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ACHTUNG! Bitte nicht verwechseln mit der:
DV A 040/1/011 (1986)
Organisation des Schaltens von Kanälen, Leitungen und
Teilnehmerendeinrichtungen in Nachrichtenzentralen
Schaltorganisation in Nachrichtenzentralen


                NATIONALE VOLKSARMEE

     DER DEUTSCHEN DEMOKTRATISCHEN REPUBLIK



                    Nur für den Chiffrierdienst!   BStU*68

                    Geheime Verschlußsache!

                    GVS-Nr.: A 127 831


                    Ausf. * 000






               A 040/1/011






   Technischer Betriebsdienst der SAS-Fernsprech-

              und  -Fernschreibstellen



                      1973



Die Anleitung 040/1/011 - Technischer Betriebsdienst der
SAS-Fernsprech- und -Fernschreibstellen -
wird erlassen und tritt am           1973 in Kraft.
Gleichzeitig damit treten die  - Anweisung für das Führen
der Betriebsunterlagen in den Spezialfernsprech- und
-fernschreibstellen - , VVS-Nr.: A 63636, der Auszug
-Technischer Betriebsdienst der SFe- und SFs-Stellen- ,
GVS-Nr.: A 127 397 und die Vorläufige Anleitung 040/1/041
GVS-Nr.: 127 830, vom 01.07.1973 außer Kraft.


Berlin, den       1973        Chef Nachrichten

                  Inhaltsverzeichnis
                                                   Seite
1. Grundsätzliche Bestimmungen                       7
   Allgemeine Grundsätze                             7
   Geheimhaltungs- und Sicherheitsbestimmungen       9
   Arbeits- und Unfallschutzbestimmungen            19

2. Technischer Betriebsdienst                       21
   Anwendung von Redewendungen und Verkehrs-        21
   abkürzungen
   Schalten, Prüfen und Messen von Nachrichten-     21
   kanälen
   Herstellen der Bereitschaft zur Aufnahme von     26
   SFe- und SFs-Verbindungen
   Aufnahme von SFe-Verbindungen                    29
   Aufnahme von SFs-Verbindungen                    31
   Halten und Betreiben von SFe- und SFs-           32
   Verbindungen

3. Betriebsunterlagen und VS-Nachweisführung        37
   Führen der Betriebsunterlagen                    37
   VS-Nachweisführung                               44


Anlagen

Anlage  1 Muster einer Berechtigungskarte SNZ       48
        a) Vorderseite; b) Rückseite
Anlage  2 Muster einer Transportvollmacht           49
Anlage  3 Schalten, Prüfen und Messen von           50
          Nachrichtenkanälen
Anlage  4 Redewendungen (für Betriebsmechaniker     63
          SFeV)
Anlage  5 Fernschreibsignaltabelle und              65
          Verkehrsabkürzungen (für
          Betriebstechniker SFsV)
Anlage  6 Beispiel eines ausgefüllten               71
          Technischen Betriebsbuches
Anlage  7 Beispiel einer Verbindungsübersicht       76
Anlage  8 Varianten der SFe-Transitverbindungen     77
Anlage  9 Arbeitsgangfolge zur Aufnahme einer       81 (fehlt, siehe DV A 040/1/311)
          SFe-Verbindung
Anlage 10 Arbeitsgangfolgen zum Aufnehmen, Halten   82 (fehlt siehe DV A 040/1/311)
          und Betreiben von SFs-Verbindungen

Vom Autor hinzugefügte Dokumente:
          VS Begleit- und Grundkarte                Ah  Autor

1. Grundsätzliche Bestimmungen
   Allgemeine Grundsätze

   1. Die SAS-Fernsprech- und -fernschreibstellen¹) sind
      Elemente der SAS-Nachrichten- und Chiffrierzentrale²) der
      Nachrichtenzentrale eines Stabes (einer Führungsstelle),
      können aber auch als selbständige SAS-Stellen eingesetzt
      werden.
      Sie sind in Betriebsräumen stationärer Nachrichtenzentralen
      oder Spezialkraftfahrzeugen entfaltet und haben SAS-Fern-
      sprech- und -fernschreibverbindungen³) zur Gewährleistung
      der g e d e c k t e n  mündlichen und schriftlichen
      Informationsaustausches der Kommandeure und Stäbe sicher-
      zustellen.

   2.(1) Der technische Betriebsdienst der SFe- und SFs-Stellen
      ist auf der Grundlage der vom Leiter der Nachrichten-
      zentrale/SNZ erlassenen Befehle und Dienstanweisungen und
      der, für die einzelnen Elemente verbindlichen Dienstvor-
      schriften zu organisieren und durchzuführen. Die in den
      Bedienungsanweisungen getroffenen Festlegungen sind streng
      einzuhalten!

      (2) Durchgängiger Betriebsdienst ist durch gut organisier-
      ten Schichtbetrieb zu gewährleisten.
      Dazu sind in Abhängigkeit von der Tageszeit, dem Arbeits-
      anfall, der Anzahl der Arbeitsplätze und den Reserven an
      Personal die Dauer der Schicht und die Stärke der Schicht-
      besatzung festzulegen sowie die Schichtführer zu bestimmen.


      __________________________________________________
      1) Im weiteren nur noch SFe- und SFs-Stellen
      2) Im weiteren nur noch SNZ
      3) Im weiteren nur noch SFe- und SFs-Verbindungen.

      (3) Beginn und Ende des Schichtdienstes sowie der Schicht-
      wechsel ist nach den vom Leiter Nachrichtenzentrale
      befohlenen Terminen durchzuführen, während des Schicht-
      wechsels darf der Betriebsdienst nicht unterbrochen werden.

      (4) Es ist nicht gestattet, in den Betriebsräumen zu
      rauchen, zu essen und zu trinken sowie Verpflegung,
      Getränke und Gepäck aufzubewahren.
      Ausnahmen befiehlt der Leiter der Nachrichtenzentrale.
      Während des Kfz.-Marsches sind die Fenster und Türen
      der SAS-Trupps geschlossen zu halten.

   3.(1) Die SFe- und SFs-Stellen haben die befohlenen SAS-
      verbindungen termingerecht aufzunehmen und ununterbrochen
      zu halten.
      Die dazu erforderlichen Draht, Richtfunk- oder Funkkanäle
      sind von den Schaltstellen der Nachrichtenzentrale oder
      direkt von Richtfunk- und Funkstellen rechtzeitig zu über-
      nehmen.
      Der Leiter der SFe-Stelle hat die Arbeit des Stabsbau-
      trupps beim Entfalten des Teilnehmernetzes SAS zu
      kontrollieren. Die Fernsprechapparate SAS und abgesetzte
      Fernschreibmaschine S sind durch Kräfte der SFe- bzw.
      SFs-Stelle aufzustellen und anzuschließen.

      (2) Zugeschaltete, abgeschaltete, gestörte und entstörte
      Nachrichtenkanäle, aufgenommene, unterbrochene und wieder
      aufgenommene SFe- und SFs-Verbindungen sind vom Trupp-
      führer bzw. Schichtführer unverzüglich oder entsprechend
      den besonderen Festlegungen dem Leiter der SNZ bzw. Leiter
      der Nachrichtenzentrale zu melden. Die Abfertigung ist
      über den Zustand der SFe-Verbindungen ständig zu informie-
      ren.
      (3) Wird die Nachrichtenzentrale oder eine einzelnen SAS-
      Stelle verlegt, sind die betreffenden SFe- und SFs-
      Verbindungen bei der Gegenstelle abzumelden. Die am
      Teilnehmernetz SAS angeschlossenen Kommandeure und Stabs-
      offiziere sind rechtzeitig über den Abbau oder das
      Abschalten der SFe-Verbindungen zu informieren.

      (4) Der Fernsprech- und Fernschreibbetriebsdienst der
      Betriebsfernsprecher SAS und Fernschreiber SAS an der
      SAS-Fernsprechvermittlung⁴) bzw. der Fernschreibstelle S
      oder an abgesetzten Fernschreibmaschine S ist prin-
      zipiell nach der Dienstvorschrift 040/0/006 - Fernsprech-
      und Fernschreibbetriebsdienst - und nach den Festlegungen
      der Anleitung 040/1/010 -Fernsprech- und Fernschreib-
      betriebsdienst über SAS-Verbindungen -durchzuführen.

      Geheimhaltungs- und Sicherheitsbestimmungen

   5.(1) Da Personal der SFe- und SFs-Stellen ist zur
      strengsten Geheimhaltung aller ihm zur Kenntnis gelangen-
      den dienstlichen Angelegenheiten gegenüber jedermann
      verpflichtet.
      Der Geheimhaltung unterliegen u.a.
      - die organisierten Nachrichten- und SAS-Verbindungen;
      - die eingesetzte SAS-Technik, deren Bedienungsanweisungen
        und die angewandten Schlüsselunterlagen;
      - die festgelegten Zeiten des Schlüsselwechsels;
      - der Inhalt der Fernschreiben und Fernschreibgespräche
        einschließlich Absender und Empfänger;
      - die am Teilnehmernetz SAS angeschlossenen Teilnehmer;
      - die Methoden der Sicherung von SAS-Einrichtungen und
        Teilnehmernetzen SAS.
      _______________________________________
      4) Im weiteren nur noch SFe-Vermittlung

      (2) Alle Betriebsunterlagen (Betriebsbücher, Verzeich-
      nisse, Schemata usw. auch Auszüge daraus) unterliegen
      der Geheimhaltung und müssen als VS-Dokumente vereinnahmt
      sein. Sie sind wie alle übrigen VS-Dokumente, -Baugruppen
      und Schlüsselunterlagen lückenlos nachzuweisen, sicher
      aufzubewahren und wenn sie außerkraftgesetzt bzw. ungültig
      sind, termingemäß vernichten.


   6.(1) Die für eine SAS-Verbindung zugewiesenen Schlüssel-
      unterlagen sind mit Bleistift zu beschriften (Verbindungs-
      Nr., Verkehrsbeziehung). Sie sind, sofern nicht anders
      angewiesen, mit der niedrigsten Seriennummer beginnenden,
      fortlaufen zu benutzen.

      (2) Die Schlüsselunterlagen sind vor jeder Entnahme eines
      Schlüssels auf Unversehrtheit der Verpackung, des Siegels
      oder der Plombe zu kontrollieren. Beschädigte Schlüssel-
      unterlagen sind wie kompromittierte zu behandeln.

      (3) Das Öffnen der Schlüsselhefte und die Entnahme von
      Schlüsseln darf erst erfolgen, wenn sie unmittelbar zur
      Arbeit benötigt werden. Die Entnahme eines Schlüssels ist
      zu quittieren. Auf die entnommenen Schlüssel (Schlüssel-
      tabelle, -lochkarte, -lochstreifen) ist die Seriennummer
      des Schlüsselheftes zu schreiben. Auf das undurchsichtige
      Abdeckpapier ist die Nummer des nächsten Schlüssels, das
      Datum und die Unterschrift des Betriebstechnikers zu
      schreiben.

      (4) Jeder Schlüssel darf nicht mehr als einmal und nicht
      über die festgelegte Geltungsdauer hinaus zur Sicher-
      stellung einer SAS-Verbindung benutzt werden.

      (5) Die Aufnahme einer SAS-Verbindung mit dem Kontroll-
      schlüssel ist verboten!

      (6) Jeder eingestellte Schlüssel ist, sofern technisch
      möglich, durch eine Sichtkontrolle auf Übereinstimmung mit
      dem gültigen Schlüssel zu prüfen.

      (7) Die Durchführung des Schlüsselwechsels/ der Schlüssel-
      einstellung in Anwesenheit von Personen, die nicht für
      die Arbeit mit SAS-Mitteln bestätigt sind, ist verboten.

   7.(1) An jedem SAS-Gerät sind mindestens einmal in 2 Stunden
      bzw. bei jeder Inbetriebnahme die Blockierungs- und Signa-
      lisationsschaltungen zu überprüfen und die Ergebnisse
      im Technischen Betriebsbuch nachzuweisen.

      (2) Vor jeder Wartung bzw. Instandsetzung sind die SAS-
      Geräte vom Nachrichtenkanal abzuschalten.

      (3) Veränderungen an der Schaltung und Konstruktion der
      SAS-Geräte sind verboten!

      (4) Es ist verboten, über Nachrichtenverbindungen
      Informationen über Schlüsselsysteme und Konstruktion der
      SAS-Geräte auszutauschen!.
      Die Übertragung von Kenngruppen in der Arbeitsart offen
      bzw. über offene Nachrichtenverbindungen ist gestattet.

   8. SFe- und SFs-Stellen (einschließlich SFe-Vermittlungen
      und Fernschreibstellen S) sind nur in solchen Räumen oder
      Spezialkraftfahrzeugen unterzubringen, die den Bedingungen
      für die Unterbringung und Einrichtung von SAS-Betriebs-
      räumen (gesicherter Raum⁵)) entsprechen.

      _________________________________________________________
      5) Gesicherter Raum: Besonderen Bedingungen entsprechen-
         der Raum (Betriebsraum, Garage, Werkstatt, Lehrklasse
         usw.) bzw. SAS-Trupp, in denen SAS-Technik betrieben,
         gelagert oder instandgesetzt wird.

   9.(1) SFe- und SFs-Stellen sind innerhalb des gesicherten
      Bereiches⁶) der Nachrichtenzentrale (SNZ) zu entfalten.
      Die Mindestentfernung der SFe-Stellen zur Grenze der
      kontrollierten Zone⁷) muß unter feldmäßigen Bedingungen
      20 Meter und in Ortschaften 10 Meter, die der SFs-Stellen
      unter feldmäßigen Bedingungen 35 Meter und in Ortschaften
      10 Meter betragen.

      (2) Alle SFe- und SFs-Trupps einer SNZ sowie SAS-Technik,
      die zur Nutzung von Kanälen eines anderen SAS-Trupps
      bestimmt ist, sind in einem gemeinsamen gesicherten
      Bereich zu entfalten

  10.(1) Alle Kabel, Leitungen und Fernsprechapparate des Teil-
      nehmernetzes SAS sowie Fernschreibanschlußleitungen/
      -Kabel und abgesetzte Fernschreibmaschine S sind inner-
      halb der kontrollierten Zone der Führungsstelle/des
      Objektes zu verlegen bzw. aufzustellen. Der Mindestabstand
      zu deren Grenzen muß unter feldmäßigen Bedingungen 20
      Meter, in Ortschaften 10 Meter betragen.

      (2) Die gemeinsame Führung bzw. Schaltung dieser Strom-
      wege in Kabeln und Leitungen für offene Fernsprech- und
      Fernschreibteilnehmer ist verboten.

      (3) Es ist verboten, die nicht in der SNZ enden
      bzw. aufzulegen sind, durch den gesicherten Bereich der
      SNZ zu führen/verlegen!

   _____________________________________________________________
   6) Gesicherter Bereich: Besonderen Bedingungen entsprechende
      Arbeitsräume, Räumlichkeiten einer stationären SNZ, einer
      Ausbildungs- oder Instandsetzungseinrichtung für SAS-Tech-
      nik bzw. Entfaltungsraum einer SNZ im Bestand der Nachrich-
      tenzentrale einer Feldführungsstelle.
   7) Kontrollierte Zone: Bewachtes Objekt der NVA bzw. bewach-
      ter und gesicherter Unterbringungsraum einer Feldführungs-
      stelle der NVA.

  11. Das Zusammenschalten von SFe-Vermittlungen der SFe-Stellen
      mit anderen ZBW- bzw. Handvermittlungen über Querverbin-
      dungskabel ist nur gestattet, wenn diese Vermittlungsein-
      richtungen und die daran angeschlossenen Teilnehmer-
      leitungen den speziellen Anforderungen an SFe-Vermittlungen
      und Teilnehmernetzen SAS entsprechen und gesprächsberech-
      tigte SAS-Teilnehmer angeschlossen sind.

  12.(1) Fernsprechleitungen von Anschaltgruppen, Richtfunk- und
      Funkstellen, die sich außerhalb der kontrollierten Zone
      befinden, sind empfangsseitig über NF-Entzerrer (KTschCh)
      zu schalten.

      (2) Leitungen und Drähte offener Fernsprechverbindungen
      (dienst- oder Wechselsprechverbindungen), die aus dem
      gesicherten Raum einer SFe-Stelle/eines SFe-Trupps heraus-
      führen, dürfen nicht näher als 20 cm von der SFe-Vermitt-
      lung und nicht näher als 10 cm von der Teilnehmer-Anschluß-
      tafel verlegt werden.

      (3) Es ist verboten, an die Anschlußklemmen und Steckver-
      bindungen für das Teilnehmernetz SAS offene Fernleitungen
      oder Funkkanäle anzuschließen.

  13. Beim Führen vertraulicher Gespräche innerhalb der SFe-
      Stellen/des -Trupps oder über Handapparate des SFe-
      Geräte ist das g l e i c h z e i t i g e  Führen von
      Ferngesprächen über beliebige offene Verbindungen
      verboten.

  14.(1) Der Fernschreibbetrieb (Verbindungsaufnahme, Verbin-
      dungsüberprüfung, Ankündigungen und Senden/Empfangen eines
      Fernschreibens) von der Fernschreibstelle S bzw. von einer
      abgesetzten Fernschreibmaschine S ist erst nach dem
      Herstellen der SFs-Verbindung in der Arbeitsart verschlüs-
      selt, nach Erlöschen der Signallampe am Arbeitsplatz des
      Fernschreibers-SAS bzw. nach dem Zuschalten der Fernschreib-
      maschinen zu eröffnen.

      (2) Beim Empfang des Signals NNNNN bzw. HHHHH oder
      VVVVV bzw. ЖЖЖЖЖ ist das Senden sofort zu unter-
      brechen und der Betriebstechniker SFsV zu informieren.
      Leuchtet die Signallampe am Arbeitsplatz des Fernschrei-
      bers-SAS auf, ist das Senden geheimer und vertraulicher
      Fernschreiben verboten!

  15. Das Betreiben der SFs-Verbindung in der Arbeitsart
      offen bedarf der Genehmigung des Chefs oder Leiter
      Nachrichten und ist nur in solchen Fällen zum Senden
      chiffrierter oder offener Fernschreiben zu gestalten,
      in denen keine anderen Möglichkeiten des schriftlichen
      Informationsaustausches bestehen.
      Es ist verboten, geheime oder vertrauliche Fernschreiben
      in der Arbeitsart offen zu senden.

  16. Werden an der Kontrollfernschreibmaschine der SFs-Stelle
      Fernschreiben oder Textteile empfangen, ist dem Leiter
      der SNZ unverzüglich Meldung zu erstatten, dieses Vorkomm-
      nis im Technischen Betriebsbuch einzutragen und nach
      Entscheidung des Leiters SNZ der empfangene Text im Bei-
      sein einer zweiten Person zu vernichten oder Der Fern-
      schreibstelle S gegen Unterschrift zu übergeben.

  17.(1) Die Besatzungen der SFe- und SFs-Trupps müssen bei
      jedem Einsatz (auch bei Ausbildungsmaßnahmen innerhalb
      militärischer Objekte) bewaffnet und mit Munition ausge-
      stattet sein.
      Für Unteroffiziere und Soldaten ist die Anzahl der aus-
      gegebenen Patronen auf der Rückseite der Berechtigungs-
      karte SNZ (gemäß Muster, Anlage 1) einzutragen.

      (2) Der Truppführer eines SFe- bzw. SFs-Trupps muß im
      Besitz einer Transportvollmacht (gemäß Anlage 2) sein,
      um die festgelegten Geheimhaltungs- und Sicherheits-
      bestimmungen auch bei Verkehrskontrollen durchsetzen
      zu können.
      Diese Transportvollmacht dient gleichzeitig als Legitima-
      tion gegenüber der Parkwache und berechtigt zum Heraus-
      führen des SFe- bzw. SFs-Trupps aus dem gesicherten
      Bereich des Kfz.-Parkes und der Parkzone zu Einsätzen bzw.
      Ausbildungsmaßnahmen.

  18.(1) Während des Felddienstes ist der gesicherte Bereich
      der SNZ ständig durch einen Standposten am Eingang zur
      SNZ und durch Streifenposten entlang der Abgrenzung zu
      bewachen.

      (2) Die Posten sind aus dem schichtfreien Personal der
      Nachrichtenzentrale oder auch ausgewiesene Sicherungs-
      kräfte zu stellen und über ihre speziellen Aufgaben durch
      den Leiter der SNZ zu belehren.

      (3) Die Wachposten sind nicht berechtigt. die Kraftfahr-
      zeuge zu betreten.

  19.(1) Das Betreten des gesicherten Bereiches der SNZ und
      der Betriebsräume/Kraftfahrzeug-Abteile der SFe- und SFs-
      Stellen ist gestattet:

      - dem Minister für Nationale Verteidigung;
      - dem Stellvertreter des Ministers und Chef des Haupt-
        stabes;
      - dem Chef Nachrichten des MfNV;
      - dem zuständigen Kommandeur, Stabschef, Chef bzw. Leiter
        Nachrichten;
      - den Armeeangehörigen, die im besitz einer Berechtigungs-
        karte SNZ (Vordruck-Nr.: NVA 40 002, Muster Anlage 1)
        oder eines Sonderausweises sind.

      nach Meldung beim Leiter der Nachrichtenzentrale/SNZ:

      - Kontrollberechtigten Offizieren und Unteroffizieren
        vorgesetzter Stäbe;
      - kontrollberechtigten Mitarbeitern des ZCO.


      (2) Das Betreten der Betriebsräume bzw. Fahrzeugabteile
      in denen SAS-Technik betrieben wird, ist nur den Angehö-
      rigen der SNZ gestattet, die im Besitz der Betriebsberech-
      tigung für das jeweilige Gerät bzw. für die Arbeit
      mit SAS-Mitteln bestätigt sind.

      (3) In Begleitung es Leiters SNZ, seines Gehilfen oder
      eines von ihm beauftragten Angehörigen der SNZ dürfen den
      gesicherten Bereich der SNZ betreten:

      - Kabel- und Stabsbautruppkräfte, die Fernleitungskabel
        bzw. Kabel des Teilnehmernetzes SAS den SFe- oder SFs-
        Trupps zu übergeben haben;
      - technische Kräfte zur Wartung, Instandsetzung und
        Betankung der Kfz.-Technik;
      - vom Vorgesetzten befohlenen Personal zur materiellen,
        technischen und medizinischen Sicherstellung.

      (4) Mach sich das Betreten der Betriebsräume durch
      Personen, die nicht für die Arbeit mit SAS-Mitteln bestä-
      tigt sind, erforderlich, sind entsprechende Sicherheits-
      vorkehrungen zu treffen, die eine Einsichtnahme in
      Dokumente und SAS Technik ausschließen.
      Der Name, der Grund und die Dauer des Aufenthaltes sind
      im Betriebsbuch einzutragen.

  20.(1) Bei unmittelbarer Gefahr der Einnahme und Erbeutung
      der SFe- bzw. SFs-Stelle durch den Gegner sind auf
      Befehl des Leiters der Nachrichtenzentrale/SNZ oder des
      Leiters der SFe- bzw. SFs-Stelle/Truppführer alle Unter-
      lagen, die SAS- und Nachrichtentechnik so zu vernichten,
      daß der Gegner aus den Überresten weder auf das Nachrich-
      tensystem noch die Aufgaben der SFe- bzw. SFs-Stelle in
      diesem System schließen kann und die SAS- und Nachrichten-
      tentechnik nicht mehr verwendbar ist. Hierzu hat der
      Leiter der SFe- bzw. SFs-Stelle/Truppführer auf Weisung
      des Vorgesetzten rechtzeitig geeignete Maßnahmen vorzu-
      bereiten.

      (2) Der Entschluß zur Vernichtung ist vor der Ausführung
      dem nächsten Vorgesetzten und der Gegenstelle zu melden.
      Ist niemand erreichbar, ist in eigener Verantwortung zu
      entscheiden.

      (3) Die Vernichtung ist in folgender Reihenfolge durch-
      zuführen:

      - zu sendende und empfangende Fernschreiben;
      - Schlüsselunterlagen;
      - Betriebsunterlagen (Betriebsbücher, Verzeichnisse,
        Schemata usw.);
      - Bedienungsanweisungen;
      - sonstige VS-Dokumente (vorrangig Nur für den Chiff-
        rierdienst);
      - VS-Baugruppen der SAS-Technik;
      - SAS-Geräte;
      - Stromversorgungsaggregate;
      - Kraftfahrzeuge;
      - sonstige offene Unterlagen;


      (4) Um eine Kontrolle über die Vollständigkeit ihrer
      Vernichtung zu haben, sind die Schlüsselunterlagen und
      VS-Dokumente mit geeigneten chemischen Mitteln zu über-
      gießen und gesondert zu verbrennen.

      (5) Die SAS- und Nachrichtentechnik kann wie folgt
      vernichtet werden:

      - durch Personen (erfordert eine rechtzeitige Vorbereitung
        und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, gewährleistet
        aber eine sofortige und vollständige Vernichtung
        unmittelbar nach der Entschlußfassung);
      - durch Handgranaten oder reaktive Geschosse (erfordert
        wenig Vorbereitung, aber wesentliche Teile können dabei
        nur unvollständig vernichtet werden);
      - durch Verbrennen mit Hilfe von Kraftstoff und Brandsatz-
        munition, Handgranaten und reaktiven Geschossen (erfor-
        dert wenig Vorbereitung, gewährleistet eine relativ
        vollständige Vernichtung in kürzester Zeit nach der Ent-
        schlußfassung);
      - durch Beschießen (erfordert wenig Vorbereitung, bietet
        aber keine Gewahr für eine ausreichende Vernichtung);
      - durch Zerschlagen (erfordert wenig Vorbereitung, aber
        großen Zeitaufwand, bietet keine Gewahr für eine
        vollständige Vernichtung);

      In äußersten Notfällen, wenn keine andere Möglichkeit
      besteht, kann SAS- und Nachrichtentechnik in ausreichend
      tiefen Gewässern versenkt werden.

      (6) Das Bedienungspersonal und die Sicherungskräfte sind
      genau in die von ihnen zur Vorbereitung und Durchführung
      der Vernichtung erforderlichen Tätigkeit einzuweisen.
      Jeder muß bei dieser Tätigkeit jeden ersetzten können.

      (7) Über die Vernichtung ist ein Protokoll aufzunehmen.
      Läßt die Lage die sofortige Aufnahme des Protokolls nicht
      zu, hat dies zu einem späteren Zeitpunkt zu erfolgen.
      Das Vernichtungsprotokoll muß folgende Angaben enthalten:

      - auf wessen Befehl und aus welchem Grund wurde vernichtet;
      - was wurde wo auf welche Art vernichtet (Bezeichnung
        und Anzahl);
      - wer führte die Vernichtung durch;
      - unter welchen Bedingungen erfolgte die Vernichtung;
      - Unterschriften der Armeeangehörigen, welche die
        Vernichtung durchführten.

      Arbeits- und Unfallschutzbestimmungen

  21. Das Personal der SFe- und SFs-Stellen hat die in Dienst-
      vorschriften, Bedienungsanweisungen und TGL-Vorschriften
      festgelegten Arbeits- und Unfallschutzbestimmungen zu
      kennen und konsequent einzuhalten.

  22. Die selbständige Inbetriebnahme, Bedienung und Instandset-
      zung von SAS- und Nachrichtentechnik sowie Stromversorgungs-
      anlagen ist nur den Personen gestatte, die im Besitz der
      entsprechenden Betriebs- bzw. Instandsetzungsberechtigung
      sind.

  23. Vor der Inbetriebnahme der SAS- und Nachrichtengeräte,
      der Stromversorgungs-Aggregate und dem Anschließen der
      Stromversorgungskabel sind die SAS- und Nachrichtengeräte,
      Aggregate und Kraftfahrzeuge sicher zu erden.
      Verbindungen oder Anschlüsse von Stromversorgungskabeln
      dürfen nicht unter Spannung hergestellt und getrennt werden

   2. Technischer Betriebsdienst

   Anwendung von Redewendungen und Verkehrsabkürzungen

  24. Beim Technischen Betriebsdienst sind die festgelegten
      Redewendungen für das Schalten, Prüfen und Messen von
      Nachrichtenkanälen (gemäß Anlage 3) und die Aufnahme von
      SFe-Verbindungen (gemäß Anlage 4)sowie die festgelegten
      Signale und Verkehrsabkürzungen für die Aufnahme von
      SFs-Verbindungen (gemäß Anlage 5) konsequent anzuwenden,
      um den Verständigungsverkehr weitestgehend einzuschränken
      und die Zeit für die Verbindungsaufnahme zu verkürzen.

  Schalten, Prüfen und Messen von Nachrichtenkanälen

  25.(1) Für das Schalten von Nachrichtenkanälen innerhalb der
      Nachrichtenzentrale sowie das Abholen/Übernehmen von Nach-
      richtenkanälen des staatlichen Nachrichtennetzes, von
      Richtfunk-, Funksende- und Empfangsstellen ist der Leiter
      der Nachrichtenzentrale verantwortlich.

      (2) Er erteilt auf der Grundlage der ihm übergebenden
      Weisungen und Nachrichtenunterlagen alle Elemente der
      Nachrichtenzentrale die erforderlichen schriftlichen oder
      mündlichen Schaltbefehle.

      (3) Sind mehrere Nachrichtenkanäle zu schalten, so gilt -
      wenn nicht ausdrücklich anders befohlen - folgende Reihen-
      folge:
      - Dienstkanäle/-Leitungen;
      - Kanäle zum Vorgesetzten;
      - Kanäle zu Nachgeordneten;
      - Kanäle für das Zusammenwirken von rechts nach links.
      Dabei sind Kanäle für SFe- und SFs-Verbindungen vor denen
      für offene Nachrichtenverbindungen und Fernsprechkanäle
      vor Fernschreibkanälen zu schalten.

  26.(1) In der Regel werden alle Nachrichtenkanäle zur Sicher-
      stellung von SFe- und SFs-Verbindungen von Schaltelementen
      der Nachrichtenzentrale geschaltet und von diesen den SFe-
      und SFs-Stellen zur Nutzung übergeben.

      (2) Die Schaltelemente sind bezüglich aller Handlungen
      beim Schalten, Prüfen und Messen der Nachrichtenkanäle
      gegenüber den SFe- und SFs-Stellen verantwortlich und
      weisungsberechtigt.

      (3) Werden Nachrichtenkanäle von Funk- und Richtfunkstellen
      und in Ausnahmefällen von Schalteinrichtungen der Deutschen
      Post direkt zu den SFe- und SFs-Stellen geführt, übernehmen
      letztere die Funktion einer Schaltstelle/eines Anschalt-
      trupps am Abholpunkt.

      (4) Gehören kanalbildende Einrichtungen (Funk-, Richtfunk-,
      TF- und WT-Geräte) zur technischen Ausrüstung der SFe- und
      SFs-Stellen/Trupps, ist das Personal dieser Stellen auch
      für das Herstellen der entsprechenden Nachrichtenvebindun-
      gen, das Ausnutzen bzw. Weiterschalten der Kanäle gemäß
      den Weisungen des Leiters der Nachrichtenzentrale verant-
      wortlich.

  27.(1) Das schnelle reibungslose Schalten von Nachrichten-
      kanälen erfordert eine verantwortungsbewußte Zusammen-
      arbeit aller beteiligten Stellen. Dazu sind im notwendigen
      Umfang Dienstkanäle (DK) und -leitungen (DL) zu schalten
      und zu nutzen.
      Vorhandene Wechselsprechanlagen (WSA) sind dafür nur inner-
      halb der Nachrichtenzentrale auszunutzen.
      (2) Die Verbindungskabel zwischen den SFe- bzw. SFs-
      Stellen und den Schalt-, Richtfunk-, und Funkstellen sind
      nach der Entfaltung und darüber hinaus periodisch zu
      prüfen und zu messen.
      Die Anzahl ihrer Stromwege muß eine angemessene Reserve
      beinhalten, um Umschaltungen vornehmen zu können.

  28. Die Bezeichnungen der Nachrichtenzentrale (Kanal- oder
      Leitungsnummer) werden zentral festgelegt und zugewiesen.
      Sie sind für alle beteiligten Schalt-, Übertragungs- und
      Endstellen verbindlich und einheitlich bei der Zusammen-
      arbeit zwischen diesen Stellen anzuwenden.

  29. (1) Die Nachrichtenkanäle zur Sicherstellung der befohle-
      nen SFe- und SFs-Verbindungen sowie die dafür festgelegten
      Reservekanäle sind durch die SAS-Stellen rechtzeitig, aber
      erst dann von den Schalt-, Richtfunk- oder Funkstellen zu
      übernehmen, wenn sie von letzteren geprüft und gemessen
      wurden, den gemäß Anlage 3 geforderten Betriebsparametern
      entsprechen und sie zum gleiche Zeitpunkt zu den SFe-
      und SFs-Gegenstellen geschaltet werden.

      (2) Von den übernehmenden Nachrichtenkanälen muß den
      SFe- bzw. SFs-Stellen bekannt sein

      - Kanal bzw. Leitungsnummer;
      - Verkehrsbeziehung (Tarnname der Gegenstelle/Rufzeichen
        der Funkbeziehung);
      - Betriebsparameter (gemessene Werte);
      - über welche kanalbildende Einrichtungen geführt.

      Die Zeit der Übernahme und die Kanal- bzw. Leitungsnummer
      ist im Technischen Betriebsbuch (gemäß Muster, Anlage 6)
      einzutragen.

      (3) Durch die SFe- und SFs-Stellen sind übernommene Nach-
      richtenkanäle gemäß den in Ziffer 31. getroffenen Fest-
      legungen zu prüfen und zu messen.

      (4) Schalt-, Richtfunk- und Funkstellen dürfen in geschal-
      tete und übergebene Fernsprech- und Fernschreibkanäle
      (einschließlich Reservekanäle) sowie bestehende SFe- und
      SFs-Verbindungen nur nach Aufforderung durch die SFe- bzw.
      SFs-Stellen oder auf Weisung des Leiters der Nachrichten-
      zentrale /SNZ eintreten.

  30. Durch die SFe- und SFs-Stellen sind die übernommenen Nach-
      richtenkanäle über die internen Schalteinrichtungen zu
      den SAS-Geräten bzw. Zusatzeinrichtungen weiterzuschalten.
      Fernsprechkanäle, die über Feldkabel geführt werden, sind
      über einen NF-Entzerrer (KTSchCh) zu schalten.
      Unterbestimmten Voraussetzungen können Fernsprechkanäle
      auch über ein Tonrufgerät (BPTNW) geschaltet werden
      und auf den Fernleitungsklinken (TG) der SFe-Vermittlung
      enden.

  31. Die Nachrichtenkanäle sind bei der Übernahme, während des
      Betriebes und beim Eingrenzen von Störungen durch die
      SFe- und SFs-Stellen gemäß den folgenden Festlegungen zu
      prüfen, zu messen. Die Ergebnisse sind im technischen
      Betriebsbuch nachzuweisen.

      - Nach der Übernahme sind Nachrichtenkanäle in der Regel
        nur auf Weisung der Hauptstelle⁸) zu messen.
        Dabei sind von Fernsprechkanälen der Frequenz- und
        Amplitudengang und von den Fernschreibkanälen der Linien-
        strom und die allgemeinen Verzerrungen zu messen
        (Anlage 3) sowie über Fernsprechkanäle eine Ruf- und
        Sprechprobe durchzuführen.

      - Sind Fernsprechkanäle einseitig oder beiderseits über
        einen NF-Entzerrer (KTSchCh) geschaltet, sind in jedem
        Fall der Frequenz- und Amplitudengang zu messen.

      - Während des Betriebes sind die Nachrichtenkanäle mit
        geräteeigenen Meßinstrumenten periodisch zu überprüfen.
        Der Betrieb auf diesen Kanälen darf dadurch nicht unter-
        brochen werden.

      - Messungen, bei denen der Nachrichtenkanal vom SAS-Gerät
        abgeschaltet werden muß, sind vom Leiter der Nachrichten-
        zentrale/SNZ zu befehlen bzw. zu genehmigen.
        Diese Messung sind notwendig, wenn sich die Übertragungs-
        güte verschlechtert hat oder die Betriebsparameter vor-
        beugend geprüft werden soll.

      - Gestörte Nachrichtenkanäle sind an die Schalt-, Richt-
        funk- bzw. Funkstellen zurückzugeben und dem Leiter der
        Nachrichtenzentrale /SNZ zu melden.
        Nach Prüfung der Stromwege zwischen den SFe- bzw. SFs-
        Stellen und den Schalt-, Richtfunk- und Funkstellen, ist
        die Störungseingrenzung von letzteren abschnittsweise
        auf den Übertragungsabschnitt zu organisieren und durch-
        zuführen.
        ______________________
        8) Hauptstelle ist die SFe- bzw. SFs-Stelle, die gemäß
           Verbindungs-Nr. bzw. den in Ziffer 36 getroffenen
           Festlegungen für die SFe- bzw. SFs-Verbindung verant-
           wortlich ist.

       - Handeln SFe- bzw. SFs-Stellen gemäß Ziffer 26. (3), (4)
         als Schalt- bzw. Übertragungsstelle, sind die Nachrich-
         tenkanäle gemäß den in der Schaltvorschrift festgelegten
         Regeln und Meßmethoden zu prüfen und zu messen.

  Herstellen der Bereitschaft zur Aufnahme von SFe- und SFs-
  Verbindungen                                                  
  32.(1) Das zeitgerechte Herstellen der Bereitschaft zur Auf-
      nahem von SFe- und SFs-Verbindungen erfordert, daß folgen-
      de Arbeiten bereits in der Phase der Entfaltung der SFe-
      bzw. SFs-Stellen/Trupps zum Abschluß gebracht bzw.
      begonnen werden:

      - Erden des Kfz., Anschluß der Stromversorgungskabel und
        Inbetriebnahme des Stromversorgungsaggregates;
      - Eigenprüfung aller SAS- und Nachrichtengeräte;
      - Einstellen der gültigen Schlüssel;
      - Auslegen der Verbindungskabel zu Schalt-, Richtfunk-
        bzw. Funkstellen und Überprüfen des Dienstkanals;
      - Entfalten des Teilnehmernetzes SAS bzw. der Fern-
        schreibteilnehmerleitungen;
      - Aufstellen und Anschließen der Fernsprechapparate SAS
        bzw. der abgesetzten Fernschreibmaschine S.

      (2) Das setzt voraus, daß:

      - die Betriebs- und Schlüsselunterlagen sowie die Schalt-
        befehle rechtzeitig (dh. vor der Abfahrt zum Einsatzort
        oder unmittelbar nach Beziehen des Aufbauplatzes) den
        Leitern/Truppführern der SFe- bzw. SFs-Stellen über-
        geben werden;
      - der Aufbauplatz sowie die Lage der Abteilungen und
        Elemente der Führungsstelle (Stabsfahrzeuge, Bunker,
        Zelte usw.) rechtzeitig erkunden und bekannt machen;
      - beim Entfalten der SFe- bzw. SFs-Stellen und bei der
        Inbetriebnahme der SAS-Geräte und Zusatzeinrichtungen
        und beim Herstellen der Arbeitsbereitschaft streng nach
        den Festlegungen der betreffenden Bedienungsanweisungen
        gehandelt wird.


  33.(1) Vor der Eigenprüfung sind die SFe- und SFs-Geräte
      grundsätzlich von den Nachrichtenkanälen abzuschalten.

      (2) Die Eigenprüfung ist in der Arbeitsart offen und
      nach der Schlüsseleinstellung in der Arbeitsart verschlüs-
      selt durchzuführen. Dabei sind in jedem Falle die Blockie-
      rungs- und Signalisationsschaltung zu überprüfen!
      Die Eigenprüfung ist in Übereinstimmung mit der Bedienungs-
      anweisung des jeweiligen SAS-Gerätes mit dem Kontroll-
      schlüssel, oder mit dem nächst gültigen Schlüssel durch-
      zuführen.

      Vor dem Einsetzen/Einstecken der Schlüsselkassette bzw.
      Schlüsselscheibenblöcke ist durch eine Sichtkontrolle die
      richtige Einstellung des Schlüssels zu kontrollieren. Die
      Schlüsselserien- und Tabellennummer bzw. Kenngruppen der
      eingestellten Schlüssel sind in das Technische Betriebs-
      buch einzutragen.

      (3) In die Eigenprüfung der SFe- bzw. SFs-Geräte ist die
      Überprüfung der SFe-Vermittlung bzw. der Fernschreib-
      Endstellentechnik mit einzubeziehen.

      (4) Die Ergebnisse der Eigenprüfung sind im Technischen
      Betriebsbuch einzutragen und dem Leiter der SFe- bzw. SFs-
      Stelle/Truppführer zu melden.

  34.(1) Nach Entfaltung des Teilnehmernetzes SAS, sind durch
      Kräfte der SFe-Stelle die Fernsprechapparate SAS in der
      befohlenen Reihenfolge aufzustellen und anzuschließen
      sowie eine Ruf- und Sprechprobe zur SFe-Vermittlung
      durchzuführen. Fernsprechapparate und Verteiler sind zu
      versiegeln. Stationäre Teilnehmernetze sind gemäß den
      geltenden Festlegungen zu sichern!
      (2)Abgesetzte Fernschreibmaschinen sind nach der Ent-
      faltung und Überprüfung ständig durch einen Fernschreiber
      SAS zu besetzen.


  35. Die erforderlichen Fernsprech- und Fernschreibkanäle sind
      in Übereinstimmung mit den Schaltbefehlen gemäß Ziffer 29.
      zu übernehmen.

  36. (1) Für die termingerechte Aufnahme der SFe- bzw. SFs-
      Verbindungen ist die Hauptstelle verantwortlich und gegen-
      über der Gegenstelle weisungsberechtigt.

      (2) Hauptstelle ist in der Regel die SFe- bzw. SFs-Stelle,
      die gemäß Verbindungsnummer für das Sicherstellen und Auf-
      füllen der jeweiligen SFe- bzw. SFs-Verbindung mit Schlüs-
      selunterlagen verantwortlich ist.
      Dabei gelten - wenn nicht ausdrücklich anders befohlen -
      folgende Prinzipien:
      Hauptstelle ist die SFe- bzw. SFs-Stelle

      - der SNZ des vorgesetzten Stabes gegenüber der des
        nachgeordneten Stabes;
      - der SNZ des rechten gegenüber der des linken Nachbarn;
      - der SNZ einer Feldführungsstelle gegenüber der einer
        stationären SNZ.

      Diese Prinzipien sind vor allem bei der Anwendung von
      Netzschlüsseln zu beachten!


 37.(1) Durch die zuständigen Vorgesetzten sind den an einer
     SFe- bzw. SFs-Verbindung beteiligten Gegenstellen
     einheitliche Termine für die Betriebsbereitschaft⁹) dieser
     Verbindungen zu stellen.

     (2) Für jede SFe- bzw. SFs-Verbindung ist die Gültigkeit
     der Schlüsselunterlagen (besonders 1. Gültigkeit/-
     stunde bei Netzschlüsseln), die Zeit des Schlüsselwechsels
     (Wochen- bzw. Tagesschlüssel) sowie die Zeit der täglichen
     Wartung festzulegen.


  Aufnahme von SFe-Verbindungen

  38.(1) Nach den der Fernsprechkanal übernommen und gegebenen-
      falls geprüft/gemessen wurde, ist er an das SAS-Fernsprech-
      gerät zu schalten. Dabei ist mit den geräteeigenen Meß-
      instrument der Empfangspegel zu kontrollieren und bei
      Notwendigkeit der Sendepegel nachzuregeln.

      (2) Ein SAS-Fernsprechgerät darf nur dann an den Nach-
      richtenkanal geschaltet werden, wenn bei der Eigenprüfung
      und bei der Überprüfung der Blockierungs- Signalisa-
      tionsschaltung keine Mängel festgestellt wurden!
      _____________________________________________________________
      9) Betriebsbereitschaft ist der befohlene Zeitpunkt, zu dem
         eine SFe- bzw. SFs-Verbindung in der Arbeitsart ver-
         schlüsselt aufzunehmen ist, das Bedienpersonal der
         SFe-Vermittlung bzw. der Fernschreibstelle S/abgesetzte
         Fernschreibmaschine S die Verbindungsüberprüfung beendet
         hat und die SFe- bzw. SFs-Verbindung zur Nutzung freizu-
         geben ist.

  39.(1) Unmittelbar nach dem Anschalten des Fernsprechkanals
      ist die SFe-Verbindung gemäß der in der Anlage 9 festge-
      legten Arbeitsreihenfolge aufzunehmen.

      (2) Ergibt sich bei der Prüfung der Gesprächsgüte (lfd.-
      Nr. 5) eine schlechte ( ПЛOXO ) Verständigung, ist in
      die Arbeitsart offen zurückzuschalten - PEЖИM A
      und bei Notwendigkeit durch die Redewendung
      ПPOBEPTЬE, HE ПOHИMAЮ und Antwort ПPOBEPЯЮ, ЖДИTE
      die jeweilige Gegenstelle zur Eigenprüfung des
      SFe-Gerätes aufzufordern oder nach der Redewendung
      ИCПPABИTЬ; HE MOXEM das SFe-Gerät zu wechseln.
      Nach Beseitigung der Mängel ist die Verbindungsaufnahme
      erneut gemäß lfd.-Nr. 3. bis 6. durchzuführen.

      (3) Die lfd.-Nr. 1a und 3b sind nur bei der ersten Ve-
      bindungsaufnahme in einer neuen Richtung/in einem neuen
      Netz bzw. beim Schlüsselwechsel durchzuführen.


  40.(1) Nach Prüfung der Gesprächsgüte und Übergabe der SFe-
      Verbindung an die SFe-Vermittlung in der Arbeitsart
      verschlüsselt, ist diese zur Verbindungsüberprüfung
      aufzufordern. Dennoch ist die SFe-Verbindung zur Nutzung
      durch die Teilnehmer freizugeben.

      (2) Die Betriebsbereitschaft der SFe-Verbindung ist dem
      Leiter der SFe-Stelle/Truppführer und durch diesen dem
      Leiter der Nachrichtenzentrale/SNZ zu melden. Die Gründe
      für das Überschreiten des Termins der Betriebsbereit-
      schaft sind im Technischen Betriebsbuch nachzuweisen.

  Aufnahme von SFs-Verbindungen

  41.(1) Nachdem der Fernschreibkanal übernommen und gegebenen-
      falls geprüft/gemessen wurde, ist er an das SAS-Fern-
      schreibgerät zu schalten. Dabei ist mit dem geräteeignen
      Meßinstrument der Linienstrom der Sende- und Empfangsstrom-
      kreis der Fernseite zu kontrollieren und bei Notwendig-
      keit der Empfangsstrom nachzuregeln.

      (2) Ein SAS-Fernschreibgerät darf nur dann an den Nach-
      richtenkanal geschaltet werden, wenn bei der Eigenprü-
      fung und bei der Überprüfung der Blockierungs- und Sig-
      nalisierungsschaltung keine Mängel festgestellt wurden!

  42.(1) Unmittelbar nach dem Anschalten des Fernschreibkanals
      und dem Herstellen der Korrektur/des Synchronlaufs beider
      Endstellen, ist die SFs-Verbindung gemäß der in Anlage 10
      festgelegten Arbeitsfolge aufzunehmen.

      (2) Bis zum Empfang des Signals OOOOO ist es verboten,
      in der Arbeitsart verschlüsselt Klartexte zu senden!

      (3) Empfängt die jeweilige Gegenstelle das Signal 33333
      unklar, hat sie das Signal HHHHH zu senden.
      Danach ist sofort in die Arbeitsart offen zurückzu-
      schalten und nach abgestimmten Zählerstand oder Einstellen
      eines neuen Stundenschlüssels bzw. nach Beseitigung auf-
      getretener Mängel die Verbindungsaufnahme erneut gemäß
      lfd.-Nr. 5 bis 7. bzw. 8. bis 12. durchzuführen.
      Dabei ist es streng verboten, Stundenschlüssel wiederholt
      zu benutzen und außer den Kenngruppen, Angaben im Klar-
      text zu senden, die direkt auf die Schlüsseleinstellung
      weisen

      (4) Die lfd.-Nr. 4a und 4b sind nur bei der ersten Ver-
      bindungsaufnahme in einer neuen Richtung bzw. beim Schlüs-
      sselwechsel durchzuführen.


  43.(1) Nach Austausch der Kombination  RY  und Übergabe der
      SFs-Verbindung in der Arbeitsart verschlüsselt an die
      Fernschreibstelle S bzw. den Fernschreiber SAS an einer
      abgesetzten Fernschreibmaschine S, sind diese zur Verbin-
      dungsüberprüfung aufzufordern.
      Danach ist die SFs-Verbindung zur Informationsübertragung
      freizugeben.

      (2) Die Betriebsbereitschaft der SFs-Verbindung ist dem
      Leiter der SFs-Stelle/Truppführer und von diesen dem
      Leiter der Nachrichtenzentrale/SNZ und der Abfertigung
      zu melden. Die Gründe für das Überschreiten des Termins
      der Betriebsbereitschaft sind im Technischen Betriebsbuch
      nachzuweisen.


  Halten und Betreiben von SFe- und SFs-Verbindungen

  44.(1) Die SFe- und SFs-Verbindung sind zu überprüfen, um
      die Betriebsbereitschaft festzustellen, die Verbindungen
      ständig für den Fernsprech- bzw. Fernschreibverkehr
      bereitzuhalten und die Dienstdurchführung des Betriebs-
      personals zu kontrollieren.

      (2) SFe- und SFs-Verbindungen sind zu überprüfen:

      - nach der ersten Verbindungsaufnahme in einer neuen
        Richtung zum befohlenen Termin der Betriebsbereitschaft;
      - nach jeder Verbindungsunterbrechung;
      - zu den von den Chefs oder Leiter Nachrichten festgeleg-
        ten Terminen der Verbindungsüberprüfung.
      (3) Für die Durchführung der in (2) festgelegten
      Verbindungsüberprüfungen ist das Bedienpersonal der
      SFe-Vermittlung, Fernschreibstellen S bzw. abgesetzter
      Fernschreibmaschinen S der Hauptstellen verantwortlich.
      Das Recht der Gegenstellen, bei Notwendigkeit eine Ver-
      bindungsüberprüfung mit den Hauptstellen durchzuführen,
      wird dadurch nicht eingeschränkt!

      (4) Durch die Betriebstechniker Der SFe- und SFs-Stellen
      sind Verbindungsüberprüfungen während der Verbindungs-
      aufnahme und in weiteren nur bei Notwendigkeit gemäß
      Anlage 9, lfd.-Nr. 3. und 5. bzw. Anlage 10, lfd.-Nr. 2.
      und 11. durchzuführen.


  45 SFe- und SFs-Verbindungen sind in der Regel bis zum
     befohlenen Termin des Schlüsselwechsels, der täglichen
     Wartung bzw. bis zum Ablauf/wechsel Schlüssels ohne
     Unterbrechung zu halten und zu betreiben.

     Das erfordert:

     - die ständige Betriebsüberwachung der eingesetzten SAS-
       Geräte;
     - das Vorbereiten von Reservegeräten/-einschüben mit
       eingestellten gültigen Schlüsseln zum Betrieb;
     - das Bereithalten überprüfter Reserve-Kanäle;
     - das rechtzeitige Vorbereiten der Schlüsselwechsel, durch
       Einstellen es folgenden Schlüssels in den Reserve-
       Schlüsselkassetten/Schlüsselscheiben.

  46.(1)SFs-Verbindungen können auf Befehl des Chefs/Leiters
      Nachrichten oder des Leiters der Nachrichtenzentrale nach
      Programmzeiten oder auch nach der Methode Gleichzeitiger Stop
      und Start der Chiffrator betrieben werden.

      (2) Programmzeitbetrieb wird hauptsächlich dann angewandt,
      wenn eine SFs-Verbindung nur in vorher bekannten und
      festgelegten Zeiträumen für den Informationsaustausch
      benötigt wird.

      (3) Wurde die Methode Gleichzeitiger Stop und Start
      angewiesen, sind während längerer Übertragungspausen
      - außer bei Betrieb über Funk- und Richtfunkkanäle -
      die Chiffratoren nach gegenseitiger Vereinbarung auf
      das Kommando der Hauptstelle stillzusetzen.
      Dabei ist gemäß der in Anlage 10 festgelegten Arbeits-
      gangsfolgen zu verfahren.

      (4) Jeder Übergang zum nächsten Schlüssel muß rechtzei-
      tig und so erfolge, daß der Ablauf des Zählers bzw. der
      Schlüsselwechsel nicht in die Zeit des Informationsaus-
      tausches fällt.


  47.(1) Während des Betreibens der SFe- und SFs-Verbindungen
      können bei Notwendigkeit Transitverbindungen über eine
      oder mehrere SFe-Vermittlungen bzw. zwischen zwei SFs-
      Richtungen hergestellt werden.

      (2) Im SFe-Netz sind Transitverbindungen durch das Be-
      dienpersonal der SFe-Vermittlungen gemäß Anlage 8 und den
      in der Anleitung 040/1/010 festgelegten Regeln herzu-
      stellen.

      (3) Transitverbindungen zwischen zwei SFs-Richtungen sind
      durch den Betriebsmechaniker der betreffenden Transitstelle
      auf Verlangen einer Gegenstelle herzustellen. Dabei
      ist gemäß der In Anlage 10 festgelegten Arbeitsfolge
      zu verfahren.

      (4) Ist das Herstellen der verlangten Transitverbindung
      nicht möglich, so antwortet die Gegenstelle (b) gegen-
      über der Transitstelle (T) bzw. T gegenüber A mit dem
      Signal TCHTCH bzw. TCHTCH (Tarnname B).

      (5) Soll die Transitverbindung wieder unterbrochen werden,
      ist durch eine der /oder beide Gegenstellen die Transit-
      stelle mit Hilfe der Morsetaste (der Taste KПБ ) in
      Schalterstellung  MOP3E  zu rufen.
      Die Transitstelle hat bei Aufleuchten der Korrektur-
      signallampe  ФA3A  ( CЛ KOPP ) in die Verbindung
      einzutreten, nach Empfang des Signals CKCKCK die
      Transitverbindung zu trennen und danach mit beiden Gegen-
      stellen eine Verbindungsüberprüfung in der Arbeitsart
      verschlüsselt durchzuführen.


  48.(1) Bei Verschlechterung der Gesprächsgüte bzw. verzerrten
      Empfang der Fernschreibzeichen oder Störungen an den SAS-
      Geräten (Ansprechen der Blockierung) Ausfall der Synchro-
      nisation u.a.) hat die Gegenstelle die Entstörung einzu-
      leiten, die zuerst Mängel feststellt.

      Störungen sind wie folgt einzugrenzen:

      - Überprüfung der SFe-Vermittlung bzw. Fernschreib-End-
        stellentechnik sowie der Verbindungsleitungen zur SAS-
        Technik;
      - Eigenüberprüfung, gegebenenfalls Wechsel der SAS-Geräte;
      - Prüfen und Messen der Nachrichtenkanäle zwischen den
        beteiligten SFe- bzw. SFs-Stellen (möglichst nach
        Umschalten auf einen Reservekanal).

      Im weiteren ist nach den Weisungen der Hauptstelle zu
      handeln.

      (2) Gestörte Nachrichtenkanäle sind gemäß Ziffer 31. an
      die Schalt-, Richtfunk- und Funkstelle zurückzugeben.

      (3) Muß für eine SFe-Verbindung anstelle des gestörten
      Drahtkanals zeitweilig ein Richtfunk- oder Funkkanal als
      Reservekanal genutzt werden, so ist nach dessen Entstö-
      rung unverzüglich auf den Drahtkanal zurückzuschalten.


  49.(1) Zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft der SAS-
      Geräte sind in Übereinstimmung mit den Festlegungen der
      Technische Beschreibung und Nutzungsanweisung regel-
      mäßig Wartungsarbeiten und technische Durchsichten durch-
      zuführen.

      (2) Die Zeiten für die tägliche Wartung der SAS-Geräte
      sind von der Hauptstelle nach Abstimmung mit der Gegen-
      stelle festzulegen und vom Leiter der SNZ bzw. Leiter
      der Nachrichtenzentrale zu bestätigen. Sie sind so fest-
      zulegen, daß sie in betriebsarmen Zeiten liegen und mög-
      lichst mit einem Schlüsselwechsel zusammenfallen.

      (3) Ist unterbrechungsloser Betrieb angewiesen, sind
      während der täglichen Wartung Reserve-Geräte einzusetzen.
      Bei wöchentlichen und monatlichen Wartungen/Durchsichten
      sind generell Reserve-Geräte einzusetzen.

   3. Betriebsunterlagen und VS-Nachweisführung

      Führen der Betriebsunterlagen


  50.(1) Für den technische Betriebsdienst der SFe- und SFs-
     Stellen sind folgende Betriebsunterlagen erforderlich:

     - Technisches Betriebsbuch (Vordruck-Nr.: NVA 40 173);
     - Verbindungsübersicht (gemäß Anlage 7);
     - Schema, bzw. Auszug aus Schema der SFe- bzw.
       SFs-Verbindungen;
     - Trupp- und Gerätebegleithefte;
     - Diensteinteilung;

     in stationären SFe- bzw. SFs-Stellen außerdem:

     - Störungsbuch (Vordruck-Nr.: NVA 40 622);
     - spezielle Dienstanweisungen.


     (2) An SFe-Vermittlungen, in Fernschreibstellen S und
     an abgesetzten Fernschreibmaschienen sind die in der An-
     leitung 040/1/010 festgelegten Betriebsunterlagen zu
     führen.


  51.(1) Das Technische Betriebsbuch ist das wichtigste Nach-
      weisdokument der SFe- bzw. SFs-Stelle. Es muß die gesam-
      te Arbeit der SFe- bzw. SFs-Stelle lückenlos nachweisen
      und einen Überblick über den Einsatz und den betrieb der
      SAS-Technik bei der Sicherstellung der SFe- und SFs-Ver-
      bindungen vermitteln. Das Technische Betriebsbuch ist als
      VVS-Sache zu vereinnahmen. Nur für den Chiffrierdienst!
      zu kennzeichnen und vom diensthabenden Betriebstechniker
      zu führen.

      (2) Auf der linken Seite des Technischen Betriebsbuches
      ist der Nachweis über den Betrieb der SAS-Geräte gemäß
      Muster, Anlage 6., zu führen.
      Dabei sind folgende Eintragungen durch den Betriebs-
      techniker unterschriftlich zu bestätigen:

      - Prüfen der Blockierung (BPN) und deren Ergebnis;
      - Zeit der Schlüsselwechsels/der Schlüsseleinstellung
        (WSW, TSW, SEW/ ...) mit Angabe der Schlüsselserien-
        bzw. Tabellen-Nummer oder der Kenngruppe des einge-
        stellten Schlüssels;
      - Zeit des Anschaltens der SAS-Geräte an den Nachrich-
        tenkanal (ANS/ ...);
      - Gerätestörungen (GST) und deren Ursache mit Angabe
      - des Abschaltens der SAS-Gerätes vom Nachrichten-
        kanal (ABS);
      - täglicher Zählerstand bzw. Betriebsstunden des SAS-
        Gerätes.

      (3) Auf der rechten Seite sind einzutragen:

      - Entfalten und Abbau der SFe- bzw. SFs-Stelle;
      - Übergabe/Übernahme des Dienstes;
      - Aufzunehmende bzw. bestehende SFe- bzw. SFs-Verbindungen;
      -Störungen der SAS-Verbindungen und deren Ursachen;
      - Übernahme der Nachrichtenkanäle/reserve-Kanäle zur Nutzung;
      - Zeitüberprüfungen;
      - Verstöße gegen Geheimhaltungs- und Sicherheitsbestimmungen
        sowie Kompromittierungen von Schlüsseleinstellungen;
      - Verstöße/Verletzungen gegen Betriebsvorschriften und
        Bedienungsanweisungen;
      - Weisungen der Vorgesetzten;
      - Vernichtung der Stundenschlüssel bei Anwendung von
        Kassetten für T-205 (ist durch zwei Unterschriften nach-
        zuweisen);
      - Zeitpunkt es Öffnens/der Einsichtnahme in Schlüssel-
        unterlagen;
      - Ergebnisse der täglichen Wartung;
      - Zusammengefaßte Angaben über die Arbeit der SFe-bzw.
        SFs-Stelle nach Ablauf von 24 Stunden;
      - sonstige Angaben, die gemäß vorliegender Anleitung
        nachzuweisen sind und mit der Arbeit der SFe- bzw. SFs-
        Stelle im Zusammenhang stehen;
      - Kontrollvermerke der Vorgesetzten.


      (4) Jede Eintragung ist mit der Uhrzeit zu versehen und
      leserlich vorzunehmen.

      (5) Es ist verboten, auf lose Blätter Aufzeichnungen zu
      machen, im Technischen Betriebsbuch und anderen Betriebs-
      unterlagen zu radieren bzw. zu überschreiben. Falsche
      Eintragungen sind so zu streichen, daß das Gestrichene
      lesbar bleibt.


  52. Die Verbindungsübersicht ist vom Leiter der SFe- bzw. SFs-
      Stelle/Truppführer zu erarbeiten als VVS-Sache zu verein-
      nahmen und vom Leiter der SNZ/Nachrichtenzentrale zu
      bestätigen.
      In ihr sind alle von der SNZ zu vorgesetzten, zusammen-
      wirkenden und unterstellten SNZ/Stellen führende SFe-
      bzw. SFs-Verbindungen sowie alle Umgehungsverbindungen
      einzuzeichnen.
      Die Verbindungsübersicht muß ständig dem neuesten Stand
      entsprechen. Abgeschaltete Verbindungen sind sofort zu
      streichen bzw. hergestellte Verbindungen aufzunehmen.

  53. Da Schema bzw. der Auszug aus dem Schema der SFe- bzw.
      SFs-Verbindungen ist der SFe- bzw. SFs-Stelle vom Leiter
      der SNZ zu übergeben.
      Wird kein Schema/Auszug übergeben, sind von den aufzuneh-
      menden SFe- bzw. SFs-Verbindungen folgende Angaben im
      Technischen Betriebsbuch einzutragen:

      - Verbindungsnummer;
      - Verkehrsbeziehung;
      - Kanal-/Leitungsnummer (auch von Reserve-Kanälen).


  54.(1) Die Trupp- und Gerätebegleithefte sind Dokumente, die
      den Gerätesatz bzw. Einzelgeräten fest zugeordnet sind, in
      denen deren Übergabe/Übernahme nachzuweisen ist und die
      vom Leiter der SFe- bzw. SFs-Stelle/Truppführer lücken-
      los zu führen sind. Sie können je nach Zweckbestimmung,
      als GVS- bzw. VVS-Sache vereinnahmt oder offen sein.

      (2) In den Begleitheften muß sich der technische Zustand
      des Gerätesatzes bzw. Einzelgeräten widerspiegeln. Es
      sind alle Angaben über die Nutzung einzutragen.
      Im einzelnen sind einzutragen:

      - Übergaben/Übernahmen;
      - Betriebsstunden (monatlich);
      - Störungen/Ausfälle während der Nutzung;
      - Ergebnisse der Wartungen (außer täglicher und
        wöchentlicher);
      - Ergebnisse periodischer Normwertprüfung;
      - Austausch von Geräten/Geräteteilen;
      - Instandsetzungsarbeiten;
      - Kategorisierung der Geräte;
      - Schlußfolgerung aus technischen Kontrollen;
      - weiter Angaben, je nach Spezifik des Geräte-
        satzes/Gerätes.

  55. Die Diensteinteilung ist vom Leiter der SFe- bzw. SFs-
      Stelle/Truppführer auf Grundlage der vom Leiter der Nach-
      richtenzentrale/SNZ befohlenen Termine über Beginn und
      Ende des Schichtdienstes, Stärke der Schichtbesatzungen
      usw. zu erarbeiten und vom Leiter der SNZ zu bestätigen.

  56. Das Störungsbuch ist in stationären SFe- bzw. SFs- Stellen
      zu führen. In ihm sind lückenlos alle Kanal- und Leitungs-
      störungen nachzuweisen.

  57. Durch das Führen der Betriebsunterlagen darf die Beweg-
      lichkeit der Betriebsabwicklung nicht beeinträchtigt
      werden. Bei hohem Arbeitsanfall sind nur die wichtigsten
      Eintragungen (Zeiten, Abkürzungen) im Technischen Betriebs-
      buch vorzunehmen. Alle weiteren Eintragungen sind bei
      nächster Gelegenheit zu ergänzen.

  58. In Abhängigkeit von der Anzahl der eingesetzten SAS-
      Geräte, der zu betreibenden SAS-Verbindungen sowie der
      Stärke der Schichtbesatzung können in einer SFe- bzw.
      SFs-Stelle mehrere Technische Betriebsbücher geführt
      werden. In solchen Fällen trägt der Schichtführer/
      dienstälteste Betriebstechniker alle allgemeinen Angaben
      über den Dienstverlauf (Dienstübergaben/-übernahme,
      Vorkommnisse, Weisungen der Vorgesetzten usw.) in sein
      Technisches Betriebsbuch ein. Alle anderen Betriebs-
      techniker führen nur den Nachweis über das Betreiben der
      SAS-Geräte und -Verbindungen.

  59.(1) Das Führen der Betriebsunterlagen, die gesamte Nach-
      weisführung und besonders die Dienstübergabe/-übernahme
      in der SFe- bzw. SFs-Stelle hat so zu erfolgen, daß die
      persönliche Verantwortung des Betriebspersonals für die
      Wahrung der Geheimhaltung bei der Betriebsabwicklung
      gewährleistet und eine Lagerung von VS-Dokumenten ohne
      Nachweis ausgeschlossen ist.

      (2) Kontrollvermerke der Vorgesetzten sind im Technischen
      Betriebsbuch, Vermerke über Ergebnisse technischer Kon-
      trollen, Instandsetzungen usw. in den Trupp- bzw. Geräte-
      begleitheften einzutragen.

  VS-Nachweisführung

  60.(1) Die Nachweisführung, Aufbewahrung und Vernichtung
      aller VS-Dokumente/-Baugruppen und Schlüsselunterlagen
      der SFe- und SFs-Stelle hat grundsätzlich nach den Fest-
      legungen der dazu erlassenen Dienstvorschriften, Richt-
      linien und Bedienungsanleitungen zu erfolgen.

      (2) Die Nachweisführung aller VS-Dokumente, einschließ-
      lich der mit dem Vermerk nur für den Chiffrierdienst!,
      hat auf VS-Nachweiskarten (Grundkarte, Begleitkarte,
      Ausgabekarte) zu erfolgen.
      Schlüsselunterlagen, SAS-Geräte und VS-Baugruppen und
      -Ersatzteile sind auf Schlüsselmittelbestandskarten
      (Vordruck-Nr.: NVA 40 153) nachzuweisen.


  61.(1) Den SFe- bzw. SFs-Stellen sind nur die VS-Dokumente
      und Schlüsselunterlagen zu übergeben, die für den Betrieb
      dieser Stellen zur Sicherstellung der SFe- bzw. SFs-Ver-
      bindungen und die Wartung der SAS-Technik notwendig sind.

      (2) Zur Erleichterung der Dienst- Übergabe/Übernahme
      sind alle Nachweiskarten der einzelnen SAS-Geräte, VS-
      Dokumente und Schlüsselunterlagen auf einen Bestands-
      nachweis zusammenzufassen. Offene Unterlagen sind auf
      der letzten Seite des Technischen Betriebsbuches nach-
      zuweisen und anhand dieser Aufstellung zu übergeben/zu
      übernehmen.

      (3) Im verschlossenen und versiegelten Stahlblechschrank
      sind neben VS-Dokumente und Schlüsselunterlagen u.a.
      aufzubewahren:

      - VS-Baugruppen und Ersatzteile;
      - Schlüsselscheiben und -kassetten, in denen
        Schlüssel eingestellt sind (bis zur unmittelbaren
        Anwendung bzw. bis zur Vernichtung der Schlüssel-
        einstellung).

      Die Dokumente, die ständig zum Bestand der SFe- bzw.
      SFs-Stelle gehören (technische Dokumentation, Begleit-
      hefte usw.), aber selten benötigt werden, sind inner-
      halb des Stahlblechschrankes möglichst in geschlossenen
      und versiegelten Behältnissen aufzubewahren und mit einem
      Inhaltsverzeichnis zu versehen. Reserve-Schlüsselunter-
      lagen sind bei der SFe- bzw. SFs-Stelle grundsätzlich in
      versiegelten Paketen aufzubewahren.

      (4) Die während des Betriebes ständig benötigten Betriebs-
      unterlagen, Dienstvorschriften und Schlüsselunterlagen
      sowie die in versiegelten Paketen gelagerten Dokumente
      sind anhand des Bestandsnachweises zu übergeben/zu über-
      nehmen.

      (3) Schlüsselhefte sind mit der Verbindungsnummer zu
      beschriften (mit Bleistift).
      Die unmittelbar zur Sicherstellung der SFs-Verbindungen
      benötigten Schlüsselhefte (Tages-/Stundenschlüssel) sind
      am SAS-Gerät, alle anderen übersichtlich in einem Stahl-
      blechschrank oder einer Stahlblechkassette aufzubewahren.
      Bei der Dienstübergabe/-übernahme sind die geöffneten
      Schlüsselhefte auf Vollzähligkeit der Schlüssellochkarten,
      -lochstreifen bzw. -tabellen zu kontrollieren. Deren
      fortlaufende Nummerierung ist zu überprüfen.

  62.(1) Außerkraftgesetzte, ungültige oder verbrauchte
      Betriebsunterlagen sind an die VS-Stelle der SNZ bzw. des
      vorgesetzten Stabes zurückzugeben oder auf Weisung der
      Vorgesetzten zu vernichten. Dabei ist zu beachten, daß
      Technische Betriebsbücher erst 1 Jahr nach der letzten
      Eintragung zu vernichten sind.

      (2) Ungültige Schlüssel sind bei der folgenden Dienst-
      übergabe/-übernahme, jedoch spätestens 24 Stunden nach
      Ablauf ihrer Gültigkeit zu vernichten.

      (3) Aufgebrauchte Schlüsselserien sind innerhalb von 48
      Stunden nach Entnahme des letzten Schlüssels bzw. nach
      Ablauf seiner Geltungsdauer in eigener Zuständigkeit oder
      auf Weisung der Vorgesetzten zu vernichten.

      (4) Der Vernichtungsnachweis für Schlüssellochkarten,
      -lochstreifen und -tabellen hat in den Schlüsselheften,
      der für Stundenschlüssel bei Anwendung von Kassetten für
      T-205 im Technischen Betriebsbuch zu erfolgen. Die Ver-
      nichtung aufgebrauchter Schlüsselhefte ist auf den
      Schlüsselmittelbestandskarten nachzuweisen.
      Jede Vernichtung ist durch Datum und zwei Unterschriften
      zu belegen!

      (5) Benutzte Kenn- und Schlüsselgruppen sind in der
      Tabelle zu streichen.
      Schlüsseleinstellungen im SAS-Gerät sind bis spätestens
      24 Stunden nach Ablauf ihrer Geltungsdauer oder entspre-
      chend der Weisung des Vorgesetzten unkenntlich zu machen.

  63. Der Verlust und die Kompromittierung von SAS-Geräten,
      VS-Baugruppen, Bedienungsanweisungen zur SAS-Technik,
      VS- und Schlüsselunterlagen ist unverzüglich dem
      nächsten Vorgesetzten zu melden.
      Der Leiter der Nachrichtenzentrale/SNZ hat alle weiteren
      Maßnahmen den dafür geltenden militärischen
      Bestimmungen zu veranlassen.

                                    Anlage 1

  Muster einer Berechtigungskarte SNZ

Berechtigungskarte SNZ Vorderseite

  a) Vorderseite


Berechtigungskarte SNZ Rückseite

  b) Rückseite

                                    Anlage 2

       T R A N S P O R T V O L L M A C H T     Nr.: ....

  Die Transportvollmacht berechtigt zur ungehinderten Benutzung aller
  öffentlichen und militärischen Verkehrswege mit dem Spezial-Kraft-
  fahrzeug

           ....................      NVA   ................................
              (Typ des Kfz.)               (Polizeiliches Kennzeichen)

  Kontrollorgane der NVA und der Deutschen Volkspolizei sind berechtigt,
  die persönlichen Ausweispapiere, die Fahrzeugpapiere und den tech-
  nischen Zustand des Kraftfahrzeuges zu kontrollieren.

          DER INHALT DES KOFFERAUFBAUS DARF WEDER KONTROLLIERT
          NOCH BESICHTIGT WERDEN!

  Die Organe der NVA haben den Inhaber dieser Vollmacht bei der
  Erfüllung seiner Aufgaben in jeder Weise zu unterstützen.

  Die staatlichen und gesellschaftlichen Organe der DDR werden gebeten,
  erforderliche Hilfe und Unterstützung zu gewähren.



  - Dienstsiegel -              Chef des Stabes/
                                Stabschef

                                    Anlage 3

  Schalten, Prüfen und Messen von Nachrichtenkanälen

  1. Betriebsparameter

  1.1.Fernsprechkanäle:  (Vierdraht-Schaltung)
                                                     Bezeichnung
                                                     der DP
      (1) Frequenzband:  0,3 - 3,4 kHz             ≙ SVD I
                         0,3 - 2,7 kHz             ≙ SVD II

      (2) Übergabepegel:
      Empfangspegel: +0,5 Np,  Sendepegel: -1,5 Np ≙ a
      Empfangspegel: -0,5 Np,  Sendepegel: -0,4 Np ≙ c



  Anmerkung:
  Für SFe-Verbindungen werden in der Regel Fernsprech-
  kanäle mit den Betriebsparametern 0,3 - 2,7 kHz;
  -0,4; -0,4 Np ≙ SVD II c/c bereitgestellt.

  (3) Zulässige Pegelabweichung während des Betriebes ± 0,05 Np
  (z.Z. ± 0,2 Np zulässig!);

  (4) Restdämpfungstoleranzschema siehe Bild 1;
  (5) Ruffrequenzen:

  Systemeigene Rufeinrichtung:    800 Hz bei T-216,
                                 2100 Hz bei T-217;

  (6) Zulässige Nebensprechdämpfung zwischen Sende- und
  Empfangseinrichtung:  6,0 Np;

  (7) Zulässige Frequenzverschiebung:     ± 5 Hz;

  (8) Der Amplitudengang muß im Bereich von -5,0 Np bis
  +1,5 Np bei f=800 Hz linear sein. Zulässige Abweichung:
  ± 0,1 Np.
  Amplitudentoleranzschema: siehe Bild 2
Bild 1
Bild 2

  1.2. Fernschreibkanäle:  (Vierdraht-Schaltung)


      (1) Betriebsart: 4-Draht Doppelstrom (4DD);
      (2) Anschlußwerte:

      Empfangsrichtung:   ± 60 V     ± 20 mA
      Senderichtung:      ± 60 V     ± 20 mA;


      (3) Telegrafiergeschwindigkeit:     50 Baud;

      (4) Zulässige allgemeine Verzerrung  δ  für

          - einen Übertragungsabschnitt:    δ  ≤  10 %;
          - mehrere Übertragungsabschnitte: δ  ≤  28 %.

      Meßmethoden

 2.1. Messen des Frequenzganges:

      (1) Voraussetzungen:

      Die Meßgeräte sind vor jedem Messen zu eichen und
      müssen geerdet sein.
      Vor Aufnahme des Frequenzganges ist die Restdämpfung
      des Fernsprechkanals bei einer Frequenz von f = 800 Hz zu
      messen.
      Die Abweichung vom Normwert der Restdämpfung muß
      = -0,2 < aR < +0,2 Np sein.

      Ist der Fernsprechkanal über Richtfunkgeräte der Typen
      R-401, R-403 oder R-405 geschaltet, ist mit einer
      Frequenz von f = 1,00 kHz zu messen!


      (2) Meßanordnung:

      Pegelgenerator                      Pegelmesser
      Ri    = 600 Ω                       Ri    = 600 Ω
      f     = 0,3 ... 3,4 kHz            (PA   = -0,4 oder +0,5 Np)
      Ps    = -0,4 oder -1,5 Np  ≙ PE

Meßanordnung
      Bild 3

      Pegelmesser                         Pegelgenerator
      Ri    = 600 Ω                       Ri    = 600 Ω
     (PA    = -0,4 oder +0,5 Np)          f     = 0,3 ... 3,4 kHz
                                          Ps    = -0,4 oder -1,5 Np

  ______________________________________________________________
     aR        ≙ Restdämpfung in Neper
    ΔaR        ≙ Abweichung der Restdämpfung vom Sollwert
     aRf       ≙ Restdämpfung bei beliebiger Frequenz

     aR₀,₈      bzw. aR₁,₀  ≙ Restdämpfung bei Bezugsfrequenz 0,8
                                            bzw. 1,0 kHz


     PS        ≙ Sendepegel am Pegelgenerator in Neper
     PE        ≙ Eingangspegel am Übertragungssystem/-Kanal
                 in Neper
     PA        ≙ Ausgangspegel am Übertragungssystem/-Kanal
                 in Neper
     PA′       ≙ gemessener Ausgangspegel                         


      (3) Ergebnis:  ΔaR = aRf - aR₀,₈ (₁,₀)

                         aRf = PS - PA′[Np]

      Darstellung des funktionellen Zusammenhangs zwischen
      ΔaR und der Verschiedenen Meßfrequenz f bei konstantem
      Sendepegel PS.
      Auswertung durch Vergleich mit vorgegebenen Restdämpfungs-
      toleranzenschema.

 2.2. Messen des Amplitudenganges:

      (1) Voraussetzungen:
      Die Restdämpfung und der Frequenzgang des Fernsprech-
      kanals sind vorher zu messen.

      (2) Meßanordnung:   gemäß Bild 3

      Pegelgenerator                    Pegelmesser
      Ri   = 600 Ω                      Ri    = 600 Ω
      f    = 0,8 bzw. 1,0 kHz
      Ps   = -5,0; -4,5; -4,0; -3,5; -2,5; -2,0; -1,5;
             0; +0,5 Np

      (3) Ergebnis:  aR = PS - PA′[Np]

      Darstellung des funktionellen Zusammenhangs zwischen
      aR und der verschiedenen Sendepegel PS bei konstanter
      Meßfrequenz f(0,8 bzw. 1.0 kHz).
      Auswertung durch Vergleich mit vorgegebenem Amplituden-
      gangstoleranzschema.

 2.3. Messen der allgemeinen Verzerrung  δ 

      (7) Voraussetzung:
      Die Meßgeräte sind vor jedem Messen zu eichen und
      müssen geerdet sein.

      (2) Meßanordnung:
      Osz. Relais- und Verzerrungs-  Osz. Relais- und Ver-
      messer                         zerrungsmesser     

      VS = 50 Baud                    VS = 50 Baud

      Wechsel: 1:1 und                Wechsel: 1:1 und
               1:6; 6:1                        1:6; 6:1

Meßanordnung
      Bild 4

      VS  ≙ Telegrafiegeschwindigkeit

      (3) Ergebnis:
          Allgemeine Verzerrung  δ  muß  ≤ 10% für einen
          Übertragungsabschnitt und              ≤ 28% für mehrere
          Übertragungsabschnitte sein.

 3.   Redewendungen
 3.1. Überprüfung der Verbindungskabel

      Alle Stromwege der Verbindungskabel zwischen
      Schalt-, Richtfunk- und Funkstellen (A) und den
      SFe-Stellen (B) sind durch Ruf- und Sprech-
      probe zu überprüfen.

      A                                              B                
1) Ruft B über DK/DL                 Hier Endstelle (Nr./Tarn-
                                                      name)

2) Hier (Bezeichnung/Tarnname),
   Leitungsprobe auf Kabel ...
   Kanal ... bis ...                Bin bereit

3) Ruft nacheinander über jeden
   Kanal
                                     Hier Endstelle ...
4) Leitungsprobe, Kanal ...          Höre mit 5-rufe zurück
   Ruf kommt an -höre mit 5
   usw.

5) Ende                             Verstanden


 3.2. Übergabe der Nachrichtenkanäle

1) Ruft B über DK/DL                  Hier Endstelle (Nr./Tarn-
                                      name)

2) Schalte auf Kabel ...,
   Kanal ... den Fe-Kanal
   PN ... (den Fs-Kanal
   TGP ...) zu (Tarnname)            Verstanden, PN ... zu (tarn-
                                       name
                                      Schalten Sie Reservekanal
                                      auf Kabel ... Kanal ...

3) Verstanden, schalte Reserve-      Verstanden
   kanal auf Kabel ... Kanal ...
   rufe wieder, Ende!

 3.3. Messen des Frequenzganges
      (zwischen Hauptstelle A und Gegenstelle B)

1. Ruft B über DL bzw.                Hier (Tarnname)
   zu messenden Kanal                 Я _ _ _ _ _ 

2. Hier (Tarnname), gemessen
   wird der Frequenzgang des
   Fe-Kanals PN ....., senden
   Sie 0,8 kHz (bzw. 1kHz)           Verstanden, PN ...
   Я _ _ _ _ _                        0,8 kHz
   ДABAЙ И3MEPИM ЧACTOTHУЮ            ДAЮ ПO TФ-KAHAЛУ No
   XAPAKTERPИCTИK ПO TФ-               PN _ _ _ _ _, BOCEMЬCOT ГEPЦ
   KAHAЛУ No PN _ _ _ _ _ ;
   ДAЙTE BOCEMЬCOT ГEPЦ

3. Senden Sie 0,3 kHz               0,3 kHz
   ДaЙTE TPИCTA ГEPЦ                ДAЮ TPИCTA ГEPЦ2

4.0,4 kHz                           0,4 kHz
  ДATЙTE ЧETЫPECTA ГEPЦ              ДAЮ ЧETЫPECTA ГEPЦ

5. 0,6 kHz (usw. bis 3,4 kHz)        0,6 kHz usw.
   DAЙTE ШECTЬCOT ГEPЦ28USW:BIS      DAЮ ШECTЬCOT ГEPЦ
   TPИ KИЛOГEPЦ И ЧETЫPECTA
   ГEPЦ)

n₁ Danke, ich sende 0,8 kHz         Verstanden, 0,8 kHz
   CПACИБO; ДAЮ BAM BOCEMЬCOT        ПPOШУ BOCEMЬCOT ГEPЦ
    ГEPЦ

n₂                                    Senden Sie 0,3 kHz
    0,3 kHz                         ПPOШУ TPИCTA ГEPЦ
    ДAЮ TPИCTA ГEPЦ

n₃                                    0,4 kHz
    0,4 kHz                         ПPOШУ ЧETЫPECTA ГEPЦ
    ДAЮ ЧETЫPECTA ГEPЦ

n₄                                    0,6 kHz (usw. bis 3,4 kHz)
   0,6 kHz usw.                     ПPOШУ ШECTЬCOT ГEPЦ
   ДAЮ ШECTЬCOT ГEPЦ

nx                                    Danke
   Verstanden, schalten Sie          CПACИБO
   zum Gerät                         Schalte zum Gerät
   BKЛЮЧATЙE AППAPATУPУ2             BKЛЮЧAЮ AППAPATУПУ

ny Ende                             Verstanden
   KOHEЦ                            ПOHЯЛ


 3.4. Messen des Amplitudenganges
      (vorher ist der Frequenzgang zu messen)

1. Ruft B über DL bzw.                Hier (Tarnname)
   zu messenden Kanal                 Я _ _ _ _ _ _

2. Hier (Tarnname), gemessen
   wird der Amplitudengang des
   Fe-Kanals PN ....., senden
   Sie 0,8 kHz (bzw. 1 kHz) bei
   - 5,0 Np                          Verstanden, PN .....
   Я _ _ _ _ _ _,                     0,8 kHz bei -5,0 Np
   ДABAЙ И3MEPИM AMПЛИTУДHУЮ          ДAЮ ПO TФ-KAHAЛУ No PN _ _ _,
   XAPAKTEPИCTИKУ ПO TФ-               BOCEMЬCOT ГEPЦ C УPOBHEM
   KAHAЛУ No PN _ _ _,                 MИHУC ПЯTЬ HEПEP
   ДAЙTE BOCEMЬCOT ГEPЦ
   (bzw. OДИH KИЛOГEPЦ)
   C УPOBHEM MИHУC ПЯTЬ HEПEP

3. Geben Sie -4,5 Np                -4,5 Np
   ДAЙTE MИHУC ЧETЫPE И              ДAЮ MИHУC ЧETЫPE И ПЯTЬ
   ПЯTЬ HEПEP                         HEПEP

4.  -4,0 Np                         -4,0 Np
   ДAЙTE MИHУC ЧETЫPE MEПEP         ДAЮ MИHУC ЧETЫPE HEПEP

5. 3,5 Np (usw. bis +1,5 Np)        -3,5 Np usw.
   ДAЙTE MИHУC TPИ И ПЯTЬ HEПEP     ДAЮ MИHУC TPИ И ПЯTЬ HEПEP
   (usw. bis ПЛЮC OДИH И ПЯTЬ
   HEПEP)

n₁ Danke, ich sende 0,8 kHz
   bei -5,0 Np                       Verstanden, 0,8 kHz, -5,0 Np
   CПACИБO, ДAЮ BAM BOCCEMЬCOT       ПPOШУ BOCCEMЬCOT ГEPЦ C
   ГEPЦ C УPOBHEM MИHУC ПЯTЬ           УПOBHEM MИHУC ПЯTЬ HEПEP
   HEПEP

n₂                                    Geben Sie -4,5 Np
     -4,5 Np                        ПPOШУ MИHУC ЧETЫPE И ПЯTЬ
    ДAЮ MИHУC ЧETЫPE И ПЯTЬ           HEПEP
    HEПEP

n₃                                     -4,0 Np
     -4,0 Np                        ПPOШУ MИHУC ЧETЫPE HEПEP
    ДAЮ MИHУC ЧETЫPE HEПEP

n₄                                     -3,5 Np (usw. bis +1,5 Np)
    -3,5 Np usw.                    ПPOШУ MИHУC TPИ И ПЯTЬ
    ДAЮ MИHУC TPИ И ПЯTЬ HEПEP       HEПEP

nx                                    Danke
   Verstanden, schalten Sie          CПACИБO
   zum Gerät                         Schalte zum Gerät
   BKЛЮЧATЙE AППAPATУPУ             BKЛЮЧAЮ AППAPATУPУ

ny Ende                             Verstanden
    KOHEЦ                           ПOHЯЛ

 3.5. Messen der allgemeinen Verzerrung

1. Ruft B über DL                     Hier (Tarnname)
                                      Я _ _ _ _ _ _

2. Hier (Tarnname),
   gemessen werden die Verzerrungen
   des Fs-Kanals TPG ..... ,
   senden Sie Wechsel 1:1,
   ich sende Wechsel 1:1             Verstanden, TGP .....
   Я _ _ _ _ _ _,                     Wechsel 1:1
   ДABAЙ И3MEPИM ИCKAЖEHЯ             ДAЮ ПO TГ-KAHAЛУ No
   ПO TГ-KAHAЛУ No TGP _ _ _ _,        TGP _ _ _ _ ИCПЫTATEЛЬHЫE
   ДAЙTE ИCПЫTATEЛЬHЫE ПOCЫЛKИ         ПOCЫЛKИ BИДA I:I
   BИДA I:I
   ДAЮ ИCПЫTATEЛЬHЫE ПOCЫЛKИ
   BИДA I:I

3. Wechsel 1:6                      1:6
   ДAДИM ИCПЫTATEЛЬHЫE               ДAДИM ИCПЫTATEЛHЫE
   ПOCЫЛKИ I:6                        ПOCЫЛKИ I:6

4. 6:1                              6:1
   ДAДИM ИCПЫTATEЛЬHЫE               ДAДИM ИCПЫTATEЛHЫE
   ПOCЫЛKИ 6:I                        ПOCЫЛKИ 6:I

5. Danke, schalten Sie zum           Schalte zum Gerät
    Gerät
    CПACИБO, BKЛЮЧAЙTE               BKЛЮЧAЮ AППAPATУPУ
    AППAPATУPУ

6. Ende                             Verstanden
   KOHEЦ                            ПOHЯЛ

                                          Anlage 4

  Redewendungen  (für Betriebsmechaniker SFeV)

Redewendung                         Inhalt/Handlung                
1. BЫ ГOTOBЫ?                     Prüfen der Bereitschaft der
   (Sind Sie Bereit?)               Gegenstelle.
   ДA ГOTOB
   (Ich bin bereit)

2. HAЧИHAEM HOMEP . . . .         Schlüsseleinstellung nach Heft
   (Beginnen Sie mit, Nr.../        Nr.: ...

3. CTABИM HOMEP . . . .           Schlüsseleinstellung nach
   (Stellen Sie ein, Nr. .../       Tabelle Nr.: ...
   ich stelle ein, Nr. ...)

4. KAK CЛЫШИTE?                   Gesprächsgüte prüfen
   (Wie hören Sie mich?)
   XOPOШO, УДOBЛETBOPИTEЛЬHO,
   ПЛOXO
   (Höre mit 1; 2; 3; 4; 5)

5. BKЛЮЧAЙTE!                     Gerät in Arbeitsart ver-
   (Schalten Sie ein!)              schlüsselt schalten und nach
   BKЛЮЧAЮ                        3 - 5 sek. zu sprechen be-
   (Ich schalte ein)                ginnen.

6. PEЖИM Б                        Gerät in Arbeitsart ver-
   (Schalten Sie Arbeitsart         schlüsselt schalten.
   B/ Ich schalte Arbeitsart
   b)

7. PEЖИM A                        Gerät in Arbeitsart offen
   (Schalten Sie Arbeitsart A/      schalten.
   ich schalte Arbeitsart A)

8. ПPOBEPTЬE; HE ПOHИMAЮ!         Gerät in Arbeitsart
                                    Eigenüberprüfung schalten,
   (Prüfen Sie, ich verstehe         Prüfen der Wiederherstellung
   Sie nicht)                        des Sprach- und Tonsignals.
   ПPOBEPЯЮ; ЖДИTE
   (Ich prüfe, warten Sie)

9. HOMEP _ _ _ _ _  BЫБЫЛ          Schlüsselheft (-tabelle)
   (Nr. ... beschädigt)              Nr. ... beschädigt.

10. ИCПPABИTЬ HE MOЖEM             Größere Störung; Gerät muß
    (Wechseln Sie aus / Ich          ausgewechselt werden.
    Wechsel aus)

11. BKЛЮЧAЙTE KOMMУTATOP           Verbindung in Arbeitsart
                                     verschlüsselt zur SFe-Ver-
    (Schalten Sie zur Ver-            mittlung schalten.
    mmittlung)
    BKЛЮЧAЮ KOMMУTATOP
    (Ich schalte zur Vermittlung)

                                          Anlage 5

  Fernschreibsignaltabelle und Verkehrsabkürzungen
       (für den Betriebsmechaniker SFsV)

 1. Fernschreibsignaltabelle für Betriebstechniker

Signal       Inhalt                                   
(1) Verständigungsverkehr und allgemeine Kommandos

ЖЖЖЖЖ     Betriebstechniker zum Gerät!
ЖAЖAЖA    Betriebstechniker am Gerät
MMMMM     Bereiten Sie sich zur Verbindungsaufnahme vor!
KMKMKM    Geben Sie Kommando!
KMПKMП    Geben Sie vollständige Kommando!
УУУУУ     Wir beginnen Betrieb in Ihre Richtung
БББББ     Wir beginnen Betrieb in meiner Richtung
CKCKCK    Ende der Programmzeit
ЯЯЯЯЯ     Augenblick, warten Sie!
ДДДДД     Habe Signal empfangen
MЯMЯMЯ    Habe Störung, warten Sie!
EEEEE     Bin zum Betrieb bereit
33333     Wie empfangen Sie meine Zeichen?
OOOOO     Empfange Ihre Zeichen gut
ИCKИCK    Empfange Ihre Zeichen verzerrt
HHHHH     Empfange unklaren Text, Unterbrechen Sie den
          Betrieb. Ich erwarte Ihre Kommando!
KKKKK     Geben Sie Abstimmtext!
ФУФУФУ    Stellen Sie die Verletzung der Regeln ein!


Signal       Inhalt                                     
(1) Verständigungsverkehr über Schlüsseleinstellung

AAAAA     Führen Sie die große Einstellung gemäß Kennung
          ... durch!

ПAПAПA    Überprüfen Sie die große Einstellung gemäß
          Kennung ...
AHAHAH    Die große Einstellung gemäß Kennung ... kann
          nicht vorgenommen werden
OAOAOA    Bitte auf neue große Einstellung gemäß Kennung
          ... überzugehen
ЮЮЮЮЮ     Führen Sie die mittlere Einstellung gemäß
          Kennung ... durch!
ПЮПЮПЮ    Überprüfen Sie die mittlere Einstellung gemäß
          Kennung ...
ЮHЮHЮH    Die mittlere Einstellung gemäß Kennung ...
          kann nicht vorgenommen werden
OЮOЮOЮ    Bitte auf neue mittlere Einstellung gemäß
          Kennung  ... überzugehen
BBBBB     Führen Sie die kleine Einstellung gemäß Kennung
          ... durch!
BHBHBH    Die kleine Einstellung gemäß Kennung ... kann
          nicht vorgenommen werden
OBOBOB    Bitte auf neue kleine Einstellung gemäß Kennung
          ... überzugehen
3ПГ3ПГ    Haben Sie Buchstaben- und Kenngruppe der klei-
          nen Einstellung gestrichen?

 (3) Verständigungsverkehr über Art des Nachrichtenkanals
     und Organisationsform                                

ИTИTИT    Gehen Sie auf Drahtkanal über!
ИPИPИP    Gehen Sie auf Funkkanal über!
ИCИCИC    Gehen Sie auf Richtfunkkanal über!

БTCБTC    Bitte Transit mit ... herstellen
KTCKTC    Stelle Transit mit ... her
TCHTCH    Kann Transit mit ... nicht herstellen
KПKПKП    Arbeite von der 1. Lage
BПBПBП    Arbeite von der 2. Lage
ЦCЦCЦC    Gehen zur Arbeit im Netz über
OBCOBC    Wir eröffnen die 2. Verbindung über das
          Gerät ...

 (4) Verständigungsverkehr über technische Fragen

TKTKTK    Nennen Sie den Typ Ihres Gerätes
TKБTKБ    Arbeite mit WOLNA-M
TKBTKB    Arbeite mit WOLNA-M!
ЬИЬИЬИ    Gehen Sie von einem Typ des Gerätes zum
          anderen über!
ПДKПДK    Wechseln Sie Gerätesatz!


ЬЬЬЬЬ     Wir schalten auf Betrieb ohne Spezialgerät!
ПУПУПУ    Bereiten Sie sich auf den Start vor!
BCBCBC    Bereiten Sie gleichzeitigen Stopp vor!
ПCПCПC    Wir schalten zur Überprüfung des Gerätes auf
          Eigenprüfung
TCTCTC    Schalte ab zu Eigenprüfung
KЧKЧKЧ    Wir unterbrechen die Verbindung zur Wartung
CCCCC     Zählerstand .....
CMCMCM    Ich gleiche Zählerstand an
ППППП     Überprüfe den Zählergleichstand
ГГГГГ     Geben Sie Wechsel!
ГCГCГC    Schalten Sie Wechsel ab!
ГДГДГД    Geben Sie weiterhin Wechsel, übergebe den
          Kanal an die Schaltstelle (Funkzentrale)!
ФPФPФP    Wir übergeben den Kanal an die Schaltstelle
          (Funkzentrale)
XXXXX     Wir schalten zur End-Fernschreibmaschine
          (Fernschreibsaal)
OXOXOX    Wir schalten zur abgesetzten Fernschreib-
          maschine
ШШШШШ     Geben Sie Schleife!
ПЛПЛПЛ    Wechseln Sie die Polarität!
ЫЫЫЫЫ     Geben Sie reine Korrektur (Phase)!
HЫHЫHЫ    Empfange von Ihnen keine Korrektur
          (Überprüfen Sie Ihren Ausgang)
ЙЙЙЙЙ     Empfange nur einen Pol

CPCPCP    Wechseln Sie die Sende-Fernschreibmaschine aus!
CЧCЧCЧ    Wechseln Sie die Empfangsmaschine aus!
ЧЧЧЧЧ     Wechseln Sie Empfangs-Stromkreis aus!
PPPPP     Wechseln Sie Sende-Stromkreis aus!
ЧPЧPЧP    Tauschen Sie die Empfangs- mit Sende-Stromkreis!
ИИИИИ     Überprüfen Sie die Regulierung des Gerätes am
          Empfangsteil!
ЭЭЭЭЭ     Überprüfung Sie die Regulierung des Gerätes am
          Sendeteil!


ФГФГФГ    Überprüfen Sie Ihren Sender der Funkstelle!
POPOPO    Unser Funksender arbeitet normal
ФAФAФA    Folge Ihnen auf die Frequenz ... !
ФБФБФБ    Folgen Sie uns auf der Frequenz ... !
PBPBPB    Wechseln Sie die Frequenz!
ЙУЙУЙУ    Empfange Störungen
ФДФДФД    Erhalte Unsymetrie, prüfen!
ФИФИФИ    Erhöhen Sie die Leistung des Funksenders!
ФHФHФH    Die Leistung des Funksenders kann nicht erhöht
          werden
ДБДБДБ    Stimmen Sie den Funksender auf F6 ab!
ДAДAДA    Stimmen Sie den Funksender auf Einkanalbetrieb
          ab!

Anmerkung:
Der Inhalt der Signale ФГФГФГ bis ДAДAДA ist unverzüg-
lich über die Dienstverbindung dem diensthabenden Funker der
eigenen Funkzentrale/-stelle mitzuteilen!

 2. Wichtigste Verkehrsabkürzungen

    (1) Q-Gruppen

    QLW   ЩЛB     - Verbindungsüberprüfung, geben Sie
                    Quittung
    QRV   ЩPЖ     - Ich bin empfangsbereit!
    QTA   ЩTA     - Vernichten Sie Text
    QTR?  ЩTP?    - Wie ist die genaue Uhrzeit?
    QTR   ЩTP     - Genaue Uhrzeit (Stunde/Minute)
    QRY   3ЖП PЫ  - Senden Sie/Ich sende RY (PЫ) und
                    Abstimmtext

    (2) Z-Gruppen

    ZNN   3HH     - Habe nichts mehr!
    ZOU   3OУ     - Empfange gut
    ZOH   3OX     - Wie sind Sie ausgelastet?

    (3) Betriebszeichen

    AS    AC      - Warten Sie
    BK    БK      - Unterbrechen Sie/Stellen Sie Senden ein
    K     K       - Anforderung zum Senden
    RPT   PПT     - Wiederholen Sie (ich wiederhole)
    SK   CK       - Schluß es Verkehrs

                                             Anlage 6

 1. Beispiel eines ausgefüllten Technischen Betriebsbuches

Technisches Betriebsbbuch
Datum
Uhrzeit
von - bis
Diensthabender Betriebstechniker Klein. Uffz.
Name/Dienstgrad
Datum
Uhrzeit
Handlungen während des BetriebsdienstesBemerkungen
Nummer der GeräteBemerkungenUnterschrift 
12      
12345678910111213
06.01.72       06.01.72    
06.00EINEIN     05.30-06.00SFs-Trupp P-222 TM entfaltet, Arbeits-   
06.02EPR    i.O.  bereitschaft hergestellt.   
06.03BPR    i.O.Klein Uffz. Aufzunehmende SFsV(gemäß Weisung des LSNZ)   
06.05SEN/SE    S=AHУПC
E=BЙKPП
Klein, Uffz. 4. A -> 14. MSD „Rebus“Verb.-Nr.:63002-21216 A,Г
06.08 EPR   i.O.  4. A -> 17. PD „Filter“Verb.-Nr.:63002-21224 A,Г
06.09 BPR   i.O.Klein Uffz. T. der Betriebsbereitschaft: 07.00 Uhr   
06.10 SEN/SE   S=ЩOMCУ
E=XУOЬP
Klein Uffz.05.45-06.00Dienstübergabe/-übernahme   
06.12ANS/DRK    TGP 6380Klein Uffz. Dienst Geräte u. Unterlagen lt. Nach-   
06.15VAO    i.O.Klein Uffz. weis übergeben-Scholze, Stfw. Truppführer   
06.17VAV       übernommen: Klein Uffz. Betriebstechniker   
06.20VBV/FSM      06.00-06.10Fs-Kanal: TGP 6380 -> 14.MSD, Res.-Kanal FR010/Fs   
06.25 ANS/DRK   TGP 6384Klein Uffz. TGP 6384 -> 17. PD, Res.-Kanal WT02/03   
06.27 VAO      übernommen.   
06.30 VAV   i.O.Klein Uffz.07.00Meldung der Betriebsbereitschaft der   
06.35 VBV/FSM      SFsV an Truppführer u. Abfertigung   
-----       10.15Betriebstechniker von„Kama“ (28.MSD)   
-----        verstößt gegen die Betriebsregeln beim   
10.20TVA    über Trupp 2
mit 28. MSD
  Herstellen der Transitverbindung.   
11.15TVE;      -----    
-----     S=ПЧPTБ
E=HУУИГ
Klein Uffz.-----    
15.03 SEN/SE     18.00Kontrolle des Dienstes der SFe-Stellekeine Beanstandung
  VAO         Wagner Major
  VAV   i.O.Klein Uffz.     
  VBV/FSM          
Übertrag            
Betr.-Std. ges. o.
Zählerstand
          
           
KTE          
Einsatz-
bereitschaft
          

 2. Abkürzungen, die beim Führen des Technischen Betriebsbuches
    anzuwenden sind:
_______________________________________________________________________
Bezeichnung der Handlung        Abkürzung      Bemerkungen        

Gerät einschalten                    EIN
Gerät ausschalten                    AUS
Eigenprüfung                         EPR
Blockierung prüfen                   BPN
Wochenschlüsselwechsel               WSW
Tagesschlüsselwechsel                TSW
Stundenschlüssel einstellen          SEN/...   ->
Stundenschlüssel Sender/Empfänger    .../SE    ->  nur SFs-Technik
Stundenschlüssel Sender              .../S     ->
Stundenschlüssel Empfänger           .../E     ->
Schlüsseleinstellung prüfen          SPN
Gerät an den Nachrichtenkanal
schalten                             ANS/...
       - Draht-Kanal                 .../DRK
       - Richtfunkkanal              .../RFK
       - Funkkanal                   .../FUK
Kanal-Umschaltung                    KUS/...     (auf DRK, RFK
                                                  oder FUK)
Gerät von Nachrichtenkanal
abschalten                           ABS
Geräte-Umschaltung                   GUS
Verbindungsaufnahme offen          VAO
Verbindungsaufnahme verschlüsselt  VAV
Verbindungsüberprüfung               VPN        (durch Betriebs-
                                                 techniker)
Verbindungsunterbrechung             VBU
Verbindung offen                   VBO/...
Verbindung verschlüsselt           VBV/...
... zur Nutzung übergeben an:
    - Fernschreibstelle S            .../FSM
    - abgesetzte Fernschreib-
      maschine S                     .../AFSM
    - SAS-Fernsprechvermittlung      .../V
    - Teilnehmerapparat SAS          .../APP

Transitverbindung hergestellt        TVA
Transitverbindung eingestellt        TVE
Gleichzeitiger Stop                  STO       ->
Gleichzeitiger Start                 STA       ->nur SFs-Technik
Gerät gestört                        GST
Kanal gestört                        KST
Einsatzbereitschaft                  EBT
Nicht einsatzbereit                  NEB
Tägliche Wartung                     TWG
Wöchentliche Wartung                 WWG
Monatliche Wartung                   MWG
Technische Kontrolle                 TEK       -> auch im Begleit-
Technische Durchsicht                TED       -> heft nachzuweisen!

                                         Anlage 7

         Beispiel einer Verbindungsübersicht

Verbindungsübersicht

                                         Anlage 8

      Varianten der SFe-Transitverbindungen

  SFe-Transitverbindungen sind durch das Bedienungs-
  personal der SFe-Vermittlung nach folgenden Varianten
  - abhängig vom Typ der Vermittlung - durchzuführen:

  a) Zweidraht-Transitverbindungen:

     Beide Fernverbindungen werden mit Hilfe eines Zwei-
     draht-Schnurpaares über die Klinken MГ bzw. KГ
     verbunden.
     Die an die Vermittlung MP-10/15 bzw. SMP (KMP)-20/30
     mit ein Tonrufgerät geschaltete Fernverbindung wird
     mit einer anderen Fernverbindung durch Stecker der
     Geräteschnur (Stöpsel OШ des kombinierten Schnur-
     paares) in die Klinke TГ und des Vermittlungs-
     stöpsels BШ in die Klinke MГ der geforderten
     Fernverbindung verbunden.

  b) Vierdraht-Transitverbindung, wenn die zu verbinden-
     den Fernverbindungen mit Richtungsschlüssel oder
     ungleichen Netzschlüssel arbeiten oder außerdem
     mit unterschiedlichen SFe-Gerätetypen betrieben
     werden:
     Das Abfragen/Rufen und Überprüfen der Hörbarkeit
     ist mit einem Zweidraht-Schnurpaar über die Klinken
     MГ bzw. KГ durchzuführen. Danach ist die Transit-
     verbindung mit einem Transit-Schnurpaar über die
     Klinken TГ herzustellen. Das Zweidraht-Schnurpaar
     verbleibt in den Klinken MГ bzw. KГ.

  c) Vierdraht-Transitverbindung, wenn die verbinden-
     den Fernverbindungen mit gleichem Netzschlüssel und
     gleichem Synchronisationspegel arbeiten:        
     Wie unter b) beschrieben.
     Danach sind die, den Fernverbindungen zugeordneten
     Druckschalter BШ in die Stellung offen (A) und
     damit die eigenen SFe-Geräte in die Arbeitsart
     offen (Regime A) zu schalten.

  d) Vierdraht-Transitverbindung, wenn die verbinden-
     den Fernverbindungen mit gleichem Netzschlüssel und
     gleichem Synchronisationspegel arbeiten und über
     ein Tonrufgerät geschaltet sind:             
     Das Abfragen/Rufen und Überprüfen der Hörbarkeit
     ist bei der Vermittlung MP-10/15 bzw.
     SMP (KMP)-20/30 nur durch Stecken der Geräteschnur
     (Stöpsel OШ) in die jeweilige Klinke TГ und
     Umlegen des zugehörigen Kellogschalters in Stellung
     Abfragen durchzuführen.
     Bei der Vermittlung KTF-5/10 bzw. KTF-15/20 ist
     dieses durch Stecken der Geräteschnur in die jewei-
     lige Klinke TГ und einer Zweidraht-Abfrageschnur
     in die, dem auf Geräteschnur geschalteten SFe-Gerät
     zugeordneten Klinke KГ durchzuführen.
     Nach Verständigung der Endvermittlungen über das
     Herstellen einer Transitverbindung nach Varianten C,
     sind beide Fernverbindungen mit Hilfe eines Transit-
     Schnurpaares über die Klinken TГ zu verbinden.
     Das Trennen der Transitverbindungen hat nach Erhalt
     des Schlußsignals zu erfolgen. Bei der Variante c, sind
     nach dem Schlußsignal die Druckschalter BШ in
     Stellung verschlüsselt (B) und damit die eigenen
     SFe-Geräte wieder in die Arbeitsart verschlüsselt
     (Regime B) zu schalten.
     Bei Variante d, ist nach dem Trennen eine Verbindungs-
     überprüfung zu den beteiligten Endvermittlungen
     durchzuführen.
Vom Autor hinzugefügte Dokumente:
Anhang 1:
VS Grundkarte Vorderseite
Abb.: VS Grundkarte Vorderseite
VS Grundkarte Rückseite
Abb.: VS Grundkarte Rückseite

VS Begleitkarte Vorderseite
Abb.: VS Begleitkarte Vorderseite
VS Begleitkarte Rückseite
Abb.: VS Begleitkarte Rückseite