den Erkennungsgruppen
möglich ist;
i) ↓ ПPP4, KT eingeben;
j) letzte Fünfergruppe mit '_' auffüllen, ↓ ПPP2, '_',
10x ↓ M wiederholen, '_', Dienstgruppe drucken.
7.4. Chiffrieren auf Blatt und Lochband
Das Chiffrieren auf Blatt und Lochband ist in nachstehen-
der Reihenfolge durchzuführen:
a) ↓ ПPP2, ↓ ПBP(2 V 5), ↓ ПCP3, Formular einspannen,
↓ ПФ2 15 - 20 cm Streifenvorlauf, Wagen an Zeilenan-
fang, ↓ Register (III V II), Erkennungsgruppen eingeben,
'_', ↓ ПФ2 3 - 5 cm Streifenvorlauf, ↓ ПФ1;
b) Schlüsseleingabe gemäß Verkehrsart (s. Ziffer 3.4.1.
oder 3.4.2.);
c) ↓ ПPP4, ↓ ПBP(1 V 4), KT eingeben;
GVS-Nr.: A 615 415 47
d) letzte Fünfergruppe mit '_' auffüllen, ↓ ПФ1, ↓ ПФ2
5 - 10 cm Streifenvorlauf, ↓ ПPP2, ↓ ПCP1, '_',
↓ PПФ 10x ↓ M (bei allgemeinen Verkehr), '_', ↓ PПФ,
Dienstgruppe eingeben.
7.5. Chiffrieren auf Blatt und Lochband bei der Anwendung
des Schlüsselsystems KS-A
Das Chiffrieren auf Blatt und Lochband bei der Anwendung
des Schlüsselsystems KS-A ist in nachstehender Reihenfolge
durchzuführen:
a) ↓ ПPP2, ↓ ПBP(2 V 5), ↓ ПCP3, Formular einspannen,
↓ ПФ2 15 - 20 cm Streifenvorlauf, Wagen an Zeilenan-
fang, ↓ Register (III V II);
b) Erkennungsgruppen, Tagesschlüssel UMS-N und "Markant"
gemäß Ziffer 3.4.2. eingeben, '_', ↓ ПФ2 3 - 5 cm
Streifenvorlauf, ↓ ПФ1;
c) ↓ ПPP4, fünfstellige Zeilennummer des erforderlichen
LZS chiffrieren;
d) ↓ ПPP1, ↓ ПCP1, Formular ausspannen und gesondertes
Blatt für den Abdruck des LZS einspannen, Wagen an Zei-
lenanfang, ↓ Register III;
e) über die Tastatur fünf Gruppen des erforderlichen LZS
(25 Zeichen) eingeben, nach jeder Gruppe Rückstelltaste
0 des Zählwerkes am Steuer- und Anzeigepult drücken;
f) ↓ PПФ 10x ↓ M (Zeichen des "Markant", die bei der Ein-
gabe gemäß b) erzeugt wurden);
g) Vergleich des LZS auf Übereinstimmung mit dem LZS in
der festgelegten Zeile des UKD-N-Heftes, Blatt ausspan-
nen und unterschreiben;
h) Formular mit Erkennungsgruppen, "Markant" und chiffrier-
ter Zeilennummer wieder einspannen und mit ↓ ПУ '_' so
einrichten, daß der Anschluß nach den Erkennungsgruppen
möglich ist;
48 GVS-Nr.: A 615 415
i) ↓ ПPP4, ↓ ПCp3, KT eingeben;
j) letzte Fünfergruppe mit '_' auffüllen, ↓ ПФ1, ↓ ПФ2
5 - 10 cm Streifenvorlauf, ↓ ПPP2, ↓ ПCP1, '_',
↓ PПФ 10x ↓ M, '_', ↓ PПФ Dienstgruppe eingeben.
8. Dechiffrieren
Das Dechiffrieren von GTX ist in nachstehender Reihenfolge
durchzuführen:
a) anhand der Unterscheidungsgruppe die Verkehrsart fest-
stellen und Spruch- bzw. Tagesschlüssel gemäß Ziffer
3.4.1. oder 3.4.2. eingeben;
b) im allgemeinen Verkehr nach Eingabe des Tagesschlüssels
"Markant" wie folgt eingeben:
↓ ПPP1, ↓ ПCP1, ↓ Register III, 10x ↓ M vom
Blatt über die Tastatur oder mittels Lochband über den
Transmitter (erste Kombination über Fotodioden, Deckel
schließen, ↓ ПУCK);
c) ↓ ПPP3, ↓ ПBP(1 V 4), GTX über Tastatur oder Trans-
mitter eingeben (erste Kombination über Fotodioden,
einige Male ↓ CTOП bis KT erscheint, danach ↓ ПУCK);
Anmerkung:
Beginnt der dechiffrierte KT mit fünf gleichen Buch-
staben, so ist ↓ ПBP(2 V 5) einzustellen.
d) nach Beendigung des Dechiffrierens der operativen In-
formation ist das Formular auszuspannen, ein gesondertes
Blatt einzuspannen und die dienstlichen Mitteilungen,
Wiederholungen und Berichtigungen zu dechiffrieren.
Das Dechiffrieren von GTX, die mit dem Schlüsselsystem
KS-A bearbeitet wurden, ist in nachstehender Reihenfolge
durchzuführen:
a) anhand der Tageskenngruppe den Tagesschlüssel bestimmen,
Tagesschlüssel und "Markant" gemäß Ziffer 3.4.2. ein-
geben;
GVS-Nr.: A 615 415 49
b) ↓ ПPP3, ↓ ПBP2, ↓ ПCP1, Zeilennummer des LZS dechif-
frieren, Zeilennummer im UKD-N-Heft aufsuchen und LZS
gemäß Ziffer 7.5.d) bis g) eingeben;
c) ↓ ПPP3, ↓ ПBP(1 V 4), GTX über Tastatur oder Trans-
mitter eingeben.
9. Beseitigen von Verstümmelungen beim Dechiffrieren
9.1. Beseitigen von Verstümmelungen beim dechiffrieren
vom Blatt
lfd.
Nr. Verstümmelung Methode der Beseitigung
1 angegebene KG ist - KGT in Schlüsselkassetten
nicht auffindbar anderer individueller und
zirkularer Chiffrierverbind-
ungen einsehen
- Rückfrage stellen
- KGT der folgenden Schlüssel-
kassette der möglichen Chif-
frierverbindung entnehmen
und vergleichen
(Öffnen nachfolgender Schlüs-
sselkassetten darf nur auf
Weisung des Leiters SCZ
erfolgen. Darüber ist mit
Angabe des Grundes, der
Serien- und Exemplar-Nr.,
der Typenbezeichnung, des
Datums, der Uhrzeit und der
Unterschrift des Öffnenden
im Betriebsbuch der Nachweis
zu führen!)
50 GVS-Nr.: A 615 415
lfd.
Nr. Verstümmelung Methode der Beseitigung
- mit noch nicht genutzten
oder ein bis zwei nachfol-
genden SLA der gültigen
Schlüsselkassette das De-
chiffrieren versuchen
2 Dechiffrieren im - Zeichen des "Markant" mit
allgemeinen Verkehr dem am Ende des GTX wieder-
von Anfang an nicht holten "Markant" vergleichen
möglich - ungültigen Tagesschlüssel
vom Vortage nutzen
- Rückfrage stellen
3 Dechiffrieren ist - Stelle auf GTX-Blatt mar-
nach einer bestimm- kieren
ten Stelle des GTX - Zählerstand notieren
nicht mehr möglich - GTX-Blatt mit Zählerstand
(Störung der Syn- vergleichen und überprüfen,
chronisation) ob auf dem GTX-Blatt Zei-
chen/Gruppen fehlen oder
doppelt vorhanden sind
- Gruppenzahl mit der Angabe
in der Dienstgruppe ver-
gleichen
- werden fehlende Zeichen/
Gruppen festgestellt, so
ist der Chiffrator mittels
der Taten am Steuer- und
Anzeigepult um die ent-
sprechende Anzahl der Zei-
chen vorzusetzen
- werden Verdoppelungen von
Zeichen/Gruppen festgestellt,
ist der Chiffrator um die
GVS-Nr.: A 615 415 51
lfd.
Nr. Verstümmelung Methode der Beseitigung
entsprechende Anzahl der Zei-
chen zurückzusetzen
- zur weiteren Beseitigung
der Verstümmelung kann das
Dechiffrieren am Anfang der
Zeile erneut begonnen wer-
den, bevor die Verstümmelung
auftrat
- führt o.g. Methode nicht zum
Erfolg, so sind Teile oder
der gesamte GTX neu anzu-
fordern
9.2. Beseitigen von Verstümmelungen beim Dechiffrieren
vom Lochband
lfd.
Nr. Verstümmelung Methode der Beseitigung
1 angegebene KG ist s. Ziffer 9.1.
nicht auffindbar
2 Dechiffrieren im s. Ziffer 9.1.
allgemeiner Verkehr
von Anfang an nicht
möglich
3 Dechiffrieren ist - ↓ CTOП, Lochband markieren
nach einer bestimm- Zählerstand notieren, Anzahl
ten Stelle es GTX- der verstümmelten Zeichen
Lochbandes nicht feststellen, Chiffrator und
mehr möglich Lochband um die Anzahl die-
(Störung der Syn- ser Zeichen zurücksetzen
52 GVS-Nr.: A 615 415
lfd.
Nr. Verstümmelung Methode der Beseitigung
chronisation) - wird das Fehlen von Kombi-
nationen vermutet, so ist
das GTX-Lochband schritt-
weise zurückzusetzen und
jedesmal das Dechiffrieren
zu versuchen, erscheint bei
einem dieser Versuch e KT,
so ist die Anzahl der feh-
lenden Kombinationen er-
mittelt
- GTX-Lochband und Chiffrator
bis zum Beginn der Verstüm-
melung zurückführen, Chif-
frator um die Anzahl der
fehlenden Kombinationen
nach vorn setzen und Dechif-
frieren fortsetzen
- werden überflüssige Kombi-
nationen vermutet, so ist
in umgekehrter Reihenfolge
zu verfahren (GTX-Lochband
schrittweise vorsetzen und
Anzahl der überflüssigen
Kombinationen feststellen,
nachdem KT erscheint)
- GTX-Lochband und Chiffrator
zum Beginn der Verstümme-
lung zurückführen, GTX-
Lochband um die Anzahl der
überflüssigen Kombinationen
nach vorn setzen und Dechif-
frieren fortsetzen
GVS-Nr.: A 615 415 53
lfd.
Nr. Verstümmelung Methode der Beseitigung
4 32. Kombination im - wird vermutet, daß die 32.
GTX-Lochband Kombination im GTX-Lochband
enthalten ist, so sind das
GTX-Lochband und der Chif-
frator zum Anfang der Ver-
stümmelung zurückzusetzen,
das GTX-Lochband um die 32.
Kombination nach vorn zu
setzen und das Dechiffrieren
fortzusetzen
- wird vermutet, daß es sich
bei der 32. Kombination um
eine Zeichenumwandlung in-
folge von Fernschreibver-
zerrungen handelt, so ist
anstelle der 32. Kombina-
tion ein beliebiger Buch-
stabe über die Tastatur ein-
zugeben und der KT aus dem
Textzusammenhang zu korri-
gieren
9.3. Rückfragen
Führen die Methoden zur Beseitigung von Verstümmelungen
nicht zum erfolg oder ist es nicht möglich, die Verstümme-
lungen eindeutig und ohne Sinnentstellungen aus dem Textzu-
sammenhang zu korrigieren, so ist eine Rückfrage zu stellen
und offen die erneute Übermittlung des gesamten GTX oder
der verstümmelten GTX-Gruppe anzufordern.
Es ist verboten, weitere Mitteilungen offen zu geben.
54 GVS-Nr.: A 615 415
Treten nach der Wiederholung des GTX die gleichen Fehler
auf so ist das Dechiffrieren des GTX nicht möglich, so
ist offen eine Neubearbeitung mit einem neuen Spruch-
schlüssel bzw. "Markant" bei der absendenden Chiffrier-
stelle anzufordern.
Beispiel:
"Fs-Nr. ... wiederholen/neu bearbeiten"
oder
"Fs-Nr. ..., 30. bis 40. Gruppe wiederholen/neu bearbeiten"
10. Handlungen nach Kompromittierungen
10.1. Meldung von Kompromittierungen
Werden infolge besonderer Vorkommnisse Schlüsselunterlagen
für das Chiffriergerät M 205 D kompromittiert oder ergibt
sich der Verdacht auf eine Kompromittierung, so ist gemäß
DV 040/0/010 eine Sofortmeldung zu erstatten, eine Unter-
suchung durchzuführen und unverzüglich Maßnahmen zur
Wiederherstellung der Sicherheit bei der Durchführung des
Chiffrierbetriebsdienstes einzuleiten.
10.2. Handlungen bei der Kompromittierung von Spruch-
und Tagesschlüsseln
Bei der Kompromittierung von Schlüsselkassetten UMI-N,
UMZ-N und UMS-N (ohne gleichzeitige Nutzung des Schlüssel-
systems KS-A) hat eine sofortige Außerkraftsetzung aller
Schlüsselkassetten der gleichen Seriennummer zu erfolgen.
Die Chiffrierarbeit ist mit den nachfolgenden bzw. neu
zugeführten Schlüsselkassetten fortzusetzen.
Wurden einzelne Spruchschlüssel kompromittiert, so sind
sie außer Kraft zu setzen, wenn damit noch keine Informa-
GVS-Nr.: A 615 415 55
tion chiffriert wurde. Die Weisung an alle Teilnehmer des
Chiffrierverkehrs hat mit chiffriertem Betriebsfernschrei-
ben zu erfolgen.
Ist eine Spruchschlüssel kompromittiert, mit dem eine ge-
sendete Information chiffriert wurde, so ist dem Absender
und dem Empfänger eine Meldung darüber zu erstatten.
10.3. Handlungen bei der Kompromittierung von Schlüssel-
unterlagen des Schlüsselsystems KS-A
Wurden Schlüsselhefte UKD-N oder Teile davon kompromittiert,
so ist nach folgenden Fällen zu unterscheiden:
a) wurde ein UKD-N-Heft kompromittiert, so erfolgt der
Wechsel der gesamtem Serie.
Wurden einzelne UKD-N-Hefte oder LZS aus diesem Heften
in einer oder mehreren Chiffrierstellen des Schlüssel-
bereiches kompromittiert, so setzen alle Chiffrierstel-
len die Arbeit in allen Verkehrsarten ohne Einschrän-
kungen des Geheimhaltungsgrades der zu chiffrierenden
Informationen bis zum Schlüsselwechsel fort.
Wurde ein oder mehrere LZS kompromittiert, so erfolgen
die Außerkraftsetzung der kompromittierten und die Zu-
weisung neuer LZS;
b) wurde ein Tagesschlüssel aus einer Schlüsselkassette
UMS-N kompromittiert, die gemeinsam mit dem Schlüssel-
system KS-A angewendet wird, kann die Arbeit bis zum
Schlüsselwechsel durch alle Chiffrierstellen des
Schlüsselbereiches fortgesetzt werden. In dieser Zeit
dürfen nur als Vertrauliche Verschlußsachen eingestufte
und offene Informationen chiffriert werden;
c) wurden durch Erbeutung oder Verlust gleichzeitig das
UKD-N-Heft und die Tagesschlüsselkassetten kompromit-
tiert, so ist die Nutzung nachstehender Chiffrierver-
bindungen verboten:
56 GVS-Nr.: A 615 415
- individuelle Verbindungen mit allen von der Kompro-
mittierung betroffenen Chiffrierstellen,
- der LZS Nr. 09999 und
- alle zirkularen und allgemeinen Verbindungen, in wel-
che die von der Kompromittierung betroffenen Chiffrier-
stellen einbezogen sind;
d) im Rahmen des Schlüsselwechsels wird durch den heraus-
geber des Schlüsselbereiches jedem Teilnehmer angewiesen,
welcher LZS zu streichen ist. Die gestrichenen LZS dür-
fen nicht mehr lesbar sein.
Gleichzeitig wir ein neuer Notschlüssel, der wieder die
Zeilennummer 09999 erhält, aus der Reserve festgelegt;
e) Chiffrierstellen, bei denen der individuelle LZS kom-
promittiert wurde, erhalten ein neues UKD-N-Heft, dessen
Exemplarnummer (Nummer des LZS) allen Teilnehmern des
Schlüsselbereiches mitgeteilt wird.
GVS-Nr.: A 615 415 57
Anlage 1
Abkürzungen und Symbole
1. Abkürzungen
A 10 - Chiffrator
AK - Kontrollautomat
BKGT - Buchstabenkenngruppentabelle
EKG - Empfängerkenngruppe
Fs - Fernschreiben/Funkspruch
GTX - Geheimtext
hKT - hergerichteter Klartext
KG - Kenngruppe
KGT - Kenngruppentabelle
KT - Klartext
LED - Leuchtdiode/Lumineszenzdiode
LZS - Langzeitschlüssel
SLA - Schlüssellochbandabschnitt
TKG - Tageskenngruppe
UG - Unterscheidungsgruppe
ZA - Ziffernanzeige
ZKGT - Ziffernkenngruppentabelle
2. Bedientasten
ПPP - Betriebsartentaste
ПBP - Textartentaste
ПCP - Arbeitsartentaste
ДEЛ - Fünfergruppenteilung
PПФ - Freigabe des Lochers
ПУ - Freigabe der Steuerkombinationen
ПK - schrittweise Kontrolle des Chiffrators
GVS-Nr.: A 615 415 59
ПKP - Kontrolle des Chiffrators
ШAГ - schrittweise Kontrolle von Hand
ПФ I - Auslösung der 32. Kombination 00 000 auf dem
Lochband
ПФ 2 - Auslösung des Lochbandvorlaufes 10 001
M - Taste des Zusatzschlüssels "Markant"
3. Symbole
↓ - Taste drücken
↓ - Taste drücken und halten
↓ ПPP-I - Taste ПPP und Zifferntaste 1 gleichzeitig
drücken
V - oder
○ - LED aus
◘ - LED flackert
● - LED leuchtet
↑↓ - Schlüsseleingabe
< - Wagenrücklauf
= - Zeilenvorschub
'_' - Zwischenraum
I - Register 1: Ziffern
II - Register 2: lateinisch
III - Register 3: russisch
x - < und = (Anwendung beim Chiffrieren)
60 GVS-Nr.: A 615 415
Anlage 2
Herstellungsvorschrift für die Kontrollschlüssel
Zur Herstellung der Kontrollschlüssel sind nachstehende
Handlungen auszuführen:
a) ↓ ПPP2, ↓ ПCP2, ↓ ПBP1, ↓ ПФ2 3 - 5 cm Streifenvor-
lauf, Eingabe der Kombinationen für die verschiedenen
Kontrollschlüssel gemäß b);
b) Kontrollschlüssel Nr. 1
4x ↓ ПФ1, ↓ PПФ, 1x ↓ II, 3x ↓ III, 25x ↓ II, 1x ↓ З,
1x ↓ Ы, 1x ↓ A, 1x ↓ =, 4x ↓ III, 1x ↓ II, ↓ ПФ2 3 - 5
cm;
Kontrollschlüssel Nr. 2
4x ↓ ПФ1, ↓ PПФ, 1x ↓ II, 3x ↓ III, 25x ↓ II, 1x ↓З
1x ↓ C, 1x ↓ A, 1x ↓ =, 4x ↓ III, 1x ↓ II, ↓ ПФ2 3 - 5
cm;
Kontrollschlüssel Nr. 3
4x ↓ ПФ1, ↓ PПФ, 1x ↓ II, 3x ↓ III, 25x ↓ PЫ ... PЫ,
1x ↓ З, 1x ↓ П, 1x ↓ E, 1x ↓ И, 4x ↓ III, 1x ↓ II,
↓ ПФ2 3 - 5 cm;
Kontrollschlüssel Nr. 4
4x ↓ ПФ1, ↓ PПФ, 1x ↓ II, 3x ↓ III, 25x ↓ PЫ ... PЫ,
1x ↓ З, 1x ↓ Ж, 1x ↓ E, 1x ↓ И, 4x ↓ III, 1x ↓ II,
↓ ПФ2 3 - 5 cm;
Kontrollschlüssel Nr. 5
4x ↓ ПФ1, ↓ PПФ, 1x ↓ II, 3x ↓ III, 25x ↓ PЫ ... PЫ,
1x ↓ З, 1x ↓ Ы, 1x ↓ Д, 1x ↓ И, 4x ↓ III, 1x ↓ II,
↓ ПФ2 3 - 5 cm;
Kontrollschlüssel Nr. 6
4x ↓ ПФ1, ↓ PПФ, 1x ↓ II, 3x ↓ III, 21x ↓ II, 1x ↓ M,
3x ↓ III, 1x ↓ З, 1x ↓ Ы, 1x ↓ И, 1x ↓ Д, 4x ↓ III,
1x ↓ II, ↓ ПФ2 3 - 5 cm;
GVS-Nr.: A 615 415 61
Kontrollschlüssel Nr. 7 4x ↓ ПФ1, ↓ PПФ, 1x ↓ II, 15x ↓ III, 1x ↓ T, 12x ↓ II, 1x ↓ З, 1x ↓ Ы;, 1x ↓ E, 1x ↓ И, 4x ↓ III, 1x ↓ II, ↓ ПФ2 3 - 5 cm; c) die Kontrollschlüssel sind zu numerieren und wie Zwischenmaterial nachzuweisen. 62 GVS-Nr.: A 615 415
Anhang
Herrichtung des Klartextes beim Übergang auf Einregister-
buchstabenbetrieb russisch
1. Betriebsabkürzungen, Satzzeichen und andere Zeichen
können vollständig ausgeschrieben oder als Abkürzungen
gemäß nachstehender Tabelle chiffriert werden.
| Toчka | (Punkt) | TЧK |
| Зaпяtaя | (Komma) | ЗПT |
| Toчka c зaпяtoй | (Semikolon) | TЧKЗПT |
| Дboetoчиe | (Doppelpunkt) | ДBTЧK |
| Ckoбa | (Klammer) | CKБ |
| Ckoбa нaчaльнaя | (Klammer auf) | CKБH |
| Kaвычkи | (Anführungszeichen) | KBЧK |
| Дpoбhaя чepta | (Schrägstrich) | ДPOБЬ |
| Homep | (Nummer) | HP |
| Aбзaц | (Absatz) | AБЦ |
| Пoвtopяю | (ich wiederhole) | ПBT |
| ПpПpaвляю | (ich berichtige) | ППP |
| Kpatkoe | (Й) | KPT |
| Oбoptнoe | (Э) | OБP |
| Tвepдый | (Ъ) | TBPД |
| Лatинckaя | (lateinisch) | ЛAT |
| Pиmskaя | (römisch) | PИM |
| Инtepвaл | (Trennung) | ИHT |
| Koнeц | (Ende) | KHЦ |
| Пoлучниe пoдtвepдиtь | (Erhalt bestätigen) | ПДTB |
| Bpучeниe пoдtвepдиtь | (Aushändigung bestätigen) | BPЧ |
| Boйckoвaя чactЬ | (Dienststelle) | BЧ |
| Пoлeвaя пoчta | (Feldpost) | ПП |
| Пoчtoвый ящиk | (Postschließfach) | ПЯ |
| Шиpota | (Breite) | Ш |
| Дoлгota | (Länge) | Д |
| Жeлeзнaя дopoгa | Eisenbahn | ЖД |
GVS-Nr.: A 615 415 63
In der Tabelle nicht enthaltene Zeichen sind auszuschreiben.
Beispiel:
KT: + (Plus), - (Minus/Strich), § (Paragraph)
hKT: ПЛУC MИHУC/TИPE ПAPAГPAФ
Anmerkung:
Die Bezeichnungen Boйckaя чactь, Пoлeвaя пчta, Пoчtoвый
ящиk, Жeлeзнaя дopoгa, Шиpota und Дoлгota dürfen nur
als Abkürzung chiffriert werden, wenn sie durch Nummern
oder Bezeichnungen erläutert bzw. näher bezeichnet werden.
2. Wörter mit Bindestrich sind ohne Bindestrich zu chif-
frieren
Beispiel:
KT: Boeннo-mopckaя бaзa KT: из-зa
hKT: BOEHHO MOPCKAЯ БAЗA hKT: ИЗ ЗA
KT: Koнtp-aдmиpaл KT: koe-kto
hKT: KOHTP AДMИPAЛ hKT: KOE KTO
KT: пo-пpeжнemу usw.
hKT: ПO ПPEЖHEMУ
Bei Initialen sind die Punkte nicht zu chiffrieren.
Die Trennung hat durch einfaches '_' zu erfolgen. In
der Wiederholung der Initialen ist der '_' nicht zu
chiffrieren.
Beispiel:
KT: Ивaнoв A. И.
hKT: ИBAHOB A И
oder ИBAHOB A И ПBT AИ
64 GVS-Nr.: A 615 415
3. Sind im Text Größen- und Mengenangaben zu wiederholen so können sie wie folgt abgekürzt werden:
| ПPOЦEHTOB | (%) | ПPOЦ |
| TЫCЯЧ | (1000) | TЫC |
| PУБЛEЙ | (Rubel) | PУБ |
| ЧACOB | (Stunde) | ЧAC |
| MИHУT | (min) | MИH |
| CEKУHД | (sek) | CEK |
| ДECЯTЫX | (zehntel) | ДEC |
| TOHH | (t) | T |
| KИЛOГPAMMOB | (kg) | KГ |
| KИЛOMETPOB | (km) | KM |
| METPOB | (m) | M |
| CAHTPИMETPOB | (cm) | CM |
| MИЛЛИMETPOB | (mm) | MM |
| MИЛЛИAPDOB | (Mrd) | MЛPД |
| MИЛЛИOHOB | (Mio) | MЛH |
| METPOB B CEKУHДУ | (m/s) | MSEC |
| KAБEЛЬTOBЫX | (Kabellänge) | KAБ |
| ГPAДУCOB | (Grad) | ГP |
| ШTУK | (Stck) | ШT |
4. Die Adjektive nördlich, südlich, ostwärts und westlich können in allen ihren Deklinationsformen wie folgt ab- gekürzt werden:
| CEBEPHAЯ | (nördlich) | CEB |
| ЮЖHAЯ | (südlich) | ЮЖH |
| BOCTOЧHAЯ | (östlich) | BOCT |
| ЗAПAДHAЯ | (westlich) | ЗAП |
5. Ziffern und Zahlen sind voll auszuschreiben oder gemäß
Tabelle in Ziffer 6.e) in Buchstaben umzusetzen. Bei
der Umsetzung der Ziffern in Buchstaben ist jeder Buch-
stabe dreifach zu chiffrieren. Als Zahlensignal ist vor
und nach jeder Zahlenangabe der Buchstabe Ц zu chif-
GVS-Nr.: A 615 415 65
frieren. römische Zahlen sind wie o.a. zu chiffrieren.
Danach ist das Signal PИM in Klammern zu chiffrieren.
Beispiele:
a) Zahlenangaben
KT: 238
hKT: ДBECTИ TPИДЦATЬ BOCEMЬ
oder ЦBBBEEEИИИЦ
KT: 26010
hKT: ДBAДЦATЬ ШECTЬ TЫCЯЧ ДECЯTЬ
oder ЦBBBЫЫЫПППЯЯЯПППЦ
KT: 1976
hKT: OДHA TЫCЯЧA ДEBЯTЬCOT CEMЬДECЯT ШECTЬ
oder ЦЯЯЯOOOУУУЫЫЫЦ
KT: 00705
hKT: HOЛЬ HOЛЬ CEMЬCOT ПЯTЬ
oder ЦППППППУУУПППTTTЦ
b) römische Zahlzeichen
KT: XVII -CA
hKT: CEMHAДЦATЬ CKБ PИM CKБ TИPE CA ПBT CA
oder ЦЯЯЯУУУЦ CKБ PИM TИPE CA ПBT CA
c) gebrochene Zahlen
KT: 25,3
hKT: ДBAДЦATЬ ПЯTЬ И TPИ ДECЯTЫX
oder ЦBBBTTTЦ И ЦEEEЦ ДECЯTЫX
KT: 0,027
hKT: HOЛЬ И ДBAДЦATЬ CEMЬ TЫCЯЧHЫX
oder ЦПППЦ И ЦПППBBBУУУЦ TЫCЯЧHЫX
KT: 4/9
hKT: ЧETЫPE ДEBЯTЫX
oder ЦPPPЦ ДPOБЬ ЦOOOЦ
66 GVS-Nr.: A 615 415
d) Maßangaben
KT: 12 x 10 x 9
hKT: ДBEHAДЦATЬ HA ДECЯTЬ HA ДEBЯTЬ
oder ЦЯЯЯBBBЦ HA ЦЯЯЯПППЦ HA ЦOOOЦЦ
e) Verhältniszahlen
KT: 89 : 5 : 3
hKT: BOCEMЬДECЯT ДEBЯTЬ K ПЯTИ K TPEM
oder ЦИИИOOOЦ K ЦTTTЦ K ЦEEEЦ
6. Nach Zahlenangaben, die bereits im KT in der ausge-
schriebenen Form enthalten sind, ist zur Erläuterung
ПPOПИCЫЮ in Klammern zu setzen
Beispiel:
KT: CEMЬCOT ПЯTЬДECЯT
hKT: CEMЬCOT ПЯTЬДECЯT CKБ ПPOПИCЬЮ CKБ
7. Stehen Zahlenangaben zusammen mit Buchstaben, die nicht
durch Satzzeichen voneinander getrennt sind (z. B. in
tabellarischen Aufstellungen, Stärkemeldungen u.a.), so
sind diese durch die Betriebsabkürzungen ИHT und beim
Umsetzen der Ziffern in Buchstaben durch '_' zu trennen
Beispiel:
KT: 3850 5KPM 10
hKT: TPИ TЫCЯЧИ BOCEMЬCOT ПЯTЬДECЯT ИHT ПЯTЬ KPM ПBT
KPM ИHT ДECЯT
oder ЦEEEИИИTTTПППЦ ЦTTTЦKPM ПBT KPM ЦЯЯЯПППЦ
8. Daten und Uhrzeiten sind so zu chiffrieren, wie sie im
KT stehen. Es ist gestattet, anstelle der den Monat be-
zeichnenden Ordnungszahl den Monatsnamen zu chiffrieren.
Bei Daten des ablaufenden Jahres sind die russischen
Buchstaben CГ anstelle der Jahreszahlen und bei zurück-
liegenden oder zukünftigen Jahreszahlen sind nur die
letzten beiden Ziffern zu chiffrieren.
GVS-Nr.: A 615 415 67
Beispiel:
KT: 05.09. c.г. в 15 чacoв 30 mинуt
hKT: ПЯTOГO TЧK ДEBЯTOГO CГ B ПЯTHAДЦATЬ TЧK TPИДЦATЬ
oder
ПЯTOГO CEHTЯБPЯ CГ B ПЯTHAДЦATЬ ЧAC TPИДЦATЬ MИH
oder ЦTTTЦ TЧK ЦOOOЦ CГ B ЦЯЯЯTTTЦ ЧAC ЦEEEПППЦ MИH
9. Buchstabenverdoppelung
In Wörtern, bei denen bereits die Verstümmelung eines
Buchstabens zur Sinnentstellung führt, sind diese Buch-
staben zu verdoppeln
Beispiel:
KT hKT KT hKT
Июнь ИЮHHЬ Иpak ИPAKK
Июль ИЮЛЛЬ Дeвяtь ДEBBЯTЬ
Фeдop ФEДOPP ДecЯtь ДECCЯTЬ
Фeдot ФEДOTT нaш HHAШ
Иpaн ИPAHH вaш BBAШ
10. Wiederholungen
Wiederholungen von Eigennamen (Familiennamen, Rufzei-
chen, Typenbezeichnungen, geographische Begriffe usw.)
sind mit der Betriebsabkürzung ПBT anzukündigen. Sind
Eigennamen durch Satzzeichen voneinander getrennt, kön-
nen diese in der Wiederholung weggelassen werden.
Einzelne Buchstaben in Typenbezeichnungen können wieder-
holt oder dreifach geschrieben werden.
Beispiel:
KT: пoзывнoй camoлeta - ШKMTE
hKT: ПOЗЫBHOЙ CAMOЛETA TИPE ШKMTE ПBT
KT: Moдeль Д-I49
hKT: MOДEЛЬ Д ПBT Д TИPE CTO COPOK ДEBЯTЬ
oder MOДEЛ ДДД TИPE ЦЯЯЯPPPOOOЦ
68 GVS-Nr.: A 615 415
KT: Шapkoвo, Kудeнь, Maгдичи
hKT: ШAPKOBO ЗПT KУДEHЬ ЗПT MAГДИЧИ ПBT ШAPKOBO KУДEHЬ
MAГДИЧИ
11. Die Buchstaben И, Э, Ё und Ъ sind wie folgt zu er-
setzen
И - И Э - E Ё - E Ъ - Ь
Bei Eigennamen (z. B. Familiennamen, Rufzeichen, Typen-
bezeichnungen, geographische Begriffe) sind die Erläu-
terungen
И - И KPT (kpatkoe)
Э - E OБP (oьopotнoe)
Ё - E EPШ
Ъ - Ь TBPД (tвepдый)
in Klammern anzufügen und wenn erforderlich, sind die
Eigennamen nach der Betriebsabkürzung ПBT zu wieder-
holen.
Beispiele:
KT: Пetpoвckий Э. И.
hKT: ПETPOBCKИЙ E CKБ OБP CKБ И
oder ПETPOBCKИЙ E CKБ OБP CKБ ИИИ
KT: Пoзывнoй camoлeta KTЭEЙ
hKT: ПOЗЫBHOЙ CAMOЛETA KTEEИ CKБ ПEPBOE OБP KPT CKБ
ПBT KTEEИ
KT: ЛИHИЙ CBЯЗИ
hKT: ЛИHИЙ CKБ KPT CKБ CBЯЗИ
12. In russischen KT auftretende lateinische Buchstaben
sind wie folgt in russischen Buchstaben umzuwandeln:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
A Б Ц Д E Ф Г X И Ш K Л M H O П Я P C T У Ж B Ь Ы З
Die in russischen Buchstaben umgesetzten Buchstaben sind
mit der Betriebsabkürzung ЛAT (in Klammern) zu kenn-
zeichnen. Außerdem ist es möglich, davor und dahinter
das Signal ШШ zu chiffrieren.
GVS-Nr.: A 615 415 69
Beispiel:
KT: STATE
hKT: CTATE CKБ ЛAT CKБ oder ШШCTATEШШ
13. Irrungen
Treten beim Chiffrieren Schreibfehler auf, so ist die
Betriebsabkürzung ППP zu chiffrieren und der falsch
geschriebene Begriff zu wiederholen.
Bei Notwendigkeit ist der richtig wiederholte Begriff
noch einmal zu wiederholen.
Beispiele:
KT: пoлokoвниk Ивaнoв
hKT: ПOЛOKOBHИK ЧBAHOB ППP ИBAHOB
KT: 105
hKT: ЧTO ПЯTЬ ППP CTO ПBT CTO ПЯTЬ
KT: ШKMTE
hKT: ШKMTO ППP ШKMTE ПBT ШKMTE
70 GVS-Nr.: A 615 415