Chiffriermaschine M-205 D
Die M-205 D ist eine elektronische Chiffriermaschine.
Sie ist der Nachfolger der M-105 AGAT.
Es wurde Verbindungen zwischen:
HptNZ MfNV <> Stab der GSSD,
HptNZ MfNV <> Kdo. VM, (ab 18.08.1989 BStU*288)
Kdo LSK/LV <> Stab der GSSD LSK/LV,
Kdo LSK/LV <> Kdo. VM
Kdo. VM    <> NBB-18 und
HptNZ MfNV <> NB-40 realisiert.
Das Gerät ist eingestuft mit garantierter Sicherheit, einsetzbar bis GVS.
Ab 1986 wurde an einem automatisierten Chiffrierverkehr mit ESER Rechner unter
Nutzung der M-205 gearbeitet. Diese sollte im ACO und dem MfAA eingesetzt werden. BStU *134

In der ersten Präsentation der M-205 im Jahre 1983 war das Chiffriergerät
noch nicht Exportreif. Es wurde noch an der Modifikation der Tastatur gearbeitet.

Der Einsatz der M-205 in den Auslandsvertretungen wurde abgelehnt wegen der
hohen Kosten (Gerätepreis 175 TM), der Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindig-
keit um 1/4 und damit verbundenen Aufstockung von Chiffrierpersonal in den
Auslandsvertretungen. BStU*191

Ab dem Jahr 1987 gab es die Variante M-205 D1.

Die M-205 verfügte über ein umfangreiches Schlüsselsystem.
Der Tagesschlüssel bestand aus einem kurzen 5 Kanal
Lochstreifen. Dieser bildet einen 125 bit Schlüssel ab.
Der Tagesschlüssel ist entsprechend für den allgemeinen, individuellen oder
zirkularen Verkehr ausgelegt.
Der Langzeitschlüssel ist ebenfalls 125 bit lang.
Der Schlüssel Markant, siehe A 040/1/352, ist 50 bit lang.
Die Ausgabe des chiffrierten oder dechiffrierten Klartextes konnte auch auf
einem 5 Kanal Lochstreifen erfolgen. Der GTX darf keine 32. Kombination enthalten.