Zurück/Back
KSV

Die M-104 AMETHYST und AMETHYST-2

Die AMETHYST wurde 1966 in der NVA
eingeführt.
Es werden die gleichen Schlüsselunter-
lagen wie bei der M-105 N AGAT verwendet
und hat eine lateinische Tastatur.
Das Chiffrierverfahren verwendet Addi-
tions- bzw. Wurmreihen.
Der Code STURM wurde durch die AMETHYST
ersetzt bzw. es wurde mit STURM codierte
Nachrichten mit dem Chiffriergerät
bearbeitet.
M-105 Prenden

Die M-105 N AGAT

Kurzcharakteristik:

Das Gerät M-105 ist ein Vorchiffriergerät
und dient zum Chiffrieren von deutschem
und russischem Klartext.

Das Gerät M-105 ist als GVS eingestuft.

Das Gerät M-105 wird im stationären
und mobilen Einsatz verwendet und ge-
stattet die Bearbeitung von Informationen 
bis zum Geheimhaltungsgrad GVS.

Die mit M-105 chiffrierten Informationen
können mit beliebigen Nachrichtenmitteln
übermittelt werden.
CryptoMuseum M-105
Schlüsselmittel:

- TИ - individuell Auflage 2  Ex.1 zum Chiffrieren, Ex.2 zum Dechiffrieren
- TЦ - zirkular    Auflage 3  und höher  zum Dechiffrieren
                   ein Heft mit 1 Kenngruppentabelle und
                   25 Schlüsselabschnitten oder
                   eine Kassette mit mit 1 Kenngruppen-
                   tabelle und 75 Schlüsselabschnitten.
- T-KПУ-M - für KSV-Überprüfung, 1 Heft mit 25 Kontrollabschnitten.

Heftinhalt:
- Kenngruppentafel mit 20 Kenngruppen
- Schlüssellochstreifenabschnitt (11-Kanal) 20 St.

Nutzung/Vernichtung:
- Jeder Schlüssellochstreifenabschnitt darf zur Chiffrierung
  nicht mehr als einmal benutzt werden.
- Jedem Schlüssellochstreifenabschnitt ist jeweils eine
  Kenngruppe zugeordnet.
- Kenngruppen benutzter Schlüssellochstreifenabschnitte sind
  zu streichen.
- Die Entnahme der Schlüssellochstreifenabschnitte erfolgt
  erst unmittelbar vor der Arbeit mit diesen (sie sind
  mit Seriennummer des Heftes zu beschriften).
- Freigelegte nicht benutzte Schlüssellochstreifen sind
  nachzuweisen und bei Dienstschluß einzubriefen.

Hinweise für die politisch-operative Sicherung beim
Einsatz des Chiffriergerätes M 105 (Verfahren AGAT)

Der erste Einsatz ist datiert auf das Jahr 1968.

Auch beschrieben in der Crypto-World.
Bei der M-105 N AGAT handelt es sich um ein elektromechanisches
Chiffriergerät das mit Additions/Wurmreihen arbeitet.

Die M-105 wird mit einem Motor angetrieben. Sie kann bei
Spannungsausfall mit der Handkurbel betrieben werden.
Der Lochstreifenleser, für die Klar- bzw. chiffrierten
Lochstreifen, ist mechanisch an die Tastatur gekoppelt.
Wird ein Lochstreifen eingelesen, bewegen sich die
Tasten entsprechend der Lochung auf und ab.
Der Chiffrator verfügte über eine Kontroll- und Sicherungs-
vorrichtung (KSV). Die KSV prüft ob zum Chiffrieren der Schlüssel-
lochstreifen schon verwendet wurde. Es wird beim Umschalten von
OFFEN nach Chiffrieren in den Schlüssellochstreifen ein Kontroll-
loch, auch Steuerloch genannt, gestanzt. Ist diese gestanzt kann
der Lochstreifen nicht mehr für das Chiffrieren verwendet werden.
Zur Kontrolldechiffrierung des erstellten GTX wird das Kontrolloch
nicht geprüft.
Die ausgelieferten Schlüssellochstreifen die für das Chiffrieren
vorgesehen sind immer ohne Kontrolloch. Wie oben beschreiben
wird dieser erst beim Chiffrieren gesetzt.
Die Schlüssellochstreifen die nur für das Dechiffrieren vorgesehen sind
haben ein Kontrolloch. Das Verhindert das mit den Dechiffrierschlüssel
chiffriert werden kann.
In der Abbildung des Schlüssellochstreifen ist das Kontrolloch gesetzt.
Zur Überprüfung, tägliche Wartung, der M-105 gibt es einen Kontroll-
lochstreifen vom Typ T-KПУ-M.

Die M-105 N AGAT wurde für Verbindungen in allen Ebenen und mit den
Partnern des Warschauer Vertrages genutzt.
Der Chiffrierdienst des Ministerrates hatte auch die M-105 N AGAT genutzt.
Die Abt. III des MfS (Funkaufklärung) arbeitete 1982 mit den ausländischen
Funkaufklärungsstationen im Kurzwellenfunkbetrieb gedeckt mit der M-105 AGAT. BStU*198
Weiteres kann man in der Gebrauchsanweisung für die M-105 N, herausgegeben
vom ZCO/MfS Abt. XI. BStU*159, nachlesen.
Für die Regierungsverbindung mit der VR Ungarn eingesetzte M-105 N AGAT
wurde 1987 diese durch die T-353 DUDEK ersetzt.
Im Auslandschiffrierorgan (ACO) wurde die
M-105 N AGAT bis zum Ende der DDR eingesetzt.

Nachfolger der M-105 N AGAT ist die M-205 D.

Für die Instandsetzung, Ersatzbestellung ist der Katalog Materielle
Sicherstellung (Nachrichten) Teil 4 anzuwenden.
Auszug aus Katalog

Folgende Ansichten zur M-105 N AGAT liegen vor:

Die Stromversorgung der M-105 N AGAT: Sammler*1
Netzteil FIALKA und AGAT
Abb. Netzteil der M-105 AGAT und M-125 MN FIALKA
Handlampe FIALKA und AGAT
Abb. Handlampe, für Instandsetzung und Wartung

In der NVA Ausstellung Harnekop sind die Exponate zu sehen.

Die Ansicht des M-105 N Typenmatrix:
AGAT M-105 N Darstellung
Die Typenmatrix (Koordinatendruckkopf) ist eingestuft als VVS.
Die Verteilung der Buchstaben und Ziffern entspricht nicht dem Original!
M-105 Typenmatrix
Abb.: M-105 Typenmatrix, CryptoMuseum

Funktionsschema:
AGAT M-105 N Prinzipschaltbild
Der Chiffrator arbeitet mechanisch mit Summatorschienen.
Schlüssellochstreifen M-105
Abb.: Schlüssellochstreifenabschnitt.
Ein Schlüssellochstreifenabschnitt hatte eine Länge von 500 Gruppen.

Die M-105 MN Tastaturbelegung und Lochstreifencodierung

Die deutsche Tastaturbelegung der AGAT und der FIALKA konnte anhand
des Katalog Materielle Sicherstellung (Nachrichten) Teil 4 und der
Anleitung DV A 040/1/321 ermittelt und verifiziert werden.

Auszug aus dem Ersatzteilkatalog: BStU*218
Auszug aus dem Ersatzteilkatalog
Die Codierung des Lochstreifens ist MTA-1 konform.
Die M-125 FIALKA hat die selbe Codierung.
Dtsch.J2ERTZUIOP3
Poln.2WERTZUIOPQ
Tsch-Slow.2WERTZUIOPQ
Kyril.ЙЦУKEHГШЩ3Х
  1 1 111  
1 1 11 1 11
TransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochung
 1  1  1  1
   111  11 
111    1111
|
Dtsch.ASDFGH4KL5
Poln.7SDFGHJKL5
Tsch-Slow.7SDFGHJKL5
Kyril.ФЫBAПPOЛДЖ
  1  1 1 1
1    1 11 
TransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochung
111  11 11
1 1 1 1111
   11 1111
|
Dtsch.67CVBNM89ls
Poln.YXCVBNMA8et
Tsch-Slow.YXCVBN-A8eo
Kyril.ЯЧCMИTЬБЮrp
1 11 11 11
11 1   11 
TransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochungTransportlochung
  1 11 11 
   11 1 1 
     1  11
leer in der vorletzten Spalte enstpricht ein Leerzeichen
stop in der letzten Spalte entspricht der 32ten. Bei dieser
Lochung wird der Lochstreifenleser gestoppt!

Foto der deutsch - kyrillischen Tastatur

M-105 N deutsche Tastatur
Abb.: Deutsche Tastatur, modifiziert aus: CryptoMuseum

In der Gesamtansicht sind unterhalb der Tastatur, links und rechts,
noch zwei Tasten abgebildet. Die linke Taste ist die Schrittaste (...)
und die rechte Taste ist die Wagenrücklauftaste (WR).
Mit der Schrittaste kann man den Wagen um einen Schritt bewegen.
Mit der WR Tasten erfolgt ein Wagenrücklauf - Zeilenvorschub.
Beide genannten Funktionen werden nicht gelocht.

Zentrales Chiffrierorgan der DDR

                        Geheime Verschlußsache!     BStU*159, *365
                        GVS-XI/931/70
                        Ausfertigung Nr. 621
                        Inhalt: 31 Blatt

     Gebrauchsanweisung zum Verfahren
AGAT

1. Änderung, GVS-ZCO/598/76,
in Kraft gesetzt am 01. 12.1976,
eingearbeitet am 26.10.1978

2. Änderung, GVS-ZK-04/92-12/87,
in Kraft gesetzt am 01.05.1987,
eingearbeitet am 30.04.1987

                 Unterschrift


Die Gebrauchsanweisung zum Verfahren AGAT wird erlassen und tritt
mit Wirkung vom 1. 3. 1971 in Kraft.
Gleichzeitig damit tritt die Gebrauchsanweisung zum Verfahren AGAT,
GVS-XI/189/70, außer Kraft und ist bis auf die Urschrift zu vernichten.



Berlin, den 1. 3. 1971                        Leiter ZCO

                                          gez. Schürrmann
                                              Oberst

GVS-XI/931/70                                                    3


Inhaltsverzeichnis
                                                               Seite
1.        Zweckbestimmung                                         9

2.        Chiffriermittel                                        10

2.1.      Allgemeines                                            10
2.2.      Gerät M-105 N                                          10
2.2.1.    Auspacken des Gerätes                                  10
2.2.2.    Wartung des Gerätes                                    10
2.2.3.    Inbetriebnahme des Gerätes                             11
2.2.3.1.  Arbeitsgänge ohne Stromzuführung                       12
2.2.3.2.  Arbeitsgänge bei der Arbeit mit Wechselstrom
          (90 ... 250V)                                          12
2.2.3.3.  Arbeitsgänge bei der Arbeit mit Gleichstrom            12
2.2.4.    Überprüfung des Gerätes auf Funktionstüchtigkeit       13
2.2.4.1.  Überprüfung des Gerätes in der Betriebsart Klartext  14
2.2.4.2.  Überprüfung der Chiffrier- sowie Kontroll- und
          Sicherungsvorrichtung (KSV)                            15
2.2.5.    Verpackung des Gerätes                                 17
2.3.      Schlüsselunterlagen                                    17
2.3.1.    Schlüssellochstreifenheft                              17
2.3.2.    Schlüssellochstreifenabschnitt                         18
2.3.2.1.  Aufbau                                                 18
2.3.2.2.  Entnahme                                               19
2.3.2.3.  Nichtbenutzte Schlüssellochstreifenabschnitte          19
2.3.2.4.  Beschädigte Schlüssellochstreifenabschnitte            19
2.3.2.5.  Vernichtung                                            19
2.3.3.    Kenngruppentafel                                       20
2.3.4.    Wechsel der Schlüsselunterlagen                        20

3.        Herrichtung der Klartexte                              21
3.1.      Telegrammgliederung                                    21
3.2.      Kürzungen                                              21
3.3.      Interpunktionszeichen                                  21
3.4.      Auf der Tastatur nicht enthaltene Zeichen              21
3.5.      Einfacher Zwischenraum                                 21
3.6.      Zweifacher Zwischenraum                                22
3.7.      Fünffacher Zwischenraum                                22
3.8.      Aufzählungen und tabellarische Aufstellungen           22
3.9.      Umlaute und auf der Tastatur nicht enthaltene
          Buchstaben                                             22
3.10.     Aufgelöste Schriftzeichen                              22
3.11.     Zahlen und Buchstaben-Ziffernfolgen                    23
3.12.     Ordnungszahlen                                         23
3.13.     Römische Zahlen                                        23
3.14.     Uhrzeiten                                              23
3.15.     Monatsangaben                                          23
3.16.     Jahreszahlen                                           23
3.17.     Wiederholungen                                         24
3.18.     Irrungszeichen                                         24
3.19.     Fortsetzungen                                          24
3.20.     Bearbeitung von Telegrammen mit zirkularem
          und individuellem Text                                 25
3.2.1.    Weiterleitungen                                        25


4.        Herstellung von Klartextlochstreifen                   26
4.1.      Allgemeines                                            26
4.2.      Arbeitsablauf bei der Herstellung von
          Klartextlochstreifen                                   26


5.        Einlegen der Lochstreifen                              27
5.1.      Allgemeines                                            27
5.2.      Einlegen des Schlüssellochstreifenabschnittes          27
5.3.      Einlegen des Klar- bzw. Chiffretextlochstreifens       27


6.        Chiffrierung                                           28
6.1.      Allgemeines                                            28
6.2.      Festlegung der Schriftart                              28
6.3.      Erkennungsgruppen                                      28
6.3.1.    Unterscheidungsgruppen                                 28
6.3.2.    Kenngruppe                                             28
6.3.3.    Dienstgruppe                                           28
6.4.      Arbeitsablauf bei der Chiffrierung                     29


7.        Dechiffrierung                                         31
7.1.      Allgemeines                                            31
7.2.      Festlegung der Schriftart                              31
7.3.      Arbeitsablauf bei der Dechiffrierung                   31


8.        Entstümmelungen                                        34
8.1.      Verstümmelungsarten                                    34
8.2.      Entstümmelungsversuche zum Spruchanfang                34
8.3.      Entstümmelung auf Blatt                                35
8.4.      Entstümmelung des Chiffretextlochstreifens             35


9.        Rückfragen                                             37


10.       Bearbeitung russischer Klartexte                       38
10.1.     Allgemeines                                            38
10.2.     Herrichtung der Klartexte                              38
10.2.1.   Telegrammgliederung                                    38
10.2.2.   Entbehrliche Wörter und Satzzeichen                    38
10.2.3.   Zahlen                                                 38
10.2.4.   Die Buchstaben Й, Э, und Ь                             39
10.2.5.   Dienstgruppen, Satzzeichen und andere Zeichen          39
10.2.6.   Wiederholungen                                         40
10.2.7.   Buchstabenverdoppelung                                 40
10.2.8.   Daten                                                  40
10.2.9.   Dienstgrade, Bezeichnungen der Waffengattungen
          und Dienste                                            40
10.2.10.  Initialen                                              40
10.2.11.  Dienststellen-, Feldpost-, Postschließfachnummern,
          Breiten- und Längengrade                               40
10.2.12.  Größen- und Mengenangaben                              41
10.2.13.  Adjektive (Himmelsrichtungen)                          41
10.2.14.  Lateinische Buchstaben                                 41
10.2.15.  Irrungen                                               41
10.2.16.  Fortsetzungen                                          41
10.2.17.  Bearbeitung von Telegrammen mit zirkularem und
          individuellem Text                                     42
10.2.18.  Dienstliche Mitteilungen                               43
10.3.     Herstellung von Klartextlochstreifen und das Einlegen
          der Lochstreifen                                       43
10.4.     Chiffrierung und Dechiffrierung                        43
10.4.1.   Erkennungsgruppen                                      43
10.4.2.   Inbetriebnahme und Schriftart                          44
10.4.3.   Arbeitsabläufe bei der Chiffrierung und Dechiffrierung 44
10.5.     Empfangs- und Aushändigungsbestätigung                 44
10.6.     Entstümmelungen und Rückfragen                         45


11.       Sicherheitsbestimmungen                                46
11.1.     Allgemeines                                            46
11.2.     Vorkommnisse und Sofortmaßnahmen                       47


12.       Beispiele                                              50



Abbildungen

Abbildung 1                                                      18
Abbildung 2                                                      20
Abbildung 3                                                      59
Abbildung 4                                                      60
Gerätebeschriftungen                                             61

1.        Zweckbestimmung

          Das Verfahren AGAT ist ein maschinelles Chiffrierverfahren
          für stationären und mobilen Einsatz.
          Es dient unter Berücksichtigung der Abschnitte 3. bzw. 10. zur Be-
          arbeitung deutscher bzw. russischer Klartexte.
          Es ist nur Vorchiffrierung möglich.
          Das Verfahren AGAT ist zur Bearbeitung von GVS- und VVS-
          Nachrichten zugelassen.
          Die mit dem Verfahren AGAT chiffrierten Nachrichten können
          mit beliebigen Nachrichtenmitteln, einschließlich Funk, übermittelt
          werden.
          Mit dem Verfahren können individuelle und zirkulare Verkehre
          abgewickelt werden.

2.        Chiffriermittel


2.1.      Allgemeines

          Zum Verfahren AGAT gehören folgende Chiffriermittel:
          - Gerät M-105 N mit dem Stromversorgungsblock und EWZ-Satz
          - Schlüsselunterlagen: Additionsreihen (Schlüssellochstreifenab-
            schnitte) und Kenngruppentafeln
          - Gebrauchsanweisung zum Verfahren AGAT
          - Technische Beschreibung und Bedienungsanweisung zum
            Gerät
          - 2 Typenmatrizen (VVS)


2.2.      Gerät M-105 N

2.2.1.    Auspacken des Gerätes

          Das Auspacken des Gerätes ist in folgender Reihenfolge durchzu-
          führen:

          - Segeltuchhülle vom Gerät abnehmen;
          - die zwei Sicherungsringe entfernen;
          - den Gerätedeckel vom Bodenteil abnehmen;
          - den Anschlag, der den Wagen beim Transport des Gerätes arre-
            tiert, lösen;
          - die vier Befestigungsschrauben des Bodenteils durch je eine
            Umdrehung lockern oder völlig herausschrauben und das Bo-
            denteil abnehmen.


2.2.2.    Wartung des Gerätes

          Die Wartung des Gerätes - außer der täglichen Wartung - und
          Reparaturen am Gerät sind nach gesonderter Vorschrift vom zu-
          gelassenen Personenkreis durchzuführen.

          Die Einweisung zur Durchführung der täglichen Wartung hat
          durch den Mechaniker zu erfolgen.
          Die tägliche Wartung ist vor Dienstbeginn bzw. Dienstüber-
          nahme in folgender Reihenfolge durchzuführen:

          - Mit einem Lappen oder einem weichen Pinsel den Staub
            vom Gehäuse, dem offenen Teilen der Grundplatte, der Tasta-
            tur und vom Transmitter entfernen.

          - Das Gehäuse abnehmen und den Staub sowie heruntergetropf-
            tes Öl von den Baugruppen entfernen.

          - Es sind mit technischer Vaseline abzuschmieren bzw. mit FS-
            Maschinenöl zu ölen:

            - Nocken, Rollen und Achsen vom Hebeln der Wähl- und
              Drucknockenwelle des Lochers, des Transmitters der Auto-
              matik, insbesondere die Rückführhebel der Summator- und
              Kombinatorschienen;
            - Zahnradpaare der Summatorvorrichtung, Achsen der Klar-
              text- und Zwischenschienen;
            - Schmierstellen des Lochers, des Rückführhebels, der Kom-
              binatorschienen und des Schlagbügels des Transmitters;
            - Filzscheiben der Reibungskupplung für die Einstellung der
              Typenmatrix;
            - Filzscheibe der Bremsvorrichtung;
            - Führungsrollen der Einstellvorrichtung für die Typenmatrix;
            - Achsen der Ankerklinken und des Sperrhebels.

          - Überprüfung, ob die Federn der Hebel fest sitzen (besonders die
            Federn der Fixierhebel) bei der Wählnockenwelle und der
            Drucknockenwelle.
          - Die Federn der Start-Stopp-Kupplung der Wählnockenwelle
            und der Drucknockenwelle des Transmitters und des Lochers
            überprüfen.
          - Die Befestigung der Achsschrauben der Stopphebel der Wähl-
            nockenwelle und der Drucknockenwelle sowie der Fixierhebel
            der Streifentransportwellen überprüfen.
          - Das Gehäuse wieder aufsetzen und festschrauben.
          - Funktionstüchtigkeit des Gerätes entsprechend Abschnitt 2.2.4.
            überprüfen.
          - Kontrolle der Typenmatrizen. Die nicht benutzte Typen-
            matrix muß im vorgesehenen Fach der Chiffriergerätes
            vorhanden sein.


2.2.3.    Inbetriebnahme des Gerätes

          Zur Inbetriebnahme des Gerätes M-105 N sind folgende
          Arbeitsgänge durchzuführen:

          - Ein Blatt Papier in den Wagen einspannen.
          - Falls notwendig, eine neue Lochstanzrolle einlegen.
          - Die zur Verfügung stehende Stromart (Gleich- oder Wechsel-
            strom) und die Netzspannung feststellen.
          - Umschaltheben am Gerät auf Hand stellen.
          - Handantriebskurbel in die Öffnung auf der rechten Seite vorn
            am Gerät einführen, bis der Dreikant einrastet.
          - Mit der Handantriebskurbel die Nockenwelle des Gerätes in
            die Ausgangsstellung bringen (blockier das Gerät, so Handan-
            triebskurbel nicht weiterdrehen und zuständigen Mechaniker
            benachrichtigen).
          - Beliebige Tasten und die Taste  (Wagenrücklauf/Zeilen-
            vorschub) drücken (jeweils erneut Handantriebskurbel im Uhr-
            zeigersinn drehen). Bei Blockierung des Gerätes die Handan-
            triebskurbel nicht weiterdrehen und zuständigen Mechaniker
            benachrichtigen


2.2.3.1.  Arbeitsgänge ohne Stromzuführung

          Zur Arbeit mit dem gerät Handantriebskurbel nach jedem Tasten-
          druck in Rechtsdrehung betätigen, bis die Bearbeitung des jewei-
          lig eingegebenen Zeichens erfolgt ist (Nockenwelle des Gerätes
          befinden sich wieder in Ausgangsstellung).


2.2.3.2.  Arbeitsgänge bei der Arbeit mit Wechselstrom (90 ... 250 V)

          - Handantriebskurbel aus dem gerät herausziehen.
          - Stromartenschalter des Stromversorgungsblockes auf Netz~
            schalten.
          - Spannungswahlschalter des Stromversorgungsblockes auf 250
            einstellen.
          - Regelschalter in Mittelstellung 0 schalten.
          - Gerät an den Ausgang des Stromversorgungsblockes (Maschi-
            ne) anschließen (dabei darauf achten, daß die Netzschalter am
            Gerät und am Stromversorgungsblock auf Aus stehen).
          - Stromversorgungsblock (Eingang ~) ans Netz anschließen.
          - Netzschalter des Stromversorgungsblockes auf Ein schalten.
          - Netzschalter des Gerätes über Mittelstellung (max. 3 - 4 Sek.)
            auf Ein schalten.
          - Mittels Spannungswahlschalter und Regelschalter des Strom-
            versorgungsblockes eine Ausgangsspannung von 24 V Einregeln.
          - Umschalthebel des Gerätes auf Motor schalten.


2.2.3.3.  Arbeitsgänge bei der Arbeit mit Gleichstrom

          Es ist darauf zu achten, daß der Netzschalter am Gerät auf Aus
          steht und die Handantriebskurbel aus dem Gerät herausgezogen
          ist.
          Bei 24 V Gleichspannung:
          - Stromartenschalter des Stromversorgungsblockes auf Netz =
            schalten.
          - Stromversorgungsblock (Eingang-24 V) an das Gleichstrom-
            netz bzw. einen Akkumulator (zusätzliche Verbindungskabel
            erforderlich) anschließen.
          - Gerät an den Ausgang des Stromversorgungsblockes (Maschi-
            ne) anschließen.
          - Netzschalter des Stromversorgungsblockes auf Ein schalten.
          - Netzschalter des Gerätes über Mittelstellung (max. 3 - 4 Sek.)
            auf Ein schalten.
          - Umschalthebel des Gerätes auf Motor schalten.

          Bei 110 V Gleichspannung:
          - Elektromotor SL-369 M gegen Elektromotor SL 369 durch zu-
            ständigen Mechaniker austauschen.
          - Anschlußkabel des Elektromotors SL-369 auf die Buchse 110 V
            = umstecken.
          - Gerät über Verbindungskabel direkt an die Gleichspannungs-
            quelle 110 V = anschließen.
          - Netzschalter des Gerätes über Mittelstellung (max. 3 - 4 Sek.)
            auf Ein schalten.
          - Umschalthebel des Gerätes auf Motor schalten.


2.2.4.    Überprüfung des Gerätes auf Funktionstüchtigkeit

          Die Überprüfung des Gerätes ist mittels Handantrieb oder
          Motorantrieb durchzuführen. Bei Übergang von Handantrieb
          auf Motorantrieb muß die Handantriebskurbel aus dem Gerät
          herausgezogen werden.
          Die Überprüfung des Gerätes ist täglich bei Dienstübernahme
          bzw. bei Dienstbeginn unabhängig vom Arbeitsanfall in der an-
          gegebenen Reihenfolge durchzuführen.


2.2.4.1.  Überprüfung des Gerätes in der Betriebsart Klartext

          Überprüfung des Gerätes in der Betriebsart Klartext in folgen-
          der Reihenfolge durchzuführen:
          - Falls nicht bereits erfolgt, Matrix mit lateinischem Alphabet
            einsetzen.
          - Inbetriebnahme des Gerätes entsprechend Abschnitt 2.2.3.
          - Arbeitsartenschalter auf BL (Blatt/Lochstreifen) schalten.
          - Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
          - Netzschalter des Gerätes auf Ein schalten.
          - Jede der folgenden Tasten mehrmals unmittelbar hintereinan-
            der drücken:

            Taste G  (Lochung im Kanal 1),
            Taste 8  (Lochung im Kanal 2),
            Taste 6  (Lochung im Kanal 3),
            Taste K  (Lochung im Kanal 4),
            Taste A  (Lochung im Kanal 5),
            Taste 9  (Lochung aller 5 Kanäle).

          - Den Zwischenraum und alle auf der Tastatur befindlichen Ta-
            sten mehrmals unmittelbar hintereinander drücken (nach dem
            59. Zeichen auf Blatt muß automatisch Wagenrücklauf/Zeilen-
            vorschub erfolgen)
          - Knopf 32. Kombination (links am Gerät) einmal drücken und
            Knopf Vorlauf (Zwischenraum) drücken und Lochstreifen ca.
            5 cm Vorlauf lassen (im Lochstreifen müssen die 32. Kombi-
            nation einmal und die Kombination für Zwischenraum mehr-
            mals gelocht sein).
          - Hebel für die Einteilung des Textes in Fünfergruppen (links
            am Gerät) nach unten schalten und beliebige Zeichentasten
            drücken (auf Blatt muß eine Einteilung des Textes in Fünfer-
            gruppen erfolgen).
          - Betriebsartenschalter über C (Chiffrierung) zurück auf K
            (Klartext) schalten (Fünfergruppenteilung wird aufgehoben).
          - Taste Schritt mehrmals drücken (es muß eine schrittweise
            Bewegung des Wagens erfolgen).
          - Taste  (Wagenrücklauf/Zeilenvorschub) drücken (der Wa-
            gen muß an den Zeilenanfang zurückgebracht und die Schreib-
            walze eine Zeile weiter transportiert werden, eine Lochung
            darf nicht erfolgen).
          - Lochstreifen abreißen und in den Transmitter der Dekombina-
            tors mit der ersten Kombination über die Abfühlstifte einlegen.
          - Taste Ein am Dekombinator drücken (nach der 32. Kombi-
            nation muß das Gerät automatisch stoppen).
          - Taste Vorlauf drücken, ca. 5 cm Vorlauf las-
            sen und Lochstreifen abreißen.
          Eingetasteten und über Lochstreifen eingegebenen Text (bis zur
          eingegebenen 32. Kombination) auf Blatt und beide Lochstreifen
          vergleichen; bei Abweichungen liegt ein Defekt am Gerät vor
          (siehe Abschnitt 2.2.2.).


2.2.4.2.  Überprüfung der Chiffrier- sowie Kontroll- und Sicherungsvor-
          richtungen (KSV)

          - Betriebsartenschalter auf C (Chiffrierung) schalten. Beliebige
            Zeichen über die Tastatur eingeben (auf Blatt darf kein Ab-
            druck von Zeichen und im Lochstreifen keine Lochung erfolgen).
          - Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten. Drehknopf
            am Chiffrator so weit drehen, daß eine der Markierungen auf
            dem Drehknopf senkrecht nach oben zeigt, und Transmitter-
            klappe öffnen.
            Kontrollschlüsselabschnitt des Typs T-KПУ-M in den Transmitter
            des Chiffrators einlegen (das Steuerloch darf nicht auf dem
            Freigabeabfühlstift liegen).
KSV Ausschnitt
            Transmitterklappe schließen und beliebige Taste drücken (auf
            Blatt darf kein Abdruck von Zeichen und im Lochstreifen keine
            Lochung erfolgen).
          - Betriebsartenschalter auf C (Chiffrierung) schalten. Beliebige
            Taste drücken (auf dem Blatt darf kein Abdruck von Zeichen und
            im Lochstreifen keine Lochung erfolgen).
          - Betriebsartenschalter auf D (Dechiffrierung) schalten.

            Beliebige Tasten drücken bei:
            - Arbeitsartenschalter in Stellung B (auf Blatt muß der Ab-
              druck von Zeichen, Im Lochstreifen darf keine Lochung er-
              folgen);
            - Arbeitsartenschalter in Stellung L (im Lochstreifen muß
              die Lochung von Schrittgruppen, auf Blatt darf kein Abdruck
              von Zeichen erfolgen);
            - Arbeitsartenschalter in Stellung BL (auf Blatt muß der
              Abdruck von Zeichen, im Lochstreifen die Lochung der
              Schrittgruppe dieser Zeichen erfolgen).

          - Kontrollschlüssellochstreifenabschnitt mittels Drehknopf am
            Chiffrator so weit zurückdrehen, daß sich das Steuerloch über
            dem Freigabeabfühlstift befindet (das Sperrloch darf nicht aus-
            gestanzt sein).
          - Taste Vorlauf drücken und ca. 5 cm Lochstreifen vorlaufen
            lassen.
          - Betriebsartenschalter auf C (Chiffrierung) schalten (im Kon-
            trollschlüssellochstreifenabschnitt muß das Sperrloch voll aus-
            gestanzt sein).
          - Die Zeichen 8, A, N, 7, D und den Zwischenraum je einmal
            über die Tastatur eingeben.
            Taste Vorlauf drücken und ca. 5 cm Lochstreifen vorlaufen
            lassen (auf Blatt muß sechsmal die Ziffer 8 ausgedruckt und
            im Lochstreifen sechsmal der 2. Kanal gelocht sein).
          - Beliebige Zeichentaste drücken (auf Blatt erscheint Zwischen-
            raum, im Lochstreifen wir die Kombination Zwischenraum
            gelocht).
            Weitere beliebige Tasten drücken (auf Blatt darf kein Abdruck
            von Zeichen und im Lochstreifen keine Lochung erfolgen; das
            Gerät muß blockieren!).
          - Durch Bewegung des Hebels an der Transmitterklappe des
            Chiffrators nach links wir die Blockierung aufgehoben. Belie-
            bige Taste drücken (auf Blatt muß der Abdruck von Zeichen
            und im Lochstreifen die Lochung dieser Zeichen erfolgen).
          - Versuchen, den Drehknopf am Chiffrator im Uhrzeigersinn zu
            drehen und gleichzeitig den Hebel hinter der Transmitterklap-
            pe zu drücken (der Kontrollschlüssellochstreifenabschnitt darf
            sich maximal um einen Schritt zurückdrehen lassen).
          - Kontrollschlüssellochstreifenabschnitt mit der Hand neben der
            Transmitterklappe festhalten; gleichzeitig Zeichen über die Ta-
            statur eingeben (Gerät muß blockieren).
          - Betriebsartenschalter auf D (Dechiffrierung) schalten. Kon-
            trollschlüssellochstreifenabschnitt mittels Drehknopf so weit zu-
            rückdrehen, bis das Steuerloch (mit nebenliegendem ausgestanz-
            ten Sperrloch) über dem Freigabeabfühlstift liegt.
            Betriebsartenschalter auf C (Chiffrierung) schalten. Beliebige
            Zeichentaste drücken (auf Blatt darf kein Abdruck von Zei-
            chen und im Lochstreifen keine Lochung erfolgen; das Gerät
            muß blockieren!).
          - Betriebsartenschalter auf K (Klartext schalten. Kontroll-
            schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chiff-
            rators herausnehmen.
          - Bei Motorantrieb Netzschalter am Gerät auf Aus schalten und
            bei Anschluß über den Stromversorgungsblock dessen Netz-
            schalter auf Aus schalten.
          Ergeben sich bei der Überprüfung der Chiffrier-, Kontroll- und
          Sicherungsvorrichtungen auch nur in einem Punkt Mängel, so darf
          das Gerät nicht zur Chiffrierung verwendet werden.
          Die Überprüfung des Gerätes ist im Betriebsbuch nachzuweisen.
          Auf dem benutzten Teil des Kontrollschlüssellochstreifenabschnit-
          tes ist die Nummer des Gerätes zu vermerken und durch die durchge-
          führte Überprüfung mit Datum und Unterschrift zu bestätigen.


2.2.5.    Verpacken des Gerätes

          Das Verpacken des Gerätes ist in folgender Reihenfolge durch-
          zuführen:
          - Gerät entsprechend den Abschnitten 2.2.2. und 2.2.4. reinigen.
            abschmieren und überprüfen.
          - Die mechanischen Baugruppen in Stoppstellung bringen.
          - Anschlußschnüre lösen und im Fach der Stromversorgung unter-
            bringen.
          - Wagen in die mittlere Stellung führen und durch den Anschlag
            arretieren.
          - Gerät am Bodenteil mittels Schrauben befestigen.
          - Anschlußstecker des Gerätes in den Ruhekontakt der Lochstrei-
            fenkassette stecken und das Anschlußkabel über die Transmit-
            terklappe um den linken Drehgriff der Wagenwalze legen.
          - Werkzeugkasten und Handantriebskurbel im Gerätedeckel des
            Gerätes unterbringen.
          - Gerätedeckel auf das Bodenteil aufsetzen, befestigen, mit Fe-
            derringen sichern, versiegeln und im Stoffbezug verpacken.
          - Konzepthalter, zusätzliche Verbindungskabel und Stützbolzen
            in die Taschen des Stoffbezugs verpacken.
          - Deckel des Stromversorgungsblockes, befestigen, durch
            Federringe sichern und Stromversorgungsblock im Stoffbezug
            verpacken.


2.3.      Schlüsselunterlagen

2.3.1.    Schlüssellochstreifenheft

          Die Additionsreihen in Form von Schlüssellochstreifenabschnitten
          (11-Kanallochstreifen) sind in Heften untergebracht.
          Jedes Exemplar einer Serie enthält eine Kenngruppentafel, die
          soviel Kenngruppen umfaßt, wie das Heft Schlüssellochstreifen-
          abschnitte enthält.
          Auf der Verpackung sind folgende Kennzeichnungen enthalten:
          - Geheimhaltungsstufe;
          -  (technisch individuell: Auflage 2),  (technisch
            zirkular: Auflage 3 und höher) bzw. T-KПУ-M (Hefte zur
            Überprüfung der KSV);
          - Serien- und Exemplarnummer: Ex. 1 dient zum Chiffrieren,
            die übrigen Exemplare zum Dechiffrieren.

          Auf der Innenseite der Hefte befindet sich Raum für folgende
          Eintragungen:
          - Nummer des entnommenen Schlüssellochstreifenabschnittes
          - Datum der Entnahme des Schlüssellochstreifenabschnittes
          - Unterschrift des Bearbeiters.

          Das Öffnen der Hefte und die Entnahme von Schlüsselloch-
          streifenabschnitten darf nur erfolgen, wenn sie unmittelbar zur
          Chiffrierung bzw. Dechiffrierung verwendet werden sollen.


2.3.2.    Schlüssellochstreifenabschnitt

2.3.2.1.  Jeder Schlüssellochstreifenabschnitt enthält 500 Schrittgruppen.
          Die Schlüssellochstreifenabschnitte sind, mit 01 beginnend, fort-
          laufend nummeriert und sind in dieser Reihenfolge zu verwenden.
          Schlüssellochstreifenabschnitte für die Chiffrierung enthalten vor
          der ersten Schrittgruppe eine Steuerlochung (Abb. 1).
Schlüssellochstreifenabschnitt
                             Abb. 1

          Jeder Schlüssellochstreifenabschnitt darf zur Chiffrierung nicht
          mehr als einmal benutzt werden!

          Die Schlüssellochstreifenabschnitte sind, einzeln durch lichtun-
          durchlässiges Papier gegen vorzeitige Einsichtnahme geschützt,
          im Heft untergebracht.

2.3.2.2.  Die Entnahme der Schlüssellochstreifenabschnitte ist in der Ent-
          nahmetabelle durch Datum und Unterschrift nachzuweisen.
          Die Schlüssellochstreifenabschnitte dürfen erst dann aus dem
          Heft entnommen werden, wenn sie unmittelbar zur Arbeit be-
          nötigt werden.
          Auf entnommenen Schlüssellochstreifenabschnitten ist die Num-
          mer des Heftes - Seriennummer - einzutragen.

2.3.2.3.  Über freigelegte nicht benutzte Schlüssellochstreifenabschnitte ist
          ebenfalls Nachweis zu führen. Auf dem Heftumschlag ist zu ver-
          merken Nr. ... bis ... nicht benutzt (Datum, Unterschrift).
          Falls nicht anders angewiesen, sind diese Schlüssellochstreifen-
          abschnitte bis zur Bearbeitung des nächsten Spruches im Heft,
          bei Dienstschluß im versiegelten Umschlag beim Schlüsselloch-
          streifenheft mit Angabe der Geheimhaltungsstufe (GVS), aufzu-
          bewahren. Bei der Benutzung der Schlüssellochstreifenabschnitte ist
          auf dem Heftumschlag zu vermerken Benutzt (Datum, Unter-
          schrift).

2.3.2.4.  Schlüssellochstreifenabschnitte mit Beschädigungen, die die Chif-
          fierung beeinträchtigen, dürfen nicht zur Chiffrierung verwendet
          werden. Die Chiffrierung des Klartextes ist dann mit dem nächst-
          folgenden noch nicht verwendeten Schlüssellochstreifenabschnitt
          neu zu beginnen.

2.3.2.5.  Der Vernichtungsnachweis und der Zeitpunkt der Vernichtung
          verwendeter bzw. nicht benutzter Schlüssellochstreifenabschnitte
          wird gesondert festgelegt.

2.3.3.    Kenngruppentafel

          Die Kenngruppentafel ist, durch lichtundurchlässiges Papier gegen
          vorzeitiger Einsichtnahme abgesichert, als erste Tabelle im Heft
          untergebracht.
          Die Kenngruppentafel enthält als Kenngruppen fünfstellige Buch-
          stabengruppen (russisch). Jedem Schlüssellochstreifenabschnitt
          des Heftes ist entsprechend der Nummer eindeutig eine Kenn-
          gruppe zugeordnet. Die Kenngruppen sind spaltenweise von oben
          nach unten, in der Reihenfolge der Spalten von links nach rechts,
          aus der Kenngruppentafel zu entnehmen (Abb. 2).

ГHИXЬ ЛЬГБX CKЮШB ЫCБУЖ ИAЯЛГ 
ГДПAУШИЙOPЦБЮБЮBPУФФEИCШЮ
BБTTБГMЙPИФOИЧФПBAMAЩXKЮЮ
XЩИГTЫПФTPЫPЦAГЛБPKHAИMBЩ
HЗEЦЛЩOБШOEEBMЧBЬKЬЩAЮЖЯЛ
Dem Schlüssellochstreifenabschnitt 07 ist die Kenngruppe ШИЙOP zugeordnet. Abb. 2 Die Kenngruppe, die dem zur Chiffrierung benutzten Schlüssel- lochstreifenabschnitt zugeordnet ist, wird an den Anfang des Chiffretextes gesetzt. Wenn mehrere Schlüssellochstreifenab- schnitte zur Chiffrierung eines Klartextes verwendet, so wird nur die Kenngruppe des zuerst benutzten Schlüssellochstreifen- abschnittes an den Anfang des Chiffretextes gesetzt. Kenngruppen benutzter Schlüssellochstreifenabschnitte sind in der Kenngrup- pentafel zu streichen. 2.3.4. Wechsel der Schlüsselunterlagen Die Leitstelle des Schlüsselbereiches (verantwortliche Chiffrier- stelle) ordnet den Wechsel der Schlüsselunterlagen an. Die Chiffrierstellen haben von der Leitstelle rechtzeitig neue Schlüsselunterlagen anzufordern, so daß ein kontinuierlicher Chiffrierverkehr gewährleistet wird. 3. Herrichtung der Klartexte 3.1. Falls nicht anders angewiesen, ist jeder zu chiffrierende Klartext wie folgt zu gliedern: - VS-Einstufung (VS-Nr.) - Empfänger - eigentlicher Text (ggf. mit Wiederholungen, Fortsetzungs- vermerk u.a.) - Absender Im Verkehr der Chiffrierstellen untereinander können Empfänger und Absender weggelassen werden. Dasselbe trifft zu bei ständig wiederkehrenden Meldungen, Berichten usw., aus denen klar hervorgeht, wer Empfänger und Absender sind. 3.2. Kürzungen des Klartextes sind statthaft, wenn Sinnentstellungen ausgeschlossen sind und keine buchstabengetreue Wiedergabe des Klartextes gefordert wird. 3.3. Die Interpunktionszeichen sind folgendermaßen darzustellen: , - KOMMA - - STRICH . - PKT / - SSTRICH () - KL ? - FRAGEZEICHEN (Beispiele 1, 8, 9). Interpunktionszeichen können weggelassen werden, wenn Sinn- entstellungen ausgeschlossen sind (beachte die Abschn. 3.5. u. 3.6.). 3.4. Zeichen, die nicht auf der Tastatur enthalten sind und die keine Interpunktionszeichen sind, sind als Wörter voll auszuschreiben (Beispiel 2). 3.5. Einfacher Zwischenraum wird gesetzt: - zwischen aufeinanderfolgenden Wörtern, zwischen Stunden- und Minutenangaben, vor und nach Zahlenangaben, allgemein gebräuchliche Abkürzungen usw. (Beispiele 1, 7, 8, 9, 10, 11, 12) - zwischen Buchstaben wichtiger bzw. schwieriger Eigennamen (Beispiele 3, 12) - anstelle von Satzzeichen (Bindestrich usw.) bei Orts- und Straßennamen (Beispiel 4). 3.6. Zweifacher Zwischenraum wird gesetzt: - vor und nach Eigennamen, geschlossenen Ausdrücken, Be- griffen, Zahlenangaben und Bezeichnungen, die Bereits durch einfache Zwischenräume zum besseren Verständnis oder aus anderen Gründen unterteilt wurden (Beispiele 1, 3, 5) - vor und nach Wiederholungen von Eigennamen und Bezeich- nungen (Beispiel 12) - anstelle des Kommas, wenn Sinnentstellungen ausgeschlossen sind (Beispiel 12). 3.7. Fünffacher Zwischenraum wird gesetzt, wenn im Klartext ein Absatz vorgesehen ist. 3.8. Aufzählungen und tabellarische Aufstellungen sind in der Reihenfolge herzurichten, wie sie vom Absender angegeben wurden. Um bei tabellarischen Aufstellungen die einzelnen Positionen der Tabellen eindeutig dem Spalten zuzuordnen, sind den jeweiligen Spaltenbenennungen und den zugehörigen Positionen die gleichen Buchstaben in der Reihenfolge des Alphabets voranzustellen (Beispiel 5). 3.9. Umlaute und nicht auf der Tastatur vorhandene Buchstaben sind wie folgt zu ersetzten: Ä - AE ß - SZ W - VV Ö - OE J - I X - KS Ü - UE Q - KV Y - I (Beispiele 1, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 12). 3.10. Aufgelöste Schriftzeichen, die der Originalschreibweise in Eigen- namen entsprechen, sind zu verdoppeln, falls eine eindeutige Rückverwandlung jedes einzelnen Buchstaben gewährleistet sein muß und keine Wiederholung (siehe auch Abschnitt 3.17.) vor- gesehen ist (Beispiel 7). 3.11. Zahlen und Buchstaben-Ziffernfolgen sind unverändert in den hergerichteten Klartext zu übernehmen. Auf der Tastatur nicht vorhandene Ziffern sind wie folgt durch Buchstaben zu ersetzten: Ziffer Buchstabe 0 O 1 I In Zahlen- bzw. Buchstaben-Ziffernfolgen vorkommende Zeichen sind entsprechend Abschnitt 3.3. herzurichten, sofern Sinnent- stellungen möglich sind (Beispiele 1, 9, 10, 11). 3.12. Ordnungszahlen sind mit der Abkürzung PKT zu schreiben (Beispiel 8). Steht das Tagesdatum so in Verbindung mit der Monatsangabe, daß Mißverständnisse ausgeschlossen sind, kann die Abkürzung PKT entfallen (Beispiel 11). 3.13. Römische Zahlen sind als Grundzahlen zu schreiben. Vor jede römische Zahl ist zur Unterscheidung von Grundzahlen die Ab- kürzung ROEM zu setzen (Beispiel 9). 3.14. Bei Uhrzeiten werden: - volle Stunden als zweistellige Zahlen; - Stunden mit Minutenangaben als vierstellige Zahlen ohne Satz- zeichen geschrieben (Beispiel 10). 3.15. Monatsangaben sind in folgender Form als Kurzwörter zu schreiben: IAN, FEBR, MAERZ, APRIL, IUNNI, IULLI, AUG, SEP, OKT, NOV, DEZ (beispiel11). 3.16. Jahreszahlen können, sofern Mißverständnisse ausgeschlossen sind, gekürzt oder weggelassen werden (Beispiel 11). 3.17. Wiederholungen Wörter (z. B. Eigennamen) und andere Zeichengruppen (z. B. Kfz.- Zeichen, Einheits- und Typenbezeichnungen, Daten, Koordinaten usw.) sind zu wiederholen, wenn durch Verstümmelung einzelner Zeichen Sinnentstellungen auftreten könnten oder die zeichenge- treue Wiedergabe der Originalschreibweise gewährleistet sein muß. - Wiederholungen sind durch das Wiederholungssignal RPT anzukündigen. - Bei Wiederholungen sind die Bigramme AE, OE, UE, SZ, KV, VV und KS , wenn sie mit der Originalschreibweise identisch sind zu verdoppeln. - In der Wiederholung ist J durch IOT und Y durch IPS zu ersetzten. - Zahlenangaben sind bei gestörten Kanälen im A1-Betrieb in der Wiederholung in Worte auszuschreiben. (Beispiel 12). 3.18. Bei Verschreiben wird das Irrungszeichen NN gesetzt und an- schließend dem berichtigten Wort neu begonnen. 3.19. Fortsetzungen sind zu bilden, wenn Klartexte aus praktischen Erwägungen geteilt werden. Jeder Teil ist als selbständiger Klartext, d. h. unter Verwendung eines neuen Spruchschlüssels, zu bearbeiten. Der erste Teil enthält die VS-Einstufung (VS-Nr.), den Empfänger und den ersten Teil des Textes. Zur Kennzeichnung als ersten Teil erhält dieser am Ende den Buchstaben A mit nachfolgendem Fortsetzungsvermerk FF, der angibt, daß ein weiterer Teil folgt. Jeder weitere Teil enthält zur Kennzeichnung als Fortsetzung in der Reihenfolge des Alphabets am Anfang des Textes einen der Buchstaben B, C, D, ... und, außer dem letzten Teil, am Ende des Textes den Fortsetzungsvermerk FF. Der letzte Teil enthält den Absender (Beispiel 13). Sollen mehrere Sprüche mit Fortsetzungen gleichzeitig an einen Empfänger übermittelt werden, so erhalten die weiteren Sprüche zur Unterscheidung einen weiteren Buchstaben in der Reihenfolge des Alphabetes zugewiesen (Beispiel 14). 3.20. Bearbeitung von Telegrammen mit zirkularem und individuellem Text Bei zirkularen Telegrammen, in denen ein oder mehrere indivi- duelle Textteile eingefügt sind, ist der gesamte zirkulare Text zu- sammenzuziehen und als ein zirkularer Spruch zu bearbeiten. Die für die einzelnen Empfänger vorgesehenen individuellen Textteile sind jeweils zu einem individuellen Text zusammen- zuziehen und als individuelle Sprüche zu bearbeiten. Damit bei der Dechiffrierung der individuellen Textteile wieder eindeutig in den zirkularen eingefügt werden kann, sin bei der Chiffrierung im hergerichteten Klartext an den entsprechen- den Textteilen einzusetzen. Die Kennzeichen sind vom eigentlichen Text durch zweifachen Zwischenraum zu trennen (Beispiel 15). 3.21. Weiterleitungen Weiterleitungen sind grundsätzlich nur gestattet, wenn keine direkte Chiffrierverbindung von einer Dienststelle zu einer anderen besteht bzw. die Chiffrierverbindung zeitweilig unter- brochen ist. Der Spruch ist dann chiffriert über die nächstvorgesetzte Dienst- stelle, die mit dem Empfänger Chiffrierverbindung hat, zur Wei- terleitung zu geben. Von der absendenden Dienststelle sind VVVVV (Weiterleitung) als erste Klartextgruppe, der gesamte letztendliche Empfänger und der Absender zu chiffrieren. Die weiterleitende Dienststelle dechiffriert den Spruch. Der Spruch ist mit einem neuen Schlüssel zu bearbeiten. Der Empfänger und der gesamte ursprüngliche Absender sind zu chiffrieren (Beispiel 16). 4. Herstellung von Klartextlochstreifen 4.1. Allgemeines Die im Abschnitt auftretenden gerätebezogenen Begriffe und Schalterstellung sind aus den Abbildungen 3 und 4 ersichtlich. 4.2. Arbeitsablauf bei der Herstellung von Klartextlochstreifen Bei der Herstellung von Klartextlochstreifen sind folgende Ar- beitsgänge einzuhalten: - Betriebsartenschalter über C (Chiffrierung) auf K (Klar- text) schalten; - Arbeitsartenschalter auf BL (Blatt/Lochstreifen) schalten; - Inbetriebnahme des Gerätes entsprechend Abschnitt 2.2.3.; - Wagenrücklauftaste einmal drücken; - Knopf Vorlauf (Zwischenraum) drücken und ca. 5 cm Loch- streifen vorlaufen lassen; - hergerichteten Klartext, aber anstelle des Zwischenraumes den Buchstaben J, über die Tastatur eintasten; - nach Eintasten der letzten Klarelements des Klartextes das Blatt aus den Wagen spannen; - Knopf für 32. Kombination einmal drücken; - Knopf Vorlauf (Zwischenraum drücken und ca. 10 cm Loch- streifen vorlaufen lassen; - Lochstreifen abreißen; - Netzschalter des Gerätes und des Stromversorgungsblockes auf Aus schalten. Klartextlochstreifen sind deutlich mit der Aufschrift KLAR- TEXT zu kennzeichnen! 5. Einlegen der Lochstreifen 5.1. Allgemeines Die im Abschnitt auftretenden gerätebezogenen Begriffe und Schalterstellungen sind aus den Abbildungen 3 und 4 ersichtlich. 5.2. Einlegen des Schlüssellochstreifenabschnittes - Schlüssellochstreifen dem Heft entnehmen und glätten; - Drehknopf am Chiffrator so weit drehen, daß eine der Markie- rungen auf dem Drehknopf senkrecht nach oben zeigt; - Transmitterklappe des Chiffrators öffnen; - Schlüssellochstreifenabschnitt von rechts mit dem Ende, auf dem die Abschnittsnummer aufgedruckt ist, mit der Nummer nach oben, in den Transmitter des Chiffrators einlegen. Die erste Schrittgruppe (von der Nummer aus muß sich über den Abfühlstiften des Transmitters vom Chiffrator befinden, bei Schlüssellochstreifenabschnitten mit Steuerloch muß sich das Steuerloch über dem Freigabeabfühlstift des Transmitters des Chiffrators befinden; - Transmitterklappe des Chiffrators schließen. 5.3. Einlegen des Klar- bzw. Chiffretextlochstreifens - Transmitterklappe des Dekombinators öffnen; - Drehknopf am Dekombinator so weit drehen, daß eine der Markierungen auf dem Drehknopf senkrecht nach oben zeigt; - Klar- bzw. Chiffretextlochstreifen so in den Transmitter des Dekombinator einlegen, daß sich die erste zu bearbeitende Schrittgruppe über den Abfühlstiften des Transmitters vom Dekombinator befindet; - Transmitterklappe des Dekombinators schließen. Klartextlochstreifen müssen mit der Aufschrift KLARTEXT gekennzeichnet sein! 6. Chiffrierung 6.1. Allgemeines Die Chiffrierung von Klartexten darf nur dann erfolgen, wenn eine Funktionsprüfung entsprechend Abschnitt 2.2.4. vorge- nommen wurde. Die im Abschnitt auftretenden gerätebezogenen Begriffe und Schalterstellungen sind aus den Abbildungen 3 und 4 ersichtlich. 6.2. Festlegung der Schriftart Die Schriftart (lateinisch bzw. russisch) ist durch den vor- gegebenen Empfänger festgelegt. Entsprechend ist die Matrix mit lateinischem oder russischem Alphabet einzusetzen. Bei eingesetzter Matrix mit lateinischem Alphabet werden die Buchstaben der Erkennungsgruppen des russischen Alphabets entsprechend der Zuordnung auf den Tasten als lateinische Buch- staben und als Ziffern auf Blatt ausgedruckt. 6.3. Erkennungsgruppen Zu den Erkennungsgruppen gehören die Unterschei- dungsgruppe, die Kenngruppe, die Kontrollgruppe und die Dienstgruppe. 6.3.1. Die Unterscheidungsgruppe kennzeichnet einen zir- kularen Spruch und besteht aus der fünfstelligen Buchstabengruppe DDDDD. Sie ist offen unmittelbar vor die Kenngruppe zu setzten. 6.3.2. Die Kenngruppe, die die Nummer des ersten zu ver- wendenden Schlüssellochstreifenabschnittes bei der Chiffrierung und Dechiffrierung bestimmt, ist vor der ersten Chiffretextgruppe einzusetzen. 6.3.3. Die Kontrollgruppe (Wiederholung der Kenngruppe) ist am Ende der Chiffretextgruppen vor die Dienst- gruppe zu setzen. 6.3.4. Die Dienstgruppe besteht aus fünf Ziffern. Die zwei ersten Ziffern geben das Chiffrierdatum und die drei letzten die Gruppenanzahl des Chiffre- textes an (einschließlich Unterscheidungs-, Kenn- und Kontrollgruppe, aber ohne die Dienstgruppe). Besteht das Chiffrierdatum aus einer einstelligen Zahl, ist vor diese eine Null zu setzen. Ist die Anzahl der Gruppen geringer als 100, ist eine Null oder sind 2 Nullen vor die Zahl zusetzen (Bei- spiel 17). Die Dienstgruppe ist offen als letzte Gruppe den Chiffretext mit Kontrollgruppe anzufügen. 6.4. Arbeitsablauf bei der Chiffrierung 6.4.1. Inbetriebnahme des Gerätes entsprechend Abschnitt 2.2.3. 6.4.2. Arbeitsartenschalter auf BL (Blatt/Lochstreifen) schalten; Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten. 6.4.3. Wagenrücklauftaste einmal drücken; Knopf Vorlauf (Zwischenraum) drücken und ca. 10 cm Loch- streifen vorlaufen lassen. 6.4.4. Falls zirkularer Spruch, Unterscheidungsgruppe (siehe Abschnitt 6.3.1.) eintasten (beachte Abschnitt 6.2.); Zwischenraumtaste einmal drücken; Kenngruppe (siehe Abschnitt 2.3.3. und 6.3.2.) eintasten (beachte Abschnitt 6.2.). 6.4.5. Wagenrücklauftaste einmal drücken; Knopf für 32. Kombination einmal drücken; Knopf Vorlauf (Zwischenraum) drücken und ca. 5 cm Loch- streifen vorlaufen lassen. 6.4.6. Schlüssellochstreifenabschnitt entsprechend Abschnitt 5.2. einlegen; Betriebsartenschalter auf C (Chiffrierung) schalten. 6.4.7. Bei Eingabe des hergerichteten Klartextes über
die Tastaturden Transmitter des Dekombinators
- Klartext eintasten;- Klartextlochstreifen entsprechend
   Abschnitt 5.3. in den Transmitter
   einlegen;
 - Taste Ein am Transmitter des
   Dekombinators drücken;

         (Chiffretext wird auf Blatt in Fünfergruppen ausgeschrieben und
         im Lochstreifen ohne Fünfergruppeneinteilung gelocht).

6.4.8.    Vor Überschreiten von jeweils 100 Chiffretextgruppen (ca. 98 Grup-
          pen) bei Eingabe des hergerichteten Klartextes über

die Tastaturden Transmitter des Dekombinators
- weitere Klarelemente
   eintasten, bis die Zeile
   aufgefüllt ist.
- Taste Aus am Transmitter des
   Dekombinators mehrmals
   drücken, bis die Zeile aufgefüllt ist.


          Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten;
          Knopf Vorlauf (Zwischenraum) drücken und ca. 5 cm Lochstrei-
          fen vorlaufen lassen:
          Wagenrücklauftaste  einmal drücken;
          Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chiffra-
          tors herausnehmen;
          folgenden gültigen Schlüssellochstreifenabschnitt entsprechend
          Abschnitt 5.2. einlegen;
          Betriebsartenschalter auf C (Chiffrierung) schalten;
          folgenden Klartext entsprechend Abschnitt 6.4.7. eingeben.


6.4.9.    Unvollständige Gruppe am Ende des Chiffretextes durch Eingabe
          des Zwischenraumes zur Fünfergruppe auffüllen.


6.4.10.   Nach Beendigung der Chiffrierung:
          Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten;
          Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chiffra-
          tors herausnehmen.


6.4.11.   Zwischenraumtaste drücken;
          Kontrollgruppe (siehe Abschnitt 6.3.3.) eintasten
          Zwischenraumtaste drücken;
          Dienstgruppe (siehe Abschnitt 6.4.3.) eintasten
          (beachte Abschnitt 6.2.);
          Knopf 32. Kombination einmal drücken.


6.4.12.   Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chiffra-
          tors herausnehmen;
          Netzschalter des Gerätes und des Stromversorgungsblockes auf
          Aus schalten;
          Blatt mit Klartext aus dem Wagen spannen;


6.4.13.   Die für die Nachrichtenübertragung notwendigen Dienstvermer-
          ke einschließlich der Erkennungsgruppen (lateinisch) sind auf
          dem zugehörigen Spruchformular bzw. auf dem Anfang des Chif-
          fretextlochstreifens handschriftlich einzutragen.


6.4.14.   Zur Kontrolle der einwandfreien Chiffrierung Dechiffrierung des
          Chiffretextes entsprechend Abschnitt 7.3.5. ff durchführen.

7.        Dechiffrierung


7.1.      Allgemeines

          Die im Abschnitt auftretenden gerätbezogenen Begriffe und
          Schalterstellungen sind aus den Abbildungen 3 und 4 ersichtlich.



7.2       Festlegungen der Schriftart

          Die vorliegende Schriftart (lateinisch bzw. russisch) ist auf Grund
          des Absenders des Spruches festzustellen.
          Je nach vorliegender Schriftart ist die Matrix mit lateinischem
          oder russischem Alphabet einzusetzen.
          Wird ein Spruch entgegengenommen, bei dem die Elemente der
          Erkennungsgruppen aus lateinischen Buchstaben und Ziffern be-
          stehen (Übermittlung auf Blatt, eingesetzte Matrix mit lateini-
          schem Alphabet), so sind diese Elemente entsprechend der Zu-
          ordnung auf den Tasten durch russische Buchstaben zu ersetzen.


7.3.      Arbeitsablauf bei der Dechiffrierung


7.3.1.    Nachstehende Arbeitsgänge sind bei Notwendigkeit und unter
          Beachtung der Art der Vorlage des Chiffretextes in der Reihen-
          folge durchzuführen.


7.3.2.    Inbetriebnahme des Gerätes entsprechend Abschnitt 2.2.3.;
          Arbeitsartenschalter auf B (Blatt) schalten;
          Wagenrücklauftaste  einmal drücken;
          Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.


7.3.3.    Bei Notwendigkeit der Reproduktion der Erkennungsgruppen bei
          Vorlage des Spruches auf Lochstreifen:

          Lochstreifen mit erster Schrittgruppe der Unterscheidungs- bzw.
          Kenngruppe und der Dienstgruppe entsprechend Abschnitt 5.3.
          in den Transmitter des Dekombinators einlegen;
          Taste Ein des Transmitters des Dekombinators einmal drücken
          (Erkennungsgruppen, siehe 6.3., werden auf Blatt aus-
          geschrieben);
          Wagenrücklauftaste  einmal drücken.

7.3.4.    Anhand des Absenders und der Unterscheidungsgruppe (siehe
          Abschnitt 6.3.1.) das Eingangsheft bestimmen;
          anhand der Kenngruppe (siehe Abschnitt 2.3.3.) der ersten zur
          Dechiffrierung zu verwendeten Schlüssellochstreifenabschnitt
          bestimmen (beachte Abschnitt 7.2.);
          Schlüssellochstreifenabschnitt entsprechend Abschnitt 5.2. einlegen;
          Betriebsartenschalter auf D (Dechiffrierung) schalten.


7.3.5.    Bei Eingabe des Chiffretextes über

die Tastaturden Transmitter des Dekombinators
- Chiffretext eintasten- den Chiffretextlochstreifen mit erster
   Schrittgruppe des Chiffretextes
   entsprechend Abschnitt 5.3. ein-
   legen;
- Taste Aus (Einzelauslösung)
   am Transmitter des Dekombina-
   tors mehrmals drücken;
- erscheint Klartext: Taste Ein
   (Dauerauslösung) am Transmitter
   des Dekombinators einmal
   drücken
          (Klartext wird auf Blatt geschrieben).


7.3.6.    Nach Eingabe von genau 100 Chiffretextgruppen, Schlüsselloch-
          streifenabschnitt aus dem Transmitter des Chiffrators heraus-
          nehmen;
          folgenden gültigen Schlüssellochstreifenabschnitt entsprechend
          Abschnitt 5.2. einlegen;
          folgenden Chiffretext entsprechend Abschnitt 7.3.5. eingeben.

7.3.7.     Nach Beendigung der Dechiffrierung:

           Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chiffra-
           tors herausnehmen;
           Netzschalter des Gerätes und des Stromversorgungsblockes auf
           Aus schalten;
           Blatt mit Klartext aus dem Wagen spannen;
           im erhaltenen Klartext Verstümmelungen beseitigen und Ar-
           beitsangaben streichen

                                    - Chiffretextlochstreifen aus dem
                                      Transmitter des Dekombinators
                                      herausnehmen.

8.        Entstümmelungen

8.1.      Verstümmelungsarten

             Blatt                           Lochstreifen
          - Unvollst. Chiffretextgruppe   - Fehlen oder Wiederholungen
            (z. B. vierstellige Gruppe);    einer oder mehrerer Schritt-
          - zusätzliches Element (Buch-     gruppenkombinationen
            stabe, Ziffer) in einer Chif-   (Zeichen);
            fretextgruppe (z. B. sechs-   - Auftreten der 32. Kombi-
            stellige Gruppe);               nation als Verstümmelung
          - Fehlen einer oder mehrerer      einer Schrittgruppe oder als
            Chiffretextgruppen;             zusätzliches Kombination;
          - Wiederholung einer oder       - Auftreten von Zwischen-
            mehrerer Chiffretext-           raumkombination als
            gruppen;                        Verstümmelung einer
          - Fehlen eines Elementes oder     Schrittgruppe;
            zusätzliches Element mit      - falsche Kenngruppe.
            Verschiebung der Elemente
            innerhalb einer Gruppe
            bzw. Gruppenschiebung;
          - falsche Kenngruppe.

8.2.      Entstümmelungsversuche zum Spruchanfang

          - Überprüfen, ob der Spruch mit dem Schlüssellochstreifenab-
            schnitt nächstniedriger oder nächsthöherer Numerierung be-
            arbeitet wurde;
          - Überprüfung der ersten Chiffretextgruppen auf Verstüm-
            melung;
          - ist die Kenngruppe im gültigen Schlüssellochstreifenheft nicht
            auffindbar, ist es statthaft, die Kenngruppentafel der nächst-
            folgenden Schlüssellochstreifenhefte freizulegen.

8.3.      Entstümmelung auf Blatt

8.3.1.    Unvollständige bzw. sechsstellige Gruppe:

          - Stelle des fehlenden bzw. zusätzlichen Elementes (Buchstabe,
            Ziffer) feststellen;
          - folgendes Element doppelt eintasten bzw. zusätzliches Element
            weglassen.

8.3.2.    Fehlende bzw. zusätzliche Gruppe:

          - Gruppenanzahl entsprechen Dienstgruppe überprüfen;
          - bei fehlenden Gruppen ab Verstümmelung folgende Gruppe
            so oft eintasten, bis sinnvoller Klartext erscheint;
          - gleiche zusätzliche Gruppen sind im Chiffretext zu streichen;
          - werden gleiche Gruppen nicht festgestellt, so ab Verstümme-
            lung nach jeder weiteren eingetasteten Chiffretextgruppe
            - Schlüssellochstreifenabschnitt um fünf Elemente zurück-
              drehen, bis sinnvoller Klartext erscheint bzw.
            - eine Chiffretextgruppe überspringen, bis sinnvoller Klar-
              text erscheint.

8.4.      Entstümmelung des Chiffretextlochstreifens

8.4.1.    Fehlende bzw. zusätzliche Schrittgruppenkombinationen im Chif-
          fretextlochstreifen:

          - Chiffretextlochstreifen um eine Schrittgruppenkombination
            zurückdrehen bzw. weiterdrehen und durch mehrmaliges
            Drücken der Taste Aus (Einzelauslösung) am Transmitter
            des Dekombinators einige Schrittgruppen dechiffrieren.
          - Erscheint kein Klartext, so jeweils Chiffretextlochstreifen um
            eine weiter Schrittgruppenkombination zurückdrehen bzw.
            weiterdrehen.
          - Erscheint Klartext, so Schlüssellochstreifenabschnitt und Chif-
            fretextlochstreifen um die gleiche Anzahl Schrittgruppen-
            kombinationen bis zur Verstümmelung zurückdrehen.

8.4.2.    Durch Verstümmelung einer Schrittgruppenkombination entsteht
          Zwischenraumkombination im Chiffretextlochstreifen:

          - Im Folgenden erscheint verstümmelter Text auf Blatt;
          - Taste Aus am Transmitter des Dekombinators drücken,
            Chiffretextlochstreifen und Schlüssellochstreifenabschnitt um
            die gleiche Anzahl der Schrittgruppenkombinationen bis zur Zwi-
            schenraumkombination zurückdrehen;
          - eines der Elemente T, U oder 5 eintasten;
          - Taste Ein (Dauerauslösung) am Transmitter des Dekombi-
            nators drücken (Klartext erscheint auf Blatt).

8.4.3.    Durch Verstümmelung einer Schrittgruppenkombination entsteht
          32. Kombination im Chiffretextlochstreifen:

          - Gerät stoppt automatisch;
          - eines der Elemente A, G, K, 6 oder 8 eintasten;
          - Taste Ein (Dauerauslösung) am Transmitter des Dekombi-
            nators drücken (Klartext erscheint auf Blatt), erscheint kein
            Klartext, so handelt es sich um eine zusätzliche Kombination
            (siehe Abschnitt 8.4.1.).

8.4.4.    Gerissener Schlüssellochstreifenabschnitt:

          - Teile des Schlüssellochstreifenabschnittes so in den Transmitter
            des Chiffrators einlegen, daß sie an den Rißstellen zusammen-
            liegen;
          - schrittweise dechiffrieren;
          - Arbeitsgänge so oft wiederholen, bis der zweite Teil des
            Schlüssellochstreifenabschnittes von den Transporträdern voll
            erfaßt wird;
          - Taste Ein (Dauerauslösung) am Transmitter des Dekombi-
            nators drücken (folgender Klartext erscheint auf Blatt).

9.        Rückfragen

9.1.      Eine Rückfrage hat zu erfolgen, wenn in einem empfangenen
          Spruch Verstümmelungen enthalten sind, die nicht aus dem Zu-
          sammenhang oder durch Entstümmelungsversuche berichtigt wer-
          den können.


9.2.      Es ist offen eine Wiederholung der Übermittlung des Spruches
          oder der verstümmelten Gruppen des Spruches bei der absenden-
          den Chiffrierstelle anzufordern (Beispiel 18).

          Es ist verboten, weitere Mitteilungen offen zu geben.


9.3.      Treten nach der Wiederholung des Spruches im Wesentlichen die
          gleichen Fehler auf, und ist eine Dechiffrierung des Spruches
          nicht möglich, ist offen eine Neubearbeitung bei der absendenden
          Chiffrierstelle anzufordern (Beispiel 19).

          Es ist verboten, weitere Mitteilungen offen zu geben.

          Dieser Teil des Spruches (nur vollständige Wörter) ist dann von
          der absendenden Chiffrierstelle mit einem neuen Spruchschlüssel
          zu chiffrieren.

10.       Bearbeitung russischer Klartexte

10.1.     Allgemeines

          Die für die Bearbeitung russischer und deutscher Klartexte
          gleichlautenden Abschnitte werden im folgendem nicht nochmals
          aufgeführt.
          Die Abschnitte 1. und 2. sind für die Bearbeitung russischer Klar-
          texte völlig gültig.


10.2.     Herrichtung der Klartexte

10.2.1.   Die Chiffrierung eines Klartextes erfolgt in der gleichen Reihen-
          folge wie er vorliegt:

          Empfänger - Bezug auf Nummer (wenn vorhanden) - Text -
          Absender bzw. Unterschrift.

          Geheimhaltungsgrad (offen= HECEPETHO) - VS-Nr. (bei
          offenen Klartexten FS-Nr.) - Empfänger - Bezug
          (wenn vorhanden) - Text - Absender - Unterschrifts-
          datum.


10.2.2.   Entbehrliche Wörter und Satzzeichen werden weggelassen. Dabei
          ist zu beachten, daß ein flüssiger, nicht sinnentstellender Text
          entsteht, da dieser Text auf der Gegenstelle direkt an den Emp-
          fänger weitergeleitet wird.

10.2.3.   Zahlen sind als Wörter voll auszuschreiben (Beispiel 20).
          Nach Zahlen, die bereits im Klartext in ausgeschriebener Form
          vorliegen, ist zur Erläuterung die Dienstgruppe ПPOПИCЬЮ
          in Klammern zu setzen (Beispiel 21).

          Römische Zahlen werden so geschrieben, wie sie gesprochen wer-
          den. Danach ist die Dienstgruppe PИM in Klammern zu setzen
          (Beispiel 22).

          Zahlen, die nicht durch Satzzeichen getrennt sind (z. B. in tabella-
          rischer Aufstellung) sind durch die Dienstgruppen ИHT
          voneinander getrennt (Beispiel 23).


10.2.4.   Die Buchstaben Й, Э und Ъ sind wie folgt zu ersetzten:

                         Й - И
                         Э - E
                         Ъ - Ь

           (Beispiel 24).

          Ist die Einsetzung der richtigen Buchstaben unbedingt erforder-
          lisch (z. B. bei Rufzeichen, Typenbezeichnungen, geographischen
          Begriffen usw.), so sind die Erläuterungen

                         - KPT  (kpatkoe)
                         - OБP  (oбopotнoe)
                         - TBPД (tвepдый)

          in Klammern gesetzt anzufügen (Beispiel 25).

          In Fällen, wo besondere Genauigkeit bei der Übermittlung von
          Initialen erforderlich ist, ist der Text entsprechend den Beispielen
          26 und 27 herzurichten.


10.2.5.   Dienstgruppen (Betriebsabkürzungen), Satzzeichen und andere
          Zeichen werden beim Chiffrieren als Abkürzung gemäß nach-
          stehender Tabelle benutzt.

Toчka(Punkt)TЧK
Зaпяtaя(Komma)ЗПT
Toчka c зaПяtoй(Semikolon)TЧKЗПT
Дboetoчиe(Doppelpunkt)ДBTЧK
Ckoбa(Klammer)CKБ
Kaвычkи(Anführungszeichen)KBЧK
Дpoбhaя чepta(Schrägstrich)ДPOБЬ
Homep(Nummer)HP
Aбзaц(Absatz)AБЦ
Пoвtopяю(ich wiederhole)ПBT
ПpПpaвляю(ich berichtige)ППP
Kpatkoe(Й)KPT
Oбoptнoe(Э)OБP
Tвepдый(Ъ)TBPД
Лatинckaя(lateinisch)ЛAT
Pиmskaя(römisch)PИM
Инtepвaл(Trennung)ИHT
Koнeц(Ende)KHЦ
Пoлучниe пotвepдиtь(erhalt bestätigt)ПДTB
Bpучeниe пoдtвepдиtь(Aushändigung bestätigt)BPЧ
          In der Tabelle nicht enthaltene Zeichen sind auszuschreiben
          (Beispiel 28).

10.2.6.   Wiederholungen

          Einzelnen Buchstaben, Abkürzungen, Eigennamen, Spezialtermini,
          geographische Begriffe, Koordinaten u. a. sind bei Notwendigkeit
          zu wiederholen. Vor die Wiederholung ist die Dienstgruppe
          ПBT zu setzen (Beispiele 29, 30, 31).
          Sind Begriffe durch Satzzeichen voneinander getrennt, so sind
          diese bei notwendigen Wiederholungen der Begriffe wegzulassen
          (Beispiel 32).


10.2.7.   Buchstabenverdoppelung

          Bei Wörtern, bei denen Bereits die Verstümmelung eines Buch-
          stabens zur Sinnentstellung führt, sind diese Buchstaben zu ver-
          doppeln (Beispiel 33).


10.2.8.   Daten werden so chiffriert, wie sie im Text stehen. Es ist gestattet,
          anstelle der den Monat bezeichnenden Ordnungszahlen den Monats-
          namen zu setzen.
          Bei Daten des laufenden Jahres werden die russischen Buchsta-
          ben  für die Jahreszahl gesetzt (Beispiel 34).
          Bei alten oder künftigen Jahreszahlen werden nur die letzten
          zwei Ziffern chiffriert (Beispiel 35).


10.2.9.   Bei der Bearbeitung von Dienstgraden werden Bindestriche weg-
          gelassen (Beispiel 36).
          Die Bezeichnungen der Waffengattungen und die Dienste im Zusam-
          menhang mit Dienstgraden werden abgekürzt (Beispiel 37).


10.2.10.  Beim Bearbeiten von Initialen wird der Punkt weggelassen. Die
          Trennung erfolgt durch einfachen Zwischenraum. Bei Wieder-
          holungen der Initialen wird auch der Zwischenraum weggelassen
          (Beispiel 38).


10.2.11.  Bei der Angabe von Dienststellennummern, Feldpostnummern,
          Postschließfachnummern sowie von Breiten- und Längengraden
          sind folgende Abkürzungen zu verwenden:
BOЙCKOBAЯ ЧACTЬ(Dienststelle)
ПOЛEBAЯ ПOЧTA(Feldpost)ПП
ПOЧTOBЫЙ ЯЩИK(Postschließfach)ПЯ
ШИPOTA(Breite)Ш
ДOЛГOTA(Länge)Д
          (Beispiel 39).

10.2.12.  Sind im Text Größen- und Mengenangaben zu wiederholen, so
          können die Größen und Mengenbezeichnungen folgendermaßen
          abgekürzt werden:
ПPOЦEHTOB(%)ПPOЦ
TЫCЯЧ(1000)TЫC
PУБЛEЙ(Rubel)PУБ
MИHУT(min)MИH
CEKУHД(sek)CEK
ДECЯTЫX(zehntel)ДEC
METPOB B CEKУHДУ(m/sec)MSEC
KAБEЛЬTOBЫX(Kabellänge)KAБ
ГPAДУCOB(Grad)ГP

10.2.13.  Die Adjektive nördlich, südlich, östlich und westlich werden in
          allen ihren Deklinationsformen folgendermaßen abgekürzt:
CEBEPHAЯ(nördlich)CEB
ЮЖHAЯ(südlich)ЮЖH
BOCTOЧHAЯ(östlich)BOCT
ЗAПAДHAЯ(westlich)ЗAП

10.2.14.  In russischen Texten auftretende lateinische Buchstaben werden
          entsprechend folgender Tabelle in russischen Buchstaben umgesetzt:

          A  B  C  E  D  F  G  H  I  J  K  L  M
          A  Б  Ц  Д  E  Ф  Г  X  И  Я  K  Л  M

          N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z
          H  O  П  Щ  P  C  T  У  Ж  B  Ь  Ы  З

          Die in russische Buchstaben umgesetzten Buchstaben sind durch
          die Dienstgruppe ЛAT zu kennzeichnen, welche in Klammern
          zu setzen ist (Beispiel 40).


10.2.15.  Irrungen

          Treten bim Chiffrieren Schreibfehler auf, so ist das Irrungs-
          zeichen ППP zu setzen und das falsch eingetastete Wort zu
          wiederholen.
          Zahlen sind vollständig zu wiederholen.
          Bei Notwendigkeit wird das richtige Wort (Zahl) noch
          einmal wiederholt (Beispiel 41).

10.2.16.  Fortsetzungen

          Die Länge eines Spruches soll im Interesse des beschleunigten
          Arbeitsablauf 300 Gruppen nicht überschreiten. Längere Sprüche
          (Klartexte) sind zu teilen. Jeder Teil wird als selbständiger
          Spruch bearbeitet, d. h. unter Verwendung eines neuen Spruch-
          schlüssels.
          Am Ende des ersten Teils ist ein dienstlicher Absatz anzufügen,
          in welchem die Anzahl der Teile, der Absender, die Spruchnum-
          mer und wenn angegeben, das Datum der Unterschrift mitgeteilt
          werden(Beispiel 42).
          In den nachfolgenden Teilen (mit Ausnahme des letzten) wird
          vor dem Text ein dienstlicher Absatz eingefügt, in welchem die
          Nummer des Teiles und die Spruch-Nr. mitgeteilt werden, zu
          welcher dieser Teil gehört (Beispiel 43).
          Im letzten Teil des Spruches wird vor dem Text ein dienstlicher
          Absatz eingefügt, in welchem das Ende des Spruches und dessen
          Nummer mitgeteilt werden (Beispiel 44).
          Ergibt sich, daß der Spruch aus mehr oder weniger Teilen be-
          steht, wie es im ersten Teil angekündigt wurde, so wird am
          Ende des letzten Teiles ein dienstlicher Absatz angefügt, in
          welchem die genaue Anzahl der Teile mitgeteilt wird (Beispiel 45).

10.2.17.  Bearbeitung von Telegrammen mit zirkularem und individuellem
          Text

          Liegt ein Telegramm vor, das an mehrere Empfänger gerichtet
          ist und gleichzeitig unterschiedliche Texteinfügungen enthält, ist
          zuerst der für alle Empfänger gleiche Text mit den Spruchschlüs-
          seltabellen des zirkularen Verkehrs zu bearbeiten.
          Die Texteinfügungen sind durch die Signale BCTABKA ПEPBAЯ,
          BSTABKA BTOPAЯ,... usw. oder nur durch das Signal BSTABKA
          wenn es sich nur um eine Texteinfügung handelt, angekündigt.
          Sind die Texteinfügungen nicht für alle Empfänger bestimmt,
          wird am Ende des Spruches im dienstlichen Absatz mitgeteilt,
          für wen die Texteinfügungen bestimmt sind.
          Texteinfügungen, welche für jeden Empfänger unterschiedlich
          sind, werden mit den Spruchschlüsseltabellen des individuellen
          Verkehrs und Texteinfügungen, die für eine Gruppe von Emp-
          fängern gleich sind, mit den Spruchschlüsseltabellen des zirkula-
          ren Verkehrs bearbeitet.
          Am Anfang der Texteinfügungen werden das Signal K HP,
          die Spruch-Nr., das Signal BCABKA (wenn es sich nur um eine
          Einfügung handelt) und der Text der Einfügung oder BCTABKA
          ПEPBAЯ, deren Text, BCTABKA BTOPAЯ, deren Text usw.
          chiffriert. Wenn dabei eine Einfügung nicht für den jeweiligen
          Empfänger bestimmt ist, wird z. B. das Signal BCTABKA ПEPBAЯ
          HET gesetzt.
          Die Texteinfügung wird wie ein selbständiger Spruch behandelt.
          Individuelle Texteinfügungen sind auch bei Sprüchen des allge-
          meinen Verkehrs nach der gleichen Methode möglich.

10.2.18.  Dienstliche Mitteilungen

          Sind dienstliche Mitteilungen der Chiffrierstellen untereinander
          notwendig (z. B. Mitteilungen über Tabellenvernichtungen u. a.),
          so ist das am Ende von operativen Sprüchen mittels eines dienst-
          lichen Absatzes möglich. Dazu ist das Signal AБЦ zu setzen,
          und die dienstliche Mitteilungen ist so kurz als möglich abzufassen.

          Dabei ist folgende Abkürzung zu verwenden:
          ШИФPTEЛEГPAMMA  (chiffr. Telegramm)  - ШT

          Die dienstliche Mitteilung ist auf dem Telegrammformular zu
          vermerken und durch den Leiter der Chiffrierstelle oder den
          diensthabenden Chiffreur durch Unterschrift zu bestätigen.

10.3.     Herstellung von Klartextlochstreifen und das Einlegen der Loch-
          streifen

          Die Herstellung von Klartextlochstreifen und das Einlegen der
          Lochstreifen haben entsprechend den Abschnitten 4. und 5. zu
          erfolgen.

10.4.     Chiffrierung und Dechiffrierung

10.4.1.   Erkennungsgruppen

          Die Erkennungsgruppen sind entsprechend Abschnitt 6.3. unter
          Berücksichtigung folgender Änderungen zu bilden.

10.4.1.1. Die Unterscheidungsgruppe für den zirkularen Verkehr besteht
          aus der fünfstelligen Buchstabengruppe ДДДДД

10.4.1.2. Die Dienstgruppe besteht aus fünf Buchstaben. Die zwei ersten
          Buchstaben geben das Chiffrierdatum und die drei letzten Buch-
          staben sind die Gruppenanzahl des chiffrierten Spruches an (ein-
          schließlich Unterscheidungs- und Kenngruppe, aber ohne die
          Dienstgruppe). Besteht die Gruppenanzahl aus einer zweistelligen
          oder einstelligen Zahl, so sind vor diese entweder eine oder zwei
          Nullen zu setzen. Bei der Bildung der Dienstgruppe sind die
          Ziffern des Chiffrierdatums und der Gruppenanzahl durch Buch-
          staben nach folgender Tabelle zu ersetzen:

          Ziffern    |  1  2  3  4  5  6  7  8  9  0
          Buchstaben |  A  Б  B  Г  Д  E  Ж  З  И  K

          (Beispiel 46).

10.4.2.   Inbetriebnahme und Schriftart

          Die Inbetriebnahme, die Funktionsprüfung und die Festle-
          gung der Schriftart bei der Chiffrierung und Dechiffrierung sind
          entsprechend den Abschnitten 2.2.3., 2.2.4., 6.2. und 7.2. vorzu-
          nehmen.

10.4.3.   Arbeitsabläufe bei der Chiffrierung und Dechiffrierung

          Die Arbeitsabläufe bei der Chiffrierung und Dechiffrierung haben
          entsprechend den Abschnitten 6.4. und 7.3. zu erfolgen.


10.5.     Empfangs- und Aushändigungsbestätigungen

10.5.1.   Empfangs- und Aushändigungsbestätigungen sind wie folgt zu
          geben:

          - durch ein offenes Fernschreiben mit Bezug auf die FS-Nr. des
            chiffrierten Spruches;
          - durch ein chiffriertes Telegramm oder im dienstlichen Absatz
            des folgenden operativen Spruches mit Bezug auf die
            GVS-Nr. des chiffrierten Spruches;
          - durch ein offenes Fernschreiben mit zwei Fünfergruppen.

10.5.2.   Die Anforderung der Empfangs- oder Aushändigungsbestätigung
          erfolgt im dienstlichen Absatz am Ende des Spruches durch fol-
          gende Dienstgruppe:

          ПДTB - Empfangsbestätigung des Chiffretextes
          BPЧ  - Aushändigungsbestätigung des Klartextes.

          Die Übermittlungsart wird durch folgende Dienstgruppe be-
          stimmt:

          ШИФPOM - durch chiffriertes Telegramm
          ГPУППOИ - durch zwei Fünfergruppen

          Wird keine der beiden Dienstgruppen übermittelt, ist, falls an-
          gefordert, die Bestätigung durch ein offenes Fernschreiben zu
          geben.

10.5.3.   Die Bildung der beiden o.g. Fünfergruppen hat folgendermaßen
          zu erfolgen:

          - Die ersten vier Zeichen der ersten Fünfergruppe sind aus den
            ersten vier Zeichen der Kenngruppe des zu bestätigenden
            Spruches zu bilden;
          - als fünftes Zeichen der ersten Gruppe und als erstes Zeichen
            der zweiten Gruppe ist das Tagesdatum einzusetzen;
          - als zweites bis fünftes Zeichen der zweiten Gruppe ist die Uhr-
            zeit (Stunden, Minuten) einzusetzen.

          Die Ziffern des Datums und der Uhrzeit sind entsprechend der in
          Abschnitt 10.4.1.2. angeführten Tabelle in Buchstaben umzusetzen
          (Beispiel 47).
          Auf diese Art können gleichzeitig mehrere Sprüche bestätigt
          werden.

10.6.     Entstümmelungen und Rückfragen

          Entstümmelungen sind entsprechend Abschnitt 8. und Rück-
          fragen entsprechend Abschnitt 9. unter Beachtung des zugehörigen
          Beispiels 48 durchzuführen.

11.       Sicherheitsbestimmungen

11.1.     Allgemeines

          Bei besonderen Vorkommnissen ist vor Einleitung von Sofort-
          maßnahmen entsprechend den bestehenden Bestimmungen Mel-
          dung zu erstatten.
          Mitteilungen über Kompromittierung sind bei Übertragung über
          technische Nachrichtenkanäle unter Verwendung nichtkompro-
          mittierter Schlüsselunterlagen oder Teilen von diesen sind die
          folgenden für diesen Verkehr vorgesehenen nichtkompromit-
          tierten Schlüsselunterlagen zur Chiffrierung zu verwenden.

11.2      Vorkommnisse und Sofortmaßnahmen

               Vorkommnisse                             Sofortmaßnahmen                                    
11.2.1.   Kompromittierung              a) Vor Übermittlung:
          von Klartext.                    Mitteilung an Absender der Nachricht. Weitere Bearbeitung erst nach
                                           Rücksprache mit diesem.
                                        b) Durch offene Übermittlung oder nach Übermittlung:
                                           Mitteilung an Absender und Empfänger der Nachricht.
11.2.2.   Kompromittierung              a) Vor Übermittlung damit bearbeiteter Sprüche:
          eines Exemplares einer           Außerkraftsetzung aller Exemplare der betreffenden Schlüsselserie.
          Schlüsselserie                b) Nach Übermittlung damit bearbeiteter Sprüche:
                                           Außerkraftsetzung aller Exemplare der betreffenden Schlüsselserie.
                                           Mitteilung an Absender und Empfänger übermittelter Nachrichten.
11.2.3.   Kompromittierung              a) Vor Übermittlung:
          von Schlüsselloch-               - Ausgangsmaterial: Betreffende Schlüssellochstreifenabschnitte ver-
          streifenabschnitten.               nichten. Bereits bearbeitete Klartexte mit einem neuen Schlüssel-
                                             lochstreifenabschnitten bearbeiten.
                                           - Eingangsmaterial: Mitteilung an absendende Chiffrierstelle. Schlüs-
                                             sellochstreifenabschnitte des Eingangsexemplars in der Regel erst
                                             48 Stunden nach Absetzen der Mitteilung vernichten.
                                        b) Nach Übermittlung:
                                           Mitteilung über Kompromittierung der betreffenden Textteile an Ab-
                                           sender und Empfänger der Nachricht.
11.2.4.   Wiederholte Be-               a) Vor Übermittlung:
          nutzung eines Schlüs-            Fehler korrigieren.
          sellochstreifenab-            b) Nach Übermittlung:
          schnittes oder einzel-           - Chiffrierte Mitteilung über Kompromittierung der betreffenden
          ner Gruppen von                    Textteile an empfangende Chiffrierstelle(n) und Mitteilung an Ab-
          Additionselementen                 sender der Nachricht.
          (Schrittgruppenkombi-            - Mitteilung über Kompromittierung der betreffenden Textteile
          nationen) zur Chif-                durch empfangende Chiffrierstelle(n) an Empfänger der Nachricht.
          fierung.
11.2.5.   Wiederholte Benutzung         a) Vor Übermittlung:
          einzelner Additions-             Fehler korrigieren.
          elemente (Schrittgrup-        b) Nach Übermittlung:
          penkombinationen) in             Keine Sofortmaßnahmen erforderlich. Bei Notwendigkeit chiffrierte
          einem Spruch.                    Mitteilung an empfangende Chiffrierstelle.
11.2.6.   Einsetzen einer fal-          a) Vor Übermittlung:
          schen Kenngruppe,                Fehler korrigieren.
          Chiffrierung der Kenn-        b) Nach Übermittlung:
          gruppe, Fehlen der               Bei Notwendigkeit offene Mitteilung der richtigen Kenngruppe an
          Kenngruppe.                      empfangende Chiffrierstelle.
11.2.7.   Kompromittierung der          Meldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
          Kenngruppentafel.
11.2.8.   Kompromittierung des          Meldung erforderlich!
          Chiffriergerätes oder von
          Teilen desselben.

12.       Beispiele

          Abkürzungen:  KT   = Klartext
                        hKT  = hergerichteter Klartext


          Beispiel 1:

                  KT:   Kennzeichen IA 07-03 Typ...
                  hKT:  KENNZEICHEN IA 07 STRICH 03 TIP

          Beispiel 2:

                  KT:   ... + ... §
                  hKT:  PLUS...   PARAGRAPH...

          Beispiel 3:

                  KT:   ...Major Gäbler
                  hKT:  ...Maior G AE B L E R...

          Beispiel 4:

                  KT:   Karl-Marx-Stadt
                  hKT:  KARL MARKS STADT

         Beispiel 5:

                  KT:
Positions-Nr.BenennungNummer des Teiles
16Schneckenrad16.374.001
17Kegelrad18.440.003
18Zwischenwelle18.464.000

                  hKT:  LIES DREI SPALTEN A POSITIONS NR B
                        BENENNUNG C NUMMER DES TEILES A
                        I6 B SCHNECKENRAD C I6 374 001 A I7
                        B KEGELRAD C I8 440 003 A I8 B ZVVI
                        SCHENWELLE C I8 464 000

          Beispiel 6:

                  KT:   ...Quadrat...Major...W3
                  hKT:  ...KVUADRAT...MIOR...VV3

          Beispiel 7:

                  KT:   ...fährt über Baerenburg und...
                  hKT:  ...FAEHRT UEBER BAEAERENBURG UND...

          Beispiel 8:

                  KT:   der 20. Jahrestag
                  hKT:  DER 20 PKT IAHRESTAG

          Beispiel 9:

                  KT:   Abschnitt IX/XII
                  hKT:  ABSCHNITT ROEM 9 STRICH ROEM I2

          Beispiel 10:

                  KT:   9 Uhr         KT:   7 Uhr 15 Minuten
                  hKT:  09 UHR        hKT:  07 I5 UHR

          Beispiel 11:

                  KT:   ankommen am 17.8.1969
                  hKT:  ANKOMMEN AM I7 AUG 69

          Beispiel 12:

                  KT:   Meyerhöft an: ...
                  hKT:  MEIERHOEFT  RPT MEIPSHOEFT AN ...

                  KT:   in Quitzow eintreffen
                  hKT:  IN KVUITZOVV  RPT KVUITZOVV EINTREFFEN

                  KT:   Major Lawrenz, Major Moeller und Oberst Majakow
                  hKT:  MAIOR  L A VV R E N T  RPT LAVVRENZ MAIOR
                        M OE L L E R  RPT MOEOELLER UND OBERST
                        M A I K O VV  RPT MAIOTAKOVV

                  KT:   ... Ruf XKS an ...
                  hKT:  ...RUF KSKS  RPT KSKS AN ...


          Beispiel 13:

                  Dreiteiliger Klartext:
                  1. Teil: VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger Text
                           A FF
                  2. Teil: B Text FF
                  3. Teil: C Text Absender

          Beispiel 14:

                  1. Spruch: Vierteiliger Klartext:
                     1. Teil: VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger
                              Text AA FF
                     2. Teil: AB Text FF
                     3. Teil: AC Text FF
                     4. Teil: AD Text Absender

                  2. Spruch: Dreiteiliger Klartext:
                     1. Teil: VS-Einstufung(VS-Nr.) Empfänger
                              Text BA FF
                     2. Teil: BB Text FF
                     3. Teil: BC Text Absender


          Beispiel 15:

               Klartext: VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger A, B, C
                         1. zirkularer Textteil
                         1. individueller Textteil für A
                         1. individueller Textteil für B
                         1. individueller Textteil für C
                         2. zirkularer Textteil
                         2. individueller Textteil für A
                         2. individueller Textteil für B
                         2. individueller Textteil für c
                         3. zirkularer Textteil Absender

               Zirkularer Text: VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger
                                (allgemeine)
               für (A, B, C)    1. zirk. Textteil IA zirk. Textteil IB
                                3. zirk. Textteil Absender
               Individueller Text: VS-Einstufung (VS-Nr.) IA 1. ind.
               (für A)             Textteil für A IB 2. ind. Textteil
                                   für A
               Individueller Text: VS-Einstufung (VS-Nr.) IA 1. ind.
               (für B)             Textteil für B IB 2. ind. Textteil
                                   für B
               Individueller Text: VS-Einstufung (VS-Nr.) IA 1. ind.
               (für C)             Textteil für B IB 2. ind. Textteil
                                   für C

          Beispiel 16:

               Schema der Übermittlung

               (A)→(B)→(C)

               Zu chiffrierender Klartext durch Stelle A:
                  VVVVV VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger C Text
                  Absender A

               Zu chiffrierender Klartext durch Stelle B:
                  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger C Text
                  Absender A


          Beispiel 17:

               Chiffrierdatum: 8. Oktober
               Gruppenanzahl:  79

               Ziffernfünfergruppe:  08079
               Dienstgruppe:         08079


          Beispiel 18:

               Spruch Nr. ... wiederholen
               oder Spruch Nr. ..., 30. bis 40. Gruppe wiederholen


          Beispiel 19:

               Spruch Nr. ..., 30. bis 40. Gruppe neu bearbeiten


          Beispiel 20:

               Grundzahlen
               KT:      hKT:
                237  -  ДBECTИ TPИДЦATЬ CEMЬ
               1220  -  OДHA TЫCЯЧA ДBESTИ ДBAДЦATЬ
              21010  -  ДBWДЦATЬ OДHA TЫCЯЧA ДECCЯTЬ
              00105  -  HOЛЬ HOЛЬ CTO ПЯTЬ

               Dezimalzahlen
               KT:       hKT:
               29,7   -  ДBAДЦATЬ ДEBЯTЬ И CEMЬ ДECCЯTЫX
               0,027  -  HOЛЬ И ДBAДЦAДЦATЬ CEMЬ TЫCЯЧЫX

               Gemeine Brüche
               KT:       hKT:
               1/3    -  OДHA TPETЬЯ
               5/9    -  ПЯTЬ ДEBЯTЫX
             7 2/5    -  CEMЬ И ДBE ПЯTЫX

               Maßangaben
               KT:   25 x 15 x 5
               hKT:  ДBAДЦATЬ ПЯTЬ HA ПЯTHAДЦATЬ HA ПЯTЬ


          Beispiel 21:

               KT:   Cemьcot пяtьдecяt
               hKT:  CEMЬCOT ПЯTЬДECЯT CKБ ПPOПИCЬЮ CKБ


          Beispiel 22:

               KT:   II
               hKT:  ДBA CKБ PИM CKБ


          Beispiel 23:

               KT:   3850 5 10
               hKT:  TPИ TЫCЯЧИ BOCEMЬCOT ПЯTЬДECЯT ИHT ПЯT
                     ИHT ДECCЯTЬ


          Beispiel 24:

               KT:   Удap пo oбьektam...
               hKT:  УДAP ПO OБЬEKTAM...


          Beispiel 25:

               KT:   Das Rufzeichen CЪЭЙE
               hKT:  ПOЗЫHOИ CЬEИE CKБ TBPД ПEPBOE OБP KPT
                     CKБ ПBT CЬEИE

               KT:   Пetpoвckий Э. И.
               hKT:  ПETPOBCKИИ E CKБ PБP CKБ И


          Beispiel 26:

               KT:   Пetpoвckий Э. И.
               hKT:  ПETPOBCKИИ E CKБ PБP CKБ И ПBT И


          Beispiel 27:

               KT:   Station Erkner
               hKT:  CTAHЦИЯ EPKHEP CKБ ПEPBOE OБP CKБ


          Beispiel 28:

               KT:   - (Minus oder Bindestrich)
               hKT:  MИHУC oder TИPE

               KT:   ...+(Plus)...§(Paragraph)...
               hKT:  ...ПЛУC...ПAPAГPAФ...


          Beispiel 29:

               KT:   Station Erkner
               hKT:  CTAHЦИЯ EPKHEP CKБ ПEPBOE OБP CKБ ПBT
                     EPKHEP


          Beispiel 30:

               KT:   Rufzeichen des Flugzeuges ШKMTE
               hKT:  ПOЗЫBHOИ CAMOЛETA ШKMTE ПBT ШKMTE


          Beispiel 31:

               KT:   Das Erzeugnis 8K65U
               hKT:  ИЗДEЛИE BOCEMЬ K ПBT K ШECTЬДECЯT ПЯTЬ
                     У ПBT У


          Beispiel 32:

               hKT:  ШAKPOBO ЗПT KУДEHЬ ЗПT MAГДИЧИ ПBT
                     ШAPKOBO KУДEMЬ MAГДИЧИ


          Beispiel 33:

               KT:            hKT:
               ИЮHЬ     ИЮHHЬ
               йЮЛЬ     ИЮЛЛЬ
               ФEДOT    ФEДOTT
               ФEДOP    ФEДOPP
               ИPAH     ИPAHH
               ИPAK     ИPAKK
               ДEBЯTЬ   ДEBBЯTЬ
               ДECЯTЬ   ДECCЯTЬ
               HAШ      HHAШ
               BAШ      BBAШ


          Beispiel 34:

               KT:   02.03. dieses Jahres
               hKT:  BTOPOГO TЧK TPETЬEГO CГ
               oder: BTOPOГO MAPTA CГ


          Beispiel 35:

               KT:   10.06.1964
               hKT:  ДECCЯTOГO ИЮHHЯ  ШECTЬДECЯT ЧETBEPTOГO
                     ГOДA
               oder: ДECCЯTOГO TЧK ШECTOГO ШECTЬДECЯTЬДECЯT
                     ЧETBEPTOГO ГOДA


          Beispiel 36:

               KT:   ГEHEPAЛ-MAЙOP
               hKT:  ГEHEPAЛ MAИOP И


          Beispiel 37:

               KT:   гeнepaл-maйop Инжepнepнo - texничeckoй cлубы
               hKT:  ГEHEPAЛ MAИOP ИTC


          Beispiel 38:

               KT:   Ивaнoв A. И.
               hKT:  ИBAHOB A И
               hKT:  ИBAHOB A И ПBT Aл


          Beispiel 39:

               KT:   an Kdr. der Dienststelle Feldpost-Nr. 15903
               hKT:  KOMAHДЛPУ BЧ ПП ПЯTHAДЦATЬ TЫCЯЧ
                     ДEBЯTЬCOT TPИ

               KT:   Organisation Postschließfach 352
               hKT:  OPГAHЗAЦИЯ ПЯ TPИCTA ПЯTЬДECЯT ДBA

               KT:   Breite 15º 10 Länge 121º 13
               hKT:  Ш ПЯTHAДЦATЬ ГPAДУCOB ДECCЯTЬ MИHУT Д
                     CTO ДBAДЦATЬ OДИH ГPAДУC TPИHAДЦATЬ MИHУT


          Beispiel 40:

               KT:   Kapta L-20
               hKT:  KAPTA Л CKБ ЛAT CKБ ПBT Л TИPE ДBAДЦATЬ

               KT:   Rufzeichen Nr. NR V
               hKT:  ПOЗЫBHOИ HP HPЖ CKБ ЛAT CKБ ПBT HPЖ


          Beispiel 41:

               hKT:  ПOЛKOBHИK MЮЛЛEH ППP MЮЛЛEP
               hKT:  ДBECTИ TPИДЦATЬ ПЯTЬ ППP ДBECTИ
                     BOCEMЬДECЯЯT ПЯTЬ
               hKT:  У БИ ППP БA ПBT У БA


          Beispiel 42:

               KT:   aus 3 Teilen Nr. 105 Danilow 28.08.d.J.
               hKT:  ИЗ TPEX ЧACTEИ HP CTO ДAHИЛOB
                     ДBAДЦATЬ BOCЬMOГO ABГУCTA CГ


          Beispiel 43:

               KT:   Teil 2 Nr. 105
               hKT:  ЧACTЬ BTOPAЯ HP CTO ПЯTЬ


          Beispiel 44:

               KT:   Teil 3 Nr. 105
               hKT:  ЧACTЬ TPETЬЯ KHЦ HP CTO ПЯTЬ


          Beispiel 45:

               KT:   Absatz   Telegramm wird nicht in 3, sondern in
                     5 Teilen übermittelt
               hKT:  AБЦ ШT ПEPEДAETCЯ HE PREMЯ ЗПT A ПЯTЬЮ
                     ЧACTЯMИ


          Beispiel 46:

               Chiffrierdatum: 8. Oktober
               Gruppenanzahl:  79

               Ziffernfünfergruppe: 08079
               Dienstgruppe:        KЗKЖИ


          Beispiel 47:

               Ein Spruch mit der Kenngruppe OKPMП wurde am
               09. um 15.20 Uhr ausgehändigt.
               Die beiden Fünfergruppen lauten dann: OKPMП ИAДБK


          Beispiel 48:

               ПPOBEPЬTE И ПOBTOPИTE BAШ TЛГ HP...
               (Überprüfen und wiederholen Sie ihre FS-Nr. ...)

               oder:

               ПPOBEPЬTE И ПOBTOPИTE OT ... ДO ...
               ГPУППЫ BAШEГO TЛГ HP...
               (Überprüfen und wiederholen Sie von ... bis ...
               Gruppe Ihres Fs-Nr. ...)
M-105 N AGAT, rechte Seite M-105 N, linke Seite
Berichtigung:
Es sind die Beschriftungen:
Hebel für Fünfergruppenteilung und
Knopf 32. Kombination gegeneinander auszutauschen!

Gerätebeschriftungen
deutschrussischBedeutung
AusBЫKЛ.
AusCTOПStopp/Einzelauslösung
BKBlatt
BLПKBlatt und Lochstreifen
CЗChiffrierung
DPDechiffrierung
EinBKЛ.
EinПУCKStart
Eingang ~BXOД ~
Eingang-24 VBXOД-24 B
HandPУЧH.Handantrieb
KOKlartext
LПLochstreifen
MaschineMAШИHAGerät/Maschine
mehrBOЛЬШE
MotorMOTOPMotorantrieb
Netz ~CETЬ ~
Netz =CETЬ -
SchrittШAГ Kap.
VorlaufПPOГOHDauervorlauf
Zwischenraum
wenigerMEHЬШE
BOЗBP. KAP.Wagenrücklauf
Zeilenvorschub