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Automatisiertes Alarmierungssystem P-161 П-161 ШHУP P-161 AP

Sammler *121

Geheime Verschlußsache
GVS Nr.: A 593 645
Ausf. No 0026

MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG

A 040/1/413

Automatisiertes
Alarmierungssystem P-161
Bedienung

1983

NACHWEIS ÜBER EINARBEITUNG VON ÄNDERUNGEN
Nr.ÄnderungEinarbeitung
  Inkraftsetzungstermin   Datum    Unterschrift     
 
 
 
 
 
 
 
 
 

NACHWEIS ÜBER ZUGANG/ABGANG
Lfd. 
Nr.
  Zugang  
Blatt
  Abgang  
Blatt
  Bestand  
Blatt
Datum Signum
16Anfangsbestand
 
 
 
 
 
 
 
 
 

NACHWEIS ÜBER VERNICHTUNG
Lfd.
Nr.
BlattVernichtet
am:
Vernichtungsvermerk
(Unterschriften)
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Einführungsbestimmung zur A 040/1/413

1. Die Anleitung 040/1/413 Automatisiertes Alarmierungssystem
P-161, Bedienung, wird erlassen und tritt am 01. 12. 1983 in
Kraft.

2. Die Festlegungen zur Anleitung gelten für das Betreiben der
Gerätesätze P-161 des MfNV und der angeschlossenen Kommandos
der Teilstreitkräfte, Truppenteile und Einrichtungen.

O. U.., den 02. 11. 1983             Chef Nachrichten

Ag 117/I/16904-3


Inhaltsverzeichnis

                                        Seite
1.  Bestimmung des Gerätesatzes           6
2.  Kommandoarten                         6
3.  Hauptteile des Gerätesatzes           7
4.  Zweckbestimmung der wichtigsten       7
    Einzelgeräte
5.  Eigenprüfung der Geräte              10
6.  Überprüfung des Alarmierungssystems  12
7.  Auslösung von höheren Stufen der     17
    Gefechtsbereitschaft
8.  Handlungen bei Eintreffen eines      19
    Kommandos


Anlagen:

1   Codetabelle                          22
2   Frontplatte des Kommandopultes       23
3   Frontplatte des Sprechpultes         24
4   Frontplatte des Adressenpultes       25
5   Frontplatte des Empfängers/Senders   26
6   Frontplatte des Endempfängers        27
7   Frontplatte der Kommandotafel        28
8   Frontplatte der Adressentafel        29


1. Bestimmung des Gerätesatzes
Der Gerätesatz P-161 gewährleistet die automatisierte Alarmierung
der angeschlossenen Teilnehmer über mehrere Führungsebenen mit
hoher Zuverlässigkeit, unter Ausnutzung bestehender direkter
Draht-, Richtfunk- oder Funkverbindungen.
Beim Einsatz in der NVA werden nur Drahtverbindungen genutzt!
Die Übertragung von 10 verschiedenen Kommandos, von denen zwei
für die zusätzliche Übertragung mündlicher und schriftlicher In-
formationen von oben nach unten vorgesehen sind, ist möglich.
Die Bestätigung über den Erhalt eines Kommandos erfolgt automa-
tisch und von Hand. Sie wird jeweils nur eine Führungsebene höher
übertragen.
Die direkten Nachrichtenkanäle (Fernsprech/Fernschreib) werden
für die Zeit der Übermittlung der Kommandos von operativen Nutzer
automatisch abgeschaltet. Die Abschaltzeit ist 3 Minuten, bei
10 angeschlossenen Richtungen.

Bei Auslösung der Kommandos Nr. 2 und 9 werden die Nachrichten-
kanäle für die Zeit der Übermittlung der Kommandos über P-161 vom
Nutzer abgeschaltet. Es wird kein Alarmsignal an en Sätzen der
örtlichen Benachrichtigung und den Endempfängern ausgelöst.

2. Kommandoarten
Nr. des Kdo′sBedeutung
1Entwarnung
2fernmündl./fernschriftl. Informationsübertragung mit Weiterleitung bis zur letzten
Führungsebene
3EG
4Reserve
5GK
6Reserve
7VG
8Reserve
9fernmündl./fernschriftl. Informationsübertragung ohne Weiterleitung (nur eine Füh-
rungsebene tiefer)
10Überprüfung

3. Hauptbestandteile des Gerätesatzes
(1) Hauptsatz (HS) mit
- Kommandopult (KP)
- Sprechpult
- Kommandotafel (KT)
- Fernschreibmaschine (FsM)
- Tonbandgerät (TBG)
(FsM und TBG werden beigestellt, gehören nicht zum Lieferumfang
P-161)

(2) Zusatzsatz (ZS) mit
- Adresspult (AP)
- Adresstafel (AT)

(3) Satz der örtlichen Benachrichtigung (SöB) mit
- Empfänger/Sender (ES)
- Stromversorgungsgerät (SVG)
- Endempfänger (EE)

4. Zweckbestimmung der wichtigsten Einzelgeräte
(1) Der Hauptsatz ist bestimmt für
- Bildung der Kommandos der Warnung/Alarmierung und ihre Über-
  tragung an die niedere Führungsebene,
- Steuerung des Zusatzsatzes (wenn mit aufgebaut),
- Abzweigung der Übertragungskanäle für die Zeit der Übertragung
  der Kommandos (je Richtung 3 Kanäle möglich),
- Empfang und Fixierung der Kommandos von der höheren Führungs-
  ebene,
- Bildung und Übertragung der automatischen und Handbetätigung
  auf ein erhaltenes Kommando,
- Übertragung der Signale ALARM und ÜBERPRÜFUNG im Netz der
  örtlichen Benachrichtigung (über SöB).

(2) das Kommandopult ist bestimmt für
- Steuerung des Haupt- und Zusatzsatzes,
- Auswahl der zu übertragenden Kommandos Nr. 1 bis 10,
- Festlegung der Art der Übertragung (zirkular, nach Programm,
  ohne Weiterleitung),
- Registrierung und Anzeige des empfangenen Kommandos,
- Handbetätigung an höhere Führungsebene über Erhalt eines
  Kommandos.

(3) Das Sprechpult ist bestimmt für
- Übermittlung/Empfang mündlicher Informationen mit Einsatz von
  Mikrofon oder Tonbandgerät (nur von oben nach unten).

(4) Die Kommandotafel ist bestimmt für
- optische und akustische Anzeige des ausgelösten Kommandos.
  (Installation im Dienstzimmer des Kommandeurs, im Führungs-
  zentrum oder bei anderen DH möglich).

(5) Die Fernschreibmaschine ist bestimmt für
- Ausdrucken des dem Kommando zugeordneten Buchstabencodes
  (Anlage 1),
- Senden/Empfang/Ausdrucken fernschriftlich übertragener Infor-
  mationen bei Kommando 2 oder 9.

(6) Das Tonbandgerät ist bestimmt für
- Senden vorbereiteter mündlicher Informationen von oben nach
  unten bei Kommandos 2 oder 9 (TBG 1),
- Aufzeichnung mündlicher Informationen, die von der höheren
  Führungsebene übermittelt werden (TGB 2).

(7) Der Zusatzsatz ist bestimmt für
- Kommandoübertragung in 10 verschiedenen Richtungen, in Verbin-
  dung mit dem Hauptsatz,
  (Zum ZS gehören Adressenpult AP und Adressentafel AT).

(8) Das Adressenpult ist bestimmt für
- Anschaltung der 10 angeschlossenen Richtungen und optische
  Anzeige der Anschaltung,
- optische Anzeige der automatischen und Handbetätigungen der
  Richtung
- optische Anzeige der Kanalabzweigung.

(9) die Adressentafel ist bestimmt für
- optische und akustische Anzeige der alarmierten Richtungen,
- optische Anzeige der Bestätigungen der Richtungen.
(Installation im Dienstzimmer des Kommandeurs, im Führungszen-
trum oder bei anderen Diensthabenden möglich).

(10) Der Satz der örtlichen Benachrichtigung ist bestimmt für
- Übertragung der Signale ÜBERPRÜFUNG und ALARM über spe-
  ziell für das System P-161 geschaltete direkte Leitungen am
  Endempfänger.
Der Satz besteht aus den Empfänger/Sender (ES), Stromversorgungs-
gerät (SVG) und 10 Endempfängern (EE).

(11) der Empfänger/Sender ist bestimmt für
- Empfang der Kommandos von der höheren Führungsebene und Aus-
  lösung der Signale ÜBERPRÜFUNG oder ALARM an den ange-
  schlossenen Endempfängern,
- optische Anzeige der Handbetätigung der angeschlossenen Teil-
  nehmer (EE),
- Übermittlung der Handbetätigung an die nächsthöhere Führungs-
  ebene.

Der Empfänger/Sender kann unabhängig vom Hauptsatz zur örtlichen
Alarmierung genutzt werden. Die Signalübertragung kann an ausge-
wählten Teilnehmer (Eintasten von Hand) oder an alle 10 ange-
schlossenen Teilnehmer gleichzeitig (zirkular) erfolgen.

Sollen bei Eintreffen eines Kommandos von der höheren Führungs-
ebene bzw. beim Senden eines Kommandos an die niedere Führungs-
ebene die an den Satz der örtlichen Benachrichtigung angeschlos-
senen Teilnehmer nicht alarmiert werden, so ist der Empfänger/
Sender des Satzes der örtlichen Benachrichtigung durch Abschal-
ten seiner Stromversorgung außer Betrieb zu setzen.

(12) Der Endempfänger ist bestimmt für
- optische und akustische Anzeige der empfangenen Signale
  ÜBERPRÜFUNG bzw. ALARM,
- Übermittlung der Handbetätigung an den Empfänger/Sender des
  Satzes der örtlichen Benachrichtigung,
- Signalübertragung auf zusätzliche Alarmierungseinrichtungen
  mit eigener Stromversorgung (Hupen, Transifone), wenn erfor-
  derlich.

5. Eigenüberprüfung der Geräte

Ar-
beits-
schritt
Bedienelement/
Schalterstellung
Signalisation/
Ereignis
Bemerkungen
(1) Kommandopult (KP)
1CETЬ
Kontrollampe
leuchtet
Sichtkontrolle
2ПPOBEPKA
Deckel öffnen
3ЛAMПЫ/ЗBУK
drücken
Alle Lampen,
außer CЦB
leuchten; un-
terbrochene Ton-
signalisation
 
(2) Sprechpult (SP)
1CETЬ
Kontrollampe
leuchtet
Sichtkontrolle
2PEГ.УPOBHЯ
auf rechten An-
schlag
so stehen lassen!
3ПPOBEPKA I
drücken
Pfeifton;
Meßinst.
schlägt nach
rechts aus
Umschalter in
Stellung
MИKPOФOH
4ПPOBEPKA 2Pfeifton;
ПPИEM- und
ПEPEДAЧA-
Lampen leuchten
5ПEPEДAЧA
drücken
ПEPEДAЧA-
Lampe leuchtet;
FsM läuft an
Lampe und FsM
aus
6CБPOC
drücken
 
(3) Adressenpult (AP)
1П.Л.
Deckel öffnen
2Taste drückenAlle Lampen
leuchten
 
(4) Satz örtliche Benachrichtigung, Empfänger/Sender (ES)
1KOHTP.ЛAMП
drücken
Alle Lampen
leuchten
2CБPOC
drücken
Feld ПPOBEPKA
leuchtet;
Tonsignali-
sation ein;
Lampe ПП am KP
leuchtet;
ПOДTBEPЖДEHИE-
Lampe am ES
leuchtet
 
(5) Endempfänger (EE)
1CETЬ
Kontrollampe
leuchtet
Sichtkontrolle
2ПOДTBEPЖДEHИE
drücken
nur nach Erhalt
eines Signals!
 
(6) Kommandotafel (KT)
1ПPOBEPKA
Deckel öffnen
2Taste drückenAlle Lampen
;leuchten; Ton-
signalisation
ein
Beim Loslassen
der Taste er-
löschen die Kdo-
lampen; Leucht-
feld TPEBOГA und Tonsignali-
sation bleiben
eingeschaltet
3ЗBУK OTKЛ.
drücken
Leuchtfeld
TPEBOГA
und Tonsig-
nalisation
aus
 
(7) Adressentafel (AT)
1ПPOBEPKA ЛAMП
Deckel öffnen
2Taste drückenAlle Lampen
leuchten
 
6. Überprüfung des Alarmierungssystems
(Beispiel: Hauptsitz mit 1 Zusatzsatz)
 
(1) Übertragung des Kommandos 10
1KOMAHДЫ
Taste 10 drücken
Kdo-Lampe 10 am
KP leuchtet
2AДPEC
ЦИPKУЛЯPHЫЙ
drücken
Alle 10 Richtungs-
lampen am AP
leuchten
3PETPAHCЛAЦИЯ
ЦИPKУЛЯPHO bzw.
БEЗ PETP.
drücken
zugehörige Lampe
leuchtet
entspr. der be-
fohlenen Art der
Weiterleitung
4ПУCK
Deckel öffnen
5Taste drückenTonsignali-
sation ein;
OTБOP KAHAЛOB-
Lampe am AP ein;
FsM schreibt
Kodogramm;
SöB (ES) löst
Alarm aus;
TPEBOГA-
Leuchtfeld am
ES leuchtet
Kdo. 10 wird
übertragen

Eintreffen der
Bestätigungen von
den EE am ES kon-
trollieren!
6PУЧ. ПOДTB.
am KP drücken
Tonsignali-
sation aus
7ABTOMATИЧECKOE
und/oder
PУЧHOE ПOДTB.-
Lampen am AP
leuchten nach-
einander auf;
Richtungslampen
aus;
OTБOP KAHAЛOB-
Lampe aus;
Kontrolle des
Eintreffens der
automat. und Hand-
bestätigungen
aller angeschlos-
senen Teilnehmer!
Endstand:
PУЧH. ПOДTB.-
Lampen aller
Teilnehmer (Rich-
tungen) leuchten;
OTБOP KAHAЛOB-
Lampe aus;
Richtungslampen
aus
8CБPOC
am KP drücken
Alle Lampen außer
CETЬ
erlöschen
Leuchtfeld
TPEBOГA
und Bestätigungs-
lampen am ES
bleiben an!
Merke:
1. Wurde ein falsches Kommando, eine falsche Adresse oder eine
   falsche Art der Weiterleitung gewählt, so ist vor dem Start
   die Taste CБPOC zu drücken und erneut zu beginnen.
2. Vor Eingabe eines neuen Kommandos müssen alle Teilnehmer
   (Richtungen) abgeschaltet sein!
   (Kanalabzweiglampe aus!)
3. Der Kreis der örtlichen Benachrichtigungen wird mit Übertragung
   des Kommandos 1 (Entwarnung) automatisch abgeschaltet.
 
(2) Übertragung des Kommandos 2 (9)
1KOMAHДЫ
Taste 2 (9)
drücken
Kdo-Lampe 2 (9)
leuchtet
2AДPEC
ЦИPKУЛЯPHЫЙ
drücken
Alle 10 Rich-
tungslampen am
AP leuchten
3PETPAHCЛЯЦИЯ
ЦИPKУЛЯPHO bzw.
БEЗ PETP.
drücken
zugehörige
Lampe leuchtet
Achtung!
Kdo 2 zirkular,
Kdo 9 nur ohne
Weiterleitung
möglich
4ПУCK
Deckel öffnen
5Taste drückenTonsignali-
sation ein;
OTБOP KAHAЛOB-
Lampe am AP
leuchtet;
FsM schreibt
Kodogramm
Kdo 2 (9) wird
übertragen
6PУЧH. ПOДTB.
drücken
Tonsignali-
sation aus
7ABTOMATИЧECKOE
und/oder
PУЧHOE ПOДTB.-
Lampen am AP
leuchten nach-
einander auf;
Richtungslampen
aus;
OTБOP KAHAЛOB-
Lampe aus
Kontrolle des
Eintreffens der
automat. und
Handbetätigungen
aller angeschlos-
senen Teilnehmer!
8MИKPOФOH/
ДИKTOФH

Umschalter in
erforderliche
Betriebsart
Mikrofon bzw.
Tonbandgerät
zum Senden
vorbereitet
Achtung!
In Stellung
MИKPOФOH
werden alle Raum-
geräusche mit
übertragen
9ПEPEДAЧA
drücken
ПEPEДAЧA-
Lampe leuchtet;
Richtungslampen
ein;
FsM läuft an;
Mikrofon be-
triebsbereit
bzw. TBG läuft
an
10Informations-
übertragung zur
Kontrolle der
Verbindungen
Meßinstrument
zeigt Mikro-
fonstrom an
(Zeigeranschlag
bis Skalenmar-
kierung)
Zählen von 1 bis
10 über Mikro;
Prüftext mit FsM
senden
11CБPOC
drücken
Alle Lampen außer
CETЬ
erlöschen;
FsM und TBG aus
Ende der Über-
tragung des Kdos
2 (9)
 
(3) Übertragung des Kommandos 1
1KOMAHДЫ
Taste 1 drücken
Kdo-Lampe 1
am KP leuchtet
2AДPEC
ЦИPKУЛЯPHЫЙ
drücken
Alle 10 Rich-
tungslampen am
AP leuchten
weiter Handlungen wie unter (1) Arbeitsschritt 3 bis 7
8CБPOC
am KP drücken
Alle Lampen außer
CETЬ
erlöschen;
Leuchtfeld am
ES ПPOBEPKA
leuchten kurz-
zeitig, danach
alle Lampen aus
Ende der Über-
prüfung des
Systems

Teilnehmer melden
Hörbarkeit und
klaren Empfang des
Fernschreibprüf-
textes fernmünd-
lich an vorge-
setzten Dienst-
habenden
(Auslösenden)
Merke:

Wird das Entwarnungskommando (Kdo 1) in alle Richtungen im
Anschluß an das Kdo 2 (9) übertragen, so ist anstelle CБPOC
(Arbeitsschritt 11) sofort Kommando 1 zu drücken, danach ПУCK.
TBG und FsM schalten sich aus, Leuchtfeld TPEBOГA und die
Bestätigungslampen am ES erlöschen.
Nach Erhalt der Handbetätigungen aller Richtungen und Er-
löschen der Lampe OTБOP KAHAЛOB, abschalten durch drücken
der Taste CБPOC am KP.

7. Auslösen von höheren Stufen der Gefechtsbereitschaft
   (Beispiel: Hauptsatz mit 1 Zusatzsatz)

Die Tabelle enthält die Reihenfolge der Bedienhandlungen.
(Signalisation analog Ziffer 6)
Ar-
beits-
schritt
Bedienelement/Schalter-
stellung/Handlung
Bemerkungen
1KOMAHДЫ
Taste des entsprechenden
Kdos drücken
Kdo 3 - EG
Kdo 5 - GK
Kdo 7 - VG
2AДPEC
ЦИPKУЛЯPHЫЙ
bzw. Taster einzelner be-
fohlener Adressen drücken
3PETPAHCЛЯPHO
ЦИPKУЛЯHO bzw.
БEЗ PETP.
drücken
entsprechend der
befohlenen Art
der Weiterleitung
4ПУCK
Deckel öffnen
Kontrolle ob folgende
Lampen leuchten:
5Taste drücken- Kdo-Lampe
- Richtungslampen
- Art der Weiterleitung
Kdo. wird übertragen
6Kontrolle des Eintreffens
der automatischen und Hand-
bestätigungen aller alar-
mierten Richtungen
7Nach Eintreffen aller Hand-
bestätigungen, dem Erlöschen
der Richtungslampen und der
Kanalzweiglampe am AP
Übertragung zusätzlicher
mündlicher und/oder fern-
schriftlicher Informationen
analog Ziffer 6 (2)
8Beendigung der Informations-
übermittlung durch Übertragung
des Kdos 1
analog Anmerkung zu
Ziffer 6 (3)
9Nach Erhalt aller Handbe-
stätigungen
CБPOC drücken
8. Handlungen bei Eintreffen eines Kommandos
Ar-
beits-
schritt
Bedienelement/
Schalterstellung
Signalisation/
Ereignis
Bemerkungen
(1) Hauptsatz und Satz örtliche Benachrichtigung
 
1Lampe des Übertra-
genen Kdos am KP
leuchtet;
Tonsignalisation
ein;
FsM schreibt Kodo-
gramm;
SöB wird automat.
ausgelöst (außer
bei Kdo 2 und 9)
und überträgt das
Signal an die ange-
schlossenen EE;
ПPOBEPKA bzw.
TPEBOГA
Leuchtfeld am ES
leuchtet
Kodogramm mit
Tabelle ver-
gleichen!
12 der 15 Zei-
chen müssen
übereinstimmen!

ПPOBEPKA bei
Kdo 1
TPEBOГA bei
allen anderen
Außer 2 und 9)
2Bestätigungslampen
am ES leuchten
Kontrolle des
Eintreffens der
Bestätigung von
allen ange-
schlossenen EE
3PУЧH. ПOДTB.
am KP für ca.
5 Sekunden
drücken
Handbestätigung
wird an den Aus-
lösenden über-
tragen;
Tonsignalisation
am KP aus
Taste bestätigen
nach Kontrolle
des Eintreffens
aller Bestäti-
gungen der ange-
schlossenen EE,
jedoch innerhalb
von 3 Min nach
Eintreffen des Signals!
4ПPИEM am SP
leuchtet;
TBG zur Infor-
mationsaufzeich-
nung läuft an;
FsM läuft an
bei Kdo 2 oder 9
Empfang mündl.
und/oder fern-
schriftlich In-
formationen von
der höheren Füh-
rungsebene
5CБPOC am ES
drücken
Alle Lampen am ES
erlöschen;
Tonsignalisation
am ES aus
Ende der Signal-
übertragung an
die EE
6CБPOC am KP
drücken
Alle Lampen außer
CETЬ erlöschen
Nach Beendigung
der Übertragung
durch Senden des
Kdo 1 von der
höheren Führungs-
ebene
 
(2) Satz örtliche Benachrichtigung (ES)
1Leuchtfeld
ПPOBEPKA oder
TPEBOГA
leuchtet;
Tonsignalisation
ein;
Signal wird an
EE weiter über-
tragen
2Bestätigungslampen
der angeschlossenen
Teilnehmer leuchten
Kontrolle des
Eintreffens der
Bestätigung von
allen angeschlos-
senen EE
3ПOДTBEPЖДEHИE
drücken
Bestätigung wird
an Auslösenden
übertragen
4ЗBУK
drücken
Tonsignalisation
am ES aus
5Alle Lampen ausautomatische Ab-
schaltung durch
Signal vom aus-
lösenden Haupt-
satz
 
(3) Endempfänger (EE)
1ПPOBEPKA bzw.
TPEBOГA
Leuchtfeld leuch-
tet;
Tonsignalisation
ein;
2ПOДTBEPЖДEHИE
drücken
Bestätigung wird
an ES übertragen
3Leuchtfeld und
Tonsignalisation
aus
automatische Ab-
schaltung durch
Signal vom aus-
lösenden ES

Anlage 1
Codetabelle
Kdo Nr.Zirkularnach Programmohne Weiterleitung
 I
X M Г П Ф A Ж Д K X У Л A Д П
T Й O C M Л П Д Й X Ф Л Ж E У
M Л Ж E K T K O У X A Л Д Д X
 2
C Г Г C C Г Л Ф E Ж T У O Й X
E Ф O П X Й Г Ф C Ж Г У C A Г
Ф X Ж Л У Д A M Д Ж X У Л Й Д
 3
C T Г O Ф X П Г A Ф E П T Й T
E У o Й M C Ж Г У Ф Й П Ф A Ж
Ф Ж Ж K K У У Й Й Ф C П Г Й Ф
 4
C X Г Л Ф Д Ж X У Г A C E Г O
E A O E M O П X A Г Д C M Л П
Ф Г Ж C K Г K C K Г У C Й Г C
 5
C Ж Г K C У Г A C Д Л X Д Г M
E Д O M X П Л A E Д O X X Л Л
Ф T Ж O У X Й Л Ф Д П X A Г E
 6
П C Й Г Ф Ф Ж Ж У У Й Й C Ф Г
Л Л Д Д M M П Ж A У E Й O C X
Ж Й K Ф K Ж K K K У K Й K Ф У
 7
П K Й У C A Г Д C X Г Г Ф Ф Ж
Л O Д X X Л Л Д E X T Г T C T
Ж E K T У T Й O Ф X Ж Г У Ф A
 8
П Й Й Ф C Ж Л У E A O Д M M П
Л M Д Ж X K Г У C A Л Д E X O
Ж C K Г У Ф A П Д A M Д П M Й
 9
У A Й Д C X Л Г Д Ф M Ж Ж K У
A X Д Г X C Г Г Ф Ф П Ж A У Д
K Ф K Ж У У A Й E Ф O Ж X K Г
10
У У Й A C Д Г X Ф Г Ж Ф K Ж K
A T Д T X O Л X Д Г X Ф Л П E
K Д K X У Г Й C C Г Г Ф C Ж Л

Kommandopult Anlage 2
P-161 Kommandopult
Sprechpult Anlage 3
P-161 Sprechpult
Adressenpult Anlage 4
P-161 Adressenpult
Empfänger/Sender (Satz örtl. Benachr.) Anlage 5
P-161 Empfänger/Sender
Endempfänger Anlage 6
P-161 Endempfänger
Kommandotafel Anlage 7
P-161 Kommandotafel
Adressentafel Anlage 8
P-161 Adressentafel
Lit.-Nr.: 4/87
MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG

A 040/1/414
Automatisiertes
Alarmierungssystem P-161
Hauptsatz

1987

NACHWEIS ÜBER EINARBEITUNG VON ÄNDERUNGEN
Nr.ÄnderungEinarbeitung
Inkraftsetzungstermin   Datum    Unterschrift     
 
 
 
 
 
 
 
 
 

NACHWEIS ÜBER ZUGANG/ABGANG
Lfd.
Nr.
Zugang
Blatt
Abgang
Blatt
  Bestand  
Blatt
Datum Signum
66Anfangs-
bestand
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Einführungsbestimmung zur A 040/1/414

Die Anleitung 040/1/414 Automatisiertes Alarmierungssystem P-161
Hauptsatz, Beschreibung, wird erlassen und tritt am 01. 02. 1987
in Kraft.


O. U., den 29. 09. 1986              Chef Nachrichten

Ag 117/I/19190-6


Inhaltsverzeichnis
                                                          Seite
          Übersichts- und Einführungsteil                    1
1.        Bestimmung                                         6
2.        Bestandteile                                       7
3.        Konstruktiver Aufbau                               9
4.        Hauptgestell                                      12
4.1.      Allgemeines                                       12
4.2.      Geber                                             12
4.2.1.    Übersichtsschaltplan                              12
4.2.2.    Grundfrequenzeinschub                             15
4.2.3.    Informationseingabe                               26
4.2.4.    Informationsausgabe zum Kommandopult KP           33
          und zur Kommandotafel KT
4.2.5.    Senden/Weiterleiten von Kommandos                 40
4.2.6.    Informationsausgabe zur Fernschreibmaschine       43
4.2.7.    Empfangen der Kommandos und Senden der            46
          Bestätigung
4.2.8.    Steuern des Satzes örtliche Benachrichtigung      49
          sowie der Geräte SCW und GO
4.2.9.    Senden fernmündlicher und fernschriftlicher       52
          Informationen
4.2.10.   Senden der Bestätigung über Funk                  53
4.2.11.   Kopplung des Gebers mit dem Adressenverteiler     53
          AR des Zusatzsatzes
4.2.12.   Überführen des Gebers in den Ausgangszustand      54
4.2.13.   Eigenüberprüfung                                  55
4.3.      Empfänger                                         56
4.3.1.    Übersichtsschaltplan                              56
4.3.2.    Integration verzerrter Zeichen                    62
4.3.3.    Herstellen der Phasengleichheit                   67
4.3.4.    Erkennen und Bewerten eines unverzerrten          69
          Abschnitts in der Zeichenfolge
4.3.5.    Bereitstellen einer 7stelligen Kodekombination    76
5.        Kanalabzweiggestell SOK-1                         78
5.1.      Allgemeines                                       78
5.2.      Modulator                                         79
5.2.1.    Übersichtsschaltplan                              79
5.2.2.    Senden frequenzmodulierter Informationen          81
5.2.3.    Verstärker des Einschubs M2                       84
5.3.      Demodulator                                       84
5.3.1.    Übersichtsschaltplan                              84
5.3.2.    Einschub DM2                                      87
5.3.3.    Einschub DM1                                      87
5.4.      Kanalabzweigblock BOII                            89
5.4.1.    Allgemeines                                       89
5.4.2.    Fernsprechabzweigeinschub TF1                     89
5.4.3.    Fernschreibabzweigeinschub TG1                    92
5.4.4.    Filterblock BFII                                  95
6.        Stromversorgungsgestell SP-1                      96
6.1.      Allgemeines                                       96
6.2.      Stromversorgungseinschub BPO                      99
6.3.      Stromversorgungseinschub BPS                     105
6.4.      Stromversorgungseinschub BPL                     108
7.        Sprechpult RP                                    112
7.1.      Übersichtsschaltplan                             112
7.2.      Empfangen fernmündlicher Informationen           115
7.3.      Senden fernmündlicher Informationen              116
7.4.      Eigenüberprüfung                                 117
8.        Kommandopult KP                                  118
9.        Pult GO                                          119
10.       Kommandotafel KT                                 119
11.       Wirkungsweise                                    120
11.1.     Allgemeines                                      120
11.2.     Empfangen fernschriftlicher Informationen        121
11.3.     Empfangen von Kommandos über den Fernsprech-     122
          kanal
11.4.     Senden, Empfangen und Weiterleiten fern-         122
          schriftlicher Informationen
11.5.     Senden, Empfangen und Weiterleiten fern-         124
          mündlicher Informationen

Anlagen:
1         Bilder 3, 7, 9 und 12                            129
2         Bilder 13, 15, 19 und 20                         130
3         Bilder 21, 28, 29 und 30                         131


1. Bestimmung

Das automatische Alarmierungssystem P-161 (nachfolgend Gerätesatz
P-161) gewährleistet die automatische Alarmierung der angeschlosse-
nen Teilnehmer über mehrere Führungsebenen unter Nutzung bestehen-
der direkter Draht-, Richtfunk- oder Funkverbindungen.
(In der NVA werden nur Drahtverbindungen genutzt.)
Der Hauptsatz ist bestimmt für
a) das Aufbereiten der Kommandos der Warnung/Alarmierung sowie
   ihrer Übertragung an nachgeordnete Führungsebenen in den
   Weiterleitungsarten zirkular(ЦИPKУЛЯPHO), nach Programm
   (ПPO ПOГPAMME) oder ohne Weiterleitung (БEЗ. PETP.),
b) das Steuern des Zusatzes, wenn dieser entfaltet wurde,
c) das Abzweigen von Nachrichtenkanälen für die Zeit der Über-
   tragung der Kommandos,
d) das Empfangen, Speichern und Auswerten von Kommandos der
   nächsthöheren Führungsebene,
e) das Aufbereiten und Senden/Übertragen der Bestätigungssignale
   (automatisch, Handbetätigung) für empfangene Kommandos,
f) das Senden/Übertragen der Signale TPEBOГA und ПPOBEPKA
   im Netz der örtlichen Benachrichtigung.
P-161 Schema der Alarmierung
Bild 1. Schema der Organisation der Alarmierung
BЗ - nächsthöhere Führungsebene; ПЗ (ПЗI, ПЗ2, ...) - mittlere Füh-
rungsebene; OЗ - nachgeordnete Führungsebene

Die Übertragung von 10 verschiedenen Kommandos, von denen 2 für
die zusätzliche Übertragung fernmündlicher oder fernschriftlicher
Informationen zu nachgeordneten Führungsebenen vorgesehen sind,
ist möglich. Das KOMMANDO 1 gilt als Überprüfungs- (ПPOBEPKA)
oder Entwarnungssignal (OTБOЙ).
Wird das KOMMANDO 2 oder KOMMANDO 9 ausgelöst, werden die Nach-
richtenkanäle für die Zeit der fernmündlichen oder fernschrift-
lichen Informationsübertragung vom Nutzer abgeschaltet. Es wird
kein Alarmsignal an den Sätzen der örtlichen Benachrichtigung (SöB)
und an den Endempfängern ausgelöst.
Die Nachrichtenkanäle werden für die Zeit des Übertragens der
Kommandos der Warnung/Alarmierung sowie des Empfangs der Bestäti-
gungssignale automatisch geschaltet und anschließend dem Haupt-
nutzer wieder übergeben. Die Schaltzeit zum Übertragen der Komman-
dos der Warnung/Alarmierung überschreitet, bei 10 angeschlossenen
Teilnehmern (Richtungen), nicht 3 min.
Sowohl beim Übertragen (Senden) als auch beim Empfang von Kom-
mandos der Warnung/Alarmierung wird ein akustisches Signal (Ton-
signalisation) erzeugt; das Kommando wird optisch an der Kommando-
tafel dargestellt und mit Hilfe der angeschlossenen Fernschreibma-
schine dokumentiert.
Die hohe Zuverlässigkeit und Störsicherheit der zu übertragenen
Kommandos der Warnung/Alarmierung wird durch das Verwenden eines
zyklischen Kodes (15, 11) zum Kodieren derselben gewährleistet.
Die mehrfache Wiederholung der zu übertragenen Kommandos, die
Doublierung der Nachrichtenkanäle in jede Richtung und das Über-
tragen der Bestätigung des empfangenen Kommandos automatisch oder
von Hand tragen wesentlich zum Erhöhen der Zuverlässigkeit im
System der Warnung/Alarmierung bei.


2. Bestandteile

Die dem Hauptsatz (Bild 2) zugeordneten Geräte/Einschübe/Blöcke/
Pulte sind aus Tabelle 1 ersichtlich. Die Anordnung derselben er-
folgt in Gestellen:
a) Hauptgestell 1 (OS-1)
b) Stromversorgungsgestell 1 (SP-1)
c) Kanalabzweiggestell 1 (SOK-1)
Die Bau- und Stromlaufpläne des Hauptsatzes sind der Dokumentation
des Herstellers zu entnehmen. Diesbezügliche Verweise sind in den
jeweiligen Abschnitten dieser Anleitung enthalten.
P-161 Anordnung der Einschübe
Bild 2 Anordnung der Geräte/Einschübe/Blöcke/Pulte des Hauptsatzes
       in den Gestellen

Tabelle 1 Geräte/Einschübe/Blöcke/Pulte des Hauptsatzes
Gerät/
Einschub/
Block/Pult
BenennungKurzbezeichnungGestell
russischdeutschOS-1SP-1SOK-1
P161-14GeberДD1
P161-15EmpfängerПMPM3
P161-20FunkverteilerPPRR1
P161-2ModulatorMM1
P161-3ModulatorMM1
P161-25DemodulatorДMDM2
P161-12KanalabzweigblockБOIIBOII1
P161-6FilterblockБФIIBFII1
P161-8Hauptstrom-
versorgungseinschub
БПOBPO1
P161-9Signalstrom-
versorgungseinschub
БПCBPS1
P161-7Linienstromver-
sorgungseinschub
БПЛBPL1
P161-1SprechpultRP
P161-16KommandopultKP
P161-24KommandotafelKTKT
P161-18ZV-PultПГOPGO/GO

3. Konstruktiver Aufbau

Der Hauptsatz kann in nachstehende Funktionseinheiten unterteilt
werden:
a) Pulte und Tafeln;
b) Logikblöcke (Geber, Empfänger, Funkverteiler),
c) Kanalabzweiggestell (Modulator, Demodulator, Kanalabzweig-
   blöcke),
d) Stromversorgungseinschübe (BPO, BPS, BPL).
Die Abmessungen und Masse der Gestelle OS-1, SOK-1 und SP-1 sowie
der Pulte RP, KP, GO und der Kommandotafel KT sind wie folgt:
                     Abmessungen      Masse
                     in mm         in kg
a) Gestell OS-1      1115 x 490 x 380  85
b) Gestell SOK-1     840  x 360 x 415  50
c) Gestell SP-1      1285 x 360 x 430  85
d) Sprechpult RP     175  x 525 x 235   9,5
e) Kommandopult KP   175  x 515 x 415  12
f) Pult GO           175  x 525 x 225   5
g) Kommandotafel KT  250  x 410 x 160  55

Die Bauelemente der Baugruppen der Geräte/Einschübe und Blöcke sind
weitestgehend auf Platinen (П) angeordnet. Sämtliche Bedien- und
Anschlußelemente sind auf die Frontplatte bzw. die Gehäuseseiten-
wände oder -rückwand herausgeführt. Die elektrische Verbindung wird
über Steckverbinder und/oder Kabelbäume gewährleistet.
Die Bedienelemente auf den Frontplatten der Geräte und Einschübe
des Hauptsatzes sind wie folgt benannt:
a) Kommandopult KP
- Signallampen/Leuchtfelder
KOMAHДЫ I-IOKommandoanzeige (gelb)
CETЬNetz (grün)
ABAPИЯHavarie (rot)
PETPAHCЛЯЦИЯWeiterleitung (gelb)
ЦИPKУЛЯPHOZirkular
ПO ПPOГPAMMEnach Programm
БEЗ. PETP.ohne Weiterleitung
ПEP./ПP (ПП)
(CЦB)
Senden/Empfang(gelb)
Zivilverteidigung (gelb)
PAДИOCETЬFunknetz
- Tastschalter
AДPEC ЦИPKУЛЯPAdresse zirkular
AДPEC ПO ПPOГPAMMEAdresse nach Programm
ЦИPKУЛЯPHOWeiterleitung zirkular
ПO ПPOГPAMMEWeiterleitung nach Programm
БEЗ PETP.Weiterleitung ohne weitere
Übertragung
ПУCKStart
PУЧH. ПOДTBEPЖДEHИEHandbetätigung
BKЛ. ППSender/Empfänger EIN
OTKЛ. ППSender/Empfänger AUS
BKЛ. CЦBZivilverteidigung EIN
OTKЛ. CЦBZivilverteidigung AUS
KOMAHДЫ I-I0Kommando 1 - 10
ПPOBEPKASchaltfeld Überprüfung
CБPOCLöschen
PAДИOCETЬ BKЛ./OTKЛ.Funknetz Ein/Aus
- Tastschalter unter der Abdeckung
ЛAMПЫИ/ЗBУK.Lampen/Ton
ПУCKStart
- Stufenschalter unter der Abdeckung
PEЖИM PAБOTЫBetriebsartenschalter
  PAБOTABetrieb
  ДGeber
  APAdressverteiler
  ПMEmpfänger
ПPИEMHИKEmpfänger
I, 2, 3, 4, и. 51, 2, 3 und 4/5 (Schalt-
stellungen
KOДOГPAMKodogramm
HOPM.Richtig
ЛOЖH.Falsch
b) Kommandotafel KT
- Signallampen/Leuchtfelder
KOMAHДЫ I-I0Kommandoanzeige 1 ... 10
(gelb)
TPEBOГAAlarm
- Tastschalter
ПPOBEPKAÜberprüfung
ЗBУK. OTKЛ.Ton aus
- Buchse für Fernbedienung
ЗBУK. OTKЛ.Ton aus
c) Sprechpult
- Signallampen
ПPИEMEmpfang
ПEPEДAЧASenden
ABAPИЯHavarie
CETЬNetz
- Tastschalter
MИKPOФOH/ДИKTOФOHMikrofon/Tonbandgerät
CETЬ/OTKЛ.Netz/Aus
- Meßinstrument
KOHTPOЛЬ ПEPEДAЧИ PCSendepegel
- Regler
PEГ. УPOBEHЬLautstärkeregler
d) Kanalabzweiggestell
- Einschübe
TГИFernschreibabzweigeinschub
1. Kanal
MIModulator M1
MKЗModulator MK3
- Signallampe
HИЗKИЙ УPOBEHЬPegelabfall
- Regler
TOK ЛИHИЙLinienstrom
ЧУBCTBИT.Empfindlichkeit
BЫXOДHOЙAusgangsleistung
-Schalter
PEЖИM MOД.Arbeit des Modulators
PAБOTABetrieb
ПPOBEPKAÜberprüfen Pegelabfall
HAЖATИEStrom (gedrückt)
OTЖATИEKein-Strom (nicht gedrückt)
TЧKWechsel
e) Stromversorgungseinschübe
- Signallampen
ABAPИЯHavarie
PEЗEPBReserve
- Kippschalter
CETЬNetz
- Schalter
KOHTPOЛЬKontrolle

4. Hauptgestell

4.1. Allgemeines

Die Geräte/Einschübe/Blöcke des Hauptgestells (Gestell OS-1) ge-
währleisten
a) das Aufbereiten von Taktfrequenzen für den Adressenverteiler,
b) das Speichern empfangener und zu übertragener Kommandos,
c) das Formieren des Kodogramms für Kommandos und für das
   Bestätigungssignal,
d) das Steuern der Kanalabzweigblöcke BO beim Übertragen des
   Bestätigungssignal (Empfang von Kommandos),
e) das Anlegen der empfangenen und zu übertragenen Signale an das
   Kommandopult, die Kommandotafel und an die Fernschreibmaschine,
f) das Steuern des Blocks für den Zirkularruf (Block SCW) sowie
   des Geräts der Warnung GO (CЦB, УДУФ, 5Ф88, ПI60).


4.2. Geber

4.2.1. Übersichtsschaltplan

Der Geber (Bild 1) gewährleistet das Bereitstellen von Taktimpulsen
sowie das Speichern und Auswerten von Informationen und deren Wei-
terleitung zur Fernschreibmaschine und zur Kommandotafel.
Folgende Funktions- und Baugruppen sowie Einrichtungen sind be-
standteil des Gebers:

a) Grundfrequenzeinschub,
b) Operationsspeicher
c) Anpaßeinrichtung,
d) Vergleichsschaltung,
e) Analysator,
f) Löschschaltung,
g( Phasenschaltung,
h) Informationsregister,
i) Kommandodekoder,
k) Dekoder des Weiterleitungsmerkmals,
l) Ausgangseinrichtung,
m) Dekoder für das Entwarnkommando (OTБOЙ),
n) Schalteinrichtung zur Informationsausgabe,
o) Schalteinrichtung zum Steuern der Kanalabzweigblöcke
p) Schalteinrichtung zum Steuern des Sprechpultes
q) Schalteinrichtung zum Steuern des Funkverteilers,
r) Schalteinrichtung zum Steuern der Fernschreibmaschine,
s) Baugruppe zum Formieren des Bestätigungssignals.
Die zum Senden vorgesehene Information (Kommando, Weiterleitungs-
artmerkmal, Zirkular- oder Programmadresse) wird vom Kommandopult
- bei Fernbedienung vom Gerät P-157 - über die Anpaßeinrichtung dem
Operationsspeicher des Gebers zugeführt.
Das jeweilige empfangene Kommando wird nach entsprechender Auswer-
tung durch die Baugruppe Analysator und die Vergleichsschaltung
in Operationsspeicher gespeichert.
Nicht definierte Kodekombinationen werden durch die Baugruppe
Analysator erkannt und blockiert, so daß keine weitere Auswertung
derselben möglich ist.
Die Vergleichsschaltung gewährleistet den stellenweisen Vergleich
des empfangen Kommandos mit der im Operationsspeicher gespei-
cherten Information. Ein neues Kommando wird erkannt, wenn wenig-
stens ein Unterscheidungskennzeichen (Potentialunterschied) zwi-
schen der gespeicherten Information und dem empfangenen Kommando
vorliegt.
Der Löschschaltung wird in diesem Fall eine Signalspannung zuge-
führt. Das in dieser Baugruppe formierte Signal bewirkt das Lö-
schen der im Operationsspeicher gespeicherten Information sowie
das Einschreiben einer neuen Information.
Der Inhalt des Operationsspeichers wird in das Informationsregi-
ster, das als rekurrentes Register ausgeführt ist, geschrieben.
Es ermöglicht die Darstellung einer Information, die 15 Zeichen
umfaßt.
In der Einrichtung zur Informationsausgabe wird der Inhalt des
Informationsregisters mit der phasierten Impulsfolge (15 Zeichen),
die das Phasenregister generiert, nach dem Modul 2 summiert.
Die Summenfolge nach den Dekoder OFT, der den Betrieb des Haupt-
satzes ohne Unterbrechung bei zufälligen Invertierungen des Kodo-
gramms im Nachrichtenkanal gewährleistet, wird dem Kanalabzweig-
block BO (БO) zugeführt. Die zu übertragende Impulsfolge/Informa-
tion wird weiterhin an die Einrichtung zum Steuern der FsM ange-
legt. Sie gewährleistet sowohl das Einschalten der FsM als auch
das entsprechende Umsetzen der Information in die äquivalente
Start-Stop-Kombination für die FsM.
Die im Informationsregister eingeschriebene Information (Kommando
oder Weiterleitungsmerkmal) wird im zugeordneten Dekoder dechiff-
riert und optisch am Kommandopult KP sowie an der Kommandotafel KT
angezeigt. Über die diesen Dekodern nachgeschaltete Augangsein-
richtung werden ebenfalls der Geräte der Warnung (CЦB, УДУФ, 5Ф88,
ПI60) gesteuert.
Bei Empfang eines Kommandos und der Auswertung desselben durch den
Analysator wird eine entsprechende Signalspannung an die Kanalab-
zweigblöcke angelegt, die bewirkt, daß die Kanäle der Teilnehmer
an den Hauptsatz angeschaltet werden. Nach der entsprechenden Ka-
nalschaltung wird durch die Baugruppe zum Formieren des Bestäti-
gungssignals das Signal ПOДTBEPЖДEHИE formiert.
Wurde ein Kommando über Funk empfangen, wird über die Einrichtung
zum Steuern des Funkverteilers und den Funkverteiler RR selbst
das Senden des Signals ПOДTBEPЖДEHИE gewährleistet.
Sollen fernmündliche oder fernschriftliche Informationen übertragen
werden, wird vor dem das Kommando 2 bzw. 9 gesendet/empfangen; nach
Auswertung desselben erfolgt das automatische Umschalten der Nach-
richtenkanäle für die fernmündliche/fernschriftliche Informations-
übertragung (siehe A 040/1/417, Abschnitt 8.3.).
Das zirkular gesendete Kommando 1 wird ständig aus der phasierten
Folge von Entwarnungskommandos (OTБOЙ) generiert (Dekoder für Ent-
warnungskommandos). Es verhindert das zufällige Eingeben falscher
Kommandos in das Alarmierungssystem.


4.2.2. Grundfrequenzeinschub

Durch den Grundfrequenzeinschub werden Taktimpulse aufbereitet
und zum Steuern des Gebers Д, der Empfänger sowie des Adressen-
und Funkverteilers bereitgestellt. Die entsprechenden Baugruppen
sind auf Leiterplatten angeordnet, die sich in den Einsätzen ДI
und Д2 des Gebers Д befinden. Die Stromlaufpläne derselben sind
der Dokumentation des Herstellers (Album Nr. 2, ПД3.05I.002 CxФ
bzw. ПД3.05I.003 CxФ) zu entnehmen.
Bestimmende Baugruppe des Grundfrequenzeinschubes ist der auf der
Leiterplatte ГK angeordnete Quarzgenerator 9,6 kHz, dem die Bau-
gruppe zum Formieren der Taktgeberimpulse (Leiterplatte ПII) nachge-
schaltet ist. Die jeweilig benötigten Taktfrequenzen werden durch
insgesamt 10 Frequenzteilerstufen (I bis X) aus der Grundfrequenz
9,6 kHz aufbereitet:
EinsatzFrequenzteilerTaktfrequenz (fAus in Hz
a) 9,6 kHzДI1:3I3200
1:2II16000
1:2III800
1:2IV400
1:4V100
1:2VI50
b) 9,6 kHzД21:15VII640
1:2VIII320
1:2IX160
1:5X32
Die Frequenzteiler arbeiten nach dem Prinzip eines Schieberegi-
sters.

Der Frequenzteiler 1:3 (I) wird durch die Trigger Tg1 bis Tg4 (Ein-
satz ДI) und die UND-Glieder Sp1 bis Sp8 gebildet.
Die entsprechenden (Register-)Zustände der Trigger Tg1 bis Tg4
sind aus Tabelle 2 ersichtlich.
Der Wechsel des Registerzustands (geradzahlig/ungeradzahlig) wird
durch Impulse der Baugruppe zum Formieren der Taktimpulse gewähr-
leistet:
a) ungeradzahliger in geradzahliger  Zustand Taktimpuls 1
b) geradzahliger in ungeradzahliger  Zustand Taktimpuls 2

Tabelle 2 Zustände der Trigger Tg1 bis Tg4 des Frequenzteilers
        1:3 (I)
RegisterzustandZustand der Trigger
Tg1Tg2Tg3Tg4
11000
21100
30111
40011
50001
60000
Befindet sich z. B. der Frequenzteiler 1:3 im Registerzustand 1
(Tg1 bis Tg4 im Zustand 1000), wird bei anliegendem Taktimpuls 1
vom Ausgang des UND-Gliedes Sp3 ein Spannungspotential 1 abge-
griffen; der Trigger Tg2 wird in den Zustand 1 überführt. Es ergibt
sich der Registerzustand 2(Tg1 bis Tg4 im Zustand 1100).

Anmerkung:
a) Der Zustand 1 eines Triggers Tg... liegt vor, wenn am linken
   Ausgang (Bild 4) desselben ein niedriger Spannungspegel und am
   rechten Ausgang ein hoher Spannungspegel anliegen.
b) Weiterführende Angaben/Aussagen zum Aufbau der Logik bei An-
   wendung der Module M-2K sind der Anlage 1 der Dokumentation
   des Herstellers (Zusatzsatz ПШI.270.003 T0) zu entnehmen.
P-161 Trigger
Bild 4 Momentzustand eines Triggers

Bedingt durch den Taktimpuls 2 wird von den Ausgängen der UND-Glie-
der Sp2, Sp5 und Sp7 das Spannungspotential 1 und der Trigger Tg1
in den Zustand 0 überführt. Es ergibt sich der Registerzustand 3
(Tg1 bis Tg4 im Zustand 0111).
Die Überführung des Frequenzteilers 1:3 in den Registerzustand 4
(Tg1 bis Tg4 im Zustand 0011) erfolgt wiederum durch den Takt-
impuls 1. Die Zustandsänderung des Triggers Tg2 wird durch das
Spannungspotential 1 am Ausgang des UND-Gliedes Sp4 bewirkt.
Die Registerzustände 5 und 6 werden durch die nachfolgenden ange-
legten Taktimpulse 2 und 1 bewirkt.
Aus dem Registerzustand 6 wird der Frequenzteiler 1:3 in den Re-
gisterzustand 1 zurückgesetzt durch den Ausgang des UND-Gliedes
Sp1 anliegende Spannungspotential 1. Die Überführung des Register-
zustandes wird durch den Taktimpuls 2 ausgelöst.
Das Zustandsdiagramm des Frequenzteilers 1:3 ist auf Bild 5 darge-
stellt.

Der Frequenzteiler 1:2 (II) wird durch die Trigger Tg5 und Tg6,
die UND-Glieder Sp9 bis Sp12 sowie die NAND-Gatter SpI1 und SpI2
gebildet. Das entsprechende Zustandsdiagramm ist aus Bild 5 er-
sichtlich; die Tabelle 3 beinhaltet die (Register-)Zustände der
Trigger Tg5 und Tg6.

Tabelle 3 Zustände der Trigger Tg5 und Tg6 des Frequenzteilers
          1:2 (II)
RegisterzustandZustand der Trigger
Tg5Tg6
101
211
310
400
Die Registerzustandsänderungen (Tg5, Tg6) werden durch entspre-
chende Spannungspotentiale, die von den Ausgängen der Trigger Tg1
bis Tg3 dem Register zugeführt werden, bewirkt:
a) ungeradzahliger in geradzahliger  Tg3, Spannungs-
                                     potential 1
b) geradzahliger in ungeradzahliger  Tg1, Spannungs-
                                     potential 1
                                     Tg2, Spannungs-
                                     potential 0

Über die NAND-Glieder SpI1 und SpI2 werden die für den Betrieb der
Empfänger benötigten Taktimpulse der Frequenz 1,6 kHz bereitge-
stellt. Zum Gewährleisten der Arbeit als Schieberegister wird je-
weils an einen Eingang der NAND-Glieder das Spannungspotential 1
vom Ausgang 1 des Triggers Tg3, an den anderen Eingang gegenphasig
das Spannungspotential von den Ausgängen des Triggers Tg6 angelegt.
P-161 Zustandsdiagramm
Bild 5 Zustandsdiagramme der Frequenzteiler 1:3 (I) und 1:2 (II)
Tg1 bis Tg4 - Frequenzteiler 1:3 (I); Tg5, Tg6 - Frequenzteiler
1:2 (II)

Der Frequenzteiler 1:2 (III) wird durch die Trigger Tg7, Tg8 und
die UND-Glieder Sp13 bis Sp16 gebildet. Im allgemeinen Aufbau und
in der Wirkungsweise ist er dem Frequenzteiler 1:2 (II) analog.
Das Einschreiben des Zustands 1 in den Trigger Tg8 erfolgt, wenn
diesem Spannungspotentiale sowohl vom Ausgang 1 des Triggers Tg3
als auch vom Ausgang 0 des Triggers Tg6 zugeführt werden. Der Trig-
ger Tg7 wird in den Zustand 1 überführt, wenn diesem das Spannungs-
potential 1 vom Ausgang 1 des Triggers Tg6 zugeführt wird.
Das Zustandsdiagramm des Frequenzteilers 1:2 (III) ist aus dem Bild 6
ersichtlich.
P-161 Zustandsdiagramm
Bild 6 Zustandsdiagramm der Frequenzteiler 1:2 (III) und 1:2 (IV)
Tg7, Tg8 - Frequenzteiler 1:2 (III); Tg9, Tg10 - Frequenzteiler
1:2 (IV)

Der Frequenzteiler 2:2 (IV) wird durch die Trigger Tg9, Tg10 und
die UND-Glieder Sp17 bis Sp20 gebildet.
Entsprechende Zustandsänderungen der Trigger werden durch die an-
gelegten Spannungspotentiale von den Ausgängen der Trigger Tg7,
Tg8 (Bild 6) bewirkt. Das Einschreiben des Zustands 1 in den Trig-
ger Tg10 erfolgt, wenn diesem das Spannungspotential sowohl vom
Ausgang 0 des Triggers Tg7 als auch vom Trigger Tg8 zugeführt wird.
Der Trigger Tg9 wird in den Zustand 1 überführt, wenn diesem das
Spannungspotential 1 sowohl am Ausgang 1 des Triggers Tg7 als
auch des Triggers Tg8 zugeführt wird.
P-161 Zustandsdiagramm
Bild 8 Formierung der Einschreibimpulse des Grundfrequenzeinschubes

Die Bestandteile des Frequenzteilers 1:4 (V) sind die Trigger Tg11
bis Tg14, die UND-Glieder Sp21 bis Sp28, die Negatoren I3, I4 so-
wie die Schaltelemente Sb1, Sb2. Der Frequenzteiler 1:4 (V) ge-
währleistet die Teilung der 400-Hz-(Ausgangs-)Taktimpulse (Impuls-
dauer 625 s) des Frequenzteilers IV. Die Verschiebung der Impulse
zueinander wird im T/2 = 1,25 ms angegeben.
Die Zustände des nach dem Schieberegisterprinzip arbeitenden Fre-
quenzteilers 1:4 (V) sind aus Tabelle 4 ersichtlich; das Zustands-
diagramm ist auf Bild 7 dargestellt.

Tabelle 4 Zustände der Trigger Tg11 bis Tg14 des Frequenzteilers
          1:4 (V)
Register-
zustand
Zustand der Trigger
Tg11Tg12Tg13Tg14
11000
21100
31110
41111
50011
60011
70001
80000
Die Ausgangsimpulsspannung der Trigger werden zum Formieren der
Abfrageimpulse der Empfänger t₁ Abfr. - t₅ Abfr.
(TI oпp - T₅ oпp und der Einschreibtaktimpulse t₁ Einschr. -
t₄ Einschr., t₈ Einschr. (T ...зaп) benötigt; sie werden unmit-
telbar dem Frequenzteiler 1:2 (VI) zugeführt.
Die Abfragetaktimpulse werden über die UND-Glieder Sp14 bis Sp19
bereitgestellt; die der Einschreibtaktimpulse über die Negatoren
I3, I4.
Die Abfragetaktimpulse sind zum Gewährleisten einer gesicherten
Auswertung zeitlich definiert voneinander getrennt. Die entspre-
chende Steuerung gewährleisten Strobimpulse der Frequenz 800 Hz,
die vom Ausgang 1 des Triggers Tg7 invertiert (Negator I5) den
UND-Gliedern Sp14 bis Sp19 zugeführt werden.
Das Ausgangssignal weist in diesem Fall eine Periode von 10 ms
und eine Dauer von 625 s (tI) auf.
Die Formierung der Abfragetaktimpulse der Empfänger ist aus Bild 7
ersichtlich.
Die Einschreibtaktimpulse werden aus den Abfragetaktimpulsen for-
miert; sie weisen eine negative Polarität auf. Ihre Periode be-
trägt 20 ms, die Dauer (tI) 625 s. Zum Gewährleisten der Folge-
periodizität wird vom Ausgang 0 des Triggers Tg15 des Frequenz-
teilers 1:2 (VI) über die Verstärkerbaugruppe U1 ein Signal (Dauer
10 ms Periode 20 ms)bereitgestellt, daß das Sperren jedes zwei-
ten über die UND-Glieder Sp14 bis Sp19 anliegenden Impulses be-
wirkt (Bild 8).

Der Frequenzteiler 1:2 (IV) wird durch die Trigger Tg15, Tg16 und
die UND-Glieder Sp29 bis Sp32 gebildet.

Die Frequenzteiler 1:15 (VII) - Phasenregister -, angeordnet auf
dem Einsatz Д2, besteht aus den Triggern Tg17 bis Tg24, den UND-
Gliedern Sp33 bis Sp48 und den Halbaddern (Sp39, Sp40, Sb16, I8,
I9). Schiebeimpulse für das Phasenregister sind die Taktimpulse 1
und 2. Der Taktimpuls 1 wird über das UND-Glied Sp13 formiert und
verstärkt (Verstärker (U7). Die Impulsdauer des Taktimpulses 1 be-
trägt 5 ms.
Der Taktimpuls 2 wird vom Ausgang 0 des Triggers Tg15 abgegriffen
und dem Verstärker U1 zugeführt.
Durch das Phasenregister wird eine Impulsfolge von 15 (Takt-)Im-
pulsen formiert. Die entsprechenden Zustände der Trigger Tg18,
Tg20, Tg22 und Tg24 des Phasenregisters sind aus Tabelle 5 er-
sichtlich.
Der Registerzustand 0000 wird, wie aus Tabelle 5 erkennbar, nicht
eingestellt. Aus diesem Grund wird beim Einschalten der Stromver-
sorgung in den Zustand 3 des Phasenregisters (Tg19, Tg20) mit
Folge des Signals ANFANGSEINSTELLUNG (HAГAЛЬHAЯ УCTAHOBKA) eine
"1" eingeschrieben.
Die entsprechende Impulsfolge wird von den Ausgängen des Triggers
Tg24
a) mit direktem Kode (1 phasiert) und
b) mit invertiertem Kode (0 phasiert)
an die Einrichtung zur Informationsausgabe angelegt.

Tabelle 5 Zustände der Trigger Tg18, Tg20, Tg22 und Tg24 des Pha-
          senregisters (Frequenzteiler VII)
Register-
zustand
Zustand der Trigger (Einsatz Д1)
4. Stelle3. Stelle2. Stelle1. Stelle
Tg18Tg20Tg22Tg24
10100
20010
30001
41000
51100
61110
70111
81111
90011
101101
111010
120101
130110
141011
151001
Die Impulsperiode der aufbereiteten Impulse des Phasenregisters
beträgt 0,3 s. Die Formierung des Taktimpulses (Dauer 20 ms) wird
durch Dekodieren des Zustands 13 des Registers über das UND-Glied
Sp49 und den Negator I7 mit nachfolgender Verstärkung (U1) ge-
währleistet. Der Taktimpuls 2 (aus 2 Impulsen der Dauer 20 ms
und 40 ms mit einem Intervall von 40 ms) wird durch Dekodierung
der Zustände 1, 4 und 5 des Registers mit Hilfe des Schaltelementes
Sb3 und des Negators I6 aufbereitet. Beide Taktimpulse werden der
Einrichtung zur Informationsausgabe und der Einrichtung zum
Steuern der FsM zugeführt.

Der Frequenzteiler 1:2 (VIII) wird durch die Trigger Tg25, Tg26
sowie die UND-Glieder Sp53 bis Sp56 gebildet. Die Ausgangsimpulse
des Triggers Tg25 dienen zum Formieren der Taktimpulse T1 = 0,6 s
und T2 = 0,6 s; sie sind gleichzeitig Schiebeimpulse für den nach-
geschalteten Frequenzteiler 1:2 (IX).
Mit Hilfe der NAND-Glieder SpI4 und SpI5 werden durch doppelte
Stroboskopierung (Auftastung) der Ausgangsimpulse des Triggers
Tg25, durch den Taktimpuls 1 (Impulsperiode 0,3 s, Dauer 20 ms)
und den Taktimpuls, der vom Ausgang des Triggers Tg16 (Impulsperio-
P-161 Schema f, Takt
Bild 10 Schema II der Frequenzen/Impulsfolgen des Grundfrequenzeinschubs

de 20 ms, Dauer 10 ms) abgegriffen wird, Impulse der Dauer von
10 ms aufbereitet.

Die Bestandteile des Frequenzteilers 1:2 (IX) sind die Trigger
Tg27, Tg28 und die UND-Glieder Sp57 bis Sp60. Die Ausgangssignale
des Triggers Tg27 weisen eine Frequenz von 0,8333 Hz auf.

Der Frequenzteiler 1:5 (X) wird durch die Trigger Tg29 bis Tg33
und die UND-Glieder Sp61 bis Sp70 gebildet. Er ist ebenfalls als
Schieberegister ausgeführt. Die Zustände 0 oder 1 werden jedoch
gegenüber den bereits beschriebenen Schieberegistern (Frequenz-
teilern) in jeden Trigger mit Hilfe verschiedener Taktimpulse
(Schiebe-) eingeschrieben, die voneinander um 0,6 s zeitversetzt
sind.
Die jeweiligen Taktimpulse werden vom Ausgang des Triggers Tg27
abgegriffen bzw. durch das Schaltelement Sb5 und den Negator I9
formiert.
Die Voreinstellung der Trigger (Zustand 0) erfolgt im Moment des
Einschaltens der Stromversorgung. Die Zustände des Registers
(Trigger Tg29 bis Tg33) sind aus Tabelle 6 ersichtlich.
Die Ausgangsimpulse des Frequenzteilers 1:5 (X) werden zum Erzeu-
gen der Taktimpulse T1 = 6 s und T2 = 6 s benötigt. Die unmittel-
bare Formierung derselben wird über die NAND-Glieder SpI6 und SpI7
realisiert; die Zustände 5 und 10 des Registers werden dekodiert.
Die Dauer der Taktimpulse wird durch die Zeit bestimmt, in der

Tabelle 6 Zustände der Trigger Tg29 bis Tg33 des Frequenzteilers
          1:5 (X)

Register-
zustand
Zustand der Trigger (Einsatz Д1)
Tg29Tg30Tg31Tg32Tg33
100000
210000
311000
411100
511110
611111
701111
800111
900011
1000001

sich das Register im Zustand 5 bzw. 10 befindet.
Vom Ausgang des Triggers Tg33 wird über den Verstärker U8 eine
Spannung an die Signallampe БOЧ angelegt, die bewirkt, daß
diese Signallampe analog der Taktfrequenz des Frequenzteilers
1:5 (X) leuchtet (3 s leuchten, 3 s Pause).
Die entsprechenden Frequenzen/Impulsfolgen, die im Grundfrequenz-
einschub aufbereitet werden, sind auf den Bildern 9 und 10 darge-
stellt.


4.2.3. Informationseingabe

Die Informationen zum Senden von Kommandos, Weiterleitungsmerkmalen
sowie der Zirkular- oder Programmadresse kann sowohl vom Kommando-
pult KP als auch vom Gerät P-157 (bei Fernbedienung) gegeben wer-
den. Die Eingabe derselben erfolgt über eine Verkettungsschaltung
(Einsatz Д3, ПШ3-05I.004 CxФ). Bestandteile des Einsatzes Д3 sind
weiterhin die Relaisbaugruppen Ж-0280(П8 und ПI7) sowie die UND-
Glieder Sp1 bis Sp7.
Die Relaisstromkreise werden über die entsprechenden Tasterschal-
ter des Kommandopultes KP bzw. des Gerätes P-157 geschaltet und
über den Kommandoverteiler (Steckverbinder Sch6, Sch7 des Ein-
satzes Д3) geführt.
Der Kommandoverteiler gewährleistet das Vermitteln eines belie-
bigen Kommandostromkreises (außer KOMMANDO 1) auf einen beliebi-
gen Eingang der Verkettungsschaltung (Bild 11).
Bei Betätigen des jeweiligen Tastschalters KOMMAHД ... (1 oder
2 oder ...) schalten die Relais der Platinen P8 und P17 entspre-
chend Tabelle 7.

Tabelle 7 Geschaltete Relais in Abhängigkeit vom gewählten
          Kommando

Kom-
mando    1     2     3     4     5     6     7     8     9    10  
Relais R1/P8 R2/P8 R3/P8 R4/P8 R1/P8 R5/P8 R1/P8 R6/P8 R7/P8 R4/P8
                               R4/P8       R5/P8
P-161 Kommandoverteiler
Bild 11 Kommandoverteiler (Eingang zur Verkettungsschaltung)

Bestandteile der Löschschaltung sind:
1) Einsatz Д3 (ПШ3.05I.004 CxФ)
   - Formierungsstufe für den Löschimpuls,
   - UND-Glieder Sp13 bis Sp20,
   - Negatoren I22 bis I24,
   - NAND-Glieder SpI2 bis SpI4,
   - Schaltelement Sb6,
   - Trigger Tg1, Tg2;
b) Einsatz Д5 (ПШ3.05I.006 CxФ)
   - UND-Glieder Sp1 bis Sp3, Sp13,
   - NAND-Glieder SpI2 bis SpI6, SpI17 bis SpI20,
   - Negatoren I3, I24 bis I26,
   - Trigger Tg1, Tg2,
   - Verstärker U6,
   - Relais R1 (ПI5);
c) Einsatz Д2 (ПШ3.05I.003 CxФ)
   - UND-Glied Sp53,
   - Negator I18,
   - Verstärker U9.
Vorbereitend zur Wahl des jeweiligen Kommandos am Kommandopult
Kp werden sowohl dem Schaltelement Sb6 als ach dem Negator I24
eine Spannung mit dem Potential 1, die gleichzeitig an den Neg-
toren I22 angelegt wird, zugeführt. Die Ausgangsspannung (Potential
0) des Negators I22 wird an den Eingang des NAND-Gliedes SpI2 ange-
legt.
Vom Ausgang des NAND-Gliedes SpI2 wird der Formierungsstufe für den
Löschimpuls, die aus den UND-Gliedern Sp18 bis Sp20 sowie den
Triggern Tg1, Tg2 gebildet wird, eine Spannung mit dem Potential
1 zugeführt.
Die Ausgangszustandseinstellung der Trigger Tg1, Tg2 erfolgt
durch das vom Negator SpI2 bereitgestellte Spannungspotential 0:
- Trigger Tg1  Zustand 1
- Trigger Tg2  Zustand 0
Bei vorliegendem Spannungspotential 1 vom Negator SpI2 wird eine
Zustandsänderung der Trigger Tg1, Tg2 vorgenommen:
- Trigger Tg1  Zustand 0
- Trigger Tg2  Zustand 1
Vom Ausgang 1 des Triggers Tg2 wird eine Spannung mit dem poten-
tial 1 den NAND-Gliedern SpI3, SpI4 sowie dem NAND-Glied SpI20
(Einsatz Д5) zugeführt. Über das NAND-Glied SpI20 wird das Lösch-
signal CБPOC formiert, das bewirkt, daß die Trigger Tg10, Tg11
des Einsatzes Д3 in den Ausgangszustand überführt werden.
Durch das NAND-Glied SpI4 wird das Spannungspotential 0 (Löschen
der Kommandos / CБPOC KOMAHДЫ) für die Trigger Tg3, Tg6 des
Operationsspeichers, die somit in ihren Ausgangszustand 0 über-
führt werden, bereitgestellt. Das gleiche Spannungspotential wird
ebenfalls dem Negator I24 (Einsatz Д5) zugeführt.
Vom Ausgang 0 des Triggers Tg2 wird die Spannung mit dem Poten-
tial 0
a) dem UND-Glied Sp51 (der Vergleichsschaltung), die das Ein-
   schreiben einer Information in den Operationsspeicher für die
   Dauer des Löschimpulses (CБPOC) verhindert und
b) dem UND-Glied Sp53 (Einsatz Д2), welche das Einstellen der
   Trigger der Ausgangseinrichtung in den Ausgangszustand 1 be-
   wirkt,
zugeführt.
Die Dauer des Löschimpulses beträgt 104 s.
Bei der Wahl der Weiterleitungsart wird Spannungspotential 0 so-
wohl an den Eingang des UND-Gliedes Sp13 als auch an den Negator
I23 angelegt. Spannungspotential 1 liegt vom Ausgang des Negators
I23 am Eingang des Schaltelementes Sb6 und am NAND-Glied SpI3 an.
Vom Trigger Tg2 werden ebenfalls Löschimpulse der Dauer 104 s
bereitgestellt.
Das Spannungspotential 0, vom Ausgang des NAND-Gliedes SpI3 abge-
griffen, bewirkt, daß die Trigger Tg7 bis Tg9 des Operationsspei-
chers in den Ausgangszustand 1 überführt werden.
Der Operationsspeicher gewährleistet das Speichern von insgesamt
4 Kommandozuständen, 2 Zustände der Weiterleitungsart (Weiter-
leitungsartmerkmale) sowie der Adressen (zirkular bzw. nach Pro-
gramm). Bestandteile des Operationsspeichers sind die Trigger Tg3
bis Tg11 und die UND-Glieder Sp34 bis Sp48, die im Einsatz Д3
untergebracht sind.
Nach dem Überführen sämtlicher Trigger des Operationsspeichers
in den Ausgangszustand wird vom Ausgang der Löschschaltung (Sp51)
eine Spannung mit dem Potential 1 angelegt; das Einschreiben von
Informationen in den Operationsspeicher wird gewährleistet.
Die entsprechende Spannung des Kommandos wird von den Kontakten
der Relais R1 bis R7 (P8) gleichzeitig den UND-Gliedern Sp14,
Sp15 der Löschschaltung und den UND-Gliedern Sp35, Sp37, Sp39,
Sp41 des Operationsspeichers zugeführt.
Dem Formieren des Signals CBPOC KOMAHДЫ durch das NAND-Glied
SpI4, die Trigger Tg3 bis Tg6 des Operationsspeichers werden
in den Zustand 0 überführt, folgt unmittelbar das Einschreiben
des Kommandos in den Operationsspeicher.
Die dem Weiterleitungsartmerkmal äquivalente Spannungskomponente
wird von den Kontakten der Relais R5 bis R7 (P17) abgegriffen
und den UND-Gliedern Sp43, Sp46 des Operationsspeichers sowie dem
UND-Glied Sp13 der Löschschaltung zugeführt.
Das Einschreiben der definierten Weiterleitungsartmerkmale in den
Operationsspeicher (Trigger Tg7, Tg9) erfolgt analog wie das Ein-
schreiben der Kommandozustände.
Das Einschreiben der Zirkular- bzw. Programmadressen in den
Operationsspeicher wird durch die Trigger Tg10, Tg11, die zuvor
in den Zustand 1 überführt wurden, gewährleistet. Die entspre-
chend zugeordnete Spannungskomponente wird von den Kontakten der
Relais R1, R2 (P17) abgegriffen.
Von den Ausgängen der Trigger des Operationsspeichers werden die
entsprechend definierten/aufbereiteten Spannungspotentiale der
Vergleichsschaltung (Bild 3) dem Informationsregister und dem
Adressenverteiler AR zugeführt.
Der Dekoder des Operationsspeichers, bestehend aus den UND-Glie-
dern Sp35, Sp37, Sp39, Sp41, Sp43 und Sp46, bewirkt, daß aus den
manuell ausgewählten Kommandos und Weiterleitungsartmerkmalen
(Kommandopult KP) 6 Informationszustände aufbereitet werden; der
Zustand 7 wird stets in das Informationsregister automatisch
eingeschrieben.
Die Zustande 1 bis 4 (Trigger Tg3 bis Tg6) werden zum Kodieren
der Kommandos benötigt.
Aus 16 möglichen Zustandskombinationen (Kodogramm) werden die
in Tabelle 8 angegebenen 10 Zustandskombinationen genutzt, die
einem Kommando zugeordnet werden. Das Kommando 1 weist stets ein
konstantes Kodogramm auf. Die Kodogramme der Kommandos 2 bis 10
können, bedingt durch das Vorhandensein eines Kommandoverteilers,
veränderbare Kombinationen aufweisen.

Tabelle 8 Zustandskombinationen der Trigger Tg3 bis Tg6 des
          Dekoders der Operationsspeichers zum Kodieren von
          Kommandos
Informations-TriggerZustandskombination
zustand12345678910
1Tg31010101010
2Tg50001100101
3Tg40111100011
4Tg60000011111
Die den Weiterleitungsartmerkmalen zugeordneten Zustände (Tabelle
9) werden durch die Trigger Tg7, Tg9 es Dekoders des Operations-
speichers bestimmt.
Bei Empfang eines Kommandos durch den Empfänger wird dieses als
"siebener Informationszustand" (siehe Tabelle 8 und 9) im
Parallelkode an den Eingang des Operationsspeichers (Einsatz Д3)
angelegt sowie dem Analysator und der Vergleicherschaltung zugeführt.

Tabelle 9 Zustandskombinationen der Trigger Tg7 und Tg9 des De-
          koders des Operationsspeichers zum Kodieren der Weiter-
          leitungsartmerkmale
Informa-TriggerWeiterleitungsartmerkmal
tionszu-Zirkularnachohne Weiter-
standProgrammleitung
5Tg9010
6Tg7001
7Tg8111
УИPKУЛPHOПO
ПPOГPAMME
БEЗ PETP.
Das Einschreiben einer Information in den Operationsspeicher er-
folgt nur nach dem Auswerten des empfangen Kommandos/der empfan-
genen Information durch den Analysator und die Vergleichsschal-
tung.
Der Analysator, im Einsatz Д3 untergebracht, besteht aus den
UND-Gliedern Sp8 bis Sp12, dem Schaltelement Sb1 und dem Negator
I1.
Die auszuwertende Information wird dem Analysator als sechster
Informationszustand von den Ausgängen der Negatoren I8 bis I17
der Vergleichsschaltung zugeführt. Der Informationszustand 7 ge-
langt direkt vom Empfänger an den Eingang des Analysators.
Bei Empfang eines erlabten/definierten Kommandos durch den Emp-
fänger, damit am Negator I1 des Analysators vorliegend, wird
durch diesen das Ergebnis richtiges Kommando in Form eines
Spannungspotentials 1 ausgegeben.
Wurde ein nicht definiertes, damit unerlaubtes Kommando empfangen,
wird dieses entsprechend Tabelle 10 dekodiert. Am Ausgang des Ne-
gators I1 liegt dabei das Spannungspotential 0 vor; das Einschrei-
ben einer Information in den Operationsspeicher ist nicht möglich.
Die Vergleichsschaltung, angeordnet im Einsatz Д3, besteht aus
folgenden Baugruppen, -stufen und Elementen:
a) UND-Glieder Sp21 bis Sp33, Sp51,
b) Negatoren I2 bis I17, I18, I25
c) Schaltelemente Sb2 bis Sb4,
d) Verstärker U6.

Tabelle 10 Informationszustandskombinationen bei Empfang uner-
           laubter Kommandos
Dekoder der unerlaub-
ten Kombination
Informationszustands-
kombination
Anmerkung
1234567
Sp8xxxx11xx - Zustand
1 oder 0
ist möglich
Sp911x1xxx
Sp100000xxx
Sp110011xxx
Sp12x100xxx
Sb1 (Eing. 15)xxxxxx1
Die Vergleichsschaltung gewährleistet den (Zustands-)Vergleich
der im Operationsspeicher eingeschriebenen mit der vom Empfänger
anliegenden Information, die entsprechend dem Abfragetakt im in-
versen Kode den Negator I12 bis I17 derselben zugeführt wird. Das
Ausgangspotential der Negatoren I12 bis I17 wird sowohl den Nega-
toren I6 bis I11, den UND-Gliedern Sp22 bis Sp33 als auch dem
Operationsspeicher und dem Analysator zugeführt.
Den Vergleich der Informationen nach jeder Zustandsänderung ge-
währleisten die in Tabelle 11 aufgeführten Vergleichsschaltungen.
Die Summierung der Vergleichsergebnisse wird mit Hilfe der Schalt-
elemente Sb2 bis Sb4, der Negatoren I2 bis I5 und des UND-Glieds
Sp21 sichergestellt.

Tabelle 11 Zustandsvergleich durch Elemente der Vergleichs-
           schaltung
Zustand123456
Ver-Sp32Sp30Sp28Sp26Sp24Sp22
gleichsSp33Sp31Sp29Sp27Sp25Sp23
schal-
tung
Das Ergebnis des Vergleichs wird vom Ausgang des Negators I2 dem
UND-Glied Sp51 und dem NAND-Glied SpI6 zugeführt. An den entsprech-
enden Eingang desselben werden weiterhin das Signal RICHTIGES
KOMMANDO (Spannungspotential 1, ПPAB. KOMAHДA) vom Negator I1 des
Analysators sowie der Strobimpuls f = 1,6 kHz des Grundfrequenz-
einschubes angelegt. Zusätzlich gelangt das Spannungspotential 0
des Triggers Tg2 der Löschschaltung an das UND-Glied Sp51; das
Einschreiben einer Information in den Operationsspeicher zum
Zeitpunkt des Bereitstellens des Löschimpulses (CБPOC) wird ver-
hindert.
Bei nicht vorhandenem Löschimpuls wird im vorliegenden Fall durch
das UND-Glied Sp51 ein Signal formiert, daß das Einschreiben einer
Information (über Negator I25 und Verstärker U2) in den Operations-
speicher ermöglicht.
Das Signal NEUES KOMMANDO (HOBAЯ KOMAHДA) wird über das NAND-Glied
SpI6 aufbereitet und über die UND-Glieder Sp16, Sp17 der Lösch-
schaltung der Einrichtung zur Informationsausgabe zugeführt.
Bei Empfang unerlaubter Kommandos/Zustandskombinationen (Ausgangs-
potentials des Negator I1→ 0) sowie beim Empfang einer bereits
in Operationsspeicher eingeschriebenen Information (Ausgangspoten-
tial des Negators I2→ 0) ist gewährleistet, daß kein Ein- bzw.
Überschreiben einer Information im Operationsspeicher erfolgen
kann.
Eine unmittelbare Informationseingabe vom Kommandopult KP wird
dadurch gewährleistet, daß der Trigger Tg8 in den Zustand 1 über-
führt wird. Die Vergleichsschaltung gestattet das Einschreiben
von Informationen in den Operationsspeicher, da am Ausgang des
Negators I18 Spannungspotential 0 vorliegt.


4.2.4. Informationsausgabe zum Kommandopult KP und zur Kommando-
       tafel KT 

Der Inhalt des Operationsspeichers wird in das Informationsregi-
sters eingeschrieben. Bestandteile des Informationsregisters (Ein-
satz Д2, ПШ3.05I.003 CxФ) sind:
a) UND-Glieder Sp1 bis Sp12, Sp15 bis Sp32, Sp35 bis Sp38
b) NAND-Glieder SpI1, SpI2,
c) Schaltelemente Sb1 bis Sb8, Sb10,
d) Negatoren I1, I2, I6, I7,
e) Trigger Tg1 bis Tg9.
Das Informationsregister ist als 7stelliges 5-Takt-Schieberegister
ausgeführt. Ein entsprechender Rückkopplungskreis ist über ein
Halbadder (ПCM, Bild 3) geschaltet. Die Information wird in das
Informationsregister im Parallelkode eingeschrieben.
Der Schiebetakt des Informationsregisters ist wie folgt einge-
stellt: F = 50 Hz, Takt 2; er ist bestimmend für das Einschrei-
ben der entsprechenden Information.
Die Information wird in das Informationsregister im Takt T =
0,3 s, Takt 1 eingegeben. Dieser Takt ist gleichzeitig der Syn-
chronisationstakt für das Phasen- und das Informationsregister.
Im Verlauf dieses Taktes (20 ms) erfolgt nacheinander
a) das Einschreiben des letzten Symbols/Zeichens/Zustands der
   vorhergehenden 15er Zeichenfolge in den Trigger Tg9,
b) die Ausgangseinstellung der Trigger Tg1 bis Tg8 (Einschreiben
   der Zustandskombinationen 1000000),
c) das Einschreiben der Information vom Operativspeicher in
   die Trigger Tg2 bis Tg4, Tg6 bis Tg8 des Informationsregi-
   sters.
Durch das Informationsregister (rekurrentes Register) wird stets
eine 15 Zeichen umfassende Information (Tg1 bis Tg9) generiert.
Die Ausgänge der Trigger Tg6, Tg8 und Tg9 des Informationsregi-
sters werden über die Halbadder geführt.
Die möglichen Kode-/Zustandskombinationen, die in das Informa-
tionsregister eingeschrieben werden, sind aus Tabelle 12 ersicht-
tlich.

Tabelle 12 Kode-/Zustandskombinationen des Informationsregisters
Kode-
Kombi-
nation
Weiterleitungsart
Zirkularnach Programmohne Weiterleitung
765432176543217654321
1100000101000111000001
2100001010101001100100
3100010010101011100101
4100011010101101100110
5100011110101111100111
6100100010110001101000
7100100110110011101001
8100101010110101101010
9100110110111011101101
10100111010111101101110
ЦИPKУЛЯPHOПO ПPOГPAMMEБEЗ. PETP.
Aus Tabelle 12 ist ersichtlich, daß in die 7. Stelle immer der
Zustand 1 eingeschrieben wird. Um die Anzahl der Verbindungen
zwischen den Elementen des operativen Speichers und des Informa-
tionsregisters zu verringern, wird der Trigger des Registers in den
Zustand 1000000) eingeschrieben.
Das Übertragen der Information aus dem operativen Speicher (Ein-
satz Д3, Trigger Tg3 bis Tg6, Tg7, Tg9) in das Informationsregi-
ster wird über die Schaltungen Sp1 bis Sp12 mit Hilfe des Takt-
impulses t₄ Einschr. (t₄ Зaпиcи. gewährleistet.
Am Eingang 4 des Schaltelements Sb2 liegt vom Einsatz Д5 das
Spannungspotential 0 an, während dem Eingang 6 desselben das
Spannungspotential 0 vom NAND-Glied SpI2 zugeführt wird. Das NAND-
Glied SpI2 stellt das Spannungspotential 0 bei Übereinstimmung der
Taktimpulse T1 = 0,3 s und t₄ Einschr. bereit.
Das vom Ausgang des Negators I2 abgegriffene Spannungspotential 1
ermöglicht das Einschreiben der Zustände von den Einerausgängen
der Trigger des operativen Speichers in die entsprechenden Zustände
des Informationsregisters über die UND-Glieder Sp1, Sp3, Sp5, Sp7,
Sp9 und Sp11.
Nach dem Einschreiben der Information in das Register mit Hilfe
des Taktes t₄  Einschr. kann die Dekodierung des Kommandos, das
am Ausgang des Verstärkers U5 anliegt (Signal 1), mit Hilfe des
Taktes t₈ Einschr. vorgenommen werden. Das Kommando wird stets
bei anliegendem Taktimpuls T = 0,3 s, Takt 1 dekodiert.
Nach abgeschlossener Informationseinschreibung wird durch das In-
formationsregister eine 15stellige Zeichenfolge formiert.
Die Information wird nacheinander um einen Zustand im Verlauf
eines Einzelschritts verschoben, dessen Dauer T = 20 ms beträgt.
Bei anliegendem Taktimpuls 2 (F = 50 Hz) wird die Information aus
dem Trigger Tg8 (Zustand 1) in den Trigger Tg9 eingeschrieben und
dort bis zum Eintreffen des nächsten Taktes 2 gespeichert.
Gleichzeitig wird die Information aus dem Trigger Tg3 (Zustand 5)
in den Trigger Tg4 des Zwischenspeichers eingeschrieben.
Beim Vorhandensein des Taktimpulses t₁ Einschr., der unmittelbar
dem Schiebetaktimpuls 2 (f = 50 Hz) folgt, wird in den Trigger Tg8
die Information aus dem Trigger Tg7 (Zustand 2) und in den trigger
Tg3 die Information aus dem Trigger Tg2 (6. Stelle) eingeschrieben.
Mit dem folgenden Taktimpuls t₂ Einschr. wird die neue Informa-
tion in den Trigger Tg2 aus dem Trigger Tg1 eingeschrieben bzw. in
den Trigger Tg7 aus dem Trigger Tg6. Mit Hilfe des Taktimpulses
t₃ Einschr. wird in den Trigger Tg6 (Zustand 3) die Information
eingeschrieben, die im Trigger Tg6 gespeichert sid; gleichzeitig
wird über die UND-Glieder Sp15 und Sp16 dem Trigger Tg1 (Zustand 7)
das Rücksetzsignal von den Ausgängen des Halbadders (Negatoren
I6 und I7) zugeführt.
Der Taktimpuls t₄ Einschr. bewirkt, daß die Information vom
Trigger Tg4 in den Trigger Tg5 eingeschrieben wird, wobei der
Trigger Tg4 (Zwischenspeicher) freigesetzt wird.
Der neue Verschiebezyklus beginnt mit dem erneuten Anliegen des
Taktes 2 (F = 50 Hz). Im Verlauf von 29 ms wird somit die Infor-
mation eingeschrieben wird.
Der Halbadder für die Rückkopplung (Sp35 bis Sp38, Sb10, I6, I7)
führt logische Operationen mit den Eingangssignalen entsprechend
Tabelle 13 aus.

Tabelle 13 Zustandskombinationen des Halbadders I6, I7 sowie der
   Trigger Tg6, Tg8 und Tg9 des Schieberegisters.
Tg9Tg8Tg6I6I7
00001
10010
01010
00110
11110
01101
11001
10101
Das vom Ausgang des Negators I6 abgegriffene Spannungspotential 1
überführt den Trigger Tg1 in den Zustand 1; das Spannungspotential 1
des Negators I7 bewirkt, daß der Trigger Tg1 in den Zustand 0
versetzt wird.
Der Kommandodekoder (Einsatz Д2, ПШ3.05I.003 CxФ) weist folgende
Bestandteile auf:
a) UND-Glieder Sp41 bis Sp52,
b) Trigger Tg10, Tg21,
c) Negatoren I15 bis I17,
d) NAND-Glied SpI10,
e) Schaltelement Sb17,
f) Verstärker U5.
Die entsprechenden Signalspannungen/Kommandos werden dem Komman-
dodekoder von den Triggern Tg4, Tg6 bis Tg8 des Informationsregi-
sters zugeführt. nach dem Einschreiben der Information in das
Register durch den Taktimpuls t₄ Einschr. wird die Dekodierung
der entsprechenden Kodekombinationen durch den Taktimpuls t₈ Einschr.s
ausgelöst. Bei Übereinstimmung der Signale 1 vom Trigger Tg10,
der Taktimpulse t₈ Einschr. und T = 0,3 s, Takt 1
steht am Ausgang des UND-Gliedes Sp41 das Spannungspotential 1
(Signal 1) zur Verfügung. Das vom Verstärker abgegriffene Si-
gnal AUFLEUCHTEN DES KOMMANDOS GESTATTET (PAЗPEШEHИE
BЫCBEЧИBAHИЯ KOMAHДЫ) wird den UND-Gliedern Sp42 bis Sp52 zur
Dekodierung des Kommandos zugeführt bzw. an den Informationsaus-
gabeblock (Einsatz Д4, ПШ3.05I.005 CxФ) angelegt.
Durch den Kommandodekoder wird eine schrittweise Dekodierung der
Kommandos vorgenommen, die durch entsprechende Logik-Bauelemente
gewährleistet wird:
a)Schaltelement Sb17 und Negator I16
AusgangssignalgrößeU1 = x1 . /x2
b)UND-Glied Sp52 und Trigger Tg21
AusgangssignalgrößeU2 = /x2 . /x3
c)NAND-Glied SpI10 und Negator I17
AusgangssignalgrößeU3 = /x1 . x3
Die Ausgangssignalgrößen U1, U2 und U3 sind dem 1., 2., bzw. 3.
Zustand des Informationsregisters äquivalent.
Das Dekoderprinzip ist aus Tabelle 14 ersichtlich.
Bei Übereinstimmung der Signale 1 wird durch eines der UND-Glieder
Sp42 bis Sp51 einer der Trigger Tg11 bis Tg20 der Ausgangsein-
richtung in den Zustand 0 überführt.
Bei einer Überwahl von Kommandos zum Zeitpunkt der Bereitstellung
des Signals LÖSCHEN (CБPOC) vom Verstärker U9 der Löschschaltung
und der Dekodierung der Kodekombination kommt ein zeitlich defi-
niertes Schutzintervall zur Wirkung, das letztlich Fehldekodie-
rungen verhindert.
Das Formieren des Schutzintervalls wird durch Auswerten des Si-
gals LÖSCHEN (CБPOC) - Spannungspotential 0 - ausgelöst; der
Trigger Tg10 des Kommandodekoders wird in den zustand 0 (Löschen)
überführt.

Tabelle 14 Komandodekoder
Kode-
kombi-
nation
Dekoder
(UND-
Glied)
Eingangssignale des Kommandodekoders
4.3.2.1.
StelleStelleStelleStelle
Tg4Tg6Tg7Tg8U1U2U3
1Sp4200--1--
2Sp430-0---1
3Sp4401--1--
4Sp450-1---1
5Sp460111---
6Sp471--0-1-
7Sp4810--1--
8Sp491010---
9Sp5011--1--
10Sp511-1---1
Wird nach erfolgtem Löschen der Impuls Takt 2, T = 0,3 s ange-
legt, wird der Trigger Tg10 wieder in den Zustand 1 überführt;
mit dem nachfolgenden Impuls T = 0,3 s, Takt 1 wird der Dekodier-
vorgang ausgelöst.
Folgt unmittelbar nach dem Löschsignal der Impuls Takt 1, T = 0,3 s,
stellt sich keine Übereinstimmung der Signale 1 am UND-Glied
Sp41 ein, da der Trigger Tg10 sich im Zustand 0 befindet.
Die Bestandteile der Ausgangseinrichtung sind auf den Einsätzen,
Д2, Д3 und Д6 angeordnet:
a) Einsatz Д2 (ПШ3.05I.003 CxФ),
   - Trigger Tg11 bis Tg20,
   - Negator I3,
   - NAND-Glied SpI3,
   - UND-Glieder Sp13, Sp14,
   - Verstärker U2 bis U4, U10 bis U19;
b) Einsatz Д3 (ПШ3.05I-004 CxФ)
   Kommandoverteiler (Steckverbinder Sch6, Sch7);
c) Einsatz Д6 (ПШ3.05I-007 CxФ)
   - Relais R1 bis R8 (Platte P16),
   - Relais R1 bis R4 (Platte P17).
Das vom Ausgang 0 der Trigger Tg11 bis Tg20 abgegriffene (Kommando-)
Spannungspotential wird dem jeweiligen Verstärker (U10 bis U19) zu-
geführt und verstärkt. Die Ausgänge der Verstärker sind über den
Kommandoverteiler an die Relais der Platten P16 und P17 geschal-
tet.
Das vom Ausgang 1 der Trigger Tg11 bis Tg20 abgegriffene (Komman-
do-)Spannungspotential gelangt über den Kommandoverteiler (Ein-
satz Д3) zum Adressenverteiler AR (AP) des Zusatzsatzes.
Der Dekoder des Weiterleitungsmerkmals weist folgende Bestand-
teile auf:
a) UND-Glieder Sp14, Sp14;
b) NAND-Glied SpI3,
c) Verstärker U2 bis U4 (Einsatz Д2).
Das UND-Glied Sp13 formiert ein Signal 1 (Spannungspotential 1),
wenn eine Übereinstimmung der Signale 1, die vom Ausgang 1 des
Triggers der 6. Stelle und vom Ausgang 0 des Triggers der 5. Stel-
le (ohne Weiterleitung angelegt werden, vorliegt. Am Ausgang des
Verstärkers U2 wird eine Signalspannung (Signal 0) abgegriffen,
die bewirkt, daß das Relais R2 der Platte P17 (Einsatz Д6)
anspricht.
Das UND-Glied Sp14 formiert ein Signal 1, wenn eine Übereinstim-
mung der Signal 3 1, die vom Ausgang 1 des Triggers der 5. Stelle
und vom Ausgang des Triggers (nach Programm) der 6. Stelle ange-
legt werden. Am Ausgang des Verstärkers U3 wird eine Signalspannung
(Signal 0) abgegriffen, die bewirkt, daß das Relais R6 der Platte
P17 (Einsatz Д6) anspricht.
Das Signal 0 am Ausgang des Verstärkers U4 liegt vor wenn am
Eingang des NAND-Gliedes SpI3 gleichzeitig die Signale 1 vom Aus-
gang 0 des Triggers der 6. Stelle und vom Ausgang 0 des Triggers
der 5. Stelle des Operationsspeichers (zirkular) angelegt werden.
Die Ausgangsspannung der Verstärker U4 bewirkt in diesem Fall
das Ansprechen des Relais R3 der Platte P14 (Einsatz Д6).
Die Relais der Ausgangseinrichtung sind auf den Platten P16, P17
des Einsatzes Д6 angeordnet. Sie bewirkten im angesprochenen Zu-
stand das Schalten der Stromkreise (Steckverbinder Sch4 bis Sch6
des Einsatzes Д6) für die Signallampen (Kommandoanzeige und Wei-
terleitungsmerkmal) des Kommandopults KP und der Kommandotafel KT.


4.2.5. Senden/Weiterleiten von Kommandos

Das Senden bzw. Weiterleiten von Kommandos wird durch manuelle
Auslösung nach Betätigen des Tastschalters ПУCK des Kommando-
pults KP oder automatisch über das UND-Glied Sp7 bei abgesetztem
Betrieb vom Gerät P-157 sowie beim Empfang neuer Kommandos
(siehe Stromlaufplan ПШ3.05I.004 CxФ) realisiert.
Die Informationsausgabe (Kommandoausgabe) zum Kanalabzweiggestell
ist über den Informationsausgabeblock geschaltet, dessen Be-
standteile sich auf den Einsätzen Д2 undД4 befinden:
a) Einsatz Д2 (ПШ3.05I.003 CxФ)
   Halbadder, bestehend aus den UND-Gliedern Sp33, Sp34, dem
   Schaltelement Sb9 und den Negatoren I4, I5;
b) Einsatz Д4 (ПШ3.05I.005 CxФ)
   - UND-Glieder Sp22 bis Sp27, Sp51 bis Sp54,
   - NAND-Glieder SpI2, SpI9, SpI11,
   - Schaltelement Sb3,
   - Negatoren I8, I9,
   - Verstärker U4,
   - Trigger Tg12 bis Tg15, Tg25 bis Tg27.
Dem Halbadder werden die Kommando-Kode-Kombinationen (Tabelle 15)
vom Informationsregister sowie entsprechende phasierende Kombina-
tionen vom Einsatz Д1 zugeführt.
Vom Ausgang der Negatoren I4 und I5 des Halbadders werden Kombi-
nationen einer 25stelligen Zeichenfolge (Kode) abgegriffen und
an die Baugruppe zum Formieren des Bestätigungssignals, die
Einrichtung zum Steuern der FsM sowie den Dekoder OFT (OФT) des
Einsatzes Д4 (ПШ3.05I.005 CxФ) angelegt.
Die Kodereinrichtung OFT (automatische Bestätigung) besteht aus
den UND-Gliedern Sp51 bis Sp54 und den Triggern Tg26 und Tg27.
Wurde am Kommandopult KP das Weiterleitungsmerkmal nicht gewählt
oder wurde ein Kommando ohne Weiterleitungsmerkmal empfangen,
tritt automatisch eine Blockierung der Kanäle ein; am Ausgang
des Negators I20 des Einsatzes Д3 wird ein Signal mit dem Span-
nungspotential 0 abgegriffen. Bei Wahl des Weiterleitungsmerkmals
bzw. Empfang eines Kommandos mit Weiterleitungsmerkmal steht am
Ausgang des Negators I20 das Signal 1 (PAЗPEШEHИE MAHИПУЛЯЦИИ)
zur Verfügung.
Das Kodogramm wird über das NAND-Glied SpI11 dem Ausgangsblock
zugeführt. Der Signaldurchgang durch diesen ist nur gewährleistet
beim Umschalten des Triggers Tg25 in den Zustand ПУCK sowie bei
anliegenden Signal MAHИПУЛЯЦИИ.

Tabelle 15 Kommando-Kode-Kombinationen
Komman-
do-Nr.
Weiterleitungsart
Zirkular  nach Programm  ohne Weiterleitung
151413121110 9 8 7 6 5 4 3 2 1151413121110 9 8 7 6 5 4 3 2 1151413121110 9 8 7 6 5 4 3 2 1
1001110011001001 000000111010001 010011011100001
2000011101001100 001101001010100 011110101100100
3110111111001101 111001011010101 101010111100101
4011111011001110 000001111010110 000010011100110
5101011001001111 110101101010111 110110001100111
6111101011000000 110011111011000 100000011101000
7001001001000001 000111101011001 010100001101001
8100001101000010 111111001011010 111100101101010
9110000101000101 111110001011101 101101101101101
10011000001000110 000110111011110 000100100101110
Der Zustand ПУCK des Triggers Tg25 wird über das NAND-Glied SpI9 in
nachstehenden Fällen bewirkt:
a) bei Betätigen des Tastschalters ПУCK des Kommandopults KP
   oder bei Fernbedienung über das Gerät P-157,
b) bei Empfang eines weiteren Kommandos,
c) beim Durchführen der Funktionskontrolle/Eigenüberprüfung des
   Gerätesatzes P-161.
Vom Trigger Tg25 wird das formierte Signal 1 an die Baugruppen
zum Formieren des Startimpulses für die FsM sowie den Adressen-
verteiler AR angelegt.
Die Baugruppe zum Formieren des Startimpulses der FsM, angeordnet
in Einsatz Д4 (ПШ3.05I.005 CxФ), besteht aus folgenden Elementen:
a) UND-Glieder Sp22 bis Sp24,
b) Trigger Tg12, Tg13,
c) Verstärker U4.
Die Baugruppe zum Formieren des Startimpulses AR (Einsatz Д4)
weist folgende Bestandteile auf:
a) UND-Glieder Sp25 bis Sp27,
b) Schaltelement Sb3,
c) Negator I9,
d) NAND-Glied SpI2,
e) Trigger Tg14, Tg15.
Die Wirkungsweise der Schaltungen zum Formieren dieser Impulse
ist aus dem Abschnitt 4.2.3. ersichtlich.
Als Taktimpulse für die Baugruppe zum Formieren der Startimpulses
der FsM kommen der über den Negator I8 abgegriffene Taktimpuls
T1 = 6 s sowie das Signal 1 (Periodendauer 6 s, Verschiebung
gegenüber T1 = 6 s : 2,4 s) vom Ausgang 0 des Triggers Tg32 (Ein-
satz Д1) zur Anwendung. Die Dauer des Ausgangsimpulses des Ver-
stärkers U4 beträgt 6 s.
Die Taktimpulse für die Baugruppe zum Formieren des Startimpulses
AR sind der Taktimpuls 2T = 0,3 s und das Signal PAЗPEШEHИE
BЫCBEЧИBAHИЯ KOMAHДЫ (Periodendauer 0,3 s Verschiebung gegenüber
dem 1. Signal: 257,5 ms).
Das Signal 0 Start (START AR / ПУCK AP) wird vom Ausgang des NAND-Glieds
SpI2 abgegriffen. Seine Dauer beträgt 17,5 ms.
Nach der Übermittlung des Kommandos wird der Trigger Tg25 in den
Zustand 1 durch das vom NAND-Glied SpI10 abgegriffene Signal 1
überführt, sobald eines der folgenden Signale anliegt:
a) Signal 0, von der Löschschaltung bzw.
b) Signal 0 (BKЛЮЧ. ЗBУKA ИЗ AP) vom Adressenverteiler AR (bei
   nicht vorliegender Bestätigung).
Das Kommando 1 wird geräteintern durch das Weiterleitungsmerkmal
ZIRKULAR unterbrochen, das durch die Kodiereinrichtung für das
Entwarnkommando generiert wird.
Die Kodiereinrichtung für das Entwarnkommando, angeordnet in den
Einsätzen ДI (ПШ3.05I.002 CxФ) und Д5 (ПШ3.05I.006 CxФ) weist
folgende Bestandteile auf:
a) Einsatz ДI
   - UND-Glieder Sp50 bis Sp52,
   - Schaltelement Sb4,
   - Negator I8;
b) Einsatz Д5
   Negator I1.
Die Kodiereinrichtung für das Entwarnkommando formt die vom Pha-
senregister aufbereitete Impulsfolge 010111100010011 in die line-
are Zeichenkombination OTБOЙ (ENTWARNUNG) 001000101001110 um.
Die logische Operation, die durch diese Baugruppe ausgeführt wird,
ergibt sich aus Y = x2 . x3 + x3 . x4
Y  - Ausgangssignal des Negators I1
x2 - Signal am Ausgang 0 des Triggers Tg22
x3 - Signal am Ausgang 1 des Triggers Tg20
x4 - Signal am Ausgang 1 des Triggers Tg18
Das Ausgangssignal Y des Negators I1 wird dem Kanalabzweigblock
zugeführt.


4.2.6. Informationsausgabe zur Fernschreibmaschine

Das zu sendende/empfangende Kommando - einschließlich Kommando
OTБOЙ - wird durch die Fernschreibmaschine (FsM) ausgedruckt.
Jedem Kommando entspricht dabei eine 15er Buchstabenkombination,
die jedoch abhängig ist von der gewählten Kodekombination des je-
weiligen Kommandos.
Die Einrichtung zum Steuern der FsM ist in den Einsätzen Д4 und
Д6 untergebracht:
a) Einsatz Д4 (ПШ3.05I.005 CxФ)
   - UND-Glieder Sp28 bis Sp45,
   - NAND-Glieder SpI3 bis SpI7,
   - Schaltelement Sb4,
   - Negatoren I10 bis I15,
   - Trigger Tg16 bis Tg22;
b) Einsatz Д6 (ПШ3.05I.007 CxФ)
   - Relais R5/P17, R1/P13,
   - elektronischer Schalter (Platte P18),
   - Widerstände R5 bis R9 (Platte P14),
   - Kondensator C98 (OS-1,ПШ2.I48.0I2 CxФ).
Die Information für die FsM wird unmittelbar nach dem Ansprechen
des Triggers Tg25 bereitgestellt. Das vom Ausgang dieses Triggers
abgegriffene Signal bewirkt das Aussteuern des NAND-Gliedes SpI5,
welches die Information zum elektronischen Schalter (P18) über den
Negator I15 weiterleitet. Weiterhin wird durch das Ausgangssignal
des Triggers Tg25 die Baugruppe zum Formieren eines Einzelimpulses
(Trigger Tg12, Tg13) eingeschaltet.
Der Ausgangsimpuls des Triggers Tg13 (Dauer 6 s) wird verstärkt
(Verstärker U4, Einsatz Д6) und an das Relais R5/P17 wird das Re-
lais R1/P13 zum Ansprechen gebracht, womit der Stromkreis für den
Motor der FsM geschaltet wird.
Das Signal vom Ausgang 1 des Triggers Tg13 wird an einen Eingang
des UND-Glieds Sp33 angelegt. Dem anderen Eingang desselben
wird das Signal vom Ausgang 0 des Triggers Tg32 (Einsatz ДI) zu-
geführt. Die Ausgabe der Information über die FsM wird nach Be-
ginn der Arbeit des Verstärkers U4 für 3 s blockiert; vom Trigger
Tg32 wird an das UND-Glied Sp33 das Signal 0 angelegt. Diese
Ausgabeblockierung ist Notwendig, um die notwendige Drehzahl des
Motors der FsM zu erreichen. Die entsprechende Buchstabenkombina-
tion wird somit um 3 s zeitverzögert gedruckt.
Bei Vorhandensein es Signals 1 am Ausgang 0 des Triggers Tg32
(Einsatz ДI) wird der Start-Stop-Verteiler (Trigger Tg19 bis Tg22)
über das NAND-Glied SpI6 aktiviert, der eine Start-Stop-Impuls-
folge (Buchstabenkombination) gemäß Telegrafenalphabet Nr. II
(Bild 12) aufbereitet.
Der Start-Stop-Verteiler wird unmittelbar durch den Trigger Tg17
(Arbeitsfrequenz/Telegraphiefrequenz 25 Hz) gesteuert.
Mit Beginn der Arbeit des Start-Stop-Verteilers werden über das
NAND-Glied SpI7 Stopstromschritte (Stopimpulse) bereitgestellt,
deren Dauer 40 ms beträgt. Das Schaltelement Sb4 und der Negator
I12 dechiffrieren die ersten Kodeimpulse der Start-Stop-Kombina-
tion (Buchstabenkombination).
Bedingt durch die zeitliche Verschiebung von 0,6 s zwischen den
Signalen 1, die von den Ausgängen 0 der Trigger Tg32 und Tg33
(Einsatz ДI) abgegriffen werden, wird die entsprechende Buchstaben-
kombination ebenfalls mit einer zeitlichen Verzögerung von 0,6 s
durch die FsM gedruckt.
Die möglichen Buchstabenkombinationen der 10 Kommandos in den
Weiterleitungsarten ZIRKULAR (ЧИPKУЛЯPHO), NACH PROGRAMM (ПO
ПOPГAMME) und OHNE WEITERLEITUNG (БEЗ PETPAHCЛЯЦИИ) sind aus
Tabelle 16 ersichtlich.
Codetabelle
Kdo Nr.Zirkularnach Programmohne Weiterleitung
 I
X M Г П Ф A Ж Д K X У Л A Д П
T Й O C M Л П Д Й X Ф Л Ж E У
M Л Ж E K T K O У X A Л Д Д X
 2
C Г Г C C Г Л Ф E Ж T У O Й X
E Ф O П X Й Г Ф C Ж Г У C A Г
Ф X Ж Л У Д A M Д Ж X У Л Й Д
 3
C T Г O Ф X П Г A Ф E П T Й T
E У o Й M C Ж Г У Ф Й П Ф A Ж
Ф Ж Ж K K У У Й Й Ф C П Г Й Ф
 4
C X Г Л Ф Д Ж X У Г A C E Г O
E A O E M O П X A Г Д C M Л П
Ф Г Ж C K Г K C K Г У C Й Г C
 5
C Ж Г K C У Г A C Д Л X Д Г M
E Д O M X П Л A E Д O X X Л Л
Ф T Ж O У X Й Л Ф Д П X A Г E
 6
П C Й Г Ф Ф Ж Ж У У Й Й C Ф Г
Л Л Д Д M M П Ж A У E Й O C X
Ж Й K Ф K Ж K K K У K Й K Ф У
 7
П K Й У C A Г Д C X Г Г Ф Ф Ж
Л O Д X X Л Л Д E X T Г T C T
Ж E K T У T Й O Ф X Ж Г У Ф A
 8
П Й Й Ф C Ж Л У E A O Д M M П
Л M Д Ж X K Г У C A Л Д E X O
Ж C K Г У Ф A П Д A M Д П M Й
 9
У A Й Д C X Л Г Д Ф M Ж Ж K У
A X Д Г X C Г Г Ф Ф П Ж A У Д
K Ф K Ж У У A Й E Ф O Ж X K Г
10
У У Й A C Д Г X Ф Г Ж Ф K Ж K
A T Д T X O Л X Д Г X Ф Л П E
K Д K X У Г Й C C Г Г Ф C Ж Л
ЧИPKУЛЯPHOПO ПOPГAMMEБEЗ. PETP.
Nach Beendigung des Ausdruckens eines Kommandos durch die FsM
wird vom Ausgang des Triggers Tg13 über das UND-Glied Sp33 ein
Stop-Impuls an den Empfangsmagneten der FsM angelegt, bis der
Trigger Tg25 in den Ausgangszustand überführt ist.
Die entsprechenden Impulse (Stromschritte) gelangen an den Emp-
fangsmagneten der FsM über den Negator I15 und den elektronischen
Schalter (Einschub Д6, Platte P18).
An einen Kontakt des elektronischen Schalters ist die 60-V-Linien-
batterie angeschlossen. Die an den anderen Kontakt des elektroni-
schen Schalters angeschlossenen Widerstände R5, R6, R8, R9 stellen
Begrenzungswiderstände für den Empfangsmagneten der FsM dar.


4.2.7. Empfang der Kommandos und Senden der Bestätigung

Der Empfang der Kommandos sowie das Speichern derselben im Opera-
tionsspeicher ist aus Abschnitt 4.2.3. ersichtlich.
Nach dem Auswerten des empfangen Kommandos kann dieses automa-
tisch oder manuell bestätigt werden.
Das automatische Senden der Bestätigung wird durch die Baugruppe
zum Formieren des Bestätigungssignals gewährleistet, die im Ein-
satz Д4 und Д5 angeordnet ist:
a) Einsatz Д4 (ПШ3.05I.005 CxФ)
   - UND-Glieder Sp46 bis Sp48, Sp55 bis Sp58,
   - Schaltelement Sb5,
   - NAND-Glied SpI8,
   - Negator I16,
   - Verstärker U5 und U6,
   - Trigger Tg23, Tg24, Tg28, Tg29;
b) Einsatz Д5 (ПШ3.05I.006 CxФ)
   Relais R3/P15.
Das Bestätigungssignal für ein empfangenes Kommando wird über den
Negator I16 bereitgestellt.
Die entsprechende Zeichenkombination des Bestätigungssignals wird
in der Kodierungseinrichtung OFT (OФT) aufbereitet und dem Negator
I16 entweder über das UND-Glied Sp46 (bei automatischer Bestäti-
gung) oder über das UND-Glied Sp47 (bei manueller Bestätigung),
in Abhängigkeit vom Zustand des Trigger Tg23 zugeführt.
Das NAND-Glied SpI9 bewirkt sowohl beim Empfang als auch beim
Senden eines Kommandos eine Zustandsänderung des Triggers Tg23.
Das am Ausgang des Triggers Tg23 abgegriffen Signal wird ver-
stärkt (U5) und zum Einschalten der Tonsignalisation (Relais R3/
P15) des Kommandopults KP benötigt. Es gewährleistet weiterhin
den Informationsdurchgang durch das UND-Glied Sp46, was dem auto-
matischen Senden des Bestätigungssignals äquivalent ist.
Beim Drücken des Tastenschalters PУЧH. ПOДTBEPЖДEHИE des Kommando-
pults KP erfährt der Trigger Tg23 durch das vom NAND-Glied SpI8
anliegende Signal eine Zustandsänderung. Die Tonsignalisation
des Kommandopults KP schaltet sich ein und der Signaldurchgang
durch das UND-Glied Sp47 wird gewährleistet (Zustand: Senden der
Bestätigung von Hand).
Erfolgt keine Bestätigung von Hand, bewirkt ein Signal vom Adres-
senverteiler AT, daß der Trigger Tg24 seinen Zustand ändert. Das
Ausgangssignal des Triggers Tg24 wird verstärkt (Verstärker U6)
und führt zum Einschalten der ununterbrochenen Tonsignalisation
des Kommandopults KP. Die Bestätigung des empfangenen Kommandos
wird über den Negator I16 dem Kanalabzweiggestell zugeführt.
Die Steuereinrichtung der Abzweigblöcke, angeordnet im Einsatz
Д4 (ПШ3.05I.005 CxФ), steuert das Senden der Bestätigungen.
Bestandteile derselben sind:
a) UND-Glieder Sp1 bis Sp21,
b) Schaltelemente Sb1, Sb2,
c) Negatoren I1 bis I7,
d) Verstärker U1 bis U3,
e) Trigger Tg1 bis Tg11,
f) Relais R8/P15 (Einsatz Д5, (ПШ3.05I.006 CxФ).
Beim Empfang eines Kommandos wird im Empfänger das Signal
BKЛЮЧEHИE TPAHЗИTA aufbereitet und an den Eingang des Negators
I6 angelegt. Das vom Ausgang desselben abgegriffene Signal be-
wirkt, daß der Trigger Tg10 in den Zustand 1 überführt und verstärkte
(Verstärker U2) Signal wird an das Relais R8/P15 angelegt. Das
Relais R8/P15 spricht an, blockiert über entsprechende Stromkrei-
se die Tastenschalter des Kommandopults KP und schaltet den Strom-
kreis des Abzweigrelais des Kanalabzweiggestells.
Unmittelbar nach dem Signal BKЛЮЧEHИE TPAHЗИTA, das dem Negator
I6 zugeführt wird, gelangt ein Signal 1 (richtiges Kommando) vom
Analysator (Bild 3) an den Eingang des Negators I7. Das Ausgangs-
signal des Negators I7 wird über das UND-Glied Sp21 geführt und
bewirkt das Rücksetzen der Zähleinrichtung der Bestätigung in den
Ausgangszustand und das Bestätigen des Zustands des Triggers Tg10.
Der Zustand des Triggers Tg11 wird durch das Ausgangssignal des
Negators I7 (über das NAND-Glied SpI1) geändert.
Das vom Ausgang des Triggers Tg11 abgegriffene und verstärkte Si-
gnal (Verstärker U3) gelangt zum Kanalabzweiggestell; es bewirkt
das Ansprechen des Relais zum Senden der Bestätigung.
Der Ausgangszustand der Trigger Tg1 bis Tg9 bleibt für die Zeit
des Empfangs eines Kommandos erhalten. Die Zähleinrichtung der
Bestätigung spricht nach dem Beendigen des Kommandoempfangs an.
Bestandteile der Zähleinrichtung der Bestätigungen sind 3 in
Reihe geschaltete Teiler 1:4. Die entsprechenden 3 Schiebetakte
werden mit Hilfe von UND-Gliedern und den Schaltelementen Sb1,
Sb2 aufbereitet.
In Abhängigkeit vom gewählten Arbeitszyklus werden durch die Zähl-
einrichtung der Bestätigung nachstehende Zeitintervalle Bestäti-
gung gewährleistet:
a) verkürzter Zyklus (18,3 ± 0,3) s - das Ausgangssignal des
   Triggers Tg7 gelangt an den entsprechenden Eingang des UND-
   Glieds Sp19,
b) voller Zyklus (33,3 ± 0,3) s - die Ausgangssignale der Trigger
   Tg3, Tg4, Tg7, Tg9 gelangen an die jeweiligen Eingänge des
   UND-Glieds Sp19.
das Ausgangssignal des Negators I5 überführt die Trigger Tg10
und Tg11 wieder in den Ausgangszustand (0). die Rückgabe der
Kanäle an die entsprechenden Teilnehmer wird durch die verstärk-
ten (Verstärker U2, U3) Ausgangssignale der Trigger Tg10, Tg11
(Spannungspotential 0) gewährleistet.


4.2.8. Steuern des Satzes örtlicher Benachrichtigung sowie der
       Geräte SCW und GO

Der Satz der örtlichen Benachrichtigung (Sender/Empfänger und Ed-
empfänger) sowie die Geräte SCW und GO werden über entsprechende
Kontakte des Relais der Ausgangseinrichtung, das in Einschub Д6
(ПШ3.05I.007 CxФ) angeordnet ist, gesteuert. Bestandteile der
Ausgangseinrichtung sind:
a) Relais R1/P8, R2/P2 bis R4/P2, R1/P4 bis R4/P4 bis R4/P4, R1/P6
   bis R5/P6,
b) Dioden D1 bis D11/P15, D1 und D2/P8, D1 bis D4/P2, D1 bis
   D4/P4 und D1 bis D6/P6,
c) Widerstände R2 und R4 der Platte P14,
d) Kondensatoren C96 und C97 (Hauptgestell OS-1, ШE2.I48.0I2 CxФ),
e) Sicherungen Pr1 und Pr2.
Die Ausgangseinrichtung des Gebers (Bild 3) gewährleistet
- das Ein- und Ausschalten des Sender/Empfängers über Kontakte
  der Relais R2/P6 und R3/P6 bei manueller Steuerung vom Komman-
  dopult KP oder automatisch beim Senden (Empfangen) eines Kom-
  mandos,
- das Ein- und Ausschalten des Gerts SCW über Kontakte der
  Relais R5/P6 und R4/P6 von Hand vom Kommandopult KP bzw. vom
  ZV-Pult GO oder automatisch beim Senden (Empfangen) eines
  Kommandos,
- das Ein- und Ausschalten der Benachrichtigungseinrichtung GO
  (UDF, SF88, P160) über Kontakte der Relais R4/P6, R5/P6,
  R1/P4 bis R4/P4 sowie R1/P2 bis R4/P2 vom Pult GO oder automa-
  tisch beim Senden (Empfangen) eines Kommandos.
Die genannten Geräte/Einrichtungen werden durch entsprechendes
Löten von Brücken des Steckverbinders Sch5 (Ш5) in Betrieb ge-
nommen. Die Belegung ist aus Tabelle 3 der A 040/1/417 ersicht-
lich.
Bei Einschalten des Sender/Empfängers vom Kommandopult KP liegt
am Steckverbinder Sch4/b0 Nullpotential an. Gleiches Potential
gelangt zur Kommandotafel KT (Signallampe TPEBOГA leuchtet) und
an die Relais des Einschubs Д6. Das Relais R3/P8 spricht an und
legt die Spannung -27 V an den Kontakt 14 der Wicklung des Relais
R2/P6 an. Das Relais R2/P6 spricht an und schaltet über seine Kon-
takte 1-2 und 7-8 das Signal ALARM (TPEBOГA) zum Sender/Empfänger.
Die Kontakte 4 und 6 des Relais R2/P6 bewirken die Kurzschluß-
sicherheit der Stromkreise +60 V und -60 V.
Bei Loslassen des Tastschalters BKЛ. ПП des Kommandopults KP
spricht das Relais R1/P6 an und schaltet über seine Kontakte 3, 4
Nullpotential zum Kommandopult KP zwecks Einschalten der opti-
schen Bestätigung des Signals ALARM.
Der Sender/Empfänger wird mit Hilfe des Tastschalters OTKЛ. ПП
des Kommandopults KP abgeschaltet.
Am Steckverbinder Sch4/b9 liegt Nullpotential an. Das Relais R3/P8
spricht an und bewirkt das Anlegen der Spannung -27 V an den Kon-
takt 2 des Relais R3/P6.
Über die Kontakte 6 und 7 des Relais R3/P6 wird das Signal CБPOC
zum Sender/Empfänger übertragen.
Die Dauer der Signalübertragung wird bei manueller Steuerung des
Satzes örtliche Benachrichtigung bzw. des Geräts SCW von der Dauer
der Betätigung der entsprechenden Tastschalter des Kommandopults
KP bestimmt.
Die automatische Steuerung des Sender/Empfängers wird beim Senden
bzw. Empfangen von Kommandos gewährleistet. In diesen Fällen
spricht ein Relais der Platte P16 bzw. P17 an und Nullpotential
gelangt an die Kontakte Sch5/a1 bis Sch5/a0 des Verteilers
KOMMУTATOP УПPABЛEHИE.
Nachstehende Kontakte des Verteilers weisen folgende Belegung auf:
- Sch5/a1 bis Sch5/a0  Verteilereingänge
- Sch5/b1 bis Sch5/b0  Verteilerausgänge
- Sch5/c1 bis Sch5/c0  Stromkreis zum automatischen Steuern des
                       Sender/Empfängers.
Das Entsprechende Vermitteln der Eingänge des Verteilers ermög-
licht das Zuschalten der Relais der Platten P2, P4, P6, P8 zum
Steuern der Kommandos.
Ist z. B. der Eingang Sch5/a3 auf die Ausgänge Sch5/b2, Sch5/b3
und/oder Sch5/b6 vermittelt, liegt Nullpotential am Kontakt 1 der
Wicklung der Relais R3/P2, R2/P2 und R3/P4 an. Die Spannung -27 V
wird an den Kontakt 2 der Wicklung dieser Relais über das Relais
R2/P8 angelegt, das für 240 ms bei anliegendem Signal ПУCK AПП.
ГO vom Einschub Д5 anspricht.
Die Relais R3/P2, R2/P2 und R3/P4 bewirken nach ihrem Ansprechen,
daß über jeweils den Kontakt 7 Nullpotential den Verteilerausgän-
gen Sch5/c5, Sch5/c8 und Sch5/c9 sowie den Kontakten Sch2/a5,
Sch2/a8 und Sch2/a9 des Steckverbinders Sch2 zugeführt wird.
Ist wenigstens einer der genannten Kontakte mit dem Kontakt Sch5/c1
des Verteilers verbunden, wird Nullpotential über die Diode D10
(Platte P8) an den Kontakt 1 der Wicklung des Relais R2/P6 ange-
legt.
Gleichzeitig mit dem Signal ПУCK AПП. ГO wird vom Einschub Д4
das Signal ЗAПУCK MOTOPA TГA für 6 s bereitgestellt, daß das
Ansprechen des Relais R5/P17 bewirkt. Das hat zur Folge, daß
über die Kontakte des Relais R5/P17 der Stromkreis des Relais
R7/P17 geschlossen wird. Vom Kontakt 5 des Relais R7/P17 liegt
Nullpotential an der Wicklung des Relais R3/P8 an.
Bedingt durch das Ansprechen des Relais R3/P8 spricht auch das
Relais R2/P6 an - das Signal TPEBOГA wird für die Dauer von 6 s
zum Sender/Empfänger übertragen.
Das manuelle Ein- bzw. Ausschalten des Gerätes SCW (CЦB) erfolgt
mit Hilfe der Tastschalter BKЛ. CЦB bzw. OTKЛ. CЦB des Kommando
pults KP:
a) Tastschalter BKЛ. CЦB drücken - das Nullpotential wird an den
   Kontakt Sch13/1 des Steckverbinders Sch13 des Geräts SCW ange-
   legt und bewirkt das Einschalten desselben. Am Kommandopult KP
   leuchtet das Leuchtfeld CЦB.
b) Tastschalter OTKЛ. CЦB drücken - Das Nullpotential liegt am
   Kontakt Sch13/2 des Steckverbinders Sch13 des Gerätes SCW an
   und bewirkt das Ausschalten desselben. Das Leuchtfeld CЦB
   des Kommandopults KP verlischt.
Zum automatischen Steuern des Geräts SCW ist ein Kommando auszu-
wählen, das sowohl das Ein- als auch das Ausschalten desselben
gewährleistet. Es ist eine Verbindung über die Kontakte des
Steckverbinders Sch5 (Verteiler) herzustellen, die das Steuern
der Relais R5/P6 (Einschalten des Geräts SCW) und R4/P6 (Ausschal-
ten des Geräts SCW) ermöglichen. Die Spannung -27 V wird an die
Wicklung dieser Relais über die entsprechenden Kontakte des Re-
lais R2/P8 angelegt.
Die Kontakte der Relais R4/P6 und R5/P6 sind auf dem Steckverbin-
der CЦB (Sch13) herausgeführt.
Das Gerät GO (ГO) kann sowohl manuell - vom Pult GO - als auch
automatisch - beim Senden/Empfangen des Kommandos - gesteuert
werden. Beim Drücken der Tastschalter des Pults ГO (manuelle
Steuerung) spricht eines der Relais R1, R2 (P8), R1 bis R4 (P4),
R1 bis R5 (P6) an.
Die Kontaktgruppen dieser Relais sind auf entsprechende Kontakte
des Steckverbinders Sch5 (A 040/1/417, Tabelle 3) herausgeführt,
an den der Steuerkreis des Geräts GO angeschlossen ist.
Zum automatischen Steuern des Geräts ГO wird ein Kommando festge-
legt, das über die genannten Relais sowohl das Ein- als auch das
Ausschalten desselben gewährleistet. In Abhängigkeit von der
Kommandofestlegung sind entsprechende Brücken am Steckverbinder
Sch5 anzubringen.


4.2.9. Senden fernmündlicher und fernschriftlicher Informationen

Das Senden fernmündlicher und fernschriftlicher Informationen
kann über geschaltete Drahtverbindungen (Nachrichtenkanäle) zur
nachgeordneten Führungsebene in beliebiger Weiterleitungsart
realisiert werden. Das gleichzeitige Übertragen von fernmündli-
chen (Kanal 3) und fernschriftlichen (Kanal 1) Informationen ist
möglich.
Beim Auslösen nachstehender Kommandos am Kommandopult KP
(A 040/1/417, Abschn. 8.1.) werden die Nachrichtenkanäle für die
Zeit der Informationsübertragung über den Gerätesatz P-161 vom
Nutzer abgeschaltet:
a) KOMMANDO 2  Informationsübertragung mit Weiterleitung
               bis zur letzten Führungsebene
b) KOMMANDO 9  Informationsübertragung ohne Weiterleitung
Die Verbindung zum Senden fernmündlicher/Fernschriftlicher Infor-
mationen wird nach Empfang der Bestätigung aus den Richtungen, in
die das KOMMANDO 2 (KOMMANDO 9) übertragen wurde, und dem Ver-
löschen der Leuchtfelder AДPEC sowie OTБOЙ KAHAЛOB des Adressen-
pults AP durch Drücken des Tastschalters ПEPEДATЧA des Sprechpults
RP hergestellt.
Empfangsseitig wird die Verbindung über die Ausgänge des Dekoders
des Kommandos 2 (beliebiges Weiterleitungsmerkmal) oder des Kom-
mandos 9 (ohne Weiterleitungsmerkmal) gewährleistet.
Der Dekoder des Kommandos 2 (UND-Glied Sp54, Negator I19, Ver-
stärker U20) ist Bestandteil des Einsatzes Д2 (ПШ3.05I.003 CxФ).
Der Dekoder des Kommandos 9 (UND-Glied Sp59, Negator I17, Verstär-
ker U7) ist im Einsatz Д4 angeordnet.
Von den Ausgängen der Dekoder werden entsprechende Signalspannun-
gen den Relais R2/P4 und R1/P6, die Bestandteil des Einschubs MK
(P-161-3, Modulator mit Verteiler) sind, zugeführt.
Bei Empfang des KOMMANDOS 2 (Weiterleitungsmerkmal ЦИPKУЛЯPHO
oder ПO ПPOГPAMME) spricht das Relais R1/P8 (MK3. Zusatzsatz) an
und gewährleistet über seine Kontakte die Weiterleitung (Senden)
der fernmündlichen oder fernschriftlichen Informationen.


4.2.10. Senden der Bestätigung über Funk

Befindet sich der Kippschalter PAДИOCETЬ des Kommandopults KP in
Stellung BKЛ., wird die Verbindung Funkgerät - Funkverteiler RR
hergestellt. Die dem NAND-Glied SpI1 über den Verstärker U1 und
den Negator I21 (Einsatz Д3, ПШ3.05I.004 CxФ) vom Kommandopult KP
zugeführte Sperrsignalspannung für den Funkverteiler RR wird agbe-
schaltet.
Nach der Entscheidung richtiges Kommando empfangen steht am Aus-
gang des NAND-Glieds SpI1 das Signal ПУCK (START) zur Verfügung.
die optische Anzeige der Bestätigung wird durch eine Schaltung,
bestehend aus Negator I2, NAND-Glied SpI1 und Verstärker (Einsatz
Д5), gewährleistet. Es müssen am Kommandopult KP das Leuchtfeld
PAДИOCETЬ aufleuchten und in Abhängigkeit von der Stellung der
Stecker an den Buchsen Sch5 bis Sch7 des Funkverteilers RR mit
einer Zeitverzögerung das Leuchtfeld PAДИOCETЬ im Verlauf von
1,5 s aufflackern.


4.2.11. Kopplung des Gebers mit dem Adressenverteiler AR des Zu-
        satzsatzes

Die zu sendenden Kommandos werden in die entsprechenden Richtungen
(Adresse des Teilnehmers) über den Adressenverteiler AR, der Be-
standteil des Zusatzsatzes ist, verteilt.
Zum Steuern des Adressenverteilers AR werden vom Operationsspei-
cher (Einsatz Д3) und vom Dekoder (Einsatz Д2) des Gebers ent-
sprechende Signalspannungen an den Eingang desselben angelegt.
Nach Drücken des Tastschalters ПУCK des Kommandopults KP wird das
im Einsatz Д4 des Gebers aufbereitete Startsignal dem Adressenver-
teiler AP zugeführt.
Wird im Verlauf des Arbeitszyklus (3 min) des Adressenverteilers
AR keine Bestätigung des gesendeten Kommandos von einem der ange-
schlossenen Teilnehmer empfangen, erfährt der Trigger Tg24 (Ein-
satz Д4) eine Zustandsänderung; die ununterbrochene Tonsignalisa-
tion des Kommandopults KP schaltet sich ein.
Durch Elemente es Gebers wird die Eigenüberprüfung des Adressen-
verteilers AR gewährleistet; es werden die entsprechenden kanalbe-
zogenen Empfangsstromkreise des Bestätigungssignals im Adressen-
verteiler AR geschaltet.
Im Fall der Eigenüberprüfung werden die Abfragetaktimpulse nach-
einander von jedem Empfänger des Bestätigungssignals abgeschaltet.
Die Abfragetaktimpulse werden über die Negatoren I7, I9, I11, I13
und I16 den UND-Gliedern Sp7 bis Sp11 zugeführt. Die vom Ausgang
derselben abgegriffenen Sinusspannungen bewirken das Abschalten
der Abfragetaktimpulse über kanalbezogen wirkende Relais:
a) Kanal 1 - Relais R1/P8 → Abfragetaktimpulse t₂Abfr. und t₃Abfr.,
b) Kanal 2 - Relais R2/P8 → Abfragetaktimpulse t₁Abfr. und t₃Abfr.,
c) Kanal 3 - Relais R3/P8 → Abfragetaktimpulse t₁Abfr. und t₂Abfr.
Der Empfang von Kommandos ist beim Durchführen der Eigenüberprüfung
des Adressenverteilers möglich. Durch ein über das Relais R3/P17
bereitgestelltes Signal wird der Trigger Tg3 in den Zustand 0 über-
führt. Im Moment des Kommandoempfangs wird durch den Trigger Rg8
des Operationsspeichers des Gebers (Einsatz Д3) das Signal 1 bereit-
gestellt, das nach Verstärkung (U4) das Relais R7/P15 zum Anspre-
chen bringt. Das hat zur Folge, daß der Stromkreis des Schalters
PEЖИM PAБOTЫ des Kommandopults KP unterbrochen wird, und die Re-
lais R3/P17, R7/P17 fallen ab.
Durch die Wirkungsweise der Trigger Tg1, Tg2 wird ein Impuls An-
fangseinstellung (HAЧAЛЬHAЯ УCTAHOBKA) aufbereitet, der über das
NAND-Glied SpI5 geführt als Startimpuls bereitgestellt wird und
den Trigger Tg3 in den Ausgangszustand überführt.


4.2.12. Überführen des Gebers in den Ausgangszustand

Die Überführung des Gebers in den Ausgangszustand ist bei Fehl-
handlungen des Bedienenden oder beim Einschalten der Stromver-
sorgung notwendig.
Im Fall einer Fehlhandlung ist der Tastschalter CБPOC des Kommando-
pults KP zu drücken, wodurch sämtliche Geräte/Einrichtungen und
Baugruppen in den Ausgangszustand automatisch überführt werden.
Im Fall des Einschaltens der Stromversorgung (z. B. im Verlauf der
Betriebsvorbereitung) wird ein Impuls formiert, der das Ansprechen
der Löschschaltung (Abschnitt 4.2.3.) bewirkt.


4.2.3.13. Eigenüberprüfung

Die Eigenüberprüfung des Gebers beinhaltet
a) das Überprüfen der Baugruppen
b) das Überprüfen der Kommando- und Bestätigungsstromkreise.
Zur Eigenüberprüfung in der Betriebsart 1 ist der Schalter PEЖИM
PAБOTЫ des Kommandopults KP in Stellung Д (Geber) zu schalten.
Dabei liegt Nullpotential über die Kontakte 3 und 12 des Schalters
PEЖИM PAБOTЫ an den Wicklungen der Relais R1/P17 und R5/P17 des
Einsatzes Д5 an. Massepotential wird über die Kontakte des Relais
R1/P17 und das NAND-Glied SpI4 an die NAND-Glieder SpI10, SpI12,
SpI14 und SpI16, die sich im Einsatz Д5 befinden, angelegt; das
Senden der Abfragetaktimpulse zu den Endempfängern wird verhindert.
Durch Drücken des Tastschalters PETPAHCЛЯЦИЯ ЦИPKУЛЯHO
(oder ... ПO ПPOГPAMME ... БEЗ PETP.) des Kommandopults KP kann
die Funktionsfähigkeit der optischen Anzeige kontrolliert werden.
Die Funktionsfähigkeit des Gebers, um einen Ausdruck über die Fern-
schreibmaschine zu erhalten, kann bei gedrücktem Tastschalter ПУCK
und gewählten Kommando (Tastschalter KOMMAHДO) am Kommandopult KP
überprüft werden. Der Trigger (Einsatz Д4) wird in den Zu-
stand START überführt und bewirkt das Anlaufen des Motors der Fern-
schreibmaschine. Auf der Fernschreibmaschine werden Buchstabenkom-
binationen ausgedruckt, die der gewählten Weiterleitungsart sowie
dem Kommando (Tabelle 16) entsprechen. Nach vollständigem Stillstand
des Motos der Fernschreibmaschine und gedrücktem Tastschalter
CБPOC muß sich am Kommandopult KP die Leuchtsignalisation ausschal-
ten.
Zum Durchführen der Eigenüberprüfung in der Betriebsart 2 sind der
Schalter PEЖИM PAБOTЫ unter der Abdeckung ПPOBEPKA des Kommando-
pults KP in Stellung ПM und der Schalter ПPИEMHИK in Stellung 1
(Kanal 1) zu schalten. Über die Kontakte des Schalters PEЖИM
PAБOTЫ sowie des Relais R2/P17 und das NAND-Glied SpI4 werden die
entsprechenden Stromkreise der Eigenüberprüfung geschaltet (Sende-
und Empfangsstromkreise). Die Kontakte des Relais R1/P8 schalten
über NAND-Glieder SpI8 und SpI9 den Stromkreis zum Senden der
Abfragetaktimpulse t₁Abfr.. Bei Empfang eines Kommandos mit Weiter-
leitungsmerkmal ПO ПPOГPAMME wird bei gedrücktem Tastschalter PУЧH.
ПOДTB. über den Trigger Tg23 (Einsatz Д4) und Negator I16 das
Senden des Handbestätigungssignals (invertierte Empfangssignale)
gewährleistet.
So lange der Tastschalter PУЧH. ПOДTB. des Kommandopults KP ge-
drückt bleibt, müssen im Intervall von 1,5 s paarweise, in Abhän-
gigkeit von Weiterleitungsart, folgende Leuchtfelder aufleuchten:
Leuchtfeld/WeiterleitungsartLeuchtfeld/KOMMANDO
- ПO ПPOГPAMME1345
-БEЗ. PETP.10876
Das Prüfen der Kanäle 2 und 3 (Schalter ПPOBEPKA des Kommando-
pults KP ist zum Durchführen der Eigenüberprüfung in der Betriebs-
art 3 (Funkkanal) in Stellung 4/5 zu schalten; der Kippschalter
unter der Abdeckung PAДИOCETЬ muß sich in Stellung BKЛ. befinden.
Durch Kontakte des Relais R7/P8 wird eine Signalspannung an das
NAND-Glied SpI14 und weiterführend an das NAND-Glied SpI15 ange-
legt. Das Ausgangssignal des NAND-Glieds SpI15 bewirkt das Senden
der Abfragetaktimpulse t₄Abfr. zum Empfänger, der das Kommando
über Funk empfängt.
Das Leuchtfeld PAДИOCETЬ zeigt optisch die Funktionsfähigkeit des
Funkverteilers RR an.
Zur Eigenüberprüfung des Analysators sind der Schalter PEзИM
PAБOTЫ in Stellung ПM und der Kippschalter KOДOГPAM in Stellung
ЛOЖH. (FALSCH) zu schalten. Das Spannungspotential 0 wird an den
Eingang des Elements Sb1 des Einsatzes Д2 angelegt; den Eingang
des Elements Sb2 wird Spannungspotential 1 (Iзaпpet) zugeführt.
Das Spannungspotential 1, vom Ausgang des Negators I1 abgegriffen,
ermöglicht die Analyse der Information, die vom Ausgang des
Operationsspeichers dem Analysator zugeführt werden.


4. Empfänger

4.3.1. Übersichtsschaltplan

Der Empfänger gewährleistet den Empfang von Kommandos und entspre-
chender Bestätigungssignale. Hauptbestandteile desselben sind
die Korrektureinrichtung, angeordnet auf dem Einsatz PM1, umfaßt
folgende Funktionsgruppen:
a) Eingangsfilter zur Integration der vom Kanalabzweiggestell an-
   liegenden Zeichenfolgen (Stromschritte),
b) Impulsformier- und -korrektureinrichtung zum Formieren und
   Korrigieren der Impulsflanken der Stromschritte,
c) Frequenzteiler zum Bereitstellen von korrigierten Impulsen
   der Telegrafiefrequenz,
d) Taktimpulseinrichtung zum Erzeugen von Taktimpulsen I-1600 Hz
   und II-1600 Hz,
e) Prüfeinrichtung zum Prüfen der Funktionsfähigkeit der Baugruppen
   der Korrektureinrichtung.
Der Dekoder DKU (ДKУ), angeordnet auf dem Einsatz PM2, umfaßt fol-
gende Funktionsgruppen:
a) Dekoder OFT/PKU (OФT/ДKУ), der den zuverlässigen Betrieb des
   Hauptsatzes ohne Unterbrechung bei zufällig anliegenden inver-
   tierten Impulsen gewährleistet;
b) Informationsfolgefilter F1 (ФI), das aus der Zeichenfolge die
   Phasenfolge bewertet, diese zum Filter der Phasenfolge F2 (Ф2)
   weiterleitet und eine 7stellige Zeichenfolge in das Register
   RRx7 eingibt;
c) Filter der Phasenfolge F2 (Ф2), das
   - Verzerrungen der Phasen der Zeichenfolge, die vom Filter F1
     angelegt werden, auswertet und bei Phasenverzerrungen die
     Funktion der Löschschaltung auslöst,
   - über das rekurrente Register RRx4 die vorgeschriebene Phasen-
     folge der Zeichen regeneriert;
d) Subtraktionsschaltung, zum Bereitstellen einer 7stelligen Im-
   pulsfolge aus der Summenfolge durch Subtraktion der phasierten
   Impulsfolge (siehe Abschnitt 4.2.1.), die dem Informationsfolge-
   filter F1 zugeführt wird;
e) Löschschaltung zum Überführen des Zählers und der Steuerein-
   richtung in den Ausgangszustand bei
   - anliegendem Signal HAЧAЛЬHAЯ УCTAHOBKA vom Geber (Adressen-
     verteiler),
   - verzerrten Impulsfolgen,
   - anliegendem Signal vom Dekoder DSch2, d. h., wenn am Eingang
     des Dekoders DKU Impulsfolgen nur 1 oder nur 0 angelegt wer-
     den;
   - anliegendem Signal vom Dekoder DSch1 nach Senden einer Infor-
     mation zum Geber (Adressenverteiler);
f) Vermittlung F1, die den Betrieb des Informationsfolgefilters
   F1 steuert;
g) Vermittlung F2, die den betrieb des Filters der Phasenfolge F2
   steuert;
h) Einrichtung zur Informationsausgabe an den Geber (Adressenver-
   teiler), wobei bei einem gleichzeitigen Anlegen der Abfrage-
   und Steuerimpulse von der Steuereinrichtung ein paralleles,
   7stelliges invertiertes Kodogramm gesendet wird;
i) Steuerschaltung, die
   - Steuerimpulse an die Vermittlung F1 und F2 anlegt,
   - das Freigabesignal für die Einrichtung zur Informationsaus-
     gabe und nach Ansprechen des Dekoders DSch5 das Signal BЫKЛ.
     KOPPEKЦИИ (KORREKTUR AUS) aufbereitet;
k) Dekoder DSch1, der bei eingespeicherter Information 0100 im
   Register RRx4 ein Signal an die Steuereinrichtung und die Lösch-
   schaltung anlegt;
l) Dekoder DSch2, der bei eingespeicherter Information 0000 im Re-
   gister RRx4 das Ansprechen der Löschschaltung bewirkt, womit
   der Dekoder DKU in den Ausgangszustand überführt wird;
m) Dekoder DSch4, der bei am Ausgang des Filters der Phasenfolge
   F2 auftretenden Information 30x0 eine Unterbrechung der Tran-
   sitverbindung durch das Kodogramm Nr. 30 (011100) bewirkt;
n) Dekoder DSch4, der nach dem Auffüllen des Zählers das Kodogramm
   Nr. 45 (001010) an die Steuereinrichtung anlegt;
p) Taktformierer, der 8 zeitlich differenzierte Impulsfolgen
   formiert, die als Steuer- und Schiebeimpulse zur Verfügung
   stehen.
Die vom Ausgang des Kanalabzweigblocks anliegenden Informationen/
Telegrafiezeichen (Stromschritt- bzw. Kein-Stromschritt-Impulse)
werden der Korrektureinrichtung zugeführt. Folgende Baugruppen
sind Bestandteile der Korrektureinrichtung:
a) Eingangsverstärker,
b) Formierstufe (direkter und invertierter Kode),
c) Impulsflankenidentifikator,
d) Steuerstufe der Zähler,
e) Zähler"1" und Zähler 0
f) Stromschritt-Dekoder und Kein-Stromschritt-Dekoder,
g) Impulskorrekturstufe,
h) Nullzustandsdekoder.
Der Eingangsverstärker gewährleistet eine Pegelanpassung zwischen
Kanalabzweigblock B0 und Empfänger; er dient gleichzeitig zum Er-
höhen der Störsicherheit. Die entsprechend verstärkten Eingangs-
signale werden der Formierstufe (direkter und invertierter Kode)
zugeführt.
Die Impulse des direkten Kodes (Stromschritt = 1) gelangen so-
wohl an den Zähler1 als auch zum Impulsflankenidentifikator.
Impulse des invertierten Kodes werden dem Zähler 0 und dem Im-
pulsflankenidentifikator zugeführt.
Durch den Impulsflankenidentifikator wird eine entsprechende
Impulsflankenbewertung -(ansteigende und fallende Flanke des
Stromschritt-Impulses) vorgenommen. Die Impulsflanken bewirken
ein Anlegen von Impulsen der Frequenz 16000 Hz (Zählimpulse) von
der Steuerstufe der Zähler an den Zähler 1 (ansteigende oder
vordere Flanke) bzw. den Zähler 0 (abfallende Flanke oder hintere
Flanke).
Das Einschreiben der jeweiligen Impulse in den entsprechenden Zäh-
ler wird beendet, wenn der Zählerstand als gefüllt gewertet wird.
Jeder der Zähler zählt dabei die Anzahl der Impulse der Frequenz
16000 Hz, die an seinem Eingang angelegt werden:
- Zähler 1  wenn am Eingang der Korrektureinrichtung
              ein Stromschritt-Impuls anliegt
- Zähler 0  wenn am Eingang der Korrektureinrichtung
              ein Kein-Stromschritt-Impuls anliegt
Als Zustandsänderungskoeffizient (Auffüll-) der Zähler wird 16 an-
gegeben.
Ist der Zustandsänderungskoeffizient 16 des Zählers erreicht,
spricht der Stromschritt-Dekoder (Zähler 1) bzw. der Kein-Strom-
schritt-Dekoder (Zähler 0) an.
Die Steuerimpulse des Stromschritt-Dekoders schalten die Impuls-
korrekturstufe (Impulsfomierstufe der korrigierten Zeichen) in
den Zustand 1. Eine Änderung in den Zustand 0 erfährt die Impuls-
korrekturstufe durch anliegende Steuerimpulse des Kein-Stromschritt-
Dekoders.
Gleichzeitig wird vom jeweiligen Dekoder in Impuls dem entspre-
chenden Zähler zugeführt, der diesen in den Ausgangszustand (Null-
stellung) überführt. Ist dieser Zählerzustand erreicht, spricht
der Nullzustandsdekoder der Korrektureinrichtung an. Das Ausgangs-
signal des Nullzustandsdekoders bewirkt ein Sperren der Steuerstufe
der Zähler bis zum erneuten Eintreffen von Zeichenfolgen vom
Kanalabzweigblock B0.
Gelangen an den Eingang der Korrektureinrichtung verzerrte Zei-
chenfolgen/Informationen/Kodogramme/Weiterleitungsmerkmale, wer-
den diese durch die Wirkungsweise der Zähler und der nachgeschal-
teten Baugruppen ausgeglichen. Jeder verzerrte Impuls wird in der
Art bewertet, daß durch den jeweiligen Zähler der nächstfolgende
Zählschritt vorgenommen wird. Ist der Zustandskoeffizient 16 er-
reicht, arbeitet die Korrektureinrichtung wie bereits beschrieben.
Vom Ausgang der Korrektureinrichtung werden die aufbereiteten
Zeichenfolgen dem Dekoder DKU (Einsatz PM2) und der Steuereinrich-
tung (Einsatz PM1) zugeführt.
Von der Steuereinrichtung werden Impulse, die den Flanken der auf-
bereiteten Zeichen äquivalent sind, zum Steuern des Teilers 1:32
bereitgestellt. Teilungsimpulse sind die Taktimpulse der Frequenz
16000 Hz. Vom Ausgang des Teilers 1:32 werden nach jeweils 16 Tak-
ten korrigierte Taktimpulse der Frequenz 50 Hz abgegriffen und dem
Dekoder zugeführt.
In der Betriebsart DIENSTHABENDER EMPFANG wird vom Ausgang der
Korrektureinrichtung eine zufällige Folge von Zeichen 0 und 1
an den Dekoder OFT (OФT) angelegt. Am Ausgang des Filters der Pha-
senfolge F2 (Ф2) steht ebenfalls eine zufällige Zeichenfolge 0 und
1 zur Verfügung. Jede 1 am Ausgang des Filters F2 ruft ein Anspre-
chen der Löschschaltung hervor und bewirkt eine Rückkehr des Deko-
ders DKU in den Ausgangszustand.
Ist der Empfänger an einen Fernschreibkanal angeschaltet, können
an seinen Eingang sowohl eine Zeichenfolge 1 (Stromschritte) als
auch eine Zeichenfolge 0 (Kein-Stromschritte) gelangen. In beiden
Fällen werden die Register RRx7 des Informationsfolgefilters F1
und das Register RRx4 des Phasenfolgefilters F2 mit 0 aufgefüllt,
und der Dekoder DSch2 (Ш2), der auf die Kodekombination 0000 ab-
gestimmt ist, spricht an. Das hat zur Folge, daß durch die Wir-
kungsweise der Löschschaltung der Dekoder DKU in den Ausgangszu-
stand überführt wird.
Bei Empfang einer Informations/Folge kodierter Zeichen werden fol-
gende Arbeitszyklen wirksam:
a) Zyklus 1 - Auffinden eines nichtverzerrten Abschnitts aus einer
   Folge von insgesamt 49 Zeichen der Information und Speichern
   von 7 Zeichen aus dieser kodierten Zeichenfolge im Register
   RRx7 des Informationsfolgefilters F1,
b) Zyklus 2 - Auffinden von 7 Zeichen aus der Summenfolge und de-
   ren Speicherung im Register RRx7,
c) Zyklus 3 - Auffinden einer Impulsfolge auf der Basis von
   7 Zeichen aus der Summenfolge und Auffinden einer 7stelligen
   Kodekombination in dieser Impulsfolge, die der empfangenen Be-
   stätigung/dem Kommando entspricht.
Im Verlauf des Zyklus 1 wird die Summenfolge (siehe Abschnitt
4.2.1.) über die Vermittlung F1 an das Register RRx7 angelegt. Ist
dieses durch 7 nichtverzerrte Zeichen der Summenfolge aufgefüllt,
wird vom Ausgang des Informationsfolgefilters F1, d. h. vom Halbad-
der 2, über die Vermittlung F2 dem Filter der Phasenfolge F2 eine
phasenkorrigierte Impulsfolge zugeführt. Die ersten 4 Zeichen die-
ser Impulsfolge werden im Register RRx4 gespeichert. Bedingt durch
den gefüllten Zustand dieses Registers wird vom Ausgang des Halb-
adders 4 der Löschschaltung ununterbrochen das Spannungspotential
0 (Signal) zugeführt; die Löschschaltung wird somit aktiviert.
Durch den Zähler werden die Anzahl der Signale 0 gezählt. Ist der
Zählerstand 30x0 erreicht, spricht der Dekoder DSch3 an und von
diesem wird das Kodogramm Nr. 30 (011100) zum unterbrechen der
Transitverbindung an den Geber übertragen.
Bei Erreichen des Zählerstandes 38x0 spricht der Dekoder DSch5 an,
d. h., am Empfängereingang lag eine nichtverzerrte Summenfolge
an. Es werden aus dieser Folge 11 Zeichen zum Auffinden der Regi-
ster RRx7 und RRx4 sowie 38 Zeichen zum Erreichen des gefüllten
Zählerstandes verarbeitet. Das Ausgangssignal 111101 des Dekoders
DSch5 bewirkt das Ansprechen der Steuerstufe des Dekoders DKU und
hat zur Folge, daß der Dekoder DKU von der Korrektureinrichtung und
der Ausgang des Informationsfolgefilters F1 vom Eingang des Filters
der Phasenfolge F2 abgeschaltet werden.
Die Subtraktionsschaltung wird über die Vermittlung F1 an den Ein-
gang des Informationsfolgefilter F1 angeschaltet. Die Vermittlung
F2 bewirkt das Schließen des Rückkopplungsstromkreises des rekur-
renten Registers RRx4 des Filters der Phasenfolge F2.
Im Verlauf des Zyklus 2 wird durch das Register RRx4 eine konti-
nuirliche Impulsfolge erzeugt, die der Subtraktionsschaltung zuge-
führt wird. Gleichzeitig gelangen an diese die im Register RRx7
gespeicherten Zeichen der Summenfolge. Die am Ausgang der Subtrak-
tionsschaltung zur Verfügung stehende Zeichen dienen zum Herstel-
len der Phasengleichheit der Impulse wund werden dem Register RRx7
zugeführt und dort gespeichert.
Mit Beginn der Arbeit der Subtraktionsschaltung wird er Zählvor-
gang des Zählers ausgelöst. Nach Ablauf von 7 Zähltakten spricht
der Dekoder DSch4 an. Der Steuerstufe des Dekoders DKU wird das
Kodogramm Nr. 45 =01010) zugeführt. Durch die Wirkungsweise der
Steuerstufe des Dekoders DKU wird die Subtraktionsschaltung vom
Eingang des Informationsfolgefilters F1 abgeschaltet. Durch das
Register RRx7 wird eine Zeichenfolge bereitgestellt, die im Ver-
lauf des Zyklus 3, beginnend mit der gespeicherten 7stelligen
Kodekombination, fortgesetzt wird.
Ist im Register RRx4 die Kodekombination 0100 (Phasengleichheit)
gespeichert, spricht der Dekoder Dsch1 an. Im Moment des Anspre-
chens desselben wird durch die Steuerstufe des Dekoders DKU ein
Signal an die Einrichtung zur Informationsausgabe angelegt, das
bewirkt, daß bei anliegendem Abfragetaktimpuls vom Geber (Adressen-
verteiler), die im Register RRx7 gespeicherte Information als
7stellige Kodekombination (invertiert identisch mit der Kodekombi-
nation des empfangen Kommandos, d. h. alle 1 werden als 0 und
alle 0 als 1 bewertet) zum Geber (Adressenverteiler) übertragen
wird.
Ist die Informationsübertragung beendet, werden durch den Dekoder
DSch1 die Löschschaltung zum Ansprechen gebracht und der Dekoder
DKU in den Ausgangszustand überführt.


4.3.2. Integrator verzerrter Zeichen

Die vom Kanalabzweigblock B0 der Korrektureinrichtung zugeführten
Informationen in Form von Telegrafiezeichen (Zeichenfolge) werden
über den Eingangsverstärker an die Formierungsstufe angelegt. Die
Formierungsstufe (Album Nr. 2,ПШ3.05I.00I CxФ), angeordnet auf dem
Einsatz ПMI, weist folgende Bestandteile auf:
a) UND-Glieder Sp33, Sp34, Sp47, Sp48,
b) Negator I6,
c) Trigger Tg17 und Tg22.
Vom Ausgang des Verstärkers wird die Zeichenfolge über das UND-
Glied Sp47 und den Negator I6 dem UND-Glied Sp48 zugeführt.
Gleichzeitig werden Negative Taktimpulse II-16000 Hz an die entspre-
chenden Eingänge der UND-Glieder Sp47 und Sp48 angelegt.
Die von den Ausgängen der UND-Glieder Sp47 und Sp48 abgegriffenen
Steuersignale werden zusammen mit den Taktimpulsen der Frequenz
1600 Hz an den Trigger Tg22 angelegt, der in Abhängigkeit vom
Charakter der Information (Stromschritt oder Kein-Stromschritt)
seinen Zustand ändert.
Bei einem zugeführten Stromschritt-Impuls (1) wird ein Steuersignal
vom UND-Glied Sp47 an den Trigger Tg22 angelegt. Der Trigger Tg22
wird in den Zustand 1 überführt. Das diesem Zustand entsprechende
Signal (Spannungspotential) 1 kann am Kontakt 16 (Ausgang 1) des-
selben abgegriffen werden.
Liegt am Eingang des Empfängers ein Kein-Stromschritt-Impuls (0)
an, wird das Steuersignal für den Trigger Tg22 vom Ausgang des
UND-Glieds Sp48 abgegriffen. Am Kontakt 15 (Ausgang 0) des Triggers
Tg22 steht das Signal 0 zur Verfügung.
Durch die Wirkungsweise der Formierstufe werden somit am Ausgang 1
des Triggers Tg22 Signale im direkten Kode (Stromschritt = 1)
und am Ausgang 0 Signale im invertierten Kode (Kein-Stromschritt
= 1) bereitgestellt. Die Signaldauer stimmt überein mit der Dauer
der Taktimpulse II-1600 Hz.
Die Signale im direkten Kode werden dem UND-Glied Sp33, die in-
vertierten Signale dem UND-Glied Sp34 zugeführt. Nach Anlegen der
Taktimpulse I-1600 Hz an die entsprechenden Eingänge der UND-Glie-
der Sp33 und Sp34 können von den Ausgängen derselben Steuersignale
abgegriffen werden, die den Trigger Tg17 in den Zustand 1 bzw. 0
überführen:
a) Stromschritt-Impuls (1) am Eingang des Empfängers - das Steuer-
   signal vom UND-Glied Sp33 überführt den Trigger Tg17 in den Zu-
   stand 1 (Stromschritt = 1),
b) Kein-Stromschritt-Impuls (o) am Eingang des Empfängers - das
   Steuersignal vom UND-Glied Sp34 überführt den Trigger Tg17 in
   den Zustand 0 (Kein-Stromschritt = 0).
Die Signaldauer ist identisch mit der Dauer der Taktimpulse
I-1600 Hz. Die Signale im direkten Kode, abgegriffen am Ausgang 1
des Triggers Tg22, werden dem Zähler 1 zugeführt. Die invertier-
ten Signale, abgegriffen am Ausgang 0 des Triggers Tg22, werden an
den Zähler 0 angelegt. Beide Signale gelangen ebenfalls an die
Eingänge des Impulsflankenidentifikator (ПШ3.05I.00I CxФ) weist folgende
Bestandteile auf:
a) UND-Glieder Sp41, Sp42, Sp50, Sp51,
b) Negator I8,
c) Trigger Tg21,
d) Schaltelement Sb1.
Die Signale im direkten Kode werden den UND-Gliedern Sp41, Sp50 und
die invertierten Signale den UND-Gliedern Sp42, Sp51 zugeführt.
Die negativen Taktimpulse II-1600 Hz werden von der Taktimpulsein-
richtung (Verstärker U4) an die UND-Glieder Sp41, Sp42 angelegt.
Die beim Anlegen der Taktimpulse II-1600 Hz an den entsprechenden
Ausgängen der UND-Glieder zur Verfügung stehenden Steuersignale
liegen am Trigger Tg21 an.
Bei einem am Eingang des Empfängers anliegenden Stromschritt-Impuls
(1) gelangt vom Ausgang des UND-Glieds das Spannungspotential 1 an
den Trigger Tg21, der in den Zustand 1 überführt wird. Der Zustand
0 wird durch den Trigger Tg21 eingenommen, wenn am Empfängerein-
gang ein Kein-Stromschritt-Impuls(0) anliegt.
Im Moment der Impulspotentialänderung wird durch das UND-Glied
Sp50 oder Sp51 das Spannungspotential 1 bereitgestellt und über
den Negator I8 an den Eingang der Steuerstufe der Zähler als
Signal 0 angelegt:
a) UND-Glied Sp50  Kein-Stromschritt-Impuls→Stromschritt-Impuls
b) UND-Glied Sp51  Stromschritt-Impuls→Kein-Stromschritt-Impuls
Die formierten Signale entsprechen zeitlich den Flanken der Impulse.
Die Steuerstufe der Zähler (ПШ3.05I.00I CxФ) besteht aus
a) UND-Glied Sp46,
b) Trigger Tg23 und
c) den Negator I1, I2.
Der Trigger Tg23 wird durch die anliegenden Signale in den Zustand
1 überführt; vom Ausgang desselben wird das Signal 1 an das UND-
Glied Sp46 angelegt. Das UND-Glied Sp46 wird durch die negativen
Taktimpulse I-1600 Hz gesteuert. So daß vom Ausgang des UND-Gliedes
Sp46 die Steuersignale der Zähler (Zählimpulse) abgegriffen und
negiert (I1, I2) an den Zähler 1 und den Zähler 0 angelegt
werden.
Durch das Ausgangssignal des Nullzustandsdekoders wird der Trigger
Tg26 in den Zustand 0 überführt.
Die Zählimpulse werden erst wieder bereitgestellt, wenn wiederholt
der Vorgang der Impulsauswertung (Kein-Stromschritt-/Stomschritt-
Impuls) ausgelöst wird.
Der Zähler 1 ist als 4 stelliger Binärzähler ausgeführt. Bestand-
teile sind
a) UND-Glieder Sp1 bis Sp8, Sp17 bis Sp24,
b) Trigger Tg1 bis Tg4, Tg9 bis Tg12.
Der Zustandsänderungskoeffizient des Zählers 1 ist 16.
An den Eingang (UND-Glied Sp17, Sp18) des Zählers werden angelegt:
a) Zählimpulse der Frequenz 1600 Hz vom Ausgang des Negators I1
   der Steuerstufe der Zähler;
b) Signale im direkten Kode vom Ausgang 1 des Triggers Tg17 der
   Formierstufe (direkter und invertierter Kode);
c) Rückkopplungspotential vom jeweiligen Ausgang des Triggers Tg1
   - Ausgang 1→UND-Glied Sp18,
   - Ausgang o→UND-Glied Sp17.
Durch das UND-Glied Sp17 wird nur dann ein Signal 1 formiert, wenn
am Eingang des Empfängers nach einem Kein-Stromschritt-Impuls ein
Stromschritt-Impuls (1, direkter Kode) anliegt.
In Abhängigkeit von den am Empfängereingang anliegenden Strom-
schritt-Impulsen wird durch den Zähler 1 der Zählvorgang durchge-
führt. Ist der Zähler gefüllt, werden von den entsprechenden Ausgängen
(Ausgang 1 des Triggers Tg1, Ausgang 0 der Trigger Tg9 bis Tg12)
des Zählers 1 Signale mit einem Spannungspotential 1 an den
Stromschritt-Dekoder (UND-Glied Sp45) angelegt.
Gleichzeitig wird der Zähler 1 in den Zustand 0 durch das vom
Ausgang des Kein-Stromschritt-Dekoders abgegriffene Signal 0, das
an die Trigger Tg9 bis Tg12 angelegt wird, überführt.
Der Zähler 0 ist gleichfalls als 4stelliger Binärzähler ausge-
führt. Bestandteile sind
a) UND-Glieder Sp9 bis Sp16, Sp25 bis Sp32,
b) Trigger Tg5 bis Tg8, Tg13 bis Tg16.
Der Zustandsänderungskoeffizient des Zählers 0 ist 16.
An den Eingang (UND-Glieder Sp25, Sp26) des Zählers werden ange-
legt:
a) Zählimpulse der Frequenz 1600 Hz vom Ausgang des Negators I1
   der Steuerstufe der Zähler;
b) invertierte Signale vom Ausgang 0 des Triggers Tg17 der Formier-
   stufe (direkter und invertierter Kode);
c) Rückkopplungspotential vom jeweiligen Ausgang des Triggers Tg5
   - Ausgang 0→UND-Glied Sp25
   - Ausgang 1→UND-Glied Sp26.
Durch die UND-Glieder Sp25 und Sp26 wird nur dann ein Signal 1 for-
miert, wenn am Eingang des Empfängers ein Kein-Stromschritt-Impuls
(1, invertierter Kode) anliegt.
Ist der Zähler 0 gefüllt, werden von den entsprechenden Ausgängen
(Ausgang 1 des Triggers Tg5, Ausgang 0 der Trigger Tg14 bis Tg16)
Signale mit einem Spannungspotential 0 an den Kein-Stromschritt-
Dekoder (UND-Glied Sp43 angelegt.
Gleichzeitig wird der Zähler 0 in den Ausgangszustand durch das
vom Ausgang des Stromschritt-Dekododers abgegriffene Signal0, das
an die Trigger Tg5, Tg13 bis Tg16 angelegt wird, überführt.
Der Stromschritt-Dekoder besteht aus dem UND-Glied Sp45 und Nega-
tor I5. An jeweils 5 Eingängen des UND-Glieds Sp45 werden die Aus-
gangssignale der Zähler 1 angelegt. Das am Ausgang des UND-
Glieds Sp45 abgegriffene Signal 1 wird negiert (I5) und
a) der Prüfeinrichtung (UND-Glied Sp49),
b) der Impulskorrekturstufe (Trigger Tg24),
c) dem Zähler 0 (Trigger Tg5, Tg13 bis Tg16)
zugeführt.
Der Kein-Stromschritt-Dekoder besteht aus dem UND-Glied Sp43 und
Negator I3. An jeweils 5 Eingängen des UND-Glieds Sp43 werden die
Ausgangssignale des Zählers 0 angelegt. Das am Ausgang des UND-
Glieds Sp43 abgegriffene Signal 1 wird negiert (I3) und
a) der Prüfeinrichtung (UND-Glied Sp49),
b) der Impulskorrekturstufe (Trigger Tg24),
c) dem Zähler 1 (Trigger Tg1, Tg9 bis Tg12)
zugeführt.
Der Nullzustandsdekoder besteht aus dem UND-Glied Sp44 und Nega-
tor I4. An die insgesamt 9 Eingänge des UND-Glieds Sp44 werden
angelegt:
- Signale vom Zähler 1  4 Eingänge
- Signale vom Zähler 0  4 Eingänge
- Taktimpulse II-1600 Hz  1 Eingang
Am Ausgang des UND-Glieds Sp44 können Signale der Frequenz
1600 Hz abgegriffen werden, wenn sowohl der Zähler 1 als
auch der Zähler 0 im Zustand 0 (leer) befinden.
Das Ausgangssignal des Nullzustandsdekoders liegt am Trigger Tg23
der Steuerstufe der Zähler an; es bewirkt ein Sperren desselben
bis zum erneuten Eintreffen von Zeichenfolgen vom Kanalabzweig-
block BO.


4.3.3. Herstellen der Phasengleichheit

Von den Ausgängen der Impulskorrekturstufe (Trigger Tg24) werden
die Signale an folgende Einrichtungen angelegt:
a) Steuerschaltung - Ausgang 0 des Triggers Tg24 (invertierte
   Signale an die UND-Glieder Sp38, Sp53) und Ausgang 1 des Trig-
   gers Tg24 (Signale im direkten Kode an die UND-Glieder Sp37,
   Sp52),
b) Dekoder DKU.
Die Steuereinrichtung (Einsatz PM1) besteht aus folgenden Stufen
bzw. Elementen:
a) UND-Glieder Sp37, Sp38, Sp52, Sp53, Sp71, Sp72,
b) Schaltelemente Sb2 und Sb3,
c) Negatoren I9 und I12,
d) Trigger Tg19.
Durch die Wirkungsweise der UND-Glieder Sp37, Sp38, SP52, Sp53,
des Triggers Tg19 und des Negators I9 wird eine Impulsflanken-
äquivalenz in der Art erreicht, daß am Ausgang des Negators I9
negative Impulse abgegriffen werden, wenn eingangsseitig eine
steigende bzw. fallende Flanke entzerrter Stromschritt-Impulse
anliegt. Und UND-Glieder Sp71, Sp72 und der Negator I12 werden
die DKU-Signale aus und bewirken das Einschalten der Korrektur-
einrichtung.
Durch das Signal 0, abgegriffen vom Negator I12, wird der Teiler
1:32 ausgelöst.
Ein entsprechendes Signal vom Dekoder DKU bewirkt, daß Nullpoten-
tial an die UND-Glieder Sp71, Sp72 angelegt wird. Der Negator I12
wird in den Momenten ausgesteuerte Teiler 1:32 beginnt nicht
zu arbeiten, die Phasenkorrektur erfolgt nicht.
Der gesteuerte Teiler 1:32, angeordnet im Einsatz PM1, weist fol-
gende Bestandteile auf:
a) 5stufiger Binärzähler (Trigger Tg28 bis Tg37, UND-Glieder Sp60
   bis Sp69, Sp73 bis Sp82),
b) Dekoder der Stromschritt-Impulse (UND-Glied Sp70, Negator I11),
c) Schaltung zum Formieren korrigierter Taktimpulse (50 Hz).
Teilungsimpulse sind die Taktimpulse I-1600 Hz, die von der Takt-
impulseinrichtung (Verstärker U2) am Teiler 1:32 anliegen.
Nach Anlegen des Steuersignals vom Negator I12 der Steuereinrich-
tung an die Eingänge der Trigger Tg33 bis Tg37 kann nach Ablauf von
16 Takten am Ausgang des Teilers 1:32 ein Stromschritt-Impuls ab-
gegriffen werden. Diese Stromschritt-Impulse werden mit Hilfe des
Dekoders der Stromschritt-Impulse (UND-Glied mit 6 Eingängen)
ausgekoppelt. Vom Ausgang desselben werden die negierten Signale
(Inverter I11) der Schaltung zum Formieren korrigierter Taktimpul-
se zugeführt. Die Dauer der vom Ausgang dieser Schaltung abegegebe-
nen Impulse ist mit 2xTI-1600 Hz angegeben.
Der Trigger Tg27 wird in den Zustand 1 überführt, wenn an seinem
Eingang vom Dekoder der Stromschritt-Impuls das Signal 0 anliegt.
Rückgesetzt in den Zustand 0 wird dieser vom Trigger Tg18 über
eine logische Laufzeitkette, die durch die UND-Glieder Sp35, Sp36,
Sp39, Sp40, Sp54 bis Sp57, Sp59 und die Trigger Tg18, Tg29, Tg25
bis Tg27 gebildet wird.
Das Ausgangssignal des Triggers Tg18 ist, bezogen auf das am Aus-
gang des Triggers Tg27 zur Verfügung stehende Signal, um
2xTI-1600 Hz verzögert. Es werden somit vom Ausgang des Triggers
Tg27 korrigierte Impulse der Frequenz 50 Hz und einer Dauer von
2xTI-1600 Hz abgegriffen. Weiterhin stehen Impulse am Ausgang des
Triggers Tg25 zur Verfügung. Sie weisen eine Verschiebung von
TI-1600 Hz gegenüber den am Ausgang des Triggers Tg27 abgegriffe-
nen Impulsen auf.
Die Impulse von den Ausgängen (Trigger Tg28, Tg20 und Tg25 bis Tg27)
des gesteuerten Teilers 1:32 werden dem Dekoder DKU zuge-
führt.
Die Taktimpulseinrichtung dient zum Aufbereiten der Taktimpulse
I-1600 Hz und II-1600 Hz. Sie bestehen aus
a) UND-Glied Sp58,
b) Negator I10,
c) Verstärker U2 bis U4.
An der Taktimpulseinrichtung liegen vom Geber oder vom Adressen-
verteiler zeitverschobene Startimpulse der Frequenz 1600 Hz an.
Die formierten Taktimpulse werden verstärkt und den entsprechenden
Baugruppen der Korrektureinrichtung und des Dekoders DKU zugeführt:
a) Taktimpuls  I-1600 Hz  Verstärker U2
b) Taktimpuls II-1600 Hz  Verstärker U3, U4
Eine Impuls--Negation II-1600 Hz wird durch den Negator I10 ge-
währleistet.


4.3.4. Erkennen und Bewerten eines unverzerrten Abschnitts in der
       Zeichenfolge

Bedingt durch das Einschalten der Stromversorgung des Gebers/Adres-
senverteiler wird das Signal HAЧAЛЬHAЯ УCTAHOBKA (Anfangsein-
stellung) formiert und an den Eingang des Negators I45 (Einsatz
PM2) angelegt. Das negierte Signal liegt an der Löschschaltung
(ПШ3.05I.000 CxФ) an, die folgende Bestandteile aufweist:
a) UND-Glieder Sp77, Sp78,
b) Negatoren I42, I43,
c) Schaltelement Sb18,
d) Trigger Tg25.
Durch die Ausgangssignale der Negatoren I42, I43 wird die Bereit-
schaft zum Abarbeiten des Zyklus 1 hergestellt:
a) Negator I42, Signal 0 - die Trigger Tg15 bis Tg21 des Zählers
   werden in den Zustand 1 überführt,
b) Negator I43, Signal 1 - die Trigger Tg23 (Steuerstufe der Zähler)
   und Tg24 (Impulskorrekturstufe) werden in den Zustand 0 über-
   führt.
Das Ausgangssignal 1 des Triggers Tg24 wird an folgende Baugruppen
und Elemente des Dekoders DKU angelegt:
a) UND-Glied Sp40 der Vermittlung F1,
b) UND-Glied Sp28 der Vermittlung F2,
c) UND-Glied Sp78 (Die Löschschaltung arbeitet, wenn am Ausgang
   der Vermittlung F2 das Signal 1 anliegt).
Zum Ausschalten der Korrektureinrichtung liegt ebenfalls das Si-
gnal 1 des Triggers Tg24 am Kontakt Sch3/a8 derselben an.
Die Vermittlung F1 weist folgende Bestandteile auf:
a) UND-Glieder Sp40 bis Sp42;
b) Schaltelement Sb11,
c) Negatoren I23, I24.
Die Vermittlung F2 weist folgende Bestandteile auf:
a) UND-Glieder Sp28, Sp29;
b) Schaltelement Sb10,
c) Negatoren I20, I21.
Das Registrieren der am Empfängereingang anliegenden Kodogramme/
Weiterleitungsmerkmale/Zeichenfolgen wird mit Hilfe von kurzen
Impulsen (Torimpulse) gewährleistet, die durch die Korrekturein-
richtung aufbereitet werden. Durch jeden Torimpuls wird eine Lauf-
zeitkette (ПMI) angesteuert, die über die Kontakte b1-b0 des Steck-
verbinders Sch3 an die entsprechenden Eingängen des Taktformierers,
bestehend aus den Schaltelementen Sb2 bis Sb9, geschaltet ist.
An den Taktformierer werden von der Korrektureinrichtung über den
Steckverbinder Sch3 (Sch3/a2, Sch3/a5) die beiden Impulsfolgen der
Frequenz 1600 Hz angelegt, die zueinander um 1/2 T verschoben sind.
Im Verlauf eines jeden Arbeitszyklus können an den Ausgängen
(Negatoren I11 bis I18) des Taktformierers 8 zeitlich verschobene
Taktimpulse/Schiebeimpulse (t1 bis T8) abgegriffen werden (T1 an
I11, T2 an I15, T3 an I12, T4 an I16, T5 an I13, T6 an I17, T7 an
I14, T8 an I18).
Die Taktimpulse T1 bis T8 werden zum Steuern der Baugruppen des
Dekoders sowie als Schiebeimpulse benötigt. Der Taktimpuls T1
stimmt zeitlich mit dem Torimpuls überein. Das Zustandsdiagramm
des Taktformierers ist auf Bild 14 dargestellt.
Taktformierer
Bild 14 Zustandsdiagramm des Taktformierers
Die integrierten Zeichen (siehe Abschnitt 4.3.2.) werden von der
Korrektureinrichtung an den Dekoder OFT/PKU (OФT/ПKУ) angelegt,
der folgende Bestandteile aufweist:
a) UND-Glied Sp1 bis Sp4,
b) Schaltelement Sb1,
c) Negatoren I1, I2, I10,
d) Trigger Tg1.
Es wird eine Summenfolge nach Modul 2 der am Eingang anliegenden
Zeichen gebildet. Liegt am Eingang des Dekoders OFT/PKU das Signal
1 an, kann am Ausgang des UND-Glieds Sp2 ein Signal 1T2 abgegriffen
werden, somit der Trigger Tg1 in den Zustand 0 überführt wird.
Bei einem anliegenden Signal 0 steht am Ausgang des Negators I10
das Signal 1 zur Verfügung; am Ausgang des UND-Glieds Sp4 kann
es als Signal 1T2 abgegriffen werden. Der Trigger Tg1 wird in
diesem Fall in den Zustand 1 überführt. Die möglichen Signalvarian-
ten sind aus der Tabelle 17 ersichtlich. Im Ergebnis des wiederholten
Kodiervorgangs wird eine zufällige Zeichenfolge im DIENSTHABENDEN
BETRIEB oder eine Summenfolge aufbereitet, die dem empfangenen
Kommando bzw. der Bestätigung äquivalent ist.
Die dem Dekoder OFT/PKU nachgeschaltete Vermittlung F1 weist folgen-
de Bestandteile auf:
a) UND-Glied Sp12 bis Sp27, Sp43 bis Sp46, Sp53, Sp54,
b) Schaltelemente Sb12, Sb15,
c) Negatoren I25, I26, I32, I33,
d) Trigger Tg2 bis Tg9.

Tabelle 17 Signalvarianten am Ausgang des Dekoders OFT/PKU
i-te
Zeichen
Trigger
Tg1
i-te
Zeichen
UND-Glied
Sp1
UND-Glied
Sp3
Ausgang
OFT/PKU
101100
100001
011001
010010
Das Signal 1 vom Trigger Tg24 der Impulskorrekturstufe wird an den
Eingang 2 des UND-Glieds Sp40 angelegt. Die Negatoren I23, I24
stellen den paraphasigen Ausgang der Vermittlung F1 dar. Liegt am
Eingang des Dekoders OFT/PKU das Signal 1 an, stehen am Ausgang
des Negators I23 das Signal 1 und am Ausgang des Negators I24 das
Signal 0 zur Verfügung. Bei am Eingang des Dekoders OFT/PKU an-
liegenden Signal 0 werden das Signal 0 am Ausgang des Negators I23
und das Signal 1 am Ausgang des Negators I24 gebildet.
Das rekurrente Register RRx7 des Informationsfolgefilter F1 be-
steht aus:
a) dem 7stelligen Schieberegister (UND-Glieder Sp14 bis Sp27,
   Trigger Tg3 bis Tg9),
b) dem Hilfsspeicher (UND-Glieder Sp12, Sp13, Trigger Tg2),
c) dem Halbadder 1 (logischer Rückkopplungskreis) mit den UND-
   Gliedern Sp43 bis Sp46, Schaltelement Sb12, Negatoren I25, I26.
   Der Halbadder 2 des Informationsfolgefilters F1 weist folgende Be-
   standteile auf:
a) UND-Glieder Sp53, Sp54,
b) Schaltelement Sb15,
c) Negatoren I32, I33.
An die Eingänge des Halbadders 2 werden die Signale vom Ausgang des
Halbadders 1 (Negatoren I25, I26) und vom Dekoder OFT/PKU (Negatoren
I1, I2) angelegt.
Jedes mit dem Takt 1 (Schiebeimpuls) ankommende Zeichen wird in den
Hilfsspeicher des Registers RRx7 eingespeichert. Das Verschieben der
Information entlang der Registerstellen wird durch die Schiebeim-
pulse wie folgt realisiert:
a) Schiebeimpuls T2  6. Registerstelle→7. Registerstelle
b) Schiebeimpuls T3  5. Registerstelle→6. Registerstelle
c) Schiebeimpuls T4  4. Registerstelle→5. Registerstelle
d) Schiebeimpuls T5  3. Registerstelle→4. Registerstelle
e) Schiebeimpuls T6  2. Registerstelle→3. Registerstelle
f) Schiebeimpuls T7  1. Registerstelle→2. Registerstelle
g) Schiebeimpuls T8  Hilfsspeicher    →1. Registerstelle
Nach Ablauf eines Arbeitszyklus des Empfängers ist durch die
Schiebeimpulse die Information um jeweils eine Registerstelle nach
rechts verschoben; in die Registerstelle 1 wird der Inhalt des
Hilfsspeichers eingeschrieben.
Liegt am Eingang des Informationsfolgeregisters F1 eine Summenfolge
an, werden nach 7 Arbeitszyklen des Taktformierers 7 Zeichen (In-
formationen) in das Register RRx7 eingespeichert. Vom Negator I33
des Halbaddders 2 wird gleichzeitig ein Signal zum Herstellen der
Phasengleichheit bereitgestellt. Das Ausgangssignal des Negators
I33 wird ebenfalls an den Eingang des UND-Glieds Sp28 der Vermitt-
lung F2 angelegt. An den anderen Eingang dieses UND-Glieds gelangt
das Signal 1 von der Steuerstufe (Ausgang 0 des Triggers Tg24).
Die Negatoren I20, I21 stellen den paraphasigen Ausgang der Ver-
mittlung F2 des Filters der Phasenfolge dar.
Das rekurrente Register RRx4 des Filters der Phasenfolge F2 be-
steht aus:
a) dem 4stelligen Schieberegister (UND-Glieder Sp32 bis Sp39, Trig-
   ger Tg11 bis Tg14),
b) dem Hilfsspeicher (UND-Glieder Sp30, Sp31, Trigger Tg10),
c) dem Halbadder 3 (logische Rückkopplungskreis) mit den UND-
   Gliedern Sp51, Sp52, Schaltelement Sb14, Negatoren I29, I30.
Der Halbadder 4 des Filters der Phasenfolge F2 (ПШ3.05I.000 CxФ)
weist folgende Bestandteile auf:
a) UND-Glieder Sp56, Sp57,
b) Schaltelement Sb16,
c) Negatoren I36, I39.
An die Eingänge des Halbadders 4 werden die Signale vom Ausgang
des Halbadders 3 (Negatoren I29, I30) und vom Ausgang des Informa-
tionsfolgefilter F1 (Negatoren I32, I33) angelegt.
Als Schiebeimpulse werden die durch den Taktformierer aufbereite-
ten Impulse T1 bis T5 (Impulsfolgeperiode 20 ms, Impulsdauer
625 s) verwendet.
Die vom Ausgang des Informationsfolgefilters F1 angelegte Informa-
tion wird bei vorliegenden Schiebeimpuls T1 in den Hilfsspeicher
des Registers RRx4 eingespeichert. Das Verschieben der Informatio-
nen entlang der Registerstellen wird durch die Schiebeimpulse wie
folgt realisiert:
a) Schiebeimpuls T2  3. Registerstelle→4. Registerstelle
b) Schiebeimpuls T3  2. Registerstelle→3. Registerstelle
c) Schiebeimpuls T4  1. Registerstelle→2. Registerstelle
d) Schiebeimpuls T5  Hilfsspeicher    →1. Registerstelle
Nach Ablauf eines Arbeitszyklus des Empfängers wird durch die
Schiebeimpulse die Information um jeweils eine Registerstelle
nach rechts verschoben.
Wird durch das Informationsfolgefilter F1 eine Zeichenfolge be-
reitgestellt, die zum Herstellen der Phasengleichheit dient, wird
nach Erreichen des gefüllten Zustands (4 Zeichen) das Registers
RRx4 am Ausgang des Filters der Phasenfolge F2 eine Zeichenfolge/
Kodekombination 0 abgegriffen. Die Kodekombination 0 bewirkt, daß
die Löschschaltung nicht auslöst, womit der Zähler des Dekoders
DKU (ПШ3.05I.000 CxФ) zu arbeiten beginnt.
Der Zähler des Dekoders DKU ist als rekurrentes Register (RRx6)
ausgeführt und gewährleistet das Bereitstellen einer Zeichenfolge
≤ 63 Zeichen. Bestandteile desselben sind:
a) das 6stellige Schieberegister (UND-Glieder Sp61 bis Sp72,
   Trigger Tg16 bis Tg21),
b) der Hilfsspeicher (UND-Glieder Sp59, Sp60, Trigger Tg15),
c) das Halbadder (logische Rückkopplungskreis) mit den UND-Glie-
   dern Sp75, Sp76, Schaltelement Sb17, Negatoren I40, I41.
Im Moment des Ansprechens der Löschschaltung wird in alle Regi-
sterstellen des Registers RRx6 ein Signal 1 eingeschrieben. Lie-
gen danach keine weiteren Löschimpulse am Eingang des Registers
RRx6 an, wird durch dieses eine rekurrente Zeichenfolge mit den
in Tabelle 18 aufgeführten Kombinationen bereitgestellt.
Tabelle 18 Kodekombination des Registers RRx6
Kodo-Register-KodoRegister-Kodo-Register
grammZustandgrammZustandgrammZustand
11111112201011043101001
20111112300101144010100
31011112410010145001010
40101112501001046000101
51010112600100147100010
60101012710010048110001
71010102811001049011000
81101012911100150001100
90110103001110051000110
100011013100111052000011
111001103200011153100001
121100113310001154010000
130110013401000155001000
141011003510100056000100
151101103611101057000010
161110113711010058000001
170111013811110159100000
181011103901111060110000
191101114000111161111000
200110114110011162111100
211011014201001163111110
Liegt am Ausgang des Filters der Phasenfolge F2 das Signal 30x0
vor, wird durch das Register RRx6 die Kodekombination Nr. 30
(011100) gebildet, die den Dekoder DSch3 (UND-Glied Sp80, Negator
I46) zum Ansprechen bringt. Vom Ausgang desselben wird das Signal
zum Unterbrechen der Transitverbindungen zum Geber weitergeleitet.
Wird vom Ausgang des Filter der Phasenfolge F2 mehr als 30x0
das Signal 0 dem Register RRx6 zugeführt, wird nach Ablauf von
8 Arbeitszyklen durch das Register RRx6 die Kodekombination Nr. 38
(111101) bereitgestellt. Es wurden somit insgesamt 49 Signale be-
wertet (11 zum Auffüllen der Register RRx7 und RRx4 und 38 für den
Zähler bei Anliegen einer Zeichenfolge 0 am Ausgang des Filters der
Phasenfolge F2), die als Äquivalent für das Anliegen einer nicht-
verzerrten Reihenfolge am Empfängereingang aufzufassen ist.
Für das Erkenn einer solchen Zeichenfolge wird eine Zeit von 0,98 s
benötigt.
Durch die Kodekombination Nr. 38 wird der Dekoder DSch5 (UND-Glied
Sp79, Negator I44) zum Ansprechen gebracht. Das hat zur Folge, daß
der Trigger Tg24 der Steuerstufe des Dekoders DKU in den Zustand 1
überführt wird.
Werden keine weiteren Informationen/Zeichenfolgen durch den Empfän-
ger empfangen (Signal 1 liegt nicht am UND-Glied Sp40 an), werden
die Korrektureinrichtung und der Dekoder DKU elektrisch getrennt
(Signal 1 liegt nicht am UND-Glied Sp28 an). Über den Kontakt a8
des Steckverbinders Sch3 wird das Signal KORREKTUR BEENDET an die
Korrektureinrichtung angelegt.


4.3.5. Bereitstellen einer 7stelligen Kodekombination

Im Zustand 1 des Triggers Tg24 der Steuerstufe des Dekoders DKU
wird der Ausgang des Filters der Phasenfolge F2 von der Lösch-
schaltung getrennt. Das am Ausgang 1 des Triggers Tg24 zur Verfü-
gung stehende Signal wird an den Eingang des UND-Glieds Sp29 der
Vermittlung F2 angelegt. Gleichzeitig gelangt an en anderen Ein-
gang desselben das Ausgangssignal des Negators I29 vom Halbadder 3
des rekurrenten Registers RRx4. Das Filter der Phasenfolge F2 ar-
beitet somit als Generator der Zeichenfolgen, die dem Herstellen
der Phasengleichheit dienen.
Durch das Anlagen des Signals 1 an das UND-Glied Sp41 der Vermitt-
lung F1 wird der Ausgang der Subtraktionsschaltung mit dein Eingang
des Informationsfolgefilter F1 verbunden. Die Subtraktionsschal-
tung (ПШ3.05I.000 CxФ) weist folgende Bestandteile auf:
a) UND-Glied Sp47 bis Sp50,
b) Schaltelement Sb13,
c) Negatoren I27, I28.
Aus der Summenfolge, die von den Ausgängen des Triggers Tg9 an die
Subtraktionsschaltung angelegt wird, wird die Zeichenfolge durch
(logische) Subtraktion herausgelöst, die zum Herstellen der Phasen-
gleichheit dient. Diese wird negiert (Negator I27) und in das Re-
gister RRx7 des Informationsfolgefilter F1 eingespeichert.
Da das Signal, daß die Anfangseinstellung der Löschschaltung be-
stimmt, nicht zum Zähler gelangt, wird die Bildung der rekurrenten
Zeichenfolge fortgesetzt. Nach Ablauf von 7 Arbeitszyklen des Takt-
formierers ist im Register RRx6 des Zählers des Filters der Phasen-
folge F2 die Kodekombination Nr. 45 (001010) eingespeichert, d. h.
die Bestandteile der Summenfolge wurden im Register RRx7 durch
Zeichen der Informationsfolge überschrieben.
Der Dekoder DSch4 (UND-Glied Sp82, Negator I47) spricht auf diese
Kodekombination an. Durch das Ausgangssignal des Negators I47 wird
der Trigger Tg23 der Steuerstufe des Dekoders DKU in den Zustand 1
überführt.
Gleichzeitig wird die Subtraktionsschaltung vom Eingang des Infor-
mationsfolgefilter F1 elektrisch getrennt (Signal 1 liegt am UND-
Glied Sp41 nicht mehr an). Vom Ausgang 1 des Triggers Tg23 wird
das Signal 1 an den Eingang des UND-Glieds Sp42 der Vermittlung F1
des Dekoders DKU angelegt. Gleichzeitig wird über den Halbadder 1
des rekurrenten Registers RRx7 ein entsprechendes Signal dem UND-
Glied Sp42 zugeführt. Das Informationsfolgefilter F1 arbeitet als
Generator einer Informationsfolge.
Das Signal 1 des Triggers Tg23 liegt ebenfalls am Dekoder DSch1
(UND-Glieder Sp55, Sp73, Negatoren I31, I34, I38) an und steuert
diesen aus.
Durch das Register RRx7 werden fortlaufend die Informationsfolge
sowie eine Zeichenfolge zum Herstellen der Phasengleichheit be-
reitgestellt. Dieser Vorgang wird erst beendet, wenn das Kodogramm
0100 (zyklische Zeichenfolge zum Herstellen der Phasengleichheit)
auftritt. Bei Vorliegen dieser Kodekombination spricht der Dekoder
DSch3 an, und vom Ausgang desselben wird ein positiver Impuls abge-
griffen, der zeitlich übereinstimmt mit dem Takt-/Schiebeimpuls
T8 des Taktformierers. Die Trigger Tg22, Tg25 werden durch diesen
Impuls in den Zustand 1 überführt. Das am Ausgang 1 des Triggers
Tg22 abgegriffene Signal 1 wird an das UND-Glied Sp74 angelegt.
Am Eingang 2 desselben liegen ständig die Abfragetaktimpulse an.
Die Ausgangssignale des UND-Glieds Sp74 werden über den Negator
I37 und das UND-Glied Sp58 (am Eingang 2 desselben liegt ständig
das Signal 1 an) an den Negator I35.
Die am Ausgang des Negators I35 abgegriffenen Signale (Abfragetakt-
impulse) gelangen an die entsprechenden Eingänge der UND-Glieder
Sp5 bis Sp11 der Einrichtung zur Informationsausgabe. Der jeweili-
ge Eingang 2 der UND-Glieder Sp5 bis Sp11 ist mit den Ausgängen 1
der Trigger Tg3 bis Tg9 des Registers RRx7 verbunden, in dem die
7stellige Kodekombination, die dem empfangen Kommando/der Bestä-
tigung entspricht, gespeichert wird.
Über die Negatoren I3 bis I9 und die Diode D1 wird das Kommando im
invertierten Kode zum Geber (Adressenverteiler) übertragen.
Vom Ausgang 1 des Triggers Tg25 wird das Signal 1 an das UND-Glied
Sp77 der Löschschaltung angelegt. Bei zugeführtem Steuerimpuls T1
vom Taktformierer spricht diese an und bewirkt, daß die Trigger
Tg22 bis Tg24 der Steuerstufe in den Ausgangszustand (0) überführt
werden; in den entsprechenden Stellen des Registers RRx6 des Zählers
wird eine 1 eingeschrieben.
Der Trigger Tg25 wird in den Zustand 0 überführt, wenn der Steuer-
impuls T3 vom Taktformierer angelegt wird.
Der Dekoder DKU wird insgesamt in den Ausgangszustand überführt.
Zum Bereitstellen einer 7stelligen Kodekombination (Kodogramm) wer-
den 1,12 ... 1,40 s benötigt. Die Toleranz von 0,28 s ist abhängig
vom Zeitpunkt der Phase der Summenfolge. Es wird somit eine
Information (Kommando/Bestätigung) vom Empfänger erst nach Ab-
lauf von≥ 1,12 s zum Geber (Adressenverteiler) übertragen.
Während der Zeit der Auswertung der Information im Geber wird
im Empfänger die Kodekombination 1111111 bereitgestellt.
Liegt am Eingang des Dekoders DKU eine Zeichenfolge 0 oder 1 an,
wird in das Register RRx4 des Filters der Phasenfolge F2 nur der
Zustand 0 eingeschrieben und der Dekoder DSch2 (UND-Glieder Sp55,
Sp81, Negatoren I31, I34) spricht an. Das vom Ausgang des UND-
Glieds abgegriffene Signal bewirkt eine Zustandsänderung (1) des
Triggers Tg25. Das Signal 1 wird dem UND-Glied Sp77 der Lösch-
schaltung zugeführt. Bei am UND-Glied Sp77 (Eingang 2) anliegen-
dem Steuerimpuls T1 wird durch die Wirkungsweise der Löschschaltung
erreicht, daß der Dekoder DKU in den Ausgangszustand überführt wird.


5. Kanalabzweiggestell SOK-1

5.1. Allgemeines

Die Bestandteile des Kanalabzweiggestells SOK-1 sind
- der Modulator (M1, M2, MK3),
- die Demodulatoren DM1 und DM2,
- der Kanalabzweigblock BO,
- der Filtereinschub BF.
Durch die Baugruppen der Geräte/Einschübe des Kanalabzweiggestells
SOK-1 wird gewährleistet:
a) das Umformen von Gleichstromimpulsen in frequenzmodulierte
   Signale sowie deren Verstärkung,
b) das Umformen frequenzmodulierter Signale in Gleichstromimpulse
   sowie deren Verstärkung,
c) die Signalpegelkontrolle,
d) das Übertragen von Telegrafie-(FsM) und Fernsprechsignalen,
e) der kanalbezogene Informationsempfang beim Durchführen des
   Betriebsdienstes (automatisch) oder bei Wartungsarbeiten,
f) das Blockieren der Kanalabzweigung mit Hilfe von Steckverbindern.


5.2. Modulator

5.2.1. Übersichtsschaltplan

Der Modulator (Bild 15) formt die vom Geber aufbereiteten Gleich-
stromimpulse in frequenzmodulierte Signale um, die über den Fern-
sprechkanal übertragen werden. Die Bau- und Funktionsgruppen des
Modulators sind in den Einschüben/Einsätzen M1, M2 und MK3 (Modu-
lator M1, Modulator M2 und Modulator MK3) angeordnet.
Die vom Geber anliegenden Gleichstromimpulse gelangen über den
Schalter PEЖИM MOД., den Verstärker ZU und die Eingangsschaltung
1 an die Dioden bestückten FM-Modulator (Telegrafiemodler). Die
benötigte Trägerfrequenz wird durch den TF-Generator bereitge-
stellt. Durch die Wirkungsweise des FM-Modulators werden dem Reso-
nanzkreis des TF-Generators entweder die Induktivität L1 oder der
Widerstand R1 zugeschaltet, so daß folgende Frequenzen aufberei-
tet werden, die einem Stromschritt- bzw. Kein-Stromschritt-Impuls
äquivalent sind:
a) Frequenz F₁ = (1500 ± 6) Hz  Stromschritt-Impuls
                               (Zeichenstrom-)
a) Frequenz F₂ = (1220 ± 6) Hz  Kein-Stromschritt-Impuls
                               (Trennstrom-)
Die erzeugten Wechselstromzeichen (frequenzmodulierten Signale)
werden verstärkt (Gruppenverstärker GU) und an den Fernsprechab-
zweigeinschub TF1 angelegt.
Das verstärkte frequenzmodulierte Signal liegt ebenfalls an der
Pegelkontrolleinrichtung (Einsatz M2) zur Pegelkontrolle an. Liegt
der Pegel unter dem geforderten Normwert, wird dies optisch signa-
lisiert durch Leuchten der Signallampe HИЗKИЙ УPOBEHЬ (PEGELABFALL)
und der Signallampe ABAPИЯ des Kommandoeinschubs KP.
Folgende Baugruppen sind im Einschub M2 untergebracht:
a) Verstärker ZU (ZIRKULAR - ЦИPKУЛЯHO),
b) Verstärker R (WEITERLEITUNG - PETP.),
c) Eingangsschaltung 2,
d) Ausgangsschaltung,
e) Steuersignalverstärker U1 bis U4.
Die Gleichstromimpulse werden über den Schalter PEЖИM MOД. an den
Eingang des Verstärkers ZU angelegt, verstärkt und über die Relais-
kontakte R1/12 - R1/10 des Relais R1/P8 direkt dem Fernschreibab-
zweigeinschub 1. Kanal (TГI) zugeführt.
Bei Empfang von Telegrafiesignalen (FsM-Informationen) werden die
Gleichstromimpulse vom Fernschreibeinschub 1. Kanal des
Hauptsatzes gleichzeitig an die Eingangsschaltung 2 und den ver-
stärker R angelegt.
Die vom Ausgang des Verstärkers R abgegriffenen Telegrafiesignale
gelangen über die entsprechenden Kontakte des Relais R1 an den
Fernschreibabzweigeinschub 1. Kanal des Zusatzsatzes.
Die an der Eingangsschaltung 2 anliegende Telegrafiesignale wer-
den über die entsprechenden Kontakte der Relais R2/P8 und R1 der
FsM zugeführt.
Die Verstärker U1 bis U4 verstärken nachstehende vom Geber D an-
liegende Signale:
a) Signal OTБOP KAHAЛA (KANALABZWEIGUNG),
b) Signal ПEPEДATЧA (SENDEN),
c) Signal OTБOP P/C (FUNKNETZ),
d) Signal ПPOBEPKA (KONTROLLE),
Die Baugruppen des Einschubs MK3 gewährleisten die Übertragung
fernmündlicher (Sprach-)Informationen.
Beim Senden fernmündlicher Informationen vom Sprachpult RP werden
diese über die Verstärker U5, U6 übertragen und die selbsthalten-
den Relais R3, R4/P6 des Zusatzsatzes ziehen an.
Das Relais R4/P6 bewirkt das Ansprechen des Relais R2/P1 des
Einschubs M2. Das hat zur Folge, daß die fernmündlichen Informatio-
nen direkt an den Eingang des Gruppenverstärkers Gu angelegt wer-
den, der Sendeverstärker LU von diesem getrennt wird und der Mikro-
fonverstärker bzw. ein Tonbandgerät angeschlossen werden können.
Liegt eine fernmündliche Übertragung vom Gerät P-157 an, spricht das
Relais R4/P6 an. Die Information wird über ein Dämpfungsglied und
den Sendeverstärker LU zum Gruppenverstärker GU übertragen.
Nach Ablauf der fernmündlichen Übertragung werden die Relais R3,
R4 über die Kontakte des Relais R2/P6 wieder in den Ausgangszustand
überführt.
Wird das KOMMANDO 2 (fernmündliche/Fernschriftliche Informations-
übertragung mit Weiterleitung) empfangen, spricht das Relais R1/P6
des Einschubs MK3 des Hauptsatzes an und bewirkt, daß über seine
Kontakte diese fernmündliche Information an den Eingang des Emp-
fangsverstärker LU angelegt wird. Das entsprechend verstärkte
KOMMANDO 2 wird dem Sprechpult Rp zugeführt.
Bei Empfang des KOMMANDOS 9 (fernmündliche/Fernschriftliche Infor-
mationsübertragung ohne Weiterleitung) sprechen die Relais R2/P4
und R1/P6 an. Zusätzlich zum Übertragungsweg des KOMMANDOS 2 wird
der Stromkreis zum Gerät P-160 durchgeschaltet.
Beim Prüfen der Sende- und Empfangsstromkreise des Sprechpults RP
wird das Relais R1/P4 des Einschubs MK3 des Hauptsatzes zum An-
sprechen gebracht. Über Kontakte desselben wird der Stromkreis
Mikrofonverstärker - Sendeverstärker LU - Empfangsverstärker LU
geschlossen.


5.2.2. Senden frequenzmodulierter Informationen

Die vom Geber anliegende Signale werden über die Schalter PEЖИM
PAБ. wie folgt dem Verstärker ZU zugeführt:
   Geber - Schalter PEЖИM PAБ.; B1/8 - B1/9 - M2; Relais R1/6 - 4
   - Verstärker ZU.
Die verstärkten Signale werden vom Ausgang des Verstärkers ZU
(ПШ2.0I0.00I CxФ) über die Kontakte 12-10 des Relais R1 (MK3;
Platine P8) dem Fernschreibabzweigeinschub zugeführt. Gleichzeitig
gelangen die Ausgangssignale des Verstärkers ZU an die Eingangs-
schaltung (Einschub M1).
Die Eingangsschaltung, angeordnet auf der Platine P2 des Ein-
schubs M1 (ПШ2.0I0.00I CxФ), ist mit den Transistoren PP1 bis PP4
bestückt. Liegt am Verstärker ZU ein Kein-Stromschritt-Impuls
(Trennstrom/OTЖATИE) an, wird dem Transistor PP1 der Eingangsschal-
tung das Signal 0 zugeführt. Der Transistor PP1 wird durch die
Spannung +6,4 V gesperrt. Der Transistor PP12 wird ausgesteuert.
Das am Kollektor dieses Transistors abgegriffene Potential ent-
spricht dem Erdpotential. Bedingt durch den gesperrten Zustand
des Transistors PP3 sperrt auch die Diode D2. Der Transistor PP4
wird, bedingt durch die über die Widerstände R11, R14 anliegende
Kollektorspannung, geöffnet. Das hat zur Folge, daß über die
Brückenschaltung M2 (Dioden D5, D6, D9, D10) des FM-Modulators zur
Wicklung 8-9 des Transformators Tr1 (Platine P7) die Widerstände
R1, R2 (Platine P5) zugeschaltet werden. Die Transformatorwicklung
Tr1/8-9 ist induktiv mit dem Resonanzkreis des TF-Generators ge-
koppelt. Es kommt zu keiner Änderung der Grundfrequenz (1220) Hz.
Der Widerstand R2 dient zur Amplitudeneinstellung des Resonanz-
kreises des TF-Generators.
Wird an den Eingang des Verstärkers ZU ein Stromschritt-Impuls
(Zeichenstrom/HAЖATИE) angelegt, gelangt an den Transistor PP1
das Signal 1. Die Transistoren PP1, PP3 öffnen und die Transisto-
ren PP2, PP4 werden gesperrt. An der Brückenschaltung M2 liegt
kein Signal an. Durch das Arbeiten der Brückenschaltung M1 (Dio-
den D3, D4, D7, D8) wird an die Wicklung 8-9 des Transformators
Tr1 die Induktivität L1 (Platine P5) zugeschaltet. Das hat zur
Folge, daß sich die Frequenz des TF-Generators ändert; sie beträgt
jetzt 1500 Hz.
Der TF-Generator weist folgende Bestandteile auf:
a) Transistor PP1 (Platine P5),
b) LC-Resonanzkreis,
c) Resonanzkreis Tr1/1-3 - C1 (Platine P7), angeschlossen am
   Kollektor des Transistors PP1.
Die Rückkopplungsspannung wird über die Wicklung 4-5 des Trans-
formators Tr1 (Platine P7) an die Basis des Transistors PP1 an-
gelegt.
Die Spannung UBE des Transistors PP1 wird durch die Z-Diode D1
(Platine P5) eingestellt. Der Einstellregler R6 (Platine P5) er-
möglicht Emitterstromkorrekturen in den grenzen von 2 ... 5 mA.
Arbeitspunktstabilisierend wirkt der Widerstand R3 (Platine P5).
Frequenzstabilisierend wirkt sich die Spannungsgegenkopplung über
den Widerstand R4 (Platine P5) insbesondere bei Änderung der Umge-
bungstemperaturen aus.
Die aufbereiteten FM-Signale werden über M2; Relais R2/P2 -
R2/3-4 - MK3; Relais R1/P8 - R1/9-7 an den Eingang des Gruppen-
verstärkers angelegt.
Der Gruppenverstärker (Platine M3) weist folgende Bestandteile auf:
a) Vorverstärker (PP1, PP2),
b) Leistungsverstärker (PP5, PP6).
Die dem in B-Betrieb arbeitenden Leistungsverstärker vorgeschal-
tete und in Kollektor-Basis-Schaltung ausgeführte Verstärkerstufe
(PP3) dient zur Widerstandsanpassung. Die mit dem Transistor PP4
bestückte Stufe arbeitet als Treiber- und Phasenumkehrstufe.
Die Verstärkerstufe des Gruppenverstärkers sind direkt gekoppelt.
Arbeitspunktstabilisierend für den Transistor PP1 wirken die Wi-
derstände R1, R2 und die Diode D1 (Platine P3). Über den Wider-
stand R9 wird für den Transistor PP2 die Stromgegenkopplung si-
chergestellt.
Die im Emitterstromkreis des Transistors PP6 befindliche Diode D1
wirkt ebenfalls stabilisierend auf die Arbeitsweise des Transistors
PP6.
Die über den Widerstand R7 vorgenommene Stromgegenkopplung ist
arbeitspunktstabilisieren:
a) PP1-Emitter - PP4-Emitter,
b) PP1- Emitter - PP6-Emitter.
Das RC-Glied R5, C2 (Platine P3) dient als Siebglied. Die alle
Stufen des Gruppenverstärkers umfassende Spannungsgegenkopplung
bewirkt eine von Eingangsspannungsschwankungen unabhängige Aus-
gangsspannung.
Der Kondensator C4 verhindert das Auftreten von Selbsterregungs-
erscheinungen bei höherfrequenten Spannungen.
Die FM-Signale werden über den Kontakt 9 der 2. Schaltebene des
Schalters PEЖИM PAБ. dem Kanalabzweigblock BO sowie der Pegelon-
trolleinrichtung zugeführt.
An den Ausgang des Gruppenverstärkers können bis zu 20 Fernsprech-
abzweigeinschübe TF1 angeschlossen werden.
Die Pegelkontrolleinrichtung, angeordnet auf der Platine P1
(ПШ2.0I0.00I CxФ), besteht aus
a) Verstärker (PP1),
b) Gleichrichter mit nachgeschalteter Spannungsverdopplerschaltung
   Dioden D2, D3, Kondensatoren C2, C3, Widerstand R7),
c) Schmitt-Trigger (PP2 bis PP4),
d) Schaltstufe (PP5).
Der Einstellregler R4 dient zum Einstellen der Ansprechempfind-
lichkeit des Schmitt-Triggers.
Arbeitspunktstabilisierend für den Transistor PP1 des Verstärkers
wirken sein Eingangsspannungsteiler und der Emitterwiderstand R5.
Das vom Gruppenverstärker abgegriffene Signal wird nach der Ver-
stärkung (PP1) dem Einweggleichrichter zugeführt und gleichgerich-
tet. Bei anliegender negativer Halbwelle wird die Gleichrichtung
durch die Dioden D2 gewährleistet. Der Kondensator wird auf einen
Wert aufgeladen, der der Amplitude (Scheitelwert U) der angeleg-
ten Spannung entspricht. Liegt die positive Halbwelle an, öffnet
die Diode D3 und der Kondensator C3 lädt sich auf etwa den doppel-
ten Scheitelwert U auf. Die Amplitude dieser Spannung kann mit
Hilfe des im Kollektorstromkreis des Transistors PP1 angeordneten
Einstellreglers R4 eingestellt werden. Die Kondensatorspannung
UC3 = U_) wird an den Schmitt-Trigger angelegt; sie bewirkt das
Öffnen des Transistors PP" und das Sperren des Transistors PP4.
Die Basisvorspannung +6,3 V liegt am Transistor PP5 über den Wi-
derstand R14 an; sie bewirkt das Sperren des Transistors PP5.
bei fehlenden Ausgangssignal des Gruppenverstärkers ändert
der Schmitt-Trigger seinen Zustand; der Transistor PP2 sperrt und der
Transistor PP4 wird ausgesteuert. Die vom Kollektor des Transi-
stors PP4 abgegriffene negative Spannung wird an die Basis des
Transistors PP5 angelegt und bewirkt das Ansprechen der Schal-
stufe (PP5), so daß die Signallampe HИЗKИЙ УPOBEHЬ (Einschub M1)
aufleuchtet und das Signal ABAPИЯ zum Kommandopult KP übertragen
wird.


5.2.3. Verstärker des Einschubs M2

Der Verstärker ZU ermöglicht das Anschließen von bis zu 20 Fern-
schreibeinschüben TG1 an den Hauptsatz.
Die Bestandteile des Verstärkers sind auf der Platine P2 ange-
ordnet.
Der Verstärker U1 bis U3, bestückt mit den Transistoren PP1 bis
PP9, befindet sich auf der Platine P3. Sie gewährleisten die Ver-
stärkung nachstehender Signale:
a) Verstärker U1  Signal OTБOP KAHAЛA (Kanalabzweigung)→Adres-
                  senpult, Adressentafel
b) Verstärker U2  Signal ПEPEДAЧA (Senden)→Kommando- und
                  Sprechpult
c) Verstärker U3  Signal OTБOP P/P
Der Verstärker U4, angeordnet auf der Platine P2, ist mit den
Transistoren PP1, PP4, PP7 bestückt. Er dient zum Verstärken des
Signals ПPOBEPKA.


5.3. Demodulator

5.3.1. Übersichtsschaltplan

Der Demodulator dient zum Umwandeln frequenzmodulierter Signale
in Gleichstromimpulse. Als charakteristische Werte des Demodula-
tors können angegeben werden:
- Frequenz Fu = F₁  (1220 ± 30) Hz
- Frequenz Fo = F₂  (1500 ± 30) Hz
- Eingangspegel     -17,4 dB (-2 Np)
- Amplitude des Demodulators
  bei F₁              0 V (Signal 0)
  bei F₂            -10 V (Signal 1)
Der Demodulator (Bild 16) weist folgende Baugruppen auf:
a) Bandpaß (Einschub DM2),
b) Begrenzer/Verstärker (Einschub DM!),
c) Diskriminator,
d) Ausgangsschaltung.
Demodulator
Bild 16 Übersichtsschaltplan des Demodulators

Vom Ausgang des Fernsprechabzweigeinschubs TF1 liegt die fernmünd-
liche Information (FM-Signal) über das Bandfilter, den Begrenzer/
Verstärker am Diskriminator an. Die vom Ausgang des Diskriminators
abgegriffenen Gleichstromimpulse werden entweder der Relaisver-
mittlung oder dem Empfänger zugeführt.
Demodulator
Bild 17 Pegeldiagramm des Demodulators

Das Pegeldiagramm des Demodualtors ist auf Bild 17 dargestellt.
Die durchgehende Linie entspricht einem eingangsseitig anliegenden
Signal von -17,4 dB (-2 Np) bei geöffneten Schalter der Vermitt-
lung. Die unterbrochene Linie entspricht einem eingangsseitig an-
liegendem Signal von +4,35 dB (+0,5 Np) bei geschlossenem Schal-
ter der Vermittlung. Durch die Vermittlung wird somit das Signal
um 0 dB (geöffneter Schalter bzw. 52,2 dB (geschlossener Schalter)
gedämpft.
Liegt die Signalfrequenz oberhalb des Durchlaßbereichs des Band-
passes, wird eine Dämpfung von 43,5 ... 52,2 dB (5 ... 6 Np)
gewährleistet.


5.3.2. Einschub DM2

Der Stromlaufplan des Einschubs DM2 ist aus der Dokumentation
ПШ2.020.00I CxФ des Herstellers ersichtlich. Der Bandpaß des Demo-
dulators, dessen Charakteristik auf Bild 18 dargestellt ist, be-
findet sich im Einschub DM2. Er ist als passiver Vierpol ausge-
führt. Seine Resonanzkreise sind auf den Platinen P2 bis P8
angeordnet:
a) Platine P2 bis P4, P6 bis P8  LC-Parallelresonanzkreis
b) Platine P5                    LC-Reihenresonanzkreis
Als Mittenfrequenz werden 1360 Hz und als Eingangs- sowie Aus-
gangswiderstand 1200 Ω angegeben.
Bandpass
Bild 18 Bandpaß des Demodulators


5.3.3. Einschub DM1

Der Begrenzer/Verstärker und die Ausgangsschaltung des Demodulators
sind Bestandteil des Einschubs DM1 (ПШ2.020.002 CxФ).
Die Baugruppe Begrenzer/Verstärker, angeordnet auf der Platine P2,
ist 2stufig (PP1, PP2 und PP3, PP4) als Gegentaktschaltung ausge-
führt. Die einzelnen Stufen sind induktiv (Tr) gekoppelt. Eine Be-
grenzungswirkung setzt ein, wenn die Transistoren PP3, PP4 voll
ausgesteuert werden und in den Sättigungsbereich liegen.
Der dem Begrenzer/Verstärker nachgeschaltete Leistungsverstärker
ist mit dem Transistor PP5 bestückt.
Der Diskriminatorkreis befindet sich im Kollektorstrom-
kreis des Transistors PP5. Der Resonanzkreis L1, C1 (Platine P3)
ist auf die untere Arbeitsfrequenz (f₁), der Resonanzkreis L1, C1
(Platine P5) auf die obere Arbeitsfrequenz (f₂) abgestimmt. Kor-
rekturen der Resonanzfrequenz der Resonanzkreise können mit Hilfe
der Wicklung 1-2, 3-4, 5-6, 7-8 vorgenommen werden. Das über die
Wicklung 14-16 ausgekoppelte Signal wird einem Zweiweggleichrichter
(Dioden D1 bis D4) zugeführt und gleichgerichtet.
Die Spannung Û der Kondensatoren C1, C2 sind den Signalamlitu-
den (Scheitelwert Û) der Resonanzkreise L1, C2 der Platine P5 bzw.
P3 proportional. Spannungsdifferenzen ÛC1 ≠ ÛC3 werden durch die
mit den Transistoren PP1, PP" bestückte Schaltstufe (Platine P7)
ausgewertet:
a) ÛC1 > ÛC3  Transistor PP1 wird ausgesteuert, Transistor PP2 speert
a) ÛC1 < ÛC3  Transistor PP1 sperrt, Transistor PP2 wird ausgesteuert
An die Kollektoren der Transistoren sind die Triggereingänge des
Mikromoduls Б-4K (Elemente ЭI, Э2 sowie Transistoren PP1, PP2 der
Platine P8) angeschlossen. Die durch den Trigger formierten Si-
gnale (Impulse) werden der Ausgangsschaltung zugeführt. Die Aus-
gangsschaltung wird durch das Mikromodul Б-4K (Element Э3 und
Transistor PP3 der Platine P8) gebildet.
Der Trigger wird durch die UND-Glieder Sp1, Sp2 und die Negatoren
I1, I2 gebildet. Die Negatoren werden mit dem Signal 0 vom Ausgang
des Diskriminators gesteuert. Liegt am UND-Glied Sp1 das Signal 1
an, wird vom Ausgang des Triggers (Sch1/C3) das Signal 0 abge-
griffen und an den Empfänger angelegt.
Das Signal-Pausen-Verhältnis der Signale 0 und 1 kann mit Hilfe
des Reglers R1 PEГ. ПPEOБЛAД. (...einseitige Verzerrungen) einge-
stellt werden. Der Einstellregler R1 ist den Kondensatoren C1, C2
(Platine 7) parallelgeschaltet. Die Änderung der Kondensatorspan-
nung bewirkt eine zeitliche veränderte Zustandsänderung des Trig-
gers, damit veränderte Signal-Pausen-Verhältnisse der Signal 0
und 1 am Ausgang des Triggers.


5.4. Kanalabzweigblock BOII

5.4.1. Allgemeines

Der Kanalabzweigblock BOII gewährleistet das Anschließen des
Hauptsatzes an Fernschreib- und Fernsprechkanäle. Bestandteile des
Kanalabzweigblocks BOII sind der
- Fernsprechabzweigeinschub 1. Kanal  TF1 (TФI)
- Fernsprechabzweigeinschub 2. Kanal  TF2 (TФ2)
- Fernschreibabzweigeinschub 1. Kanal TG1 (TГI)


5.4.2. Fernsprechabzweigeinschub TF1

Der Fernsprechabzweigeinschub TF1 ermöglicht sowohl den 2DR- als
auch den 4Dr-Anschluß von Telefoniekanälen an den Hauptsatz. Fol-
gende charakteristischen Werte können für den Fernsprechabzweig-
einschub TF1 angegeben werden:
- Sendepegel                          +4,3 ... -30,4 dB
- Empfangspegel                      -34,8 ... +4,35 dB
- Eingangswiderstand bei f = 1ooo Hz  10 kΩ
Der Fernsprechabzweigeinschub TF1 (Bild 19) weist folgende Be-
standteile auf (ПШ2.I48.002 CxФ):
a) Empfangseinrichtung, die dem Nachrichtenkanal parallelgeschal-
   tet ist und zur Pegeleinstellung des Demodualtoreingangssignals
   dient;
b) Dämpfungsglied der Senderichtung zur Pegeleinstellung des Aus-
   gangssignals;
c) Block zum Steuern des Abzweigrelais zum Formieren eines Signals
   zum Ansprechen des Abzweigrelais bei anliegendem Signal OTБOP
   KAHAЛA bzw. OTБOP PП;
d) Block zum Steuern des Senderelais bei anliegendem Signal ПEPEДAЧA
   oder PACПPEДEЛИTEЛЬ bzw. OTБOP PП;
e) Dämpfungsglied Überprüfung zur Pegeleinstellung bei der Eigen-
   überprüfung;
f) Symmetriertransformatoren;
g) Belastungsäquivalent RЭ1 bis RЭ3
   - RЭ1 sendeseitig, Kanal
   - RЭ2 empfangsseitig, Kanal
   - RЭ3 empfangsseitig, Gerät (Ortsseite);
h) Senderelais R1 (Platine P2);
i) Abzweigrelais R2 (Platine P2);
k) Kontrollrelais R1 (Platine P6).
Die Empfangs- und Sendestromkreise des Fernsprechabzweigeinschubs
TF1 sind über Filterblöcke mit den entsprechenden Vermittlungsein-
richtungen der Nachrichtenzentrale verbunden. Die Leitungsseite
der Empfangs- und Sendestromkreise wird an die kanalbildende Ein-
richtung, die Ortsseite an die Teilnehmer der Endeinrichtung
übergeben.
Liegt kein Steuersignal am Fernsprechabzweigeinschub TF1 an,
verbleiben die Baugruppen desselben im DIENSTHABENDEN BETRIEB.
Wird das Signal OTБOP (0) vom Einschub M2 an den Eingang des
NAND-Glieds SpI1 des Blocks zum Steuern des Senderelais angelegt,
kann vom Ausgang desselben das Signal 1 abgegriffen werden, daß
der Koinzidenzschaltung Sp3 (Block zum Steuern des Abzweigrelais)
zugeführt wird. Bei nicht angelegtem Signal ПPOBEPKA (0) wird vom
Ausgang der Koinzidenzschaltung Sp3 das Signal 1 abgegriffen. Das
hat zur Folge, daß das Kontrollrelais R2 anspricht und über seine
Kontakte den Fernsprechkanal an den Fernsprechabzweigeinschub TF1
anschaltet.
Das Senderelais R1/P2 wird zum Ansprechen gebracht, wenn das Si-
gnal ПEPEДAЧA (0) vom Einschub M2 dem Schaltelement Sb1 und das
Signal 0 vom Adressenverteiler AR dem Schaltelement Sb5 zugeführt
werden; womit über die Negatoren I1, I2 am Eingang des NAND-Glieds
SpI1 das Signal 1 anliegt.
Über die Kontakte des Senderelais R1 wird der Übertrager Tr1
(Platine P6) in Senderichtung auf den Kanal geschaltet. Die vom
Ausgang des Gruppenverstärkers des Modulators abgegriffene Infor-
mation wird über die Kontakte der Relais R1/P2 und R1/P6, das
Dämpfungsglied Senderichtung und den Übertrager Tr1 sowie entspre-
chende Kontakte des Senderelais R1/P2 auf den Kanal übertragen.
Der entsprechende Sendepegel kann durch steckbare/lötbare Brücken
eingestellt werden.
Die Empfangsrichtung des Fernsprechabzweigeinschubs TF1 ist bei
2Dr-Betrieb ständig auf Kanal geschaltet. Bei 4Dr-Betrieb sind
entsprechende Brücken anzubringen (siehe DV A 040/1/417), die die
entsprechenden Kontakte der Relais R2 überbrücken. Durch steckbare/
lötbare Brücken kann der Empfangspegel eingestellt werden. Vom Aus-
gang der Empfangsrichtung werden die Informationen sowohl dem
Demodulator als auch dem Sprechpult RP über die entsprechenden
Kontakte des Kontrollrelais R1/P6 zugeführt.
Bei 2Dr-Betrieb sind die Brücken, die die entsprechenden Kontakte
des Relais R2 überrücken zu entfernen.
Zum Prüfen des Fernsprechabzweigeinschubs TF1 ist das Signal
ПPOBEPKA (0) anzulegen, das das Abzweigrelais R2 abschaltet und
das Kontrollrelais R1 zum Ansprechen bringt. Die Information wird
dabei über Gruppenverstärker - Kontrollrelais R1 - Dämpfungsglied -
Überprüfung - Kontrollrelais R1 zum Demodulator übertragen. Im
Fall der Kanalabzweigung leuchtet die Signallampe OTБP KAHAЛA.
Durch Anbringen von Brücken (Stecker) - die entsprechenden Kontakte
des Abzweigrelais R2 werden überbrückt - kann eine Kanalabzweigung,
damit die Übertragung des Signals OTБP KAHAЛA, verhindert
werden.
Spricht das Abzweigrelais R2 an, erfolgt eine Durchschaltung Fern-
sprechabzweigeinschub TF1, Senderichtung -Kanal über die Kontakte
1-2, 7-8 des Abzweigrelais R2. Die Empfangsrichtung wird über die
Kontakte 10-11 des Abzweigrelais R2 an das Belastungsäquivalent
RЭ2 (R12) angeschlossen.
Im stromlosen Zustand des Senderelais R1 ist der Kanal mit dem
Belastungsäquivalent RЭ1 (R10, Platine P2) abgeschlossen.
Der ortsseitige Abschluß der Empfangseinrichtung erfolgt durch das
Belastungsäquivalent RЭ3 (R14 und C1, Platine P2).
Das Dämpfungsglied Senderichtung (Vierpol) besteht aus 3 T-Glie-
dern. Sein Eingangswiderstand entspricht dem Ausgangswiderstand
des Gruppenverstärkers (Modulator). Der Ausgangswiderstand be-
trägt 600 Ω (Wellenwiderstand des Kanals Senderichtung).
Der entsprechende Signalpegel durch das 1. T-Glied (R1 bis R12)
für die Fernsprechkanäle wird durch Umlöten von Brücken an den
Kontaktleisten P3, P4 (siehe auch A 040/1/417, Abschnitt 3.2.1.)
eingestellt. Es lassen sich 6 Dämpfungswerte in Stufen zu je
1,74 dB (0,2 Np), beginnen von 0 dB, einstellen.
Das 2. T-Glied Platine P5) wird durch die Widerstände R13 bis
R15 gebildet. Die erreichbare Dämpfung beträgt 8,69 dB (1,0 Np).
Die Widerstände R16 bis R18 (Platine P5) stellen das 3. T-Glied
des Dämpfungsglieds Senderichtung dar. Seine Einfügedämpfung
beträgt 17,4 dB (2,0 Np). Durch entsprechendes Umlöten von Brük-
ken kann durch das Dämpfungsglied Senderichtung eine Signalpegel-
einstellung im Bereich 0 ... 34,8 dB (0 ... 4,0 Np) vorgenommen
werden.
Die Empfangseinrichtung, bestehend aus Eingangsübertrager Tr1
(Platine P8) und Verstärker, gewährleistet einen pegel von
-17,4 dB (-2,0 Np) im Frequenzbereich 300 ... 3400 Hz. Die Emp-
fangseinrichtung weist einen hohen Eingangs- und einen niedrigen
Ausgangswiderstand auf.
Arbeitspunktstabilisierend für den Verstärker wirken der Wider-
stand R16 und die Dioden D1, D2 (Platine P8). Eine HF-Selbster-
rerung des Verstärkers wird durch eine Gegenkopplung Kollektor -
Basis des Transistors PP1 über den Kondensator C2 verhindert.
Eine 2stufige Kollektorstufe (Emitterfolger) verhindert den Ein-
fluß nachgeschalteter Lastwiderstände. Bei einem Eingangssignal
< -17,4 dB werden dem Emitterwiderstand R4 (Platine P8) der Span-
nungsteiler R5 bis R8 (Platine P6) und der Kondensator C2 (Platine
P8) parallelgeschaltet. Die statische (Gleichstrom-) Arbeitspunkt-
einstellung der Verstärkerstufe ändert sich dabei nicht.
Liegt ein Eingangssignal > -17,4 dB an, werden dem Kollektorwid-
stand R3 (Platine P8) der Spannungsteiler R9 bis R13 und der Kon-
densator C4 parallelgeschaltet.
Signalpegeländerungen durch den Verstärker sind in Stufen von
4.35 dB (0,5 Np) möglich. Entsprechende Brückenänderungen an den
Kontaktleisten P3, P4 des Fernsprechabzweigeinschubs TF1 sind mög-
lich (siehe A 040/1/417, Abschnitt 3.2.1.). Die verstärkte Infor-
mation wird über entsprechende Kontakte des Kontrollrelais R1 sowie
den Kondensator C5 dem Demodulator und dem Sprechpult RP zugeführt.


5.4.3. Fernschreibabzweigeinschub TG1

Der Fernschreibabzweigeinschub TG1 (Bild 20) gewährleistet den An-
schluß des Hauptsatzes an eine 2DR- oder 4-Dr-Telegrafiekanal so-
wohl im Simplex- als auch im Duplexbetrieb.
Die hochohmige Eingangseinrichtung (30 kΩ) ermöglicht das Parallele
Aufschalten des Fernschreibabzweigeinschubs TG1 auf den Kanal. In
Abhängigkeit vom Betriebsverfahren kommen folgende Linienbatterie-
spannungen zur Anwendung:
a)  60 V Doppelstrombetrieb
b) 120 V Einfachstrombetrieb
Der Linienstrom kann bis zu 120 mA betragen.
Bestandteile des Fernschreibabzweigeinschubs TG1 sind
a) die Eingangseinrichtung zur galvanischen Entkopplung Kanal-
   Fernsprechabzweigeinschubs TF1,
b) die Ausgangseinrichtung zum Übertragen der Fs-Signale zum Kanal,
c) die Steuerschaltung zum Anschließen der Vermittlungsrelais und
   Aussteuern der Signallampe OTБOP KAHAЛA bei erfolgter Kanalab-
   zweigung,
d) die Relaisvermittlung mit dem Senderelais R1, Abzweigrelais R2
   und Kontrollrelais R3.
Die Sende- und Empfangsstromkreise werden über den Filterblock
BFII zur Vermittlung der Nachrichtenzentrale geführt.
Liegt kein Steuersignal am Fernschreibabzweigeinschub TG1 an. ver-
bleiben die Baugruppen desselben im DIENSTHABENDEN BETRIEB.
Wird vom Einschub M2 des Modulators das Signal OTБOP KAHAЛA (0)
an des UND-Glied Sp7 der Steuerschaltung angelegt, leuchtet die
Signallampe L1 OTБOP KAHAЛA. Das Signal OTБOP KAHAЛA gelangt eben-
falls (negiert durch I7) an die UND-Glieder Sp3, Sp8.
Bei nicht anliegendem Signal ПPBEPKA (0) wird an den anderen Ein-
gang des UND-Glieds Sp8 das Signal 1 angelegt. Das hat zur Folge,
daß der Verstärker U3 ausgesteuert wird und das Abzweigrelais R2
anspricht. Über die Kontakte desselben wird der Fernschreibkanal
an den Fernschreibabzweigeinschub TG1 angeschaltet. Der Einstell-
regler R5 TOK ЛИHИИ wird zur Linienstromeinstellung benötigt.
Liegt von der Relaisvermittlung das Signal ПEPEДAЧA (0) am Eingang
1 des UND-Glieds Sp1 und vom Adressenverteiler AR das Signal 0 am
Eingang des UND-Glieds Sp2 der Steuerschaltung an, kann vom Nega-
tor I1 das Signal 1 abgegriffen und dem UND-Glied Sp3 der Steuer-
schaltung zugeführt werden. Bei gleichzeitig anliegendem Signal 1,
abgegriffen vom Ausgang des Negators I7, wird nachfolgend der Ver-
stärker U1 ausgesteuert. Das Ausgangssignal des Verstärkers U1 be-
wirkt das Ansprechen des Senderelais R1, über dessen Kontakte die
Ausgangseinrichtung auf den Fernschreibkanal sendeseitig geschal-
tet wird.
Die vom Ausgang des Verstärkers ZU des Modulators des Hauptsatzes
abgegriffene Information gelangt über die Negatoren I2, I4 an die
Eingänge des UND-Glieds Sp5 der Steuerschaltung. Das hat zur Folge,
daß der Stromkreis des Signals УПPABЛEHИЯ PЭ4 unterbrochen wird,
was gleichbedeutend mit den Anliegen des Signals 1 an den Eingän-
gen des Negators I3 und des UND-Glieds Sp5 ist.
Das vom Ausgang des Negators I3 abgegriffene Signal 0 bewirkt
das Sperren der Informationsübertragung vom Ausgang des Negators
I2 über das UND-Glied Sp4. Wird vom Ausgang des Negators I1 des
Signal ПEPEДAЧA (1) an den Eingang 3 des UND-Glieds Sp5 angelegt,
wird die Ausgangseinrichtung über den Negator I2, des Schaltele-
ments Sb2, die Negatoren I5, I6 und das UND Glied Sp6 ausgesteuert.
Das Kontrollrelais R3 spricht an, wenn das Signal ПPBEPKA (0) -
B0 - an der Steuerschaltung anliegt. Dieses Signal wird ebenfalls
an einen Eingang des UND-Glieds Sp2 angelegt.
Über die Kontakte des Kontrollrelais R3 werden die Sende- und
Empfangsrichtung des Fernschreibabzweigeinschubs TG1 zusammenge-
schaltet.
Dur Auswerten des Signals ПEPEДAЧA durch die Steuerschaltung
wird die vom Ausgang des Verstärkers ZU des Modulators des Haupt-
satzes abgenommene Information auf die kanalbildende Einrichtung,
zu den Empfängern übertragen. Im Rahmen notwendiger Wartungsarbei-
ten (Einstellen deer Empfindlichkeit und des Linienstroms) können
die Relais R1, R2 zum Ansprechen gebracht werden; an die Buchsen
G4, G5 ist das Kabel PSD (siehe A 040/1/417, Abschnitt 4.2.1.)
abzubringen.
Die Betriebsartenumschaltung (Einfach- oder Doppelstrombe-
trieb, Duplex- oder Simplexbetrieb) wird am Fernschreibabzweig-
einschub TG1 durch Umlöten von Brücken realisiert (Bild 21). Der
Stromlaufplan des Fernschreibabzweigeinschubs TG1 ist in der Dokumen-
tation ПШ2.I48.003 CxФ, Album Nr. 1 des Herstellers enthalten.
Die Eingangseinrichtung ist auf der Platine P6 angeordnet und weist
folgende Bestandteile auf:
a) Modulator (Transistor PP5),
b) Modulatorschutzschaltung (Dioden D1, D4, D5, Widerstände R4,
   R15, R16, Kondensator C4),
c) Sperrschwinger (Transistor PP6),
d) Verstärker (Transistor PP1, PP2),
e) Demodulator (Dioden D2, D3),
f) Emitterfolger (Transistor PP3),
g) Schaltverstärker (Transistor PP4).
Informationen werden über die Kontakte c7-c9 des Steckverbinders
Sch2 an den Fernschreibabzweigeinschub TG1 angelegt.
Durch den Sperrschwinger werden Impulse mit einer Folgefrequenz
von 71 ... 72 kHz erzeugt, die als Startimpulse für den Modulator
(Transistor PP5) genutzt werden. Das zu modulierende Signal wird
über die Wicklung 4-7 des Transformators Tr2 des Sperrschwingers
dem Modulator zugeführt.
Die empfangsseitig anliegenden Fs-Gleichstromzeichen werden an den
Modulator angelegt und mit den HF-Signalen überlagert. Die aus-
gangsseitig vom Modulator abgegriffenen Signale liegen über die
Wicklung 1-7 des Transformators Tr1 an dem Eingang der mit dem
Transistor PP1 bestückten Verstärkerstufe an. Die verstärkten Si-
gnale werden demoduliert (Dioden D2, D3) und in Form von
Gleichstromimpulsen zum Aussteuern des Schaltverstärkers (Tran-
sistor PP4) verwendet.
Die Ausgangssignale der Eingangseinrichtung werden am Kontakt 17
der Platine P6 abgegriffen und über die Kontakte b1 des Steckverbin-
ders Sch1 den Empfänger PM zugeführt.
Die Modulationsschaltung verhindert das Anlegen von Signalen
mit zu großer Amplitude an den Modulator. Der Arbeitspunkt des
Transistors PP1 kann mit Hilfe des Einstellreglers R4ЧУBCTB.
(Empfindlichkeit) eingestellt werden.
Die Elemente der Steuerschaltung sind auf den Platinen P5 und P7
angeordnet. Am Ausgang der Steuerschaltung können folgende Signale
abgegriffen werden:
a) Signal OTБOP KAHAЛA  Kontakt 6 der Platine P7, Signallampe
                        OTБOP KAHAЛA
b) Signal OTБOP KAHAЛA  Kontakt 12 der Paltine P7, Kontakt 13
                        des Abzweigrelais R2
c) Signal ПEPEДAЧA      Kontakt 17 der Platine P7, Kontakt 14
                        des Senderelais R1
Die Elemente der Ausgangseinrichtung sind auf den Platinen P8, P9
angeordnet. Die Einrichtung besteht aus 2 elektronischen Relais
RЭ-4. Der Anschluß der Linienbatterie sowie die Vermittlung bei
Doppelstrom- und Einfachstrombetrieb sind aus Bild 20 ersichtlich.
Die Ausgangseinrichtung wird über die Kontakte 8, 14 der Platine
P5 gesteuert. Die Fs-Signale vom Ausgang der Ausgangseinrichtung
(Kontakt 4 der Platine P8 und Kontakt 18 der Platine P9) werden
zum Senderelais über das Filter F1 durchgeschaltet.
Die Widerstände R5, R6 (Platine P7) und der Kondensator C1 wirken
als Überspannungsschutz für die elektronischen Relais RЭ-4. Als
Kurzschlußschutzelemente wirken die Widerstände R1  bis R3 sowie
die Lampen K3 ЛИHИИ.


5.4.4. Filterblock BFII

Die Filterblöcke BFII (ПШ2.067.02I CxФ) dienen zum Verringern des
Störspannungspegels. Sie sind mit dem Kanalabzweigblock BOII ge-
koppelt.


6. Stromversorgungsgestell SP-1

6.1. Allgemeines

Im Stromversorgungsgestell SP-1 sind folgende Stromversorgungsein-
schübe angeordnet:
a) Stromversorgungseinschub BPO,
b) Stromversorgungseinschub BPS,
c) Stromversorgungseinschub BPL.
Der Übersichtsschaltplan der Stabilisierungsschaltung der Stromver-
sorungseinschübe ist auf Bild 22, der Stromlaufplan auf Bild 23
dargestellt.
abilisierung
Bild 22 Übersichtsschaltplan der Stabilisierungsschaltung
Stabilisierung
Bild 23 Stromlaufplan der Stabilisierungsschaltung

Die eingangsseitig angelegte Wechselspannung UEin wird durch die
Gleichrichterbrückenschaltung (Dioden D1 bis D4) gleichgerichtet
und dem Regelelement (Transistor PP1) zugeführt. Durch die Wir-
kungsweise des Regelelements werden Lastspannungsschwankungen
ausgeglichen.
Als Vergleichsschaltung arbeitet die Z-Diode D5 und die Widerstände
R2 bis R4. Spannungsschwankungen am Belastungswiderstand RLast wer-
den zwischen den Punkten A, B wirksam. Das hat zur Folge, daß sich
der Kollektorstrom des Transistors PP2 ändert, damit auch der Ba-
sisstrom des Transistors PP1. Die Änderung des Basisstroms des
Transistors PP1 ist die Widerstandsänderung im Emitter-Kollektor-
Stromkreis des Transistors PP1 äquivalent. Die über den Lastwider-
stand RLast abfallende Spannung bleibt demnach konstant. Als Sieb-
element wirkt der Kondensator C1.
BPO
Bild 24 Übersichtsschaltplan des Stromversorgungseinschubs BPO


6.2. Stromversorgungseinschub BPO

Der Stromversorgungseinschub BPO (ПШ2.087.044 CxФ) bereitet die
Spannung -27 V; -10 V; +6,3 V und -24 V aus der 127-/220-V-
Wechselspannung auf (Bild 24). Bestandteile des Stromversorgungs-
einschubs BPO sind:
a) das Entstörfilter,
b) die Gleichrichter für die nachfolgend zu stabilisierenden
   Spannungen,
c) die Stabilisierungsschaltungen -27 V; -10 V; +6,3 V; -24 V,
d) die Schutzschaltungen gegen Überlastung und auftretende Kurz-
   schlüssel sowie Überspannungen,
e) die Baugruppe für das Schalten der Spannungen sowie der
   Signalisation,
f) die Kontrollschaltung (Einbaumeßinstrument).
Nach dem Einschalten des Stromversorgungseinschubs BPO stehen
nacheinander die Ausgangsspannungen -10 V, -27 V und +6,3 V zur
Verfügung.
Die Ausgangsspannungen werden automatisch in der Reihenfolge
+6,4 V; -10 V und -27 V abgeschaltet.
Bei Ausfall einer der Ausgangsspannungen, bei Überlastung oder
Kurzschluß sowie bei einer Spannungsüberhöhung von > 10% der
Ausgangsspannung -10 V spricht die Schutzschaltung an; die Signal-
lampe ABAPИЯ leuchtet und die Ausgangsspannungen werden abge-
schaltet.
Befindet sich der Kippschalter W1 CETЬ-OTKЛ. des Stromversorgungs-
einschubs BPO in Stellung CETЬ, wird die 220-V-Wechselspannung
über das Störschutzfilter U1 an die Primärwicklungen der Transfor-
matoren Tr1 bis Tr4 angelegt.
Die zur Aufbereitung der Gleichspannungen -27 V, -24 V, -10 V und
+6,3 V erforderlichen Wechselspannungen werden sekundärseitig von
den Transformatoren Tr1 bis Tr4 abgegriffen und den nachfolgenden
Gleichrichterbrückenschaltungen zugeführt.
Die gleichgerichteten Spannungen liegen über Siebglieder an den
entsprechenden Stabilisierungsschaltungen sowie der Schutzschal-
tung an.
Die stabilisierte Spannung -24 V dient zur Stromversorgung der
Schutzschaltung gegen Überlastung durch Spannungsüberhöhung
(> -10 V) sowie der Verzögerungsschaltung zum Ein- und Ausschalten
der Spannungen.
Entsprechen die Ausgangsspannungen der Stabilisierungsschaltungen
den Normwerten und liegen keine Gerätestörungen/Havarien vor, wer-
den diese den Steckverbindern Sch5 bis Sch7 zugeführt.
Die Spannung +6,3 V wird über die Kontakte 2-6 des Kippschalters
W1 CETЬ-OTKЛ. sowie die Kontakte 3-5 des Relais R2 (P10) an die
Buchse +6,3 V angelegt.
Wird der Stromversorgungseinschub BPO abgeschaltet, wird über den
Kippschalter W1 CETЬ-OTKЛ. der Stromkreis +6,3 V zuerst unterbro-
chen.
Die Stabilisierungsschaltung -27 V besteht aus
a) dem Regelglied
   - Pufferstufe (Widerstände R1 bis R7, Diode D10, Transistoren
     PP2, PP4 und PP6),
   - Darlingtonschaltung (Transistoren PP1, PP3, PP5, PP7, PP1 der
     Platine P2);
b) dem Verstärker UPT (Transistor PP2, Widerstand R3 der Platine
   P2;
c) der Konstantspannungsquelle (Z-Diode D1 bis D3 der Platine P2);
d) dem Ausgangsspannungsteiler (Widerstände R6, R7 der Platine P2.
Der Verstärker UPT, die Konstantspannungsquelle und der Spannungs-
teiler stellen en Vergleichsteil der Stabilisierungsschaltung
-27 V dar.
Die zu stabilisierende Spannung -27 V wird vom Gleichrichter
(Dioden D1 bis D4) abgegriffen und über das Siebelement C1 bis C10
der Stabilisierungsschaltung -27 V zugeführt. Die Kondensatoren
C1 (P2), C11 verhindern die Selbsterregung.
Die Stabilisierungsschaltung -10 V besteht aus:
a) dem Regelglied
   - Pufferstufe (Widerstände R10 bis R13, Diode D9, Transistor
     PP9),
   - Darlingtonschaltung (Transistor PP10 sowie Transistoren
     PP1 und PP3 der Platine P8);
b) dem Verstärker UPT (Transistor PP", Widerstand R1 der Platine
   P8);
c) der Konstantspannungsquelle (Z-Diode D1 der Platine P8);
d) dem Ausgangsspannungsteiler R11, R12 (P8).
Als Gleichrichterbrückenschaltung wirken die Dioden D5 bis D8.
Die gleichgerichtete Spannung 10 V wird über das Siebelement C18
bis C20 der Stabilisierungsschaltung -10 V zugeführt. Eine Aus-
gangsspannungskorrektur ist mit Hilfe des Widerstands R11 (P8)
möglich. Die Kondensatoren C1 (P8), C21 verhindern die Selbster-
regung.
Die Stabilisierungsschaltung +6,3 V (0,8 A) besteht aus
a) dem Regelglied (Darlingtonschaltung mit den Transistoren PP2,
   PP3 der Platinen P7 und P6),
b) dem Verstärker UPT (Transistor PP1 und Widerstand R1 der
   Platine P7),
c) dem Ausgangsspannungsteiler (Widerstände R5 bis R7 und Dioden
   D3, D4 der Platine P8).
Die gleichgerichtete Spannung 6,3 V (Dioden D1 bis D4 der Platine
P6) wird über das Siebelement C13 bis C15 an die Stabilisierungs-
schaltung 6,3 V angelegt.
Der Transistor PP1 (Kollektor) des Verstärkers UPT und die Kon-
stantspannungsquelle werden über einen Einweggleichrichter (Diode
D1 der Platine P7) und den Kondensator C12 gespeist. Die Dioden
D3, D4 (P7) wirken stabilisierend. Eine Ausgangsspannungskorrek-
tur kann mit Hilfe des Widerstands R7 (P7) vorgenommen werden.
Die Kondensatoren C1 (P7), C16 verhindern die Selbsterregung.
Die Schutzschaltung gegen Überlastung (-27 V und -10 V) und
auftretende Kurzschlüsse besteht aus:
a) dem elektronischen Schalter (Transistor PP1 der Platine P1),
b) den Relais R1 bis R4,
c) dem Geber -27 V (Widerstände R1 bis R7 der Platine P5),
d) dem Geber -10 V (Widerstände R2 bis R6 der Platine P8).
Das Ansprechverhalten der Schutzschaltung kann mit Hilfe des Wi-
derstands R2 (P1) eingestellt werden. Bei einem, dem Normwert ent-
sprechenden Lastwiderstand ist der am Geberwiderstand auftretende
Spannungsabfall so gering, daß die Dioden D1, D2 (P1) den Tran-
sistor PP1 (P1) sperren. Die Relais R1 bis R4 (P1) bleiben
stromlos und schalten folgende Stromkreise:
- Relais R1     Kontakte 3-5 geöffnet
- Relais R2, R3 Stromkreis der Dioden D1, D2
                (Gleichrichter -27 V) geschlossen
- Relais R4     Kollektorstromkreis des Transistors PP2 (P8)
                über die Kontakte 3-4 geschlossen.
Bei einem auftretenden Kurzschluß oder bei Überlastung in den
Stromkreisen -27 V oder -10 V kommt es zu einem erhöhten Spannungs-
abfall am zugeordneten Geber. Der Transistor PP1 (P1) öffnet und
bewirkt das Ansprechen des Relais R1, dessen Kontakte 3-5
schließen. Bedingt durch das Ansprechen der Relais R2 bis R4
öffnen die Kontakte 3-4 derselben und der Stromkreis der Dioden
D1, D2 wird unterbrochen. Die Dioden sperren und schalten die
Eingangsspannung der Stabilisierungsschaltung -27 V ab; am Ausgang
derselben steht keine Spannung zur Verfügung.
Die über den Einweggleichrichter D7 (P8), den Kondensator C17 und
die Kontakte 3-5 des Relais R4 (P1) an das Regelglied der Stabili-
sierungsschaltung -10 V angelegte Spannung bewirkt ein Sperren
desselben. Das hat zur Folge, daß keine Ausgangsspannung -10 V zur
Verfügung steht. Die Diode D9 arbeitet als Sperrdiode, so daß die
Spannung vom Einweggleichrichter nicht am Ausgang der Stabilisie-
rungsschaltung -10 V anliegt.
Bei Ausfall der Spannung -27 V und/oder -10 V leuchtet die Si-
gnallampe ABAPИЯ und der Wecker ertönt; über die Steckverbinder
Sch5, Sch6 wird das Signal ABAPИЯ übertragen. Die Relais R2 (P10)
spricht an und schaltet seine Kontakte 3-5 die Spannung
+6,4 V ab.
Die Sicherung Pr5 brennt durch, wenn ein Kurzschluß- oder ein
Überlastungsfall im Stromkreis +6,3 V auftritt. Gleichzeitig
leuchtet die Signallampe ABAPИЯ und der Wecker ertönt. Die Strom-
kreise -27 V und -10 V werden in diesem Fall automatisch abge-
schaltet.
Bei defekter Sicherung PR1 bis Pr4 erlischt die Signallampe
und der Stromversorgungseinschub BPO wird von der 220-V-Wechsel-
spannungsquelle abgeschaltet.
Die Schutzschaltung gegen Spannungsüberhöhung -10 V besteht aus:
a) dem Geber (Z-Diode D3 und Widerstand R1 der Platine P11),
b) dem Schmitt-Trigger (Transistoren PP1 und PP2 der Platine P11),
c) dem elektronischen Schalter (Transistor PP3 der Platine P11 und
   Widerstand R7 der Platine P9).
Entspricht die Spannung -10 V dem Normwert, sind die Transistoren
PP1, PP3 sowie die Diode D7 gesperrt und der Transistor PP2 ge-
öffnet.
Tritt eine Spannungserhöhung von ≥ 10 % auf, werden die Z-Diode
D3 und der Schmitt-Trigger ausgesteuert. Dabei öffnet der Tran-
sistor PP3 und der Diode D7 wird ein positives Spannungspotential
zugeführt. Die Diode öffnet und bewirkt, daß die Havariesignalisation
eingeschaltet werden.
Die Baugruppe der Spannungsein- und -ausschaltung sowie der Signa-
lisation besteht aus:
a) den elektronischen Schaltern PP1 und PP2 (P10),
b) dem Verzögerungsglied (Kondensator C1, Widerstände R7, R8),
c) den Relais R1 bis R4 der Platine P10,
d) der Signallampe ABAPИЯ und dem Wecker.
In der Schalterstellung CETЬdes Kippschalters W1 CETЬ-OTKЛ. wird
die Spanung -27 V an die Relais R1, R2 angelegt. Die Spannung
-10 V liegt über den Widerstand R3 an der Basis des Transistors
PP1 an und steuert diesen aus.
Die Relais R1, R2 sprechen an. Über die Kontakte 3-5 des Relais R2
wird der Stromkreis +6,3 V geschlossen. Durch das Schließen der
Kontakte 3-5 des Relais R1, bedingt durch das Verzögerungsglied,
verbleibt der Transistor PP2 noch zeitlich begrenzt im gesperrten
Zustand.
Stehen die Spannungen -10 V und -27 V am Ausgang des Stromversor-
gungseinschub BPO zur Verfügung, liegt +6,3 V über die Kontakte
3-5 des Relais R1 an der Diode D7 (P10) - Sperrichtung - an.
Die Diode D7 sperrt. Der Transistor PP2 wird durch die von der
Diode D4 abgegriffene Spannung gleichfalls gesperrt.
Bei Ausfall der Spannungen -10 V und -27 V fallen die Relais R1,
R2 ab. Der Stromkreis +6,3 V wird durch die geöffneten Kontakte
3-5 des Relais R2 unterbrochen. Die Kontakte 3-4 des Relais R1
schließen den Stromkreis Basis Transistor PP2 -Diode D6 - Wider-
stand R8 (P9). Der Transistor PP2 öffnet und bewirkt das Schlies-
sen des Stromkreises der Relais R3, R4 (P10). Die Signallampe
ABAPИЯ (Kontakte 3-5 des Relais R3) leuchtet und das Signal
ABAPИЯ wird übertragen.
Die Diode D3 (P10) verhindert das Ansprechen der Signallampe
ABAPИЯ und des Weckers, wenn eine Havariesignalisation durch die
Stromversorgungseinschübe BPL und BPS ausgelötet wird.
Sprechen die Relais R1 bis R4 (P1) an, werden automatisch die
Spannungen -10 V und -27 V abgeschaltet.
Bei Ausfall der Spannung +6,3 V öffnet die Diode D7 und an die
Basis des Transistors PP2 gelangt negative Spannungspoten-
tial. Der Transistor PP2 öffnet und die Relais R3, R4 sprechen
an; die Spannungen des Stromversorgungseinschubs BPO werden ab-
geschaltet.
Die benötigten Spannungen für die Relais R1 bis R4 der Platinen
P1, P10 sowie für die Signallampe ABAPИЯ werden über die Gleich-
richter D1 bis D4, D7 bis D10 (P9) sowie die Kondensatoren C22 bis
C25 bereitgestellt.
Die Stromversorgung des Verzögerungsglieds sowie der Schutzschal-
tung erfolgt über die Stabilisierungsschaltung -24 V (Platine P9).
Diese bestehen aus:
a) dem Regelglied (Darlingtonschaltung; Transistoren PP1, PP2),
b) dem Verstärker UPT (Transistor PP3 und Widerstand),
c) der Konstantspannungsquelle (Z-Diode D5, D6),
d) dem Ausgangsspannungsteiler (Widerstände R4 bis R6).
Die zu stabilisierende Spannung wird durch die Gleichrichter-
schaltung D1 bis D4, D7 bis D10 bereitgestellt und über die Kon-
densatoren C22 bis C25 angelegt.
Eine Ausgangsspannungskorrektur ist mit Hilde des Widerstands R5
(P9) möglich. Die Kondensatoren C1 (P9), C26 verhindern die Selbst-
erregung. Die Sicherung Pr6 wirkt als Kurzschlußsicherung.
Die stabilisierte Spannung -24 V wird zur Stromversorgung der
Havariesignalisationsschaltung und der Schutzschaltung (Spannungs-
überhöhung im -10-V-Stromkreis) benötigt.
Eine Kontrolle der Spannungen 127 V~/ 220 V~, -27 V, -10 V und
+6,3 V ist mit Hilfe des Einbaumeßinstuments in der entsprechen-
den Schalterstellung de Schalters W2 KOHTPOЛЬ möglich. Das Eichen
desselben kann mit Hilfe der Einstellregler R17 bis R21 (P5) rea-
lisiert werden.
Sämtliche Ausgangsspannungen (einschließlich der Spannung -24 V)
können mit Hilfe eines geeigneten Meßinstruments, das hierzu
an die entsprechenden Buchsen (G1, G2, G3, G5, G6) des Stromversor-
gungseinschubs BPO anzuschließen ist, gemessen werden.
Die Buchsen G4 und G5 werden bei der Funktionskontrolle der Schutz-
schaltung benötigt.


6.3. Stromversorgungseinschub BPS

Durch den Stromversorgungseinschub BPS (ПШ2.087.048 CxФ) wird eine
stabilisierte Spannung -27 V aufbereitet (Bild 25). Ausgangsspan-
nungsschwankungen von ± 10 % werden ausgeglichen.
Bei Überlastung oder Kurzschluß werden die Verbraucher ab- und
die Havariesignalisation (Signallampe ABAPИЯ, Wecker) eingeschal-
tet.
Bestandteile der Stromversorgungseinschubs sind Störschutzfilter,
Gleichrichter, Stabilisierungsschaltung, Schutzschaltungen (Über-
spannungsschutz und Kurzschluß) und die Baugruppen zur Signalisa-
tion.
Die Wirkungsweise der aufgeführten Baugruppen ist prinzipiell im
Abschnitt 6.2. angegeben.
Der Stromversorgungseinschub BPS wird durch den Kippschalter W2
CETЬ eingeschaltet. Die Ausgangsspannung des Stromversorgungsein-
schubs BPS kann bei anliegender Spannung +6,3 V vom Stromversor-
gungseinschub BPO an den Steckverbindern Sch5, Sch6 abgegriffen
werden.
Die Stabilisierungsschaltung -27 V besteht aus:
a) dem Regelglied
   - Pufferstufe (Widerstände R1 bis R10, Diode D5, Transistoren
     PP! bis PP4),
   - Darlingtonschaltung (Transistoren PP5 bis PP9 und Transistor
   PP2 der Platine P1);
b) dem Verstärker UPT (Transistor PP3 und Widerstand R5 der Plati-
   ne P1);
c) der Konstantspannungsquelle (Z-Diode D1 bis D3 der Platine P1);
d) dem Ausgangsspannungsteiler R9, R10 (P1).
Die Ausgangsspannungskorrektur kann mit Hilfe des Widerstands R9
(P1) vorgenommen werden.
Entspricht die Ausgangsspannung dem Normwert, hat das Relais R1
(P2) angesprochen und die Kontakte 3-4 desselben sind geöffnet.
Der Stromkreis der Havariesignalisation ist unterbrochen.
Die Diode D1 (P2) verhindert das Ansprechen der Signallampe
ABAPИЯ und des Weckers bei arbeitender Havariesignalisation des
Stromversorgungseinschubs BPO oder des Stromversorgungseinschubs
BPL.
Die Bestandteile der Kurzschluß- und Überlastungs-Schutzschaltung
sind der Transistor PP1, die Diode D2 und die Relais R1 bis R3
(P4). Der Transistor PP1 ist bei Einhaltung des Ausgangsspannungs-
normwerts gesperrt; die Relais R2, R3 sind abgefallen und schließen
über ihre Kontakte 3-4 den Stromkreis der Dioden D1, D2. Die Ar-
beitsweise der Schutzschaltung ist aus Abschnitt 6.2. ersichtlich.
Ihre Ansprechschwelle kann mit dem Einstellregler R2 eingestellt
werden.
Als Schutzschaltung bei Überspannung arbeiten
a) die Z-Dioden D1 bis D3 (Geber) und der Widerstand R1 (P6),
b) der Schmitt-Trigger (Transistoren PP1, PP2 der Platine P2),
c) der elektronische Schalter (Diode D7 - P6 - und Widerstand R7 -
   P5).
Die Arbeitsweise ist aus Abschnitt 6.2. ersichtlich. Die benötigte
Spannung -24 V wird durch den Stromversorgungseinschub BPO bereit-
gestellt. Die Kontrolle der Spannungen -27 V und -24 V ist mit Hil-
fe des Einbaumeßinstuments in der entsprechenden Schalterstellung
des Schalters KOHTPOЛЬ möglich. Eine externe Kontrolle derselben
ist über die Buchsen G4, G5 gegeben.
BPS
Bild 25 Übersichtsschaltplan des Stromversorgungseinschubs BPS

6.4. Stromversorgungseinschub BPL

Durch den Stromversorgungseinschub BPL (ПШ2.087.043 CxФ) werden
folgende Spannungen aufbereitet:
a) +60 V ± 10 %, stabilisiert,
b) -60 V ± 10 %, stabilisiert,
c) 120 V- und 127 V~.
Die Spannungen 120 V- und 127 V~ werden nicht stabilisiert. Bei
Ausfall der Gleichspannungen +60 V, -60 V und 120 V leuchtet die
Signallampe ABAPИЯ, der Wecker ertönt und das Havariesignal wird
bereitgestellt.
Die Havariesignalisation wird ebenfalls ausgelöst, wenn ein Kurz-
schluß in den Stromkreisen +60 V oder -60 V auftritt oder ein
zu hoher Laststrom (> 0,4 A) fließt.
In der Schalterstellung CETЬ des Kippschalters W1 CETЬ wird die
Wechselspannung 220 V den Transformatoren Tr1 bis Tr4 zugeführt.
Sekundärseitig werden die Spannungen 60 V~, 120 V~ und 127 V~ abge-
griffen. Die entsprechenden Gleichrichterschaltungen sind auf den
Platinen P1, P6 (Dioden D2 bis D9) und P4 (Dioden D1 bis D8) ange-
ordnet.
Die Wechselspannung 127 V wird direkt an die Steckverbinder Sch5,
Sch6 angelegt.
Die Stabilisierungsschaltung -60 V  (Bild 26) besteht aus
a) dem Regelglied (Transistoren PP1, PP2 der Platine P2 und
   Transistor PP1 der Platine P3),
b) dem Verstärker UPT (Transistor PP2 und Widerstand R1 der Pla-
   tine P3),
c) der Konstantspannungsquelle (Z-Dioden D2 bis D6 der Platine P3),
d) dem Ausgangsspannungsteiler (Widerstände R8 bis R10 der Platine
   P3).
BPL
Bild 26 Übersichtsschaltplan des Stromversorgungseinschubs BPL

Die Widerstände R3 bis R7 stellen Lastwiderstände für den Ver-
stärker UPT der Stabilisierungsschaltung -60 V im Leerlaufbetrieb
dar.
Mit Hilfe des Potentiometers R9 (P3) ist eine Ausgangsspannungs-
korrektur möglich.
Bestandteile der Stabilisierungsschaltung +60 V sind
a) das Regelglied (Transistoren PP1 bis PP4 der Platine P7, Tran-
   sistor PP1 der Platine P8),
b) der Verstärker UPT (Transistor PP2 und Widerstand R1 der Plati-
   ne P8),
c) die Konstantspannungsquelle (Z-Diode D1 bis D5 der Platine
   P8),
d) der Ausgangsspannungsteiler (Widerstände R9 bis R11 der Platine
   P8).
Eine Ausgangsspannungskorrektur ist mit Hilfe des Potentiometers
R10 (P8) möglich.
Die Dioden D5 bis D8 (P4) arbeiten als Verdopplerschaltung zur
Abgabe der Gleichspannung 120 V. Siebelemente sind die Kondensa-
toren C11 bis C16.
Normwerteinstellungen der Ausgangsspannungen des Stromversorgungs-
einschubs BPL können durch Ändern (Schalter W2) der Sekundäran-
schlüsse der Transformatoren Tr3, Tr4 realisiert werden.
Als Kurzschluß- und Überlastungsschutz der Stromkreise -60 V
und +60 V wirkt eine Schutzschaltung, die durch den Transistor PP1,
die Diode D3 (P5) und die Widerstände R2, R3 (P3), R6, R7 (P8)
gebildet wird. Schaltelemente dieser Schutzschaltung sind die Re-
lais R1 (P7), R1, R2 (P5) sowie R1 (P2).
Werden alle Normwerte eingehalten, ist der über die Widerstände
R2, R3 (P3) bzw. R6, R7 (P8) auftretende Spannungsabfall zu gering,
um die Diode D3 auszusteuern und den Transistor PP1 (P5) zu sper-
ren. Die Relais R1 (P2), R1, R2 (P5) und R1 (P7) sind abgefallen,
ihre Kontakte 3-5 sind geöffnet.
Bei Überlastung bzw. Kurzschluß, z. B. im Stromkreis -60 V, tritt
ein erhöhter Spannungsabfall über die Widerstände R2, R3 (P3) auf,
der Transistor PP1 öffnet, die Diode D3 wird ausgesteuert und die
Relais R1, R2 (P5) sprechen an, so daß ihre Kontakte 3-5 schließen.
Für das Relais R2 wird ein Selbsthaltekreis geschlossen. Der Ar-
beitsstromkreis für die Relais R1 (P2) und R1 (P7) wird über die
Kontakte 3-5 des Relais R1 geschaltet. Der Darlingtonschaltung
des Regelglieds wird über die Diode D1 (P1), den Kondensator C1
und die Kontakte 3-5 der Relais R1 (P2) und R1 (P7) ein positives
Spannungspotential zugeführt. Die Transistoren des Regelglieds
sind gesperrt. Zur Beschleunigung des Sperrprozesses wird an die
Basen der Transistoren PP2 und PP3, PP4 (P3) über die Dioden D1,
D2 (P2) und D7 (P3) entsprechendes Spannungspotential angelegt.
Die Sicherungen haben folgende Funktion:
a) Sicherungen PR1, PR2  Netzsicherung
b) Sicherung Pr 3        Kurzschlußsicherung im Stromkreis
                         des Motors der FsM
c) Sicherung PR5 (0,4 A) Kurzschlußsicherung im Stromkreis
                         120 V-
Die Baugruppe zur Signalisation der Spannungsausfälle arbeitet wie
folgt: Liegt eine Spannung über den Widerstand R12 (P5) an der Ba-
sis des Transistors PP4 an, die positiv gegenüber dem Emitterpoten-
tial ist, wird der Transistor gesperrt. Gelangt an die Basis des
Transistors PP3 über die Diode D8 (P5) eine Spannung, die negativ
gegenüber dem Emitterpotential ist, sperrt die Diode D7 (P5).
Die Widerstände R11, R13 sind so bemessen, daß an der Anode der
Diode D7 negatives Potential (bezogen auf den Bezugspunkt) anliegt.
Der Transistor PP3 ist geöffnet und schaltet den Eingangskreis des
Transistors PP2 (P5) parallel. Der Transistor PP2 sperrt; bei vor-
liegenden Spannungen +60 V, -60 V und 120 V- wird keine Havarie-
signalisation ausgelöst.
Fällt die Spanung +60 V aus, liegt an der Basis des Transistors
PP4 über den Widerstand R9 (P5) negatives Potential an. Der
Transistor PP4 wird ausgesteuert und schaltet den Eingangskreis
des Transistors PP3 parallel. Der Transistor PP3 sperrt, der
Transistor PP2 öffnet und die Havariesignalisation wird ausgelöst.
Bei Ausfall der Spannung -60 V wird an die Basis des Transistors
PP3 (P5) über den Widerstand R11 und die Diode D7 positives Poten-
tial angelegt. Der Transistor PP3 sperrt, der Transistor PP2 öff-
net und die Havariesignalisation wird ebenfalls ausgelöst.
Bei Ausfall der Spannung 120 V- fällt das Relais R1 (P4) ab; die
Kontakte 3-5 desselben öffnen. Es besteht somit nur eine Spannung
von -60 V zur Verfügung.
Die Diode D9 (P4) verhindert das Ansprechen des Weckers und das
Leuchten der Signallampe ABAPИЯ bei auftretenden Spannungsausfäl-
len oder Kurzschlüssen in den Stromversorgungseinschüben BPO und
BPS.
Die Kontrolle der Ausgangsspannungen ist in der entsprechenden
Schalterstellung des Schalters W3 KOHTPOЛЬ mit Hilfe des Einbaumeß-
instruments möglich.
Das Einbaumeßinstrument kann mit Hilfe der Einstellregler R13 bis
R18 (P9) geeicht werden.


7. Sprechpult RP

7.1. Übersichtsschaltplan

Das Sprechpult RP gewährleistet das Senden und Empfangen mündli-
cher Informationen unter Verwendung eines Mikrofons und/oder
Tonbandgeräts.
Es können folgende Betriebsarten des Sprechpults RP unterschieden
werden:
a) DIENSTHABENDER BETRIEB(ДEЖУPHЫЙ PEЖИM),
b) EIGENÜBERPRÜFUNG (HA CEБЯ),
c) EMPFANG (ПPИEM),
d) SENDEN (ПEPEДAЧA).
Nachstehende Baugruppen sind Bestandteil des Sprechpults RP
(Bild 27):
a) Stromversorgungsblock,
b) Mikrofonverstärker,
c) Aussteuerungsanzeige,
d) Ausgangsverstärker.
Sprechpult RP
Bild 27 Übersichtsschaltplan des Sprechpults RP

Die durch den Mikrofonverstärker verstärkte Sprechwechselspannung
wird dem Gruppenverstärker GU des Einschubs M1 zugeführt oder
liegt bei EIGENÜBERPRÜFUNG am Eingang des Ausgangsverstärkers an.
Der Mikrofonverstärker hat folgende Kennwerte:
a) Eingangsspannungspegel  -72 dB (-8,3 Np)
b) Ausgangsspannungspegel  -11,3 dB (1-,3 Np)
c) Eingangswiderstand      250 Ω
d) Lastwiderstand          ≥ 1 kΩ
e) Amplitudenschwankungen im Frequenzbereich 300 ... 3400 Hz,
   bezogen auf f = 1000 Hz ≤ 1,74 dB (≤ 0,2 Np)
f) Klirrfaktor             ≤ 5 %
Der Ausgangsverstärker des Sprechpults RP dient zum Verstärken
der vom Empfangsverstärker LU des Einschubs MK3 angelegten Infor-
mationen. Er hat folgende Kennwerte:
a) Eingangspegel           -10,4 dB (-1,2 Np)
b) Eingangswiderstand      2 kΩ
c) Amplitudenschwankungen im Frequenzbereich 300 ... 340 Hz,
   bezogen auf f = 1000 Hz ≤ 1,74 dB (≤ 0,2 Np)
d) Ausgangsleistung
   - gemessen am Einbaulautsprecher       0,25 W
   - gemessen am abgesetzten Lautsprecher 0,5 W
e) Klirrfaktor                            ≤ 10 %
Die Aussteuerungsanzeige ermöglicht die optische Kontrolle des
Informationsdurchlaufs sowie des Sendepegels durch den bedienenden.
Die Betriebsspannung 24 V- ± 10 % wird durch den Stromversorgungs-
block aus der Wechselspannung 127 V/220 V ± 10 % aufbereitet.
Die Wahl der entsprechenden Sprachübertragung wird mit dem Taster-
schalter MИKPOФOH - ДИKTOФOH geschaltet.
Der Ausgangspegel (Lautstärke) des Tonbandgeräts kann im Fall der
Sprachübertragung vom Tonbandgerät mit Hilfe des Lautstärkereglers
PEГ. УPOBEHЬ des Sprechpult RP reguliert werden.
Der Anschluß des Tonbandgeräts beim Empfang/Senden von Informatio-
nen ist aus Bild 27 ersichtlich.
In der Betriebsart DIENSTHABENDER BETRIEB liegen die Betriebsspan-
nungen an den Baugruppen des Sprechpults RP an; die Vermittlungs-
relais sind abgefallen. Das Mikrofon und das Tonbandgerät sind
vom Sprechpult RP elektrisch getrennt.
Bei Empfang einer Sprachinformation vom Einschub MK3 des Kanal-
abzweiggestells SOK-1 spricht das Relais R1 (P1) an und der Ein-
gang des Ausgangsverstärkers wird zum Empfangsverstärker LU durch-
geschaltet. Der Motorstromkreis des Tonbandgeräts wird eingeschal-
tet. Die Sprachinformation gelangt wie folgt zum Tonbandgerät/
Lautsprecher des Sprechpults RP:
   ... - Fernsprechabzweigeinschub TF1 - Einschub MK3; Empfangs-
   verstärker LU - ... Sprechpult RP; Eingang Ausgangsverstärker -
   Lautsprecher bzw. Eingang des Tonbandgeräts.
Ist die Informationsübertragung beendet, fällt das Relais R1 (P1)
des Einschubs MK3 ab; das Sprechpult RP wird in die Betriebsart
DIENSTHABENDER EMPFANG überführt.
Zum Durchführen des Sendebetriebs ist der Tastenschalter ПEPEДAЧA
des Sprechpults Rp zu drücken. Das Relais R1 (P1) des Sprechpults
RP und R3 (P6) des Einschubs MK3 sprechen an. Der Ausgang des
Sprechpults Rp wird an den Ausgang des Mikrofonverstärkers oder
des Tonbandgeräts (ПEPEДAЧA PC ДИKTOФOH) angeschaltet. Über das
Mikrofon und den Mikrofonverstärker wird die Sprachinformation
an den Eingang des Gruppenverstärkers GU des Einschubs M1 ange-
legt.
Beim Senden der Sprachinformation vom Tonbandgerät gelangt diese
über einen Pegelregler an den Eingang des Gruppenverstärkers GU
des Einschubs M1 sowie an den Eingang des Ausgangsverstärkers.
Die verstärkte Information kann über den geräteeigenen Lautspre-
cher des Sprechpults RP mitgehört werden.
Der Stromlaufplan des Sprechpults RP ist aus der Dokumentation
ПШ2.000.003 CxФ ersichtlich; die Tabelle 19 beinhaltet die Bau-
gruppenaufstellung und ihre Anordnung auf den Platinen.

Tabelle 19 Baugruppen des Sprechpults RP
BaugruppeAnordnungPlatineBezeichnung
StromversorgungsblockPlatine und
frei verdrahtet
P3Ж-084I
MikrofonverstärkerPlatineP4Ж-08I0
AusgangsverstärkerPlatine und
frei verdrahtet
P6Ж-0800
AussteuerungsanzeigePlatineP5Ж-0790
VermittlungsrelaisPlatineP1Ж-082I
Die Bestandteile des Stromversorgungsblocks sind das Störschutz-
filter, die Gleichrichterbrückenschaltung (Dioden D2 bis D9), die
Stabilisierungsschaltung, das Siebglied (Kondensatoren C1 bis C4)
und das Signalrelais R4.
Die über den Kippschalter W1 CETЬ geführte Wechselspannung 220 V
wird über das Störschutzfilter und den Steckverbinder Sch11 an die
Primärwicklung des Transformators Tr1 angelegt. Die sekundärseitig
abgegriffene Wechselspannung liegt an der Signallampe L2 CETЬ
sowie an einem Gleichrichter an.
Die vom Gleichrichter abgegriffene Gleichspannung 24 V wird über
das Siebglied (Kondensatoren C1 bis C4) der Stabilisierungsschal-
tung (TKS) zugeführt, die folgende Bestandteile aufweist:
a) Regelglied (Transistor PP1 und Transistoren PP1, PP2);
b) Vergleichsteil
   - Verstärker UPT (Transistor PP2),
   - Ausgangsspannungsteiler (Widerstände R8 bis R10),
   - Vergleichsspannungsquelle (Dioden D12, D13).
Die Betriebsspannung für den Verstärker UPT wird über die Diode D1
und den Kondensator C3 bereitgestellt. Spannungsstabilisierend
wirken die Dioden D10, D11 und der Widerstand R3. Die stabilisier-
te Gleichspannung -24 V wird an das Relais R1 (P3) sowie an wei-
tere Baugruppen des Sprechpults Rp angelegt.
Das Relais R1 schließt über seine Kontakte 3-4 den Stromkreis der
Signallampe L1 ABAPИЯ bei fehlender Spannung am Ausgang der Sta-
bilisierungsschaltung.


7.2. Empfang fernmündlicher Informationen

In der Betriebsart DIENSTHABENDER BETRIEB befindet sich der
Schalter W2 MИKPOФOH - ДИKTOФOH in Stellung MИKPOФOH, wobei der
Stromversorgungsblock des Sprechpults RP eingeschaltet ist, die
Signallampe L2 CETЬ leuchtet und die Vermittlungsrelais abgefallen
sind. Der Eingang des Ausgangsverstärkers ist an das Tonbandge-
rät (ПEPEДAЧA PC ДИKTOФOH) wie folgt angeschlossen:
   ... - Relais R3/1-3 - Relais R1/4-6 - Steckverbinder Sch12/a4 -
   Einstellregler R1 - Steckverbinder Sch6/1 -...
Der Ausgang des Mikrofonverstärkers ist elektrisch vom Kontakt 6
des Steckverbinders Sch5 getrennt.
Die Stromversorgung des Motors des Tonbandgeräts ist unterbrochen;
an den Kontakten Sch6/2-3, Sch8/2-8 und Sch9/2-3 liegt kein Poten-
tial an.
Bei anliegender fernmündlicher Information vom Einschub MK3
(Empfangsverstärker LU) spricht das Relais R1 (P1) an, wodurch
a) der Eingang des Ausgangsverstärkers über die Kontakte 7-8 des
   Relais an den Eingang des Sprechpults RP (Sch5/2) geschal-
   tet wird,
b) die Signallampe L3 ПPИEM durch Anlegen der Spannung -24 V über
   die Kontakte 10-11 des Relais R1 leuchtet und
c) der Stromkreis des Motors des Tonbandgeräts (ЗAПИCЬ ПPИEM PC)
   über die Kontakte 1-2 des Relais geschlossen wird.
Um Ausgangsverstärker gehört zusätzlich noch eine mit den Tran-
sistoren PP, PP4 bestückte Endstufe mit 3 Ausgängen:
a) Ausgang 1  Anschluß des Tonbandgeräts (ЗAПИCЬ ПPИEM PC);
              Ausgangspegel (Sch9/1): -1,7 dB (-0,2 Np)
b) Ausgang 2  Anschluß des geräteinternen Lautsprechers
c) Ausgang 3  Anschluß des abgesetzten Lautsprechers (sch10
              oder Sch5/8, 9)
Die Endstufe des Ausgangsverstärkers arbeitet im B-Betrieb.
Klirrfaktorreduzierend wirken die Rückkopplungselemente C3, R5, R8.
Arbeitspunktstabilisierend für sämtliche Stufen des Ausgangsver-
stärkers wirkt die Gleichstromgegenkopplung Emitter PP4 - R8 -
Emitter PP1. Das Relais R1 (P6) fällt ab, wenn die fernmündliche
Informationsübertragung beendet ist. Das Sprechpult RP wird auf
DIENSTHABENDER BETRIEB geschaltet.


7.3. Senden fernmündlicher Informationen

Nach Empfang des KOMMANDOS 2/KOMMANDO 9 ist der Tastschalter Kn2
ПEPEДAЧA des Sprechpults RP zu drücken. Dabei wird
a) über den Steckverbinder Sch5/4 des Sprechpults RP der Strom-
   kreis für das Relais R3 (P6) des Einschubs MK3 (Zusatzsatz)
   geschlossen,
b) über den Steckverbinder Sch5/3 des Sprechpults RP die Spannung
   -27 V an das Relais R2 (P1) des Sprechpults RP angelegt.
Das Relais R2 (P1) spricht an und schaltet über seine Kontakte
die Signallampe L4 ПEPEДAЧA (R2/10-11) und den Stromkreis (ЗAПИCЬ
ПEPEДAЧA PC) des Motors des Tonbandgeräts (R2/1-2) ein.
Die fernmündliche Information gelangt vom Mikrofon an den Eingang
des Mikrofonverstärkers und wird verstärkt.
Der Mikrofonverstärker ist 4 stufig mit den Transistoren PP1 bis
PP4 ausgeführt. Die Stufen weisen eine galvanische Kopplung auf.
Arbeitspunktstabilisierend wirken sowohl die Dioden D1, D4 als
auch die Stromgegenkopplung (PP4/Emitter - R1-R2 - PP1/Basis).
Der Widerstand R5 gewährleistet eine Spannungsgegenkopplung für
die Dioden D2, D3 im Zusammenwirken mit dem Kondensator C4 und
Transistor PP3 (Basis-Kollektor-Stromkreis).
Die Endstufe ist in Kollektorbasisschaltung ausgeführt. Frequenz-
gangstabilisierend wirken die Kondensatoren C2 (fu) und C5 (fo).
Die Spannungsverstärkung beträgt, bezogen auf f = 1000 Hz und
Normeingangspegel, 61 dB (7 Np).
Die Ausgangsspannung des Mikrofonverstärkers wird wie folgt auf
die Übertragungsleitung geschaltet:
   Mikrofonverstärker - Schalter W2/11-12 - Relais R2/4-5 (P1) -
   Relais R3/4-6 oder R3/10-12 (P1) - Sch5/6 - SOK des Zusatz-
   satzes - ... - Leitung
Die fernmündliche Information liegt ebenfalls am Kontakt 1 des
Steckverbinders des Tonbandgeräts (ЗAПИCЬ ПEPEДAЧA PC) an und wird
aufgezeichnet.
Über die Kontakte 4-6 des Relais R1 (P1) gelangt die Signalspan-
nung zur Aussteuerungsanzeige. Diese Baugruppe ist mit dem Tran-
sistor PP1 (P5) bestückt und in Basisschaltung ausgeführt.
Der Ausgangsstrom des Transistors ist der Eingangssignalspannung
propotional; er ist unabhängig vom Innenwiderstand des Einbaumeß-
instruments.
Die gesendeten fernmündlichen Informationen vom Tonbandgerät wer-
den wie folgt auf die Leitung übertragen:
   ... - Sch6/1 - Widerstand R1 - Schalter W2/7-9 - Relais
   R2/4-5 (P1) - Relais R3/4-6 (P1) -Sch5/6 - SOK - ... - Leitung
Die gesendete fernmündliche Information kann zur Kontrolle mit-
gehört werden:
   Tonbandgerät - Widerstand R1 - Relais R2/8-7 (P1) - Relais
   R1/9-7 (P1) - Eingang Ausgangsverstärker - ... - Lautsprecher
   Gr1
Nach beendetem Senden fällt das Relais R2 (P1) ab und das Sprech-
pult RP wird in die Betriebsart DIENSTHABENDER BETRIEB überführt.


7.1. Eigenüberprüfung

Zum Prüfen der Funktionsfähigkeit des Sprechpults RP sind der
Schalter W2 MИKPOФOH - ДИKTOФOH in Stellung MИKPOФOH zu schalten
und der Tastschalter ПPBEPKA I zu drücken.
Das Relais R3 (P1) spricht an und schaltet über seine Kontakte
10-11, 7-8 und 1-2 den Ausgang des Mikrofonverstärkers an den
Eingang des Ausgangsverstärkers. Das auftretende Rückkopplungs-
signal (Pfeifen) ist im Lautsprecher des Sprechpults RP hörbar
und der Zeiger des Einbaumeßinstruments (Aussteuerungsanzeige)
schlägt aus. Bei fehlendem Rückkopplungssignal ist eine der Bau-
gruppen des Sprechpults RP defekt oder es liegt eine Stromkreis
unterbrechung vor.
Zum Prüfen der Sende-Empfangs-Stromkreise ist der Tastschalter
ПPBEPKA 2 des Sprechpults zu drücken. Das Relais R1 (P4) des
Einschubs MK3 spricht an und bewirkt, daß die Stromkreise der
Relais R1, R2 (P1) des Sprechpults RP geschlossen werden. Über die
Kontakte dieser Relais werden die Stromkreise Senden vom Mikro-
fon und Empfang geschaltet. Der Ausgang des Mikrofonverstärkers
wird über Kontakte des Relais R1 (P4) des Einschubs MK3 des Haupt-
satzes an den Eingang des Sendeverstärkers LU (MK2) geschaltet;
der Ausgang des Sendeverstärkers LU wird mit dem Eingang des Emp-
fangsverstärkers LU verbunden, dieser wiederum mit dem Eingang
des Ausgangsverstärkers des Sprechpults RP.
Ist die Funktionsfähigkeit gewährleistet, ist eine Rückkopplungs-
signal im Lautsprecher zu hören. Fehlt das Rückkopplungssignal,
ist eine der Baugruppen des Sprechpults RP defekt oder es liegt
eine Stromkreisunterbrechung im Einschub MK3 bzw. im Sprechpult
RP vor.


8. Kommandopult KP

Das Kommandopult KP ist bestimmt für:
a) das Steuern des Haupt- und Zusatzsatzes des Gerätesatzes P-161,
b) die Auswahl der zu übertragenden Kommandos 1 bis 10,
c) das Festlegen der Weiterleitungsart (zirkular, nach Programm,
   ohne Weiterleitung),
d) das Registrieren und Anzeigen des empfangenen Kommandos,
e) die Handbestätigung zur übergeordneten Führungsebene nach dem
   Erhalt eines Kommandos.
Es gewährleistet u. a.
- die Eigenüberprüfung,
- die Übertragung der Signale TPEBOГA und CБPOC (ПPBEPKA) zum
  Endempfänger des SöB,
- die Inbetriebnahme und das Abschalten des Geräts SCW,
- das Überführen des Gerätesatzes P-161 in den Ausgangszustand.
Der Stromlaufplan des Kommandopults KP ist Bestandteil der Doku-
mentation ПШ2.390.009 CxФ des Herstellers. Die Betriebsvorberei-
tung des Hauptsatzes ist der A 040/1/417 zu entnehmen.
Beim Drücken eines der Tastschalters KOMMAHДЫ I-I0 gelangt
Erdpotential an den Geber (Д) des Hauptsatzes und wird von diesem
gespeichert. Gleichzeitig werden in diesem die gewählten Weiterlei-
tungsart (Tastschalter ЦИPKУЛЯHO, ПO ПPOГPAMME oder БEЗ PETP.)
und die Adresse (Tastschalter AДPEC ЦИPKУЛЯP oder AДPEC ПO
ПPOГPAMME) gespeichert.
Bei Ausfall einer Spannung (außer 127 V~ und-27 V der Stromver-
sorgungseinschübe BPS, BPO, BPL) sowie auftretenden Kurzschlüssen
oder zu geringem Ausgangspegel am Gruppenverstärker GU des Modula-
tors leuchtet die Signallampe ABAPИЯ des Kommandopults KP.
Zum Gewährleisten einer akustischen Signalisation (Tonsignalisa-
tion) dient ein AM-Generator (fMod = 1 Hz, fT = 300 ... 400 Hz).
Als Grundgenerator arbeitet ein mit den Transistoren PP3, PP4
(P1) bestückter Multivibrator. Der NF-Multivibrator ist mit den
Transistoren PP1, PP2 bestückt. Das AM-Signal wird verstärkt
(PP1, PP2) und den Lautsprecher zugeführt. Mit Hilfe des Reglers
R1 kann die Lautstärke des Tonsignals variiert werden.
Die akustische Signalisation schaltet sich beim Senden (Empfangen)
eines Kommandos sowie bei fehlender manueller Bestätigung des ge-
sendeten Kommandos ein.
Beim Senden (Empfangen) eines Kommandos wird vom Geber über den
Kontakt Sch1/1 Erdpotential an die akustische Signaleinrichtung
angelegt und diese eingeschaltet.
Fehlt das manuelle Bestätigungssignal (PУЧH. ПOДTBEPЖДEHИE), wird
über den Adressenverteiler AT das Relais R1 zum Ansprechen ge-
bracht; über die Kontakte 6-7 desselben wird das ununterbrochene
Tonsignal (300 ... 400 Hz) ausgelöst.


9. Pult GO

Das Pult GO gewährleistet die Selektiv- oder Gruppenschaltung der
Relais des Gebers für die Geräte SCW, UDUF und 5F88 sowie die Ant-
wortsignalisation von diesen Geräten.
Der Stromlaufplan ist der Dokumentation
ПШ2.390.0I2 CxФ des Herstellers zu entnehmen.
Beim Drücken eines der Tastschalters Kn1 bis Kn10 spricht eines
der im Einschub Д6 des Gebers untergebrachten Relais an. Wird
eine der Tastschalter Kn11 bis Kn13 gedrückt, sprechen gleichzeitig
3 Relais an. Die Relaisauswahl ist bestimmt durch die gewählte Be-
legung des Steckverbinders Sch2.
Die Antwortsignalisation wird durch die Signallampen L1 bis L20
optisch signalisiert.


10. Kommandotafel KT

Die Kommandotafel KT gewährleistet die optische und akustische
Anzeige des ausgelösten Kommandos (ПPOBEPKA, TPEBOГA). Ihr Strom
laufplan ist der Dokumentation ПШ2.426.004 CxФ des Herstellers zu
entnehmen.
Beim Senden (Empfangen) eines Kommandos wird Erdpotential an den
entsprechenden Kontakt des Steckverbinders Sch2 angelegt, wobei
die entsprechende Signallampe KOMMAHДO ... leuchtet,
Über die Kontakte 7-8 des Relais R2 wird die Tonsignalisationsein-
richtung eingeschaltet. Wird der Tastschalter ЗBЧK OTKЛ. gedrückt,
spricht das Relais R2 an und die Tonsignalisation wird abgeschaltet.
Beim Senden (Empfangen) des Kommandos TPEBOГA spricht das Relais
R1 an und bewirkt ein Überbrücken der entsprechenden Kontakte des
Relais R2; die Tonsignalisation wird eingeschaltet.


11. Wirkungsweise

11.1. Allgemeines

Zum Empfang der Kommandos aus einer Richtung und zum Senden der
Bestätigung können auf den Hauptsatz zwei Fernsprechkanäle und
ein Fernschreibkanal aufgeschaltet werden.
Die Nachrichtenkanäle werden über den Filterblock BFII an den
Kanalabzweigblock BOII angeschaltet (Bild 28). Der Kanalabzweig-
block BOII weist zwei Fernsprecheinschübe TF (1. und 2. Nachrich-
tenkanal) und 1 Fernschreibeinschub TG1 auf.
Liegt ein Kommando über den Fernschreibkanal an, wird dieses über
den Filterblock BFII und den Kanalabzweigblock BOII an den Empfänger
PM1 weitergeleitet und nachfolgend durch die Baugruppen des
Gebers dekodiert. Das dekodierte Kommando wird der Kommandotafel
KT optischen und akustischen Anzeige zugeführt und gleichzei-
tig durch die FsM als entsprechende Buchstabenkombination dokumen-
tiert. Die Bestätigung (ПOДTBEPЖДEHИE) wird vom Geber über den Mo-
dulator, den Kanalabzweigblock BOII und den Filterblock BFII auf
den Nachrichtenkanal übertragen.
Ist der Hauptsatz in der mittleren Führungsebene entfaltet, werden
durch den Geber entsprechende Steuersignale zum Zusatzsatz übertra-
gen, womit die Kommandos zur nachgeordneten Führungsebene weiter-
geleitet werden.
Wird ein Kommando über den Fernsprechkanal empfangen, wird dieses
über den Filterblock BFII (TF) und den Demodulator DM2 an den
Eingang des Empfängers PM3 angelegt. Die optische und akustische
Anzeige sowie Dokumentation des Kommandos ist analog wie beschrieben.
Ein über Funk empfangenes Kommando liegt über Filterblock BFII,
Kanalabzweigblock BOII und dem Demodulator DM1 am Empfänger PM2 an-
Die optische und akustische Anzeige sowie Dokumentation des Kom-
mandos ist analog wie beschrieben. Die Bestätigung des Kommandos
über Funk wird durch den Funkverteiler RR gesteuert.

Über Funk können nachstehende Betriebsarten zur Anwendung kommen:
a) A3E (LЛФ AM)  Telefonie AM
b) F3E (ЧM)      Telefonie FM
c) J3E (OM)      Telefonie ESB
d) F1B (БПЧT)    Funkfernschreib
Der Einsatz des Gerätesatzes P-161 in der NVA erfolgt nur über
Drahtverbindungen.
Beim Empfang (Senden) von Kommandos werden durch den Geber
Steuersignale zum Ein- und Ausschalten der Geräte SCW, UDUF, 5F88
und des SöB (siehe A 040/1/416) aufbereitet.


11.2. Empfangen fernschriftlicher Informationen

Die fernschriftlichen Informationen gelangen vom Nachrichtenkanal
über den symetrischen Eingang des Filterblocks BFII (ПI/I, П3/3
bzw. ПI/I, ПI/3) und den Kanalabzweigblock BOII (ПнI ШI/c5,
ПнI ШI/c3) an den Eingang des Fernschreibabzweigeinschubs TG1.
Der Ausgang vom Kanalabzweigblock BOII ist asymetrisch
(ПнI ШI/bI, П2/I0, П2/49, MK ПI/9, OS-1 ШI5/I, PM2 Ш2/aI).
Durch das Ausgangssignal BЫKЛЮЧEHИE TRAHЗИTA des Empfängers werden
durch die entsprechenden Baugruppen des Gebers die Signal 0,
BKЛЮЧEHИE ПPИEMHИKA БO und BKЛЮЧEHИE ПEPEДAЧA БO formiert:
a) Das Signal BKЛЮЧEHИE ПPИEMHИKA БO (... - OS-1 Д4ГI2, Пн5 ШI/a8
   - OS-1 ШI5/I0 - MK ПI/30 - MK Пн2 ШI/b2 - MK Пн2 ШI/b6 - BOII
   П2/I8 - BOII П2/38 - BOII ПнI Ш7/b3 - ...) bewirkt, daß das
   Relais R2 anspricht und über seine Kontakte den Nachrichten-
   kanal vom Nutzer abschaltet (Abzweigen des Nachrichtenkanals
   für die Zeit der Übertragung des Kommandos).
b) Das Signal BKЛЮЧEHИE ПEPEДAЧA БO (... - D Пн4 ГI3 - OS-1 ШI5/II
   - MK ПI/29 - MK Пн2/ ШI/b3 - MK Пн2 ШI/b7 - BOII П2/3I - BOII
   П2/47 - BOII ПнI/b9 - ...) bewirkt, daß das Relais R1 anspricht
   und über die Kontakte den Stromkreis zum Senden des Signals
   ПOДTBEPЖДEHИE schaltet.
Das Signal ПOДTBEPЖДEHИE wird über
   ... - D4 Г7 - OS-1 ШI5/8 - MK ПI/3I - MK ПнI ШI/a9 -
   MK ПнI ШI/a6 - MK Пн2 ШI/bI - MK Пн2 Ш2/bI MK Пн2 ШI/b5 -
   MK Пн2 ШI/a8 - BOII Пн ШI/b2 - ...
und die Kontakte des elektronischen Relais PЭ4 sowie den Filter-
block BFII auf den Nachrichtenkanal übertragen.


11.3. Empfangen von Kommandos über den Fernsprechkanal

Die Kommandos liegen vom Nachrichtenkanal über den symetrischen
Eingang des Filterblocks BFII (П4/35, П4/37 bzw. П2/35, П2/37)
und den Kanalabzweigblock BFII (Пн3 Ш2/c6, Пн3 Ш2/c8) am Eingang
des Fernsprechabzweigeinschubs TF1 an. Vom Ausgang des Kanalab-
zweigblocks BOII wird das Kommando über ... -BOII Пн3 Ш2/a4 -
DM2 Пн2 ШI/c3 - DM2 Пн2 ШI/c9 - DM2 ПнI ШI/c7 - DM2 ПнI ШI/c3 -
MK ПI/I4 - OS-1 ШI5/3 - PM3 Ш2/aI an den Empfänger PM3 angelegt.
Die Übertragung der Signale BKЛЮЧEHИE ПPИEMHИKA БO und
BKЛЮЧEHИE ПEPEДAЧA БO ist aus dem Abschnitt 11.2. ersichtlich.
Das Signal ПOДTBEPЖДEHИE wird zum Nachrichtenkanal über folgenden
Stromkreis gesendet:
   OS-1; D4 Г7 - OS-1 ШI5/8 - MK ПI/3I - MK ПнI ШI/a9 -
   MK ПнI ШI/a6 - MK Пн2 ШI/bI - MK Пн2 Ш2/bI - MK Пн2 ШI/b5 -
   MK Пн2 ШI/a8 - MK ПнI ШI/a7 - MK Пн ШI/a8 - MK Пн2 Ш2/a5 -
   MK Пн2 Ш2/a2 - MK Пн3 Ш2/b3 - MK Пн3 Ш2/b2 - MK ПнI ШI/b8 -
   MK ПнI ШI/b7 - BOII Пн3 Ш2/b9 - TF - BFII.


11.4. Senden, Empfangen und Weiterleiten fernschriftlicher Infor-
      mationen

Die fernschriftlichen Informationen werden über ausgewählte Fern-
schreibkanäle gesendet. Die Fernschreibkanäle werden nach dem Sen-
den nachstehender Kommandos und dem Erhalt des Bestätigungssignals
in beliebiger Weiterleitungsart (PETPAHCЛЯЦИЯ) abgezweigt:
a) KOMMANDO 2  Weiterleitungsart ЦИPKУЛЯЦИЯ oder ПO ПPOГPAMME
b) KOMMANDO 9  ohne Weiterleitung, Weiterleitungsart
               БEЗ PETPAHCЛЯЦИЯ
Die Kommandos und der Weiterleitungsart zugeordneten Buchsta-
benkombinationen werden durch die FsM (Bild 29) dokumentiert:
   Hauptsatz - ... - Geber - M2; П8 Relais R2/6-4 - Relais
   R1/9-7 - FsM.
Nach dem Senden des entsprechenden Kommandos, der Dokumentierung
desselben durch die FsM sowie dem Empfang des Bestätigungssignals
ist der Tastschalter ПEPEДAЧA des Sprechpults RP zu drücken. Das
Relais R4 (П6) des Einschubs MK3 des Zusatzsatzes (Dokumentation
ПШ2.0I0.002 CxФ des Herstellers) spricht an und schließt über
seine Kontakte 7-8 den Stromkreis des Relais R1 (П8) des Ein-
schubs M2. Dabei spricht das Relais R1 und über seine Kontakte
7-8 wird die FsM zur Ausgangsschaltung (П7) durchgeschaltet; die
Kontakte 4-5 des Relais R1 gewährleisten den Anschluß der Aus-
gangsschaltung an den Verstärker ZU (Zirkular-Verstärker).
Die Kontakte 1-2 des Relais R1 (П8) des Einschubs M2 schließen
den Stromkreis für das Relais R2 (ПI7) des Adressenverteilers AR.
Das Relais R2 spricht an und bewirkt:
a) das Übertragen des Signals zum Abzeigen der Telegrafiekanäle
   zum Senden der KOMMANDOS 2 oder 9,
b) das Übertragen des Signals (R1/10-11) zum Geber (D6) zum Aus-
   lösen des Einschaltens des Motors der FsM.
Die Buchstabenkombination (Kode-) wird von der FsM über ... - M2;
Relais R1/7-8 (П8) - Ausgangsschaltung - Relais R1/5-4 (П8) -
Verstärker ZU - ... zum Kanalabzweiggestell SOK übertragen.
Bevor eine fernschriftliche Information empfangen werden kann,
muß das KOMMANDO 2/KOMMANDO 9 ausgewertet werden. Nach erfolgter
Dekodierung dieser Kommandos sprechen folgende Relais des Ein-
schubs MK3 an;
a) KOMMANDO 2  Relais R1 (П6)
b) KOMMANDO 9  Relais R2 (П4) und R1 (П6)
Über die Kontakte 10-11 des Relais R1 (П6) und die Kontakte 3-4
des Relais R3 (П8) wird Erdpotential an das Relais R2 des Ein-
schubs M2 angelegt.
Unmittelbar nach Empfang des KOMMANDOS 2/KOMMANDOS 9 wird das
Bestätigungssignal übertragen; am Ausgang des Kanalabzweigblocks
BOII steht das Signal ПEPEДAЧA zur Verfügung. Dieses Signal ge-
langt ebenfalls zum Relais R3 (П8). Das hat zur Folge, daß das
Relais R2 (П4) des Einschubs M2 erst nach dem Abfallen des Relais
R3 (П8), d. h. nach Senden des Signals ПOДTBEPЖДEHИE, ansprechen
kann.
Über die Kontakte 4-5 des Relais (П8) des Einschubs M2 wird die
FsM an die Eingangsschaltung, die über П4/3 mit dem Fernschreib-
abzweigeinschub TG1 verbunden ist, angeschlossen.
Über die Kontakte 1-2 des Relais und den Geber (D6) wird das
Einschalten des Motors der FsM gewährleistet.
Die fernschriftlichen Informationen werden jedoch nur beim
KOMMANDO 2 in Verbindung mit dem entsprechenden Weiterleitungs-
merkmalen weitergeleitet:
a) ЦИPKУЛЯHO   Weiterleitung bis zur letzten
               nachgeordneten Führungsebene
b) ПO ПPOГPAMME  Weiterleitung bis zur festgele-
               ten nachgeordneten Führungsebene
Der Empfang der fernschriftlichen Informationen erfolgt wie be-
reits beschrieben. Über die Kontakte 1-2 des angesprochenen Relais
R1 (П6) des Einschubs MK3 des Zusatzsatzes wird die Spannung -27
an den Kontakt 14 des Relais R1 (П6) des Einschubs MK3 des Zusatz-
satzes angelegt. An dem anderen Wicklungsanschluß des Relais R1
(П8) wird Massepotential über den Widerstand R1 und die Kontakte
3-4 des Relais R4 (П8) des Einschubs M2 des Zusatzsatzes zugeführt.
Am Relais R4 (П8) liegt vom Adressenverteiler AR - A2 - (ПI7; Re-
lais R1/3-5) das Signal BЫXOД CЧETЧИKA HA AT an.
Das Relais R1 (П8) des Einschubs MK3 kann sowohl nach Erhalt des
manuellen Bestätigungssignals (PУЧH. ПOДTBEPЖДEHИE) vom ange-
schlossenen Teilnehmer der Richtung, in der das KOMMANDO 2 über-
tragen wurde, oder nach Beendigung des Arbeitszyklus des Adres-
senverteilers AR ansprechen. Über entsprechende Kontakte des Re-
lais R2 (ПI7) des Adressenverteilers AR (A2) wird ein Signal
bereitgestellt, daß die weitere Nutzung des Nachrichtenkanals zum
Betrieb auslöst.
Die Fs-Signale/fernschriftlichen Informationen werden vom Fern-
schreibabzweigeinschub TG1 über einen Negator (ЭI, Transistor
PP! der Platine P8 des Einschubs M2 des Hauptsatzes) an den Ein-
gang (p2/19) des Verstärkers R (УCИЛ PETP.) des Einschubs M2 an-
gelegt, verstärkt, über die Kontakte 10-11 des Relais R1 (П8) zum
Kanalabzweiggestell gegeben und über den Nachrichtenkanal übertragen.


11.5. Senden, Empfangen und Weiterleiten fernmündlicher Informa-
      tionen

Vor dem Senden fernmündlicher Informationen ist
a) das KOMMANDO 2 in Verbindung mit dem Weiterleitungsmerkmal
   БEЗ PETPAHCЛЯЦИЯ oder
b) das KOMMANDO 9 in Verbindung mit dem Weiterleitungsmerkmal
   ЦИPKУЛЯHO oder ПO ПPOГPAMME
zu geben. Wird der Tastschalter ПEPEДAЧA des Sprechpults RP ge-
drückt (Bild 30), sprechen die Relais R3, R4 (П6) des Einschubs
MK des Zusatzsatzes an. Die genannten Relais halten sich über ihre
Kontakte 1-2 selbst; das Relais R2 (П6) - Auslöserelais - ist
ebenfalls selbsthalten.
Der Stromkreis des Relais R2 des Sprechpults Rp wird über die
Kontakte 7-8 des Relais R3 (П6) geschlossen. Über die Kontakte
des Relais R2 des Sprechpults RP werden der Mikrofonverstärker
oder das Tonbandgerät an den Kontakt 5 des Relais R3 (П6) des
Einschubs MK3 angeschlossen.
Über die Kontakte 4-5 des angesprochenen Relais R3 (П6) gelangt
die Sprechwechselspannung an den Kontakt 5 des Relais R2 (ПI) des
Einschubs M2 (Bild 30).
Der Stromkreis des Relais R2 (ПI7) des Adressenverteilers AR (A2)
wird über die Kontakte 10-11 des Relais R4 (П6) des Einschubs MK3
geschlossen. Über die Kontakte des Relais R2 wird das Signal zum
Abzweigen jener Fernsprechkanäle gegeben, über die das KOMMANDO 2/
KOMMANDO 9 übertragen wurde.
Das Relais R2 (ПI) des Einschubs M2 wird über die Kontakte 4-5
des Relais R4 (П6) - MK3 - zum Ansprechen gebracht. Das hat zur
Folge, daß über die Kontakte 3-5 dieses Relais die fernmündliche
Information am Gruppenverstärker GU anliegt und verstärkt auf den
Nachrichtenkanal übertragen wird.
Wird eine fernmündliche Information vom Gerät P-157 übertragen
(MK3; П3/6-7), spricht nur das Relais R4 (П6) an. Mit Hilfe des
regelbaren Dämpfungsglieds des Einschubs MK3 (Bild 15) wird ein
Pegel von -3,5Np eingestellt; die Sprechwechselspannung wird
über die Kontakte 4-6 des Relais R1 (П4) an den Eingang des Sen-
deverstärkers LU (П8) angelegt.
Die mit dem Transistor PP1 bestückte Eingangsstufe des Sendever-
stärkers LU ist ebenfalls wie die nachfolgende Verstärkerstufe
(PP2) in Basisschaltung ausgeführt. Als Belastung der Eingangs-
stufe wirken der Widerstand R4 und der Eingangswiderstand der mit
dem Transistor PP2 bestückten Verstärkerstufe. Der Widerstand R7
und Eingangswiderstand des Emitterfolgers (PP3) stellen die Be-
lastung der 2. Verstärkerstufe dar.
Mit Hilfe dem Widerstand s R8 kann der Verstärkungsfaktor des Sen-
deverstärkers LU eingestellt werden.
Der Emitterfolger (Kollektorschaltung) gewährleistet die Anpassung
des Ausgangs des Sendeverstärkers LU an den Eingang des Gruppen-
verstärkers GU. Als Belastung für den Transistor PP3 wirken der
Widerstand R12 und der Eingangswiderstand des Gruppenverstärkers
GU. Der Klirrfaktor des Sendeverstärkers LU ist mit ≤ 5 % angegeben.
Die Sprechwechselspannung wird vom Ausgang des Sendeverstärkers
LU über die Kontakte 4-6 des Relais R2 (П6) und die Kontakte 4-6
des Relais R3 (П6) an den Eingang des Gruppenverstärkers GU (Bild
15) angelegt.
Vor dem Empfang fernmündlicher Informationen sprechen die Relais
R2 (П4), R1 (П6) bzw. nur das Relais R1 (П6) des Einschubs MK3
(in Abhängigkeit vom Kommando und dem Weiterleitungsmerkmal) an
(siehe auch Abschnitt 11.4.).
Spricht das Relais R1 (П6) an, wird die fernmündliche Information
vom Fernsprechabzweigeinschubs TF1 des Hauptsatzes über die Kon-
takte 4-5 des Relais R1 (П6) an den Eingang des Empfangsverstär-
kers LU (П3, П7) angelegt. Die Platinen П3, П7 besitzen sowohl
Abgriffe für die Stromkreise zum RTZ als auch zum Sprechpult RP.
Der RTU-Ausgang (Ausgang zur Nachrichtenzentrale Funk) schließt
Vorverstärker- Endverstärkerstufen ein. Der Ausgang zum
Sprechpult RP weist eine Vorverstärkerstufe und eine Kollektor-
stufe (Emitterfolger) auf.
Der Vorverstärker RTU ist als Emitterfolger (Kollektorstufe) mit
dem Transistor PP! (П7) ausgeführt. Als Belastung wirken der Wi-
derstand R4 und der Eingangswiderstand der folgenden Verstärker-
stufe (Phasenumkehrstufe, PP2). Der Lastwiderstand dieser Ver-
stärkerstufen wird durch die Wicklung 1-3 des Transformators Tr1
und den Eingangswiderstand der Endverstärkerstufe bestimmt.
Der Widerstand R6 wird zur Arbeitspunktstabilisierung benötigt.
Der Kondensator C2 verhindert Selbsterregung bei hohen Frequenzen.
Die Endstufe, bestückt mit den Transistoren PP3, PP4, ist als
Gegentakt-Endstufe ausgeführt und arbeitet im B-Betrieb. Über den
Widerstand R11 wird eine Gegenkopplung realisiert. Der Kondensator
C5 verhindert das Auftreten von Selbsterregung. Als Lastwiderstand
der Transistoren PP3, PP$ wird jeweils eine Hälfte der Primärwick-
lung des Transformators Tr2 genutzt. Der Ausgangspegel ist mit
6,69 dB (1 Np) und der Klirrfaktor ≤ 5 % angegeben.
Der Vorverstärker RP ist mit dem Transistor PP1 (П3) bestückt.
Als Belastung wirken der Widerstand R19 und der Eingangswiderstand
des Emitterfolgers (PP2). Der Einstellregler R20 gewährleistet
eine Stromgegenkopplung.
Als Belastung des Emitterfolgers PP2 (П3) wirken der Widerstand
R22 und der Eingangswiderstand des Verstärkers des Sprechpults RP.
Als Ausgangspegel können -1,2 Np und als Klirrfaktor ≤ 5 %
angegeben werden.
Spricht da Relais R1 (П6) des Einschubs MK3 an, wird über die
Kontakte 7-8 desselben der Stromkreis des Relais R1 (ПI) des
Sprechpults RP geschlossen.
Die Sprechwechselspannung wird vom Ausgang RP des Empfangsverstär-
kers LU über die Kontakte 4-5 des Relais R1 (ПI) zum Ausgangs-
verstärker des Sprechpults RP gegeben und ist über den Lautspre-
cher zu hören.
Sprechen die Relais R2 (П4) und R1 (П6) des Einschubs MK3 an,
wird gleichzeitig eine fernmündliche Informationsübertragung
über die Kontakte 1-1 und 7-8 des Relais R2 (П4) zum Funkweiter-
leitungspunkt gewährleistet.
P-161 Sprechpult
Bild 27 Übersichtsschaltplan des Sprechpults RP
P-161 Geber
Bild 3 Übersichtsschaltplan des Gebers
P-161 Zustandsdiagramm
Bild 7 Zustandsdiagramm der Frequenzteiler 1:4 (V) und 1:2 (VI)
       und Formierung der Abfragetaktimpulse des Grundfrequenz-
       einschubs
       Tg11 bis Tg14  Frequenzteiler 1:4 (V)
       Tg15, Tg16     Frequenzteiler 1:2 (VI)
P-161 Schema
Bild 9 Schema I der Frequenzen/Impulsfolgen des Grundfrequenz-
       einschubs
P-161 Impulsdiagramm FsM
Bild 12 Impulsdiagramm der Ausgabe der Buchstabenkombinationen
        an der FsM
P-161 Empfänger
Bild 13 Übersichtsschaltplan des Empfängers
P-151 Modulator
Bild 15 Übersichtsschaltplan des Modulators
P-161 TF1
Bild 19 Übersichtsschaltplan des Fernsprechabzweigeinschubes TF1
P-161 TG1
Bild 20 Übersichtsschaltplan des Fernschreibabzweigeinschubs TG1
        (Duplexbetrieb)
P-161 TG1
Bild 21 Übersichtsschaltplan des Fernschreibabzweigeinschubs TG1
        (Simplexbetrieb)
P-161 Hauptsatz
Bild 28 Übersichtsschaltplan des Hauptsatzes
P-161 Senden-Empfangen-Weiterleiten
Bild 29 Übersichtsschaltplan "Senden, Empfangen und Weiterleiten
        fernschriftlicher Informationen"
P-161 Senden-Empfangen-Weiterleiten
Bild 30 Übersichtsschaltplan "Senden, Empfangen und Weiterleiten
        fernmündlicher Informationen"

Lit.- Nr.: 39/86

MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG

A 040/1/415

Automatisiertes
Alarmierungssystem P-161
Zusatzsatz
Beschreibung

1986



NACHWEIS ÜBER EINARBEITUNG VON ÄNDERUNGEN
ÄnderungEinarbeitung
Nr.InkraftsetzungsterminDatumUnterschrift
 
 
 
 
 
 
 
 
 

NACHWEIS ÜBER ZUGANG/ABGANG
Lfd.
Nr.
Zugang
Blatt
Abgang
Blatt
Bestand
Blatt
DatumSignum
57Anfangsbestand
     
     
     
     
     
     
     
     
     

Lit.- Nr.: 39/86

MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG

A 040/1/415

Automatisiertes
Alarmierungssystem P-161
Zusatzsatz
Beschreibung

1986



Einführungsbestimmung zur A 040/1/415

Die Anleitung 040/1/415 Automatisiertes Alarmierungssystem P-161,
Zusatzsatz, Beschreibung, wird erlassen und tritt am 01. 05. 1986
in Kraft.

O. U., den 22. 01. 1986               Chef Nachrichten

Ag 117/I/19045-6

Inhaltsverzeichnis
                                                    Seite
           Übersichts- und Einführungsteil            1
1.         Bestimmung                                 5
2.         Bestandteile                               8
3.         Übertragungstechnische Möglichkeiten       9
4.         Konstruktiver Aufbau                      12
5.         Wirkungsweise                             14
5.1.       Allgemeines                               14
5.2.       Übertragung von Kommandos und Empfang     15
           der Bestätigungen über den Telegrafie-
           kanal
5.3.       Übertragung von Kommandos und Empfang     17
           der Bestätigungen über den Telefonie-
           kanal
5.4.       Übertragung von Kommandos und Empfang     17
           der Bestätigung über Funkverbindungen
           bei betrieb des Zusatzsatzes
6.         Gestelle, Geräte und Einrichtungen        18
6.1.       Hauptgestell OS-2                         18
6.1.1.     Bestimmung                                19
6.1.2.     Adressenverteiler AR                      19
6.1.2.1.   Bestimmung                                19
6.1.2.2.   Bestandteile und Wirkungsweise            19
6.1.2.3.   Verteiler                                 26
6.1.2.4.   Einrichtung zur Richtungsauswahl          29
6.1.2.5.   Steuereinrichtung                         31
6.1.2.6.   Zähler                                    33
6.1.2.7.   Analyseeinrichtung                        35
6.1.2.8.   Dechiffrator für das Kommando 1           36
6.1.2.9.   Vergleichsgerät                           37
6.1.2.10.  Bestätigungstrenneinrichtung              39
6.1.2.11.  Sendeeinrichtung für die Abfragetakte     41
6.1.2.12.  Taktstromversorgungseinrichtung der       41
           Empfänger
6.1.2.13.  Anzeigeeinrichtung                        42
6.1.2.14.  Transitschutzeinrichtung                  47
6.1.2.15.  Steuergerät für das Funknetz              50
6.1.2.16.  Prüfgerät für die Eigenprüfung            53
6.1.3.     Empfänger PM                              69
6.1.4.     Funkverteiler RR                          69
6.1.4.1.   Bestimmung und Bestandteile               69
6.1.4.2.   Wirkungsweise                             71
6.1.4.3.   Übertragung der Kommandos                 71
6.1.4.4.   Eigenüberprüfung                          78
6.2.       Kanalabzweigstelle SOK-2 und SOK-3        79
6.2.1.     Bestimmung                                79
6.2.2.     Relaisvermittlung RK                      79
6.2.2.1.   Bestimmung und Bestandteile               79
6.2.2.2.   Wirkungsweise                             81
6.2.3.     Demodulator                               85
6.2.4.     Modulator, Kanalabzweigblöcke BO I sowie  86
           BO II und Filterblöcke BF I und BF II
6.3.       Stromversorgungsgestelle SP-1 und SP-2    87
6.4.       Adressenpult AP                           87
6.5.       Adressentafel AT                          88
7.         Kennzeichnung, Verplombung und Verpackung 88
Anhang:
1          Mikroelektronik des Zusatzsatzes          91
Anlagen:
1          Bilder 5, 6, 9 und 46                    113
2          Bilder 10, 11 und 14                     114


1. Bestimmung

Der Zusatzsatz ist in Verbindung mit dem Hauptsatz bestimmt für
a) das Abzweigen von Nachrichtenkanälen (Draht-, Richtfunk- und
   Funkkanäle in den Betriebsarten FERNSCHREIBEN/TELEGRAFIE und
   FERNSPRECHEN/TELEFONIE) aus 10 Richtungen (je 3 Nachrichten-
   kanäle in jeder Richtung: 1 Telefonie-/Fernsprechkanal und
   2 Telegrafie-/Fernschreibkanäle oder 2 Telefoniekanäle und
   1 Telegrafiekanal) für die Zeit der Übertragung von Benachrich-
   tigungen, mündlicher und schriftlicher Informationen,
b) das Steuern des Ein- und Abschaltens der Hochspannung für die
   Funkkommandosender bei Übertragung von Benachrichtigungen
   über die Funknetze,
c) den Empfang und das Fixieren entsprechender Bestätigungssignale
   (automatischer und manueller Bestätigungen - nachfolgend auto-
   matische Bestätigung bzw. Handbestätigung) von Benachrichti-
   gungskommandos.
Wenn die Anzahl der zu benachrichtigenden Teilnehmer 5 nicht über-
steigt, gewährleistet der Zusatzsatz bei verkürztem Zyklus die
Empfangsbestätigungen von ihnen in einer kürzeren Zeit.
Die allgemeine Anzahl von Nachrichtenkanälen, die zur Benachrich-
tigung von einem Zusatzsatz abgezweigt werden können, übersteigt
nicht 30 Abzweigungen. Mit Hilfe mehrerer Zusatzsätze kann die
Anzahl der Richtungen, die für Benachrichtigungen abgezweigt wer-
den können, jedoch bis auf 100 erhöht werden.
Jeder Zusatzsatz ermöglicht die Organisation der Benachrichtigung
in 2 Funkrichtungen (oder in einer Funkrichtung, Bilder 1 und
2).
Anmerkung:
a) Das automatisierte Alarmierungssystem (Haupt- und Zusatzsatz)
   gewährleistet die Übertragung eines 10 Benachrichtungs-
   kommandos, von denen eine das Kommando PRÜFEN (ENTWARNUNG)
   ist, über geschaltete Nachrichtenkanäle (Frequenzbereiche:
   300 ... 17000 Hz, 300 ... 27000 Hz und 300 ... 34000 Hz) von
   einer beliebigen oberen oder mittleren Ebene.
b) das Übertragen von Kommandos im Bereich einer Ebene (direkter
   Kanal) wird vom Kommandopult KP und dem Gerät P-157 zirkular,
   nach Programm oder ausgewählt mit beliebigen Retranslations-
   kennzeichen /ZIRKULAR, NACH PROGRAMM oder OHNE Retranslation)
   sichergestellt.
c) Die Retranslation des Benachrichtigungskommandos in den mit-
   leren Ebenen kann zirkular oder nach Programm in Übereinstim-
   mung mit dem Retranslationskennzeichen erfolgen, das im Be-
   nachrichtigungskommando enthalten ist. Das Retranslationspro-
   gramm (Sendeadressen) wird in jeder Ebene für jedes Kommando
   im voraus eingestellt.
P-161 Funknetz
Bild 1 Schema der Organisation der Verbindungen im Funknetz mit
       einem Funkkommandosender
P-161 Funknetz
Bild 2 Schema der Organisation der Verbindungen im Funknetz mit
       2 Funkkommandosendern

2. Bestandteile
BezeichnungSachnummerKurzbezeichnungAnzahl
deutschrussischin Stück
a)Hauptgestell 2 mitШE2.I48.0I3OS-2OC-21
- AdressenverteilerARAP1
- EmpfängerPMПM4
- FunkverteilerRRPP1
b)Kanalabzweig-
gestell 2 mit
ШE2.I48.0I0SOK-2COK-21
- RelaisvermittlungRKPK1
- DemodulatorDMДM2
- Kanalabzweig-
block I
BO IБO I2
- Kanalabzweig-
block II
BO IIБO II3
- Filterblock IBF IБФ I2
- Filterblock IIBF IIБФ II3
c)Kanalabzweig-
gestell 3 mit
ШE2.I48.0IISOK-3COK-31
- ModulatorMM1
- Modulator mit
Verteiler
MKMK1
- Demodulator
(ohne Einsatz
DM3)
DMДM1
- Kanalabzweig-
block II
BO IIБO II5
- Filterblock IIBF IIБФ II5
d)Stromversorgungs-
gestell 1 mit
Sp-1CП-I1
- Hauptstromver-
sorgungseinschub
BPOБПO1
- Signalstromver-
sorgungseinschub
BPSБПC1
- Linienstromver-
sorgungseinschub
BPLБПЛ1
e)Stromversorgungs-
gestell 2 mit
SP-2CП-11
- Hauptstromver-
sorgungseinschub
BPOБПO1
- Signalstromver-
sorgungseinschub
BPSБПC1
f)AdressenpultПШ2.390.0I0AP1
g)AdressentafelПШ2.420.003ATAT3
h)Dokumentation des
Herstellers
1 Satz
i)EWZ-Satzgemäß
Stückliste

3. Übertragungstechnische Möglichkeiten

Der Zusatzsatzgewährleistet
a) das Übertragen von Kommandos über Nachrichtenkanäle;
b) den Empfang automatischer (Geräte-) Bestätigungen und Handbe-
   stätigungen des Empfängers von Benachrichtigungskommandos durch
   die Teilnehmer, mit denen eine direkte Verbindung besteht;
c) das einseitige Übertragen mündlicher und schriftlicher Informa-
   tionen von der oberen zur unteren Ebene über Nachrichtenkanäle,
   die zuvor von den Teilnehmern abgezweigt wurden;
d) das automatische Abzweigen bestehender Nachrichtenkanäle beim
   Teilnehmer für die Dauer der Übertragung von Benachrichtigungs-
   kommandos oder mündlichen (schriftlichen Informationen - die
   erforderliche Dauer für die Übertragung eines Benachrichtigungs-
   kommandos (auf die nächste Ebene) und dessen Empfangsbestätigung
   kann zwischen 35,8 s ... 2:27 min betragen;
   (Im Fall, daß eine Benachrichtigungskommando nicht übermittelt
   wird oder daß keine Handbetätigung auf das übertragene Komman-
   do innerhalb von 3 min erfolgt, wird der Nachrichtenkanal auto-
   matisch dem Teilnehmer zurückgegeben und am Kontrollpult [KP]
   des Hauptsatzes schaltet sich eine ununterbrochene [Intervall-
   mäßige] Tonsignalisation ein. Die Dauer für die Kanalabzweigung
   zur Übertragung mündlicher [schriftlicher] Informationen wird
   durch den Teilnehmer, der die Übertragung vornimmt, bestimmt.
   Für den Empfang der Bestätigungen schalten sich die Empfänger
   des Zusatzsatzes nacheinander für 3 s auf die Nachrichtenka-
   näle jeder Richtung im Abstand von 27 s [oder 12 s bei verkürz-
   tem Zyklus] auf.)
e) den Schutz des Auftretens von Bestätigungssignalen in andere
   Benachrichtigungssysteme bei Transitschaltungen;
f) das automatische Übertragen des Kommandos beim Erhalt der Be-
   stätigung auf ein falsches Kommando hin (das irgend jeman-
   dem gesendet oder zufällig aus Störungen gebildet wurde) in
   den Diensthabenden Betriebsart;
g) das gleichzeitige Übertragen von Benachrichtigungskommandos
   über Nachrichtenkanäle (Fernschreiben/Telegrafie und Fernspre-
   chen/Telefonie);
h) das Übertragen von Benachrichtigungskommandos einer beliebigen
   Anzahl von Teilnehmern des Funknetzes und den aufeinanderfolgen-
   den Empfang der Bestätigung von 2 bis 5 Teilnehmen im Funk-
   netz;
i) die automatische Rückgabe der Tastleitungen des Funkkommando-
   senders nach jedem Übertragungszyklus und die wiederholte Ab-
   zweigung der Tastleitungen (bis zu 3mal), wenn keine Bestäti-
   gungen von den Teilnehmern des Funknetzes eintreffen; (Die Dauer
   eines Zyklus zur Übertragung von Benachrichtigungskommandos
   und des Empfangs der Bestätigungen im Funknetz beträgt 52,8 s,
   die zur Abzweigung der Tastleitungen 4,8 s und die des Mithö-
   rens der Bestätigungssignale jedes Teilnehmers 9,6 s.)
k) das Fernbedienen zum Ein- und Ausschalten der Hochspannung der
   Funkkommandosender über die Fernbedieneinheit UDUWN/УДУBH
   oder den Fernschreibkanal (Übertragung eines Doppelstromimpul-
   ses durch die beiden Spannungen +60 V und -60 V).
   Die Dauer des Signals beträgt:
   - zum Einschalten der Hochspannung 5,4 s,
   - zum Ausschalten der Hochspannung 0,3 s.
   Die Dauer der Leitungsabzweigung zur Schaltung der Hochspannung
   für die Funkkommandosender beträgt:
   - beim Übertragen der Kommandos 5,7 ... 6.3 s,
   - beim Übertragen der Bestätigung 46,8 ... 46,4 s;
l) die Arbeit im Fernschreibkanal in den Simplex- und Duplexbe-
   triebsarten bei Einfachstrombetrieb bei Spannungen von 0 und
   80 ... 120 V bzw. 0 und -80 ... -120 V sowie einer Stromstärke
   von 20 ± 5) mA - der Eingangswiderstand des Fernschreibab-
   zweigeinschubes beträgt ≥ 27 kΩ;
m) den Betrieb auf den Fernsprechkanälen bei folgenden Kennwerten:
   - Differenz der Trägerfrequenz              ± 30 Hz
   - Tastfrequenzen                            (1220 ± 6) Hz und
                                               (1500 ± 6) Hz
   - Empfindlichkeit des Kanaleinganges        ≥ -34,8 dB
   - Eigendämpfung des Kanals                  ≤ 0,896 dB
   - Nebensprechdämpfung zwischen den Kanälen  ≥ 74 dB
   - Einstellung des Signalpegels              0 ... 30,4 dB in
     (Pegel der an den Eingang des Fern-       Stufen von 4,35 dB
     sprechkanals angelegt wird)
   - Eingangswiderstand                        ≥ 10 kΩ
   - Ausgangswiderstand                        600 Ω
n) die optische Signalisation
   - der Kanalabzweigungen,
   - der Übertragung von Benachrichtigungskommandos,
   - des Empfangs von Bestätigungen (falscher, automatischer und
     Handbestätigungen);
o) bei Netzbetrieb (Wechselspannung 220 V +10, -15%, 50 Hz vom Ener-
   gieversorgungsnetz) eine Leistungsaufnahme bei folgenden Be-
   triebsarten:
   - Diensthabender Betrieb                   1 kW
   - Prüfen                                   1,4 kW
p) den betrieb in über- und unterirdischen Anlagen (verkürzter
   Bestand) bei folgenden klimatischen Bedingungen:
   - Umgebungstemperatur                      5 ... 50 ºC
   - relative Luftfeuchte                     ≤95 % bei einer
                                              Umgebungstempera-
                                              tur von 30 ºC
   - Luftdruck                                61,3 kPa (460mm
                                              Quecksilbersäule)

Tabelle 1 Abmessung und Masse der Gestelle und Geräte des
          Zusatzsatz
Bezeichnung der Gestelle
und Geräte
Maße in mmMasse
in kg
HöheBreiteTiefe
Hauptgestell OS-21280490380100
Kanalabzweiggestell SOK-21720360415110
Kanalabzweiggestell SOK-31720360415110
Stromversorgungsgestell SP-1128536043085
Stromversorgungsgestell SP-286036043060
Adressenpult1755252255
Adressentafel1755251353,5
4. Konstruktiver Aufbau

Der Zusatzsatz (Bild 3) ist konstruktiv in folgende Baugruppen unter-
gliedert:
a) Adressenpult AP und Adressentafel AT,
b) Blöcke mit Mikromodulen (Funkverteiler RR und Adressenver-
   teiler AR),
c) Blöcke und Gestelle zur Kanalabzweigung (Filterblöcke BF I/II,
   Kanalabzweigblöcke BO I/II, Demodulator DM, Modulator M/MK,
   Relaisvermittlung RK),
d) Stromversorgungsgestell (Hauptstromversorgungseinschub BPO,
   Signalstromversorgungseinschub BPS, Linienstromversorgungs-
   einschub BPL).
P-161 Zusatzsatz
Bild 3 Zusatzsatz, Ansicht von vorn
1    - Hauptgestell OS-2;
2    - Stromversorgungsgestell Sp-2;
3, 4 - Kanalabzweiggestelle SOK-2 und SOK-3;
5    - Stromversorgungsgestell Sp-1;
6    - Adressentafel AT;
7    - Adressenpult AP
P-161 Adressenpult
Bild 4 Adressenpult und Adressentafel

An der Frontplatte des AP befindet sich
a) 10 gelbe Leuchtfelder AUTOMATISCHE BESTÄTIGUNG /
   ABTOMATИЧECKOE ПOДTBEPЖДEHИE,
b) 10 grüne Leuchtfelder HANDBESTÄTIGUNG (PУЧHOE ПOДTBEPЖДEHИE,
c) 10 gelbe Leuchtfelder ADRESSE / AДPEC,
d) 10 Tastenschalter (T-Sch.) ADRESSE / AДPEC,
e) 1 Signallampe (La) KANALABZWEIGUNG / OTБOP KAHAЛOB,
f) 1 T-Sch. PRÜFEN DER SIGNALLAMPEN / ПPOBEPKA ЛAMП
   unter der Abdeckung PL.
An der Frontplatte der AT befinden sich
a) 10 grüne Leuchtfelder BESTÄTIGUNG /ПOДTBEPЖДEHИE,
b) 10 gelbe Leuchtfelder ADRESSE /AДPEC,
c) 1 La KANALBAZWEIGUNG / OTБOP KAHAЛOB,
d) 1 T-Sch. PRÜFEN DER SIGNALLAMPEN / ПPOBEPKA ЛAMП (grün)
   unter der Abdeckung PL.
Die Blöcke mit Mikromodulen sind in Form eines Schrankes mit
herausnehmbaren Einschüben ausgeführt. Die Schaltfelder sind typi-
sierte, 2reihige Kassetten. Die Leiterplatten und Schaltfelder
sind durch Kabelbäume verbunden. An der vorderen Seite der
Schaltfelder (der Kassetten) befinden sich die Kontrollbuchsen.
Außer den Buchsen an der Frontplatte des Empfängers PM2 und des
Einschubes R1 des RR befinden sich unter dem Deckel die Vermitt-
lungsbuchsen. An der vorderen Seite des Schaltfeldes AR2 befindet
sich die La PRÜFEN/ПPOBEPKA.
An der hinteren Seite des Hauptgestells OS-2 (am Deckel des AR)
sind 15 Steckverbinder vom Typ R und ein Anschluß mit folgender
Kennzeichnung angeordnet:
a) УПP. B. H. Ip/c.   e) БПЛ,
b) УПP. B. H. IIp/c.  f) PP,
c) БПO,               g) COK-2/ШI2/,
d) БПC,               h) Д.
i) AP,                            n) ATN1,
k) COK-2/Ш7/,               o) ATN2,
l) П-157,                   p) ATN3,
m) AП,                      q) Erde
Die Kanalabzweigblöcke der Kanalabzweigstelle SOK-2 und SOK-3
sind in Form eines Schrankes mit herausnehmbaren Schaltfeldern
(einseitige Kassetten, in denen die Leiterplatten befestigt sind)
ausgeführt.
An den einzelnen Einrichtungen befinden sich folgende Anschluß-,
Anzeige- und Bedienelemente:
a) an der Frontplatte der Kanalabzweigblöcke - die Kontrollbuchsen;
b) am TG1 - Schaltfeld
   - die La KANALBZWEIGUNG / OTБOP KAHAЛA,
   - die 2 La zu 3 LEITUNGEN ( K 3 ЛИHИЯ,
   - die Potentiometer LINIENSTROM / TOK ЛИHИЯ und
     EMPFINDLICHKEIT / ЧУBCTBИT. (mit begrenztem Zugriff);
c) am TF1 - Schaltfeld - die La KANALABZWEIGUNG / OTБOP KAHAЛA;
d) am Schaltfeld M1
   - der Schalter (Sch.) BETRIEBSZUSTAND MODULATOR / PEЖИM MOД.,
   - die La NIEDRIGER PEGEL / HИЗKИЙ УPOBEHЬ;
e) am Schalterfeld MK3 - das Potentiometer AUSGANGSPEGEL / BЫXOДHOЙ
   УPOBEHЬ (mit Arretiermutter).
Die Stromversorgungseinschübe in den Stromversorgungsgestellen SP-1
und SP-2 sind in Chassisbauweise ausgeführt. Die Leiterplatten
sind im Einschub mittels Übergangsbuchsen befestigt, die Verbin-
dung der Leiterplatten mit den anderen Elementen erfolgt über
Kabelbäume. An der Rückwand der Einschübe sind die Transistoren
mit deren Kühlkörpern angeordnet. An den Frontplatten der Strom-
versorgungseinschübe befinden sich Buchsen, Sicherungen, der Kipp-
schalter (K-Sch.) NETZ - AUS / CETЬ - OTKЛ., Sch. KONTROLLE /
KOHTPOЛЬ, die La NETZ / CETЬ, La HAVARIE / ABAPИЯ und zusätzlich
am Linienstromversorgungseinschub BPL der Sch. LINIENSPANNUNG /
80 ... 120 V.


5. Wirkungsweise

5.1. Allgemeines

Die Nachrichtenkanäle zur Übertragung von Kommandos in 10 Richtungen
werden über die Filterblöcke an die Kanalabzweigblöcke angeschal-
tet, die ihrerseits aus 2 TF1-Schaltfeldern und einem TG1- Schalt-
feld oder aus 2 TG1-Schaltfeldern und einem TF1-Schaltfeld beste-
hen. Bei der Übertragung von Kommandos über den Nachrichtenkanal
(Leitung) gelangen die Signale über den Kanal, Modulator M, die
Relaisvermittlung RK und den Kanalabzweigblock zum Filterblock
(Bild 5, Anlage). Bei der Übertragung des Kommandos 2 PRÜFEN /
ПPOBEPKA (Löschen oder SCHLUSZZEICHEN / OTБЙ) gelangen die Si-
gnale über den Kanal, Modulator M, die RK und den Kanalabzweigblock
zum Filterblock.
Die Bestätigungssignale, die über den Telegrafiekanal (Leitung)
empfangen werden, gelangen über die Filter- und Kanalabzweigblöcke
und RK zum Empfänger PM1 (PM1 = Empfänger PM Nr. 1). Die RK schal-
tet nacheinander den PM1 an die Kanäle jeder Richtung an. Die
empfangen Bestätigungen gelangen an den AR, der die automati-
schen, falschen sowie Handbestätigungen registriert und das Ergeb-
nis der Analyse zur Darstellung an das AP und die AT ausgibt.
Die Bestätigungssignale, die über den Telefoniekanal (zweite)
empfangen werden, gelangen über die Filter- und Kanalabzweig-
blöcke, den Demodulator DM3 (DM3 = Demodulator Nr. 3) und die RK
an den Empfänger PM2 und die Bestätigungssignale, die über den
3. Kanal jeder Richtung empfangen werden, gelangen über den Demo-
dulator DM2 an den Empfänger PM3. Die Darstellung der Bestätigun-
gen erfolgt wie bereits beschrieben.
Die Übertragung von Kommandos im Funknetz steuert der RR. Der RR
schaltet für die Dauer der Übertragung von Kommandos die Hochspa-
nung für den Funkkommandosender ein und steuert mit den Tastsigna-
len, die vom Modulator erzeugt werden, den Sender. Der Empfang der
Bestätigungssignale erfolgt mit dem Empfänger PM4. Arbeitet der
Empfänger in der Betriebsart TELEFONIE, gelangen die Signale vom
Kanalabzweigblock an den Empfänger und von diesem zum Demodulator
DM1. Wird im Funknetz in der Betriebsart TELEGRAFIE (FERNSCHREI-
ben( БП ЧT gearbeitet, gelangen die Signale vom Kanalabzweig-
block direkt zum Empfänger.


5.2. Übertragung von Kommandos und Empfang der Bestätigungen über
     den Telegrafiekanal

Die Wirkungsweise wird nachfolgend anhand der Stromkreise des
Durchlaufs der Kommando und Bestätigungssignale sowie der Signale
zur Steuerung der Kanalabzweigblöcke für den 1. Telegrafiekanal
beschrieben.
Bei der Übertragung des Kommandos gelangt vom Geber an der AR und
die Steuereinrichtung das Signal START / ПУCK. Von der Steuerein-
richtung gelangt das Signal zum Zähler und bewirkt dessen Inbe-
triebsetzung. Durch den Zähler wird die Anzeigeeinrichtung ge-
steuert. Diese stellt folgende Signale, durch die die Kanalabzweig-
blöcke gesteuert werden, bereit:
a) KANALABZWEIGUNG / OTБOP KAHAЛA,
b) SENDEN / ПEPEДAЧA,
c) KODOGRAMMUMSCHALTUNG / ПEPEKЛЮЧEHИE KOДOГPAMM.
Im einzelnen ergeben sich folgende Stromläufe:
a) Signal KANALABZWEIGUNG, NULL / OTБOP KAHAЛA, HУЛEM über
   APПнЗГI - APПнЗ ШI/a6 - AP Ш7/I - COK-2 ПI/3 - PKПн2 Ш2/a8 -
   PKПн2 Ш2/б9 und БO I N1 ПнI ШI/б3,
b) Signal ÜBERTRAGUNG, NULL über APПнЗ ШI/a7 - AP Ш7/II - COK-2
   ПI/27 - PKПн2 Ш2/a3 - PKПн2 Ш2/б5 und БO I N1 ПнI Ш I/б9,
c) Signal KODOGRAMMUMSCHALTUNG über APПнЗ ШI/a2 - AP Ш7/2I -
   COK-2 ПI/2 und PKПн2 ШI/a2.
Die Trakte des Signalverlaufs dieser Signale über Nachrichtenkanä-
le aller Richtungen sind gleich, Mit diesen Signalen wird das
Kanalabzweiggestell zur Abzweigung von Kanälen für die Übertra-
gung von Tastungen (Kommandos) vorbereitet.
Im weiteren ergeben sich folgende Stromkreise:
a) für die Tastung der Kommandos über COK-3 ПI/ЗI - MKПнI ШI/a9 -
   MKПнI ШI/a6 - MKПн2 ШI/бI-MKПн2 Ш2/бI - MKПн2 ШI/б5 - MKПнI ШI/
   a8 - MKПн3 Ш2/б4 - COK-3 ПI/I3 - COK-2 П2/43 - PKПн2 ШI/б0 -
   PKПн2 ШI/бI - БO I N1 ПнI ШI/б2 - Б0 I N1 ПнI ШI/c7/C9 - БФ I N1
   ПI/9/II und den Kanal,
b) für die Bestätigung der Teilnehmer über den Empfang des
   übertragenen Kommandos über БФ I N1 П2/I/3 - Б0 I N1 ПнI ШI/c3/C5 -
   Б0 I N1 ПнI ШI/бI - PKПнI Ш2/c4 - PKПнI ШI/б4 - COK-2 П3/30 -
   OC-2 ШI2/I - ПMПн2 Ш4/бI,
c) beim Geben des Kommandos 1 /OTБOЙ, bei der Formierung des Signals
   FALSCHE BETÄTIGUNG in der Diensthabenden Betriebsart vom
   Geber über COK-3 П2/I8 - MПнI ШПнI ШI/a6 - MПн2 ШI/бI -
   MПн2 Ш2/бI - MПн2 ШI/б5 - MПн2 ШI/б8 - COK-3 ПI/35 - COK-2
   П2/44 - PKПн2 ШI/c9 - PKПн2 ШI/бI - Б0 I N1 ПнI ШI/б2 - Б0 I N1
   ПнI ШI/б2 - Ь0 I N1 ПнI ШI/C7/c9 - БФ I N1 ПI/9/II und den Kanal.

Die Formierung und der Durchlauf des Kommandos in den anderen
Richtungen ist analog.


5.3. Übertragung von Kommandos und Empfang der Bestätigungen
     über den Telefoniekanal

Beim Anliegen der Steuersignale am Kanalabzweiggestell werden
diese Signale für die Übertragung von Kommandos vorbereitet.
Die Tastung des Kommandos für den 3. Telefoniekanal der 1. Rich-
tung wird über folgende Stromkreise gewährleistet:
a) für die Gleichstromzeichen vom Geber an das Kanalabzweiggestell
   SOK-3 über COK-3 ПI/3I - MKПнI ШI/a9 - MKПнI ШI/a6 - MKПн2
   ШI/бI -MKПнI Ш2/бI -MKПн2 ШI/б5 - MKПн2 ШI/a8 und MKПнI ШI/a7,
   dabei werden die Gleichstromzeichen in frequenzmodulierte Zei-
   chen umgewandelt und gelangen über MKПнI ШI/a8 -MKПн2 Ш2/a5 -
   MKПн2 Ш2/a2 - MKПн3 Ш2/б3 - MKПн3 Ш2/б2 - MKПнI/б8 MKПнI
   ШI/б7 - COK-3 П2/2 -COK-2 П2/50 - PKПн2 ШI/c8 PKПнI ШI/б8 - PKПн2 ШI/б2 -
   Б0 I N1 Пн3 Ш2/б9 - Б0 I N1 Пн3 ШI/a8 - Б0 I N1 Пн3 Ш2(cI/c3 -
   БФ I N1 П2/9/II und an den Kanal,
b) für die Bestätigung des Empfangs übertragener Kommandos über
   БФ I N1 П2/I/3 - Б0 I N1 Пн3 Ш2/c6/c8 - Б0 I N1 Пн3 Ш2/a4 - ДM N1
   Пн3 ШI/бI - ДM N1 Пн3 ШI/a9 - ДM N1 Пн2 ШI/c3 - ДM N1 ШI/c9
   - ДM N1 ПнI ШI/c7 - ДM N1 ПнI ШI/c3 - COK-2 П3/24 - OC-2 ШI2/3
   und ПM Пн2 Ш4/б3,
c) für das Kommando 1 vom Geber über COK-3 П2/I8 - MПнI ШI/a9 -
   MПнI ШI/б7 - MПнI ШI/a8 - MПн2 Ш2/бI - MПн2 ШI/б5 - MПн2 ШI/a8
   - MПнI ШI/б7 - MПнI ШI/б8 - MПнI ШI/б7 - COK-3 ПI/5 - COK-2 П3/50 -
   PKПн2 ШI/c7 - PKПн2 ШI/б2 - Б0 I N1 Пн3 Ш2/б9 und Б0 I N1
   Пн3 ШI/a8.


5.4. Übertragung von Kommandos und Empfang der Bestätigungen über
     Funkverbindungen bei Betrieb des Zusatzsatzes

Für die Übertragung von Kommandos stellt der RR die Signale
KANALBZWEIGUNG 1. FN / OTБOP KAHAЛA I P/C und KANALBZWEIGUNG
2. FN / OTБOP KAHAЛA II P/C bereit (FN - Funknetz).
Im einzelnen ergeben sich folgende Stromkreise:
a) für das Signal KANALABZWEIGUNG 1. FN über PPПнI Щ3/б5 - OC-2
   Ш7/4I - COK-2 ПI/23 - PKПнI Ш2/c8 und Б0 I N1
   Пн2 ШI/б6, б9 sowie б3,
b) für das Signal KANALABZWEIGUNG 2. FN über PPПнI Ш3/б6 - OC-2
   Ш7/42 - COK-2 ПI/26 - PKПпI Ш2/c7 - PKПнI Ш2/c9 - COK-2 П3/45 -
   COK-3 П3/I9 und Б0 II N4 Пн2 Ш2/aI, a3 sowie a6.
c) das Kommando für das 1. FN vom Geber über COK-3 ПI/3I - MKПнI
   ШI/a9 - MKПнI ШI/a6 - MKПн2 ШI/бI -MKПн2 Ш2/бIMKПн2 ШI/б5 -
   MKПн2 ШI/c2 - COK-3 ПI/22 -COK-2 П2/42 - Б0 I N1 Пн2 ШI/б2 -
   Б0 I N1 Пн2 ШI/c9/c7 - Filterblock und die Leitung,
d) das Kommando für das 2. FN vom Geber über COK-3 ПI/3I -MKПнI
   ШI/a9 - MKПнI ШI/a6 - MKПн2 ШI/бI -MKПн2 Ш2/бI - MKПн2 ШI/б5 -
   MKПн2 ШI/a8 - MKПнI ШI/a7 - MKПнI ШI/a8 -MKПн2 Ш2/a5 - MKПн2
   Ш2/a2 - MKПн3 Ш2/б3 - MKПн3Ш2/б2 - MKПнI ШI/б8, dabei erfolgt
   die Umwandlung in frequenzmodulierte Zeichen, die über MKПнI
   ШI/б7 - MKПн2 ШI/c9 - MKПн2 ШI/cI - Б0 II N4 Пн2 Ш2/б9 - Б0 II
   n4 Пн2 Ш2/cI/c3 - Filterblock an die Leitung gelangen,
e) die Bestätigungssignale des Empfangs des Kommandos von der
   Leitung (Kanal) zum Filterblock
   - für das 1. FN über Б0 I N1 Пн2 ШI/c3/c5 - Б0 I N1 Пн2 ШI/cI -
     COK-2 П3/28 - OC-2 ШI2/4 und ПMПн2 Ш4/б4,
   - für das 2. FN über Б0 II N4 Пн2 Ш2/c6/c8 - Б0 II N4 Пн2 Ш2/a4 -
     ДM N3 Пн2 ШI/c3 - ДM N3 Пн2 ШI/c9 - ДM N3 ПнI ШI/c7 - ДM3 N3
     ПнI ШI/c3 - COK-3 П3/33 - COK-2 П3/П6 - OC-2 ШI2/5 und ПMПн2
     Ш4/б5.

Anmerkung:
Die Stromlaufpläne für die SOK-1 und SOK-3, Stromversorgungsein-
schübe BPO, BPS, BPL AT und das AP sind dem Album Nr. 1
(ПШI.270.003 - OПI) sowie für das OS-2 dem Album Nr. 2
(ПШI.270.003 - OП2) zu entnehmen.


6. Gestelle, Geräte und Einrichtungen

6.1. Hauptgestell OS-2

6.1.1. Bestimmung

Das OS-2 ist bestimmt für
a) das Steuern der Kanalabzweigblöcke beim Übertragen von Komman-
   dos und beim Empfang von Bestätigungen,
b) das Herauslösen von falschen, automatischen oder Handbetäti-
   gungen aus der empfangenen Information,
c) das Herauslösen der Information über die Kanalabzweigung und
   den Empfang von Bestätigungen am AP und an der AT,
d) den Empfang von automatischen und Handbetätigungen über den
   Empfang übertragener Kommandos durch den Empfänger,
e) die Eigenüberprüfung der Blöcke, die den Empfang der Bestäti-
   gungen und die Übertragung der Kommandos gewährleisten.

6.1.2. Adressenverteiler AR

6.1.2.1. Bestimmung

Der AR ist bestimmt für
a) das Sicherstellen der Bestätigungsempfänger und des RR mit
   Taktimpulsen,
b) die Auswahl des Signalweges für den Kommandodurchlauf,
c) das Steuern der Kanalabzweigblöcke beim Senden und Empfangen
   der Kommandos und Bestätigungen,
d) das Herauslösen der in der empfangenen Information enthaltenen
   falschen, automatischen oder Handbetätigungen.

6.1.2.2. Bestandteile und Wirkungsweise

Der AR besteht aus folgenden Hauptelementen (Bild 6, Anlage):
a) dem Verteiler, der nacheinander das Aufschalten der Bestäti-
   gungsempfänger an die Kanäle eines jeden Teilnehmers und die
   Ausgabe der empfangenen Information (die falsche, automatische
   oder Handbestätigung) an das entsprechende Anzeigegerät gewähr-
   leistet;
b) bei Einrichtungen zur Richtungsauswahl, die das Abzweigen der
   Kanäle in jede Richtung steuert,
c) der Steuereinrichtung, die den Start und das Einstellen aller
   Geräte des AR gewährleistet und die Synchronisation des Ver-
   teilers des aufgeschalteten AR durchführt;
d) dem Zähler, der die Dauer der Kanalabzweigung von ≤ 3 min
   festlegt;
e) der Analyseeinrichtung, die verbotene Kombinationen feststellt
   und ihre weitere Bearbeitung verhindert;
f) dem Dechiffrator für das Kommando 1 (Prüfen, Entwarnung), der
   die Rückgabe der Kanäle steuert, über die eine falsche Bestäti-
   gung erhalten wurde, unter den Bedingungen, daß über diese Kanä-
   le kein Kommando übertragen wurde;
g) dem Vergleichsgerät, das aus dem aufgenommenen Kommando 1
   durch den Empfänger die falsche, automatische und Handbestäti-
   gung bestimmt;
h) der Bestätigungstrenneinrichtung, die den Durchlauf des Aus-
   gangssignals des Vergleichsgerätes zum Anzeigegerät der Rich-
   tung gewährleistet, aus der die Bestätigung erhalten wurde;
i) der Sendeeinrichtung für die Abfragetakte, die die Abfragetakte
   der Bestätigungsempfänger aus den Takten formiert, die vom
   Geber anliegen;
k) der Taktstromversorgungseinrichtung der Empfänger;
l) der Anzeigeeinrichtung, die folgende Funktionen steuert:
   - das Umschalten der im Diensthabenden Betrieb zum Senden an-
     liegenden Schlußkombination (Entwarnung oder Prüfen) in eine
     Kommandokombination, die den Teilnehmern gesendet werden
     kann,
   - das Umschalten der Kanalabzweigblöcke in die Betriebsarten
     KANALABZWEIGUNG (AUSWAHL) und SENDEN (ÜBERTRAGUNG),
   - die Signalisation am AP und an der AT;
m) die Transitschutzeinrichtung, die das Eindringen der Bestäti-
   gungen in andere Benachrichtigungssysteme verhindert, auf den
   Kanälen, die auf Transit geschaltet sind;
n) dem Steuergerät für das Funknetz, das das Freigabesignal für
   den Betrieb des RR abgibt und dessen Betriebsdauer im Bereich
   von 3 Zyklen begrenzt;
o) dem Prüfgerät für die Eigenüberprüfung, das die Eigenüberprü-
   fung der Sendetrakte der Kommandos und das Empfangs der Bestä-
   tigungen auf jedem Kanal aller Richtungen (ohne Abzweigung der
   Nachrichtenkanäle) sicherstellt.
Die Teilnehmer, die im Benachrichtigungssystem arbeiten, werden
in einer Gruppe zu 10 Teilnehmern (in jeder Gruppe) zusammenge-
faßt. Jede Gruppe wird durch einen AR bedient. Die Koordinierung
des Betriebes aller Verteiler gewährleistet der AR, der an den
Geber angeschaltet ist.
In jede Richtung können 1 bis 3 Kanäle geschaltet sein, außer der
1. und 6. Richtung. In diesen Richtungen wird einer der Kanalab-
zweigblöcke für die Organisation des Betriebes über Funk ausge-
nutzt. Die Teilnehmer, die im Funknetz arbeiten, werden in einer
Gruppe zu 5 Teilnehmern zusammengefaßt.
Der AR ermöglicht in jeder Gruppe 2 Funknetze (mit einem oder
2 Funkkommandosendern) zu Organisieren (s. Bilde 1 und 2).
Bei der Übertragung des Kommandos gelangen vom Geber an den AR
a) das Signal des Kommandos,
b) die Zirkular- oder Programmadresse,
c) das Signal START / ПУCK.
An das Vergleichsgerät gelangt vom Geber die Kombination des
Kommandos.
 Bei der Aufnahme der Adresse und des Kommandos gibt die Einrich-
 tung zur Richtungsauswahl an die Anzeigegeräte der entsprechenden
 Richtungen das Signal BESETZT / ЗAHЯT. Bei Rundspruch (zirkulare
 Adresse) werden alle Anzeigegeräte in den Zustand BESETZT über-
 führt.
 Wenn die Auswahl der Richtungen nach Programm durchgeführt werden
 soll, werden die Anzeigegeräte der Teilnehmergruppe, die vor dem
 an den Einrichtungen der Richtungsauswahl am Vermittlungsfeld ge-
 schaltet waren (aufgrund Bekanntgabe der zu übertragenden Komman-
 dos), in den Zustand BESETZT überführt.
 Beim Übergang in den Zustand BESETZT gibt das Anzeigegerät folgen-
 de Signale aus:
 a) Aufleuchten der Adresse am AP und an der AT,
 b) Umschalten des Kodogramms SCHLUSZZEICHEN (Entwarnung oder
    Prüfen) / OTБOЙ auf das Kodogramm des Kommandos von der RK.
Das Signal START gelangt vom Geber an die Steuereinrichtung und
startet den Zähler und die Anzeigegeräte der besetzten Richtungen.
An das AP und die AT gelangt das Signal, das den betrieb des Zäh-
lers anzeigt.
Die Anzeigegeräte formieren folgende Steuersignale für die Kanal-
abzweigblöcke:
a) KANALABZWEIGUNG / OTБOP KAHAЛOB in die Richtungen, in die ein
   Kommando abgesetzt werden soll,
b) SENDEN / ПEPEДAЧA in die zu benachrichtigende Richtung.
Der weitere Ablauf des Betriebes des AR hängt von den Bestätigun-
gen ab, die von den Teilnehmern der abgesetzten Richtungen erhalten
wurden.
Der Empfang einer automatischen Bestätigung bedeutet, daß durch
die Einrichtung des zu benachrichtigenden Teilnehmers das Kommando
aufgenommen wurde, der Teilnehmer daraufhin jedoch keine Handbe-
stätigung gegeben hat. Deshalb setzt das Anzeigegerät beim An-
liegen des Signals für die automatische Bestätigung von der Ver-
gleichsschaltung die Ausgabe des Signals SENDEN an die Kanalab-
zweigblöcke weiter fort.
Am AP und an der AT liegt das Signal für die Anzeige der automa-
tischen Bestätigung an.
Die Übertragung des Kommandos in eine beliebige Richtung wird bis
zum erhalt der Handbestätigung oder bis zum Ablauf der Übertra-
gungsdauer (2 ... 2:30 min), die durch den Betrieb des Zählers
bestimmt wird, fortgesetzt.
Wenn die Handbestätigung im Verlauf der Übertragungsdauer nicht
erhalten wird, gibt der Zähler ein Signal an die Anzeigeeinrich-
tung. Das Anzeigegerät gibt an die Kanalabzweigblöcke ein Signal
zum Unterbrechen der Übertragung. Nach 33 s wird der Zähler abge-
schaltet. Das Signal zur Beendigung des Betriebs des Zählers
gelangt an die Anzeigeeinrichtung und über den Geber an das KP,
wodurch sich die ununterbrochene Tonsignalisation einschaltet.
Das Anzeigegerät der Richtung, das nur die automatische Bestäti-
gung erhalten hat oder beim Fehlen der Bestätigung, gibt an die
Kanalabzweigblöcke ein Signal zur Rückgabe der Kanäle an den
Teilnehmer. Der Zustand des Anzeigegerätes, d. h. die Anzeige der
automatischen Bestätigung und Adresse am AP sowie an der AT,
bleibt bis zum erhalt des Signals LÖSCHEN (CБPOC (wenn der
Diensthabende den T-Sch. LÖSCHEN am KP drück) bestehen.
Drückt der Diensthabende den T-Sch. LÖSCHEN, bereiten sich die
Anzeigegeräte zum Übergang in die Ausgangsstellung vor. Die Um-
schaltung in den Ausgangszustand vollzieht sich automatisch nach
33 s durch die Transitschutzeinrichtung. Das Signal zur Beendigung
des Betriebes des Zählers informiert, daß am KP die Tonsignalisa-
tion eingeschaltet wird, den Diensthabenden davon, daß die Handbe-
stätigung nicht von allen Teilnehmern erhalten wurde.
In dem Fall, wo es notwendig ist, die Handbestätigung zu erhalten,
drück der Diensthabende erneut den T-Sch. Start am KP und über-
führt die Anzeigegeräte nicht in den Ausgangszustand. Die Steuer-
einrichtung gibt das Startsignal für den Zähler aus.
Die Übertragung des Kommandos in Richtungen, aus denen keine Hand-
bestätigung erhalten wurde, wiederholt sich im Verlauf des 2. Ar-
beitszyklus des Zählers.
Wenn die Handbestätigung erhalten wurde, schaltet sich das Anzeige-
gerät der Richtung, aus der diese Bestätigung erhalten wurde, auf
ein Signal des Vergleichsgerätes in die Stellung, die der Ausgangs-
stellung vorrangig und legt das Signal zum Abbruch der Übertragung
an den Kanalabzweigblock dieser Richtung sowie zur Anzeige der Be-
stätigung an das AP und die AT an. Die Transitschutzeinrichtung
dieser Richtung wird gestartet. Sie zählt 33 s ab und gibt danach
das Signal zum Umschalten des Anzeigegerätes aus.
Das Anzeigegerät kehrt in den Ausgangszustand zurück und gibt an
den Kanalabzweigblock ein Signal zur Rückgabe der Kanäle an den
Teilnehmer aus.
Die Anzeige der Bestätigung und Adresse bleibt bis zum Eintreffen
des Signals LÖSCHEN vom Geber erhalten. Wenn auf einer besetzten
Richtung auf ein beliebiges Benachrichtigungskommando eine Bestä-
tigung ankommt, außer auf das übertragene, kommt vom Vergleichs-
gerät das Signal FALSCHE BESTÄTIGUNG / ЛOЖHOE ПOДTBEPЖДeHИE.
Liegt das Signal FALSCHE BESTÄTIGUNG an, formiert das Anzeigege-
rät der Richtung, aus der es empfangen wurde, das Anzeigesignal
der falschen Bestätigung zur Darstellung am AP und an der AT.
Die Übertragung des Kommandos in diese Richtung wird bis zum Er-
halt der Handbestätigung oder bis zur Beendigung der Übertragungs-
dauer, die durch den betrieb des Zählers bestimmt wird, fortge-
setzt.
Wenn das Signal FALSCHE BESTÄTIGUNG nach dem Erhalt der Hand- oder
automatischen Bestätigung eintrifft, schaltet das Anzeigegerät der
betreffenden Richtung in die Stellung der falschen Bestätigung um,
was am AO und an der AT angezeigt wird.
Wird die Handbestätigung nicht erhalten, gibt der Zähler mit Be-
endigung des Zeitintervalls für die Übertragung ein Steuersignal
an die Anzeigegeräte. Der weitere Arbeitsablauf ist analog wie
bei der automatischen Bestätigung.
Das Signal LÖSCHEN, das nach dem Drücken der T-Sch. LÖSCHEN am
KP anliegt, ändert den Zustand für das Anzeigegerät der Richtung
nicht, aus der die falsche Bestätigung empfangen wurde. Der Zu-
stand des Anzeigegerätes und die Anzeige der falschen Bestätigung
bleibt bis zum Erhalt der automatischen oder Handbestätigung
erhalten.
Während der Übertragung des Kommandos kann in der mittleren Ebene
von der oberen Ebene ein neues Kommando eintreffen.
Dabei formiert der Geber die Signale LÖSCHEN und ANFANGSEINSTEL-
LUNG / HAЧAЛЬHAЯ УCTAHOBKA und gibt sie an den AR und die Steuer-
einrichtung aus.
Die Signale LÖSCHEN und ANFANGSSTELLUNG überführen die Anzeige-
geräte der besetzten Richtungen, auf denen entweder keine Bestä-
tigung oder die automatische Bestätigung empfangen wurde, in
den Zustand, der dem Ausgangszustand voranging.
Das Signal BESETZT, das in den Einrichtungen der Richtungsauswahl
gespeichert war, wird gelöscht. Durch das Signal ANFANGSEINSTEL-
LUNG wird der Zähler in den Ausgangszustand überführt. In Überein-
stimmung mit dem Retranslationskennzeichen, das im empfangenen
Kommando enthalten ist (zirkular oder nach Programm), gibt die
Einrichtung zur Richtungsauswahl ein Signal BESETZT aus.
Das Signal START überführt die Anzeigegeräte in den Starzustand,
den Zähler in den Betriebszustand und die bereits arbeitenden
Transitschutzblöcke in den Ausgangszustand.
Wenn die Anzeigegeräte aller Richtungen, die im Funknetz betrieben
werden, in den Zustand BESETZT übergegangen sind und die Erlaubnis
zur Arbeit über Funk vorliegt, formiert das Steuergerät für das
Funknetz ein Signal zur Freigabe des Betriebes und gibt dieses in
dem Fall, daß von der Steuereinrichtung das Signal START anliegt
oder beim Empfang einer falschen Bestätigung im Funknetz, an den
RR weiter.
Nach dem Start schaltet der RR für 4,8 s die Hochspannung des
Funkkommandosenders ein. Er gewährleistet damit die Übertragung
des Kommandos an die Teilnehmer des Funknetzes und gibt 5 Zeit-
intervalle an den AR. Wenn von einem beliebigen Teilnehmer im
Verlauf des Zeitintervalls, das von ihm zur Verfügung steht, keine
Handbestätigung vorliegt, wiederholt sich noch 2mal die Übertra-
gung des Kommandos und der Empfang der Bestätigung (Arbeitszyklus
des RR). Nach 3 Zyklen beendet der RR seinen Betrieb.
In der Diensthabenden Betriebsart nehmen die Empfänger aus dem
Kanal Störungen oder die Bestätigungskombination, die von außen
in den Kanal eingegeben wurde, auf.
Beim Empfang einer unerlaubten Kodekombination gibt die Analyse-
einrichtung ein Signal aus, das den betrieb des Vergleichsgerätes
und Dechiffrators für das Kommando 1 verhindert.
Wurde eine richtige Kodekombination aufgenommen, löst die Analyse-
einrichtung den betrieb des Vergleichsgerätes und Dechiffrators
für das Kommando 1 (Dechiffrator) aus.
Ist diese Kombination eine Bestätigung auf das Kommando 1 (auto-
matische oder Handbestätigung), gibt der Dechiffrator ein Signal
an das Vergleichsgerät aus.
Auf das Signal vom Dechiffrator formiert das Vergleichsgerät das
Signal HANDBESTÄTIGUNG /PУЧHOE ПOДTBEPЖДEHИE auf das Kommando 1.
Die Bestätigungstrenneinrichtung gewährleistet den Signalrücklauf
vom Vergleichsgerät zum Anzeigegerät der Richtung, aus der die
Bestätigung empfangen wurde.
Das Signal HANDBESTÄTIGUNG soll das Anzeigegerät in den Zustand
überführen, der dem Ausgangszustand voranging. Infolgedessen, daß
sich das Anzeigegerät im Ausgangszustand befindet, verändert das
Ausgangssignal des Vergleichsgerätes dessen Zustand nicht, es wer-
den keine Steuersignale formiert.
Wenn ein Kombination eine Bestätigung auf ein beliebiges der an-
deren 9 Benachrichtigungskommandos darstellt, formiert das Ver-
gleichsgerät das Signal einer falschen Bestätigung. Durch dieses
Signal wird der Zähler gestartet, der die Betriebssignale an das
Anzeigegerät ausgibt. Gleichzeitig gelangt das Signal vom Zähler
an das AP und an die AT zur Anzeig des Betriebes des Zählers.
Die Bestätigungstrenneinrichtung ermittelt die Adresse der Rich-
tung, aus der die falsche Bestätigung erhalten wurde.
Beim Anliegen des Signals einer falschen Bestätigung geht das An-
zeigegerät in den Zustand START über und formiert folgende Signale:
a) KANALABZWEIGUNG und SENDEN in die Richtung, aus der die falsche
   Bestätigung empfangen wurde,
b) Anzeige der falschen Bestätigung am AP und an den AT.
Unter dem Einfluß der Steuersignale führt das Gerät zur Richtungs-
auswahl dieser Richtung die Auswahl der Kanäle vom Teilnehmer durch
und gewährleistet die Übertragung des Kommandos über diese Kanäle.
Die Übertragung des Kommando 1 wird bis zum Erhalt der Hand- oder
automatischen Bestätigung auf dieses Kommando oder bis zum Ablauf
der Übertragungsdauer, die durch den Betrieb des Zählers bestimmt
wird, fortgesetzt.
Wenn im Verlauf von 2:30 min die Bestätigung nicht empfangen wurde,
gibt der Zähler zur Beendigung der Übertragungsdauer an
das Anzeigegerät aus. Das Anzeigegerät der ausgewählten Richtung
gibt ein Signal zur Unterbrechung der Übertragung an das Gerät zur
Richtungsauswahl aus, wodurch die Übertragung des Kommandos unter-
brochen wird. Nach 33 s beendet der Zähler seine Arbeit und gibt
ein Signal über den Ablauf der Dauer für die Kanalabzweigung aus.
Das Anzeigegerät formiert das Signal zur Rückgabe der Kanäle an
den Teilnehmer. Der Zustand des Anzeigegerätes und die Anzeige der
falschen Bestätigung am AP und an den AT bleiben erhalten.
Das Signal zur Beendigung des Betriebes des Zählers schaltet am
Kp die ununterbrochene Tonsignalisation ein.
Der Diensthabende drückt den T-Sch. START, wodurch die Steuerein-
richtung den Zähler erneut startet. Die Übertragung des Kommandos 1
wiederholt sich im Verlauf des 2. Arbeitszyklus bis zum Erhalt
der Hand- bzw. automatischen Bestätigung oder bis zum Ablauf der
Übertragungsdauer, die durch den Betrieb des Zählers bestimmt
wird.
Wenn über einen Funkkanal eine falsche Bestätigung empfangen wur-
de, gelangt das Signal FALSCHE BESTÄTIGUNG vom Ausgang des Ver-
gleichsgerätes an die Anzeigegeräte aller Richtungen, die in das
Funknetz einbezogen sind.
Gleichzeitig gelangt das Signal FALSCHE BESTÄTIGUNG an das
Steuergerät für das Funknetz, das bei aufgehobenem Funkverbot
ein Signal zur Freigabe des Betriebes an den RR ausgibt.
Der RR gewährleistet die Übertragung des Kommandos 1 über Funk
im Verlauf von 4,8 s. Danach gibt der RR Zeitintervalle für die
Trennung der Bestätigungen, die von den Teilnehmern des Funknetzes
eintreffen. Die Betriebsdauer des RR ist durch das Signal FREIGABE
DES BETRIEBES FÜR DAS FUNKNETZ (das vom Steuergerät des Funknetzes
anliegt), in den grenzen von 3 Arbeitszyklen festgelegt.
In der Einrichtung ist die Eigenüberprüfung der Kommandoübertra-
gungstrakte (Empfang der Bestätigungen) einzeln für jeden Kanal
vorgesehen, ohne das sie selektiert werden, Bei der Überprüfung
wird die optische Signalisation am AP und an den AT genutzt.
Wird bei der Überprüfung ein Kommando empfangen, überführt der
Geber automatisch den AR in den Betriebszustand und der AR beginnt
die Signale zu steuern, die vom Geber anliegen.


6.1.2.3. Verteiler

Der Verteiler ist ein elektronischer Umschalter mit 10 Ausgängen
und besteht aus folgenden Funktionselementen (Schaltfeld A1,
Stromlaufplan ПШ3.05I.008 CxФ im Album R. 2);
1) Trigger Tg2 bis Tg6,
b) Schaltungen Sp10 bis Sp29 und Sp36 bis Sp45,
c) Schaltungen SpI6 bis SpI15,
d) Negator (Inverter) I11 bis I20, I24, I25, I27 und I28,
e) Verstärker U11 bis U20

Anmerkung:
Es bedeuten:
- Sp  / Cп - UND Gatter,
- Sb  / Cб - ODER Gatter,
- SpI / CпИ - Vergleichsschaltung mit Inverter
- I   / И Inverter
Zur Vereinfachung des Textes wird nur der Begriff Schaltung
verwendet. Nähere Erläuterungen sind dem Anhang 1 zu entnehmen.

Die Betriebsdauer des Verteilers beträgt 30 s und die Signaldauer
an jedem Ausgang 3 s. Die Signale von den Ausgängen des Verteilers
gelangen zur Steuerung an die Kanalabzweiggestelle (Umschaltung von
der Betriebsart EMPFANG auf die Betriebsart SENDEN). Die gleichen
Signale werden mit einer Verzögerung von 0,6 s für die Bearbeitung
der Information im AR selbst genutzt. Der Verteiler ist ein Schie-
beregister (5stufiges Zweitakt-Register) mit den Triggern Tg2 bis
Tg6. Das Schieberegister wird durch die Takte T₁ =T₂ = 0,6 s, die
eine Dauer von 0,6 s besitzen und deren zeitliche Verschiebung un-
tereinander gleich der halben Periode ist, gesteuert. Die Ausgangs-
signale des Verteilers werden durch Dekodierung des Zustands der
Schieberegister mit den Schaltungen entsprechend Tabelle 2 sicher-
gestellt.

Tabelle 2
VerteilerausgangDechiffratorZustand des Schieberegisters
Tg2Tg3Tg4Tg5Tg6
1SpI6OL---
2SpI7-OL--
3SpI8--OL-
4SpI9---OL
5SpI10O---O
6SpI11LO---
7SpI12-LO--
8SpI13--LO-
9SpI14---L-
10SpI15L---L
Die Ausgangssignale des Verteilers liegen mit Verzögerung nach der
Dekodierung des Zustandes von den Ausgängen der Verstärker U11 bis
U20 (Signale L) und von den Ausgängen der Inverter I11 bis I20
(Signale O) an.
Bei weniger als 6 Richtungen für die Benachrichtigung wird auf
P-161 Funkverteiler
Bild 13 Übersichtsschaltplan des Funkverteilers RR
P-161 Funkkommandosender
Bild 15 Steuerung des Funkkommandosenders
a - durch die Fernbedieneinheit UDUWN; b - mittels Telegrafie- (Fernschreib-)kanals

takte die Stromkreise zur Schaltung der Hochspannung beim Teil-
nehmer und gewährleistet damit die Steuerung der Hochspannung
von Seiten des RR.
Wenn das Relais R2 der Platine P6 stromlos ist, wird vom UDUWN
das Signal ABSCHALTEN DER HOCHSPANNUNG ausgegeben (über die
Stromkreise; Steuerpotential - Kontakt Sch4/b0 / Ш4/б0 - Kontakt-
te 4-6 des Relais R2 der Platine P8 - Kontakte 4-6 des Relais
R2[P6] - Kontakte 5-4 des Relais R1[P8] an die Kontakte Sch4/b7 /
Ш7/б7).
Beim Ansprechen des Relais R2[P6] im UDUWN wird das Signal
EINSCHALTEN DER HOCHSPANNUNG über folgende Stromkreise weiterge-
leitet: Steuerpotential - Kontakt Sch4/b0 / Ш4/б0 - Kontakte 4-6
Des Relais R2[P8] - Kontakte 4-5 des Relais R2[P6] - Kontakte
Sch4/b3 / Ш4/б3 - Kontakte Sch2/6 / Ш2/6 - Kontakte Sch6/b5 /
Ш6/б5 - Kontakte 8-7 des Relais R1[P8] _ Kontakt Sch4/b4 / Ш4/б4.
Der Stromkreis zur Steuerung der Hochspannung im 2. FN ist analog
des beschriebenen Stromkreises für das 1. FN.
Die Steuerung der Hochspannung des Funkkommandosenders im 1. FN
nach der 2. Methode von Seiten des Teilnehmers verläuft über
die Stromkreise: Kontakt Sch2/4 / Ш2/4 - Kontakt Sch4/b2 / Ш4/б2 -
Kontakte 9-7, Relais R1[P8] - Kontakt Sch4/b4 / Ш4/б4.
Bei der Steuerung der Hochspannung über den Fernschreibkanal wird
durch den RR an den Kontakt Sch4/b4 / Ш4/б4 die Spannung ±60 V
angelegt.
Beim Ansprechen des Relais R1[P8] öffnen die Kontakte 7-9 den
Stromkreis zur Steuerung der Hochspanung von Seiten des Teilneh-
mers. An den Kontakt Sch7/7 / Ш7/7 gelangt das Signal ABSCHALTEN
DER HOCHSPANNUNG über folgenden Stromkreis -60 V - Kontakt
Sch2/3 / Ш2/3 - Kontakt Sch2/2 / Ш2/2 - Kontakt Sch4/b1 / Ш4/б1
- Kontakt 4-6 des Relais R2[P6] - Kontakte 6-4 des Relais R2[P8]
- Kontakt Sch4/b0 / Ш4/б0 - Kontakt Sch2/11 / Ш2/11 - Kontakt
Sch2/8 / Ш2/8 Kontakt Sch4/b5 /Ш4/б5 - Kontakte 8-7 des Relais
R1[P8] - Kontakt Sch4/b4 / Ш4/б4 -Kontakt Sch2/7 / Ш2/7.
Der Stromkreis zur Steuerung der Hochspannung des Funkkommando-
senders im 2. FN ist analog den für das 1. FN beschriebenen.


6.1.4.4. Eigenüberprüfung

Der RR ist in die Eigenüberprüfung (HA CEБЯ) des Zusatzsatzes
integriert.
Beim Prüfen des AR gelangt über den Kontakt Sch3/s7 / Ш3/c7 das
Signal EINSCHALTEN DES RELAIS PRÜFEN. Das Relais R2[P8] spricht
an und schließt mit seinen Kontakten 1 und 2 die Stromkreise des
Relais R3[P6].
Mit den Kontakten 7 und 8 blockiert das Relais R2(R3 der Platine
P6) den Ausgang des Hochspannungssteuerblockes BUWN.
Die Steuereinrichtung der Abzweigblöcke erzeugt die Steuersignale.
Das Signal EINSCHALTEN DER HOCHSPANNUNG gelangt an den AR über
den Kontakt Sch3/s8 / Ш3/c8 in der Zeit, in der dieses Signal
übertragen wird.


6.2. Kanalabzweiggestelle SOK-2 und SOK-3

6.2.1. Bestimmung

Die SOK-2 und SOK-3 dienen zur
a) Umwandlung der Gleichstromzeichen (vom Geber) in frequenz-
   modulierte Signale,
b) Kopplung der Blöcke mit Mikromodulen mit den telefonie- und
   Telegrafiekanälen,
c) Umwandlung der frequenzmodulierten Signale (von Kanal) in
   Gleichstromzeichen.


6.2.2. Relaisvermittlung RK

6.2.2.1. Bestimmung und Bestandteile

Die RK (Bild 16) dient zur Verbindung der Blöcke mit Mikromodulen
des Zusatzsatzes (Geber, Empfänger, AR, RR) mit dem Kanalabzweig-
block.
P-161 Relaisvermittlung
Bild 16 Übersichtsschaltplan der Relaisvermittlung RK

Die RK gewährleistet
a) die Formierung des Signals ABZWEIGUNG, das vom AR über 10 Rich-
   tungen anliegen kann,
b) die Übertragung des Signals AUSLÖSEN, SCHLUSS und der KOMMAN-
   DOS, die vom Modulatorblock anliegen,
c) die Verstärkung des Signals SENDEN, das vom AR über 10 Richtun-
   gen anliegen kann,
d) die Verstärkung der Signale von den Verteilerausgängen III,
   IV, IX und X, die vom AR anliegen,
e) die Aufteilung des Signals PRÜFEN an die Kanalabzweigblöcke
   der 10 Richtungen,
f) die Vermittlung des Signals ABZWEIGEN DES FUNKNETZES vom
   Schaltfeld MK3 an die Schaltfelder TG1 und TF1 der 10 Rich-
   tungen,
g) die Verstärkung der Signale ABZWEIGEN 1. FN und ABZWEIGEN
   2. FN,
h) die Zuschaltung der Empfänger zum Empfang der Bestätigungen
   über Nachrichtenkanäle in geordneter Reihenfolge zu den
   Kanalabzweigblöcken der 10 Richtungen.
Die RK besteht aus folgenden Funktionselementen:
a) Verstärker (U11 bis U20) der Signale SENDEN,
b) Verstärker (U1 bis U10 der Signale ABZWEIGEN,
c) Verstärker (U21 bis U30) der Signale DURCHSCHALTEN DER KODIER-
   TEN FUNKSPRÜCHE,
d) Signalverstärker (U31 bis U34) der Verteilerausgänge,
e) Relais (R1 bis R10) zum Durchschalten der kodierten Funksprüche
   AUSLÖSEN und KOMMANDO,
f) Verstärker (U35, U36) der Signale ABZWEIGEN 1. FN und ABZEIGEN
   2. FN,
g) Verstärker U37) des Signals PRÜFEN,
h) Prüfrelais R11,
i) 2 elektronische Vermittlungen, die zum Anschalten der Bestä-
   tigungesempfänger in geordneter Reihenfolge an die Kanäle der
   10 Richtungen dienen.


6.2.2.2. Wirkungsweise

Die Steuersignale vom AR und Modulator liegen an der RK an.
Die Signale (1. bis 10. Richtung)
a) zur Kanalabzweigung,
b) zum Zuschalten des Senderelais,
c) zum Durchschalten der kodierten Funksprüche,
d) von den Ausgängen III, IV, IX, X,
e) zum Prüfen,
f) zum Abzweigen des 1. FN und 2. FN
liegen vom AR an den Eingängen der Verstärker U1 bis U37 an.
P-161 elektonische Vermittlung
Bild 17 Funktionsschaltplan der elektronischen Vermittlung

Das Signal ABZWEIGEN DES FUNKNETZES / OTБOP PC liegt vom Schalt-
feld MK3 und die Signale von den Ausgängen I, II, V, VI, VII und
VIII des AR liegen über den Modulator an der elektronischen Ver-
mittlung an.
Vom Modulator wird das Kommando 1 über die Kontakte 4-6 und7-9
der Relais R1 bis R10 ununterbrochen in die Sendetrakte der Ab-
zweigblöcke übertragen. Bei Erhalt der Signale zum Durchschalten
der kodierten Funksprüche sprechen die Relais der gewählten
Richtungen (R1 bis R10) an und an die Eingänge der entsprechen-
den Abzweigblöcke werden über die Kontakte 4-5 sowie 7-8 die Kode-
kombinationen des Kommandos vom Modulator angelegt. Wenn am RP
der T-Sch. SENDEN gedrückt wurde, wird das Signal ABZEIGEN DES
FUNKNETZES über die Kontakte 1-2 dieser Relais, die sich in den
Schaltfeldern TF1 und TG1 befinden, übertragen.
In der RK befinden sich 4 Signalverstärker für die Signale, die
von den Ausgängen III, IV, IX und X des AR anliegen. Die Ver-
stärkerausgänge sind mit den Kanalabzweigblöcken und den elektro-
nischen Vermittlungen (Bild 17) der RK verbunden. Jede der elek-
tronischen Vermittlungen besitzt 20 Eingänge. An 10 Eingängen
liegen die Informationen von den Empfangstrakten der Kanalabzweig-
blöcke, an den anderen 10 Eingängen die Signale von den Verteiler-
ausgängen an. Die Information gelangt von jeder der elektronischen
Vermittlungen an den Eingang des zugeordneten Bestätigungsempfän-
gers. Die Umschaltung des Empfängers zum Empfang der Bestätigung
von jeder Richtung erfolgt durch die Signale von den AR-Ausgängen.
Zur 1. Vermittlung gehören die Platinen P4 / П4 und P6 / П, zur
zweiten Platine P8 /П8 und P5 /П5.
Am 1. Eingang der Schaltungen Sb1 bis Sb20 liegt das Signal L
vom Ausgang des AR an. Zum 2. Eingang gelangt die Information
vom Kanalabzweigblock einer Richtung.
Wenn z. B. am Eingang der Schaltung Sb12 ein Signal vom Ausgang
IV des Verteilers anliegt, dann liegt die Information, die vom
2. Kanal der 2. Richtung über den Inverter I12 anliegt, am Eingang
der Schaltung Sb22 und weiter über den Inverter I22 am Eingang des
Empfängers an. Auf diese Art und Weise erfolgt in geordneter Rei-
henfolge der Informationsempfang jedes Kanals der 10 Richtungen.
Die elektronische Vermittlung befindet sich auf den Platinen
P4 bis P6 und P8 des Schaltfeldes PK1 (s. Stromlaufplan
ПШ2.I33.000.CxФ, Album Nr. 2).
Die Signale liegen an folgenden Eingängen der elektronischen Ver-
mittlung an:

...

   - Registrier-Nr. des Satzes,
   - Masseangabe,
   - Einzel-Nr.,
   - Anzahl der Kisten des Satzes;
b) an der Seitenwand
   - ACHTUNG! NICHT KANTEN,
   - Zeichen KELCH und REGENSCHIRM,
   - Einzel-Nr.,
   - Anzahl der Kisten des Satzes

Anlage 1

Mikroelektronik des Zusatzsatzes

1. Bestandteile

In den Blöcken, Geräten und Einrichtungen des Zusatzsatzes finden
die Mikromodule (Module) B-4K, D-4K, I-4K und M-2K Anwendung.
Die Module können folgende elektronische Schaltungen enthalten:
a) Inverter (Negator)
b) UND-Gatter (AND-Gatter),
c) ODER-Gatter (OR-Gater),
d) NAND-Gatter,
e) NOR-Gatter,
f) Trigger
g) Halbaddierer (Half-Adder),
h) Verstärker.
Auf der Grundlage dieser Schaltungen sind typisierte Baugruppen
für den Zusatzsatz entstanden, z. B. Schieberegister und Zähler.


2. Aufbau und Funktionsweise

2.1. Allgemeines

Konstruktiv sind alle Module in Form einer räumlichen Schaltung
aufgebaut, die Dioden, Widerstände, Montageteile und Anschlüsse
enthalten und mit Kunstharz vergossen sind (Bild 18). Die Tran-
sistoren sind außen am Modul montiert.
Modul Ansicht
Bild 18 Konstruktive Ausführung der Module
a - Ansicht von links und vorn; b - Lage der äußeren Anschlüsse


2.2. Modul B-4K

Der B-4K ist ein universeller Schaltkreis, der aus einem Transistor,
einem NAND- und NOR-Gatter am Eingang besteht (Bilder 19 bis 21),
P-161 Modul B-4K
Bild 19 Funktionsschaltplan des Moduls B-4K ohne Transistor

Die Spannung an den Ein- und Ausgängen der Module können betragen:
a) oberer Pegel von 0 ... -0,7 V
b) unterer Pegel von -8,4 ... -12,5 V
Unter dem oberen Pegel versteht man die Restspannung am
Kollektor und unter dem unteren Pegel die Spannung am Kollektor
eines eingeschalteten Transistors in Emitterschaltung.
Der Zustand bei em oberen Pegel wird mit 0 (binäre oder
logische 0) bezeichnet, derjenige beim unteren Pegel mit
"L" (binäre oder logischer Pegel 1).
Die Stromaufnahme und Belastbarkeit der Module sind der
Tabelle 10 zu entnehmen.
P-161 Funktionsschaltplan B-4K
Bild 20 Funktionsschaltplan des Moduls B-4K mit Transistor
P-161 B-4K
Bild 21 Darstellung de Moduls B-4K in den Stromlaufplänen des
        Dokuments des Herstellers (Transistor außen am Modul
        montiert); a, b - Varianten

BezeichnungSpannung
in V
Stromaufnahme
in mA
Belastbarkeit
B-4K6,3 ±10 %≤0,5B-4K  6 Stück
-10 ±10 %≤3,8D-4K  6 Stück
-27 ±10 %≤4,0I-4K  3 Stück
D-4K-27 ±10 %≤4,0B-4K  2 Stück
I-4K6,3 ±10 %≤1,7B-4K 20 Stück
-27 ±10 %≤4,0Eine Signallampe
oder ein Relais
IAb ≤ 50 mA

2.3. Modul D-4K

Der D-4K besteht aus 2 universellen Diodenschaltungen und wird in
Verbindung mit dem Modul B-4K verwendet.
P-161 D-4K
Bild 22 Funktionsschaltplan des Moduls D-4K
P-161 D-4K SymbolP-161 D-4K Symbol
Bild 23 Darstellung des Moduls D-4K in den Stromlaufplänen
        (Dokument des Herstellers)


2.4. Modul I-4K

Der I-4K ist Hauptbestandteil des Leistungsverstärkers. Der Lei-
stungsverstärker bewirkt die Umkehrung (Invertierung) des Eing-
gangssignals.
P-161 I-4K
Bild 24 Funktionsschaltplan des Moduls I-4K ohne Transistoren
P-161 I-5K
Bild 25 Funktionsschaltplan des Moduls I-4K mit Transistoren
P-161 I-4K
Bild 26 Darstellung des Moduls I-4K in den Stromlaufplänen
        (Dokumente des Herstellers)
P-161 I-4K
Bild 27 Anschluß des Moduls I-4K an den Modul B-4K
        (Modul I-4K arbeitet als Leistungsverstärker)
        a - Leistungsverstärker;
        b - Darstellung im Stromlaufplan
P-161 I-4K und B-4KP-161 I-4K und B-4K
Bild 28 Anschluß des Moduls I-4K
        a - an ein Relais; b - an eine Signallampe


2.5. Funktionsweise der einzelnen Schaltkreise

2.5.1. Allgemeines

Die Schaltungen sind aus den 3 verschiedenen Grundkomponenten,
den so genannten Gattern aufgebaut, die den 3 logischen Ent-
scheidungen (Funktionen) entsprechen:
a) Konjunktion - UND-Gatter, im Sinn von sowohl als auch,
b) Disjunktion - ODER-Gatter, im Sinn von entweder - oder,
c) Negation - Nicht-Gatter (Inverter), Umkehrung/Invertierung.
Die Schaltvorgänge kann man anhand der Booleschen Algebra (Symbo-
lik verdeutlichen.
Wenn also das Signal Y nur gegeben wird, wenn die Eingangssigna-
le auf den Eingängen X1 und X2 (Bild 34, angenommen es sind
nur 2 Eingänge vorhanden) eintreffen, dann ergibt sich nach der
Booleschen Symbolik Y = X1 . X2. Wenn Y in dieser Beziehung zu
X1 und X2 steht, so ergibt sich Y sei 1 (L), wenn X1
und X2, gleich 1 (L) sind. Die Ziffern 1 und 0 entspre-
chen dem Vorhandensein oder dem fehlen eines Signals, das physika-
lisch durch einen vorhandenen oder nicht vorhandenen elektrischen
Impuls bzw. durch das relativ positive oder negative Potential
einer Leitung während einer Zeitdauer dargestellt werden kann.
Für die ODER-Funktion (Disjunktion) gilt, das Y gleich 1 (L)
ist, sofern X1 oder X2 (bzw. beide) 1 sind (s. Skizze,
Abschn. 2.5.3.). Die Symbolik lautet Y = X1 + X2. Wenn das Aus-
gangssignal Y eine Umkehrung des Eingangssignals X1 ist, er-
gibt sich Y = X1 und kommentiert, Y sei nicht gleich X1. Ist
X1 = 1, so ist Y = 0 und wenn X1 = 0, dann ist Y = 1:
Die bereits genannten Module, die im Zusatzsatz zur Anwendung kom-
men, realisieren UND- und ODER-Funktionen, der noch eine Inversion
folgt. Diese Funktionen werden NAND- bzw. NOR-Funktionen genannt,
wobei sich der Buchstabe N auf die Negation bezieht. Die Inver-
sion erfolgt immer nach der UND- bzw. ODER-Funktion, d. h. sie
geht niemals voran. Angemerkt sei noch daß ein Trigger (Flip-Flop)
keine neuen Schaltoperationen einführt.


2.5.2. Realisierung des Inverters im Modul B-4K

Der Inverter dient zur Umkehrung des an seinem Eingang liegenden
Signals.
P-161 Inverter
Bild 29 Funktionsschaltplan des Inverters (Modul B-4K)
P-161 Symbol Inverter
Bild 30 Darstellung des Inverters im Stromlaufplan
        (Dokument des Herstellers)

Liegt am Eingang X (Bild 29) das Signal 0, dann entspricht am
Punkt K das Potential annähernd dem Massepotential. An der Basis
des Transistors liegt eine positive Vorspannung. Der Transistor
wird gesperrt und am Ausgang Y liegt das Signal L vor. Wird
an den Eingang X das Signal L angelegt, verringert sich das
Potential am Punkt K, der Transistor wird geöffnet und am Aus-
gang Y liegt das Signal 0 vor (S. Tabelle 11).

Tabelle 11 Schaltzustände des Inverters
EingangX/SignalAusgangY/Signal
OL
LO
In den Funktionsschaltplänen wird der Inverter wie folgt gekenn-
zeichnet:
P-161 Inverter


2.5.3. ODER-Gatter

Das ODER-Gatter wird in den verallgemeinerten Funktionsschaltplä-
nen wie folgt dargestellt:
P-161 D-2K
Das ODER-Gatter realisiert die logische Addition von 2 oder meh-
reren Signalen, die an seinen Eingängen angelegt werden, d. h. das
Signal L liegt am Ausgang Y vor, wenn es an einem oder mehre-
ren Eingängen des Gatters anliegt.
P-161 OR
Bild 31 Funktionsschaltplan des ODER-Gatters mit 2 Eingängen
        (Modul D-2K)
P-161 OR
Bild 32 Darstellung de Moduls D-4K als ODER-Gatter mit
        2 Eingängen in den Stromlaufplänen
        (Dokument des Herstellers)

Liegt an einem der Eingänge X1 oder X2 (Bild 31) ein niedri-
ger Spannungspegel (entspricht L), dann ist das Potential am
Punkt K (oder P) negativ und der Spannungsabfall am Bela-
stungswiderstand RN entspricht dem niedrigen Spannungspegel (also
L). Wenn jedoch an beiden Eingängen ein hoher Spannungspegel
(entspricht 0) anliegt, dann sind die Potentiale an den Punkten
K und P nahezu Null und am Ausgang Y liegt das Signal 0
vor. Die Signalregenerierung (Signalerneuerung) wird mit dem Mo-
dul D-4K in Verbindung mit dem Modul B-4K durchgeführt (Bild 33).
Die Signalregenerierung charakterisiert Tabelle 12.

Tabelle 12 Signalregenerierung
Eingänge (Bild 33)Ausgang
X1X2X3Y
OOOO
OOLL
OLOL
OLLL
LOOL
LOLL
LLOL
LLLL

P-161 OR-3
Bild 33 ODER-Gatter mit 3 Eingängen zur Signalregenerierung
a) Übersichtsschaltplan; b- Darstellung im Funktionsplan
(Dokument des Herstellers)


2.5.4. UND-Gatter

Das UND-Gatter wird in den verallgemeinerten Funktionsschaltplänen
wie folgt dargestellt:
P-161 AND
UND-Gatter
P-161 NAND
NAND-Gatter (UND-NICHT-Gatter)

Das UND-Gatter realisiert eine logische Multiplikation von 2 oder
mehreren Signalen, d. h. ein Signal L liegt am Ausgang Y nur
dann vor, wenn an allen Eingängen des Signal L anliegt. Mit den
Modulen D-4K werden die UND-Gatter realisiert (Bilder 34 und 35).
P-161 AND-3
Bild 34 Realisierung des UND-Gatters mit 3 Eingängen
        mittels dem Modul D-4K
AND-3
Bild 35 Funktionsschaltplan des UND-Gatters mit 3 Eingängen
        (Modul D-4K)

Liegt an einem beliebigen Eingang (Bild 35) ein Signal O (ent-
sprechender Spannungspegel) an, dann befindet sich die ihm zuge-
ordnete Diode in Durchlaßrichtung und das Potential am Ausgang
Y ist annähernd Null (Massepotential. Liegen an allen
3 Eingängen X1, X2 und X3 L-Signale an, dann liegt auch
dieses Signal am Ausgang Y vor (Tabelle 13).

Tabelle 13 Schaltvorgänge des UND-Gatters
Eingänge (Bild 35)Ausgang
X1X2X3Y
OOOO
OOLO
OLOO
OLLO
LOOO
LOLO
LLOO
LLLL

Das Modul B-4K hat am Eingang ein NAND-Gatter (Bild 20), das die
Funktion UND-NICHT realisiert (Tabelle 14).

Tabelle 14 Schaltvorgänge des NAND-Gatters
EingängeAusgang
X1X2Y
OOL
OLL
LOL
LLO

P-161 AND-7
Bild 36 UND-Gatter mit 7 Eingängen zur Signalregenerierung
a - Übersichtsschaltplan; b - Darstellung im Funktionsplan
(Dokument des Herstellers)


2.5.5. Trigger

Der Trigger (Flip-Flop, Bild 37) stellt eine Schaltung (UND-ODER-
NICHT-Baustein bzw. UND-NOR-Glied) dar, der durch Steuersignale
2 stabile Zustände einnimmt.
der jeweilige Zustand des Trigger wird durch die Steuersignale,
die an seinen Eingängen anliegen, bestimmt.
Als Zustand L des Triggers wird der angenommen, bei dem am linken
Ausgang ein niedriger Spannungspegel und am rechten Ausgang
ein hoher Spannungspegel (O) anliegt.
Die Umschaltung des Triggers von einem Zustand in den anderen er-
folgt durch das Anlegen von Signalen entsprechend Bild 37 an seine
Eingänge, dabei sollen vereinbarte Bezeichnungen angenommen werden:
a) Setzen LO, d. h. Schalten des Triggers mit dem Signal
   L in den Zustand O,
b) Setzen LL, d. h. Schalten des Triggers mit dem Signal L
   in den Zustand L,
c) Setzen OO, d. h. Schalten des Triggers mit dem Signal O
   in den Zustand O,
d) Setzen OL, d. h. Schalten des Triggers mit dem Signal O
   in den Zustand L.
Folglich, liegt am Ausgang des Triggers der niedrige Spannungs-
(Potential-)pegel (L) vor, auf welchem das Eingangssignal ein-
wirkt, d. h. L auf den L-Steuereingang bzw. O auf den Null-
Eingang.
P-161 Flip-Flop Trigger
Bild 37 Trigger
a - vereinfachter Funktionsschaltplan; b - allgemein Darstellung
P-161 Arbeitsdiagramm
Bild 38 Arbeitsdiagramm des Triggers


2.5.6. Halbaddierer (Half-Adder)

Der Halbaddierer (Bild 39) ist eine Schaltung, die eine logische
Operation bezogen auf ein logisches Eingangssignal gemäß Tabelle
15 erfüllt.
Das Signal L tritt am Ausgang des Halbaddierers nur in dem Fall
auf, wenn das Signal L nur an einem der Eingänge der Schaltung
anliegt.

Tabelle 15 Schaltzustände des Halbaddierers
EingängeAusgang
X1X2Y
OOO
OLL
LOL
LLO

P-161 Halb Adder
Bild 39 Vereinfachter Funktionsschaltplan des Halbaddierers
P-161 Eingangsverstärker Bild 40 Funktionsschaltplan des Eingangsverstärkers

2.5.7. Eingangsverstärker

Zum Schutz der Moduleingänge vor Störungen beim Zuführen von
Eingangssignalen über extrem lange Leitungen/Kabel (bis 200 m)
werden Eingangsverstärker (Bild 40) verwendet.
Der Widerstand R5 dient zusammen mit dem ohmschen Widerstand
der Kabeladern als Kollektorbelastung des Ausgangstransistors
der Signalquelle. Bei geöffneten Ausgangstransistor wird an den
Eingangsverstärker das Erdpotential angelegt. Die Diode D2 öffnet
sich und an den Eingang des Transistors PP4 wird eine positive
Vorspannung angelegt. Der Transistor PP4 wird gesperrt und am
Ausgang liegt das Signal L vor.
Bei gesperrten Ausgangstransistor gelangt an den Eingangsverstär-
ker ein negatives Signal. Die Diode D2 sperrt und an den Eingang
des Transistors PP4 wird eine negative Spannung angelegt und an
dessen Ausgang liegt das Signal O vor. Wenn der Signalpegel
am Stabilisator D1 (Zener-Diode) nicht den Spannungswert er-
reicht, der der Durchbruchspannung des Stabilisators D1 (8 V)
entspricht, so gelangt das Signal nicht an die Basis des Tran-
sistors PP4. Auf diese Art rufen Störimpulse kein Ansprechen des
Eingangsverstärkers hervor.
Im Eingangsverstärker erfolgt auch keine Invertierung des Ein-
gangssignals.


2.5.8. Schieberegister

Das Weitakt-Schieberegister (Bild 41) ist mit 4 Triggern aufge-
baut, wobei 2 Trigger einem Registerzustand zugeordnet sind. Die
Ausgänge jedes Triggers sind mit dem folgenden über ein UND-Gat-
ter verbunden. Jeder Trigger kann seinen Zustand nur dann ändern,
wenn an ihm ein Schiebeimpuls angelegt wird.
Es ergibt sich folgende Wirkungsweise:
a) Wird an den Eingang des Triggers Tg3 ein Signal L angelegt,
   dann wird der Trigger Tg3 mit dem Takt T1 in den Zustand L
   und mit den Takt T2 der Trigger Tg1 in den Zustand L überführt.
b) Der Trigger 4 wird mit dem Takt T1 und der Trigger 2 mit dem
   Takt T2 in den Zustand L überführt.
   Somit liegt nach 2 Takten T1 am Ausgang des Registers der Zustand
   L vor.
P-161 Schieberegister
Bild 41 Funktionsschaltplan des Zweitakt-Schieberegisters


2.5.9. Zähler

Der Dualzähler (Bild 42) besteht aus 2 Stufen (1. Stufe: Trigger
Tg1 und Tg3; 2. Stufe: Trigger Tg2 und Tg4).
Die Signale von den Ausgängen X werden zum Zählen genutzt. Die
Trigger Tg3 und Tg4 werden durch jeden 2. Impuls umgeschaltet,
der an die Eingänge der Schaltungen Sp5 und Sp6 sowie Sp7 und
Sp8 gelangt.
Für die Erzeugung von Festfrequenzen dient ein Quarzgenerator
mit einer Resonanzfrequenz von 9,6 kHz. Er befindet sich auf dem
Schaltfeld D1 des Gebers auf der Platine P1 (s. Stromlaufplan
ПШ3.26I.008 CxЭ, Album Nr. 1, Anlage zur ПШI.270.002 TO, Dokument
des Herstellers).
P-161 Dualzähler
Bild 42 Funktionsschaltplan zweier Stufen eines Dualzählers
P-161 Arbeitsdiagramm
Bild 43 Arbeitszeitdiagramm des Zählers
P-161 Formierstufe
Bild 44 Formierstufe der Impulse für die Ausgangseinstellung
        des Zählers
a - Funktionsschaltplan; b - Arbeitszeitdiagramm

Zur Umformung der Schwingungen des Generators in 2 Impulsfolgen
werden diese einer Formierstufe zugeführt, die sich auf der
Platte Ж-0560 (ПШ6.673.802, Anlage zur ПШI.270.002 TO)
im Schaltfeld D1 des Gebers (ПШ3.05I.002) befindet.

Vom Ausgang des Generators gelangen an den Eingang der Formier-
stufe negative Impulse. Mit dem Eintreffen der Impulse geht der
Transistor PP1 in den Sättigungszustand über. Beim Fehlen des Im-
pulses wird der Transistor PP1 durch die Vorspannung von der
Diode D2 gesperrt.
In den Stromkreis des Transistors PP1 ist die Wicklung 1-6 des
Impulstransformators Tr1 geschaltet. Der Transistor PP! legt einen
negativen Impuls an die Basis des Transistors PP3 von der Wicklung
9-4 beim Übergang in den Sättigungszustand und an die Basis des
Transistors PP" von der Wicklung 2-7 beim Sperren an.
Die Transistoren PP2 und PP3 arbeiten im Schalterbetrieb. Die 1. Se-
rie positiver Impulse wird vom Kollektor des Transistors PP2, die
zweite vom Kollektor des Transistors PP3 abgenommen. Die positiven
Impulse gelangen an die Eingänge der Inverter der Module B-4K.
Von den Ausgängen der Inverter werden Impulsserien negativer Po-
larität abgenommen.
Zur Formierung der Impulse zur Anfangseinstellung beim Einschal-
ten der Stromversorgung dient die Formierstufe, die sich auf den
Platten Ж-0370 (s. Album Nr. 2, ПШ6.673.779 CxЭ) im Schaltfeld D3
des Gebers (ПШ3.05I.004) befindet.
Im Ausgangzustand ist der Kondensator C1 entladen. Beim Einschalt-
ten der Stromversorgung beginnt sich der Kondensator C1 aufzula-
den. Dabei wird der Impuls zur Anfangsstellung (Bild 44) for-
miert.
Das Aufladen des Kondensators C1 erfolgt über folgenden Strom-
kreis: Erde - Emitter-Basis-Übergang des Transistors PP2 -
Emitter-Basis-Übergang des Transistors PP1 - Kondensator C1 -
Widerstand R2 - Spannungsquelle -27 V.
Der Ladestrom, der gleichzeitig der Basisstrom des Transistors
ist, verringert sich, und ab einem bestimmten Zeitpunkt wird er
nicht mehr die Sättigung des Transistors PP1 gewährleisten.
Um zu verhindern, daß der Transistor PP1 aus dem Sättigungsbereich
kommt, dient der Stromkreis zur Fixierung der Ladespannung des
Kondensators C1, die aus dem Widerstand R1, den Dioden D1 und D2
besteht. Sobald die Spannung am Kondensator C1 gleich der Stabili-
sierungsspannung der Diode D2 entspricht(Moment t₁) öffnet sich
die Diode D1, das Aufladen des Kondensators C1 wird unterbrochen
und die Transistoren PP1, PP2 werden gesperrt. Die Formierung
des Impulses zur Ausgangseinstellung wird unterbrochen. Im Fall,
daß die Stromversorgungsspannung von -27 V ausfällt, entlädt sich
der Kondensator C1 über den Stromkreis D3, R2, D1 und R1.


2.5.10. Elektronisches Relais RÄ-4

Das RÄ-4 (Bild 45)besteht aus
a) dem Blocking-Generator (Kippschwingungserzeuger, Sperrschwin-
   ger) mit dem Transistor PP1, der zur Umformung des Steuersi-
   nals aus einem Vielfachen der Schrittdauer ein Paket von Impul-
   sen hoher Frequenz erzeugt,
b) dem ZF-Verstärker mit dem Transistor PP2, der zur Verstärkung
   der Signale des Blocking-Generators dient,
c) dem Hochspannungsschalter mit den Transistor PP3 bis PP5 zur
   Schaltung der Stromkreise.
P-161 elektronisches Relais
Bild 45 Stromlaufplan des elektronischen Relais RÄ-4
P-161 Zusatzsatz
Bild 5 Übersichtsschaltplan des Zusatzsatzes
P-161 Adressenverteiler AR
Bild 6 Übersichtsschaltplan des Adressenverteilers AR
P-161 Vermittlungsfeld
Bild 9 Vermittlungsfeld des Adressenverteilers AR
P-161 Arbeitsdiagramm elektronisches Relais
Bild 46 Arbeitsdiagramm des Relais RÄ-4
P-161 elektronisches Relais
Bild 10 Arbeitszeitdiagramm des Adressenverteilers AR bei der
        Eigenüberprüfung der 1. Nachrichtenkanäle (Draht)
P-161 elektronisches Relais
Bild 11 Arbeitszeitdiagramm des Adressenverteilers AR bei der
        Eigenüberprüfung der 2. Nachrichtenkanäle (Draht)
P-161 elektronisches Relais
Bild 14 Arbeitszeitdiagramm bei der Übertragung der Kommandos
Lit.-Nr.: 62/85

MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG

A 040/1/416
Automatisiertes
Alarmierungssystem P-161
Satz örtliche Benachrichtigung
Beschreibung und Nutzung

1985

NACHWEIS ÜBER EINARBEITUNG VON ÄNDERUNGEN
ÄnderungEinarbeitung
Nr.InkraftsetzungsterminDatumUnterschrift
 
 
 
 
 
 
 
 
 

NACHWEIS ÜBER ZUGANG/ABGANG
Lfd.
Nr.
Zugang
Blatt
Abgang
Blatt
Bestand
Blatt
Datum Signum
28Anfangsbestand
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Einführungsbestimmung zur A 040/1/416

Die Anleitung 040/1/416 Automatisiertes Alarmierungssystem P-161
Satz örtliche Benachrichtigung, Beschreibung und Nutzung, wird
erlassen und tritt am 01. 09. 1985 in Kraft.


O. U., den 03. 06. 1985    Chef Nachrichten

Ag 117/I/17108-5

Inhaltsverzeichnis
                                                       Seite
          Übersichts- und Einführungsteil                1
A         Beschreibung
1.        Bestimmung und Bestandteile                    6
2.        Technische Angaben                             7
3.        Beschreibung der Einzelgeräte                  8
3.1.      Empfänger/Sender                               8
3.1.1.    Konstruktiver Aufbau                           8
3.1.2.    Wirkungsweise                                 11
3.1.2.1.  Empfang und Weiterleitung des Alarmierungs-   11
          signals sowie Senden des Bestätigungssignals
3.1.2.2.  Empfang und Weiterleitung des Überprüfungs-   15
          signals sowie Löschen des Alarmierungssignals
3.1.2.3.  Senden des Alarmierungs- und Überprüfungs-    17
          signals
3.1.2.4.  Einschalten der äußeren Signaleinrichtung     18
3.1.2.5.  Empfang des Bestätigungssignals               18
3.1.2.6.  Prüfschaltung                                 19
3.2.      Stromversorgungsgerät                         20
3.2.1.    Konstruktiver Aufbau                          20
3.2.2.    Wirkungsweise                                 21
3.3.      Endempfänger                                  27
3.3.1.    Konstruktiver Aufbau                          27
3.3.2.    Wirkungsweise                                 28
3.3.2.1.  Empfang des Alarmierungssignals sowie         28
          Senden des Bestätigungssignals
3.3.2.2.  Empfang des Überprüfungssignals sowie         32
          Löschen des Alarmierungssignals
3.3.2.3.  Einschalten der äußeren Signaleinrichtung     33
3.3.2.4.  Stromversorgung                               34
B         Nutzung
1.        Sicherheitsbestimmungen                       35
2.        Betriebsvorbereitung                          36
2.1.      Empfänger/Sender und Stromversorgungsgerät    36
2.2.      Endempfänger                                  40
3.        Funktionskontrolle                            41
3.1.      Empfänger/Sender und Stromversorgungsgerät    41
3.2.      Endempfänger                                  44
4.        Betriebsdienst                                45
4.1.      Empfänger/Sender                              45
4.1.1.    Empfang des Alarmierungssignals und Senden    45
          des Bestätigungssignals
4.1.2.    Empfang des Überprüfungssignals               46
4.1.3.    Senden des Alarmierungssignals                47
4.1.4.    Einschalten der äußeren Signaleinrichtung     48
4.1.5.    Senden des Überprüfungssignals                48
4.2.      Endempfänger                                  49
4.2.1.    Empfang des Alarmierungssignals sowie         49
          Senden des Bestätigungssignals
4.2.2.    Empfang des Überprüfungssignals               49
4.2.3.    Ein- und Ausschalten der örtlichen Alarmie-   50
          rung und der äußeren Signaleinrichtung
5.        Wartung                                       50
6.        Störung, mögliche Ursache und Beseitigung     50
Anlagen:
1         Bilder 2, 4 und 6                             55

A Beschreibung

1. Bestimmung und Bestandteile

Der Satz der örtlichen Benachrichtigung (SöB) gewährleistet das
Übertragen der Signale TPEBOГA und ПPOBEPKA über speziell für den
Gerätesatz P-161 geschaltete Leitungen an bis zu 10 Teilnehmer.
Bestandteile des SöB sind
Kurzbezeichnung
deutschrussisch
a)ein Empfänger/SenderPPПП
b)ein Stromversorgungsgerät
für Empfänger/Sender
BPPPБППП
c)10 EndempfängerOP
Die gerätebezogenen Funktionsgruppen/Baugruppen es SöB sind aus
Tabelle 1 ersichtlich.

Tabelle 1 Funktionsgruppen/Baugruppen des Satzes der örtlichen
          Benachrichtigung

BezeichnungEmpfänger/Sender
und Stromversor-
gungsgerät
Endempfänger
Empfangseinrichtung derП1 (Ж-1241)П2 (Ж-1250)
BenachrichtigungssignalsП2 (Ж-1251)П3 (Ж-1240)
(TPEBOГA, ПPOBEPKA)П2 (Ж-1130)П1 (Ж-1130)
Tonsignalisationsein-LautsprecherLautsprecher
richtungWecker
Optische Signalisations-Leuchtfelder:Leuchtfelder
einrichtung- TPEBOГA- TPEBOГA
- ПPOBEPKA- ПPOBEPKA
- ПOДTBEPЖДEHИE  Signallampe CETЬ
Signallampe CETЬ
Empfangseinrichtung fürП5, П6 (Ж1120)
des BestätigungssignalsRelais P1 bis P5
(ПOДTBEPЖДEHИE)
StromversorgungStromversorgungs-
gerät BPPP bzw.
24-V-Akkumulator

2. Technische Angaben

Arbeitsbedingungen
Umgebungsbedingungen                 +5 ... +40 ºC
maximal zulässige Temperatur         ±50 ºC
(kurzzeitige Einwirkdauer)
relative Luftfeuchte, bezogen auf    ≤ 95%
eine Umgebungstemperatur von 30 ºC

Stromversorgung
a) Netzbetrieb
   - Nennspannung                    127 V/220 V
   - Toleranz ΔU                     -15 ... +10 %
   - Frequenz                        50 Hz
   - Leistungsaufnahme               Empfänger/   Empfänger
                                     Sender
     Diensthabender Empfang           70 W        20 W
     Empfang (Senden) des Signals    100 W        30 W
     ПPOBEPKA
b) Akkumulatorbetrieb
   - Empfänger/Sender und Strom-     24 V ± 10 %
     versorgungsgerät
   - Endempfänger                    4,5 V (3 x 145U, Trocken-
                                     elemente)

Abmessungen in mm
Empfänger/Sender                     513 x 172 x 414
Endempfänger                         523 x 168 x 227
Stromversorgungsgerät                523 x 171 x 275

Masse in kg
Empfänger/Sender                     13
Endempfänger                         10,5
Stromversorgungsgerät                12,4

Signalübertragung
Signal TPEBOГA (Alarm)               +ULB und -ULB
                                     (gleichzeitig)
                                     Mittelanzapfung der Linien-
                                     batterie (LB) auf Erdpotential
Signal ПPOBEPKA/CБPOC (Überprü-      -ULB
fung/Löschen)
Signal ПOДTBEPЖДEHИE (Bestätigung)   Massepotential - nachgeord-
                                     nete Führungsebene
                                     +ULB - nächsthöhere Führungsebene

Die mögliche Reichweite (Entfernung zum angeschlossenen Teil-
nehmer) in Abhängigkeit von der Leiterart/vom Leitungs- bzw.
Kabeltyp sind aus Tabelle 2 ersichtlich.

Tabelle 2 Reichweiten
Leiterart/Leitungs- bzw.
Kabeltyp
Reichweite in km
Stahlader, 3 mm Durchmesser14
Stahlader, 4 mm Durchmesser25
Erdkabel (0,8 mm)15,5
Feldkabel P2752,2
Anmerkungen:
a) Einzuhaltender Erdwiderstand in Ω:
   - Empfänger/Sender  ≤  4
   - Endempfänger      ≤ 10
b) Isolationswiderstand Ader-Erde bzw. Ader-Ader: ≥ 50 kΩ
Bei Verwendung anderer als in Tabelle 2 angegebener Leiterarten/
Leitungs- bzw. Kabeltypen ist der jeweilige kilometrische Wider-
stand r (in kΩ) derselben zu beachten. Die mögliche Reichweite
errechnet sich dann wie folgt: L = 600/r


3. Beschreibung der Einzelgeräte

3.1. Empfänger/Sender

3.1.1. Konstruktiver Aufbau

Der Empfänger/Sender des SöB ist in Gehäusebauweise ausgeführt.
Die entsprechenden Baugruppen sind weitestgehend auf Leiterplatten/
Platinen montiert.
Die Aufstellung de Empfängers/Senders kann sowohl auf einem Tisch
als auch auf einem Gestell erfolgen.
Bei gemeinsamer Aufstellung von Empfänger/Sender und Stromversor-
gungsgerät des SöB sind diese mechanisch durch eine Schraubverbin-
dung zu verbinden.
Sämtliche Anschluß-, Kontroll- und Bedienelemente sind auf der
Frontplatte (Bild 1) angeordnet bzw. zur Gehäuserückseite her-
ausgeführt (Tabelle 3).

Tabelle 3 Anschluß-, Kontroll- und Bedienelemente des Empfänger/
          Sender
BezeichnungBedeutung
a)Signallampen
- ЗAЩИTA ЛИHИЙLeitungsschutz
- CETЬKontrolle Netz (grün)
b)Leuchtfelder
- ПPOBEPKAÜberprüfung (gelb)
- TPEBOГAAlarm (rot)
- ПOДTBEPЖДEHИEBestätigung TLn, 1 bis 10
(gelb)
c)Tastschalter
- ИЗБИPATEЛЬHOTeilnehmerwahl 1 bis 10
- KOHTP. ЛAMПKontrolle der Signallampen
- CБPOCLöschen/Überprüfen
- ПOДTBEOЖДEHИEBestätigung
- BHEШH. CИГHAЛ.äußere Signaleinrichtung
- ЦИPKУЛЯPHOZirkular
- ЗBУK OTKЛ.Tonsignalisation ausgeschaltet
d)Kippschalter
- TPEBOГAAlarm (unter der Abdeckung, auf
der Frontplatte)
  .ЗAПP.gesperrt
  .PAЗP.gestartet
- ПOДTBEPЖДEHИEBestätigung (Gehäuserückseite)
  .ABT.automatisch
  .PУЧH.manuell (Hand)
e)GeräteklemmenGehäuserückseite
- KI. K2 ЛИHИЯLeitungsanschluß
- BHEШHЯЯ CИГHAЛИЗAЦИЯAnschluß einer äußeren Signal-
einrichtung
ErdeErdanschluß
f)Steckverbinder (Typ P)Gehäuserückseite
- KOPPECПOHД.Teilnehmeranschluß
- БЛOK ПИTAHИЯAnschluß des Kabels vom Strom-
versorgungsgerät
g)BuchsenGehäuserückseite
- ГIMeßbuchse G1
- -27 B-27 V
- +ЛБ und -ИБ+LB und - LB
- | (Г5)Masseanschluß
h)Sicherungen ЛИHИЯGehäuserückseite

Empfänger/Sender
Bild 1 Empfänger/Sender


3.1.2. Wirkungsweise

3.1.2.1. Empfang und Weiterleitung des Alarmierungssignals sowie
         Senden des Bestätigungssignals

Als Ausgangszustand des Empfängers/Senders wird festgelegt:
a) Kippschalter TPEBOГA in Stellung ЗAПP. geschaltet,
b) Leuchtfelder und Signallampen (außer Signallampe CETЬ) leuchten
   nicht.
c) Akustische Signalisation ist ausgeschaltet.
d) Stromversorgung ist gewährleistet.
Das Signal TPEBOГA (Alarmierungssignal) wird von der nächsthöheren
Führungsebene gesendet. Gelangt über die Geräteklemmen K1, K2
ЛИHИЯ an die auf der Platine П1 (Ж-1241) angeordneten Relais P2,
P3 (Bild 2) und bewirkt ein Ansprechen derselben über nachstehende
Stromkreise:
a) Relais P2
   +ЛБ (Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene) - K1
   ЛИHИЯ - Sicherung Пp1 - П1; П1/9 - Widerstände R2-R1 - Diode
   Д2 - Relais P2/1-2 - П1;1 Masse ... K5 ... Mittelanzapfung
   der Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene
b) Relais P3
   -ЛБ (Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene) - K2
   ЛИHИЯ - Sicherung Пp2 - П1; П1/15 - Widerstände R4-R3 -
   П1/13 - П3; П3/2 - Diode Д4 - П3/9 - П1; П1/17 - Relais P3/1-2
   - Masse ... K5 ... Mittelanzapfung der Linienbatterie der
   nächsthöheren Führungsebene
Die Relais P2 und P3 gewährleisten bei Empfang des Signals
TPEBOГA über ihre Kontakte das Schalten nachstehender Stromkreise
für die Relais P1 (П3) und P2 (П4):
a) Relais P1 - Fixierung des Signals
   Masse (-27 V) - П1; Relaiskontakte P3/3-5 - P2/3-5 - П1/16 -
   П3; Diode Д2 - Relais P1/2-1 - Relaiskontakte P4/8-7 - П3/23
   П4; П4/23 - ... -27 V
b) Relais P2 - Weiterleitung des Signals
   Masse (+27 V) -П1; Relaiskontakte P3/3-5 - P2/3-5 - П1/16 -
   3; Diode Д1 - ... - Relais P2/1-2 - ... - -27V
Das Relais P1 (П3) spricht an und hält sich in diesem Zustand
selbst durch den über die Relaiskontakte P1/4-5) geschalteten
Stromkreis. Gleichzeitig werden über die Kontakte des Relais P1
folgende Stromkreise geschaltet:
a) akustische Signalisation des Signals TPEBOГA
   -27 V - ... - П3; Relaiskontakte P1/6-7 - Diode Д3 - П3/11 -
   П4; П4/10 - Widerstand R1 - П4/3 - akustische Signaleinrichtung
   П2 (Ж-1130); П2/17 - ... - Masse (über П4; Relaiskontakte
   P3/8-7 und Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE B2/6-2, Schaltstellung
   ABT.)
b) optische Signalisation TPEBOГA (Leuchtfeld TPEBOГA)
   -27 V - ... - П3; Relaiskontakte P1/6-7 - Widerstand R2 - П3/
   12 - Lampen L1 N L2 (TPEBOГA) - П3/21 - Relaiskontakte P4/3-4
   - П3/1 - Masse
c) Relais P3 (П3) - Einschalten einer äußeren Signaleinrichtung
   -27 V - ... - П3; Relaiskontakte P1/6-7 - P3/1-2 - P4/2-1 - ...
   - Masse
   Das Relais P3 spricht an und schaltet über seine Kontakte
   P3/4-5 sowie P3/7-6 die an die Geräteklemmen K3, K4 BHEШHЯЯ
   CИГHAЛИЗAЦИЯ angeschlossene äußere Signaleinrichtung ein.
In Abhängigkeit von der Schaltstellung des Kippschalters B2
ПOДTBEPЖДEHИE werden folgende Bestätigungsstromkreise geschaltet:
a) Kippschalter B2 ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT: (automatische
   Bestätigung des Signals TPEBOГA)
   Masse - ... - П1; Relaiskontakte P3/3-5 - P2/3-5 - П1/16 - П3;
   3/8 - Diode Д2 - П3/10 - Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE B2/5-1 -
   3; П3/5 - Relais P2/2-1 - Relaiskontakte P4/8-7 - П3/23 - ...
   - -27 V
b) Kippschalter B2 ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung PУЧH. (manuelle
   Bestätigung des Signals TPEBOГA)
   Das Relais P2, angeordnet auf der Platine П3 (Ж-1251), spricht
   in diesem Fall nur an, wenn der Tastschalter Kн ПOДTBEPЖДEHИE
   gedrückt wurde.
   Masse - ... П2; П3/1 - Relaiskontakte P1/4-5 - П3/10 - Tast-
   schalter ПOДTBEPЖДEHИE Kн4/1-1 - Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE
   B2/3-1 - П3; P3/5 - Relais P2/2-1 - Relaiskontakte P4/8-7 -
   3/23 - ... - -27 V
   Das Relais P2 (П3) spricht an und hält sich in diesem Zustand
   selbst durch den über die Relaiskontakte P2/4-5 geschalteten
   Stromkreis.
Der Stromkreis zum Senden der Bestätigung (ПOДTBEPЖДEHИE) des
Signals TPEBOГA an die auslösende (nächsthöhere) Führungsebene
wird für die Zeit, für die der Tastschalter Kн4 ПOДTBEPЖДEHИE
gedrückt wird geschlossen:
   Masse - ... - Tastschalter ПOДTBEPЖДEHИE Kн4/2-2 - П3; П3/6 -
   Diode Д5 - П3/2 - П1; П1/13 - Widerstände R3-R4 - Sicherung Пp2-
   Geräteklemmen K2 ЛИHИЯ - Leitung
Nach dem Ansprechen des Relais P2 (П3) wird weiterhin der Stromkreis
   Masse - ... П3; П3/1 - Relaiskontakte P2/7-6 - Diode Д5 -
   П3/2 - П1; П1/3 - Widerstände R3-R4 - Sicherung Пp2 - Geräte-
   klemme K2 ЛИHИЯ - Leitung
geschlossen.
Zur Verringerung der Leistungsaufnahme sowie zur Unterstützung des
Löschvorganges (CБPOC) und der Gewährleistung der optischen Signa-
lisation der Bestätigung des Signals TPEBOГA wird über die Kontakte
7-8 des Relais P2 (П3) der Stromkreis der Signallampe Л3 CETЬ des
Stromversorgungsgerätes unterbrochen:
   Masse - ... - П3; П3/1 - Relaiskontakte P2/7-8 - Widerstand
   R3 - П3/7 - Steckverbinder БЛOK ПИTAHИE Ш2/4
erfolgt die Bestätigung des Signals TPEBOГA manuell (Kippschalter
B2 ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung PУЧH.), kann die akustische Signalisa-
tion des Signals durch Drücken des Tastschalters Kн5 ЗBУK. OTKЛ.
ausgeschaltet werden. Für das Relais P3 der Platine П4 (Ж-1260) er-
gibt sich somit nachstehender Stromkreis:
   Masse - ... П3; П3/1 - Relaiskontakte P1/4-5 - П3/10 - Tast-
   schalter ЗBУK.. OTKЛ. Kн5/1-1 - П4; П4/21 - Relais P3/2-1 -
   П4/23 - ... - -27 V
Das Relais P3 (П4) spricht an, hält sich selbst über seine Kontakte
4-5 und schaltet die akustische Signaleinrichtung П2 (Ж-1130) durch
Anlagen von Massepotential über die Relaiskontakte P3/7-8 ab.
Der Stromkreis zum Senden der Bestätigung (ПOДTBEPЖДEHИE) des Si-
gnals TPEBOГA an die auslösende (nächsthöhere) Führungsebene wird
für die Zeit, für die der Tastschalter KH5 ЗBУK. OTKЛ. gedrückt
wird, geschlossen:
   Masse - ... - Tastschalter ЗBУK. OTKЛ. KH5/2-2 - П3; П3/4 -
   Diode Д5 П3/2 - П1; П1/13 - Widerstände R3-R2 - Sicherung Пp2 -
   Geräteklemme K2 ЛИHИЯ - Leitung
Die Weiterleitung des Alarmierungssignals (Signal TPEBOГA) an die
am Empfänger/Sender angeschlossenen Teilnehmer (Weiterleitungsart
ZIRKULAR) wird gewährleistet, wenn das Relais P2 der Platine П 4
(Ж-1260) anspricht:
   +ЛБ (Linienbatterie, +40 V) - П4; П4/16 - Relaiskontakte P2/4-5
   - Relaiskontakte P1/3-4 || P1/8-7 - П4/9 - Signallampe ЗaЩИTA
     ЛИHИЙ (Leitungsschutz-Lampen) Л17, Л19, ... Л35 (Signal-
   lampen mit ungeraden Zahlen) - Steckverbinder KOPPECПOHД ШI/...
Das positive Potential der Linienbatterie liegt über nachstehenden
Stromkreis an den jeweiligen Endempfänger der Teilnehmer an:
   -ЛБ (Linienbatterie, -40 V) - П4; П4/13 - Relaiskontakte
   P2/7-6-П4/14 - П5 (Ж-1120); Dioden ДI bis Д5 bzw. Д6 (Ж-1120) -
   Tastschalter ИЗБИPATEЛЬHO KH7 bis KNI6 - Signallampen ЗAЩИTA
   ЛИHИЙ Л16, Л18, ..., Л34 (Signallampen mit geraden Zahlen)
Nach Beendigung des Sendens des Signals TPEBOГA durch die nächst-
höhere Führungsebene fallen die Relais P2 und P3 der Platine ПI
ab. Das hat zur Folge, daß der Arbeitsstromkreis des Relais P2 (П4)
unterbrochen wird. Das Relais P2(П4) fällt ab; Senden des
Signals TPEBOГA zu den benachrichtigten Teilnehmern (nachge-
ordnete Führungsebene) wird beendet.
Für den Fall, daß die Tonsignalisation ausgeschaltet wurde - Test-
schalter KH5 ЗBУK. OTKЛ. gedrückt, Relais P3 der Platine П4 ange-
sprochen und akustische Signaleinrichtung П2 (Ж-1130) über die Re-
laiskontakte P3/8-7 (П4) abgeschaltet - wird das Alarmierungssignal
(Signal TPEBOГA) für die Zeit des Sendens des Signals TPEBOГA von
der nächsthöheren zur nachgeordneten Führungsebene durch Einschal-
ten der akustischen Signaleinrichtung П2 (Ж-1130) er-
folgt über nachstehenden Stromkreis:
   Masse - ... П1; Relaiskontakte P3/3-5 - P2/3-5 - П1/16 - П3;
   П3/8 - Diode ДI - П3/13 - akustische Signaleinrichtung
   П2(Ж-1130) - ... - П4; П4/3 - Widerstand R1 - П4/10 - П3;
   П3/11 - Diode ДI - Relaiskontakt P1/7-6 - ... - -27 V

3.1.2.2. Empfang und Weiterleitung des Überprüfungssignals sowie
         Löschen des Alarmierungssignals

Das Löschen des Signals TPEBOГA kann sowohl durch die nächsthöhere
Führungsebene als auch durch Drücken des Tastschalters CБPOC des
Empfänger/Senders gewährleistet werden. Die Wirkungsweise der
Schaltung/der Stromkreise ist in beiden Fällen identisch. Nachfol-
gend soll deshalb nur der Empfang des Überprüfungssignals (ПPO-
BEPKA(CБPOC) sowie dessen Weiterleitung betrachtet werden.

Das Signal ПPBEPKA (CБPOC) wird von der nächsthöheren Führungs-
ebene über eine Ader (2. Ader auf Erdpotential) über nachstehender
Stromkreise an das Relais P1 der Platine П1 (Ж-1241) angelegt
(Bild 2):
   ЛБ (Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene) - Geräte-
   klenne K1 ЛИHИЯ - Sicherung Пp1 - П1/9 - Widerstände R2-R1 -
   Didode ДI - Relais P1/1-2 - П1/1 - Masse - ... - Geräteklemme K5
   (Masse) - Steckverbinder Ш1 KOPPECПOHД. - ... - Mittelanzapfung
   der Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene

Das Relais P1 (ПI) spricht an und schließt über seine Kontakte
P1/3-5 für die Zeit des Anliegens des Signals ПPOBEPKA (CБPOC) die
Stromkreise für die Relais P4 (П3) und P1 (П4):
a) Masse - ... - П1; Relaiskontakte P1/3-5 - П1/3 - П3; П3/22 -
   Relais P4/2-1 - П3/23 - П4; П4/23 - -27 V bzw.
b) Masse - ... - П1; Relaiskontakte P1/3-5 - П1/3 - П4; П4/8 -
   Relais P1/1-2 - П/23 - -27 V

Das Relais P4 (П3) unterbricht über seine Kontakte P4/7-8 die
(Arbeits-)Stromkreise der Relais P1 und P2 der Platine П3 (Ж-1251).
Über die Relaiskontakte P4/7-6 werden das Leuchtfeld ПPOBEPKA (Л4,
Л5) eingeschaltet und Minuspotential der akustischen Signaleinrich-
tung П2 (Ж-1130) zugeführt:
a) ... - П3; Relaiskontakte P4/7-6 - Widerstand R4 - П3/14 -
   Leuchtfeld ПPOBEPKA (Л4 || Л5) - Masse oder
b) -27 V - ... - П3; Relaiskontakte P1/8-7 - Diode Д3-П1/11 - П4;
   П4/10 - Widerstand R1 - П4/3 - akustische Signaleinrichtung
   П2/17
Der Stromkreis für das Relais P3 (П3) wird ebenfalls unterbrochen,
und über die Relaiskontakte P4/4-5 (П3) wird das Bestätigungssignal
gesendet:
   Masse - ... - П3; П3/1 - Relaiskontakte P4/4-5 - Diode Д5 -
   П3/2 - П1; П1/13 - Widerstände R3-R4 - Sicherung Пp2 - Geräte-
   klemme K2 ЛИHИЯ - Leitung

Die akustische Dauersignalisation wird eingeschaltet, weil das Re-
lais P1 (П3) abfällt, womit eine Spannung von +27 V (Massepoten-
tial) über die Kontakte P1/4-3 an die akustische Signaleinrichtung
П2 (Ж-1130) angelegt wird. Der Emitter des Transistors ПП3 erhält
Massepotential. Das hat zur Folge, daß die aus den Transistoren
ПП1 und ПП2 gebildete Multivibratorschaltung (NF) gesperrt wird;
die Multivibratorschaltung, bestückt mit den Transistoren ПП3 und
ПП4, wird ausgesteuert.
Die Zeitdauer des Arbeitens der akustischen Signaleinrichtung
П2 (Ж1130) ist äquivalent der Anzugsdauer (Ansprech-) des Relais
P4 (П3).
Mit Ansprechen des Relais P1 der Platine П4 (Ж-1260) erfolgt die
Weiterleitung des Überprüfungssignals (ПPOBEPKA/CБPOC) an die zu
benachrichtigenden Teilnehmer über nachstehenden Stromkreis:
   -ЛБ - ... - П4; П4/13 - Relaiskontakte P2/7-8 - П4/12 - Kipp-
   schalter TPEBOГA B1/1-3 - П4/11 - Relaiskontakte P1/5-4
   P1/6-7 - П4/9 - Signallampen ЗAШИTA ЛИHИЙ Л17, Л19, ..., Л35
   (Signallampen mit ungeraden Zahlen) - Steckverbinder KOPPECПOHД
   Ш1/... TLn.
Die Weiterleitung des Signals ПPOBEPKA ist nur möglich, wenn sich
der Kippschalter B1 TPEBOГA in Stellung ЗAПP. befindet. Die Signal-
übertragung ist beendet, wenn das Relais P1 (П4) abfällt.
Bei Empfang des Signals ПPOBEPKA (CБPOC) fallen weiterhin die Re-
lais P1 bis P3 der Platine П3 (Ж-1251) und das Relais P3 der Pla-
tine П4 (Ж-1260) ab; das Leichtfeld TPEBOГA (Л1, Л2) verlischt,
das Leuchtfeld ПPOBEPKA (Л4, Л5) und die Signallampe CETЬ (Strom-
versorgungsgerät) leuchten sowie ein akustisches Signal -
П2 (Ж-1130) - ertönt.
Gelangt das Signal ПPOBEPKA an den Eingang des im Ausgangszustand
(Abschnitt 3.1.2.1.) befindlichen Empfänger/Senders, erfolgt eine
optische (Leuchtfeld ПPOBEPKA) und akustische Signalisation nur
für die unmittelbare Dauer der Übertragung des Signals über die
Leitung. Nach Beendigung der Übertragung des Überprüfungssignals
(ПPOBEPKA/CБPOC) wird der Ausgangszustand des Empfänger/Senders
wieder eingenommen.

3.1.2.3. Senden des Alarmierungs- und Überprüfungssignals

Das Senden des Alarmierungssignals (TPEBOГA) vom Empfänger/Sender
des SöB ist nur Möglich, wenn sich der Kippschalter B1 TPEBOГA in
Stellung PAЗP. befindet und der Tastschalter KH2 ЦИPKУЛЯHO oder
einer der Tastschalter KH7 bis KH16 ИЗБИPATEЛЬHO (Teilnehmerwahl
1 bis 10) gedrückt wird.
Bei gedrücktem Tastschalter KH2 ЦИPKУЛЯPHO werden die bereits im
Abschnitt 3.1.2.1. beschriebenen Stromkreise geschaltet (Empfang
und Weiterleitung des Signals TPEBOГA von der nächsthöheren Füh-
rungsebene). Es erfolgt das Einschalten des Leuchtfeldes TPEBOГA,
der akustischen Signaleinrichtung (intervallmäßig akustisches
Signal), der äußeren Signaleinrichtung sowie das Senden des Signals
TPEBOГA an die zu benachrichtigenden Teilnehmer.
Das selektive Senden des Signals TPEBOГA an die angeschlossenen
Teilnehmer kann durch entsprechendes Betätigen der Tastschalter
KH7 bis KHI6 ИЗБИPATEЛЬHO gewährleistet werden.
Beim Senden des Signals TPEBOГA zum Teilnehmer 1 (Beispiel) werden
nachstehende Stromkreise geschlossen (Bild 2):
a) +ЛБ - ... - П4; П4/16 - Relaiskontakte P2/4-3 - П4/17 - Tast-
   schalter (I) ИЗБИPATEЛЬHO KH16/1-2 - Signallampe ЗAЩИTA ЛИHИЙ
   Л35 - Steckverbinder KOPPESПOHД. Ш1/20 - Leitung TLn. 1 bzw.
b) -ЛБ - ... - П4; П4/13 - Relaiskontakte P2/7-8 - П4/12 - Kipp-
   schalter TPEBOГA B1/1-5 - Tastschalter (I) ИЗБИPATEЛЬHO KH16/
   2-1 - Signallampe ЗAЩИTA ЛИHИЙ Л34 - Steckverbinder KOPPECПOHД.
   Ш1/10 - Teilung TLn. 1
Die Mittelanzapfung der Linienbatterie ist über Geräteklemmen
K5 auf Erdpotential geschaltet.
Das Senden des Signals TPEBOГA an die Teilnehmer 2 bis 10 erfolgt
analog über zugeordnete Tastschalter ИЗБИPATEЛЬHO.
Das Senden des Signals TPEBOГA an die nachgeordnete Führungsebene
ist beendet, wenn der jeweilige Tastschalter ИЗБИPATEЛЬHO losgelas-
sen wird.

Das Senden des Überprüfungssignals (ПPOBEPKA/CБPOC) ist nur mög-
lich, wenn sich der Kippschalter B1 TPEBOГA in Stellung ЗAПP be-
findet. In der Schalterstellung PAЗP des Kippschalters TPEBOГA ist
der 27-V-Stromkreis über die Kontakte B1/2-4 für den Tastschalter
KHI CБPOC unterbrochen. Die Schalterstellung ЗAПP. des Kippschalters
TPEBOГA (B1/1-3) bewirkt das Abschalten der Spannung -ЛБ von den
Kontakten des Relais P1 der Platine П4.

Die Wirkungsweise der Schaltung des Empfänger/Senders bein Senden
des Signals ПPOBEPKA (CБPOC) ist analog wie beim Empfang und der
Weiterleitung des Überprüfungssignals von der nächsthöheren Füh-
rungsebene (Abschnitt 3.1.2.2.).

3.1.2.4. Einschalten der äußeren Signaleinrichtung

Das Einschalten der an die Geräteklemmen K3, K4 BHEШHЯЯ
CИГHAЛИЗAЦИЯ angeschlossenen äußeren Signaleinrichtung ist nur
gewährleistet, wenn sich der Kippschalter B1 TPEBOГA in Stellung
PAЗP. befindet.
Durch Drücken des Tastschalters KH3 BHEШH. CИГHAЛ. wird nachste-
hender Stromkreis für das auf der Platine П3 (Ж-1251) befindliche
Relais P1 geschaltet (Bild 2):
   Masse - Kippschalter TPEBOГA B1/2-6 - Tastschalter BHEШH.
   CИГHAЛ. KH3/1-1 - П3; П3/10 -Relais P1/2-1 - Relaiskontakte
   P4/8-7 - П3/23 - П4; П4/23 - ... - -27 V
Die Diode Д2 (П3) verhindert, daß Massepotential (+27 V) an das
Relais P2 der Platine П4 gelangt, womit kein Alarmierungssignal
(TPEBOГA) über die Leitung gesendet wird.
Das Relais P1 (П3) hält sich selbst; es schaltet über seine Kon-
takte das Leuchtfeld (Л1, Л2) TPEBOГA und die intervallmäßige aku-
stische Signalisation ein. Gleichzeitig wird der Arbeitsstromkreis
des Relais P3 (П3) geschlossen, so daß die äußere Signaleinrichtung
an- und ausgeschaltet wird.
Das Aus- und Abschalten der äußeren Signaleinrichtung sowie das
Wiederherstellen des Ausgangszustandes des Empfänger/Senders er-
folgt in der Schalterstellung ЗAПP. des Kippschalters B1 TPEBOГA
duch Drücken des Tastschalters KHI CБPOC. Die entsprechenden Strom-
kreise sind aus Abschnitt 3.1.2.2. ersichtlich.

3.1.2.5. Empfang des Bestätigungssignals

Die Stromkreise zum Empfang des jeweiligen Bestätigungssignals
(ПOДTBEPЖДEHИE) der Teilnehmer 1 bis 10 werden über die auf den
Platinen П5 und П6 (Ж-1120) angeordneten Relais P1 bis P5 gschal-
tet. Das Ansprechen dieser Relais wird optisch durch Leuchten der
Signallampen (Л6 bis Л15) ПOДTBEPЖДEHИE angezeigt.

Beim Empfang des Signals ПOДTBEPЖДEHИE vom Teilnehmer 1 (Beispiel)
wird der Kontakt 10 des Steckverbinders ШI KOPPECПOHД. des Emp-
fänger/Senders auf Erdpotential (über die Teilnehmerleitung) ge-
schaltet. Der Arbeitsstromkreis des Relais P5 der Platine П6
(Ж-1120) wird dadurch wie folgt geschlossen (Bild 2):
   Erdpotential (Mittelanzapfung der Linienbatterie) - ... - Lei-
   tung - Steckverbinder KPPECПOHД. Ш1/10 - Signallampe Л34
   ЗAШИTA ЛИHИЙ - Tastschalter ИЗБИPATEЛЬHO KH16/1-3 - П6; П6/2 -
   Relais P5/2-1 - П6/12 - Tastschalter ИЗБИPATEЛЬHO KH16/3-1 -
   П4; П4/17 - Relais P2/3-4 - П4/16 - +ЛБ (+40 V)
Das Relais P5 der Platine П6 spricht an und schließt über seine
Kontakte 5-3 den Stromkreis für die Signallampe ПOДTBEPЖДEHИE
(des Teilnehmers 1):
   Masse (Masseleitung 18 V~) - ... - П6; Relaiskontakte P5/5-3 -
   П6/10 - Signallampe Л15 ПOДTBEPЖДEHИE- ... - Stromversor-
   gungsgerät (18 V~)
Der Empfang des Bestätigungssignals von den Teilnehmern 2 bis 10
erfolgt analog über die zugeordneten Relais der Baugruppe П5 und
П6 (Ж-1120). Er wird durch die jeweilige Signallampe ПOДTBEPЖДEHИE
optisch angezeigt. Der Empfang der Bestätigungssignale ist sowohl
im Moment des Sendens des Signals ПPOBEPKA (CБPOS) als auch nach
Beendigung des Sendens des Signals TPEBOГA möglich.

3.1.2.6. Prüfschaltung

Das Prüfen der Funktionsfähigkeit der Signallampen Л1 bis Л15
ПOДTBEPЖДEHИE sowie der Relais P1 bis P5 der Platinen П5 und П6
(Ж-1120) kann mit Hilfe der geräteinternen einfachen Prüfschaltung
realisiert werden (Bild 2):
a) Signallampen Л6 bis Л15 ПOДTBEPЖДEHИE müssen bei gedrücktem
   Tastschalter KH6 KOHTP. ЛAMП. leuchten
   Masse (Mittelanzapfung der Linienbatterie) - ... - П4; Wider-
   stand R2 - П4/15 - Tastschalter KH6/1-1 || 2-2 - П5; 22 (П6;22)
   - Dioden Д1 bis Д5 - Relais P1/2-1 bis P5/2-1 - ... - Tast-
   schalter ИЗБИPATEЛHO KH7/3-1 bis KH16/3-1 - ... - П4; Relais-
   kontakte P2/3-4 - П4/16 - +ЛБ
b) Relais P1 bis P5 müssen bei gedrücktem Tastschalter KH6 KOHTP.
   ЛAMП. ansprechen
Leuchten die Signallampen ПOДTBEPЖДEHИE (Л6 bis Л15), so kann
angenommen werden, daß das der jeweiligen Signallampe zuge-
ordnete Relais funktionsfähig ist. Die Stromkreise für die
Signallampen ПOДTBEPЖДEHИE werden über die Relaiskontakte
P.../5-3 geschaltet (Beispiel):
Mass - ... - П6; Relaiskontakte P5/5-3 - П6/10 - Signallampe
Л15 ПOДTBEPЖДEHИE - ... - Stromversorgungsgerät (18 V~)

3.2. Stromversorgungsgerät

3.2.1. Konstruktiver Aufbau

Das Stromversorgungsgerät (Bild 3) des SöB ist in Gehäusebauweise
ausgeführt. Die Aufstellung des Stromversorgungsgerätes kann sowohl
auf einem Tisch als auch in einem Gestell erfolgen.
Bei gemeinsamer Aufstellung von Stromversorgungsgerät und Empfänger/
Sender des SöB sind diese mechanisch durch eine Schraubverbindung
zu verbinden. Die elektrische Verbindung erfolgt über ein Strom-
versorgungskabel, angeschlossen am Steckverbinder ПП (auf die
Rückseite des Gehäuse herausgeführt). Die Anschluß-, Kontroll- und
Bedienelemente des Stromversorgungsgerätes sind aus Tabelle 4 er-
sichtlich.
Die Funktions-/Baugruppen des Stromversorgungsgerätes sind wie-
testgehend auf Leiterplatten/Platinen angeordnet.

Tabelle 4 Anschluß-, Kontroll- und Bedienelement des Stromversor-
          gungsgerätes
BezeichnungBedeutung
a)Signallampen
- PEЗEPBReserve
- ABAPИЯHavarie
CETЬNetz
b)Kippschalter CETЬNetz
c)Buchsen/Meßbuchsen
- CETЬNetz
- PEЗEPBReserve
- +40 B und +40 B+40 V, -40 V
- -27 B-27 V
~I8 B18 V Wechselspannung
|Masseanschluß
d)SicherungenGehäuseseitenwände
- I27/220 B, 3 A127 V~/220 V~, 3 A
- +40 B, I A und - 40 B, I A+40 V/-40 V, 1A
- -24 B, 5 A-24 V, 5 A
- -27 B, I A-27 V, 1 A
- I8 B, I A18 V, 1 A
e)GeräteklemmenGehäuseseitenwände
- PEЗEPBReserve
- + und - sowie Erde

Bild 3
Bild 3 Stromversorgungsgerät

3.2.2. Wirkungsweise

Durch das Stromversorgungsgerät des SöB werden nachstehende unsta-
bilisierte Spannungen bereitgestellt:
a) -27 V
b) -40 V
c) +40 V
d)  18 V Wechselspannung.
Als Betriebsspannung für das Stromversorgungsgerät können Wechsel-
spannungen von 220 V oder 127 V bzw. eine Akkumulatorspannung
von 24 V zur Anwendung kommen.
Das Umschalten der Betriebsspannung 220 V~/127 V~ erfolgt mit Hilfe
des Steckverbinders Ш2 БППП (Bild 4):
a) 220 V~ Ш2 БППП  → Steckverbinder Ш3 220 B
b) 127 V~ Ш2 БППП  → Steckverbinder Ш4 I27 B.
Die entsprechende Wechselspannung wird bei Netzbetrieb über den
Kippschalter B1 CETЬ, die Sicherung Пp1, Пp2, das Störschutz-
filter У1 (Дp1, Дp2 sowie C1 bis C4) an die Primärwicklung der
Transformatoren Tp1 bis Tp3 sowie die Meßbuchsen Г1 bis Г7 CETЬ ange-
legt. Die zur Aufbereitung der Gleichspannung -27 V benötigte
Spannung wird sekundärseitig von den Transformatoren TpI und Tp2
(Wicklungsanschlüsse Tp1/15- TP1/16, Tp2/7 bis 12 oder Tp2/7 bis
13, Tp2/15, 16) abgegriffen und der auf der Platine П22 (Ж-0941)
angeordneten Gleichrichterbrückenschaltung (Dioden Д1 bis Д8) zu-
geführt. Nach Gleichrichtung derselben stehen am Ausgang (Steck-
verbinder Ш5/3) des Stromversorgungsgerätes sowie an der Meß-
buchse Г4 -27 B eine unstabilisierte Spannung von -27 V zur Ver-
fügung.
Ein annäherndes Einstellen der Spannung -27 V kann durch Umlöten
der sekundärseitigen Wicklungsanschlüsse (12 oder 13 bzw. 15 oder
16) des Transformators Tp2 sowie durch Umlöten von Brücken
(C0-C7, C0-C8 oder C0-C9) im Steckverbinder Ш2 БПП erreicht werden.

Die -27 V Spannung wird über nachstehende Stromkreise dem Emp-
fänger/Sender zugeführt:
   П2; Dioden Д1 bis Д8 - П2/1 - Relaiskontakte P1/12-10 (Relais
   zum Umschalten auf Reservestromversorgung) - Sicherung Пp5 -
   Steckverbinder ППШ5/3 || Meßbuchse Г4 -27 B - ... - Empfänger/
   Sender; Steckverbinder БП Ш2/3
Die Signallampe Л3 CETЬ leuchtet unmittelbar nach Einschalten des
Stromversorgungsgerätes; sie ist in den 27 V Stromkreis geschaltet
(+27 V entspricht Massepotential).
Das Ebenfalls in den 27 V Stromkreis geschaltete Relais P2 der
Platine П1 (Ж-0951) spricht an und bewirkt über seine Kontakte 3-4,
daß der Arbeitsstromkreis des Relais P1 (Relais zum Umschalten auf
Reservestromversorgung) der Platine П1 (Ж-0951) den Stromkreis für
die Signallampe Л2 PEЗEPB unterbricht.
Die zur Aufbereitung der 40 V Gleichspannung benötigte Spannung
wird sekundärmäßig vom Transformator Tp3 (Wicklungsanschlüsse
Tp3/7-8, Tp3/9-10 - Tp3/20-21 sowie Tp3/11-12, Tp3/13-14 -
Tp3/23-24) abgegriffen und den auf der Platine П3 (Ж-0942) ange-
ordneten Gleichrichterbrückenschaltungen Д1 bis Д8 (-40 V) und
Д9 bis Д16 (+40 V) zugeführt. Als Siebelemente wirken die RC-Glei-
der C2, C3, R12, R13 bzw. C4, C5, R14, R15. Die 40 V Gleichspannung
liegt vom Ausgang der jeweiligen Gleichrichterschaltung sowohl am
Steckverbinder Ш5 ПП als auch an der Meßbuchse Г5 -40 B bzw.
Г6 +40 B an:
a) -40 V
   П3/1 - Sicherung Пp6 -40 B; 1A - Steckverbinder ПП Ш5/2 || Г5 -40V
b) +40 V
   П3/7 - Sicherung Пp7 +40 B; 1A - Steckverbinder ПП Ш5/6 || Г6 +40V
Die Ausgänge П3/10 bzw. П3/23 sind auf Masse geschaltet (Potential
Mittelanzapfung der Linienbatterie).

Die jeweilige 40 V Gleichspannung liegt gleichzeitig am Eingang
der Kontrollgruppe für die Ausgangsspannungen, angeordnet auf
der Platine П1 (Ж-0951), an.
Von der Sekundärseite des Transformators Tp1, Wicklungsanschlüsse
Tp1/7-8 - Tp1/9-10 - Tp1/11-13, wird eine 18 V Wechselspannung
abgegriffen, die über die Sicherung Пp4 ~18 B; 1 A sowohl auf
die Masseleitung des Stromversorgungsgerätes geführt als auch
über die Relaiskontakte P1/9-7 und P1/3-1 und den Steckverbinder
ПП (Ш5/5) an den Empfänger/Sender angelegt wird. Die Spannung
18 V~ kann an der Meßbuchse Г2 ~18 B mit Hilfe eines geeigneten
Meßinstrumentes kontrolliert werden.
Bei Netzausfall (220 V- bzw. 127 V Wechselspannung) fällt das auf
der Platine П1 (Ж-0951) angeordnete Relais P2 ab und schaltet über
seine Kontakte den Stromkreis für das Relais P1 (П1) und die Signal-
lampe PEЗEPB:
   -24 V (Akkumulator) - ... - Geräteklemme K2 - Siebglied Дp1,
   C7 - Kippschalter CETЬ B2/6-2 - Sicherung Пp3 - Relais P1/14-13
   || Signallampe Л2 PEЗEPB - П1; П1/2 - Relaiskontakte P2/4-3 -
   Geräteklemme K1 (Masse, Reservespannungsquelle) - ... - +24 V
   (Akkumulator)
Die Signallampe Л2 PEЗEPB leuchtet; sie zeigt optisch den Akkumu-
latorbetrieb an.
Das Relais P1 (П1) spricht an und schaltet über seine Kontakte den
Stromkreis für die Transverterschaltung (Transistoren П1 bis П4)
der Reservestromversorgung:
   -24 V (Akkumulator) - ... - Geräteklemme K2 - Siebglied Дp1, C7
   - Kippschalter CETЬ B2/6-2 - Sicherung Пp3 - Relaiskontakte
   P1/4-5 - Transverter (ПП1 oder ПП3) bzw.
   +24 V (Akkumulator) - ... - Geräteklemme K1 (Masseleitung des
   Stromversorgungsgerätes)
Bestandteile der Reservestromversorgungsbaugruppen sind
a) der Transverter (ПП1 bis ПП4, Tp4),
b) die Diode Д1,
c) die Widerstände R1, R2 (Platinen П2, П4) sowie R10, R11 (Pla-
   tine П1),
d) die Gleichrichterbrückenschaltungen der Platinen П2 (Dioden
   Д9 bis Д16), П4 (Dioden Д1 bis Д8 und Д9 bis Д16).
Der Transverter ist in Brückenschaltung aufgebaut. Im Moment des
Einschaltens der Reservestromversorgung (Akkumulatorbetrieb) wer-
den entweder die Transistoren ПП2, ПП3 oder ПП1, ПП4 ausgesteuert.

Ausgehend vom Zustand, daß z. B. die Transistoren ПП2, ПП3 ausge-
steuert werden, kommt es zu einem ansteigenden Stromfluß durch die
Primärwicklung Tp4/1-3 des Transformators Tp4. Das hat zur Folge,
daß in den Wicklungen Tp4/7-6, Tp4/4-5, Tp4/8-9 und Tp4/10-11 eine
EMK induziert wird, die einerseits die Transistoren ПП1, ПП4 sperrt
und andererseits ein weiteres Aussteuern der Transistoren ПП2, ПП3
bewirkt. Dieser Vorgang wird so lange aufrecht erhalten, bis die
Sättigung des Transformatorkerns (Tp4) erreicht ist. Da sich im
Augenblick der Sättigung die Änderungsgeschwindigkeit des Magnet-
flusses verkleinert, verkleinert sich die EMK in den Transformator-
wicklungen ebenfalls. Dadurch tritt in den Wicklungen eine EMK mit
entgegengesetzter Polarität auf, die das Sperren der Transistoren
ПП2, ПП3 sowie das Öffnen der Transistoren ПП1, ПП4 bewirkt:
   Masse - ... - ПП4/e-c - Wicklung Tp4/3-1 ПП1/ec - ... - 24 V
Die Transistoren ПП1, ПП4 bleiben so lange geöffnet, bis die er-
neute Sättigung des Transformatorkerns (Tp4) erreicht wurde, wo-
durch erneut eine Zustandsänderung auftritt.
Die jeweilige Transverterausgangsspannung wird von den Sekundär-
wicklungen Tp4/16-17, Tp4/12-13 bzw. Tp4/14-15 abgegriffen und als
rechteckförmige Wechselspannung der nachgeschalteten Gleichrichter-
brückenschaltung zugeführt.
Die Widerstände R1, R2 des Transverters wirken als Begrenzungswi-
derstände für die Transistoren ПП1 bis ПП4 im Moment des Aussteu-
erungswechsels (ПП2, ПП3 bzw. ПП1, ПП4).
Die Widerstände R10, R11 der Platine П1 (Ж-0951) sowie die Diode
Д1 dienen zur Formierung des Transverter-Auslöseimpulses; die von
der Diode Д1 abgegriffene Spannung bewirkt ein Öffnen des Trans-
sistors ПП2 oder ПП4.
Die vom Ausgang der Platine П4 (-40 V bzw. +40 V) abgegriffene
Gleichspannung wird über die Siebglieder C2, C3, R12, R13 (-40 V)
und C4, C5, R14, R15 (+40 V) sowie die Sicherungen (Пp6, Пp7) an
den Steckverbinder ПП Ш5/7 bzw. Ш5/6 angelegt und von dort dem
Empfänger/Sender des SöB zugeführt.
Die für den Empfänger/Sender benötigte -27 V Gleichspannung wird
als Summenspannung (Ausgangsspannung 3 V der Gleichrichterbrücken-
schaltung Д9 bis Д16 der Reservestromversorgungsbaugruppe plus
24 V Akkumulatorspannung) diesem wie folgt zugeführt:
   Geräteklemme K2 - Siebglied Дp1, C7 - Kippschalter CETЬ
   B2/6-2 - Sicherung Пp3 - П2; П2/7 - Dioden Д9 bis Д16 -
   П2/23 - Relaiskontakte P1/11-10 - Sicherung Пp5 (-27 B I A) -
   Steckverbinder ПП Ш5/3 - ... - Empfänger/Sender
Im Falle des Akkumulatorbetriebes steht keine 18 V Wechselspannung
zur Verfügung; über diesen Stromkreis wird eine -24 V Gleichspan-
nung über die Relaiskontakte P1/7-8 || P1/1-2 vom Akkumulator be-
reitgestellt. Diese Spannung kann an der Meßbuchse Г2 ~18 B kon-
trolliert und am Kontakt Ш5/5 des Steckverbinders ПП abgegriffen
werden.
Die mit den Transistoren ПП1, ПП2 bestückte Kontrollschaltung, an-
geordnet auf der Platine П1 (Ж-0951), gewährleistet die optische
und akustische Signalisation eines Havariezustandes.
Bei Vorhandensein der Spannung -27 V, +40 V und -40 V ist der
Transistor ПП2 gesperrt; über die Dioden Д4 und den Widerstand R5
liegt an der Basis des Transistors eine in bezug auf das Emitter-
potential positive Spannung an. Der Transistor ПП1 ist geöffnet, da
der Basis des Transistors eine gegenüber dem Emitterpotential ne-
gative Spannung über die Z-Diode Д3 zugeführt wird.
Bei Ausfall der Spannung +40 V öffnet der Transistor ПП2, an die
Basis des Transistors wird negatives Potential (-27 V, UC) über
den Widerstand R7 angelegt. Eine Verringerung der Kollektorspan-
nung insgesamt bewirkt das Sperren der Z-Diode Д3, was wiederum
ein Sperren des Transistors ПП1 zur Folge hat, an die Basis
desselben positives Potential über die Diode Д1 und den Widerstand
R2 gelangt. Das im Kollektorstromkreis des Transistors ПП1
befindliche Relais fällt ab und schaltet über seine Kontakte
P1/3-4 die optische (Signallampe Л1 ABAPИЯ) und akustische (Dauer-
ton im Empfänger/Sender) Signalisation des Havariezustandes an.
Wird keine -40 V Gleichspannung bereitgestellt, gelangt positives
Potential (+40 V) über den Widerstand R6 und die Diode Д5 der
Platine П1 (Ж-0951) an die Basis des Transistors ПП1 und sperrt
diesen.
Das Relais P1 fällt ab und schaltet wiederum über seine Kontakte
P1/3-4 die optische (Signallampe Л1 ABAPИЯ) und akustische (Dauer-
ton) Havariesignalisation ein.
Es ergibt sich in beiden Havariefällen nachstehender Stromkreis
der akustischen Signalisation:
   18 V~ oder -24 V (Akkumulator) - ... - Relaiskontakte
   P1/4-3 - Steckverbinder ПП Ш5/2 - ... - Empfänger/Sender;
   Steckverbinder БЛOK ПИTAHИE Ш2/2 - akustische Signalisa-
   tionseinrichtung(П2) - ... - Masse


3.3. Endempfänger

3.3.1. Konstruktiver Aufbau

Der Endempfänger (Bild 5) ist in Blockbauweise ausgeführt. Die
entsprechenden Baugruppen sind weitestgehend auf Leiterplatten
angeordnet.
Die Konstruktion des Endempfängers ist so ausgeführt, daß dieser
sowohl auf einem Tisch aufgestellt als auch in einem Gestell an-
geordnet werden kann. Mit Hilfe von Winkeln, die zum Lieferumfang
des Endempfängers gehören, kann dieser an der Wand des jeweiligen
Aufstellungsortes befestigt werden.
Die Anschluß-, Kontroll- und Bedienelemente des Endempfängers sind
aus Tabelle 5 ersichtlich.
Werkzeuge und Ersatzteile sin in einem speziellen Behältnis (un-
ter der Abdeckung ЗИП) des Endempfängers untergebracht.
Der Anschluß der Akkumulatoren 145U (4,5 V) - bei Akkumulatorenbe-
trieb - erfolgt über die Anschlußklemme + und -, die sich an der
Rückseite des Endempfängers befinden.

Tabelle 5 Anschluß-, Kontroll- und Bedienelemente des Endempfängers
BezeichnungBedeutung
a) Leuchtfelder
- TPEBOГAAlarm
- ПPOBEPKAÜberprüfung
b)Signallampe CETЬNetz
c)Tastschalter
- ПOДTBEPЖДEHИEBestätigung
- CБPOCLöschen
- TPEBOГAAlarm (angeordnet unter einer Abdeckung)
d)Kippschalter
- CETЬNetz
- ПOДTBEPЖДEHИEBestätigung (Gehäuserückseite)
  .ABT.Automatisch
  .PУЧH.manuell (Hand)
e)Geräteklemmenrechte Gehäuseseitenwand
- ЛИHИЯLeitung
- BHEШHЯЯ CИГHAЛИЗAЦИЯäußere Signaleinrichtung
- ErdeErdanschluß
f)Meßbuchsenlinke Gehäuseseitenwand
- ГIG1
- 27 B27 V
- |Masse
g)Sicherungenlinke Gehäuseseitenwand
- CETЬNetz
- -27 B I A-27 V; 1 A
- ЛИHИЯLeitung
h)Steckverbinder
- CETЬAnschluß des Stromversorgungskabels (Netz)
- OПKurzschlußstecker (Wahl der Spannung 220 V~/127 V~)
- 127 BAnschluß 127 V~
- 220 BAnschluß 220 V~
i)Lautstärkeregler P1Lautstärkeregler R1 der Tonsignalisation

Endempfänger
Bild 5 Endempfänger

3.3.2. Wirkungsweise

3.3.2.1. Empfang des Alarmierungssignals sowie Senden des Bestä-
         tigungssignals

Als Ausgangszustand des Endempfängers wird festgelegt:
a) Kippschalter CETЬ in Stellung CETЬ, Signallampe CETЬ leuchtet.
b) Leuchtfelder TPEBOГA und ПPOBEPKA leuchten nicht.
c) Sämtliche Relais des Endempfängers sind abgefallen.
d) akustische Signalisation ist ausgeschaltet.
Das Alarmierungssignal (TPEBOГA) von der nächsthöheren Führungs-
ebene gelangt über die Geräteklemmen K1, K2 ЛИHИЯ an die auf der
Platine П3 (Ж-1240) angeordneten Relais P2, P3 (Bild 6) und be-
wirkt ein Ansprechen derselben über nachsehende Stromkreise:
a) Relais P2
   +ЛБ (Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene) - Ge-
   räteklemme K1 ЛИHИЯ - Sicherung Пp3 - П3; П3/9 - Widerstände
   R2-R1 - Diode Д10 - Relais P2/1-2 - П3/1 - Masse - ... -
   Mittelanzapfung der Linienbatterie der nächsthöheren Füh-
   rungsebene
b) Relais P3
   -ЛБ (Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene) - Ge-
   räteklemme K2 ЛИHИЯ - Sicherung Пp4 - П3; П3/13 - Widerstände
   R3-R4 - П3/15 - П2; П2/2 - Diode Д4 - П2/9 - П3; П3/17 -
   Relais P3/1-3 - Masse (Geräteklemme K9) - ... - Mittelanzap-
   fung der Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene
Relais P2 und P3 der Platine П3 (Ж-1240) sprechen an und
schließen für die Zeitdauer des Empfangs des Signals TPEBOГA den
Arbeitsstromkreis des Relais P1, angeordnet auf der Platine
П1 (Ж-1130):
   Masse (+27 V) - ... - П3; Relaiskontakte P2/3-5 - P3/3-5 -
   П3/16 - П2; П2/8 -Diode Д2 - Relais P1/1-2 - Relaiskontakte
   P4/8-7 - П2/23 - .. - -27 V
wird der Kippschalter B2 ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT. geschal-
tet, wird der Arbeitsstromkreis des Relais P2 (schaltet Strom-
kreise für das Senden des Bestätigungssignals), angeordnet auf
der Platine П2 (Ж-1250), wie folgt geschlossen:
   Masse (+27 V) - ... - П3; Relaiskontakte P2/3-5 - P3/3-5 -
   П3/16 - П2; П2/8 -Diode Д2 - П2/10 Kippschalter
   ПOДTBEPЖДEHИE B2/5-1 - П2/5 - Relais P2/2-1 - Relaiskontakte
   P4/8-7 - П2/23 - ... - -27 V
Die Relais P1 und P2 der Platine sprechen an und halten sich
selbst über ihre Kontakte 4-5.
Gleichzeitig mit dem Ansprechen der Relais P2, P3 der Platine
П3 (Ж-1250) schaltet sich der Wecker des Endempfängers ein:
   +4,5 V - ... - Geräteklemme K3(+) - Wecker (3B1) - ... -
   Masse - ... - П; П3/1 - Relaiskontakte P2/3-5 - P3/3-5 -
   П2; П2/8 - Diode Д1 - П2/13 - Geräteklemme K4(-) - ... - -4,5 V
Der Wecker ertönt für die Zeitdauer des Ansprechens der Relais
P3, P3 (П3), d. h. für die Zeitdauer des Empfangs des Signals
TPEBOГA von der nächsthöheren Führungsebene.
Durch das Ansprechen des Relais P1 der Platine П2 (Ж1250) leuch-
ten die Lampen Л1, Л2 des Leuchtfeldes TPEBOГA. Gleichzeitig wer-
den die Stromkreise für das Relais P3 (П3) und der akustischen
Signaleinrichtung - Baugruppen П1 (Ж1130) geschlossen.
a) Leuchtfeld
   -27 V - ... - П2; П2/23 - Relaiskontakte P1/6-7 - Wider-
   stand R2 - П2/12 - Leuchtfeld TPEBOГA (Л1 und Л2) - П2/21 -
   Relaiskontakte P4/3-4 - П2/1 - Masse (+27 V)
b) Relais P3 der Platine П3 (Ж1240)
   -27 V - ... - П2; П2/23 - Relaiskontakte P1/6-7 - Relais
   P3/1-2 - Relaiskontakte P4/3-4 - П2/1 - Masse (+27 V)
   Durch das Ansprechen des Relais P3 (Relaiskontakte P3/4-5,
   P3/7-6) wird , wenn angeschlossen (Geräteklemmen K5 bis K8),
   eine äußere Signaleinrichtung (BHEШHЯЯ CИГHAЛИЦИЯ) einge-
   schaltet.
c) Baugruppe П1 (Ж-1130)
   -27 V - ... - П2; П2/23 - Relaiskontakte P1/6-7 - П2/11 -
   П1; П1/17 - ... - Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE B2/3-4 (Schalter-
   stellung ABT.) oder П2; Relaiskontakte P2/3-4 (Schalterstellung
   PУЧH. des Kippschalters B2 ПOДTBEPЖДEHИE) - ... - Masse (+27 V)
Bedingt durch das Ansprechen des Relais P2 (П2) wird der Strom-
kreis zum Senden des Bestätigungssignals (ПOДTBEPЖДEHИE) wie folgt
geschaltet:
   Masse - ... - П2; П2/1 - Relaiskontakt P2/6-7 - Diode Д5 -
   П2/2 - П3; П3/15 - Widerstände R4-R3 - П3/13 - Sicherung Пp4 -
   Geräteklemme K2 - Leitung - ... - +ЛБ (nächsthöhere Führungs-
   ebene)
Befindet sich der Kippschalter B2 ПOДTBEPЖДEHИE in der Schalter-
stellung PУЧH. (manuelle Bestätigung des Erhalts des Signals TPEBOГA),
spricht das Relais P2 der Platine П2 (Ж-1250) bei Empfang des
Signals TPEBOГA nur an, wenn der Tastschalter KH3 ПOДTBEPЖДEHИE
gedrückt wird:
   Masse - ... - П2; П2/1 - Relaiskontakte P1/4-5 - П2/10 - Tast-
   schalter ПOДTBEPЖДEHИE KH3/1-1 - Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE
   B2/3-1 - П2/5 - Relais P2/2-1 - Relaiswicklung P4/8-7 - П2/23 -
   ... - -27 V
Das Relais P2 (П2) hält sich über seine Kontakte 4-5 selbst. Es
schaltet den Stromkreis zum Senden der Bestätigung des Empfangs
des Signals TPEBOГA, schaltet die Signallampe Л3 CETЬ und die aku-
stische Signalisation aus, die in diesem Fall anzeigt, daß manuell
das Bestätigungssignal (PЦЧH. ПOДTBEPЖДEHИE) übertragen wird.

Bei Ausfall der 220 V/127 V Wechselspannung (Netzbetrieb) kann
das Senden des Bestätigungssignals durch Drücken des Tastschalters
KH3 ПOДTBEPЖДEHИE ausgelöst werden:
   Masse - ... - Tastschalter ПOДTBEPЖДEHИE KH3/2-2 - П2; П2/4 -
   Diode Д5 - П2/2 - П3; П3/15- Widerstände R4-R3 - П3/13 - Siche-
   rung Пp4 - Geräteklemme K2 ЛИHИЯ - Leitung - ... - +ЛБ
   (Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene)

3.3.2.2. Empfang des Überprüfungssignals sowie Löschen des Alar-
     mierungssignals

Das Löschen des Alarmierungssignals kann durch die nächsthöhere
Führungsebene automatisch (Hauptvariante) oder durch Betätigen des
Tastschalters KH1 CБPOC des Endempfängers erfolgen. In beiden
Fällen werden fast identische Stromkreise geschaltet. Nachstehend
wird daher die Hauptvariante Löschen des Alarmierungssignals durch
die nächsthöhere Führungsebene betrachtet.
Das Signal ПPOBEPKA (CБPOC) wird von der nächsthöheren Führungs-
ebene wie folgt an das Relais P1 der Platine П3 (Ж-1240) angelegt
(Bild 6):
   -ЛБ (Linienbatterie der nächsthöheren Führungsebene) -
   Geräteklemme K1 ЛИHИЯ - SicherungПp3 - П3; П3/9 -Wider-
   stände R2-R1 - Diode Д9 - Relais P1/1-2 - П3/1 - Masse (K9)
   - ... - Mittelanzapfung der Linienbatterie der nächsthöheren
   Führungsebene (über Leitung/Erde)
Das Relais P1 (П3) spricht für die Zeitdauer des Empfangs des
Signals ПPOBEPKA (CБPOC) an und schließt den Arbeitsstromkreis
des Relais P4 der Platine П2 (Ж-1250):
   Masse - ... - П3; П3/1 _ Relaiskontakte P1/3-5 - П3/3 -
   П2; П2/22 - Relais P4/2-1 П2/23 - ... - -27 V
Bedingt durch das Ansprechen des Relais P4 (П2) werden über die
entsprechenden Kontakte desselben
a) die Stromkreise der Relais P1, P2 unterbrochen (P4/-8),
b) die Lampen Л4, Л5 des Leuchtfeldes TPEBOГA eingeschaltet
   (P4/7-6) und
c) die Spannung -27 V der akustischen Signaleinrichtung П1
   (Ж-1130) zugeführt (P4/7-6).
Die Kontakte 4-3 des Relais P4 unterbrechen den Stromkreis des
Relais P3 der Platine П2 (Ж-1250).
Das Bestätigungssignal (ПOДTBEPЖДEHИE) gelangt zur nächsthöheren
Führungsebene über nachstehenden Stromkreis, der über die Relais-
kontakte P4/4-5 (П2) geschaltet wird:
   Masse - ... - П2; П2/1 - Relaiskontakte P4/4-5 - Diode Д5 -
   П2/2 - П3; П3/15 - Widerstände R4-3 - П3/13 - Sicherung Пp4 -
   Geräteklemme K2 ЛИHИЯ - ... - Leitung
Die auf der Platine П1 (Ж-1130) befindliche akustische Signalein-
richtung, sie ist identisch mit der Baugruppe П2 (Ж-1130) des
Empänger/Senders, spricht an, wenn über die Relaiskontakte P2/4-3
des Relais P2 (П2) Massepotential an den Anschluß/Kontakt 15 der
Platine П1 (Ж-1130) angelegt wird.
Die Dauer des durch diese Baugruppe erzeugten tonfrequenten Signals
(NF-) entspricht
a) der Arbeitsdauer des Relais P1 der Platine П3 (Ж-1240) oder
b) der Dauer der Bestätigung des Tastschalters KH1 CБPOC des End-
   empfängers.
Da bei Empfang des Signals ПPOBEPKA (CБPOC) die Relais P1 bis P3
der Platine П2 (Ж-1250) ansprechen, werden
a) das Leuchtfeld TPEBOГA (Л1, Л2) ausgeschaltet und
b) die Signallampe Л3 CETЬ, das Leuchtfeld ПPOBEPKA (Л4, Л5) und
   die akustische Signaleinrichtung (Dauerton) eingeschaltet.
Nach dem Senden des Signals ПPOBEPKA (CБPOC) stellt sich der Aus-
gangszustand (siehe Abschnitt 3.3.2.1.) wieder ein.

3.3.2.3. Einschalten der äußeren Signaleinrichtung

Bei gedrücktem Tastschalter KH2 TPEBOГA wird der Arbeitsstromkreis
des Relais P1 der Platine П2 (Ж-1250) geschlossen (Bild 6):
   Masse - ... - Tastschalter TPEBOГA KH2/1-1 || KH2/2-2 - П2;
   П2/8 - Diode Д2 - Relais P1/2-1 - Relaiskontakte P4/8-7
   (Relais CБPOC) - П2/23 - ... - -27 V
Über die Kontakte 7-6 der sich selbsthaltenden (p1/4-5) Relais P1
(П2) werden
a) das Leuchtfeld TPEBOГA (Л1, Л2) und die akustische Signalein-
   richtung(unterbrochene Tonsignalisation) eingeschaltet sowie
b) der Arbeitsstromkreis des Relais P3 (П2), das die äußere Signal-
   einrichtung (BHEШHЯЯ CИГHAЛИЗAЦИЯ) eingeschaltet, geschlossen.
Das Ausschalten der an den Geräteklemmen K5 bis K8 angeschlossenen
äußeren Signaleinrichtung und das Wiederherstellen des Ausgangs-
zustandes des Endempfängers (siehe Abschnitt 3.3.2.1.) erfolgt
durch Drücken des Tastschalters KH1 CБPOC.

3.3.3.4. Stromversorgung

Die für den betrieb des Endempfängers benötigte -27 V Gleichspan-
nung wird durch Gleichrichtung aus einer 220 V oder 127 V Wechsel-
spannung aufbereitet.
Das Umschalten der entsprechenden Wechselspannung erfolgt mit
Hilfe des Brückensteckers Ш2OП, der bei anliegender 220 V Wechsel-
spannung in den Steckvebinder Ш4 220 B bzw. anliegender 127 V
Wechselspannung in den Steckverbinder Ш3 127 B zu stecken ist.
Entsprechende Eingangsspannungstoleranzen können durch Brücken
(a5-b4, a5-b5, a5-a4) im Brückenstecker Ш2 OП ausgeglichen werden.
Die jeweilige Wechselspannung wird in der Schalterstellung CETЬ des
Kippschalters B1 CETЬ über die Sicherung Пp1, Пp2 (Bild 6) an
die entsprechenden Primärwicklung des Transformators Tp1 angelegt.

Die vom Transformator Tp1 sekundärseitig abgegriffene 27 V Wechsel-
spannung wird der auf der Platine П3 (Ж-1240) befindliche Gleich-
richterbrückenschaltung (Д1 bis Д8) zugeführt und gleichgerichtet.
Das Einregeln der Sekundärspannung 27 V~ des Transformators kann
durch Umlöten der Wicklungsanschlüsse Tp1/12-13 und Tp1/15-16
realisiert werden.
Die Spannung -27 V wird über die Sicherung Пp5 -27 B; 1 A an die
Baugruppen des Endempfängers angelegt.
Die Spannung +27 V ist mit Masse, d. h. Erdpotential (Geräteklemme
K9 Erde verbunden.
Beim Einschalten des Endempfängers - Kippschalter B1 CETЬ in Stel-
lung CETЬ - wird folgender Stromkreis für die Signallampe Л3 CETЬ
geschaltet:
   Masse - ... - П2; П2/1 - Relaiskontakte P2/7-8 - Widerstand
   R3 - П2/7 - Signallampe Л3 CETЬ - ... - -27 V
Fällt die 220 V/127 V Wechselspannung (Netzbetrieb) aus, kann der
Betrieb mit 3 in Reihe geschalteten Akkumulatoren (145U) aufrecht-
erhalten werden; es wird für die Zeitdauer des Empfangs des Alar-
mierungssignals (TPEBOГA) das Ansprechen des Weckers 3B1 gewähr-
leistet.

B Nutzung

1. Sicherheitsbestimmungen

Zur Bedienung des SöB ist nur der Personalbestand zuzulassen der
über gefestigte praktische Kenntnisse hinsichtlich der Nutzung
verfügt, die betreffenden Sicherheitsbestimmungen sowie Bestimmun-
gen des Gesundheits-, Arbeits- bzw. Brandschutzes kennt und über
diese belehrt wurde.
Zum Durchführen der Arbeiten am SöB sind die allgemeinen Sicher-
heitsbestimmungen zur Nutzung, Instandsetzung und Lagerung der
Nachrichtenausrüstung sowie die Festlegungen der A 040/1/833 Alar-
mierungsgerätesatz P-161, Wartungstechnologie, einzuhalten.
Es ist verboten, Geräte ohne sichere Erdung zu betreiben bzw.
Steckdosenstromkreise und Erdungen anderer Geräte (z. B. Nach-
richten-) zu verwenden bzw. gleichzeitig zu nutzen.
Hinsichtlich der Erdung der Geräte des SöB müssen nachstehende
Forderungen an die Erder eingehalten werden:
a)Eisenplatte710 mm x 710 mm x 3 mm oder
710 mm x 1 420 mm x 3 mm
b)Winkeleisen25 mm x 25 mm x 2000 mm oder
35 mm x 35 mm x 2 000 mm
c)Erdbohrer
- Durchmesser25 ... 125 mm
- Länge1 200 mm
d)im Erdboden verlegter 
verzinkter Draht
- Drahtdurchmesser4 ... 5 mm
- Eingrabtiefe der
Erdungselektroden
1 500 ... 2 000 mm
Es ist bei eingeschalteter Stromversorgung verboten,
- Stromzuführungskabel und Leitungen alle Art an- oder abzu-
  klemmen,
- Einschübe zur Durchsicht und zum Reinigen der inneren Verdrah-
  tung/der Platinen herauszunehmen,
- das Anliegen der Spannung(en) ohne ein geeignetes Meßinstrument/
  Prüfgerät zu kontrollieren,
- nach dem Einschalten der Stromversorgung die Geräte anzuheben,
  zu kanten bzw. Baugruppen und Einzelteile auszuwechseln,
- Wartungsarbeiten, die nicht mit elektrischen Prüfungen verbunden
  sind, bei eingeschalteten sowie an die Stromversorgung ange-
  schlossenen Geräten durchzuführen.
Die Fehlersuche und -beseitigung an der Verdrahtung der Geräte,
das Anschließen von Verbindungsleitungen sowie das Auswechseln
von Sicherungen (gleicher Nennstromstärke) und Signallampen sind
nur bei abgeschalteter Stromversorgung auszuführen.

2. Betriebsvorbereitung

2.1. Empfänger/Sender und Stromversorgungsgerät

Der Empfänger/Sender und das Stromversorgungsgerät sind wie folgt
zum Betrieb vorzubereiten:
1. Empfänger/Sender auf dem vorbereiteten Platz (Tisch oder Ge-
   stell) so aufzustellen, daß sämtliche Bedien- und Anschlußele-
   mente ungehindert zugänglich sind.
2. Stromversorgungsgerät auf den Empfänger/Sender stellen und mit
   Hilfe von Schrauben/Gewindebolzen eine sichere mechanische
   Verbindung herzustellen.
3. Erdungsklemme der Geräte untereinander und mit der gemeinsamen
   Erdungsschiene über einen Kupferleiter, der einen Querschnitt von
   mindestens 2,5 mm² aufweisen muß, verbinden - der Erdwider-
   stand darf 4 Ω nicht überschreiten.
4. Leitungen von der nächsthöheren Führungsebene (im System
   P-161) an die Geräteklemme ЛИHИЯ (K1, K2) oder die Kontakte
   Ш1/21 und Ш1/22 des Steckverbinders KPPESПOHД (über die zum
   EWZ-Satz gehörenden Kabelschuhe) anschließen.
5. Äußere Signaleinrichtung an die Geräteklemmen BHEШHЯЯ
   CИГHAЛИЗAЦИЯ so anschließen, daß für das Relais P3 der Pla-
   tine П3 (Ж-1251) des Empfänger/Senders die in Tabelle 6 auf-
   geführten Parameter eingehalten werden.
6. Kippschalter CETЬ des Stromversorgungsgerätes in Stellung
   OTKЛ. schalten und kontrollieren, ob als Betriebsspannung
   220 V~ (127 V~) mit Hilfe des Steckverbinders Ш2 БППП gewählt
   wurde. Bei Notwendigkeit (abhängig von der jeweiligen Netz-
   spannung) eine Korrektur vornehmen. Die Standardbetriebsspan-
   nung ist 220 V~.
7. Teilnehmerleitungen an den Empfänger/Sender heranführen und
   an die entsprechenden Kontakte des Steckverbinders KOPPEXПOHД.
   anlöten (Bild2, Tablle7).
8. Stromversorgungsgerät und Empfänger/Sender elektrisch mitein-
   ander über das Kabel БППП, das Bestandteil des EWZ-Satzes ist,
   verbinden:
   a) Empfänger/Sender       Steckverbinder Ш2 БЛOK ПИTAHИЯ
   b) Stromversorgungsgerät  Steckverbinder Ш5 ПП
9. Akkumulator 24 V ± 10% (Reservespannungsquelle) an die Geräte-
   klemme PEЗEPB. des Stromversorgungsgerätes anschließen.
10. Stromversorgungsgerät an die Wechselspannungsquelle (220 V/
    127 V Wechselspannung; Netzbetrieb) anschließen.
11. Ansprechstrom (15 ± 3) mA der Relais P1, P2 der Platine П1
    (Ж-1241) des Empfänger/Senders einstellen:
    - Leitung von der Geräteklemme K1 ЛИHИЯ (Steckverbinder KOPPEC-
      ПOHД. Ш1/21) abklemmen.
    - Sicherung Пp2 ЛИHИЯ herausnehmen.
    - Strommesser zwischen Leitung und Geräteklemme K1 ЛИHИЯ
      anschließen
    - Überprüfungssignal (ПPOBEPKA) von der nächsthöheren Füh-
      rungsebene anfordern und Meßwert am Strommesser ablesen -
      bei einem Ablesewert < 12 mA müssen entweder Kurzschluß-
      brücken/Widerstände zwischen den Anschlüssen Л4 bis Л6 ge-
      schaltet oder der Widerstand R1 und/oder der Widerstand R2
      der Platine П1 (Ж-1241) überbrückt werden.
    - Alarmierungssignal (TPEBOГ) von der nächsthöheren Führungs-
      ebene, selektiv anfordern und Meßwert am Strommesser ablesen.
      Wird ein Strom > 18 mA gemessen, entsprechende Kurzschluß-
      brücken oder Widerstandskombinationen zwischen die Anschlüs-
      se Л4 bis Л6 schalten.
    - Strommesser abklemmen, Leitung anschließen und Sicherung
      Пp2 ЛИHИЯ einsetzen.
    Bei Notwendigkeit kann durch die nächsthöhere Führungsebene
    der Signalstrom verringert werden. Es ist jedoch zu gewähr-
    leisten, daß die Relais P1 bis P3 der Platine П1 (Ж-1241) si-
    cher ansprechen.
12. Ansprechstrom (15 ± 3) mA des Relais P3 der Platine П1 (Ж-1241)
    des Empfänger/Senders einstellen:
    - Leitung von der Geräteklemme K2 ЛИHИЯ (Steckverbinder
      KOPPECПOHД. Ш1/22) abklemmen.
    - Strommesser zwischen Leitung und Geräteklemme K2 ЛИHИЯ an-
      schließen (Sicherung Пp2 nicht entfernen).
    - Ansprechstrom des Relais P3 analog den Arbeitsstufen 4 und 5
      des Arbeitsganges 11 einstellen; entsprechende Korrekturen
      des Ansprechstromes können mit Hilfe von Kurzschlußbrücken
      und Widerständen/Widerstandskombinationen, die zwischen die
      Anschlüsse Л1 bis Л3, zu schalten sind, vorgenommen werden.
    - Strommesser abklemmen und Leitung wieder anschließen.
13. Kippschalter CETЬ des Stromversorgungsgerätes in Stellung
    CETЬ schalten - die Signallampe CETЬ muß leuchten; bei fehlen-
    der Wechselspannung leuchtet gleichzeitig die Signallampe
    PEЗEPB.
14. Funktionsfähigkeit des Empfänger/Senders und des Stromversor-
    gungsgerätes gemäß Abschnitt 3.1., Arbeitsgänge 1 bis 14 kon-
    trollieren, wobei die nachgeordnete Führungsebene (Tln. 1 bis
    10) über die bevorstehende Kontrolle der Funktionsfähigkeit
    in Kenntnis gesetzt werden muß.
15. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung, die bei Notwendig-
    keit verplombt werden kann) des Empfänger/Senders in Stellung
    ЗAПP. schalten.
Wird der Empfänger/Sender in einem Arbeitsraum aufgestellt, der
nicht mit einem Diensthabenden besetzt ist, ist der Kippschalter
ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT. zu schalten; bei besetztem Arbeits-
raum in Stellung PУЧH. Die nächsthöhere Führungsebene ist über
die gewählte Schalterstellung in Kenntnis zu setzen.
Empfänger/Sender
Bild 7 Empfänger/Sender und Stromversorgungsgerät

2.2. Endempfänger

Der Endempfänger ist wie folgt zum Betrieb vorzubereiten:
1. Endempfänger auf dem vorbereiteten Platz aufstellen.
2. Endempfänger (Geräteklemmen K9 Erde) mit Hilfe eines Kupferleiters,
   der einen Querschnitt von mindestens 1,5 mm² aufweisen muß,
   mit der Erdschiene verbinden. Der Erdwiderstand darf 10 Ω nicht
   überschreiten.
3. Leitung von der nächsthöheren Führungsebene (im System P-161)
   an die Geräteklemmen K1, K2 ЛИHИЯ anschließen.
4. Äußere Signaleinrichtung an die Geräteklemmen BHEШHЯЯ
   CИГHAЛИЗAЦЯ so anschließen, daß für das Relais P3 der Platine
   П2 (Ж-1250) des Endempfängers die in Tabelle 6 aufgeführten
   Parameter eingehalten werden.
5. Kippschalter CETЬ in Stellung OTKЛ. schalten und kontrollieren,
   ob als Betriebsspannung 220 V~ (127 V~) mit Hilfe des Steckver-
   binders Ш2 OП gewählt wurde. Die Standardbetriebsspannung
   ist 220 V~.
6. Endempfänger an die Wechselspannungsquelle (220 V/127 V
   Wechselspannung; Netzbetrieb anschließen:
   - Hintere untere Abdeckung abnehmen.
   - Notwendige Betriebsspannungsschaltung mit Hilfe des Brücken-
     steckers Ш2 OП vornehmen.
   - Stromversorgungskabel an die Wechselspannungsquelle anschlie-
     ßen.
7. Ansprechstrom (15 ±3) mA der Relais P1 bis P3 der Platine П3
   (Ж-1249) analog nach der im Abschnitt 2.1. beschriebenen Me-
   thode einstellen.
8. Kippschalter CETЬ in Stellung CETЬ schalten - die Signallampe
   CETЬ muß leuchten.
9. Abdeckung TPEBOГA bei Notwendigkeit verplomben.
Wird der Endempfänger in einem Arbeitsraum aufgestellt, der nicht
mit einem Diensthabenden besetzt ist, ist der Kippschalter
ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT. zu schalten; bei besetzten Ar-
beitsraum in Stellung PУЧH. Die nächsthöhere Führungsebene ist
über die gewählte Schalterstellung in Kenntnis zu setzen.

Tabelle 6 Zulässige I-/U Parameter des Relais P3 der Platine П3
          (Ж-1251) des Empfänger/Senders und des Relais P3 der
          Platine П2 (Ж-1250) des Endempfängers bei Anschluß der
  äußeren Signaleinrichtung
Strom in A  Spannung in V
0,1 ... 3 6 ... 30 (Gleichspannung)
0,1 ... 0,36 ... 250 (Gleichspannung)
0,2 ... 0,56 ... 115 (Wechselspannung)

3. Funktionskontrolle

3.1. Empfänger/Sender und Stromversorgungsgerät

Die Kontrolle der Funktionsfähigkeit des Empfänger/Senders und des
Stromversorgungsgerätes ist wie folgt durchzuführen:
1. Kippschalter CETЬ des Stromversorgungsgerätes in Stellung CETЬ
   schalten - die Signallampe CETЬ muß leuchten.
2. Ausgangsspannung des Stromversorgungsgerätes mit Hilfe eines
   geeigneten Spannungsmesser an den Meßbuchsen messen (Tabelle 8).
3. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) des Empfänger/Senders
   in Stellung ЗAПP. schalten und kurzzeitig den Tastschalter
   KOHTP. ЛAMП. drücken - es müssen sämtliche Leuchtfelder
   ПOДTBEPЖДEHИE aufleuchten. Beim Loslassen des Tastschalters
   KOHTP. ЛAMП. müssen die Leuchtfelder ПOДTBEPЖДEHИE des Empfän-
   ger/Sender verlöschen.
4. Tastschalter CБPOC des Empfänger/Senders betätigen - es müssen
   die ununterbrochene Tonsignalisation (Dauerton) sich einschal-
   ten und da Leuchtfeld ПPOBEPKA sowie die Leuchtfelder
   ПOДTBEPЖДEHИE auf allen Richtungen (von den zu benachrichti-
   genden Teilnehmern) aufleuchten, an die die Endempfänger ange-
   schlossen sind. Es können weiterhin
   - die Lautstärke des akustischen Signals mit Hilfe des Ein-
     stellreglers R1 eingestellt werden,
   - bei gedrücktem Tastschalter CБPOC die Spannung 18 V~ an der
     Messbuchse ~18 B (gegen Masse) gemessen werden (Normwert
     s. Tabelle 8).
5. Tastschalter CБPOS des Empfänger/Senders loslassen - der Aus-
   gangzustand des Empfänger/Senders ist wiederhergestellt.
6. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) des Empfänger/Sen-
   ders in Stellung PAЗP. sowie Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE in
   Stellung ABT. schalten.
7. Tastschalter ЦИPKУЛЯHO des Empfänger/Senders drücken - es
   müssen dabei die unterbrochene Tonsignalisation eingeschaltet
   werden, das Leichtfeld TPEBOГA aufleuchten, die Signallampe
   CETЬ des Stromversorgungsgerätes verlöschen und die äußere
   Signaleinrichtung (Fremdsignalisation) eingeschaltet werden.
8. Spannung 27 V und 40 V an den Meßbuchsen -27 B. +40 B und
   -40 B des Stromversorgungsgerätes gegen Masse mit Hilfe eines
   geeigneten Meßgerätes messen.
9. Tastschalter ЦИPKУЛЯHO des Empfänger/Senders loslassen - dabei
   müssen die optische und akustische Signalisation eingeschaltet
   bleicben, von den Teilnehmern die Bestätigung eingehen und
   dieselben an den Leuchtfeldern ПOДTBEPЖДEHИE aufleuchten.
10. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) des Empfänger/
    Senders in Stellung ЗAПP. schalten.
11. Tastschalter CБPOC des Empfänger/Senders drücken und anschlie-
    ßend loslassen - der Ausgangszustand des Empfänger/Senders
    ist wiederhergestellt.
12. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) des Empfänger/
    Sender in Stellung PAЗP. schalten.
13. Nacheinander jedem Teilnehmer das Signal TPEBOГA durch Drücken
    des Tastschalters ИЗБИPATEЛЬHO senden - nach dem Loslassen
    des entsprechenden Tastschalters muß das jeweilige Leuchtfeld
    ПOДTBEPЖДEHИE aufleuchten.
14. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) des Empfänger/
    Senders in Stellung ЗAПP schalten sowie den Tastschalter
    CБPOC drücken und anschließend - es müssen sämtliche
    LeuchtfelderПOДTBEPЖДEHИE verlöschen.
15. Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE des Empfänger/Senders in Stellung
    PУЧH. und Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stel-
    lung PAЗP. schalten.
16. Tastschalter BHEШH. CИГHAЛ. des Empfänger/Senders drücken und
    dansch loslassen - es müssen sich dabei die Tonsignalisation
    sowie die äußere Signalisationseinrichtung einschalten und das
    Leuchtfeld TPEBOГA aufleuchten.
17. Tastschalter ЗBУK OTKЛ. des Empfänger/Senders drücken und d-
    nach loslassen - die Tonsignalisation muß sich ausschalten.
18. Tastschalter ПOДTBEPЖДEHИE des Empfänger/Senders drücken - die
    Signallampe CETЬ des Stromversorgungsgerätes muß verlöschen.
19. Tastschalter ЦИPKУЛЯPHO des Empfänger/Senders drücken - die
    ununterbrochene Tonsignalisation muß so lange zu hören sein,
    wie der Tastschalter ЦИPKУЛЯPHO gedrückt wird.
20. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) des Empfänger/
    Senders in Stellung ЗAПP. schalten und Tastschalter CБPOC
    drücken sowie anschließend wieder loslassen - der Ausgangs-
    zustand des Empfänger/Senders ist wieder hergestellt.
21. Kippschalter CETЬ des Stromversorgungsgerätes in Stellung
    OTKЛ. schalten und Sicherung CETЬ (3 A) aus der Haltung nehmen.
22. Kippschalter CETЬ des Stromversorgungsgerätes in Stellung
    CETЬ schalten - der Übergang auf Reservestromversorgung muß
    automatisch erfolgen; die Signallampe PEЗEPB und CETЬ des
    Stromversorgungsgerätes müssen leuchten.
23. Kontrolle der Funktionsfähigkeit des Empfänger/Senders ent-
    sprechend den Festlegungen der Arbeitsgänge 1 bis 14 durch-
    führen.
24. Kippschalter CETЬ schalten - die Signallampen CETЬ und PEЗEPB müssen ver-
    löschen.
25. Sicherung CETЬ wieder einsetzen.
26. Kippschalter CETЬ des Stromversorgungsgerätes in Stellung
    CETЬ schalten - die Signallampe CETЬ muß leuchten.
27. Sicherung-27 B des Stromversorgungsgerätes aus der Halterung
    nehmen - es müssen am Stromversorgungsgerät die Signallampe
    ABAPИЯ leuchten und sich die ununterbrochene Tonsignalisation
    (Dauerton) des Empfänger/Senders einschalten.
28. Kippschalter CETЬ des Stromversorgungsgerätes in Stellung
    OTKЛ. schalten und die Sicherung -27 B wieder in die Halterung
    einsetzen, wonach keine Havariesignalisation (Arbeitsgang 27)
    mehr auftreten darf.
29. Kontrolle der Havariesignalisation bei entfernten Sicherungen
    +40 B und -40 B des Stromversorgungsgerätes gemäß den Arbeits-
    gängen 27 und 28 durchführen.
30. Kontrolle der Havariesignalisation bei Verwendung des Reserve-
    akkumulators (24 V) durchführen.

Tabelle 7 Anschluß der Teilnehmer am Empfänger/Sender
EndempfängerEmpfänger/Sender
TeilnehmerGeräteklemme  
ЛИHИЯ
Steckverbinder
KOPPECПOHД.
K1K2      Ш1/...Ш1/...
1x20
x10
2x19
x9
3x18
x8
4x17
x7
5x16
x6
6x15
x5
7x14
x4
8x13
x3
9x12
x2
10x11
x1
Tabelle 8 Ausgangsspannungen des Stromversorgungsgerätes
Meßbuchse  Anzeigewert in V
Netz 220 V~ Netz 127 V~ Reserveakkumulator
CETЬ 187 ... 242 108 ... 140 
~18 B  15 ... 25  15 ... 25  
PEЗEPB-(21,6 ... 26,4)-(21,6 ... 26,4)-(21,6 ... 26,4)
-27 B-(23... 36)-(23... 36)-(23... 36)
-40 B-(32... 50)-(32... 50)-(32... 50)
+40 B+(32... 50)+(32... 50)+(32... 50)

3.2. Endempfänger

    Die Kontrolle der Funktionsfähigkeit es Endempfängers ist wie folgt
    durchzuführen:
    1. Endempfänger an die Stromversorgung anschließen und Kipp-
       schalter CETЬ in Stellung CETЬ schalten - die Signallampe CETЬ muß
       leuchten.
    2. Betriebsspannung 127 V~ bzw. 220 V~ mit Hilfe eines geeigneten
       Spannungsmessers messen und mit den in Tabelle 8 aufgeführten
       Normwerten vergleichen.
    3. Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung PУЧH. schalten.
    4. Tastschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) drücken und danach
       wieder loslassen - es müssen dabei die Tonsignalisation einge-
       schaltet werden, das Leuchtfeld TPEBOГA aufleuchten und bei
       gedrückten Tastschalter die Klingel ertönen.
       Die Lautstärke der Tonsignalisation kann mit Hilfe des Einstell-
       reglers R1 reguliert werden.
    5. Tastschalter ПOДTBEPЖДEHИE drücken - die Signallampe CETЬ
       muß verlöschen; die Tonsignalisation muß sich ausschalten.
    6. Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT. schalten - die
       Tonsignalisation muß sich einschalten.
    7. Spannung an der Meßbuchse -27 B (gegen Masse) mit einem ge-
       eigneten Spannungsmesser messen und mit dem in Tabelle 8
       aufgeführten Normwert vergleich.
    8. Tastschalter CБPOC drücken - es müssen das Leuchtfeld TPEBOГA
       verlöschen, die Tonsignalisation ausgeschaltet werden, das
       Leuchtfeld ПPOBEPKA aufleuchten und die ununterbrochene Ton-
       signalisation sowie die Signallampe CETЬ eingeschaltet werden.
    9. Tastschatler CБPOC loslassen - der Endempfänger wird in den
       Ausgangszustand (Beriebszustand) überführt.
    10. Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT. oder PУЧH. schalten.

Anmerkung:
Während der Zeit des Betätigens der Tastschalter ПOДTBEPЖДEHИE
und CБPOC empfängt die nächsthöhere Führungsebene das Bestäti-
gungssignal (ПOДTBEPЖДEHИE), unabhängig vom Schalterzustand des
Endempfängers.

4. Betriebsdienst

4.1. Empfänger/Senders

4.1.1. Empfang des Alarmierungssignals und Senden des Bestätigungs-
       signals

Vor Beginn des Betriebsdienstes ist der Kippschalter
ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung PУЧH. (Handbetätigung des Alarmierungs-
signals) zu schalten.
Bei Empfang des Alarmierungssignals (TPEBOГA) und zum Senden des
Bestätigungssignals (ПOДTBEPЖДEHИE) sind folgende Arbeitsstufen
auszuführen:
1. Betriebszustand prüfen und kontrollieren, ob das Leuchtfeld
   TPEBOГA leuchtet, die Tonsignalisation sich eingeschaltet hat
   und das Signal zum Einschalten der äußeren Signaleinrichtung
   erzeugt wird.
   Das Signal TPEBOГA wird gleichzeitig automatisch an alle ange-
   schlossenen Teilnehmer übertragen.
2. Tastschalter ЗBУK. OTKЛ. drücken - das Bestätigungssignal
   (ПOДTBEPЖДEHИE) wird in der Zeit des Drückens des Tastschalters
   ЗBУK. OTKЛ. an die nächsthöhere Führungsebene gesendet.
   Nach Beendigung des Sendens des Signals TPEBOГA durch die nächst-
   höhere Führungsebene wird mit Hilfe des Tastschalters ЗBУK.
   OTKЛ. die Tonsignalisation ausgeschaltet.
3. Tastschalter ПOДTBEPЖДEHИE nach Empfang des Signals
   ПOДTBEPЖДEHИE von den angeschlossenen Teilnehmern drücken - das
    Signal ПOДTBEPЖДEHИE wird an die nächsthöhere Führungsebene
    gesendet. Das Senden des Signals ПOДTBEPЖДEHИE wird optisch
    durch Verlöschen der Signallampe CETЬ des Stromversorgungsge-
    rätes angezeigt; das Leuchtfeld TPEBOГA leuchtet jedoch weiterhin.
Bei einem erneuten Empfang des Signals TPEBOГA von der nächsthö-
heren Führungsebene schaltet sich die Tonsignalisation wiederholt
ein. Eine Ursache kann sein, daß das Signal ПOДTBEPЖДEHИE von der
nöchsthöhreen Führungsebenen nicht empfangen wurde. Der Arbeits-
gang 3 ist zu wiederholen.
Die Rückführung des Empfänger/Senders in den Ausgangszustand er-
folgt durch die nächsthöhere Führungsebene Signals CБPOC). Dieser
Zustand wird durch Verlöschen des Leuchtfeldes TPEBOГA sowie Leuchten
der Signallampe CETЬ des Stromversorgungsgerätes optisch ange-
zeigt.
Das Signal CБPOC wird, wenn sich der Kippschalter TPEBOГA (unter
der Abdeckung) in Stellung ЗAПP. befindet, ebenfalls an die ange-
schlossenen Teilnehmer weitergeleitet.

4.1.2. Empfang des Überprüfungssignals

Bei Empfang des Überprüfungssignals (ПPOBEPKA) sind abhängig von
Betriebszustand folgende Arbeitsstufen auszuführen:
a) Signal TPEBOГA ist am Empfänger/Senders fixiert:
   - prüfen, ob das Leuchtfeld TPEBOГA verlischt und das Leuchtfeld
     ПPOBEKPA leuchtet,
   - prüfen, ob das Leuchtfeld TPEBOГA verlischt und das Leuchtfeld
     ПPOBEKPA leuchtet,
   - prüfen, ob die ununterbrochene Tonsignalisation und die Si-
     gnallampe CETЬ des Stromversorgungsgerätes eingeschaltet sind
     sowie kein Signal zum Einschalten der äußeren Signaleinrich-
     tung bereitgestellt wird.
   Das Signal ПPOBEKPA wir automatisch an die nachgeordnete Füh-
   rungsbene, das Signal ПOДTBEPЖДEHИE an die nächsthöhere Füh-
   rungsbene, gesendet.
b) Empfänger/Senders befinden sich im Ausgangszustand:
   - Prüfen, ob das Leuchtfeld ПPOBEKPA leuchtet,
   - prüfen, ob die ununterbrochene Tonsignalisation eingeschal-
     tet ist.
   Das Signal ПOДTBEPЖДEHИE wird automatisch an die nächsthöhere
   Führungsebene gesendet. Eine Weiterleitung des empfangen
   Signals ПPOBEKPA an die angeschlossenen Teilnehmer der nachge-
   ordneten Führungsebene erfolgt nicht.
Nach Beendigung der Überprüfung wird der Empfänger/Senders automa-
tisch in den Ausgangszustand weitergeleitet werden, ist der Kippschal-
ter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in StellungЗAПP. zu schalten.


4.1.3. Senden des Alarmierungssignals

Zum Senden des Alarmierungssignals (TPEBOГA) sind folgende Arbeits-
schritte auszuführen:
1. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stellung PAЗP.
   und Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT. schalten.
2. Tastschalter ЦИPKУЛЯPHO zur Alarmierung aller angeschlossenen
   Teilnehmer drücken - es müssen dabei die unterbrochene Ton-
   Signalisation eingeschaltet werden, das Leuchtfeld TPEBOГA
   aufleuchten, die Signallampe CETЬ verlöschen und die äußere
   Signaleinrichtung eingeschaltet werden.
3. Tastschalter ЦИPKУЛЯPHO loslassen - es müssen die Leucht- und
   Tonsignalisation eingeschaltet bleiben, von den angeschlossenen
   Teilnehmern die Bestätigungen eingehen und durch die Leucht-
   felder ПOДTBEPЖДEHИE angezeigt werden.
4. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stellung ЗAПP.
   schalten.
5. Tastschalter CБPOC drücken und danach loslassen - am Empfänger/
   Sender müssen sich alle Anzeigen ausschalten (Herstellen des
   Ausgangszustandes).
6. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stellung PAЗP.
   schalten.
7. Nacheinander jedem der angeschlossenen Teilnehmer zur selek-
   tiven Alarmierung das Signal TPEBOГA mittels Betätigen des
   Tastschalters ИЗБИPATEЛЬHO senden - nach dem Loslassen des
   entsprechenden Tastschalters muß über diesem das Leuchtfeld
   ПOДTBEPЖДEHИE aufleuchten.
8. Tastschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stellung ЗAПP.
   schalten und Tastschalter CБPOC drücken - es müssen alle Leucht-
   felder ПOДTBEPЖДEHИE verlöschen und der Ausgangzustand des
   Empfänger/Senders hergestellt werden.
Zum Ausschalten der Tonsignalisation ist der Tastschalter ЗBУK.
OTKЛ. zu drücken.

4.1.4. Einschalten der äußeren Signaleinrichtung

Zum Einschalten der äußeren Signaleinrichtung (die Teilnehmer der
nachgeordneten Führungsebene erhalten keine Benachrichtigungs-
signal) sind folgende Arbeitsschritte auszuführen:
1. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stellung ЗAПP.
   schalten.
2. Tastschalter BHEШH. CИГHAЛ. drücken und danach loslassen - es
   müssen sich die Tonsignalisation sowie die äußere Signalein-
   richtung einschalten und das Leuchtfeld TPEBOГA aufleuchten.
3. Tastschalter ЗBУK. OTKЛ. drücken und danach loslassen - die
   Tonsignalisation muß sich ausschalten.
4. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stellung ЗAПP.
   schalten.
5. Tastschalter CБPOC drücken und danach loslassen - der Empfän-
   ger/Sender wird in den Ausgangszustand überführt.

4.1.5. Senden des Überprüfungssignals

Zum Senden des Überprüfungssignals (ПPOBEKPA) sind folgende Ar-
beitsschritte auszuführen:
1. Kippschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) in Stellung ЗAПP.
   schalten.
2. Tastschalter CБPOC drücken und in diesem Zustand belassen -
   es müssen die ununterbrochene Tonsignalisation sich einschalten
   und das Leuchtfeld ПPOBEKPA sowie die Signallampen
   ПOДTBEPЖДEHИE auf allen Richtungen aufleuchten, an die die End-
   empfänger (Teilnehmer der nachgeordneten Führungsebene) ange-
   schlossen sind.
3. Tastschalter CБPOC loslassen - die Signallampen ПOДTBEPЖДEHИE
   müssen verlöschen.

4.2. Endempfänger

4.2.1. Empfang des Alarmierungssignals sowie Senden des Bestäti-
     gungssignals

Bei Empfang des Alarmierungssignals (TPEBOГA) und zum Senden des
Bestätigungssignals (ПOДTBEPЖДEHИE) sind folgende Arbeitsschritte
auszuführen:
1. Prüfen, ob das Leuchtfeld TPEBOГA leuchtet, die Tonsignalisation
   sich eingeschaltet hat und das Signal zum Einschalten der äuße-
   ren Signaleinrichtung erzeugt wird.
2. Senden des Bestätigungssignals
   a) automatisch
      - Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung ABT. schalten.
      - Empfang des Signals TPEBOГA visuell prüfen - beim Anliegen
      wird automatisch der Erhalt des Alarmierungssignals be-
      stätigt. Die Signallampe CETЬ muß verlöschen.
   b) manuell
      - Kippschalter ПOДTBEPЖДEHИE in Stellung PУЧH. schalten.
      - Tastschalter ПOДTBEPЖДEHИE bei Empfang des Alarmierungs-
        signals drücken - die Signallampe CETЬ muß verlöschen.
Das Abschalten der Tonsignalisation erfolgt nur bei manueller Be-
stätigung des Signals TPEBOГA.

4.2.2. Empfang des Überprüfungssignals

Bei Empfang des Überprüfungssignals (ПPOBEKPA) schaltet sich die
ununterbrochene Tonsignalisation ein. Das Leuchtfeld ПPOBEKPA muß
leuchten.
Die Bestätigung des empfangen Signals ПPOBEKPA erfolgt automa-
tisch durch den Endempfänger an die nächsthöhere Führungsebene.
Der Ausgangszustand des Endempfängers wird nach Beendigung der
Überprüfung selbstständig wiederhergestellt.
Das Senden der Bestätigung kann in Ausnahmefällen (Auf Weisung)
manuell durch Drücken des Tastschalters ПOДTBEPЖДEHИE gewährlei-
stet werden.

4.2.3. Ein- und Ausschalten der örtlichen Alarmierung und der
       äußeren Signaleinrichtung

Zum Ein- und Ausschalten der örtlichen Alarmierung und der äußeren
Signaleinrichtung sind folgende Arbeitsschritte auszuführen:
1. Tastschalter TPEBOГA (unter der Abdeckung) drücken und danach
   loslassen - es müssen dabei die ununterbrochene Tonsignalisation
   eingeschaltet werde, das Leuchtfeld TPEBOГA aufleuchten, der
   Wecker ertönen und das Signal zum Einschalten der äußeren
   Signaleinrichtung vorliegen. Der Wecker ertönt nur so lange,
   wie der Tastschalter TPEBOГA betätigt wird.
2. Tastschalter CБPOC drücken - die äußere Signaleinrichtung wird
   abgeschaltet und der Ausgangszustand des Endempfängers wieder
   hergestellt.

5. Wartung

Die Wartung des Satzes der örtlichen Benachrichtigung ist entspre-
chend den Festlegungen der Anleitung 040/1/833 Alarmierungsgeräte-
satz P-161, Wartungstechnologie, durchzuführen.

6. Störung, mögliche Ursache und Beseitigung
StörungMögliche UrsacheBeseitigung
 
Stromversorgungsgerät
Signallampe ABAPИЯ
leuchtet und die Ton-
signalisation des Empf-
fänger/Senders ertönt
Sicherung -27 B und/
oder +40 B und/oder
-40 B defekt
Vorhandensein der
entsprechenden
Spannungen prüfen
und defekte Siche-
rung auswechseln
 
Netzausfall - es erfolgt
keine Umschaltung auf
Reservebetrieb (Akku-
mulator), die Signal-
lampe PEЗEPB leuchtet
nicht
Sicherung -24 B defektBetrag der Span-
nung prüfen und
defekte Sicherung
auswechseln
 
Bei drücken des Tast-
schalters KOHTP. ЛAMП.
des Empfänger/Senders
leuchten die Signallam-
pen ПOДTBEPЖДEHИE
nicht auf (Normalbetrieb)
Sicherung ~18 B defektVorhandensein der
Spannung an der Meßbuchse ~18 B
prüfen und Siche-
rung auswechseln
 
Signallampe PEЗEPB
leuchtet in der
Schalterstellung CETЬ
des Kippschalters CETЬ
a) Sicherung CETЬ defekt  
b) Kabel CETЬ defekt
c) Wechselspannung
220 V/127 V liegt
nicht an
Sicherung auswechseln
Kabel prüfen und ggf. auswechseln
Vorhandensein der
Spannung prüfen
und ggf. Akkumu-
latorbetrieb
durchführen
 
Signallampe CETЬ
leuchtet bei eingeschal-
tetem Stromversorgungs-
gerät nicht - die Be-
triebsspannung liegt an,
die Akkumulatoren sind
angeschlossen
a) Glühlampe defekt
b) Kabel БППП defekt
Glühlampe auswechseln
Kabel prüfen und
ggf. auswechseln
 
Empfänger/Sender
Leuchtfelder TPEBOГA
und ПPOBEKPA leuchten
nicht bei Empfang der
entsprechenden Signale
Glühlampe(n) defektGlühlampe(n)auswechseln
 
Tastschalter KOHTP.
ЛAMП. gedrückt - Signal-
lampe(n)ПOДTBEPЖДEHИE
leuchtet/leuchten nicht
Glühlampe(n) defektGlühlampe(n) auswechseln
 
Signallampe(n) ЗAЩИTA
ЛИHИЙ leuchten
a) Leitungskurzschluß
b) Kurzschluß zwi-
schen den Polen
des Spitzenent-
laders im End-
empgäger
Kurzschluß beseitigen
Einstellen des
richtigen Abstan-
des zwischen den
Spitzen des Ent-
laders
 
Signale TPEBOГA und
ПPOBEKPA werden nicht
empfangen
a) Sicherung defekt
b) elektrische Werte
der Leistungsstrom-
kreise haben sich
verändert
Sicherungen auswechseln
Stromkreise prü-
fen und alten Zu-
stand herstellen
 
Nach Drücken und an-
schließendem Loslassen
des Tastschalters CБPOC
verlöschen einige Si-
gnallampen
nicht
Widerstand Ader-Erde
zu gering (< 50 kΩ)
Ursache des ver-
ringerten Wider-
standes beseitigen
 
Endempfänger
Signallampe CETЬ leuch-
tet bei eingeschalteter
Stromversorgung nicht
a) Glühlampe defekt
b) Stromversorgungs-
kabel defekt
c) Sicherung CETЬ
und/oder -27 B
defekt
Glühlampe auswechseln
Kabel prüfen und
ggf. auswechseln
Sicherung(en)
auswechseln
 
Bei Betätigen des Tast-
schalters TPEBOГA
a) leuchtet das Leucht-
feld TPEBOГA nicht
b) klingelt der Wecker
nicht
Glühlampe defekt
Akkumulator ausge-
fallen bzw. Wecker
nicht richtig einge-
stellt
Glühlampe aus-
wechseln
Akkumulator aus-
wechseln bzw.
Wecker richtig
einstellen
 
Leuchtfelder ПPOBEKPA
leuchtet bei gedrückten
Tastschalter CБPOC nicht
Glühlampe defektGlühlampe aus-
wechseln
 
Signale TPEBOГA und
ПPOBEKPA werden durch
Endempfänger nicht aus-
gewertet
a) Sicherung
defekt
b) elektrische Werte
der Leitungsstrom-
kreise habe sich
verändert
Sicherung aus-
wechseln
Stromkreise prü-
fen und Normwerte
einstellen
Bei der Beseitigung von Störungen sind die in der A 040/1 /833 auf-
geführten Sicherheitsbestimmungen sowie die in der vorliegenden
Anleitung getroffenen Festlegungen hinsichtlich der Nutzung und
des Arbeitsschutzes einzuhalten.
Das Auswechseln von Sicherungen hat nur gegen Sicherungen gleicher
Nennstromstärke bei ausgeschalteter Stromversorgung zu erfolgen.
Die Sicherungen sind Bestandteil der Ersatzteilsätze (ЗИП)
ПШ2.402.002 ЗИ und ПШ2.402.003 ЗИ.
Glühlampen des Typs CM-28 sind mit Hilfe des Lampenziehers
ПШ8.939.045, der Bestandteil des EWZ-Satzes ist, auszuwechseln.
Das Auswechseln von Platinen, Baugruppen und Bauelementen ist
gemäß den Festlegungen der A 040/1/833 vorzunehmen; Platinen sind
Bestandteil des EWZ-Satzes.
Bei einer notwendigen Instandsetzung des Netztransformators Tp4 des
Stromversorgungsgerätes sind die in Tabelle 9 aufgeführten Angaben
zu berücksichtigen.
Notwendige Instandsetzungsarbeiten sind schriftlich nachzuweisen.

Tabelle 9 Stromversorgungsgerät - Transformator Tp4
Wicklung
W1  W2  W3  W4  W5  W6  W7  W8  
DrahtsorteПЭB-2
Durchmesser (mm)  
des Drahtes
1,120,380,380,380,380,440,440,44
Windungszahl54777710510517
Wickelrichtungin einer Richtung
Wickelanschluß1-2-34-56-78-910-1112-1314-1516-17
Reihenfolge der
Wicklungen
84567123
Empfänger/Sender
Bild 2 Stromlaufplan des Empfängers/Senders (PSch2.402.002.SchÄ)
Stromversorgung
Bild 4 Stromlaufplan des Stromversorgungsgerätes des Empfänger/
       Sender (PSch2.047.058.SchS)
Endempfänger
Bild 6 Stromlaufplan des Endempfängers (PSch2.402.002.SchÄ)
Lit.-Nr.: 5/85

MINISTERRAT
DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK
MINISTERIUM FÜR NATIONALE VERTEIDIGUNG

A 040/1/417
Automatisiertes
Alarmierungssystem P-161
Hauptsatz und Zusatzsatz
Nutzung

1985


Einführungsbestimmung zur A 040/1/417

Die Anleitung 040/1/417 Automatisiertes Alarmierungssystem P-161,
Hauptsatz und Zusatzsatz, Nutzung, wird erlassen und tritt am 01. 09. 1985
in Kraft.

O. U., den 03. 06. 1985               Chef Nachrichten


Inhaltsverzeichnis
                                                      Seite
         Übersichts- und Einführungsteil                 1
1.       Bestimmung und Bestandteile                     6
2.       Sicherheitsbestimmungen                        11
3.       Entfaltung                                     12
3.1.     Allgemeines                                    12
3.2.     Hauptsatz                                      14
3.2.1.   Aufbau                                         14
3.2.2.   Abbau                                          32
3.3.     Zusatzsatz                                     32
3.3.1.   Aufbau                                         32
3.3.2.   Abbau                                          47
4.       Betriebsvorbereitung                           47
4.1.     Einschalten und Prüfen der Stromversorgung     47
4.2.     Einstellen der Empfindlichkeit und des         48
         Linienstrom der Telegrafiekanäle
4.2.1.   Hauptsatz                                      48
4.2.2.   Zusatzsatz                                     49
4.3.     Einstellen des Empfangssignalpegels der        51
         Fernsprechkanäle
4.3.1.   Hauptsatz                                      51
4.3.2.   Zusatzsatz                                     52
5.       Eigenüberprüfung                               53
5.1.     Kommandopult KP                                53
5.2.     Kommandotafel KT                               53
5.3.     Fernschreibmaschine                            53
5.4.     Sprechpult RP                                  54
5.5.     Adressenpult AP und Adressentafel AT           54
6.       Komplexkontrolle                               56
6.1.     Hauptsatz                                      56
6.1.1.   Allgemeines                                    56
6.1.2.   Betriebsart 1                                  56
6.1.3.   Betriebsart 2                                  57
6.1.4.   Betriebsart 3                                  58
6.1.5.   Betriebsart 4                                  59
6.2.     Zusatzsatz                                     62
6.2.1.   Allgemeines                                    62
6.2.2.   Betriebsart 1                                  62
6.2.3.   Betriebsart 2                                  67
6.2.4.   Betriebsart 3                                  68
7.       Diensthabende Betrieb                          69
8.       Betriebsdienst                                 70
8.1.     Senden on Kommandos und Empfang der            70
         Bestätigungen
8.2.     Empfang der Kommandos und Senden von           74
         Bestätigungen
8.3.     Senden fernmündlicher und fernschriftlicher    75
         Informationen
8.4.     Empfang fernmündlicher und fernschriftlicher   77
         Informationen
8.5.     Steuerung des Satzes örtlicher Benachrichti-   78
         gung
8.6.     Blockierung der Kanalabzweigung                79
9.       Wartung                                        79
10.      Störungen, mögliche Ursachen und ihre Be-      80
         seitigung
10.1.    Allgemeines                                    80
10.2.    Störungstabelle                                81
10.3.    Nachstimmen der Telegrafiebetriebsfrequenzen   85
10.4.    Einregeln der Ausgangsspannungen der Strom-    87
         versorgungseinschübe
11.      EWZ-Sätze                                      88


1. Bestimmung und Bestandteile

Das automatisierte Alarmierungssystem P-161 (nachfolgend Gerätesatz
P-161) gewährleistet die automatisierte Alarmierung der angeschlos-
senen Teilnehmer über mehrere Führungsebenen unter Nutzung beste-
hender direkter Draht-, Richtfunk oder Funkverbindungen.
Zum Gerätesatz P-161 gehören
a) 1 Hauptsatz
b) 1 Zusatzsatz und
c) 2 Satz für örtliche Benachrichtigung.
Di den entsprechenden Sätzen zugeordneten Geräte/Einschübe sind
aus Tabelle 1 ersichtlich.
Anordnung Geräte
Bild 1 Anordnung der Geräte/Einschübe des Hauptsatzes in den ge-
       stellen
Gestelle
Bild 2 Anordnung der Geräte/Einschübe des Zusatzsatzes in den ge-
       stellen

Der Hauptsatz ist bestimmt für
a) die Bildung der Kommandos der Warnung/Alarmierung und ihre über-
   tragung an nachgeordnete Führungsebenen,
b) die Steuerung des Zusatzsatzes, wenn dieser ebenfalls aufgebaut
   wurde,
c) das Abzeigen von Übertragungskanälen für die Zeit der Übertra-
   gung der Kommandos,
d) den Empfang und die Fixierung der Kommandos von der übergeordne-
   ten Führungsebene,
e) das Erzeugen und übertragen der Bestätigungssignale (automa-
   tisch, Handbestätigung) auf ein empfangenes Kommando,
f) das Übertragen der Signale TPEBOГA (ALARM) und ПPOBEPKA (PRÜFEN)
   im Netz der örtlichen Benachrichtigung.
Der Zusatzsatz wird zum Übertragen von Kommandos in bis zu 10 Rich-
tungen, in Verbindung mit dem Hauptsatz, sowie Empfang der ent-
sprechenden Bestätigungssignale verwendet.
Der Satz der örtlichen Benachrichtigung (SöB) ist bestimmt für das
Übertragen der Signale TPEBOГA und ПPOBEPKA über speziell für den
Gerätesatz P-161 geschaltete Leitungen.
Die Anordnung der Geräte/Einschübe erfolgt in Gestellen:
a) Hauptsatz (Bild 1)
   - Hauptgestell 1 (OS-1),
   - Stromversorgungsgestell 1 (SP-1),
   - Kanalabzweiggestelle 1 (SOK-1);
b) Zusatzsatz (Bild 2)
   - Hauptgestell 2 (OS-2),
   - Stromversorgungsgestelle 2 (SP-2) und 3 (SP-3),
   - Kanalabzweiggestelle 2 (SOK-2) und 3 (SOK-3).

Tabelle 1 Geräte/Einschübe des Gerätesatzes P-161
 
Gerät/BenennungKurzbezeichnungGestellBemer-
EinschubdeutschrussischOS-1OS-2SP-1SP-2SP-3SOK-1SOK-2SOK-3kung
P-161-16KommandopultKP
P-161-24KommandotafelKTKTHS
P-161-1SprechpultRP
P-161-20FunkverteilerRRPP11
P-161-15EmpfängerPMПM34
P-161-14GeberDД1
P-161-13Kanalabzweig-
block I
BO OБO I2
P-161-5Filterblock IBF IБФ I2
P-161-12Kanalabzweig-
block II
BO IIБO II135
P-161-6Filterblock IIBF IIБФ II135
BOTFFernsprechabzweig-
einschub 1. Kanal
TF 1TФ I155
BOTFFernsprechabzweig-
einschub 2. Kanal
TF 2TФ 2135
BOTGFernschreibabzweig-
einschub 1. Kanal
TG 1TГ I175
P-161-4DemodulatorDMДM2
P-161-25DemodulatorDMДM21HS
P-161-18ZV-PultPGOПГO
P-161-2ModulatorMM1
P-161-3Modulator mit Ver-
teiler
MKMK1
P-161-17AdressenpultAP
P-161-23AdressentafelATATZS
P-161-19AdressenverteilerARAP1
P-161-1RelaisvermittlungRKPK1
P-161-22Sender/EmpfängerPPpp
P-161-21Empfänger (End-
empfänger)
OPSöB
P-161-10Stromversorgungs-
einschub für Sen-
der/Empfänger
BPPPБППП1
P-161-8Hauptstromversor-
gungseinschub
BPOБПO111
P-161-9Signalstromversor-
gungseinschub
BPSБПC111
P-161-7Linienstromversor-
gungseinschub
BPLБПЛ11
Anmerkung:
HS       - Hauptsatz
OS       - Hauptgestell (OS-1, OS-2)
SOK      - Kanalabzweiggestell (SOK-1 bis SOK-3)
SP       - Stromversorgungsgestell (SP-1 bis SP-3)
BOTF     - Fernsprechabzweigeinschub
BOTG     - Fernschreibabzweigeinschub
BOTsch   - Grundfrequenzeinschub
TGA      - Fernschreibmaschine


2. Sicherheitsbestimmungen

Zur Bedienung des Gerätesatzes P-161 ist nur der Personalbestand zu-
zulassen, der über gefestigte praktische Kenntnisse hinsichtlich
der Nutzung verfügt, die betreffenden Sicherheitsbestimmungen sowie
Bestimmungen des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes kennt
bzw. über diese belehrt wurde.
Zum Durchführen der Wartungsarbeiten sind die allgemeinen Sicher-
heitsbestimmungen zur Nutzung, Instandsetzung und Lagerung der
Nachrichtenausrüstung sowie die Festlegungen der A 040/1/833 Alar-
mierungsgerätesatz P-161. Wartungstechnologie einzuhalten.
Es ist verboten, Geräte ohne sichere Erdung zu betrieben bzw. Steck-
dosenstromkreise und Erdungen anderer Geräte zu verwenden bzw.
gleichzeitig zu nutzen.
Die Erdungsklemmen der Geräte/Einschübe des Gerätesatzes P-161 sind
untereinander und mit der gemeinsamen Erdschiene über einen Kupfer-
leiter, der einen Querschnitt von mindestens 1, mm aufweisen muß,
zu verbinden.
Bei eingeschalteter Stromversorgung ist verboten
- Stromzuführungskabel und Leitungen aller Art an- oder abzuklemmen
- Einschübe zur Durchsicht und zum Reinigen der inneren Verdrah-
  tung herauszunehmen,
- das Anliegen der Spannung mit der Hand oder mit metallischen
  Werkzeug ohne ein entsprechendes Meßinstrument/Prüfgerät zu kon-
  trolliern,
- nach dem Einschalten der Stromversorgung die Geräte anzuheben,
  zu kanten bzw. Baugruppen und Einzelteile auszutauschen,
- Wartungsarbeiten, die nicht mit elektrischen Prüfungen verbunden
  sind, bei eingeschalteten sowie an die Spannungsquelle ange-
  schlossenen Geräten/Einschüben durchführen.
Die Fehlersuche und -beseitigung an der Verdrahtung der Geräte/
Einschübe, das Anschließen von Verbindungsleitungen sowie das Aus-
wechseln von Sicherungen (gleicher Nennstromstärke) und Signallam-
pen sind nur bei abgeschalteter Stromversorgung auszuführen.
Die Lötarbeiten an den Federkontakten der Platten sind nur unter
Schutzbrille auszuführen.


3. Entfaltung

3.1. Allgemeines

Bei der Entfaltung der Geräte/Einschübe des Gerätesatzes P-161 ist
zu beachten, daß die Geräte, die eine Steuerungsfunktion im Be-
stand des Gerätesatzes P-161 ausüben (Kommando-, Adressen- und
Sprechpult, Kommando- und Adressentafel, Fernschreibmaschine) so-
wie die Kanalabzweiggestelle SOK nur bis zu einer Entfernung
≤ 200 m vom Hauptgestelle (OS) abgesetzt betrieben werden dürfen.
Die jeweilig konkrete Aufstellung des Gerätesatzes P-161 in einer
Nachrichtenzentrale/am Aufstellungsort wird durch die vorhandenen
räumlichen Bedingungen bestimmt. Die nachstehenden Aufstellungshin-
weise sind zu beachten und nach Möglichkeit zu realisieren:
a) Die Kanalabzweiggestelle SOK sind so anzuordnen, daß ein zweck-
   mäßiger Anschluß an die Nachrichtenkanäle (Fernvermittlung,
   Schaltstelle usw.) gegeben ist. Der freie Zugang zum
   - Anschließen der Nachrichtenkanäle,
   - Durchführen von wartungs- und Instandsetzungsarbeiten
   muß gewährleistet sein.
b) Das Aufstellen der Hauptgestelle kann in unmittelbarer Nähe der
   Kanalabzweiggestelle SOK erfolgen, so daß schaltungstechnisch
   vereinfachte Bedingungen zur Kopplung derselben bestehen. Eine
   räumlich getrennte Aufstellung der Gestelle OS und SOK ist zu-
   lässig.
c) Die Geräte/Einschübe, die eine Steuerungs- und/oder Kontroll-
   funktion im Bestand des Gerätesatzes P-161 ausüben, sind so den
   jeweiligen Arbeitsplätzen der Diensthabenden (Nutzer) zuzuord-
   nen, daß ein ungehindertes Arbeiten mit diesen gewährleistet
   ist.
P-161 Befestigung
Bild 3 Anordnung der Pulte und Befestigung der Führungsschienen am
       Gestell bzw. an der Tischplatte
Befestigung
Bild 4 Befestigung der Kommandotafel KT
       a) an der Tischplatte
       b) an der Wand

Der benötigte Flächen- und Leistungsbedarf (Richtwerte) in Abhän-
gigkeit vom Komplettierungsgrad des Gerätesatzes P-161 ist aus Ta-
belle 2 ersichtlich. Der tatsächliche Leistungsbedarf ist aus den
Begleitheften zu entnehmen.

Tabelle 2 Flächen- und Leitungsbedarf des Gerätesatzes P-161
Geräte/EinschübeFläche
in m²
Leistungsaufnahme
in VA
Hauptsatz4980
zur Benachrichtigung
in 10 Richtungen
4,82550
zur Benachrichtigung
in 30 Richtungen
95690
zur Benachrichtigung
in 90 Richtungen
3015124


3.2. Hauptsatz

3.2.1. Aufbau

Der Hauptsatz ist wie folgt aufzubauen:
1.  Gestelle OS-1, SP-1 und SOK-1 aus den Verpackungskisten heraus-
    nehmen.
2.  Vollzähligkeit und äußeren Zustand der Geräte/Einschübe anhand
    der zum Gerätesatz P-161 gehörenden Dokumentation kontrollieren.
    Festgestellte Mängel und Fehler sind zu beseitigen.
3.  Gestelle OS-1, SP-1 und SOK-1 am Fußboden bzw. auf einem geeig-
    neten Tisch mit Holzschrauben befestigen.
    Der Abstand zwischen der jeweiligen Gestellrückseite und der
    Wand muß mindestens 0,6 m betragen.
    Der Abstand der Gestelle OS-1 und SOK-1 vom Gestell SP-1 darf,
    bedingt durch die Länge der Anschlußkabel, maximal 3 m betragen.
4.  Pulte am Arbeitsplatz (Bild 3) aufstellen.
5.  Bei Notwendigkeit an den Steckverbinder Ш5 des Sprechpultes RP
    einen Lautsprecher (≤ 0,5 W; 30 V) anschließen, der bis zu ei-
    ner Entfernung ≤ 200 m abgesetzt aufgestellt werden kann.
6.  Tonbandgeräte an das Sprechpult RP gemäß Schaltplan
    PSch1.270.002SchS (Dokumentation des Herstellers) anschließen:
    a) TBG 1  Steckverbinder Ш6 ПEPEДAЧA PC - ДИKTAФOH
    b) TBG 2  Steckverbinder Ш8 ЗAПИCЬ - ПEPEДAЧA PC
    c) TBG 3  Steckverbinder Ш9 ЗAПИCЬ - ПPИEM PC
7.  Fernschreibmaschine aufstellen und anschließen.
8.  Kommandotafel KT auf dem Arbeitsplatz (Tisch) aufstellen bzw.
    an der Wand (Bild 4) anbringen.
9.  Elektrischen Anschluß zwischen den Pulten sowie der Kommando-
    tafel KT und der Fernschreibmaschine zum Hauptgestell OS-1 mit
    Hilfe der Kabel TПKШ gemäß Schaltplan PSch1.270.002SchS herstel-
    len.
    Der elektrische Anschluß zwischen Hauptgestell OS-1 und Sender/
    Empfänger PP zwischen Empfänger OP des SöB ist unter Beachtung der
    Festlegungen der Dokumentation PSch2.402.003 TO des Herstellers
    vorzunehmen.
    Zum Fernausschalten der akustischen Signalisation kann an den
    Steckverbinder ЗBУK OTKЛ. der Kommandotafel KT ein entsprechen-
    der Tastschalter, der nicht zum Bestand des Gerätesatzes P-161
    gehört, angeschlossen werden.
10. Erdungsschiene mit einem Querschnitt von mindestens (4 x 40) mm
    an den Aufstellungsort der Gestelle bzw. der Pulte heranzuführen.
    Zum zuverlässigen Erden ist ein Kupferdraht mit einem Querschnitt
    ≥ 1,5 mm zu verwenden, der mit den Erdungsklemmen pic der
    Geräte /Einschübe bzw. den Abschirmungen der entsprechenden Ka-
    bel und der Erdungsschiene zu verbinden ist.
11. Stromversorgungsgestell SP-1 und Sprechpult RP mit Hilfe eines
    Kabels PПШ-220 (≥ 1,5 mm) an ein 220-V- bzw. 127-V-Wechsel-
    spannungsnetz anschließen.
    Das Kabel PПШ-220 gehört nicht zum Bestand des Gerätesatzes
    P-161. Kommt als Betriebsspannung eine 127-V-Wechselspannung
    zur Anwendung, ist wie folgt zu verfahren:
    - Einsätze БПO ~220, БПC ~220 und БПЛ~220 der Stromversor-
      gungseinschübe BPO, BPS und BPL durch die entsprechenden Ein-
      sätze БПO ~I27, БПC ~I27 und БПЛ~I27, die sich im EWZ-Satz
      befinden, ersetzen,
    - Steckverbinder PП des Sprechpultes RP von der Messerleiste
      Ш2 ~220 auf die Messerleiste ШI ~127 umstecken,
    - Sicherung entsprechend der Nennspannung auswechseln.
12. Elektrische Verbindung zwischen den Geräten/Einschüben (D, PM,
    RR, BPO, BPS, BPL) mit Hilfe der zum EWZ-Satz gehörenden Kabel
    gemäß Schaltplan PSch1.270.002SchS herstellen.
13. Elektrische Verbindung zwischen den Gestellen SOK-1, OS-1 und
    SP-1 mit Hilfe des Leitungsmaterials MГШB gemäß Schaltplan
    PSch1.270.002SchS herstellen. Die Leiter MГШB sind als Kabel-
P-161 Variante
Bild 12 Anschlußvariante des Gerätesatzes P-161 in einer Nachrichtenzentrale