Zurück/Back
TELEX
  
richtlinie
 
über die
 
betriebsabwicklung
 
im telex-verkehr
 
beim teilnehmer
 


          Richtlinie

   über die Betriebsabwicklung

 im Telex-Verkehr beim Teilnehmer


Post Horn
1969
Herausgegeben
vom Ministerium für Post- und Fernmeldewesen, 1066 Berlin
Bearbeitet
vom Zentralamt für Fernleitungsanlagen, 108 Berlin


Inhaltsverzeichnis

1.      Allgemeines
2.      Das Telex-Netz der Deutschen Post und die Einrichtungen bei den
        Telex-Teilnehmern
3.      Pflichten der Telex-Teilnehmer
4.      Herstellen von Telex-Verbindungen
4.1.    Telex-Verbindungen mit Anschlüssen innerhalb der Deutschen
        Demokratischen Republik
4.2.    Telex-Verbindungen mit Anschlüssen außerhalb der Deutschen
        Demokratischen Republik
4.3.1.  Telex-Verbindungen durch Selbstwahl
4.3.2.  Telex-Verbindungen durch Telex-Vermittlungsplätze
4.3.3.  Besonderheiten bei Telex-Verbindungen über Funklinien im
        außereuropäischen Telex-Verkehr
5.      Übermitteln von Fernschreibnachrichten
        Zeilenvorschub
        Berichtigen von Fehlern
        Klingelzeichen
        Pausen während der Übermittlung
        Übermittlung des Textes
        Vergleichung
        Empfangsbestätigung
        Ende der Übermittlung
6.      Herstellen von Lochstreifen
7.      Trennen einer Telex-Verbindung
8.      Empfangen von Fernschreibnachrichten
        Unterbrechen der Übermittlung
        Überprüfen der empfangenen Fernschreibnachricht
        Empfangsbestätigung
9.      Abkürzungen im Telex-Verkehr (Kode-Ausdrücke)
10.     Telex-Auskunft
10.1.   Anfragen nach der Telex-Nummer eines Teilnehmers
10.2.   Anfragen nach dem Namen eines Telex-Teilnehmers und seiner Anschrift
10.3.   Nachfragen über den Betriebszustand eines mit der Telex-Ruf-
        nummer bezeichneten, aber nicht erreichbaren Telex-Anschlusses
11.     Verhalten bei Störungen
        Störungen beim Verbindungsaufbau
        Störungen bei bestehender Verbindung
        Papier-, Farbband- und sonstige Störungen am Fernschreiber
        Übermitteln eines Prüftextes
12.     Rundschreibverbindungen
        Anmelden von Rundschreibverbindungen
        Herstellen der Rundschreibverbindungen
        Empfangen und Bestätigen von Rundschreibverbindungen
        Abkürzungen im Telex-Rundschreibverkehr
13.     Aufgabe der Telegramme bei der zuständigen Telex-Telegramm-
	Aufnahme
14.     Zustellen von Telegrammen über Telex-Anschlüsse
15.     Gebührenpflichtige Dienstvermerke


1. Allgemeines

   Der Telex-Dienst ist ein Teilnehmer-Fernschreibdienst, der es den Be-
   nutzern jederzeit gestattet, mittels Fernschreibern, Fernschaltgeräten,
   Fernschreibübertragungswegen und Vermittlungsstellen mit den am
   Telex-Netz angeschlossenen Telex-Teilnehmern wahlweise untereinander
   Nachrichten auszutauschen bzw. bei den Telegrafenstellen der Deutschen
   Post Telegramme fernschriftlich aufzugeben oder von diesen zu
   empfangen.
   Die Deutsche Post gewährleistet den ununterbrochenen Telex-Verkehr
   im Telex-Netz. Sie ist berechtigt, den Telex-Verkehr vorübergehend ein-
   zustellen oder einzuschränken, wenn die Sicherheit des Staates oder
   volkswirtschaftliche Gründe es erfordern.
   Die grundsätzlichen Bestimmungen über den Telex-Dienst enthält die
   Anordnung über den Telex-Dienst - Telex-Ordnung vom 3. April 1959
   (Gesetzblatt Teil I. Siete 451).
   In der vorliegenden Richtlinie finden Sie alles Wichtige über die Telex-
   Ordnung und die Betriebsabwicklung im Telex-Netz. Weitere Hinweise,
   insbesondere über Gebühren und besondere Rufnummern im Telex-
   Dienst, enthalten die Vorbemerkungen zum jeweils gültigen Telex-
   Verzeichnis.
   Vom Verlag Die Wirtschaft wurde in Zusammenarbeit mit dem mini-
   sterium für Post- und Fernmeldewesen das Lehrbuch Telex-Schrift-
   verkehr herausgegeben. Es vermittelt praktische Hinweise für eine
   rationelle Betriebsorganisation bei Fernschreibstellen und wird allen
   Telex-Teilnehmern zur Anschaffung empfohlen.


2. Das Telex-Netz der Deutschen Post und
   die Einrichtungen bei den Telex-Teilnehmern

   Das Telex-Netz der Deutschen Post besteht aus Telex-Vermittlungs-
   stellen, dem Telex-Anschlüssen und den Telex-Leitungen.
   Telex-Anschlüsse werden von der Deutschen Post eingerichtet, instand
   gehalten, geändert und abgebrochen.
   Zu den Fernschreib-Endeinrichtungen beim Telex-Teilnehmer gehören
   Fernschreiber, Fernschaltgerät, ggf. Lochstreifensender, Empfangs- und
   Handlocher.
   Die Fernschreib-Endeinrichtungen werden im allgemeinen von der Deut-
   schen Post auf Kosten des Teilnehmers beschafft oder in Ausnahme-
   fällen dem Teilnehmer mietweise überlassen. Wenn Sie sich Fern-
   schreib-Endeinrichtungen selbst beschafft haben, so müssen sie von
   der Deutschen Post zugelassen sein. Das erforderliche Schreibzubehör
   (z. B. Farbbänder, Papier usw.) müssen Sie sich selbst über das Ver-
   sorgungskontor für Bürobedarf beschaffen.
   Jeder im Telex-Netz eingesetzte Fernschreiber ist mit einem Namen-
   geber ausgestattet. Er ist ein wichtiger Teil des Fernschreibers und
   enthält als Namengebertext:
   - die Telex-Nummer (bestehend aus der Kennzahl des Anschlußberei-
     ches und der Rufnummer des Teilnehmers),
   - einen Kennbuchstaben (nur bei Telex-Teilnehmer mit mehreren
     Telex-Anschlüssen),
   - den Namen des Telex-Teilnehmers und evtl. Ortsbezeichnungen (in
     stark gekürzter Form),
   - das Landeskennzeichen dd (als Kennzeichen im zwischenstaat-
     lichen Telex-Verkehr),

   z. B.: 15213 fa pdm dd

   Durch den Vergleich der gerufenen Telex-Nummer mit der Telex-Num-
   mer im Namengebertext des angerufenen Teilnehmers wird die Richtig-
   keit der hergestellten Verbindung geprüft. Für die Beantwortung eines
   Fernschreibens kann die Telex-Nummer des Absenders aus dem Namen-
   gebertext entnommen werden, so daß sich ein Nachschlagen im telex-
   Verzeichnis erübrigt.


3. Pflichten der Telex-Teilnehmer

   Jeder Telex-Teilnehmer ist verpflichtet, dafür zu sorgen, daß
   - sein Telex-Anschluß bzw. seine Telex-Anschlüsse jederzeit betriebs-
     bereit sind und nicht mißbräuchlich benutzt werden,
   - Störungen usw. sofort der Störungsannahmestelle gemeldet und
     Fernschreib-Endeinrichtungen nicht eigenmächtig geändert bzw. an-
     geschalten werden.
   - die von ihm geschuldeten gebühren ordnungsgemäß entrichtet werden.
   (Weiteres zur diesem Thema finden Sie in der Telex-Ordnung.)

   Damit Ihre Telex-Anschlüsse stets betriebsbereit sind auch bei Ab-
   wesenheit des Bedienungspersonals - prüfen Sie vor Betriebsschluß,
   on für den Empfang von Fernschreiben im Fernschreiber ausreichend
   Papier vorhanden und das Farbband des Fernschreibers in Ordnung
   ist. Diese Prüfung liegt in Ihrem Interesse. bei Unterlassung der Prüf-
   fung besteht die Gefahr, daß Fernschreiben und Telegramme, die wäh-
   rend der Abwesenheit des Bedienpersonals eingehen, durch feh-
   lendes Papier im Fernschreiber oder durch das verbrauchte Farbband
   verloren gehen.
   Sie sind verpflichtet, dafür zu sorgen, daß
   - zu den betriebspausen oder bei Betriebsschluß die Stecker nicht
     aus den Anschlußdosen gezogen werden,
   - durch Drücken der AT (Anfangstaste) am Fernschaltgerät ohne nach-
     folgenden Anruf oder unvollständigen Anruf keine Blindbelegung
     des Anschlusses hergestellt wird.
   Bei Besetztfällen warten Sie bitte einige Minuten, bevor Sie einen
   erneuten Anrufsversuch vornehmen.
   Die Verbindung wird nicht beschleunigt hergestellt durch pausenlose
   Anrufwiederholungen derselben Telex-Nummer.
   Ein solches unvorschriftsmäßiges Verhalten sperrt nicht nur Ihren ei-
   genen Anschluß für ankommende Anrufe, sondern es werden auch
   technische Einrichtungen in den Vermittlungsstellen unnötig belegt und
   damit anderen Telex-Teilnehmern für die Benutzung entzogen.


4. Herstellen von Telex-Verbindungen

   Das Fernschaltgerät, das mit Anfangstaste (AT), Schlußtaste (ST),
   Nummernschalter (Wählscheibe) und Anzeigevorrichtungen für optische
   Signale ausgestattet ist, dient zum Herstellen von Telex-Verbindungen.
   Zuerst ist die Anfangstaste zu betätigen. Sobald am Fernschaltgerät
   die weiße Betriebslampe hell aufleuchtet, kann mit dem Anruf (Betä-
   tigen der Wählscheibe) der Telex-Nummer des gewünschten Teilneh-
   mers begonnen werden. Während des Anrufes leuchtet die weiße
   Betriebslampe dunkel und eine zusätzliche Überwachungslampe rot.
   Die Verbindung mit dem gerufenen Telex-Anschluß ist hergestellt, wenn
   der Motor Ihres Fernschreibers anläuft. Zugleich erlischt am Fernschalt-
   gerät die rote Überwachungslampe und die wei0e Betriebslampe leuchtet
   wieder hell.
   Bei Fernschaltgeräten älterer Bauart erschienen nach dem Drücken der
   Anfangstaste am Sternschauzeichen die weißen Felder, Daraufhin kann
   mit dem Anruf der Telex-Nummer begonnen werden. Die Verbindung
   zum gerufenen Telex-Anschluß ist hergestellt, wenn der Motor Ihres
   Fernschreibers anläuft und die Betriebslampe wieder aufleuchtet.
   Nach dem Anlaufen des Motors Ihres Fernschreibers ist der Namen-
   gebertext des erreichten Telex-Anschlusses durch Drücken der Ziffern-
   umschalttaste ( sie ist mit dem Symbol 1..., bei Fernschreibern älte-
   ren Typs mit Ziff-Zeich oder Zi bezeichnet) und der Wer-da-Taste
   (sie ist mit dem Symbol [+] oder bei Fernschreibern älteren Tpys
   mit Wer da bezeichnet) anzufordern. Der empfangene Namengeber-
   text ist zu prüfen, ob er mit dem des gerufenen Telex-Anschlusses über-
   einstimmt. Entspricht der empfangene Namengebertext dem des geru-
   fenen Telex-Anschlusses, ist durch Betätigen der Taste mit dem Sym-
   bols <> (bei Fernschreibern älteren Typs durch Betätigen des Hebels
   Hier ist) der eigenen Namengebertexte zu übermitteln, um dem geru-
   fenen Telex-Teilnehmer den Namengebertext des eigenen Telex-An-
   schlusses bekanntzugeben. Anschließend kann mit der Übermittlung
   begonnen werden.
   Stimmt der empfangene Namengebertext nicht mit dem des gerufenen
   Telex-Anschlusses überein oder wird die Anforderung des Namen-
   gebers kein Namengebertext empfangen, dann ist bk zu übermitteln,
   die Schlußtaste ST) am Fernschaltgerät sofort zu drücken und eine
   neue Verbindung herzustellen (s. Pkt. 7.).
   Schaltet der Motor des Fernschreibers sich während des Anrufes oder
   nach beendetem Anruf kurz ein und sofort wieder aus, so sind die
   Verbindungswege oder der gerufene Telex-Anschluß besetzt. In diesem
   Fall ist nach einigen Minuten die Anruftaste (AT) erneut zu betätigen
   und der Anruf zu wiederholen. Wenn nach Abschluß des Anrufes der
   Motor des Fernschreibers nicht anläuft, so ist der Verbindungsweg oder
   der gerufene Telex-Anschluß gestört. In diesem Fall ist die Schlußtaste
   zu drücken. Über das weitere Verhalten siehe unter Punkt 9.


4.1. Telex-Verbindungen mit Anschlüssen innerhalb der Deutschen
     Demokratischen Republik

     Telex-Verbindungen mit Anschlüssen innerhalb der DDR sind grund-
     sätzlich durch Selbstwahl herzustellen.
     Die Telex-Nummer besteht aus der Kennzahl des Hauptvermittlungs-
     stellenbereiches und der Anschlußnummer. Im Verzeichnis der Telex-
     Teilnehmer sind beide durch einen Bindestrich (-) voneinander ge-
     trennt angegeben, z. B. 16-259.
     Alle Telex-Anschlüsse, deren Kennzahl übereinstimmt, gehören zum
     gleichen Hauptvermittlungsstellenbereich. Entsprechend den 15 Bezir-
     ken in der DDR gibt es 15 Hauptvermittlungsstellenbereiche.
     Beim Herstellen von Telex-Verbindungen mit Anschlüssen innerhalb des
     eigenen Hauptvermittlungsstellenbereiches ist nur die Anschlußnummer
     des gewünschten Teilnehmers zu wählen.

   Beispiel:
Telex-Nummer
Kennzahl - Anschlußnummer
eigener Anschluß16 - 259
gewünschter Anschluß16 - 271
zu rufen ist271

     Zum Herstellen von Telex-Verbindungen mit Anschlüssen außerhalb des
     eigenen Hauptvermittlungsstellenbereiches ist zuerst die Verkehrsaus-
     scheidungsziffer zum Weitverkehrsbereich 0 und anschließend die
     Telex-Nummer (Kennzahl und Anschlußnummer) zu wählen.

   Beispiel:
Verkehrs-Telex-Nummer
ausscheidungs-Kennzahl - Anschlußnummer
eigener Anschluß15 - 245
gewünschter Anschluß7 - 221
zu rufen ist07 - 221

4.2. Telex-Verbindungen mit Anschlüssen außerhalb der Deutschen
     Demokratischen Republik

     Telex-Verbindungen mit Anschlüssen außerhalb der Deutschen Demo-
     kratischen Republik können durch Selbstwahl oder - soweit noch nicht
     möglich - über Telex-Vermittlungsplätze hergestellt werden.
     In den Vorbemerkungen zum jeweils gültigen Telex-Verzeichnis (Teil I,
     Pkt. 3.4.) finden Sie Angaben über
     - die Länder, mit denen Telex-Verbindungen durch Selbstwahl oder
       über Telex-Vermittlungsplätze hergestellt werden können,
     - die Betriebszeiten und Gebühren,
     - die zu beachtenden Besonderheiten.
     Im übrigen gelten dieselben Regeln, wie für den Telex-Verkehr inner-
     halb der Deutschen Demokratischen Republik.

4.3.1. Telex-Verbindungen durch Selbstwahl

       Zum Herstellen von Telex-Verbindungen im Selbstwählverkehr müssen
       in nachstehender Reihenfolge
       - die Verkehrsausscheidungsziffern 00 für die Telex-Verbindungen mit
         Telex-Anschlüssen im Ausland,
       - die Landeskennzahl des betreffenden Landes, wie sie in den Vor-
         bemerkungen des Telex-Verzeichnisses vermerkt ist, und
       - die Telex-Nummer des gewünschten Telex-Teilnehmers, wie sie im
         Telex-Verzeichnis des betreffenden Landes vermerkt ist,
         gewählt werden.

       Beispiel:

       Der Telex-Anschluß 81-3526 in Warschau soll gerufen werden:
       - Verkehrsausscheidungsziffer für das Ausland  . . . 00
       - Landeskennzahl der VR Polen . . . . . . . . . . .  63
       - Telex-Nummer des Teilnehmers in Warschau .  . 81-3526
       zu rufen ist: 0063813526

4.3.2. Telex-Verbindungen über Telex-Vermittlungsplätze

       Haben Sie die in den Vorbemerkungen zum Telex-Verzeichnis ange-
       gebene Rufnummer des Telex-Vermittlungsplatzes gerufen, müssen Sie
       mit dem Anmelden der Telex-Verbindung so lange warten, bis Ihr
       Fernschreiber den Namengebertext des gerufenen Telex-Vermittlungs-
       plaztes empfangen hat.
       es ist zwecklos, während der Wartezeit irgendwelche Zeichen zu sen-
       den, den Namengebertext durch Drücken der Wer da-Taste anzu-
       fordern oder das Klingelzeichen zu betätigen. Der Fernschreiber des
       Telex-Vermittlungsplatzes ist für Sie erst ermpfangsbereit, wenn er es
       durch Übermittlung des eigenen Namengebertextes bekanntgegeben hat.
       Nach dem melden des Telex-Vermittlungsplatzes übermitteln Sie für
       das Herstellen der Verbindung
       - das Land und die Telex-Nummer des gewünschten Telex-Teilneh-
         mers (wie sie im Telex-Verzeichnis des betreffenden Landes ver-
         merkt ist) und
       - den eigenen Namengebertext.

       Beispiel:

       oesterreich 7 44 81 fuer 15 245 quarz dd

       Die Telex-Verbindung ist hergestellt, wenn Ihr Fernschreiber den
       Namengebertext des gewünschten Teilnehmers (in einigen Verkehrs-
       beziehungen noch Datum und Uhrzeit) und Ihren eigenen Namengeber-
       text empfangen hat. Die Anforderung der Namengebertexte wird vom
       Telex-Vermittlungsplatz vorgenommen. Von diesem Zeitpunkt ab ist die
       Verbindung betriebsbereit und gebührenpflichtig. Es kann mit der
       Übermittlung begonnen werden.
       Telex-Verbindungen werden im allgemeinen im wartezeitlosen Verkehr
       hergestellt. Kann die Telex-Verbindung zum gewünschten Telex-Teil-
       nehmer jedoch nicht hergestellt werden, wird ein Kodetext (s. Punkt 9.)
       anstelle des Namengebertextes übermittelt und anschließend die Ver-
       bindung zwischen dem angemeldeten Telex-Teilnehmer und dem Telex-
       Vermittlungsplatz getrennt.
       Falls das Herstellen der Telex-Verbindungen zu einem späteren Zeitpunkt
       gewünscht wird, ist eine erneute Anmeldung bei dem sich meldenden
       Telex-Vermittlungsplatzes erforderlich.
       Stellen Sie fest, daß der empfangenen Namengebertext nicht dem des
       gewünschten Telex-Anschlusses entspricht, so müssen Sie die Verbin-
       dung sofort trennen und anschließend den Telex-Vermittlungplatz
       davon benachrichtigen.

4.3.3. Besonderheiten bei Telex-Verbindungen über Funklinien im außer-
       europäischen Telex-Verkehr

       Einige Besonderheiten sind zu beachten, wenn die Telex-Verkehrsbezie-
       hungen mit * im Telex-Verzeichnis gekennzeichnet ist. Betriebsbereit
       und gebührenpflichtig ist die Verbindung, nachdem der Namengebertext
       des verlangten Telex-Anschlusses empfangen wurde. bei wechselseiti-
       gem Schreiben ist immer erst die Anzeige für das Ende des Fernschrei-
       bens (+?) abzuwarten und erst dann mit dem Übermitteln der Ant-
       wort zu beginnen. Eventuelle Pausen in der Übermittlung gelten nicht
       als Aufforderung zur Übermittlung der Antwort. Es ist nicht möglich,
       die Gegenstelle (auch bei etwaigen Fehlern im Text) durch Gegen-
       schreieben zum Unterbrechen der Übermittlung zu veranlassen.
       Als gebührenpflichtige Zeit der Telex-Verbindung wird nur die Zeit
       berechnet, in der die Verbindung fehlerlos bestand und nicht die zu-
       sätzlich zu eventuellen Korrekturen benötigte oder durch Störungen
       auf dem Übermittlungswege entstandene Zeit.
       Bei ankommenden Verbindungen kann gleichfalls keine Unterbrechung
       der Übertragung veranlaßt werden. Ist auf das mit +? als beendet
       angezeigte Fernschreiben keine Antwort zu geben, dann ist mit dem
       Senden des Schlußzeichens (++) das Ende der Verbindung anzu-
       zeigen und durch Drücken der Schlußtaste am Fernschaltgerät die Ver-
       bindung zu trennen.
       Eine Benutzung von Lochstreifengeräten ist in mit * gekennzeich-
       neten Telex-Verkehrsbeziehungen im Telex-Verzeichnis bei Beachtung
       einiger zusätzlicher Vorsichtsmaßnahmen ohne Schwierigkeiten möglich.
       Ein Lochstreifen ohne gestanzte Löcher darf nicht durch den Loch-
       streifensender laufen. Die Blankstellen sind gegebenenfalls durch
       Zeichen Buchstabenumschaltung auszufüllen. In den Anfang eines
       Lochstreifens sind eine Anzahl Zeichen Buchstabenumschaltung und
       vor jedem Fernschreiben selbst einige Male die Zeichen WR, ZL,
       WR und BU zu lochen. Die Berichtigung von Irrungen muß mit
       großer Sorgfalt geschehen. Es muß sichergestellt sein, daß jede Irrung
       mit der Taste Buchstabenumschaltung gelöscht ist.


5. Übermitteln von Fernschreibnachrichten

   Wenn Ihre Prüfung ergeben hat, daß der empfangene Namengebertext
   mit dem des gewünschten Telex-Anschlusses übereinstimmt, ist nach-
   einander einmal die Wagenrücklauftaste (Symbol der Taste [<] oder
   bei Fernschreibern älternen Tpys WR), die Taste für den Zeilenvor-
   schub (Symbol der Taste [≡] oder bei Fernschreibern älteren Typs
   ZL), zu betätigen.
   Beginnen Sie die Übermittlung mit Buchstaben, dann ist die Taste
   A... bzw. BU zu drücken. Die Übermittlung von Ziffern und
   Zeichen wird durch Betätigen der Taste 1... bzw. Zi eingeleitet.

   Zeilenvorschub
   Um an  den Anfang einer neuen Zeile zu gelangen, wie z. B. zu Beginn
   jeder Übermittlung, nach dem Kopf des Fernschreibens, nach dem Text,
   der evtl. Vergleichung von Zahlen oder schwierigen Wörtern und spä-
   testens nach dem 69. Zeichen einer Zeile, muß ein Zeilenvorschub ge-
   geben werden.
   Das geschieht durch aufeinanderfolgendes einmaliges Betätigen der
   Wagenrücklauf-Taste und der Zeilenvorschubtaste.

   Berichtigen von Fehlern
   Fehler in einem übermittelten Wort werden bei der Übermittlung an-
   gezeigt, in dem man ohne Zwischenraum unmittelbar anschließend an
   das fehlerhafte Wort fünfmal den Buchstaben X sendet und dann nach
   einem Zwischenraum mit dem berichtigten Wort fortführt.
   Beispiel: ...herzlichen gluckxxxxx glueckwunsch ...

   Klingelzeichen
   Zwecks Anforderung einer Bestätigung oder einer sofortigen Antwort
   können Sie ein akustisches Signal durch Betätigen der Klingel-Taste
   (Symbol der Taste _, bei Fernschreibern älteren Typs KL) aus-
   lösen.

   Pausen während der Übermittlung
   Als Aufforderung zum Warten ist die Kodebezeichnung mom zu
   übermitteln.
   Entsteht während der Übermittlung einer Fernschreibnachricht eine
   Pause von mehr als 30 Sekunden, so müssen Sie zunächst die Buch-
   staben Taste (A... bzw. Bu) drücken und danach 2 Sekunden warten.
   Erst dann kann die Übermittlung fortgesetzt werden.

   Übermittlung des Textes
   Das Übermitteln des Textes beginnt je nach Art des ersten Zeichens
   mit dem Drücken der Buchstaben-Taste(A... bzw. Bu) oder der Zif-
   dern-Taste (1... bzw. Zi).
   Bei der Übermittlung des Textes ist folgendes zu beachten:
   - Gruppen aus Ziffern, Zeichen und Buchstaben werden ohne Zwi-
   schenräume übermittelt (z. B. ka50, 3520wbz, 30/t/20),
   - bei gemischten Zahlen sind ganze Zahl und Bruch ohne Zwischen-
   räume durch einen Bindestrich zu trennen (z.B. 1-3/4 für eindrei-
   viertel, 1-1/2 für eineinhalb).
   - Die Anführungszeichen(") sind durch jeweils zweimaliges Anschla-
   gen des Auslassungszeichens (′) am Anfang und Ende des zwischen
   Anführungszeichen stehenden Textes zu übermitteln,
   - zur Kennzeichnung der Zeichen 0/0 oder 0,/00 sind nacheinander
   die Ziffern 0, der Bruchstrich und die Ziffer 0 bzw. die Ziffern 00
   zu übermitteln,
   z.B. ...0/0 bzw. ... 0/00...
   - bei der Übermittlung von Prozent- und Promillewerten in ganzen,
   gemischten oder gebrochenen Zahlen sind die Zahlenwerte und die
   zeichen 0/0 bzw. 0/00 durch einen Bindestrich aneinanderzufügen
   /z.B. ...2-0/0 bzw. 32-0/00) für 2% bzw. 32 0/oo,
   - zur Vermeidung von Betriebsschwierigkeiten im Telexverkehr sind
   die Kombintionsfolgen von mehr als drei s (ssss...), g
   (gggg...) und  (′′′′...) - Apostroph) nicht anzuwenden.
   Diese Kombinationen dienen der Umschaltung auf gesicherten Daten-
   betrieb bei Teilnehmern, die für die Datenübertragung Fehler-
   korrektureinrichtungen verwenden.

   Vergleichung
   Zur höheren Sicherheit ist zu empfehlen, einzelne Ziffern, gemischte
   Ziffern- und Buchstabengruppen u.ä. zu wiederholen.
   Nachdem Sie den Wortlaut der Fernschreibnachricht übermittelt haben,
   geben Sie einen Zeilenvorschub (WR- und Zl-Taste) und wiederholen
   anschließend alle im Text enthaltenen Ziffern und Gruppen, in denen
   Ziffern vorkommen.
   Ist der Akzent auf einem Buchstaben für den Sinn des Textes wesent-
   lich, so ist am Ende der Nachricht das Wort, das einen solchen Buch-
   staben enthält, zu wiederholen, der betreffende Buchstabe wird in zwie
   Zwischenräume gesetzt (z.B. ach e te für achete).
   Im Anschluß an die Wiederholung muß das Schlußkreuz (+) und ein
   Zeilenvorschub gegeben werden, wenn weitere Fernschreibnachrichten
   für den angerufenen Telex-Teilnehmer vorliegen.

   Empfangsbestätigung
   Wünschen Sie bei wichtigen Fernschreiben eine besondere Empfangs-
   bestätigung, so fordern Sie diese am Schluß der Übermittlung mit
   bt best. und mehrmaligen Klingelzeichen an.

   Ende der Übermittlung
   Liegen keine weiteren Fernschreibnachrichtgen vor, so müssen Sie im
   Anschluß an die Wiederholung die Zeichen +? geben und die Buch-
   staben-Taste drücken. Damit wird bekanntgegeben, daß der andere
   Teilnehmer, falls gewünscht, mit dem Übermitteln beginnen kann.
   Geht nach dem Übermitteln der Zeichen +? vom anderen Teilnehme
   keine Antwort ein oder wird keine Empfangsbestätigung gewünscht,
   so fordern Sie den Namengebertext des anderen Teilnehmers an, prü-
   fen den Empfang auf Richtigkeit und Übermitteln anschließend den
   eigenen Namengebertext. So vergewissern Sie sich, daß die Verbindung
   während der ganzen Übermittlungsdauer betriebsfähig war. Das Ende
   des Nachrichtenaustausches wird durch zweimaliges Übermitteln des
   zeichens + und anschließendem Drücken der Buchstaben-Taste an-
   gezeigt.


6. Herstellen von Lochstreifen

   Durch die Anwendung der Lochstreifentechnik ist es möglich, die Lei-
   stungsfähigkeit der Fernschreibeinrichtung zu steigern. Als Lochstrei-
   fengeräte bezeichnet man den Handlocher, den Empfangslocher und den
   Lochstreifensender.
   Der mechanische Handlocher ist ein von der Fernschreibleitung unabhän-
   giges, selbstständiges Zusatzgerät für den Fernschreibbetrieb. Mit dem
   Handlocher, dessen Tasten genau wie beim Fernschreiber angeodnet
   sind, werden Nachrichten in Form von Lochkombinationen in Lochstrei-
   fenpapier von 17,5 mm Breite gestanzt. Dieser Lochstreifen kann zu be-
   liebiger Zeit über einen Lochstreifensender an einen oder mehrere Telex-
   Anschlüsse abgesetzt werden.
   Der Empfangslocher ist eine mechanische Zusatzeinrichtung, die an den
   Fernschreiber angebaut werden kann. Wenn er eingeschaltet wird, stanzt
   er alle vom Fernschreiber gedruckten Zeichen, gleichgültig ob diese Zei-
   chen gesendet oder empfangen werden, als Fünf-Schritt-Kode in Loch-
   streifenpapier. In Verbindung mit einem Fernschaltgerät mit Lokalzusatz
   kann der Empfangslocher den Handlocher ersetzten.
   Der Lochstreifensender ist ein selbstständiges Zusatzgerät für den Fern-
   schreiber und wir zum automatischen Aussenden von Nachrichten durch
   vorbereitete Lochstreifen verwendet. Führen Sie ihre Nachrichtenüber-
   mittlung mit Hilfe von Lochstreifen durch, so ist beim Herstellen (Stan-
   zen) der Lochstreifen darauf zu achten, daß
   - zu Beginn des Stanzes mehrmals die Buchstaben-Taste (bu bzw.
   A...)) betätigt wird,
   - am Ende einer Zeile, spätestens nach em Senden des 69. Zeichen ein
   Zeilenvorschub gegeben wird (s. 5.),
   - der Lochstreifen in seiner ganzen Länge gelocht ist.
   Sie müssen daher die Lochstreifen am Anfang und am Ende einer Fern-
   schreibnachricht durch mehrmaliges Drücken der Buchstaben-Taste (Bu
   bzw. A...) vervollständigen.
   Fehler, die beim Herstellen des Lochstreifens entstehen, können richtig
   gestellt werden, indem zunächst die Streifen-Rückstell-Taste betätigt wird.
   bei jedem Tastendruck wird der Lochstreifen einen Schritt zurückgezo-
   gen. Die Fehle werden durch anschließendes Überstanzen mit der Buc-
   stabentaste gelöscht.


7. Trennen einer Telex-Verbindung

   Durch Betätigen der Schlußtaste am Fernschaltgerät wird die bestehende
   Verbindung getrennt. Dabei ist zu beachten, daß die Schlußtaste so lange
   gedrückt werden muß, bis die Lampen des Fernschaltgerätes erlöschen
   und der Motor des Fernschreibers ausgeschaltet wird.


8. Empfangen von Fernschreibnachrichten

   Beim Eingang eines Anrufes erscheint ein optisches Signal an Ihrem Fern-
   schaltgerät. Gleichzeitig läuft der Motor Ihres Fernschreibers an. Dann
   wird der Namengebertext Ihres Fernschreibers durch Drücken der We-
   da-Taste vom rufenden Teilnehmer und anschließend der Namengeber-
   text des anrufenden Telex-Teilnehmers durch Drücken der Hier-ist-He-
   bels auf der Papierrolle Ihres Fernschreibers abgedruckt.

   Unterbrechung der Übermittlung
   Sollder sendende Telex-Teilnehmer die Übermittlung unterbrechen, z.B.
   wegen Papier- oder Farbbandstörung an Ihrem Fernschreiber, so senden
   Sie den Buchstaben p oder die Ziffer 0 so lange, bis die Gegen-
   stelle das Übermitteln einstellt.

   Überprüfen der Empfangen Fernschreibnachricht
   Die vom sendenden Teilnehmer falsch übermittelten und als sogenannte
   Irrung (s. 5.) gekennzeichneten Teile einer empfangen Fernschreib-
   nachricht werden Sie aus Gründen der Übersichtlichkeit zweckmäßig
   durchstreichen. Wir empfehlen Ihnen, alle von der Gegenstelle am Schluß
   der Fernschreibnachricht wiederholten Ziffern, Buchstaben usw. zum Zei-
   chen der ausgeführten Vergleichung mit dem Text durchzustreichen.

   Empfangsbestätigung
   Wird von der Sendestelle am Schluß der Übermittlung eine besondere
   Empfangsbestätigung angefordert (bt best.), so ist sie wie folgt zu er-
   teilen:
             r 238 10.55 pr
   Darin bedeuten:
   r     ==  erhalten, empfangen
   28    ==  laufende Nummer des empfangen Fernschreibens
   10.55 ==  Empfangsuhrzeit
   pr    ==  Chiffre der Fernschreiberin
             Anschließend wird zweimal das Schlußkreuz + übermittelt.
   (++   ==  Kennzeichnet für das Ende einer Fernschreib- oder Telegramm-
             übermittlung)


9. Abkürzungen (Kode-Ausdrücke) im Telex-Verkehr

   Durch den Gebrauch von Abkürzungen kann der Telex-Dienst flüssiger
   abgewickelt werden. es wird empfohlen, folgende international verein-
   barten Kode-Ausdrücke anzuwenden:
absTeilnehmer abwesend, Anlage abgeschaltet
bkich trenne
cfmbitte bestätigen Sie oder ich bestätige
colbitte vergleichen Sie oder ich vergleich
crvwie empfangen Sie?
dergestört
der aApparat gestört
der bkStörung, ich trenne
der cctÜbertragungsweg gestört
der momStörung, schalten Sie nicht ab, wir prüfen die Verbindung
dfSie sind mit dem verlangten Teilnehmer verbunden
difverschieden (Differenz)
yaSie können übermitteln oder kann ich übermitteln?
infTeilnehmer ist vorübergehend nicht zu erreichen, wenden
Sie sich an die Auskunft.
ltrBuchstabe(n)
minMinute(n)
mombitte warten
mutentstellt
naVerkehr mit diesem Teilnehmer nicht zulässig
nadbowerden nachforschen und berichten
nckeine Leitung frei
nchTelex-Nummer des Teilnehmers hat sich geändert
ndrkeine Störung festgestellt
npder Verlangte ist nicht oder nicht mehr im Telex-Teilnehmer
nrgeben Sie Ihre Telex-Rufnummer an oder meine Telex-Ruf-
nummer ist ...
occTeilnehmer besetzt
oftugKabelverbindung unterbrochen
ofvatKabelverbindung wieder hergestellt
ohfopVerbindung ist wieder hergestellt
okeinverstanden
p(mehrmals) stellen Sie bitte Ihre Übermittlung ein. bei Telex-Verbindun-
oder Ziffer0 gen über Funkwege im Telex-Verzeichnis mit (*) Stern ge-
(mehrmals) kennzeichnet, nicht anwendbar
pprPapier
rerhalten
rapich werde Sie wieder anwählen
rptbitte wiederholen Sie oder ich wiederhole
rpt aaalles nach ...
rpt aballes vor
rpt alldie vollständige Nachricht
rpt waWort nach ...
rpt wbwort vor ...
svpbitte
taxwie hoch sit die Gebühr oder die Gebühr beträgt ...
test msgbitte senden Sie einen Prüftext
thruSie sind mit einem Telex-Platz verbunden
tprFernschreiber
vejarwerden Erforderliches veranlassen
wdWort (Wörter) oder Gruppe(n)
wruwer ist da?
xxxxxIrrung
yabomTeilnehmer hat Störung, bitte später anrufen
yabvuTeilnehmer war mehrmals besetzt
yagymTeilnehmer ist besetzt, bitte später anrufen
yahetTeilnehmer ist nicht gestört, bitte rufen Sie wieder
yalimTelex-Teilnehmer hat neue Rufnummer; neue Rufnummer
ist ...
yapogkönnen Teilnehmer nicht erreichen, bitte prüfen Sie nach
Kennzeichen für das Ende einer Fernschreibnachricht, wenn
weitere Fernschreibnachrichten noch folgen, bzw. Kennzei-
chen für das Ende eines Telegramms
+?Ende der Übermittlung, wollen Sie übermitteln?
++Kennzeichen für das Ende einer Fernschreib- bzw. Tele-
gramm-Übermittlung

   Automatisches Aussenden von Kode-Ausdrücken
   Beim Telex-Verkehr mit ausländischen Telex-Teilnehmern können Unre-
   gelmäßigkeiten und Besetztfälle beim Verbindungsaufbau dem rudenden
   Telex-Teilnehmer durch das automatische Aussenden von Kode-Ausrük-
   ken angezeigt werden. Nach der Übermittlung eines der o. g. Kode-Aus-
   drücken wird in diesen Fällen die Verbindung anschließend sofot auto-
   matisch getrennt.


10. Telex-Auskunft

10.1. Anfragen nach der Telex- Nummer eines Teilnehmers
      Telex-Nummern von Teilnehmern, die noch nicht im Verzeichnis der
      Telex-Nummer in der Deutschen Demokratischen Republik enthalten
      sind, erfahren Sie bei der für Ihren Telex-Anschluß zuständiges Teles-
      Auskunftstelle.
      Auskunft über Telex-Teilnehmer anderer Fernmeldeverwaltungen erteilt
      Ihnen gebührenfrei die Telex-Auskunftsstelle, wenn die Auskunft nach
      den vorleigenden Unterlagen der betreffenden Fernmeldeverwaltung
      erteilt werden kann.
      Soll die Auskunft - auf Grund besonderer Aufforderung - bei der
      anderen Fernmeldeverwaltung fernschriftlich eingeholt werden, ist die
      Auskunft Fernmeldeverwaltung fernschriftlich eingeholt werden, ist die
      Auskunft gebührenpflichtig.
      Die Rufnummer der Telex-Auskunft über Teles-Teilnehmer in der DDR
      bzw. des Auslands s. Punkt 4. Rufnummern der Hilfs- und Sonder-
      diente, der Vorbemerkungen des jeweils gültigen Telex-Verzeich-
      nisses.
      Um eine schnelle Betriebsabwicklung in der Auskunfserteilung sicher-
      zustellen, stellen Sie Anfragen nach der Telex-Nummer eines Teilneh-
      mers wie folgt:
      - Nummer?           Art der Anfrage
      - Name des Landes / Bezeichnung des Netzes aus dem der Anschluß
                          gehört (z.B. Chile CIRSA)
      - Name des Ortes    in dem der Teilnehmer sich befindet
      - Name des Telex-Teilnehmers
      - Straße und Hausnummer
      - +?                (Ende der Übermittlung, Sie können senden)
      Jede Angabe soll am Anfang einer neuen Zeile stehen. Es ist daher
      vor den einzelnen Angaben einmal die Wagenrücklauf- und Zeilen-
      abstand-Taste zu bestätigen. Können Sie zu den einzelnen Punkten
      keine Angaben machen, dann übermitteln Sie dafür dreimal das Zeichen
      Gedankenstich (- - -).

      Beispiele:

      nummer ?       Nummer ?      nummer ?
      ddr            polen         finland
      mühlanger      katowice      turku
      veb faserwerk  orbis - - -   scandinavian airlaines system
      - - -          dom prasy     slottsg. 19
      +?             +?            +?

      Die Telex-Auskunftsstelle übermittelt Ihnen:

      mom           (bitte warten, wir schlagen nach)
                    a) bei Auskunft über Telex-Anschlüsse in der DDR
      - Telex-Nummer   (Kennzifer und Rufnummer)
      - Namengebertext
      - ++          b) bei Auskunft über Telex-Anschlüsse anderer
                       Fernmeldeverwaltungen
      mom           (bitte warten)
      - die Ausscheidungskennziffer 0 und die Landeskennzahl, wenn
        der Telex-Teilnehmer durch Selbstwahl zu erreich ist oder
      - Rufnummer des Telex-Vermittlungsplatzes, bei dem die Verbindung
        anzumelden ist.
      - Telex-Nummer des Anschlusses
      - Nemengebertext
      - +++      (Ende der Übermittlung)

      Beispiele:

      mom             mom          mom
      4 - 8647        10 63        00 57
      48647 faser dd  031 448      62 - 144
      ++              orbistour ka sasystem tku
                      ++           ++

10.2. Anfragen nach dem Namen eines Telex-Teilnehmers und seiner
      Anschrift

      Anfragen nach dem namen eines Telex-Teilnehmers und seiner An-
      schrift stellen Sie wie folgt:
      - Name ?
      - der vollständige Namengebertext (wie er von ihrer Fernschreib-
        maschine empfangen wurde)
      - Name des Landes / Name des Telex-Netzes
      - +?   (Ende der Übermittlung, Sie können senden)
      Die einzelnen Angaben sollen jeweils am Anfang einer neuen Zeile
      stehen.
      Sind einzelne Punkt nicht bekannt, ersetzen Sie diese durch dreimali-
      ges Senden das Zeichens Gedankenstrich (- - -).

      Beispiele:

      1. Name ?           2. name ?        3. name ?
         adn moskva          sasystem tku     orbis ka
         udssr               finland          polen
         +?                  +?               +?

      Die Telex-Auskunftsstelle übermittelt Ihnen:

      1. mom              1. mom           3. mom
         moskovskaia         scandinavia      orbis polskie
         redaciia gentstva   airlaines system biuro podrozy
         adn                 slottsg. 19      rynek,
         prospekt mira 74,   turku            dom prasy
         kv 87               ++               katovice
         moskau                               ++
         ++

         Verwenden Sie für ANgaben über Ihren Telex-Anschluß auf Kopf-Brief-
         blättern die Telex-Rufnummer und den Namengebertext Ihres Fern-
         schreibers in Übereinstimmung mit dem Eintrag im jeweiligen Telex-
         Verzeichnis.

         Beispiele:
         Telex           Telex           Telex
         61 - 291        11 - 2050       15 - 108
         61291 minol dd  12020 intrz dd  15108 osstel dd

10.3. Nachfragen über den Betriebszustand eines mit der Telex-Ruf-
      nummer bezeichneten, aber nicht erreichbaren Telex-An-
      schlusses

      Der Nachfragedienst übermittelt Ihnen auf Ihre ANfrage:
      mom        (bitte Warten)
      nimmt die Bearbeitung der Nachfrage längere Zeit in ANspruch
      rap        (ich rufe Sie wieder an)
      Das Ergebnis der Prüfung wird Ihnen unter Verwendung der in
      Punkt 9. aufgeführten Kode-Ausdrücke mitgeteilt.

      Beispiele:

      Anfrage des Teilnehmers  Antwort des Telex-Nachfragedienstes
      1. 51 - 286 der ?        mom yalim 51 - 2286 vauha dd ++
      2. 58 - 144 occ ?        mom 58 - 144 yagym ++


11. Verhalten bei Störungen

    Störungen beim Verbindungsaufbau
    Wenn der Motor des Fernschreibers nach ABschluß des Wählvorgangs
    (Wartezeit 10 ... 15 Sekdunden) nichts anläuft, so sit der Verbidnungs-
    weg oder der gewählte Telex-Anschluß gestört. Drücken Sie am Fern-
    schaltgerät die Schlußtaste (ST) und versuchen Sie nach einiger Zeit
    die Verbindung erneut herzustellen.
    Läuft der Motor des Fernschreibers wieder nicht an, dann betätigen Sie
    bitte nicht die Schlußtaste. Lassen Sie die Verbindung bestehen und
    benachrichtigen Sie von einem zweiten Fernschreiber fernschriftlich
    oder falls nicht vorhanden fernmündlich Ihre zuständige Telex-Störungs-
    annahmestelle. Die Telex-Rufnummer der Störungsannahmestellen kön-
    nen Sie den Vorbemerkungen zu Ihrem Telex-Verzeichnis entnehmen
    (Teil I, Pkt. 4. Rufnummern der Hilfs- und Sonderdienste).
    Für die fernmündliche Benachrichtigung Ihrer Ströungsannahmestelle
    ist die Fernsprech-Rufnummer Ihrem Fernsprech-Verzeichnis zu ent-
    nehmen.
    In jedem Fall überprüfen Sie vor der Benachrichtung der Telex-
    Störungsannahmestelle, ob die Anschlußstecker Ihres Telex-Anschlusses
    fest in den Anschlußdosen sitzen und ob die Netzspannung vorhanden
    ist.

    Störungen bei bestehender Verbindung

    Zeigen sich während des Nachrichtenaustausches Unregelmäßigkeiten
    in einer von Ihnen durch Selbstwahl hergestellten Telex-Verbindung
    oder empfangen Sie eine Fernschreibnachricht mit völlig oder teilweise
    entstelltem Text, so ist die Übermittlung zu unterbrechen und die
    Gegenstelle durch Senden des Kode-Ausdrucks mut von der festge-
    stellten Unregelmäßigkeit zu unterrichten.
    Drücken Sie nicht die Schlußtaste am Fernschaltgerät, sondern lassen
    Sie die Verbindung bestehen, dadurch wird das Auffinden der Ströungs-
    ursache erleichert.
    Benachrichtigen Sie Ihre Telex-Störungsannahmestelle. Das gleiche Ver-
    fahren ist anzuwenden, wenn wiederholt Falschverbindungen herge-
    stellt werden oder wenn der Namengebertext des gerufenen Telex-An-
    schlusses entstellt weempfangen wird.

    Papier,- Farbband- und sonstige Störungen am Fernschreiber

    Bei Papier- und Farbbandstörungen, die Sie selbst beheben können,
    bzw. vor dem Einlegen einer neuen Papierrolle oder eines neuen Farb-
    bandes, ziehen Sie zu Ihrem persönlichen Schutz den Starkstromstecker
    des Fernschreibers, und erst danach wird die Unregelmäißgkeit be-
    seitigt.
    Wenn Sie die Unregelmäßigkeit nicht beseitigen können, sowie bei
    allen sonstigen Störungen am Fernschreiber, sind der Starkstrom- und
    Anschlußstecker zu ziehen und die Störungsannamhestelle davon sofort
    zu unterrichten. Sonst gilt der Telex-Anschluß für die Zeit, da die
    Stecker gezogen sind, als gestört und wird gesperrt.

    Übermitteln eines Prüftextes

    Wenn Sie sich vergewissern wollen, ob eine Telex-Verbindung in Ord-
    nung ist und die Fernschreiber einwandfrei arbeiten, können Sie einen
    Prüftext übermitteln. Benutzen Sie dazu einen der folgenden Prüftexte,
    in denen alle Buchstaben des lateinischen Alphabets und die Ziffern
    von 0 bis 9 enthalten sind:
    kaufen sie jede woche vier gute bequme pelze x y
  1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
    voyez le brick geant que j′examine pres du wharf
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 oder
    the quick brwon fox jumps over lazy dog
  1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
    Zum Prüfen Ihres eigenen Fernschreibers können Sie den Zentralprüf-sender anrufen (Telex-Rufnummer 96).
    Sie bekommen von dort die Kaufenschleife einmal unverzerrt, sowie
    mit 10%, 20% und 30% Verzerrung übermittelt.
    Ihr Fernschreiber ist richtig eingestellt, wenn Sie den Prüftext mit
    30% Verzerrung noch einwandfrei empfangen.


12. Rundschreibverbindungen

    Rundschreibverbindungen können nur zwischen Telex-Teilnehmer der
    Deutschen Demokratischen Republik hergestellt werden. Da der Aufbau
    von Rundschreibverbidnungen das Telex-Netz stark belastet, sollen
    Rundschreibverbindungen in der Hauptverkehrszeit von 8.00 bis 16.00
    Uhr möglichst nicht angemeldet werden. Wir empfehlen Ihnen, das
    Anmelden von Rundschreibverbindungen in die gebührenermäßigte Zeit
    zu verlegen (nähere Angaben über die Gebühren sowie die Rufnum-
    mern enthalten die Vorbemerkungen zum Telex-Verzeichnis).
    Für wiederholt benötigte Rundschreibverbindungen mit dem gleichen
    Empfängerkreis können mit der Telex-Vermittlungsstelle besondere
    Anrufschlüssel vereinbart werden.

    Anmelden von Rundschreibverbindungen

    Nachdem Sie die Rufnummer des Rundschreibplatzes gewählt haben,
    müssen Sie so lange warten, bis Ihr Fernschreiber den vom Rund-
    schreibplatz aus gesendeten Namengebertext diese Platzes empfangen
    hat. Nach der Meldung des Rundschreibplatzes geben Sie
    - die gewünschten Telex-Rufnummern und
    - den eigenen Namengebertext an.

    Beispiel:

    svp rs 11 2003, 11 2364, 11 2438, 51 264,
          58 274 für 11 2457 oglh dd
    Wenn die gewünschte Rundschreibverbindung nicht sofort hergestellt
    werden kann, wird Ihre Anmeldung bestätigt und Ihnen mitgetielt,
    daß Sie nach dem herstellen der Rundschreibverindung wieder an-
    gewählt werden.

    Herstellen der Rundschreibverbindungen

    Die Rundschreibverbindung wird von der Bedienkraft des Rund-
    schreibplatzes hergestellt. Sind ein oder mehrere der gewünschten Telex-
    Anschlüssen besetzt, sow eird die Rundschreibverbindung mit den erreich-
    ten Telex-Anschlüssen hergestellt. Die Gebührenberechnung beginnt
    mit dem herstellen der Rundschreibverbindung.
    Telex-Anschlüsse, die für Rundschreibverbindungen nicht zur Verfügung
    stehen, werden dem anmeldenden Telex-Teilnehmer mit geteilt. Wün-
    schen Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Rundschreibverbindung mit
    den nicht erreichten Telex-Anschlüssen, so ist die Rundschreibverbin-
    dung erneut anzumelden.

    Empfangen und Bestätigen von Rundschreiben

    Die an die Rundschreibverbindung angeschlossenen Telex-Teilnehmer
    können während des Empfanges eines Rundschreibens die Sendung we-
    derunterbrechen, noch selbst eine Nachrit übermitteln. Wünschen Sie
    für das von Ihnen gesendete Runschreiben eine Empfangsbestätigung,
    so fordern Sie am Schluß der Rundschreibsendung die Teilnehmer dazu
    auf. Die Bestätigung des richtigen Empfangs des Rundschreibens ist
    Angelegenheit der einzelnen, an die Rundschreibverbindung angeschlos-
    senen Telex-Teilnehmer. Nachdem der übermittelnde Telex-Teilnehmer
    das Schlußzeichen gegeben hat und die Rundschreibverbindung getrennt
    ist, rufen Sie den Absender des Rundschreibens an und übermitteln
    die gewünschte Empfangsbestätigung bzw. fordern eine Wiederholung
    oder Berichtigung einzelner Teile des Rundschreibens an.

    Abkürzungen im Telex-Rundschreibverkehr

    cfm anm  ich bestätige Ihre Anmeldung
    mom rs   Ankündigung einer Rundschreibverbindung beim
             verlangten Telex-Teilnehmer
    rs . . . *) Aufforderung zum Herstellen einer Rundschreib-
                verbindung beim Rundschreibplatz
    rs df ga    sind mit verlangten Teilnehmern verbunden, Sie
                können übermitteln - Mitteilung an den Anmelder
                über Bereitstellung der Verbindungen
    der . . . *)  Mitteilung an den Anmelder über gestörte
    occ . . . *)  oder besetzte Telex-Anschlüsse
    np  . . . *)  der Verlangte ist nicht oder mehr Telex-
                  Teilnehmer
*) Hinter diesen Abkürzungen sind die Telex-Nummern und die Namengeber der Telex-Teilnehmer
 angegeben.


13. Aufgabe der Telegramme bei der zuständigen
    Telex-Telegramm-Aufnahme

    Über Ihren telex-Anschluß können Sie Telegramme bei der zuständigen
    Telex-Telegrammaufnahme aufgeben. Die Rufnummern der Telex-Tele-
    grammaufnahmen sind in den Vorbemerkungen zum Telex-Verzeichnis
    angegeben. Die Verbindungen mit der zuständigen Telex-Telegramm-
    aufnahme sind gebührenfrei. Für Ihre aufgegebenes Telegramm erhalten
    Sie von der Deutschen Post einen Lastschriftzettel mit der nächsten
    Fernmelderechnung.
    Nach dem herstellen der Verbindung mit der zuständigen Telex-Tele-
    grammaufnahme und dem Auslösen des Namegebertextes geben Sie
    bitte Ihre Telegramme in nachstehnder Form auf:

    Beispiel:

    92 c tel gera                   Namengebertext der Telex-Telgrammaufnahme
    588622 czje dd                  Namengebertext des anrufenden Telex-Anschlusses
    tel nr 125                      Telegrammnummer des Teilnehmers
    -                               Zeilenvorschub (WR und Zl-Taste betätigen)
    -                               Zeilenvorschub (Zl-Taste)
    69 jena tlx 5. 10.              Postleitzahl / AUfgabeort und Datum
                                    10 x die Buchstabentaste betätigen
    kunstglas                       Empfänger
    strandstr. 7                    Straße und Hausnummer
    6305/gehren                     Postleitzeit und Bestimmungsort
    -                               Zeilenvorschub (WR- und Zl-Taste)
    -                               Zeilenvorschub (Zl-Taste)
    erwarten lieferung der
    exponate unbedint am            Text des Telegramms
    23. 11. 68
    zeisswerke, mueller abtlltr. +  Unterschrift (am beginn der neuen Zeile)
                                    10 x Buchstabentaste betätigen
    92 c tel gera                   Namengebertext der Telex-Telegrammaufnahme auslösen
    588622 czje dd                  Namengebertext des anrufenden telex-Teilnehmers
    sent .....                      Datum und Uhrzeit der AUfgabe des Telegramms
                                    durch den Teilnehmer (diese Angaben zu übermitteln,
                                    bleibt Ihnen überlassen)
    -
    -
    -
    -
    -
    -
    -
    -
    -
    -                               10 x WR und Zl-Taste betätigen

    Die Beachtung dieser vorgeschriebenen Form bei der AUfgabe der Tele-
    gramme über Telex sichert eine schnelle Bearbeitung Ihrer Telegramme
    in der Telegrafenstelle. Wir empfehlen Ihnen, als Unterschrift nicht
    nur den Namengebertext zu verwenden, sondern die Betriebsbezeich-
    nung möglichst genau zu wählen. Sie sparen dem Empfänger zeit-
    raubende Rückfragen.
    Beim Berichtigen von Fehlern ist unbedingt darauf zu achten, daß die
    unter 5. angegebene Form eingehalten wird.

    Andere Formen der Berichtigung sind unzulässig!
    Zum Zeichen für das Ende der Telegrammübermittlung ist zweimal das
    Schlußkruez (++) zu geben.
    Die Telex-Telegrammaufnahme erteilt im allgemeinen keine Empfangs-
    bestätigungen.


14. Zustellen von telegrammen über Telex-Anschlüsse

    Telegramme werden dem Empfänger von den Telegrafenstellen der
    Deutschen Psot über Telex-Anschlß zugestellt (zugeschrieben), wenn
    - der Absender des Telegramms in der Anschrift die Telex-Rufnummer
      des Empfängers angegeben hat oder
    - bei der Annahme von Telegrammen mit Voll- bzw. Kurzanschrift
      festgestellt wird, daß der Empfänger Telex-Teilnehmer ist und das
      Telegramm über den Telex-Anschluß zugestellt werden kann.
    DIe Zuschrift eines Telegramms über den Telex-Anschluß gilt als voll-
    wertige Zustellung. Ein nachträgliches Zustellen des Telegramms mit
    der Briefpost erfolgt nicht.
    Der einwandfreie Abdruck Ihres Namengebertextes auf dem Fern-
    schreiber der Telegrafenstelle gilt im allgemeinen als Bestätigung für
    den Empfang.
    Nur nach der Übermittlung von bestimmten Telegrammarten werden
    Sie zur Empfangsbestätigung, die den Buchstaben r, die Laufnummer
    des Telegramms und die Uhrzeit enthalten muß, aufgefordert.
    Wir empfehlen Ihnen, die von der Telegrafenstelle gegebenenfalls
    falsch übermittelten und durch Irrungen (xxxxx) gekennzeichneten Teile
    in Ihrem empfangenen Telegramm zu streichen. Fernschriftliche Rück-
    fragen zu empfangen Telegrammen sind, unabhängig von der Sende-
    Telegrafenstelle, die Ihnen das Telegramm übermittelt hat, stes nur
    an die für Ihren Bezirl zuständige Telex-Telegrammaufnahme zu
    richten.
    Bei jeder Rückfrage sind die Namengebertexte Ihres Telex-Anschlusses
    und der übermittelnden Telegrafenstelle sowie dei Laufnummer des
    Betreffenden Telegramms zur eindeutigen Kennzeichnung anzugeben.
    Darüber hinaus können Rückfragen fernmündlich bei der für Sie zu-
    ständigen Fernsprech-Telegramm-Aufnahme gestellt werden.


15. Gebührenfplichtige Dienstvermerke

    Bei der Aufgabe von Telegrammen können Sie durch gebührenpflichtige
    Dienstvermerke eine bestimmte Telegrammart oder eine zusätzliche
    Leistung festlegen. Die wichtigsten gebührenpflichtigen Dienstvermerke
    werden nachfolgend aufgeführt. Sie haben folgende Bedeutung:

Gebührenpflichter
DienstvermerktBedeutung
= d =Dringendes Telegramm
= urgent =Dringendes Telegramm im Auslandsdienst
= rp . . . =Antwort . . . (Betrag) vorausbezahlt
= tc =Telegramm mit Vergleichung. Besonders bei Tele-
grammen mit schwierigen Text zu empfehlen, da
das Telegramm nach der Übermittlung vollständig
wiederholt wird.
= fs =Telegramm mit Nachsendungsantrag. Das Tele-
gramm wird bei Abwesenheit des Empfängers nach-
gesandt.
= lx . . . =Telegramm auf Schmuckblatt. Sie können die Art
des Schmuckblattes durch den zusatz einer Ziffer
bestimmen. Muster der Telegramm-Schmuckblättter
finden Sie in Ihrem Fernsprechverzeichnis.
= lt =Breiftelegramm

    Weitere Auskünfte, insbesondere über die Gebühren und die gültigen
    Schmuckblatt-Telegramme, erteilt Ihnen Ihr zuständiges Postamt oder
    die Telex-Telegramm-Aufnahme.

VD lwd. (I/10/9) - 280 - Ag 114/176/69                           II/1351/69