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Chiffrierverfahren CM-2 FLIEDER

Im Zusammenhang des Chiffrierverfahrens CM-2 und des Chiffrierge-
rätes T-301 wurde auch der Name FLIEDER verwendet. Sowie in den
Ersatzteillisten für das Chiffriergerät.

Das Chiffrierverfahren CM-2  wurde ab Mai 1958 eingesetzt und wurde
in der NVA von 1959 bis 1989 und in der SDAG Wismut bis 1980 eingesetzt.
Im Jahre 1984 wurden durch das MfNV 85 Geräte an das ZCO zurück-
gegeben. Diese Maschinen wurden an das ACO, die mit der Kabine
AURORA ausgestattet sind, übergeben. BStU*193
Auch ist dokumentiert der Einsatz im Chiffrierdienst des Minister-
rates. In der Beschreibung zum Chiffrierverfahren CM-2 wird das
Chiffriergerät T-301 genannt.
Die technische Beschreibung aus dem Jahr 1963 für die T-301
beschreibt die elektrischen und mechanischen Vorgänge dieses
Chiffriergerätes.

Das Chiffriergerät T-304 nutzte das Chiffrierverfahren CM-2.
Die T-304 gab es in zwei Ausführungen: BStU*175
CM-2T-304ckyrillische Tastatur
CM-2DT-304dlateinische Tastatur

Das Chiffrierverfahren wird verwendet im individuellen oder
zirkularen Verkehr.

Das Chiffrierverfahren CM-2 hatte zwei Ausführungen:
Beim Chiffrierverfahren CM-2 A wurde das Chiffriergerät T-301 verwendet.
Für das Chiffrierverfahren CM-2 B wurde die T-304 eingesetzt.
In beiden Beschreibungen zum Chiffrierverfahren wird auf die Unterschiede
der beiden Verfahren eingegangen. (CM-2 A S.31, CM-2 B S.24)
Es besteht die Möglichkeit mit der T-301 bzw. T-304 chiffrierte Sprüche mit
der T-304 bzw. T-301 zu dechiffrieren.

Der Hauptumdrehungszähler mußte am Monatsende dem Chef Nachrichten
gemeldet werden.

Mit der T-301/T-304 wurden auch vorchiffrierte Sprüche überchiffriert
bzw. überchiffrierte Sprüche dechiffriert. Siehe Codes.

Die zu de-, chiffrierende Texte waren reine Buchstabentexte.
Ziffern und Zeichen mußten entsprechend als Worte umgesetzt werden.

Das Hauptgerät wurde für die CM-1 VASILEK, CM-2 und die modifizierte
M-130 KORALLE verwendet.
Bei der CM-2 wurde auf die Maschine der Chiffrator mit Schlüssel-
lochstreifenleser montiert.
Bei der CM-1 und M-130 wurde der Schlüsselscheibenblock montiert.
CM-1 aus Crypto-World.info
Abb.: CM-1 aus ©Crypto-World Ausgabe 01/2008 Sammler*70
Netzteil rechte SeiteNetzteil FrontansichtNetzteil rechte Seite
Abb.: Netzteilansichten. Sammler*79

Der Schlüssel ist ein fünfkanal Lochstreifen, auch als Additions-
bzw. Wurmreihen bezeichnet.

Der Aufbau des Schlüsselstreifens ist beschrieben beim Schlüssel-
generator T-151.

T-301 GRANAT

Chiffriergerät das z. B. im Chiffrierdienst des Ministerrates verwendet wurde.
Als Chiffrierverfahren wird das Verfahren CM-2 verwendet.
Die Schlüsselunterlagen wurden mit dem Schlüsselgenerator T-151 erzeugt.
Aufbau und Besonderheiten der Schlüsselunterlagen sind dort beschrieben.
Die mathematische Beschreibung der Chiffrierung bzw. Dechiffrierung lautet:

R(Ki) + R(Sj) + R(Ck) ≡ 25 mod 26

Ki = Element des Zwischentextes
Sj = Element der Additionsreihe/Wurmreihe,
Ck = Element des Chiffretextes
R(Ki)
Rang des Elementes Ki
R(Sj)
Rang des Elementes Sj
R(Cj)
Rang des Elementes Ck
R(o)=0R(q)  =13R(ZI) =0R(c)=13R(l)=0R(d)=13
R(g)=1R(c)  =14R(m)  =1R(k)=14R(o)=1R(t)=14
R(e)=2R(m)  =15R(a)  =2R(t)=15R(m)=2R(u)=15
R(i)=3R(ZWR)=16R(ZWR)=3R(z)=16R(j)=3R(b)=16
R(a)=4R(l)  =17R(s)  =4R(l)=17R(g)=4R(f)=17
R(n)=5R(n)  =18R(i)  =5R(w)=18R(k)=5R(s)=18
R(k)=6R(w)  =19R(u)  =6R(h)=19R(e)=6R(x)=19
R(z)=7R(t)  =20R(WR) =7R(y)=20R(a)=7R(z)=20
R(h)=8R(j)  =21R(d)  =8R(p)=21R(p)=8R(c)=21
R(d)=9R(f)  =22R(r)  =9R(q)=22R(r)=9R(v)=22
R(s)=10R(y)  =23R(j)  =10R(o)=23R(w)=10R(q)=23
R(v)=11R(r)  =24R(n)  =11R(b)=24R(y)=11R(u)=24
R(b)=12R(p)  =25R(f)  =12R(g)=25R(h)=12R(i)=25


Zentrales Chiffrierorgan der DDR

                                        Geheime VerschlußsacheBStU*159
                                        GVS-XI/75/72

                                        Ausfertigung 0393 *

Gebrauchsanweisung A zum Verfahren


CM-2


Zentrales Chiffrierorgan der DDR

                                        Geheime Verschlußsache
                                        GVS-XI/75/72

                                        Inhalt: 30 Blatt
Gebrauchsanweisung A zum Verfahren
CM-2

1. Änderung, GVS ZCO/066/78
eingearbeitet am 27.10.1978

Unterschrift

Die Gebrauchsanweisung A zum Verfahren CM-2 wird erlassen und
tritt mit Wirkung vom 1. 5. 1973 in Kraft.
Gleichzeitig damit treten die Gebrauchsanweisung CM-2, GVS 946/62
und die Gebrauchsanweisung CM-2, GVS 24/65 außer Kraft und sind
bis auf die Urschrift zu vernichten.


Berlin, den 1. 5. 1973           Leiter ZCO

                                 Schürrmann
                                 Oberst

Inhaltsverzeichnis
                                                            Seite
1.       Zweckbestimmung                                      9

2.       Chiffriermittel                                     10

2.1.     Allgemeines                                         10
2.2.     Gerätesatz                                          10
2.2.1.   Auspacken des Gerätes                               10
2.2.2.   Wartung des Gerätes                                 10
2.2.3.   Kontroll- und Sicherungsvorrichtungen               11
2.2.4.   Inbetriebnahme des Gerätes                          11
2.2.5.   Funktionskontrolle des Chiffriergerätes             12
2.2.5.1. Allgemeines                                         12
2.2.5.2. Kontrolle in der Betriebsart Klartext             13
2.2.5.3. Kontrolle der Chiffrier-, Kontroll- und Sicherungs-
         vorrichtungen (KSV)                                 14
2.2.6.   Verpacken des Gerätes                               15
2.3.     Schlüsselunterlagen                                 16
2.3.1.   Schlüssellochstreifenheft                           16
2.3.2.   Schlüssellochstreifenabschnitt                      16
2.3.2.1. Aufbau                                              16
2.3.2.2. Entnahme                                            17
2.3.2.3. Nichtbenutzte Schlüssellochstreifenabschnitte       17
2.3.2.4. Beschädigte Schlüssellochstreifenabschnitte         17
2.3.2.5. Vernichtung                                         18
2.3.3.   Kenngruppentafel                                    18
2.3.4.   Wechsel der Schlüsselunterlagen                     19

3.       Herrichtung der Klartexte                           20

3.1.     Telegrammgliederung                                 20
3.2.     Kürzungen                                           20
3.3.     Interpunktionszeichen                               20
3.4.     Einfacher Zwischenraum                              20
3.5.     Zweifacher Zwischenraum                             21
3.6.     Fünffacher Zwischenraum                             21
3.7.     Aufzählungen und tabellarische Aufstellungen        21
3.8.     Umlaute und die Schriftzeichen ß und x              21
3.9.     Zahlen und Buchstaben-Ziffernfolgen                 21
3.10.    Ordnungszahlen                                      22
3.11.    Römische Zahlen                                     22
3.12.    Uhrzeiten                                           22
3.13.    Monatsangaben                                       22
3.14.    Jahreszahlen                                        22
3.15.    Wiederholungen                                      22
3.16.    Irrungen                                            23
3.17.    Fortsetzungen                                       23
3.18.    Bearbeitung von Telegrammen mit zirkularem
         und individuellem Text                              23
3.19.    Weiterleitungen                                     24

4.       Herstellung von Klartextlochstreifen                25

5.       Einlegen der Lochstreifen                           26

5.1.     Einlegen der Schlüssellochstreifenabschnittes       26
5.2.     Einlegen des Klar- bzw. Chiffriertextlochstreifens  26

6.       Chiffrieren                                         27

6.1.     Erkennungsgruppen                                   27
6.1.1.   Kenngruppe                                          27
6.1.2.   Unterscheidungsgruppe                               27
6.2.     Arbeitsablauf beim Chiffrieren                      28

7.       Dechiffrieren                                       31

7.1.     Allgemeines                                         31
7.2.     Arbeitsablauf beim Dechiffrieren                    31

8.       Entstümmelungen                                     34

8.1.     Entstümmelungsversuche zum Spruchanfang             34
8.2.     Entstümmelung des Chiffretextes vom Blatt           35
8.3.     Entstümmelung des Chiffretextlochstreifens          36

9.       Rückfragen                                          40

10.      Sicherheitsbestimmungen                             41

10.1.    Allgemeines                                         41
10.2.    Vorkommnisse und Sofortmaßnahmen                    42

11.      Beispiele                                           46

         Abbildungen

         Abbildung 1  Schlüssellochstreifenabschnitt         17
         Abbildung 2  Kenngruppentafel                       18
         Abbildung 3  rechte Seitenansicht des Gerätes       53
         Abbildung 4  linke Seitenansicht des Gerätes        54
         Abbildung 5  Kennlochstreifenabschnitte             55
         Abbildung 6  Kontrolltext                           56
         Abbildung 7  Arbeitsablauf beim Chiffrieren/ind.
                      Verkehr (Spruchlänge unter
                      100 Gruppen)                           57
         Abbildung 8  Arbeitslauf beim Chiffrieren/zirk.
                      Verkehr (Spruchlänge über
                      100 Gruppen)                        58 / 59
         Abbildung 9  Markierung der Kontrollochstreifen     60

1.       Zweckbestimmung

         Das Verfahren CM-2 ist ein maschinelles Chiffrierverfahren für
         stationären und mobilen Einsatz.
         Es dient unter Berücksichtigung des Abschnittes 3. zur Bearbei-
         tung deutscher Klartexte.
         Es ist nur Vorchiffrierung möglich.
         Das Verfahren CM-2 ist zur Bearbeitung von GVS- und VVS-
         Nachrichten zugelassen und gewährleistet bei ordnungsgemäßer
         Anwendung absolute Sicherheit für die chiffrierte Nachricht.
         Die mit dem Verfahren CM-2 chiffrierten Nachrichten können
         mit beliebigen Nachrichtenmitteln, einschließlich über Funk,
         übermittelt werden.
         Mit dem Verfahren können individuelle und zirkulare Verkehre
         abgewickelt werden.

2.       Chiffriermittel

2.1.     Allgemeines

         Zum Verfahren CM-2 gehören folgende Chiffriermittel:

         - Chiffriergerät T-301
         - Schlüsselunterlagen: Schlüssellochstreifenhefte und Kenngrup-
           pentafeln
         - Gebrauchsanweisung A zum Verfahren CM-2


2.2.     Gerätesatz

         Zum Gerätesatz gehören:

         - Gerät T-301
         - Ersatzteil- und Werkzeugkasten
         - Zubehör


2.2.1.   Auspacken des Gerätes

         Das Auspacken des Gerätes ist in folgender Reihenfolge durch-
         zuführen:

         -Transportkiste entsiegeln und Verschlüsse öffnen
         -Oberteil der Transportkiste abnehmen
         -Schutzhaube entsiegeln und Schutzhaube entfernen


2.2.2.   Wartung des Gerätes

         Die Wartung des Gerätes - außer der täglichen Durchsicht -
         und Reparaturen am Gerät am Gerät sind nach gesonderter Vorschrift vom
         zugelassenen Personenkreis durchzuführen.
         Der Mechaniker hat den für die Durchführung der täglichen
         Durchsicht zuständigen Personenkreis entsprechend einzuweisen.
         Die tägliche Durchsicht des Gerätes ist bei Dienstbeginn bzw.
         Dienstübernahme in folgender Reihenfolge durchzuführen:

         (1) Mit einem Lappen oder einem weichen Pinsel den Staub vom
         Gehäuse, den offen teilen der Grundplatte, der Tastatur
         und vom Transmitter entfernen.

         (2) Das Gehäuse abnehmen und den Staub sowie herunterge-
         tropftes öl von den Baugruppen entfernen.

         (3) Die Kontaktleisten Nr. 2 und 4 sowie die feststehenden Kon-
         taktleisten (Ein- und Ausgang) des Chiffrators mit in Spiri-
         tus getränkten Mull oder Leinen vom alten Fettfilm befreien
         und mit technischer Vaseline einfetten. Bei Bedarf tägliche
         Kontrollstelle am Auslösehebel der Hauptwelle mit FS-Ma-
         schinenöl ölen.

         (4) Das Gehäuse wieder aufsetzen, festschrauben und eine Funk-
         tionskontrolle des Gerätes entsprechend Abschnitt 2.2.5. vor-
         nehmen.


2.2.3.   Kontroll- und Sicherungsvorrichtungen

         Durch die Kontroll- und Sicherungsvorrichtungen des Gerätes
         wird automatisch folgendes verhindert:

         - Mehrmalige Benutzung eines Schlüssellochstreifenabschnittes
           zur Chiffrierung von Klartexten

         - Chiffrierung eines Klartextes mit einem Schlüssellochstreifen-
           abschnitt aus dem Eingangsheft

         - Arbeit des Chiffriergerätes in der Betriebsart C, wenn sich
           im Transmitter des Chiffrators kein Schlüssellochstreifenab-
           schnitt befindet

         - Arbeit des Chiffriergerätes in der Betriebsart C nach Ende
           des Schlüssellochstreifenabschnittes

         - Chiffrierung eines Klartextes mit einer Schrittgruppe des
           Schlüssellochstreifenabschnittes, wenn dieser nicht mehr
           transportiert wird

         - Arbeit des Chiffriergerätes in der Betriebsart K, wenn im
           Transmitter des Chiffrators ein Schlüssellochstreifenabschnitt
           eingelegt ist.


2.2.4.  Inbetriebnahme des Gerätes

        Zur Inbetriebnahme des Gerätes sind in der Reihenfolge nach-
        stehende Arbeitsgänge durchzuführen:

        (1) Ein Blatt Papier in den Wagen einspannen.

        (2) Falls notwendig, eine neue Lochstanzrolle einlegen.
            Lochstreifenende (mindestens 100 cm) nicht durch den Loch-
            streifenkanal des Lochers laufen lassen.
            Vor Einlegen der neuen Lochstanzrolle die Papierführung des
            Lochers mittels Räumblech säubern.

        (3) Die zur Verfügung stehende Stromart (Gleich- oder Wechsel-
            strom) und die Netzspannung feststellen.

        (4) Den Hebel zur Einstellung des Klartextes in Fünfergruppen
            (rechts am Gerät) auf AUS stellen.

        (5) Den Hebel zum Ein- oder Ausschalten des Zeichenzählers mit
            Zwischenraumgeber zur Einstellung des Chiffretextes in Fün-
            fergruppen (links am Gerät) auf EIN schalten.
            Hebel- und Schalterstellung siehe Abbildung 3 und 4.

      Arbeitsgänge bei der Arbeit mit
Wechselstrom (100 ... 250 V)Gleichstrom (110 V)
(1) Hinteren rechten Gehäuse-
deckel öffnen und Stromar-
tenstecker (mit dem Zeichen
~ nach oben) stecken
(siehe Abb. 3).
(1) Hinteren rechten Gehäu-
sedeckel öffnen und
Stromartenstecker (mit
dem Zeichen = nach
oben) stecken
(siehe Abb. 3).
(2) Stromartenschalter an der
Stromversorgung auf ~
stellen
(2) Stromartenschalter an
der Stromversorgung
auf = stellen.
(3) Spannungswahlschalter auf
die im Arbeitsraum vorhan-
dene Netzspannung abschalten.
(3) Netzschalter des Gerätes
auf EIN schalten.
(4) Netzschalter des Gerätes
auf EIN schalten.
 
(5) Mittels Spannungswahl-
schalter eine Ausgangsspan-
nung von 127 ±12,7 V
einregeln.
 


2.2.5.   Funktionskontrolle des Chiffriergerätes

2.2.5.1. Allgemeines

         (1) Die Funktionskontrolle des Chiffriergerätes ist täglich bei
             Dienstbeginn bzw. bei Dienstübernahme, unabhängig vom
             Arbeitsanfall, in der angegebenen Reihenfolge durchzufüh-
             ren und nachzuweisen.
             Das Chiffriergerät darf nicht zum Chiffrieren verwendet wer-
             den, wenn das Ergebnis der Funktionskontrolle vom vorge-
             schriebenen abweicht.
             Die Funktionskontrolle ist nach Beseitigung der Mängel am
             Chiffriergerät (beachte Abschnitt 2.2.2) vollständig zu wieder-
             holen.

         (2) Zur Funktionskontrolle sind Kontrollochstreifen des festge-
             legten Typs zu verwenden. Die Kontrollochstreifen sind in
             Abschnitte unterteilt. Jeder Kontrollochstreifenabschnitt kann
             bis zu zehnmal zur Funktionskontrolle gewährleistet ist.
             Die Kontrollochstreifenabschnitte (Abb. 5) sind der Kassette
             zu entnehmen und an den in der Abbildung gekennzeichneten
             Stellen zu trennen.
             Der Kassette entnommene, noch nicht zur Funktionskontrolle
             verwendete Kontrollochstreifenabschnitte sind mit bereits ge-
             prüften, fehlerfreien auf Übereinstimmung zu prüfen.
             Die Kontrollochstreifen CHIFFR. und DEKOMB. sind entspre-
             chend Abb. 9 zu markieren.
             Nicht verwendbare (fehlerhafte oder abgenutzte) Kontrollochstrei-
             fenabschnitte sind nachweislich zu vernichten.


2.2.5.2. Kontrolle in der Betriebsart Klartext

         (1) Gerät entsprechend Abschnitt 2.2.4. in Betrieb nehmen.
         (2) Arbeitsartenschalter auf BL (Blatt/Lochstreifen) schalten.
         (3) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
         (4) Taste WR/Zl drücken.
             Hebel 32. Kombination einmal drücken.
             Knopf Dauerlösung ZwR drücken und Lochstreifen ca 5 cm
             vorlaufen lassen.
             (Wagenrücklauf und Zeilenvorschub müssen vom Wagen aus-
             geführt und als Schrittgruppen im Lochstreifen gelocht wer-
             den. Die 32. Kombination und der Zwischenraum müssen im
             Lochstreifen gelocht sein.)
         (5) In der Reihenfolge die auf der Tastatur befindlichen Buch-
             stabentasten je einmal und abwechselnd die Buchstaben-
             taste R und Y drücken bis die Zeile aufgefüllt ist.
             (Die Buchstabenfolge muß auf dem Blatt ausgedruckt und als
             Schrittgruppen im Lochstreifen gelocht werden. Nach dem
             59. Zeichen der Zeile muß automatisch Wagenrücklauf und Zeilenvorschub er-
             folgen.)
             Hebel 32. Kombination einmal drücken.
             Knopf Dauerauslösung ZwR drücken, Lochstreifen ca. 10 cm vorlaufen lassen
             und abreißen.

         (6) Erhaltenen Lochstreifen mit der ersten Kombination des Textes über die Abfühl-
             stifte in den Transmitter des Dekombinators einlegen und Transmitterklappe
             schließen.
             Taste EIN am Transmitter des Dekombinators drücken.
             (Die eingegebenen Zeichen müssen auf Blatt ausgedruckt und im Lochstreifen
             gelocht werden.)
             Jeweils die beiden auf Blatt ausgedruckten Buchstabenfolgen und die beiden im
             Lochstreifen gelochten Zeichenfolgen miteinander vergleichen. Sie müssen über-
             einstimmen.

2.2.5.3. Kontrolle der Chiffrier-, Kontroll- und Sicherungseinrichtungen (KSV)

         (1) Betriebsartenschalter auf C (Chiffrieren) schalten.
             Verschiedene Tasten der Tastatur drücken.
             (Die gesamte Tastatur muß blockiert sein.)

         (2) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.

         (3) Kontrollochstreifenabschnitt CHIFFR. (Chiffrator) und DEKOMB. (Dekombina-
             tor) so in den Transmitter des Chiffrators und Dekombinators einlegen, daß
             sich bei erstmaliger Verwendung die Einlegemarkierung des jeweiligen Kontroll-
             lochstreifenabschnittes über den Abfühlstiften des jeweiligen Transmitters befin-
             den. Bei wiederholter Verwendung den Kontrollochstreifenabschnitt CHIFFR.
             mit jeweils letzter Sperrlochung über den Stanzstempel und Kontrollochstreifen-
             abschnitt DEKOMB. mit gleichem Abstand zwischen Einlegemarkierung und Ab-
             fühlstiften wie erstgenannten, in den Transmitter des Dekombinators einlegen.
             Transmitterklappen schließen.

         (4) Betriebsartenschalter auf C (Chiffrieren) schalten. (Sperrlochung muß erfolgen.)

         (5) Taste EIN am Transmitter des Dekombinators drücken.
             (Chiffretext, siehe Abb. 6 muß in Fünfergruppen auf Blatt ausgedruckt werden und die
             betreffenden Schrittgruppen müssen im Lochstreifen gelocht werden.)
Bei erstmaliger Verwendung
der Streifen den Kontrolloch-
streifenabschnitt CHIFFR. festhalten,
bevor die vorletzte Gruppe
(Buchstabe Y) vollständig
ausgedruckt ist.(Das Gerät
muß automatisch stoppen.)
Bei wiederholter Verwendung
der Streifen muß das Gerät an
der gleichen Stelle wie bei erst-
maliger Verwendung der Streifen
automatisch stoppen.
(Beim letzten ausgedruckten Buchstaben ist ein Fehldruck möglich, siehe Abb. 6.)

         (6) Verschiedene Tasten der Tastatur drücken.
             (Die gesamte Tastatur muß blockiert sein.)

         (7) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
             (Im Kontrollochstreifenabschnitt CHIFFR. erfolgt bei erstmaliger Benutzung eine
             Kontrollochung.)

         (8) Verschiedene Buchstabentasten der Tastatur drücken.
             (Die Hauptwelle des Gerätes darf nicht ausgelöst werden.)

         (9) Kontrollochstreifenabschnitte CHIFFR. und DEKOMB. entsprechend Markie-
             rungen (siehe Abb. 9) neu in die Transmitter einlegen.

         (10) Betriebsartenschalter auf D (Dechiffrieren) schalten.
              Verschiedene Tasten der Tastatur drücken.
              (Die gesamte Tastatur muß blockiert sein.)

         (11) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
              Taste WR/Zl drücken.
              (Wagenrücklauf und Zeilenvorschub müssen vom Wagen ausgeführt werden.)

         (12) Betriebsartenschalter auf D (Dechiffrieren) schalten.
              Taste EIN am Transmitter des Dekombinators drücken.
              (Der erste Teil des Klartextes muß auf dem Blatt ausgedruckt und als Schrittgruppen
              im Lochstreifen gelocht werden, siehe Abb. 6. Nach Lesen der 32. Kombination
              im Kontrollochstreifenabschnitt DECOMB. muß das Gerät automatisch stoppen.)

         (13) Taste EIN am Transmitter des Dekombinators drücken.
              (Der restliche Teil des Klartextes muß auf dem Blatt ausgedruckt und als Schrittgrup-
              pen im Lochstreifen gelocht werden, siehe Abb. 6. Nach Lesen der 32. Kombi-
              nation im Kontrollochstreifenabschnitt DECOMB. muß das Gerät automatisch
              stoppen.)

         (14) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
              Transmitterklappe des Chiffrators und des Dekombinators öffnen und die Kon-
              trollochstreifenabschnitte aus den Transmittern nehmen.

         (15) Knopf Dauerauslösung ZwR drücken, Lochstreifen ca. 5 cm vorlaufen lassen, ab-
              reißen und vernichten.

         (16) Netzschalter des Gerätes auf AUS schalten.



2.2.6.   Verpacken des Gerätes

         Das Verpacken des Gerätes ist in folgender Reihenfolge durch-
         zuführen:
                                         |   zum Transport außerhalb
              nach Dienstschluß          |    der Diensträume    
         (1) Gerät entsprechend den Ab-  |   (1) Gerät entsprechend den
             schnitten 2.2.2. und 2.2.5. |   Abschnitten 2.2.2. und
             reinigen, abschmieren und   |   2.2.5. reinigen und kon-
             kontrollieren.              |   trollieren.

         (2) Mechanische Baugruppen in Stoppstellung bringen.
         (3) Wagen in die mittlere Stellung führen.
         (4) Anschlußstecker des Gerätes unter die obere Gehäuseklappe
             legen.
         (5) Abfallkasten des Lochers leeren.
         (6) Gerät mit Schutzhaube abdecken und versiegeln.

                                         | (7) Oberteil der Transport-
                                         |     kiste aufsetzen, Verschluß
                                         |     schließen und Transport-
                                         |     kiste versiegeln.



2.3.     Schlüsselunterlagen

2.3.1.   Schlüssellochstreifenheft

         Die Additionsreihen, in Form von Schlüssellochstreifenabschnit-
         ten (5-Kanallochstreifen), sind in Heften untergebracht. Jedes
         Exemplar einer Serie enthält eine Kenngruppentafel, die soviel
         Kenngruppen umfaßt wie das Heft Schlüssellochstreifenabschnitte
         enthält.

         Auf der Verpackung sind folgende Kennzeichnungen enthalten:

         - Geheimhaltungsstufe
         - MI (Maschine individuell: Auflage 2),
         - MZ (Maschine zirkular: Auflage 3 und höher)
         - Serien- und Exemplarnummer: Ex. 1 dient zum Chiffrieren,
           die übrigen Exemplare zum Dechiffrieren.

         Auf der Innenseite der Hefte befindet sich Raum für folgende
         Eintragungen:

         - Nummer des entnommenen Schlüssellochstreifenabschnittes
         - Datum der Entnahme des Schlüssellochstreifenabschnittes
         - Unterschrift des Bearbeiters.

         Das Öffnen der Hefte und die Entnahme von Schlüssellochstrei-
         fenabschnitten darf nur erfolgen, wenn sie unmittelbar zum
         Chiffrieren bzw. Dechiffrieren verwendet werden sollen.



2.3.2.   Schlüssellochstreifenabschnitt

2.3.2.1. Die Schlüssellochstreifenabschnitte sind, einzeln durch lichtun-
         durchlässiges Papier gegen vorzeitige Einsichtnahme geschützt,
         im Heft untergebracht.
         Jeder Schlüssellochstreifenabschnitt enthält 500 Schrittgruppen.
         Die Schlüssellochstreifenabschnitte sind, mit 01 beginnend, fort-
         laufend numeriert. Sie sind in dieser Reihenfolge zu verwenden.
         Die Schlüssellochstreifenabschnitte für die Chiffrierung enthalten
         vor der erste Schrittgruppe eine Steuerlochung (Abb. 1).
Schlüssellochstreifenabschnitt
         Abb. 1 Schlüssellochstreifenabschnitt

         Jeder Schlüssellochstreifenabschnitt darf zum Chiffrieren nicht
         mehr als einmal benutzt werden!

2.3.2.2. Die Entnahme der Schlüssellochstreifenabschnitte ist in der Ent-
         nahmetabelle durch Datum und Unterschrift nachzuweisen.
         Auf entnommenen Schlüssellochstreifenabschnitten ist die Serien-
         nummer des Heftes einzutragen.

2.3.2.3. über freigelegte nicht benutzte Schlüssellochstreifenabschnitte
         ist zusätzlich Nachweis zu führen.
         Auf dem Heftumschlag ist zu vermerken Nr. .............
         bis ........ nicht benutzt (Datum, Unterschrift).
         Falls nicht anders angewiesen, sind diese Schlüssellochstreifen-
         abschnitte bis zur Bearbeitung es nächsten Spruches im Heft,
         bei Dienstschluß im versiegelten Umschlag beim Schlüsselloch-
         streifenheft mit Angabe der Geheimhaltungsstufe (GVS), aufzu-
         bewahren.
         Bei Benutzung der Schlüssellochstreifenabschnitte ist auf dem
         Heftumschlag zu vermerken Benutzt (Datum, Unterschrift).

2.3.2.4. Schlüssellochstreifenabschnitte mit Beschädigungen, die das Chif-
         frieren beeinträchtigen, dürfen nicht zum Chiffrieren verwendet
         werden. Das Chiffrieren des Klartextes ist dann mit dem nächst-
         folgenden noch nicht verwendeten Schlüssellochstreifenabschnitt
         neu zu beginnen.

2.3.2.5. Wenn nicht anders angewiesen, sind zur Bearbeitung benutzte
         und aus dem Heft gelöste unbenutzte Schlüssellochstreifenab-
         schnitte innerhalb von 48 Stunden zu vernichten.
         über die Vernichtung der Schlüssellochstreifenabschnitte ist Nach-
         weis zu führen.



2.3.3.   Kenngruppentafel

         Die Kenngruppentafel ist durch lichtundurchlässiges Papier ge-
         gen vorzeitige Einsichtnahme abgesichert, als Tabelle im Heft
         befestigt untergebracht.
         Die Kenngruppentafel enthält als Kenngruppen fünfstellige Buch-
         stabengruppen (lateinisch). Jedem Schlüssellochstreifenabschnitt
         des Heftes ist entsprechend der Abschnittsnummer eindeutig eine
         Kenngruppe zugeordnet. Die Kenngruppen sind spaltenweise von
         oben nach unten, in der Reihenfolge der Spalten von links nach
         rechts, aus der Kenngruppentafel zu entnehmen (Abb. 2).

QPVYA

VLHCG

VKAKZ

KHXCAOXMZV

TUQKL

GCRCW

XXJBTMMDLVIVBVT

YQHHT

CAQZT

YNGJOIDWVSCZREZ

REMEN

ACFTS

GZDDTVCTKGONEES

IPYXM

SFTLX

GNENMOWMYPQXGBL
         Dem Schlüssellochstreifenabschnitt 11 ist die Kenngruppe
         VKAKZ zugeordnet.

         Abb. 2  Kenngruppentafel

         Die Kenngruppe, die dem zum Chiffrieren benutzten Schlüssel-
         lochstreifenabschnitt zugeordnet ist, wird an den Anfang des
         Chiffretextes gesetzt.
         Werden mehrere Schlüssellochstreifenabschnitte zum Chiffrieren
         eines Klartextes verwendet, so wird nur die Kenngruppe des
         zuerst benutzten Schlüssellochstreifenabschnittes an den Anfang
         des Chiffretextes gesetzt. Kenngruppen benutzter Schlüsselloch-
         streifenabschnitte sind in der Kenngruppentafel zu streichen
         (Abb. 2).

2.3.4.   Wechsel der Schlüsselunterlagen

         Die Leitstelle des Schlüsselbereiches (verantwortliche Chiffrier-
         stelle) ordnet den Wechsel und die Außerkraftsetzung von
         Schlüsselunterlagen an.
         Die Chiffrierstellen haben von der Leitstelle rechtzeitig neue
         Schlüsselunterlagen anzufordern, so daß ein kontinuierlicher
         Chiffrierverkehr gewährleistet ist.

3.       Herrichtung der Klartexte

3.1.     Falls nicht anders angewiesen, ist jeder zu chiffrierende Klartext
         wie folgt zu gliedern:

         (1) VS-Einstufung (VS-Nr.)
         (2) geheimzuhaltende Teile der Anschrift des Empfängers
         (3) eigentlicher Text (ggf. mit Wiederholungen)
         (4) geheimzuhaltende Teile der Anschrift des Absenders.

         Im Verkehr der Chiffrierstellen untereinander können Empfän-
         ger und Absender weggelassen werden. Dasselbe trifft zu bei
         ständig wiederkehrenden Meldungen, Berichten usw. aus denen
         klar hervorgeht, wer Empfänger und Absender sind.

3.2.     Kürzungen des Klartextes sind statthaft, wenn Sinnentstellungen
         ausgeschlossen sind und keine buchstabengetreue Wiedergabe des
         Klartextes gefordert wird.

3.3.     Die Interpunktionszeichen sind folgendermaßen darzustellen:

                ,  -  komma           -  -  strich
                .  -  pkt             /  -  sstrich
                :  -  dkpt
                () -  kl

         Interpunktionszeichen können weggelassen werden, wenn Sinn-
         entstellungen ausgeschlossen sind (beachte die Abschnitte 3.4.
         und 3.5.).
         (Beispiele 1, 4, 7, 9, 11, 13, 15, 16)
         Alle weiteren Zeichen sind als Wörter voll auszuschreiben
         (Beispiel 2).



3.4.     Einfacher Zwischenraum ist zu ersetzen:

         (1) zwischen aufeinanderfolgenden Wörtern, zwischen Stunden-
         und Minutenangaben, vor und nach einfachen Zahlenanga-
         ben, zwischen gebildeten Zifferngruppen, allgemein gebräuch-
         lichen Abkürzungen usw.
         (Beispiele 1, 5, 7, 9, 10, 12, 13, 14, 15);
         (2) zwischen Buchstaben wichtiger bzw. schwieriger Eigennamen
         (Beispiel 3, 16);
         (3) anstelle von Satzzeichen (Bindestrich usw.) bei Orts- und
         Straßennamen (Beispiel4).


3.5.     Zweifacher Zwischenraum ist zu setzen:

         (1) vor und nach Eigennamen, geschlossenen Ausdrücken, Begrif-
         fen, Zahlenangaben und Bezeichnungen, die bereits durch
         einfache Zwischenräume zum besseren Verständnis oder aus
         anderen Gründen unterteilt wurden (Beispiele 1, 3, 4, 5, 13,
         14, 15);
         (2) vor und nach Wiederholungen von Eigennamen und Bezeichn-
         nungen (Beispiel 16).
         (3) anstelle des Kommas, wenn Sinnentstellungen ausgeschlossen
         sind (Beispiel 15).

3.6.     Fünffacher Zwischenraum ist zu setzen, wenn im Klartext ein
         Absatz vorgesehen ist.
         Die Taste WR/Zl darf nicht benutzt werden.


3.7.     Aufzählungen und tabellarische Aufstellungen sind in der Reih-
         henfolge herzurichten, wie sie vom Absender angegeben wurden.
         Um bei tabellarischen Aufstellungen die einzelnen Positionen der
         Tabellen eindeutig den Spalten zuzuordnen, sind den jeweiligen
         Spaltenbenennungen und den zugehörigen Positionen die gleichen
         Buchstaben in der Reihenfolge des Alphabets voranzustellen
         (Beispiel 5).
         bei einfachen Aufzählungen sind arabische Zahlen durch Buch-
         staben in der Reihenfolge des Alphabets unter Auslassung des
         Buchstabens x zu schreiben (Beispiel 6). Vor und nach diesen
         Buchstaben ist ein zweifacher Zwischenraum zu setzten (Beispiel
         5).


3.8.     Umlaute und die Schriftzeichen ß und x
         sind wie folgt zu ersetzen (Beispiele 4, 7, 9, 10, 13, 14) und bei
         gesperrt geschriebenen Wörtern als eine Einheit zu behandeln
         (Beispiel 3):

         ä - ae   ö - oe   ü - ue   ß - sz   x - yy


3.9.     Zahlen und Buchstaben-Ziffernfolgen sind in der Reihenfolge
         ihrer Elemente, die Ziffern als Zahlwörter bzw. entsprechend
         ihrer Sprechweise zu schreiben (Beispiele 1, 4, 8, 9, 10, 16).
         Satzzeichen innerhalb von Ziffern- bzw. Buchstaben-Zifferngrup-
         pen können, falls Sinnentstellungen ausgeschlossen sind, wegge-
         lassen werden (Beispiel 5).
         Positionsangaben nach Längen- und Breitengraden sind in der
         Reihenfolge - Gradangabe, Minutenangabe, Komma, Zehntel-
         minutenangabe, Breiten- bzw. Längenbezeichnungen zu schreiben
         (Beispiel 11).


3.10.    Ordnungszahlen sind in der Reihenfolge ihrer Ziffern, die Ziffern
         als Zahlwörter mit der Abkürzung pkt bzw. entsprechend
         ihrer Sprechweise zu schreiben (Beispiel 12).
         Steht das Tagesdatum so in Verbindung mit der Monatsangabe,
         daß Mißverständnisse ausgeschlossen sind, kann die Abkürzung
         pkt entfallen (Beispiel 15).


3.11.    Römische Zahlen sind als Grundzahlen zu schreiben.
         Vor jeder römischen Zahl ist zur Unterscheidung von Grund-
         zahlen die Abkürzung roem zu setzen (Beispiel 13).


3.12.    Bei Uhrzeiten sind

         - volle Stunden als zweistellige Zahlen;
         - Stunden mit Minutenangaben als vierstellige Zahlen ohne
         Satzzeichen
         bzw. entsprechend ihrer Sprechweise zu schreiben (Beispiel 14).


3.13.    Monatsangaben sind in folgender Form als Kurzwörter zu
         schreiben:
         jan, febr, maerz, april, mai, juni, july, aug, sept, okt, nov, dez
         (Beispiel 15).


3.14.    Jahreszahlen können, sofern Mißverständnisse ausgeschlossen
         sind gekürzt oder weggelassen werden (Beispiel 15).


3.15.    Wiederholungen von Wörtern (z.B. Eigennamen) und anderen
         Zeichengruppen (z.B. polizeiliche Kennzeichen oder Typenbe-
         zeichnungen) sind vorzunehmen, wenn durch Verstümmelungen
         einzelner Zeichen Sinnentstellungen auftreten könnten oder die
         zeichengetreue Wiedergabe er Originalscheibweise gewähr-
         leistet sein muß.
         Je nach den Anwendungsbedingungen können Wiederholungen
         unmittelbar im Anschluß an das zu wiederholende Wort oder an
         Wortgruppen angefügt werden (Beispiele 9, 16).
         Wichtige Angaben sind zur Vermeidung von Rückfragen durch
         eine zweite Wiederholung abzusichern (Beispiel 16). Wiederho-
         lungen sind durch das Wiederholungssignal rpt anzukündigen.
         In zu wiederholenden Wörtern sind die Bigramme ae, oe,
         ue und sz, wenn sie mit der Originalschreibweise identisch
         sind, zu verdoppeln (Beispiel 16).


3.16.    Beim Verschreiben ist das Irrungszeichen vv zu setzen und
         anschließend mit dem berichtigten Wort neu zu beginnen.


3.17.    Fortsetzungen sind zu bilden, wenn Klartexte aus praktischen
         Erwägungen geteilt werden.

         (1) Jeder Teil ist als selbständiger Klartext, d.h. unter Ver-
             wendung eines neuen Spruchschlüssels, zu bearbeiten.
         (2) Der erste Teil muß enthalten: VS-Einstufung, Empfänger,
             den ersten Teil des Textes, der zur Kennzeichnung am Ende
             den Fortsetzungsvermerk a ff erhält, der angibt, daß ein
             weiterer Teil folgt.
         (3) Jeder weitere Teil ist in der Reihenfolge des Alphabets am
             Anfang des Textes mit einem der Buchstaben b, c, d
             ... und am Ende des Textes (außer dem letzten Teil) mit dem
             Fortsetzungsvermerk ff zu kennzeichnen.
         (4) der letzte Teil muß den Absender enthalten.
         (Beispiel 17)

         Werden mehrere Sprüche mit Fortsetzungen gleichzeitig an einen
         Empfänger übermittelt, so erhalten die weiteren Sprüche zur
         Unterscheidung einen weiteren Buchstaben in der Reihenfolge
         des Alphabets zugewiesen (Beispiel 18).


3.18.    Zirkulare Telegramme mit individuellen Textteilen sind wie folgt
         zu bearbeiten:

         (1) Jeweils die zirkularen und individuellen Textteile zusammen-
         fassen.

         (2) Anstelle des zirkularen Textes im individuellen Text und des
             individuellen Textes im zirkularen Text nacheinander die
             gleichen Kennzeichen ia, ib, ic ... einsetzen.

         (3) Die Kennzeichen vom eigentlichen Text durch zweifachen
             Zwischenraum trennen.

         (4) Die zirkularen und individuellen Textteile getrennt als einen
             zirkularen und einen individuellen Spruch bearbeiten.
         (Beispiel 19)


3.19.    Weiterleitungen sind grundsätzlich nur gestattet, wenn keine di-
         rekte Chiffrierverbindung von einer Dienststelle zu einer ande-
         ren besteht bzw. die Chiffrierverbindung zeitweilig unterbrochen
         ist.
         Der Spruch ist dann chiffriert über die nächstvorgesetzte Dienst-
         stelle, die mit dem Empfänger Chiffrierverbindung hat, zu Wei-
         terleitung zu geben.

         (1) Von der absendenden Dienststelle sind wwwww (Weiter-
             leitung) als erste Klartextgruppe, der gesamte letztendliche
             Empfänger und der Absender zu chiffrieren.

         (2) Von der weiterleitenden Dienststelle ist der dechiffrierte
             Spruch mit neuem Spruchschlüssel zu bearbeiten. Der Emp-
             fänger und der gesamte ursprüngliche Absender sind zu
             chiffrieren.
         (Beispiel 20)

4.       Herstellung von Klartextlochstreifen

         Bei der Herstellung von Klartextlochstreifen sind in der Reihen-
         folge nachstehende Arbeitsgänge einzuhalten:

         (1) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
             Arbeitsartenschalter auf BL (Blatt/Lochstreifen) schalten.

         (2) Gerät entsprechend Abschnitt 2.2.4. in Betrieb nehmen.

         (3) Taste WR/Zl einmal drücken.
             Knopf Dauerauslösung ZwR drücken und Lochstreifen ca.
             5 cm vorlaufen lassen.

         (4) Hergerichteten Klartext über die Tastatur eintasten.

         (5) Nach Eintasten des letzten Klarelements des Klartextes das
             Blatt aus dem Wagen spannen.

         (6) Hebel für 32. Kombination einmal drücken.
             Knopf Dauerauslösung ZwR drücken und Lochstreifen ca.
             10 cm vorlaufen lassen.
             Lochstreifen abreißen.

         (7) Netzschalter des Gerätes auf AUS schalten.

         Klartextlochstreifen sind deutlich mit der Aufschrift KLAR-
         TEXT zu kennzeichnen!

5.       Einlegen der Lochstreifen

5.1.     Einlegen des Schlüssellochstreifenabschnittes

         (1) Schlüssellochstreifenabschnitt dem Heft entnehmen und
             glätten.

         (2) Transmitterklappe des Chiffrators öffnen.

         (3) Schlüssellochstreifenabschnitt von rechts mit dem Ende, auf
             dem die Abschnittsnummer aufgedruckt ist, mit der Nummer
             nach oben, in den Transmitter des Chiffrators einlegen.
             Die erste Schrittgruppe (von der Nummer aus) muß sich über
             den Abfühlstiften des Transmitters des Chiffrators befinden
             (bei Schlüssellochstreifenabschnitten mit Steuerlochung muß
             sich das Steuerloch einen Schritt vor dem Freigabeabfühlstift
             des Transmitters des Chiffrators befinden).

         (4) Transmitterklappe des Chiffrators schließen.


5.2.     Einlegen des Klar- bzw. Chiffretextlochstreifens

         (1) Transmitterklappe des Dekombinators öffnen.

         (2) Klar- bzw. Chiffretextlochstreifen so in den Transmitter des
         Dekombinators einlegen, daß sich die erste zu bearbeitende
         Schrittgruppe über den Abfühlstiften des Transmitters des
         Dekombinators befindet.

         (3) Transmitterklappe des Dekombinators schließen.

         Klartextlochstreifen müssen deutlich mit der Aufschrift KLAR-
         TEXT gekennzeichnet sein!

6.       Chiffrieren

6.1.     Erkennungsgruppen

         Zu den Erkennungsgruppen gehören die Unterscheidungsgruppe
         und die Kenngruppe (siehe Abbildungen 7 und 8).

6.1.1.   Die Kenngruppe bestimmt die Abschnittsnummer der ersten zu
         verwendeten Schlüssellochstreifenabschnittes beim Chiffrieren
         und Dechiffrieren.
         Sie ist bei Chiffrieren vor die erste Chiffretextgruppe zu setzen.


6.1.2.   Die Unterscheidungsgruppe kennzeichnet einen zirkularen Spruch
         und besteht aus der fünfstelligen Buchstabengruppe zzzzz.
         Sie ist beim Chiffrieren vor die Kenngruppe zu setzen.

6.2.     Arbeitsablauf beim Chiffrieren
Chiffrieren auf BlattChiffrieren auf LochstreifenChiffrieren auf Blatt
und Lochstreifen
6.2.1.Gerät entsprechend Abschnitt 2.2.4. in Betrieb nehmen.
 Arbeitsartenschalter auf B
(Blatt) schalten.
Arbeitsartenschalter auf L
(Lochstreifen) schalten.
Arbeitsartenschalter auf BL
(Blatt/Lochstreifen) schalten.
 Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
  Knopf Dauerauslösung ZwR drücken und Lochstreifen ca. 15 cm
vorlaufen lassen.
 Taste WR/Zl einmal drücken.
 Falls zirkularer Spruch, Unterscheidungsgruppe (siehe Abschnitt 6.1.2.) eintasten und Taste ZwR
einmal drücken.
Kenngruppe eintasten (beachte Abschnitte 2.3.3. und 6.1.1.).
Gruppenzähler auf Null stellen.
Betriebsartenschalter auf C (Chiffrieren) schalten. (Dadurch werden die x-Taste und die Taste
WR/Zl gesperrt. Es erfolgt eine Sperrlochung im Schlüssellochstreifenabschnitt.)
  (Im Chiffretextlochstreifen wird die 32. Kombination gelocht)
 Bei Eingabe des hergerichteten Klartextes über
 die Tastaturden Transmitter des Dekombinators
  Klartextlochstreifen entsprechend Abschnitt 5.2. in den
Transmitter einlegen.
6.2.6.Klartext eintasten.Taste EIN am Transmitter des Dekombinators drücken.
 Chiffrieren auf BlattChiffrieren auf LochstreifenChiffrieren auf Blatt
und Lochstreifen
6.2.7.Bei überschreiten von jeweils 100 Chiffretextgruppen stoppt das Gerät automatisch.
Betriebsartenschalter K (Klartext) schalten.
Schlüssellochstreifen aus dem Transmitter des Chiffrators herausnehmen.
Bei Notwendigkeit ein neues Blatt in den Wagen einspannen.
Taste WR/Zl einmal drücken.
Folgenden gültigen Schlüssellochstreifenabschnitt entsprechend Abschnitt 5.1. einlegen.
Betriebsartenschalter auf C (Chiffrieren) schalten.
Folgenden Klartext entsprechend Abschnitt 6.2.6. eingeben.
6.2.8.Unvollständige Gruppe am Ende des Chiffretextes durch Eingabe des Zwischenraumes zur Fünfer-
gruppe auffüllen.
Gruppenzähler ablesen.
6.2.9.Nach Beenden des Chiffrierens:
Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chiffrators herausnehmen.
  Hebel für 32. Kombination einmal drücken.
Knopf Dauerauslösung ZwR drücken und Lochstreifen ca. 10 cm
vorlaufen lassen.
 Netzschalter des Gerätes auf AUS schalten.
 Blatt aus dem Wagen spannen.Lochstreifen abreißen.Lochstreifen abreißen und Blatt
aus dem Wagen spannen.
 Für die Nachrichtenübermittlung notwendige Dienstvermerke auf dem
 Blatt (Spruchformular) hand-
schriftlich eintragen.
Anfang des Chiffretextloch-
streifens handschriftlich
eintragen.
Blatt (Spruchformular) bzw.
auf dem Anfang des
Chiffretextlochstreifens hand-
schriftlich eintragen.
6.2.11.Chiffretext oder Anfang des Chiffretextes entsprechend Abschnitt 7.2.1. und 7.2.4. ff dechiffrieren,
falls eine Kontrolle auf einwandfreies Chiffrieren erforderlich ist.


7.       Dechiffrieren

7.1.     Allgemeines

         Chiffretextlochstreifen, die entsprechend Gebrauchsanweisung
         B zum Verfahren CM-2 hergestellt wurden, weisen folgende
         wesentliche Besonderheiten auf:

         - Beim Vor- und Nachlauf ist anstelle der Steuerkombination
           ZwR die 32. Kombination enthalten.
         - Im Lochstreifen ist vor der Kenn- oder Unterscheidungsgruppe
           die Steuerkombination Bu enthalten.
         - Nach jeweils 100 Chiffretextgruppen ist einmal anstelle der
           Steuerkombination WR die Steuerkombination Zl enthal-
           ten.


7.2.     Arbeitsablauf beim Dechiffrieren

         Folgende Arbeitsgänge sind bei Notwendigkeit und unter Be-
         achtung der Art der Vorlage des Chiffretextes in nachstehender
         Reihenfolge durchzuführen:

7.2.1.   (1) Gerät entsprechend Abschnitt 2.2.4. in Betrieb nehmen.
         (2) Arbeitsartenschalter auf B (Blatt) bzw. BL (Blatt/Loch-
             streifen) schalten.
         (3) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
         (4) Taste WR/ZI einmal drücken.

7.2.2.   Bei Vorlage des Spruches auf Lochstreifen und Notwendigkeit
         der Reproduktion der Erkennungsgruppen:
         (1) Lochstreifen mit erster Schrittgruppe der Unterscheidungs-
             gruppe bzw. Kenngruppe entsprechend Abschnitt 5.2. in den
             Transmitter des Dekombinators einlegen.
         (2) Taste EIN am Transmitter des Dekombinators drücken.
             (Erkennungsgruppen, siehe Abschnitt 6.1., werden auf Blatt
             ausgeschrieben.)
         (3) Taste WR/ZI einmal drücken.

7.2.3.   (1) Anhand des Absenders und der Unterscheidungsgruppe (siehe
             Abschnitt 6.1.2.) das Eingangsheft bestimmen.
         (2) Anhand der Kenngruppe (siehe Abschnitt 2.3.3.) den ersten
             zum Dechiffrieren zu verwendenden Schlüssellochstreifenab-
             schnitt bestimmen.

7.2.4.   (1) Schlüssellochstreifenabschnitt entsprechend Abschnitt 5.1. ein-
             legen.
         (2) Betriebsartenschalter auf D (Dechiffrieren) schalten, Grup-
             penzähler auf Null stellen.

7.2.5.   Bei Eingabe des Chiffretextes über
die Tastaturden Transmitter des
Dekombinators
  (1) Chiffretextlochstreifen
mit der ersten Schrittgruppe
des Chiffretextes ent-
sprechend Abschnitt 5.2.
einlegen
7.2.6.Chiffretext eintasten(2) Taste AUS (Einzelaus-
lösung) am Transmitter
des Dekombinators
mehrmals drücken.
  (3) Erscheint Klartext:
Taste EIN (Dauer-
auslösung) am Trans-
mitter des Dekombinators
einmal drücken.
 (Klartext wird auf Blatt ausgeschrieben.)
7.2.7.Nach Eingabe von genau 100 Chiffretextgruppen stoppt das Ge-
rät automatisch.
(1) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
(2) Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chif-
frators herausnehmen.
(3) Folgenden gültigen Schlüssellochstreifenabschnitt entspre-
chend Abschnitt 5.1. einlegen.
(4) Betriebsartenschalter auf D (Dechiffrieren) schalten.
  Taste EIN (Dauerauslösung)
am Transmitter des Dekom-
binators einmal drücken.
(Steuerkombinationen
werden überlesen.)
 (5) Folgenden Chiffretext entsprechend Abschnitt 7.2.6. eingeben.
7.2.8. Nach Beenden des Dechiffrierens:
(1) Betriebsartenschalter auf K (Klartext) schalten.
(2) Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Transmitter des Chif-
frators herausnehmen.
(3) Netzschalter des Gerätes auf AUS schalten.
(4) Blatt mit Klartext aus dem Wagen spannen.
(5) Im erhaltenen Klartext Verstümmelungen beseitigen und
Arbeitsangaben streichen.
  Chiffretextlochstreifen aus
dem Transmitter des Dekom-
binators herausnehmen.


8.       Entstümmelungen

8.1.     Entstümmelungsversuche zum Spruchanfang

         (1) Überprüfen, ob das Chiffrieren mit dem Schlüssellochstreifen-
             abschnitt nächstniedriger oder nächsthöherer Nummerierung
             erfolgte.

         (2) Überprüfen, ob zum Chiffrieren Schlüsselunterlagen der Chif-
             frierverbindung eines anderen möglichen Schlüsselbereiches
             verwendet wurden.

         (3) Überprüfung der ersten Chiffretextgruppen auf Verstümme-
             lungen.

         (4) Ist die Kenngruppe im gültigen Schlüssellochstreifenheft bzw.
             auf dem ausgedruckten Formular nicht auffindbar, ist es
             statthaft, Kenngruppentafeln nächstfolgender Schlüsselloch-
             streifenhefte freizulegen.

8.2.     Entstümmelung des Chiffretextes vom Blatt
Art der VerstümmelungAuswirkungBeseitigung
8.2.1.Unvollständige GruppeDer Klartext ist von
dieser Stelle ab Ver-
stümmelt, da eine Ver-
schiebung der Additions-
reihe zum Chiffretext
erfolgt ist.
(1) Stelle des fehlenden Buchstabens bzw. der
fehlenden Buchstaben feststellen.

(2) Beliebige Buchstaben so oft eintasten,
bis die Gruppe aufgefüllt ist.
8.2.2.Gruppe mit mehr als
fünf Buchstaben
Siehe Abschnitt 8.2.1.Stelle der zusätzlichen Buchstaben feststellen,
zusätzliche Buchstaben weglassen.
8.2.3.Fehlende GruppenSiehe Abschnitt 8.2.1.(1) Gruppenanzahl entsprechend Spruchkopf
überprüfen.

(2) Ab Verstümmelung folgende Gruppe
so oft eintasten, bis sinnvoller Klartext
erscheint.
8.2.4.Zusätzliche GruppenSiehe Abschnitt 8.2.1.(1) Gruppenanzahl entsprechend Spruchkopf
überprüfen.

(2) Gleiche zusätzliche Gruppen im
Chiffretext streichen.

(3) Werden gleiche Gruppen nicht festgestellt,
so ab Verstümmelung nach jeder weiteren
eingetasteten Chiffretextgruppe
- Schlüssellochstreifenabschnitt mit der
  Handkurbel um fünf Schrittgruppen
  zurückdrehen, bis sinnvoller Klartext
  erscheint;
- eine Chiffretextgruppe überspringen,
  bis sinnvoller Klartext erscheint.
8.3.Entstümmelung des Chiffretextlochstreifens
8.3.1.Fehlende Chiffretext-
schrittgruppen
(1) Fehlende Fünfer-
    gruppen
(2) Unvollständige
  Fünfergruppen
Der Klartext ist von
dieser Stelle ab Ver-
stümmelung, da eine Ver-
schiebung der Additions-
reihe zum Chiffretext
erfolgt ist.
1. Möglichkeit
Schlüssellochstreifenabschnitt um so viele
Schrittgruppen nach vorn transportieren wie
Schrittgruppen im Chiffretextlochstreifen
fehlen.
Der Schlüssellochstreifenabschnitt kann
nach vorn transportiert werden, indem
- der Hebel schrittweise Transport
  (siehe Abb. 4) betätigt wird oder
- die Handkurbel eingeführt und in Uhr-
  zeigersinn gedreht wird. eine Umdrehung
  der Kurbel entspricht dem Transport
  einer Schrittgruppe.
  Achtung: Nach entsprechenden Um-
        drehung ist die Handkurbel
        wieder aus dem Gerät zu ent-
        fernen!
Auf dem Blatt erschienen anstelle von Buchstaben
Zwischenräume. Fehlende Buchstaben sind
gegebenenfalls einzusetzen.
2. Möglichkeit
Chiffretextlochstreifen um so viele Schritt-
gruppen zurücktransportieren, wie Schritt-
gruppen im Chiffretextlochstreifen fehlen.
Auf dem Blatt erscheinen für fehlende Schrittgrup-
pen beliebige Buchstaben.
8.3.2.Zusätzliche Chiffretext-
schrittgruppen
(1) Zusätzliche
    Fünfergruppen.
(2) Gruppen mit mehr
    als fünf Schritt-
    gruppen.
Siehe Abschnitt 8.3.1.(1) Feststellen, welche Schrittgruppen zusätz-
    lich im Chiffretextlochstreifen enthalten
    sind.
    Diese Schrittgruppen nicht bearbeiten.
    Auf Blatt erschienen keine zusätzlichen
    oder falsche Buchstaben
(2) Ist eine Feststellung zusätzlicher Schritt-
    gruppen nicht möglich, so Chiffretextloch-
    streifen um so viele Schrittgruppen nach
    vorn transportieren, wie zusätzliche Schritt-
    gruppen im Chiffretextlochstreifen ent-
    halten sind.
    Auf dem Blatt erscheinen beliebige Buchstaben,
    die aus dem Zusammenhang zu berichtigen sind.
8.3.3.Anstelle von Chiffre-
textschrittgruppen
befinden sich die
Steuerkombinationen
WR, Zl, ZwR im
Chiffretextlochstreifen.
Siehe Abschnitt 8.3.1.
8.3.4.Anstelle von Chiffre-
textschrittgruppen
befinden sich die
32. Kombination im
Chiffretextlochstreifen.
Das Gerät stoppt.
Bei erneutem Start er-
folgt eine Verschiebung
der Additionsreihe zum
Chiffretext, und der Klar-
text ist verstümmelt.
Siehe Abschnitt 8.3.1.
8.3.5.Anstelle der Steuer-
kombination WR,Zl
und ZwR befinden sich
Chiffretextschritt-
gruppen im Chiffretext-
lochstreifen.
Siehe Abschnitt 8.3.1.Siehe Abschnitt 8.3.2.
8.3.6.Anstelle von Chiffre-
textschrittgruppen
stehen die Steuerkom-
binationen Bu und Zi.
Für diese Steuerkombi-
nationen erschient auf
Blatt ein Zwischenraum
und im Lochstreifen eine
32. Kombination.
Die fehlenden Buchstaben sind aus dem
Zusammenhang zu ergänzen.
8.3.7.Im Chiffretextlochstrei-
fen sind zusätzlich
die Steuerkombinationen
Bu und Zi enthalten.
Siehe Abschnitt 8.3.1.Siehe Abschnitt 8.3.2.


9.       Rückfragen

9.1.     Eine Rückfrage hat zu erfolgen, wenn in einem empfangenen
         Spruch Verstümmelungen enthalten sind, die nicht aus dem
         Zusammenhang oder durch Entstümmelungsversuche berichtigt
         werden können.

9.2.     Es ist offen eine Wiederholung der Übermittlung des Spruches
         oder der verstümmelten Gruppen des Spruches bei der absen-
         denden Chiffrierstelle anzufordern (Beispiel 21).

         Es ist verboten, weiter Mitteilungen offen zu geben.


9.3.     Treten nach wiederholter Übermittlung des Spruches oder der
         verstümmelten Gruppen des Spruches im Wesentlichen die glei-
         chen Fehler auf, und ist ein Dechiffrieren nicht möglich, ist offen
         eine Neubearbeitung des Spruches bzw. der betreffenden Teile
         des Spruches (nur vollständige Wörter) bei der absendenden Chif-
         frierstelle anzufordern (Beispiel 22).

         Es ist verboten, weitere Mitteilungen offen zu geben.

         Der angeforderte Spruch bzw. die angeforderten Teile des Spru-
         ches (nur vollständige Wörter) sind dann von der absendenden
         Chiffrierstelle mit neuen Spruchschlüssel zu chiffrieren.

10.      Sicherheitsbestimmungen

10.1.    Allgemeines

         (1) Chiffrierunterlagen sind nach den entsprechenden grundsätz-
             lichen Weisungen zu behandeln.

         (2) Bei besonderen Vorkommnissen ist vor Einleitung weiterer
             Sofortmaßnahmen entsprechend den bestehenden Bestim-
             mungen Meldung zu erstatten.

         (3) Mitteilungen über Kompromittierung sind bei Übertragung
             über Nachrichtenkanäle unter Verwendung der folgenden
             für diesen Verkehr vorgesehenen, nichtkompromittierten
             Schlüsselunterlagen zu chiffrieren.

10.2.    Vorkommnisse und Sofortmaßnahmen

         Vorkommnisse                 Sofortmaßnahmen
         (1) Kompromittierung von
             Klartext

             a) vor Übermittlung:     Mitteilung über Kompromittierung an Absender der Nachricht. Weitere
                                      Bearbeitung erst nach Rücksprache mit diesem.

             b) durch offene Über-    Mitteilung über Kompromittierung an Absender und Empfänger der
                mittlung oder nach    Nachricht.
                Übermittlung:

         (2) Kompromittierung
             eines Exemplars einer
             Schlüsselserie

             a) vor Übermittlung      Außerkraftsetzung aller Exemplare der betreffenden Schlüsselserie.
                damit bearbeiteter
                Sprüche:

             b) nach Übermittlung     Außerkraftsetzung aller Exemplare der betreffenden Schlüsselserie. Mit-
                damit bearbeiteter    teilung über Kompromittierung an Absender und Empfänger damit
                Sprüche:              übermittelter Nachrichten.

         (3) Kompromittierung von
             Schlüssellochstreifen-
             abschnitten

             a) vor Übermittlung      - Bereits bearbeitete Klartexte mit den nächsten für diesen Verkehr
                damit bearbeiteter      vorgesehenen nichtkompromittierten Schlüssellochstreifenabschnitten
                Sprüche:                neu chiffrieren.
                                      - Mitteilung über Kompromittierung an Chiffrierstelle(n) desselben
                                        Schlüsselbereiches.
                                      - Kompromittierte Schlüssellochstreifenabschnitte, falls nicht anders an-
                                        gewiesen, innerhalb 48 Stunden vernichten.

             b) nach Übermittlung     Mitteilung über Kompromittierung der betreffenden Textteile an Ab-
                damit bearbeiteter    sender und Empfänger der Nachricht.
                Sprüche:

         (4) Wiederholtes Benutzen
             von mehr als 10 Schritt-
             gruppen eines Schlüs-
             sellochstreifenabschnit-
             tes zum Chiffrieren

             a) ohne Übermittlung     Fehler korrigieren.
                des Spruches:

             b) und Übermittlung      Mitteilung über Kompromittierung der betreffenden Textteile an absen-
                des so bearbeiteten   dende oder empfangende Chiffrierstelle und Mitteilung an Absender und
                Spruches:             Empfänger der Nachricht.

         (5) Einsetzen einer falschen
             Kenngruppe, Chiffrieren
             der Kenngruppe, Fehlen
             der Kenngruppe

             a) ohne Übermittlung     Fehler korrigieren.
                des Spruches:

             b) und Übermittlung      Bei Notwendigkeit Mitteilung der richtigen Kenngruppe an empfangende
                des Spruches:         Chiffrierstelle.

         (6) Kompromittierung der     Meldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
             Kenngruppentafel.

         (7) Beschädigung des Sie-    Meldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
             gels des Chiffrierge-
             rätes durch unbefugte
             Personen.

         (8) Nichtversiegeln des      Meldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
             Chiffriergerätes bei
             Dienstschluß oder
             Transport.

         (9) Kompromittierung des     Sofortmeldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
             Chiffriergerätes.

         (10) Chiffrieren und De-
              chiffrieren trotz
              Mängel am Chiffrier-
              gerät

              a) ohne Übermittlung    - Klartext mit funktionstüchtigem Gerät und noch nicht benutzten
                 des chiffrierten       Schlüsselunterlagen neu bearbeiten.
                 Spruches:            - Reparatur des Gerätes veranlassen.

              b) und Übermittlung     - Sofortmeldung erforderlich.
                 des chiffrierten     - Ursachen und Auswirkungen des Fehlers ermitteln und die sich dar-
                 Spruches:              aus ergebenden Sofortmaßnahmen durchführen.
                                      - Reparatur des Gerätes veranlassen.

         (11) Benutzung verfahrens-
              fremder Schlüsselloch-
              streifenabschnitte

              a) ohne Übermittlung    Fehler korrigieren.
                 des chiffrierten
                 Spruches:

              b) und Übermittlung     - Mitteilung über Benutzung falscher Schlüsselunterlagen an Absender
                 des chiffrierten       und Empfänger der Nachricht.
                 Spruches:            - Ursache und Auswirkung des Fehlers ermitteln und die sich dar-
                                        aus ergebenden Sofortmaßnahmen durchführen.

11.      Beispiel

         Abkürzungen:  KT  = Klartext
                       hKT = hergerichteter Klartext

         Beispiel 1:

               KT:   Polizeiliches Kennzeichen IA 07-03 Typ ...
               hKT:  polizeiliches kennzeichen ia nullsieben strich null
                     drei typ ...

         Beispiel 2:

               KT:   ... + ...... § ...
               hKT:  ... plus ... paragraph ...

         Beispiel 3:

               KT:   ... Major Gäbler ...
               hKT:  ... major g ae b l e r ...

         Beispiel 4:

               KT:   ... in Karl-Marx-Stadt  Kurt-Fischer-Str. ...
               hKT:  ... in karl maryy stadt  kurt fischer str ...

         Beispiel 5:

             KT:
Positions-Nr.BenennungNummer des Teiles
16Schneckenrad16.374.001
17Kegelrad18.440.003
18Zwischenwelle18.464.000

               hKT:  lies drei spalten a positions nr b benennung c
                       nummer des Teiles a einssechs b schneckenrad
                     c einssechs dreisiebenvier nullnulleins a einsie
                     ben b kegelrad c einsacht vierviernull nullnulldr
                     ei a einsacht b zwischenwelle c einsacht viers
                     echsvier nullnullnull

          bzw. hKT:  lies drei spalten a positions nr b benennung c
                       nummer des teiles a sechzehn b schneckenrad
                       c sechzehn dreihundertvierundsiebzig nullnullein
                     s a siebzehn b kegelrad c achtzehn vierhunder
                     tvierzig nullnulldrei a achtzehn b zwischenwell
                     e c achtzehn vierhundervierundsechzig nullnulln
                     ull

         Beispiel 6:

               KT:  hKT:

               1.    a
               2.    b
               .     .
               .     .
               .     .
               23.   w
               24.   y
               25.   z
               26.   aa
               27.   ab
               .     .
               .     .
               .     .


         Beispiel 7:

               KT:   Faszbinder fährt über Baerenburg nach Großenhain.
              hKT:   faszbinder faehrt ueber baerenburg nach groszenha
                     in pkt

         Beispiel 8:

               KT:     hKT:            bzw. hKT:
                8      acht            acht
               11      einseins        elf
              287      zweiachtsieben  zweihundertsiebenu
                                       ndachzig

         Beispiel 9:

               KT:   ... D-48 ...
               hKT:  ... d strich vieracht ...
          bzw. hKT:  ... d strich achtundvierzig ...

               KT:   ... BA 137 ...
               hKT:  ... ba rpt ba einsdreisieben ...
          bzw. hKT:  ... ba einhundertsiebenunddreiszig ...

               KT:   ... P 6024 ...
               hKT:  ... p sechsnull zwei vier ...
          bzw. hKT:  ... p sechzig vierundzwanzig ...

               KT:   ... 73 405 ...
               hKT:  ... siebendrei viernullfuenf ...
          bzw. hKT:  ... dreiundsiebzig vierhundertfuenf ...

         Beispiel 10:

               KT:   ... 1534568 ...
               hKT:  ... eisfuenfdrei vierfuenfsechs acht ...
          bzw. hKT:  ... einhudertdreiundfuenfzig vierhundertsechsun
                         undfuenfzig acht ...

         Beispiel 11:

               KT:   ... 54º 14,8′ N ...  ... 13º 27′ E ...
              hKT:   ... fuenfvier grad einsvier komma acht min n...
                     ... eindrei grad zweisieben min e ...
          bzw. hKT:  ... vierundfuenfzig grad vierzehn komma acht m
                     in m ...
                     ... dreizehn grad sienundzwanzig min e ...

         Beispiel 12:

               KT:   Der 22. Jahrestag
               hKT:  der zweizwei pkt jahrestag
          bzw. hKT:  der zweiundzwanzigste jahrestag

          Beispiel 13:

               KT:   Abshnitt IX/XII ...
               hKT:  abschnitt roem neuen sstrich roem einszwei ...
          bzw. hKT:  abschnitt roem neun sstrich roem zwoelf ...

         Beispiel 14:

               KT:   um 9 Uhr ... um 7 Uhr 15 Minuten ...
               hKT:  um nullneun uhr ... um nullsieben einsfuenf
                     uhr
          bzw. hKT:  um neun uhr ... um sieben uhr fuenfzehn m
                     in ...

         Beispiel 15:

               KT:   Ankommen am 17.8.1969 um ...
               hKT:  ankommen am einssieben aug sechsneun um ...
          bzw. hKT:  ankommen am siebzehten aug neunundsechzig
                     um ...

               KT:   ... eingetroffen, um die ...
               hKT:  ... eingetroffen um die ...
          bzw. hKT:  ... eingetroffen komma um die ...

         Beispiel 16:

               KT:   Siegfried Lehmann
               hKT:  l e h m a n n siegfried rpt lehmann

               KT:   Armin Saeger
               hKT:  s ae g e r armin rpt saeaeger ...

               KT:   ... IA 37-01 befindet sich ...
               hKT:  ... ia dreisieben strich nulleins rpt ia befindet
                     sich ...
          bzw. hKT:  ... ia dreisieben strich nulleins  rpt ia rpt ia b
                     findet sich ...

         Beispiel 17:

               Dreiteiliger Klartext:

               1. Teil:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger Text a ff
               2. Teil:  b Text ff
               3. Teil:  c Text Absender

         Beispiel 18:

         1. Spruch:  Vierteiliger Klartext:
                     1. Teil:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger Text aa
                                ff
                     2. Teil:  ab Text ff
                     3. Teil:  ac Text ff
                     4. Teil:  ad Text Absender

         2. Spruch:  Dreiteiliger Klartext:
                     1. Teil:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger Text ba
                                ff
                     2. Teil:  bb Text ff
                     3. Teil:  bc Text Absender

         Beispiel 19:

               Klartext:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger A, B, C
                          1. zirkularer Textteil
                          1. individueller Textteil für A
                          1. individueller Textteil für B
                          1. individueller Textteil für C
                          2. zirkularer Textteil
                          2. individueller Textteil für A
                          2. individueller Textteil für B
                          2. individueller Textteil für C
                          3. zirkularer Textteil Absender

            Zirkularer Text:     VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger
            (für A, B, C)        (allgemein) 1.zirk.Textteil ia 2.zirk.
                                 Textteil ib 3. zirk. Textteil Absen-
                                 der

            Individueller Text:  VS-Einstufung (VS-Nr.) ia 1. ind.
            (für A)              Textteil für A ib 2. ind Textteil
                                 für A

            Individueller Text:  VS-Einstufung (VS-Nr.) ia 1. ind.
            (für B)              Textteil für B ib 2. ind Textteil
                                 für B

            Individueller Text:  VS-Einstufung (VS-Nr.) ia 1. ind.
            (für B)              Textteil für B ib 2. ind Textteil
                                 für B

         Beispiel 20:

               Schema der Übermittlung

                  (A) -> (B) -> (C)

               Zu chiffrierender Klartext durch Stelle A:
                  WWWWW VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger C Text
                  Absender A

               Zu chiffrierender Klartext durch Stelle B:
                  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger C Text Absen-
                  der A

         Beispiel 21:

               Rückfrage:  Spruch Nr. ... wiederholen oder
                           Spruch Nr. ... 30. bis 40 Gruppe wieder-
                           holen

               Antwort:    Spruch Nr. ... (Chiffretext oder
                           Spruch Nr. ... 30. bis 40. Gruppe (Chiffre-
                           text)

         Beispiel 22:

               Spruch Nr. ... neu bearbeiten oder
               Spruch Nr. ... 12. bis 13. und 21 Gruppe neu bearbeiten
T-301 rechts

         Abbildung 3
T-301 links

         Abbildung 4
Kontrollochstreifenabschnitte

         Abbildung 5
         Kontrollochstreifenabschnitte

                qwertzuioplkjhgfdsayxcvbnmryryryryryryryryryryryryryryryryr
                rrrrr rrryy yyyyy yyyrr rrrrr rrree eeeee eeenn nnnnn nnntt
                ttttt tttii iiiii iiizz zzzzz zzzrr rrrrr rrryy yo
                          kaufen sie jede woche vier gute bequeme pelze y
                 kaufen sie jede woche vier gute bequeme pelze y

         Ausgedruckter Chiffre- und Klartext nach dreifacher Benutzung der Kon-
         trollochstreifenabschnitte.
         (nach jeder Benutzung derselben Kontrollochstreifenabschnitte ergibt sich
         eine weiter Verschiebung der ausgedruckten Chiffretextbuchstaben.)

         Abbildung 6
         Kontrolltext
Arbeitsablauf beim Chiffrieren

         Abbildung 7
         Arbeitsablauf beim Chiffrieren / individueller Verkehr (Spruchlänge unter 100 Gruppen)
Arbeitsablauf beim Chiffrieren

Arbeitsablauf beim Chiffrieren

         Abbildung 8
         Arbeitsablauf beim Chiffrieren / zirkularer Verkehr (Spruchlänge über 100 Gruppen)
Kontrollochstreifen

         Abbildung 9
         Markierung der Kontrollochstreifen

Zentrales Chiffrierorgan der DDR BStU*159

                                        Geheime Verschlußsache!
                                        GVS-XI/144/73

                                        Ausfertigung 0055 *

Gebrauchsanweisung B zum Verfahren
CM-2

Zentrales Chiffrierorgan der DDR

                                        Geheime Verschlußsache!
                                        GVS-XI/144/73

                                        Inhalt: 24 Blatt

Gebrauchsanweisung B zum Verfahren
CM-2


Die Gebrauchsanweisung B zum Verfahren CM-2 wird erlassen und
tritt mit Wirkung vom 1.5.1973 in Kraft.


Berlin, den 1.5.1973                      Leiter ZCO

                                          Schürrmann
                                            Oberst


Inhaltsverzeichnis

                                                            Seite
1.       Zweckbestimmung                                      9

2.       Chiffriermittel                                     10

2.1.     Allgemeines                                         10
2.2.     Chiffriergerät T 304                                10
2.3.     Schlüsselunterlagen                                 10
2.3.1.   Schlüssellochstreifenheft                           10
2.3.2.   Schlüssellochstreifenabschnitt                      11
2.3.2.1. Aufbau                                              11
2.3.2.2. Entnahme                                            11
2.3.2.3. Nichtbenutzte Schlüssellochstreifenabschnitte       11
2.3.2.4. Beschädigte Schlüssellochstreifenabschnitte         12
2.3.2.5. Vernichtung                                         12
2.3.3.   Kenngruppentafel                                    12
2.3.4.   Wechsel der Schlüsselunterlagen                     13

3.       Herrichtung der Klartexte                           14

3.1.     Telegrammgliederung                                 14
3.2.     Kürzungen                                           14
3.3.     Interpunktionszeichen                               14
3.4.     Einfacher Zwischenraum                              14
3.5.     Zweifacher Zwischenraum                             15
3.6.     Fünffacher Zwischenraum                             15
3.7.     Aufzählung und tabellarische Aufstellungen          15
3.8.     Umlaute und Schriftzeichen ß und x              15
3.9.     Zahlen und Buchstabenfolgen                         15
3.10.    Ordnungszahlen                                      16
3.11.    Römische Zahlen                                     16
3.12.    Uhrzeiten                                           16
3.13.    Monatsangaben                                       16
3.14.    Jahreszahlen                                        16
3.15.    Wiederholungen                                      16
3.16.    Irrungen                                            17
3.17.    Fortsetzungen                                       17
3.18.    Bearbeitung von Telegrammen mit zirkularem
         und individuellen Text                              17
3.19.    Weiterleitungen                                     17

4.       Herstellung von Klartextlochstreifen                19

5.       Einlegen und Herausnehmen des Lochstreifens         20

5.1.     Einlegen des Lochstreifens                          20
5.2.     Herausnehmen des Lochstreifens                      20

6.       Chiffrieren                                         21

6.1.     Erkennungsgruppen                                   21
6.1.1.   Kenngruppe                                          21
6.1.2.   Unterscheidungsgruppe                               21
6.2.     Arbeitsablauf beim Chiffrieren                      21

7.       Dechiffrieren                                       24

7.1.     Allgemeines                                         24
7.2.     Arbeitsablauf beim Dechiffrieren                    24

8.       Entstümmelungen                                     26

8.1.     Entstümmelungsversuche zum Spruchanfang             26
8.2.     Entstümmelung des Chiffretextes vom Blatt           27
8.3.     Entstümmelung des Chiffretextlochstreifens          28

9.       Rückfragen                                          31

10.      Sicherheitsbestimmungen                             32

10.1.    Allgemeines                                         32
10.2.    Vorkommnisse und Sofortmaßnahmen                    33

11.      Beispiele                                           38



         Abbildungen

         Abbildung 1  Schlüssellochstreifenabschnitt         11
         Abbildung 2  Kenngruppentafel                       12
         Abbildung 3  Arbeitsablauf beim Chiffrieren/ind.
                      Verkehr (Spruchlänge unter
                      100 Gruppen)                           45
         Abbildung 4  Arbeitsablauf beim Chiffrieren/zirk.
                      Verkehr (Spruchlänge über
                      100 Gruppen)                        46 / 47
7
1.       Zweckbestimmung

         Die Gebrauchsanweisung B ermöglicht die Realisierung des Ver-
         fahrens CM-2 mittels Gerät T-304.
         Das Verfahren CM-2 mit der Gebrauchsanweisung B gilt für
         stationären Einsatz und dient unter Berücksichtigung des Ab-
         schnittes 3. zur Bearbeitung deutscher Klartexte.
         Mit dem Verfahren CM-2 ist nur Vorchiffrieren möglich.
         Das Verfahren CM-2 ist zur Bearbeitung von GVS- und VVS-
         Nachrichten zugelassen und gewährleistet bei ordnungsgemäßer
         Anwendung absolute Sicherheit für die chiffrierte Nachricht.
         Die mit dem Verfahren CM-2 chiffrierten Nachrichten können
         mit beliebigen Nachrichtenmitteln, einschließlich über Funk,
         übermittelt werden.
         Mit dem Verfahren können individuelle und zirkulare Verkehre
         abgewickelt werden.

2.       Chiffriermittel

2.1.     Allgemeines

         Zum Verfahren CM-2 gehören folgende Chiffriermittel:

         - Chiffriergerät T-304 mit Verknüpfungsprogramm VK Bu
           allg. und Bedienungsanweisung

         - Schlüsselunterlagen: Schlüssellochstreifenhefte mit Kenngrup-
           pentafeln

         - Gebrauchsanweisung B zum Verfahren CM-2


2.2.     Chiffriergerät T 304

         Die Kenntnis der Bedienungsanweisung Chiffriergerät T 304
         und die ordnungsgemäße Bedienung des benutzten Gerätes wer-
         den vorausgesetzt.


2.3.     Schlüsselunterlagen

2.3.1.   Schlüssellochstreifenheft

         Die Additionsreihen, in Form von Schlüssellochstreifenabschnit-
         ten (5-Kanallochstreifen), sind in Heften untergebracht. Jedes
         Exemplar einer Serie enthält eine Kenngruppentafel, die soviel
         Kenngruppen umfaßt wie das Heft Schlüssellochstreifenabschnitte
         enthält.

         Auf der Verpackung sind folgende Kennzeichnungen enthalten:

         - Geheimhaltungsstufe
         - MI (Maschine individuell: Auflage 2),
         - MZ (Maschine zirkular: Auflage 3 und höher)
         - Serien- und Exemplarnummer: Ex. 1 dient zum Chiffrieren,
           die übrigen Exemplare zum Dechiffrieren.

         Auf der Innenseite der Hefte befindet sich Raum für folgende
         Eintragungen:

         - Nummer des entnommenen Schlüssellochstreifenabschnittes
         - Datum der Entnahme des Schlüssellochstreifenabschnittes
         - Unterschrift des Bearbeiters.

         Das öffnen der Hefte und die Entnahme von Schlüssellochstrei-
         fenabschnitten darf nur erfolgen, wenn sie unmittelbar zum
         Chiffrieren bzw. Dechiffrieren verwendet werden sollen.


2.3.2.   Schlüssellochstreifenabschnitt

2.3.2.1. Die Schlüssellochstreifenabschnitte sind, einzeln durch lichtun-
         durchlässiges Papier gegen vorzeitige Einsichtnahme geschützt,
         im Heft untergebracht.
         Jeder Schlüssellochstreifenabschnitt enthält 500 Schrittgruppen.
         Die Schlüssellochstreifenabschnitte sind, mit 01 beginnend, fort-
         laufend numeriert. Sie sind in dieser Reihenfolge zu verwenden.
         Die Schlüssellochstreifenabschnitte für die Chiffrierung enthalten
         vor der erste Schrittgruppe eine Steuerlochung (Abb. 1).
Schlüssellochstreifenabschnitt

         Abb. 1 Schlüssellochstreifenabschnitt

         Jeder Schlüssellochstreifenabschnitt darf zum Chiffrieren nicht
         mehr als einmal benutzt werden!

2.3.2.2. Die Entnahme der Schlüssellochstreifenabschnitte ist in der Ent-
         nahmetabelle durch Datum und Unterschrift nachzuweisen.
         Auf entnommenen Schlüssellochstreifenabschnitten ist die Serien-
         nummer des Heftes einzutragen.

2.3.2.3. über freigelegte nicht benutzte Schlüssellochstreifenabschnitte
         ist zusätzlich Nachweis zu führen.
         Auf dem Heftumschlag ist zu vermerken Nr. .............
         bis ........ nicht benutzt (Datum, Unterschrift).
         Falls nicht anders angewiesen, sind diese Schlüssellochstreifen-
         abschnitte bis zur Bearbeitung es nächsten Spruches im Heft,
         bei Dienstschluß im versiegelten Umschlag beim Schlüsselloch-
         streifenheft mit Angabe der Geheimhaltungsstufe (GVS), aufzu-
         bewahren.
         Bei Benutzung der Schlüssellochstreifenabschnitte ist auf dem
         Heftumschlag zu vermerken Benutzt (Datum, Unterschrift).

2.3.2.4. Schlüssellochstreifenabschnitte mit Beschädigungen, die das Chif-
         frieren beeinträchtigen, dürfen nicht zum Chiffrieren verwendet
         werden. Das Chiffrieren des Klartextes ist dann mit dem nächst-
         folgenden noch nicht verwendeten Schlüssellochstreifenabschnitt
         neu zu beginnen.

2.3.2.5. Wenn nicht anders angewiesen, sind zur Bearbeitung benutzte
         und aus dem Heft gelöste unbenutzte Schlüssellochstreifenab-
         schnitte innerhalb von 48 Stunden zu vernichten.
         über die Vernichtung der Schlüssellochstreifenabschnitte ist Nach-
         weis zu führen.

2.3.3.   Kenngruppentafel

         Die Kenngruppentafel ist durch lichtundurchlässiges Papier ge-
         gen vorzeitige Einsichtnahme abgesichert, als Tabelle im Heft
         befestigt untergebracht.
         Die Kenngruppentafel enthält als Kenngruppen fünfstellige Buch-
         stabengruppen (lateinisch). Jedem Schlüssellochstreifenabschnitt
         des Heftes ist entsprechend der Abschnittsnummer eindeutig eine
         Kenngruppe zugeordnet. Die Kenngruppen sind spaltenweise von
         oben nach unten, in der Reihenfolge der Spalten von links nach
         rechts, aus der Kenngruppentafel zu entnehmen (Abb. 2).

QPVYA

VLHCG

VKAKZ

KHXCAOXMZV

TUQKL

GCRCW

XXJBTMMDLVIVBVT

YQHHT

CAQZT

YNGJOIDWVSCZREZ

REMEN

ACFTS

GZDDTVCTKGONEES

IPYXM

SFTLX

GNENMOWMYPQXGBL
         Dem Schlüssellochstreifenabschnitt 11 ist die Kenngruppe
         VKAKZ zugeordnet.

         Abb. 2  Kenngruppentafel

         Die Kenngruppe, die dem zum Chiffrieren benutzten Schlüssel-
         lochstreifenabschnitt zugeordnet ist, wird an den Anfang des
         Chiffretextes gesetzt.
         Werden mehrere Schlüssellochstreifenabschnitte zum Chiffrieren
         eines Klartextes verwendet, so wird nur die Kenngruppe des
         zuerst benutzten Schlüssellochstreifenabschnittes an den Anfang
         des Chiffretextes gesetzt. Kenngruppen benutzter Schlüsselloch-
         streifenabschnitte sind in der Kenngruppentafel zu streichen
         (Abb. 2).


2.3.4.   Wechsel der Schlüsselunterlagen

         Die Leitstelle des Schlüsselbereiches (verantwortliche Chiffrier-
         stelle) ordnet den Wechsel und die Außerkraftsetzung von
         Schlüsselunterlagen an.
         Die Chiffrierstellen haben von der Leitstelle rechtzeitig neue
         Schlüsselunterlagen anzufordern, so daß ein kontinuierlicher
         Chiffrierverkehr gewährleistet ist.

3.       Herrichtung der Klartexte

3.1.     Falls nicht anders angewiesen, ist jeder zu chiffrierende Klartext
         wie folgt zu gliedern:

         (1) VS-Einstufung (VS-Nr.)
         (2) geheimzuhaltende Teile der Anschrift des Empfängers
         (3) eigentlicher Text (ggf. mit Wiederholungen)
         (4) geheimzuhaltende Teile der Anschrift des Absenders.

         Im Verkehr der Chiffrierstellen untereinander können Empfän-
         ger und Absender weggelassen werden. Dasselbe trifft zu bei
         ständig wiederkehrenden Meldungen, Berichten usw. aus denen
         klar hervorgeht, wer Empfänger und Absender sind.

3.2.     Kürzungen des Klartextes sind statthaft, wenn Sinnentstellungen
         ausgeschlossen sind und keine buchstabengetreue Wiedergabe des
         Klartextes gefordert wird.

3.3.     Die Interpunktionszeichen sind folgendermaßen darzustellen:

                  ,  -  komma           -  -  strich
                  .  -  pkt             /  -  sstrich
                  :  -  dkpt
                  () -  kl

         Interpunktionszeichen können weggelassen werden, wenn Sinn-
         entstellungen ausgeschlossen sind (beachte die Abschnitte 3.4.
         und 3.5.).
         (Beispiele 1, 4, 7, 9, 11, 13, 15, 16)
         Alle weiteren Zeichen sind als Wörter voll auszuschreiben
         (Beispiel 2).



3.4.     Einfacher Zwischenraum ist zu ersetzen:

         (1) zwischen aufeinanderfolgenden Wörtern, zwischen Stunden-
             und Minutenangaben, vor und nach einfachen Zahlenanga-
             ben, zwischen gebildeten Zifferngruppen, allgemein gebräuch-
             lichen Abkürzungen usw.
             (Beispiele 1, 5, 7, 9, 10, 12, 13, 14, 15);
         (2) zwischen Buchstaben wichtiger bzw. schwieriger Eigennamen
             (Beispiel 3, 16);
         (3) anstelle von Satzzeichen (Bindestrich usw.) bei Orts- und
             Straßennamen (Beispiel 4).


3.5.     Zweifacher Zwischenraum ist zu setzen:

         (1) vor und nach Eigennamen, geschlossenen Ausdrücken, Begrif-
             fen, Zahlenangaben und Bezeichnungen, die bereits durch
             einfache Zwischenräume zum besseren Verständnis oder aus
             anderen Gründen unterteilt wurden (Beispiele 1, 3, 4, 5, 13,
             14, 15);
         (2) vor und nach Wiederholungen von Eigennamen und Bezeich-
             nungen (Beispiel 16).
         (3) anstelle des Kommas, wenn Sinnentstellungen ausgeschlossen
             sind (Beispiel 15).

3.6.     Fünffacher Zwischenraum ist zu setzen, wenn im Klartext ein
         Absatz vorgesehen ist.
         Die Schreibwerktaste Pfeil darf nicht benutzt werden.


3.7.     Aufzählungen und tabellarische Aufstellungen sind in der Reih-
         henfolge herzurichten, wie sie vom Absender angegeben wurden.
         Um bei tabellarischen Aufstellungen die einzelnen Positionen der
         Tabellen eindeutig den Spalten zuzuordnen, sind den jeweiligen
         Spaltenbenennungen und den zugehörigen Positionen die gleichen
         Buchstaben in der Reihenfolge des Alphabets voranzustellen
         (Beispiel 5).
         Bei einfachen Aufzählungen sind arabische Zahlen durch Buch-
         staben in der Reihenfolge des Alphabets unter Auslassung des
         Buchstabens x zu schreiben (Beispiel 6). Vor und nach diesen Buch-
         staben ist ein zweifacher Zwischenraum zu setzen (Beispiel 5).


3.8.     Umlaute und die Schriftzeichen ß und x
         sind wie folgt zu ersetzen (Beispiele 4, 7, 9, 10, 13, 14) und bei
         gesperrt geschriebenen Wörtern als eine Einheit zu behandeln
         (Beispiel 3):

         ä - ae   ö - oe   ü - ue   ß - sz   x - yy


3.9.     Zahlen und Buchstaben-Ziffernfolgen sind in der Reihenfolge
         ihrer Elemente, die Ziffern als Zahlwörter bzw. entsprechend
         ihrer Sprechweise zu schreiben (Beispiele 1, 4, 8, 9, 10, 16).
         Satzzeichen innerhalb von Ziffern- bzw. Buchstaben-Zifferngrup-
         pen können, falls Sinnentstellungen ausgeschlossen sind, wegge-
         lassen und durch Zwischenräume ersetzt werden (Beispiel 5).
         Positionsangaben nach Längen- und Breitengraden sind in der
         Reihenfolge - Gradangabe, Minutenangabe, Komma, Zehntel-
         minutenangabe, Breiten- bzw. Längenbezeichnungen zu schreiben
         (Beispiel 11).


3.10.    Ordnungszahlen sind in der Reihenfolge ihrer Ziffern, die Ziffern
         als Zahlwörter mit der Abkürzung pkt bzw. entsprechend
         ihrer Sprechweise zu schreiben (Beispiel 12).
         Steht das Tagesdatum so in Verbindung mit der Monatsangabe,
         daß Mißverständnisse ausgeschlossen sind, kann die Abkürzung
         pkt entfallen (Beispiel 15).


3.11.    Römische Zahlen sind als Grundzahlen zu schreiben.
         Vor jeder römischen Zahl ist zur Unterscheidung von Grund-
         zahlen die Abkürzung roem zu setzen (Beispiel 13).


3.12.    Bei Uhrzeiten sind

         - volle Stunden als zweistellige Zahlen;
         - Stunden mit Minutenangaben als vierstellige Zahlen ohne
         Satzzeichen
         bzw. entsprechend ihrer Sprechweise zu schreiben (Beispiel 14).


3.13.    Monatsangaben sind in folgender Form als Kurzwörter zu
         schreiben:
         jan, febr, maerz, april, mai, juni, july, aug, sept, okt, nov, dez
         (Beispiel 15).


3.14.    Jahreszahlen können, sofern Mißverständnisse ausgeschlossen
         sind gekürzt oder weggelassen werden (Beispiel 15).


3.15.    Wiederholungen von Wörtern (z.B. Eigennamen) und anderen
         Zeichengruppen (z.B. polizeiliche Kennzeichen oder Typenbe-
         zeichnungen) sind vorzunehmen, wenn durch Verstümmelungen
         einzelner Zeichen Sinnentstellungen auftreten könnten oder die
         zeichengetreue Wiedergabe er Originalschreibweise gewähr-
         leistet sein muß.
         Je nach den Anwendungsbedingungen können Wiederholungen
         unmittelbar im Anschluß an das zu wiederholende Wort oder an
         Wortgruppen angefügt werden (Beispiele 9, 16).
         Wichtige Angaben sind zur Vermeidung von Rückfragen durch
         eine zweite Wiederholung abzusichern (Beispiel 16). Wiederho-
         lungen sind durch das Wiederholungssignal rpt anzukündigen.
         In zu wiederholenden Wörtern sind die Bigramme ae, oe,
         ue und sz, wenn sie mit der Originalschreibweise identisch
         sind, zu verdoppeln (Beispiel 16).


3.16.    Beim Verschreiben ist das Irrungszeichen vv zu setzen und
         anschließend mit dem berichtigten Wort neu zu beginnen.


3.17.    Fortsetzungen sind zu bilden, wenn Klartexte aus praktischen
         Erwägungen geteilt werden.

         (1) Jeder Teil ist als selbständiger Klartext, d.h. unter Ver-
             wendung eines neuen Spruchschlüssels, zu bearbeiten.
         (2) Der erste Teil muß enthalten: VS-Einstufung, Empfänger,
             den ersten Teil des Textes, der zur Kennzeichnung am Ende
             den Fortsetzungsvermerk a ff erhält, der angibt, daß ein
             weiterer Teil folgt.
         (3) Jeder weitere Teil ist in der Reihenfolge des Alphabets am
             Anfang des Textes mit einem der Buchstaben b, c, d
             ... und am Ende des Textes (außer dem letzten Teil) mit dem
             Fortsetzungsvermerk ff zu kennzeichnen.
         (4) der letzte Teil muß den Absender enthalten.
         (Beispiel 17)

         Werden mehrere Sprüche mit Fortsetzungen gleichzeitig an einen
         Empfänger übermittelt, so erhalten die weiteren Sprüche zur
         Unterscheidung einen weiteren Buchstaben in der Reihenfolge
         des Alphabets zugewiesen (Beispiel 18).


3.18.    Zirkulare Telegramme mit individuellen Textteilen sind wie folgt
         zu bearbeiten:

         (1) Jeweils die zirkularen und individuellen Textteile zusammen-
             fassen.
         (2) Anstelle des zirkularen Textes im individuellen Text und des
             individuellen Textes im zirkularen Text nacheinander die
             gleichen Kennzeichen ia, ib, ic ... einsetzen.

         (3) Die Kennzeichen vom eigentlichen Text durch zweifachen
             Zwischenraum trennen.

         (4) Die zirkularen und individuellen Textteile getrennt als einen
             zirkularen und einen individuellen Spruch bearbeiten.
         (Beispiel 19)


3.19.    Weiterleitungen sind grundsätzlich nur gestattet, wenn keine di-
         rekte Chiffrierverbindung von einer Dienststelle zu einer ande-
         ren besteht bzw. die Chiffrierverbindung zeitweilig unterbrochen
         ist.
         Der Spruch ist dann chiffriert über die nächstvorgesetzte Dienst-
         stelle, die mit dem Empfänger Chiffrierverbindung hat, zu Wei-
         terleitung zu geben.

         (1) Von der absendenden Dienststelle sind wwwww (Weiter-
             leitung) als erste Klartextgruppe, der gesamte letztendliche
             Empfänger und der Absender zu chiffrieren.

         (2) Von der weiterleitenden Dienststelle ist der dechiffrierte
             Spruch mit neuem Spruchschlüssel zu bearbeiten. Der Emp-
             fänger und der gesamte ursprüngliche Absender sind zu
             chiffrieren.
         (Beispiel 20)

4.       Herstellung von Klartextlochstreifen

         Bei der Herstellung von Klartextlochstreifen sind in der Reihen-
         folge nachstehende Arbeitsgänge einzuhalten:

         (1) Taste EIN am Gerät drücken.
         (2) Ein Blatt Papier in den Wagen einspannen.
         (3) Schreibwerktaste Bu und Pfeil drücken.
         (4) Taste S-Lo drücken.
         (5) taste Vorlauf D drücken und Lochstreifen ca. 10 cm vor-
             laufen lassen.
         (6) Hergerichteten Klartext über die Tastatur eintasten.
         (7) Nach Eintasten des letzten Klarelements des Klartextes:
             Taste Vorlauf E einmal drücken.
         (8) Taste Vorlauf D drücken und Lochstreifen ca. 30 cm vor-
             laufen lassen.
         (9) Klartextlochstreifen deutlich mit der Aufschrift KLAR-
             TEXT kennzeichnen.
         (10) Lochstreifen abreißen und Blatt mit Klartext aus dem Wa-
              gen spannen.
         (11) Taste S-Lo herausnehmen.
         (12) Taste AUS am Gerät drücken.

5.       Einlegen und Herausnehmen des Lochstreifens

5.1.     Einlegen des Lochstreifens

         Der Lochstreifen kann bei eingeschaltetem Gerät und muß bei
         gedrückter Taste Stopp eingelegt werden.
         (1) Leserklappe des Lesers öffnen.
         (2) Anschlagsteller des Lesers auf K stellen.
         (3) Lochstreifen (Schlüssellochstreifenabschnitt vor dem Einlegen
             glätten) seitlich nach vorn unter die Führungsplatte und den
             Streifenendkontakt des Lesers schieben.
             Erste zu bearbeitende Schrittgruppe muß auf der Kontakt-
             schiene des Lesers liegen. Das Transportband muß einwand-
             frei in die Transportlöcher des Lochstreifens greifen.
         (4) Leserklappe schließen.
         (5) Anschlagsteller des Lesers auf 5 stellen.
         (6) Taste 5K drücken.
         (7) Taste 32 = Icon drücken.
         Alle weiteren Lesertasten herausnehmen.

5.2.     Herausnehmen es Lochstreifens

         Der Lochstreifen kann bei eingeschaltetem Gerät herausgenom-
         men werden.

         (1) Anschlagsteller des Lesers auf K stellen.
         (2) Leserklappe des Lesers öffnen.
         (3) Lochstreifen seitlich nach vorn unter der Führungsplatte des
             Lesers herausziehen.
         (4) Leserklappe schließen.

6.       Chiffrieren

6.1.     Erkennungsgruppen

         Zu den Erkennungsgruppen gehören die Unterscheidungsgruppe
         und die Kenngruppe (siehe Abbildungen 3 und 4).

6.1.1.   Die Kenngruppe bestimmt die Abschnittsnummer der ersten zu
         verwendenden Schlüssellochstreifenabschnittes beim Chiffrieren
         und Dechiffrieren.
         Sie ist bei Chiffrieren vor die erste Chiffretextgruppe zu setzen.


6.1.2.   Die Unterscheidungsgruppe kennzeichnet einen zirkularen Spruch
         und besteht aus der fünfstelligen Buchstabengruppe zzzzz.
         Sie ist beim Chiffrieren vor die Kenngruppe zu setzen.


6.2.     Arbeitsablauf beim Chiffrieren

6.2.1.   (1) Taste Ein am Gerät drücken. (Alle Betriebsartentasten
             müssen herausgenommen sine.)
         (2) Ein Blatt Papier in den Wagen einspannen.
         (3) Gruppenzähler in Nullstellung bringen.
         (4) Taste Vorlauf D drücken und Lochstreifen ca. 10 cm vor-
             laufen lassen.

6.2.2.   (1) Taste S-L-Bu drücken.
         (2) Schreibwerktaste Pfeil einmal drücken.
         (3) Bei zirkularem Verkehr Unterscheidungsgruppe eintasten.
         (4) Kenngruppe eintasten.
         (5) Taste S-L-Bu herausnehmen.
         (6) Zum Chiffrieren des hergerichteten Klartextes nächstfolgen-
             den, noch nicht benutzten Schlüssellochstreifenabschnitt in
             den Leser 2 einlegen.

6.2.3.   Bei Eingabe des hergerichteten Klartextes über

         Schreibwerk                        Leser 1
         (1) Rechten Randanschlag           (1) Klartextlochstreifen in
             einstellten.                       den Leser 1 einlegen.
         (2) Taste Bu allg-S drücken.         Taste S/VK drücken,
         (3) SchreibwerktastePfeil              wenn Chiffretext zu-
             drücken.                           sätzlich auf Blatt aus-
         (4) Hergerichteten Klartext            gegeben werden soll.
             über Schreibwerktastatur       (2) Taste Bu allg-Le
             eingeben.                          drücken.
             (Klartext wir über Schreib-    (3) Taste Start drücken.
             werk, Chiffretext über Locher      (Chiffretext wird über
             ausgegeben.)                       Locher, bei gedrückter
                                                Taste S/VK über
                                                Schreibwerk und Locher
                                                ausgegeben.)

6.2.4.   Bei überschreiten von jeweils 100 Chiffretextgruppen stoppt das
         Gerät automatisch.

         (1) Taste Vorlauf E einmal drücken.
         (2) Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Leser 2 herausnehmen
             und nächstfolgenden gültigen Abschnitt einlegen.

         (3) Eingabe des Klartextes über    (3) Taste Start drücken.
             Schreibwerktastatur fort-
             setzen.

6.2.5.   Bei Ende des Klartextes:

         (1) Zeichenzähler ablesen.
         (2) Zwischenraum eintasten bis     (2) Taste Schritt so oft
             Kontrollampe 0 leuchtet.         drücken, bis die Kontroll-
                                                lampe 0 leuchtet.
         (3) Taste Vorlauf D drücken und Lochstreifen ca. 30 cm vor-
             laufen lassen und abreißen.
         (4) Taste Bu allg-S heraus-      (4) Taste Bu allg-Le und,
             nehmen.                            falls gedrückt, Taste
                                                S/VK herausnehmen.
         (5) Blatt mit Klartext aus dem     (5) Blatt mit Chiffretext aus
             Wagen herausnehmen.                dem Wagen und Klar-
                                                textlochstreifen aus dem
                                                Leser 1 herausnehmen.
         (6) Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Leser 2 herausnehmen.
         (7) Chiffretext oder Anfang des Chiffretextes entsprechend Ab-
             schnitt 7.2.3. ff dechiffrieren, falls eine Kontrolle auf einwand-
             freies Chiffrieren erforderlich ist.
         (8) Taste Aus am Gerät drücken.

7.       Dechiffrieren

7.1.     Allgemeines

         (1) Der Chiffretext muß zur Durchführung in Form eines 5-Ka-
             nallochstreifens vorliegen. Liegt der Chiffretext auf Blatt vor,
             so ist entsprechend Abschnitt 4. und unter Beachtung der Ab-
             bildung 3 und 4 ein Chiffretextlochstreifen herzustellen.

         (2) Chiffretextlochstreifen, die entsprechend Gebrauchsanwei-
             sung A zum Verfahren CM-2 hergestellt wurden, weisen fol-
             gende wesentliche Besonderheiten auf:

             - beim Vorlauf und Nachlauf ist anstelle der 32. Kombi-
             nation die Steuerkombination ZwR enthalten.
             - Vor der Kenn- bzw. Unterscheidungsgruppe ist keine
             Steuerkombination Bu enthalten.
             - Nach jeweils 100 Chiffretextgruppen ist einmal anstelle der
             Steuerkombination Zl die Steuerkombination WR ent-
             halten.

7.2.     Arbeitsablauf beim Dechiffrieren

         Folgende Arbeitsgänge sind bei Notwendigkeit und unter Beach-
         tung der Art der Vorlage des Chiffretextes in nachstehender Rei-
         henfolge durchzuführen:

7.2.1.   (1) Taste EIN am Gerät drücken.
         (2) Ein Blatt Papier in den Wagen des Schreibwerkes einspan-
             nen.
         (3) Rechten Randanschlag des Wagens einstellen.

7.2.2.   Bei Vorlage des Spruches auf Lochstreifen und Notwendigkeit
         der Erkennungsgruppen:

         (1) Lochstreifen mit erster Schrittgruppe der Kenn- bzw. Unter-
             scheidungsgruppe in den Leser 1 einlegen.
         (2) Schreibwerktasten Bu und Pfeil drücken.
         (3) Taste Le-S drücken.
         (4) Taste Start drücken.(Erkennungsgruppen werden ausge-
             druckt. Das Gerät stoppt nach Lesen der 32. Kombination au-
             tomatisch.)
         (5) Taste Le-S herausnehmen.
         (6) Blatt mit Erkennungsgruppen aus dem Wagen nehmen.
             Anhand der Kenngruppe den ersten für den Spruch zu be-
             nutzenden Schlüssellochstreifenabschnitt bestimmen und dem
             Heft entnehmen.


7.2.3.   Zum Dechiffrieren des Chiffretextes:

         (1) Chiffretextlochstreifen mit erster Chiffretextschrittgruppe in
             den Leser 1 einlegen.
         (2) Schlüssellochstreifenabschnitt in den Leser 2 einlegen.
         (3) Ein leeres Blatt in den Wagen einspannen.
         (4) Gruppenzähler in Nullstellung bringen.
         (5) Taste Lo/VK drücken, wenn der Klartext zusätzlich auf
             Lochstreifen ausgegeben werden soll.
         (6) Taste Bu allg drücken.
         (7) Taste Schritt mehrmals drücken.
         (8) Erscheint Klartext: Taste Start drücken.


7.2.4.   Nach Eingabe von 100 Chiffretextgruppen stoppt das Gerät auto-
         matisch.

         (1) Schlüssellochstreifenabschnitt aus dem Leser 2 herausnehmen.
         (2) Folgenden gültigen Schlüssellochstreifenabschnitt in den Le-
             ser 2 einlegen.
         (3) Taste Schritt mehrmals drücken.
         (4) Erscheint Klartext: Taste Start drücken.


7.2.5.   Bei Ende des Chiffretextlochstreifens stoppt das Gerät automa-
         tisch.
         (1) Taste Bu allg und, falls gedrückt, Taste Lo/VK heraus-
             nehmen.
         (2) Blatt aus dem Wagen spannen.
         (3) Bei Ausgabe auf Lochstreifen Taste Vorlauf D drücken.
             Lochstreifen ca. 30 cm vorlaufen lassen, deutlich mit der Auf-
             schrift KLARTEXT kennzeichnen und abreißen.
         (4) Chiffretextlochstreifen aus dem Leser 1 und Schlüssellochstrei-
             fenabschnitt aus dem Leser 2 herausnehmen.
         (5) Taste Aus am Gerät drücken.


7.2.6.   Im erhaltenen Klartext die notwendigen Korrekturen vornehmen.
         Aus dem Textzusammenhang erkennbare Verstümmelungen be-
         richtigen.

8.       Entstümmelungen

8.1.     Entstümmelungsversuche zum Spruchanfang

         (1) Überprüfen, ob das Chiffrieren mit dem Schlüssellochstreifen-
             abschnitt nächstniedriger oder nächsthöherer Nummerierung
             erfolgte.

         (2) Überprüfen, ob zum Chiffrieren Schlüsselunterlagen der Chif-
             frierverbindung eines anderen möglichen Schlüsselbereiches
             verwendet wurden.

         (3) Überprüfung der ersten Chiffretextgruppen auf Verstümme-
             lungen.

         (4) Ist die Kenngruppe im gültigen Schlüssellochstreifenheft bzw.
             auf dem ausgedruckten Formular nicht auffindbar, ist es
             statthaft, Kenngruppentafeln nächstfolgender Schlüsselloch-
             streifenhefte freizulegen.

8.2.     Entstümmelung des Chiffretextes vom Blatt
Art der VerstümmelungAuswirkungBeseitigung
8.2.1.Unvollständige GruppeDer Klartext ist von
dieser Stelle ab Ver-
stümmelt, da eine Ver-
schiebung der Additions-
reihe zum Chiffretext
erfolgt ist.
(1) Stelle des fehlenden Buchstabens bzw. der
fehlenden Buchstaben feststellen.

(2) Beliebige Buchstaben so oft eintasten,
bis die Gruppe aufgefüllt ist.
8.2.2.Gruppe mit mehr als
fünf Buchstaben
Siehe Abschnitt 8.2.1.Stelle der zusätzlichen Buchstaben feststellen,
zusätzliche Buchstaben weglassen.
8.2.3.Fehlende GruppenSiehe Abschnitt 8.2.1.(1) Gruppenanzahl entsprechend Spruchkopf
überprüfen.

(2) Ab Verstümmelung folgende Gruppe
so oft eintasten, bis sinnvoller Klartext
erscheint.
8.2.4.Zusätzliche GruppenSiehe Abschnitt 8.2.1.(1) Gruppenanzahl entsprechend Spruchkopf
überprüfen.

(2) Gleiche zusätzliche Gruppen im
Chiffretext streichen.

(3) Werden gleiche Gruppen nicht festgestellt,
so ab Verstümmelung nach jeder weiteren
eingetasteten Chiffretextgruppe
- Schlüssellochstreifenabschnitt mit der
  Handkurbel um fünf Schrittgruppen
  zurückdrehen, bis sinnvoller Klartext
  erscheint;
- eine Chiffretextgruppe überspringen,
  bis sinnvoller Klartext erscheint.
8.3.Entstümmelung des Chiffretextlochstreifens
8.3.1.Fehlende Chiffretext-
schrittgruppen

(1) Fehlende Fünfer-
    gruppen
(2) Unvollständige
  Fünfergruppen
Der Klartext ist von
dieser Stelle ab Ver-
stümmelung, da eine Ver-
schiebung der Additions-
reihe zum Chiffretext
erfolgt ist.
1. Möglichkeit
Schlüssellochstreifenabschnitt um so viele
Schrittgruppen nach vorn transportieren wie
Schrittgruppen im Chiffretextlochstreifen
fehlen.
Schreibwerkstaste ZwR so oft drücken wie
Schrittgruppen des Schlüssellochstreifenab-
schnittes übersprungen wurden.
Ausgefallene Klartextbuchstaben gegebenen-
falls einfügen.
2. Möglichkeit
Chiffretextlochstreifen um so viele Schritt-
gruppen zurücklegen, wie Schrittguppen im
Chiffretextlochstreifen fehlen.
Auf Blatt erschienen für fehlende Schrittgrup-
pen beliebige Buchstaben.
8.3.2.Zusätzliche Chiffretext-
schrittgruppen

(1) Zusätzliche
    Fünfergruppen.
(2) Gruppen mit mehr
    als fünf Schritt-
    gruppen.
Siehe Abschnitt 8.3.1.(1) Feststellen, welche Schrittgruppen zusätz-
    lich im Chiffretextlochstreifen enthalten
    sind.
    Diese Schrittgruppen nicht bearbeiten.
    Auf Blatt erschienen keine zusätzlichen
    oder falsche Buchstaben
(2) Ist eine Feststellung zusätzlicher Schritt-
    gruppen nicht möglich, so Chiffretextloch-
    streifen um so viele Schrittgruppen nach
    vorn transportieren, wie zusätzliche Schritt-
    gruppen im Chiffretextlochstreifen ent-
    halten sind.
    Auf dem Blatt erscheinen beliebige Buchstaben,
    die aus dem Zusammenhang zu berichtigen sind.
8.3.3.Anstelle von Chiffre-
textschrittgruppen
befinden sich die
Steuerkombinationen
WR, Zl, ZwR im
Chiffretextlochstreifen.
Siehe Abschnitt 8.3.1.
8.3.4.Anstelle von Chiffre-
textschrittgruppen
befinden sich die
32. Kombination im
Chiffretextlochstreifen.
Das Gerät stoppt.
Bei erneutem Start er-
folgt eine Verschiebung
der Additionsreihe zum
Chiffretext, und der Klar
text ist verstümmelt.
Siehe Abschnitt 8.3.1.
8.3.5.Anstelle der Steuer-
kombination WR, Zl
und ZwR befinden sich
Chiffretextschritt-
gruppen im Chiffretext-
lochstreifen.
Siehe Abschnitt 8.3.1.Siehe Abschnitt 8.3.2.
8.3.6.Anstelle von Chiffre-
textschrittgruppen
stehen die Steuerkom-
binationen Bu und Zi.
Für diese Steuerkombi-
nationen erschient auf
Blatt ein Zwischenraum
und im Lochstreifen eine
32. Kombination.
Die fehlenden Buchstaben sind aus dem
Zusammenhang zu ergänzen.


9.       Rückfragen

9.1.     Eine Rückfrage hat zu erfolgen, wenn in einem empfangenen
         Spruch Verstümmelungen enthalten sind, die nicht aus dem
         Zusammenhang oder durch Entstümmelungsversuche berichtigt
         werden können.

9.2.     Es ist offen eine Wiederholung der Übermittlung des Spruches
         oder der verstümmelten Gruppen des Spruches bei der absen-
         denden Chiffrierstelle anzufordern (Beispiel 21).

         Es ist verboten, weiter Mitteilungen offen zu geben.


9.3.     Treten nach wiederholter Übermittlung des Spruches oder der
         verstümmelten Gruppen des Spruches im Wesentlichen die glei-
         chen Fehler auf, und ist ein Dechiffrieren nicht möglich, ist offen
         eine Neubearbeitung des Spruches bzw. der betreffenden Teile
         des Spruches (nur vollständige Wörter) bei der absendenden Chif-
         frierstelle anzufordern (Beispiel 22).

         Es ist verboten, weitere Mitteilungen offen zu geben.

         Der angeforderte Spruch bzw. die angeforderten Teile des Spru-
         ches (nur vollständige Wörter) sind dann von der absendenden
         Chiffrierstelle mit neuen Spruchschlüssel zu chiffrieren.

10.      Sicherheitsbestimmungen

10.1.    Allgemeines

         (1) Chiffrierunterlagen sind nach den entsprechenden grundsätz-
             lichen Weisungen zu behandeln.

         (2) Bei besonderen Vorkommnissen ist vor Einleitung weiterer
             Sofortmaßnahmen entsprechend den bestehenden Bestim-
             mungen Meldung zu erstatten.

         (3) Mitteilungen über Kompromittierung sind bei Übertragung
             über Nachrichtenkanäle unter Verwendung der folgenden
             für diesen Verkehr vorgesehenen, nichtkompromittierten
             Schlüsselunterlagen zu chiffrieren.

10.2.    Vorkommnisse und Sofortmaßnahmen

         Vorkommnisse                 Sofortmaßnahmen
         (1) Kompromittierung von
             Klartext

             a) vor Übermittlung:     Mitteilung über Kompromittierung an Absender der Nachricht. Weitere
                                      Bearbeitung erst nach Rücksprache mit diesem.

             b) durch offene Über-    Mitteilung über Kompromittierung an Absender und Empfänger der
                mittlung oder nach    Nachricht.
                Übermittlung:

         (2) Kompromittierung
             eines Exemplars einer
             Schlüsselserie

             a) vor Übermittlung      Außerkraftsetzung aller Exemplare der betreffenden Schlüsselserie.
                damit bearbeiteter
                Sprüche:

             b) nach Übermittlung     Außerkraftsetzung aller Exemplare der betreffenden Schlüsselserie. Mit-
                damit bearbeiteter    teilung über Kompromittierung an Absender und Empfänger damit
                Sprüche:              übermittelter Nachrichten.

         (3) Kompromittierung von
             Schlüssellochstreifen-
             abschnitten

             a) vor Übermittlung      - Bereits bearbeitete Klartexte mit den nächsten für diesen Verkehr
                damit bearbeiteter      vorgesehenen nichtkompromittierten Schlüssellochstreifenabschnitten
                Sprüche:                neu chiffrieren.
                                      - Mitteilung über Kompromittierung an Chiffrierstelle(n) desselben
                                        Schlüsselbereiches.
                                      - Kompromittierte Schlüssellochstreifenabschnitte, falls nicht anders an-
                                        gewiesen, innerhalb 48 Stunden vernichten.

             b) nach Übermittlung     Mitteilung über Kompromittierung der betreffenden Textteile an Ab-
                damit bearbeiteter    sender und Empfänger der Nachricht.
                Sprüche:

         (4) Wiederholtes Benutzen
             von mehr als 10 Schritt-
             gruppen eines Schlüs-
             sellochstreifenabschnit-
             tes zum Chiffrieren

             a) ohne Übermittlung     Fehler korrigieren.
                des Spruches:

             b) und Übermittlung      Mitteilung über Kompromittierung der betreffenden Textteile an Absen-
                des so bearbeiteten   dende oder empfangende Chiffrierstelle und Mitteilung an Absender und
                Spruches:             Empfänger der Nachricht.

         (5) Einsetzen einer falschen
             Kenngruppe, Chiffrieren
             der Kenngruppe, Fehlen
             der Kenngruppe

             a) ohne Übermittlung     Fehler korrigieren.
                des Spruches:

             b) und Übermittlung      Bei Notwendigkeit Mitteilung der richtigen Kenngruppe an empfangende
                des Spruches:         Chiffrierstelle.

         (6) Kompromittierung der     Meldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
             Kenngruppentafel.

         (7) Benutzung verfahrens-
             fremder Schlüsselloch-
             streifenabschnitte

             a) ohne Übermittlung     Fehler korrigieren.
                des chiffrierten
                Spruches:

             b) und Übermittlung      - Mitteilung über Benutzung falscher Schlüsselunterlagen an Absender
                des chiffrierten        und Empfänger der Nachricht.
                Spruches:             - Ursache und Auswirkung des Fehlers ermitteln und die sich dar-
                                        aus ergebenden Sofortmaßnahmen durchführen.

         (7) Beschädigung des Sie-    Meldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
             gels des Chiffrierge-
             rätes durch unbefugte
             Personen.

         (8) Feststellen des Ausfalls
             von Kanälen beim
             Leser2 nach Chiffrieren
             durch das Kontrollpro-
             gramm für das Gerät

             a) ohne Übermittlung     - Nachricht nicht absetzen.
                damit bearbeiteter    - Arbeit mit dem Gerät einstellen.
                Sprüche:              - Wartungsmechaniker benachrichtigen.
                                      - Bereits bearbeiteter Klartexte mit einem anderen Gerät bzw. Ver-
                                        fahren nochmals bearbeiten.

             b) und Übermittlung      - Mitteilung über Kompromittierung an Absender und Empfänger der
                damit bearbeiteter      Nachricht.
                Sprüche:              - Arbeit mit dem Gerät einstellen.
                                      - Wartungsmechaniker benachrichtigen.
                                      - Sämtliche chiffrierte Sprüche seit letzter Kontrolle des Gerätes mit-
                                        tels Kontrollochstreifen zur Untersuchung an Leitstelle oder nächst-
                                        höhere Dienststelle übergeben.

         (9) Kompromittierung des     Sofortmeldung, aber keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich.
             Chiffriergerätes.

         (10) Chiffrieren und De-
              chiffrieren trotz
              Mängel am Chiffrier-
              gerät

              a) ohne Übermittlung    - Klartext mit funktionstüchtigem Gerät und noch nicht benutzten
                 des chiffrierten       Schlüsselunterlagen neu bearbeiten.
                 Spruches:            - Reparatur des Gerätes veranlassen.

              b) und Übermittlung     - Sofortmeldung erforderlich.
                 des chiffrierten     - Ursachen und Auswirkungen des Fehlers ermitteln und die sich dar-
                 Spruches:              aus ergebenden Sofortmaßnahmen durchführen.
                                      - Reparatur des Gerätes veranlassen.

         11. Beispiel

             Abkürzungen:  KT  = Klartext
                           hKT = hergerichteter Klartext

             Beispiel 1:

                   KT:   Polizeiliches Kennzeichen IA 07-03 Typ ...
                   hKT:  polizeiliches kennzeichen ia nullsieben strich null
                         drei typ ...

             Beispiel 2:

                   KT:   ... + ...... § ...
                   hKT:  ... plus ... paragraph ...

             Beispiel 3:

                   KT:   ... Major Gäbler ...
                   hKT:  ... major g ae b l e r ...

             Beispiel 4:

                   KT:   ... in Karl-Marx-Stadt  Kurt-Fischer-Str. ...
                   hKT:  ... in karl maryy stadt  kurt fischer str ...

                   KT:   Polizeiliches Kennzeichen XY 63-75 Typ ...
                   hKT:  polizeiliches kennzeichen yy y dreiunsechzig str
                         ich fuenfundsiebzig typ ...

             Beispiel 5:

                 KT:
Positions-Nr.BenennungNummer des Teiles
16Schneckenrad16.374.001
17Kegelrad18.440.003
18Zwischenwelle18.464.000

               hKT:  lies drei spalten a positions nr b benennung c
                       nummer des Teiles a einssechs b schneckenrad
                     c einssechs dreisiebenvier nullnulleins a einsie
                     ben b kegelrad c einsacht vierviernull nullnulldr
                     ei a einsacht b zwischenwelle c einsacht viers
                     echsvier nullnullnull

          bzw. hKT:  lies drei spalten a positions nr b benennung c
                       nummer des teiles a sechzehn b schneckenrad
                       c sechzehn dreihundertvierundsiebzig nullnullein
                     s a siebzehn b kegelrad c achtzehn vierhunder
                     tvierzig nullnulldrei a achtzehn b zwischenwell
                     e c achtzehn vierhundervierundsechzig nullnulln
                     ull

         Beispiel 6:

               KT:  hKT:

               1.    a
               2.    b
               .     .
               .     .
               .     .
               23.   w
               24.   y
               25.   z
               26.   aa
               27.   ab
               .     .
               .     .
               .     .


         Beispiel 7:

               KT:   Faszbinder fährt über Baerenburg nach Großenhain.
              hKT:   faszbinder faehrt ueber baerenburg nach groszenha
                     in pkt

         Beispiel 8:

               KT:     hKT:            bzw. hKT:
                8      acht            acht
               11      einseins        elf
              287      zweiachtsieben  zweihundertsiebenu
                                       ndachzig

         Beispiel 9:

               KT:   ... D-48 ...
               hKT:  ... d strich vieracht ...
          bzw. hKT:  ... d strich achtundvierzig ...

               KT:   ... BA 137 ...
               hKT:  ... ba rpt ba einsdreisieben ...
          bzw. hKT:  ... ba einhundertsiebenunddreiszig ...

               KT:   ... P 6024 ...
               hKT:  ... p sechsnull zwei vier ...
          bzw. hKT:  ... p sechzig vierundzwanzig ...

               KT:   ... 73 405 ...
               hKT:  ... siebendrei viernullfuenf ...
          bzw. hKT:  ... dreiundsiebzig vierhundertfuenf ...

         Beispiel 10:

               KT:   ... 1534568 ...
               hKT:  ... eisfuenfdrei vierfuenfsechs acht ...
          bzw. hKT:  ... einhudertdreiundfuenfzig vierhundertsechsun
                         undfuenfzig acht ...

         Beispiel 11:

               KT:   ... 54º 14,8′ N ...  ... 13º 27′ E ...
              hKT:   ... fuenfvier grad einsvier komma acht min n...
                     ... eindrei grad zweisieben min e ...
          bzw. hKT:  ... vierundfuenfzig grad vierzehn komma acht m
                     in m ...
                     ... dreizehn grad sienundzwanzig min e ...

         Beispiel 12:

               KT:   Der 22. Jahrestag
               hKT:  der zweizwei pkt jahrestag
          bzw. hKT:  der zweiundzwanzigste jahrestag

          Beispiel 13:

               KT:   Abshnitt IX/XII ...
               hKT:  abschnitt roem neuen sstrich roem einszwei ...
          bzw. hKT:  abschnitt roem neun sstrich roem zwoelf ...

         Beispiel 14:

               KT:   um 9 Uhr ... um 7 Uhr 15 Minuten ...
               hKT:  um nullneun uhr ... um nullsieben einsfuenf
                     uhr
          bzw. hKT:  um neun uhr ... um sieben uhr fuenfzehn m
                     in ...

         Beispiel 15:

               KT:   Ankommen am 17.8.1969 um ...
               hKT:  ankommen am einssieben aug sechsneun um ...
          bzw. hKT:  ankommen am siebzehten aug neunundsechzig
                     um ...

               KT:   ... eingetroffen, um die ...
               hKT:  ... eingetroffen um die ...
          bzw. hKT:  ... eingetroffen komma um die ...

         Beispiel 16:

               KT:   Siegfried Lehmann
               hKT:  l e h m a n n siegfried rpt lehmann

               KT:   Armin Saeger
               hKT:  s ae g e r armin rpt saeaeger ...

               KT:   ... IA 37-01 befindet sich ...
               hKT:  ... ia dreisieben strich nulleins rpt ia befindet
                     sich ...
          bzw. hKT:  ... ia dreisieben strich nulleins  rpt ia rpt ia b
                     findet sich ...

         Beispiel 17:

               Dreiteiliger Klartext:

               1. Teil:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger Text a ff
               2. Teil:  b Text ff
               3. Teil:  c Text Absender

         Beispiel 18:

         1. Spruch:  Vierteiliger Klartext:
                     1. Teil:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger Text aa
                                ff
                     2. Teil:  ab Text ff
                     3. Teil:  ac Text ff
                     4. Teil:  ad Text Absender

         2. Spruch:  Dreiteiliger Klartext:
                     1. Teil:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger Text ba
                                ff
                     2. Teil:  bb Text ff
                     3. Teil:  bc Text Absender

         Beispiel 19:

               Klartext:  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger A, B, C
                          1. zirkularer Textteil
                          1. individueller Textteil für A
                          1. individueller Textteil für B
                          1. individueller Textteil für C
                          2. zirkularer Textteil
                          2. individueller Textteil für A
                          2. individueller Textteil für B
                          2. individueller Textteil für C
                          3. zirkularer Textteil Absender

            Zirkularer Text:     VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger
            (für A, B, C)        (allgemein) 1.zirk.Textteil ia 2.zirk.
                                 Textteil ib 3. zirk. Textteil Absen-
                                 der

            Individueller Text:  VS-Einstufung (VS-Nr.) ia 1. ind.
            (für A)              Textteil für A ib 2. ind Textteil
                                 für A

            Individueller Text:  VS-Einstufung (VS-Nr.) ia 1. ind.
            (für B)              Textteil für B ib 2. ind Textteil
                                 für B

            Individueller Text:  VS-Einstufung (VS-Nr.) ia 1. ind.
            (für B)              Textteil für B ib 2. ind Textteil
                                 für B

         Beispiel 20:

               Schema der Übermittlung

                  (A) -> (B) -> (C)

               Zu chiffrierender Klartext durch Stelle A:
                  WWWWW VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger C Text
                  Absender A

               zu chiffrierender Klartext durch Stelle B:
                  VS-Einstufung (VS-Nr.) Empfänger C Text Absen-
                  der A

         Beispiel 21:

               Rückfrage:  Spruch Nr. ... wiederholen oder
                           Spruch Nr. ... 30. bis 40 Gruppe wieder-
                           holen

               Antwort:    Spruch Nr. ... (Chiffretext oder
                           Spruch Nr. ... 30. bis 40. Gruppe (Chiffre-
                           text)

         Beispiel 22:

               Spruch Nr. ... neu bearbeiten oder
               Spruch Nr. ... 12. bis 13. und 21 Gruppe neu bearbeiten

Arbeitsablauf des Chiffrierens

         Abb. 3
         Arbeitsablauf des Chiffrierens mit Eingabe über Leser 1 / individueller Verkehr (Spruch-
         länge unter 100 Gruppen)

Arbeitsablauf des Chiffrierens


Arbeitsablauf des Chiffrierens

         Abb. 4
         Arbeitsablauf des Chiffrierens mit Eingabe des Klartextes über Leser 1 / zirkularer Verkehr (Spruchlänge
         über 100 Gruppen)

Anmerkung des Autors zum Dokument:
Das Dokument zeugt von den Anfangszeiten des ZCO.
Das zeigt sich in den sehr umgangssprachliche Beschreibung
des Chiffriergerätes T-301, in den Überschriften
der Abschnitte - die bis zu vier Zeilen lang sind.
Siehe Punkt 3.5. auf Seite 167.
Das Inhaltsverzeichnis beginnt auf Seite 168.
Kleinere Fehler im Inhaltsverzeichnis wurden ohne weitere Kennzeichnung
revidiert.
Beispielbelege:
Chiffriergerät T-301 arbeitet mit dem Chiffrierverfahren CM-2.
Anstatt Stanzabfälle wird der Begriff Konfetti oder
ausgestanzten Papierteilchen verwendet.
Benzing = Lösungsmittel, Benzin - Alkoholhaltig
Kontaktpimpel = Linsenförmiger Kontakt
Alsiferringe = Aluminium-Silizium-Ferrit Ringe, magnetischer Ring.

                        GVS 2038/63
                        Ex.-Nr. 000*
                        90 Blatt


Handbuch
für das Schlüsselgerät CM-2
Ausgabe: II/65
Das Schlüsselgerät CM-2
1. Allgemeine Hinweise:

Das halbautomatische buchstabenschreibende Schlüsselgerät
CM-2 (Abb. 1) kann auf drei Betriebsarten eingestellt werden:
a) Klartext      - K
b) Dechiffrieren - D
c) Chiffrieren   - C
Die Umschaltung von einer Betriebsart zur anderen erfolgt
mit dem Betriebsartenumschalter (21). Die Eingabe des Textes
erfolgt manuell von Tastatur (25) oder automatisch, indem ein
Lochstreifen in den Transmitter eingegeben wird. Die Lochung
des Textes erfolgt nach dem Internationalen Telegraphenal-
phabet Nr. 2 (5 Kanäle), in einen 17,5 mm breiten Lochstreifen.
Das Schlüsselgerät gestattet die Anwendung von drei Arbeits-
arten:

a) Schreiben des Textes auf Blatt - B
b) Schreiben des Textes auf Blatt bei gleichzeitiger
   Lochung im Streifen            - BL
c) Lochung im Streifen            - L

Der Übergang von einer auf die andere erfolgt mit
Hilfe des Arbeitsartenumschalters (20). Im Prinzip arbeitet das
Schlüsselgerät elektromechanisch.

Die nominelle technische Geschwindigkeit des Schlüsselgerätes
ist 500 Zyklen/min.

Die mechanischen Teile des Schlüsselgerätes werden durch
einen Universal-Elektromotor Typ SL 369 uA 1 in Bewegung
gesetzt. Die Speisung erfolgt vom Wechselstromnetz mit einer
Spannung von 100-250 V und einer Frequenz von 50 Hz, oder
Gleichstrom mit einer Nennspannung von 110 V.

Zur Ausrüstung des Schlüsselgerätes gehören:

a) Ersatzteilkasten I
b) Werkzeugkasten
c) 1 Transportkiste für das Schlüsselgerät
d) 1 Transportkiste für Ersatzteil- und Werkzeugkasten
Abmessungen des Schlüsselgerätes:  509x488x285 mm
Gewicht des Schlüsselgerätes ohne Transportkiste  46,75 kg
Abmessung der Transportkiste für das Schlüsselgerät:
                                    618x548x327 mm
Gewicht des Schlüsselgerätes mit Transportkiste:  62,2  kg
Abmessung der Transportkiste für Ersatzteil- und
Werkzeugkasten                      520x438x115 mm
Gewicht der Transportkiste:                       10,25 kg
Gesamtgewicht des Schlüsselgerätes mit Zubehör:   72,45 kg


2. Aufbau des Schlüsselgerätes CM-2 (Abb. 1)

Das Schlüsselgerät CM-2 besteht aus einzelnen Baugruppen.
Die mechanische Verbindung zwischen den einzelnen Baugrup-
pen erfolgt durch Zahnradgetriebe und Zugstangen; die elek-
trische Verbindung durch Kontaktleisten. Alle Baugruppen des
Schlüsselgerätes sind auf einer Grundplatte montiert.
Von unten wird die Grundplatte mit einer Bodenplatte ver-
schlossen. Der elektrische Anschluß des Schlüsselgerätes an
Netz erfolgt durch Schukostecker (34).
Entsprechend der Art des Stromes, wird der Hebel (13) auf
(Gleichstrom) oder (Wechselstrom) gestellt. Der Spannungs-
wahlschalter (27) wird entsprechend der vorhandenen Netz-
spannung eingestellt. Gleichzeitig wir der Stromartenstecker
am Motor des Schlüsselgerätes unter dem Deckel (16) des Ge-
häuses (2) entsprechend gesteckt. Bei Speisung vom Wechsel-
stromnetz wird die Spannung auf der Skala des Voltmeters
(28) kontrolliert. Das Gehäuse, das die Baugruppen des Schlüs-
selgerätes verdeckt, besitzt drei Klappdeckel (12), (16), (35). Da-
durch ist es möglich, das Gehäuse abzunehmen, ohne den Wa-
gen des Schlüsselgerätes entfernen zu müssen. Das Gehäuse ist
rechts und links an der Grundplatte durch zwei unverlierbare
Schrauben (9) befestigt. An dem Gehäuse kann man einen Kon-
zepthalter (1) zur Ablage von Formblättern mit dem zu be-
arbeitenden Text befestigen.
Formblätter, auf die der Text geschrieben wird, werden in den
Wagen (11) eingespannt. Durch den Schalter (23) wir das
Schlüsselgerät an das Netz angeschlossen.
Die Einstellung des Schlüsselgerätes erfolgt gemäß der durch-
zuführenden Arbeit, indem man den Betriebsartenschalter
(21) auf K, D oder C stellt. Der Arbeitsumschalter (20) wird
ebenfalls entsprechend der durchzuführenden Arbeit in eine
der drei angeführten Stellungen (B, BL, L) gebracht.
Das Eintasten des zu bearbeitenden Textes geschieht auf der
Tastatur; sie hat 26 Tastenhebel (25), die Zwischenraumtaste
(26) und die Wagenrücklauftaste. Die Tastenhebel haben Buch-
stabenbezeichnung, die Taste für Wagenrücklauf ist nicht be-
sonders gekennzeichnet. Die Tastatur ist mit einer Verkleidung
(4) versehen.
Bei automatischer Texteingabe wir der gelochte Streifen in
die Streifeneinführung des Transmitter eingelegt und die Klappe
(36) geschlossen. Der Transmitter wir eingeschaltet, indem
man auf den Knopf EIN drückt. Bei Drücken des Knopfes
AUS erfolgt die Abschaltung.
Das Auslösen des Transmitters nur für einen Zyklus erfolgt
durch Drücken des Knopfes AUS. Durch Drehen der Scheibe
(29) kann der Lochstreifen um jede erforderliche Anzahl von
Schritten in beide Richtungen fortbewegt werden.
Beim Chiffrieren oder Dechiffrieren wird der Schlüsselloch-
streifen in die Streifeneinführung des Chiffrators (24) gelegt und
die Klappe (22) geschlossen.
Die verschlüsselten bzw. entschlüsselten Zeichen werden durch
den vierstelligen Zähler (18) gezählt. Beim dechiffrieren ist die
Möglichkeit, den Schlüssellochstreifen von Hand aus mit der
Kurbel (15) in beide Richtungen zu bewegen, vorgesehen.
Beim Schreiben von Klartext sowie beim Chiffrieren und De-
chiffrieren kann der bearbeitete Text mit Hilfe des Lochers (14)
im Fünfercode in den Streifen gestanzt werden. Der Locher hat
ein Zeichenzählwerk mit Zwischenraumgeber, das beim Chiff-
rieren nach je 5 Zeichenkombinationen die Kombination Zwi-
schenraum und nach je 10 Fünfergruppen die Kombination
Wagenrücklauf und Zeilenvorschub bringt. Das Ein- und Aus-
schalten des Zeichenzählwerkes mit Zwischenraumgeber erfolgt
durch Betätigung des Schalters (8) in die Stellung EIN bzw.
AUS.

Das Einschalten des Lochers für Streifenvorlauf erfolgt durch
Drücken des Knopfes (5). Es wird die Kombination Zwischen-
raum gelocht. Das Einschalten des Lochers für einen Schritt,
wobei nur das Transportloch gestanzt wird, erfolgt durch den
Schalthebel (3). Die ausgestanzten Papierteilchen fallen in den
Abfallkasten (10).

Die Vorratsrolle mit dem Lochstreifen ist in einer Kassette,
die sich in der Grundplatte befindet. Beim Rollenwechsel wird
die Kassette am Knopf (19) herausgezogen.

Der Text, der beim Chiffrieren gedruckt wird, wird automatisch
in Fünfergruppen zu je 10 Gruppen pro Zeile geteilt.

Diese Teilung in Fünfergruppen kann auch bei Arbeiten mit
Klartext erfolgen, wenn der Hebel (17) in die Stellung EIN
gebracht wird.


2.1. Baugruppen des Schlüsselgerätes CM-2

01) Chiffrator
02) Tastatur
03) Transmitter
04) Dekombinator
05) Stromversorgung
06) Automatikantrieb
07) Locher mit Zeichenzählwerk und Zwischenraumgeber
08) Druckwerk
09) Wagen
10) Filter
11) Antrieb
12) Grundplatte
13) Gehäuse mit Konzepthalter

I. Beschreibung der Baugruppen des Schlüsselgerätes

1. Tastatur

Über die Tastatur wird der Text manuell in das Schlüsselgerät
eingegeben. Bei der Betätigung einer Taste wird die Haupt-
welle des Schlüsselgerätes für einen Arbeitszyklus ausgelöst.
(Siehe 1.2. Auslösevorrichtung).

Die Tastatur hat 26 Tastenhebel, auf deren Tastenköpfen die
26 Buchstaben des deutschen Normalalphabetes eingraviert
sind. Außerdem hat die Tastatur eine Zwischenraumtaste, um
die geschriebenen Wörter zu trennen und eine Wagenrücklauf-
taste. Nach Drücken der Wagenrücklauftaste erfolgt der Zei-
lenvorschub und der Wagen fährt automatisch an den Anfang
der neuen Zeile zurück.

An die Tastatur werden zusätzlich folgende Forderungen, die
die Arbeit an dem Schlüsselgerät erleichtern, gestellt:

a) Arretierung des betätigten Tastenhebels für die Zeit eines
   Arbeitszyklus des Schlüsselgerätes in der unteren Stellung.

b) Es muß unmöglich sein, die Hauptwelle auszulösen, wenn
   zwei oder mehrere Tastenhebel gleichzeitig gedrückt wer-
   den. (Rollensperre)

c) Es muß unmöglich sein, die Hauptwelle durch Drücken
   einer Taste auszulösen, wenn der automatische Wagen-
   rücklauf erfolgt.

d) Die Tastenhebel, die bei der gegebenen Arbeit nicht ge-
   braucht werden, müssen blockiert werden können.

Diese Forderungen und auch die Auslösung der Hauptwelle des
Schlüsselgerätes für einen Arbeitsgang werden durch folgende
mechanische Gruppen erfüllt:

a) Tastenhebel
b) Auslösevorrichtung
c) Auslösesperre bei Drücken von zwei oder mehr Tasten
   (Rollensperre)
d) Sperrvorrichtung
e) Sperrschienen
f) Tastenhebel Wagenrücklauf
g) Zwischenraumtaste

Das Funktionsschema ist auf Abb. 2 abgebildet.

1.1. Tastenhebel (Abb. 4)

Die Tastenhebel drehen sich frei auf der Achse (11). Das rechte
Ende des Tastenhebels wird von der Feder (12) herunterge-
zogen. Die Federspannung kann man verstärken, indem man
die Feder in das Gewinde der Leiste, die an der Tastaturplatte
befestigt ist, hineinschraubt. Die Spannung dieser Feder ist
ausschlaggebend für den auf den Tastenhebel auszuübenden
Anfangsdruck. Die linken Enden der Tastenhebel liegen in den
Ausschnitten des Führungskammes. Auf der Tastaturplatte
sind Kontaktgruppen in zwei Reihen angeordnet (13) und (15).
Jeder Tastenhebel hat ein Gleitstück (9), das sich in Längs-
richtung des Tastenhebels auf den Stiften (8) und (10), die
in den Hebel eingenietet sind, verschieben kann. Jedes Gleit-
stück hat ein Kunststoffprisma (16) oder (14), das aus Isolier-
stoff besteht, dieses steht in der Ausgangsstellung des Tasten-
hebels entweder über der ersten oder der zweiten Reihe der
Kontaktgruppen. Am linken Teil des Tastenhebels befindet
sich ein Messer (4), das beim Betätigen einer Taste die Rollen
der Auslösesperre so verschiebt, daß ein Anlaufen der Haupt-
welle des Schlüsselgerätes beim Drücken einer weiteren taste
verhindert wird. Bei bestimmten Arbeitsbedingungen muß ver
Anlauf der Hauptwelle bei Betätigen gewisser Tasten ausge-
schlossen sein. Diese Forderung wird durch die Sperrschienen
erfüllt, die mit den Nasen der linken Enden der Tastenhebel
zusammenwirken. Bei Betätigen eines Tastenhebels wird er
Auslöserahmen (5) nach unten verschoben und wirkt seiner-
seits auf die Auslösevorrichtung ein und bewirkt das Anlaufen
der Hauptwelle des Schlüsselgerätes. Dabei nehmen die Nase
(18) des Gleitstückes (9) und der U-Rahmen (17) eine Stellung
ein, wie es in (Abb. 4 B) gezeigt ist; bei Ansprechen der Aus-
lösevorrichtung wird das Gleitstück von dem U-Rahmen (17)
in die rechte Endstellung gebracht.
Die obere Nase (6) des Gleitstückes schiebt sich unter die
Schiene(7) und verhindert dadurch die Rückkehr der Tasten-
hebels in die obere Ausgangsstellung, nachdem die Taste los-
gelassen wird (Abb. 4 C). Das Prisma (16) oder (14) liegt zwi-
schen den Kontakten (15) oder (13) und schließt sie. Kurz vor
Ende des Arbeitszyklus des Schlüsselgerätes kehrt der Tasten-
hebel in seine obere Ausgangsstellung zurück.


1.2. Auslösevorrichtung (Abb. 2)

Nachdem eine Taste betätigt wurde, spricht die Auslösevor-
richtung an. Die Kontaktgruppe der Tastatur wird geschlossen.

Die Hauptwelle des Schlüsselgerätes wird für einen Arbeits-
zyklus, der einer Umdrehung der Welle entspricht, freigegeben.

Die Auslösevorrichtung arbeitet wie folgt:
Bei Betätigung der Taste E, z. B., drückt die untere Kante des
Tastenhebels den rechten Teil des Auslöserahmens (13) nach
unten und bewegt die Achse (16) im Uhrzeigersinn. Dabei wirkt
der Hebel (40), der starr mit der Achse des Auslöserahmens
verbunden ist, mit seinem unteren Arm auf die Hebel (39) und
(47) ein und klinkt den Hebel (45) aus dem dreiarmigen Hebel
(43) aus.
Die rechten Arme der Hebel (43) und (2) sind durch eine ver-
stellbare Zugstange (15) verbunden. Die mittleren Arme sind
durch die Begrenzungshebel (41) und (83) mit dem U-Rahmen
(48) verbunden. Nach Freigabe der Hebel (45) und (43) bewegt
sich der U-Rahmen (48) zusammen mit dem eingefallenen
Gleitstück (6) unter dem Einfluß der Feder (57) nach links.
Das Prisma des Gleitstückes schließt die Kontaktgruppe (58).
Dabei klinkt der Hebel (81), der starr mit dem dreiarmigen
Hebel (82) verbunden ist, durch die Zugstange (80) die Halte-
klinke aus dem getrieben Teil der Start-Stopp-Kupplung
der Hauptwelle des Schlüsselgerätes aus.
Die Hauptwelle mach eine Umdrehung und gegen Ende der
Umdrehung wird die Auslösevorrichtung durch einen Nocken,
der auf der Hauptwelle steht, in die Ausgangsstellung gebracht.
Indem der U-Rahmen am Ende des Arbeitsganges auf den ab-
geschrägtem Arm des Hebels (49) aufläuft, wir der Hebel (39)
aus dem Hebel (47) bei der Rückkehr der U-Rahmens in die Ausgangs-
stellung vorbereitet. Nach Betätigen der Taste eines Tasten-
hebels bleibt dieser bis gegen Ende des Zyklus in der unteren
Stellung, weil die obere Nase des Gleitstückes (60) sich unter
der unteren Kante der Schiene (78) befindet. Das Gleitstück
wird erst wieder vom U-Rahmen (48) bei der Rückkehr mit
weggezogen.


1.3. Sperrvorrichtungen

1.3.1. Auslösesperre (Rollensperre)

Die Auslösesperre (Abb. 5) verhindert das Anlaufen der Haupt-
welle des Schlüsselgerätes wenn gleichzeitig mehr als ein
Tastenhebel gedrückt wird.
Als Grundplatte für die Rollensperre dient der Bügel (2) mit
den eingefrästen Schlitzen, in denen die Messer (4) der Tasten-
hebel liegen. Durch die vordere und hintere Wand der Grund-
platte (2) gehen die Achsen (3) um die sich die U-Bügel (8) frei
drehen können. Auf den Achsen dieser Bügel liegen Rollen (7).
Auf der Abb. 5 ist die Rollensperre dargestellt, nachdem das
Messer (4) des Tastenhebels die untere Stellung eingenommen
hat. Ein Teil der Rollen sind dadurch nach rechts und ein Teil
der Rollen nach links verschoben. Die äußeren Rollen stoßen
an die Anschläge (6) und (9), deren Stellung durch die Schrau-
ben (1) mit Kontermuttern einjustiert werden kann. Diese
Stellung der Auslösevorrichtung entspricht dem Zeitpunkt, in
dem die Hauptwelle des Schlüsselgerätes anläuft.
Wenn gleichzeitig 2 oder mehr Tastenhebel betätigt werden,
dann verhindern die Rollen (7) eine Bewegung der Messer in
die untere Grenzstellung, und der Anlauf der Hauptwelle ist
nicht möglich.


1.3.2. Sperrung der Tastatur während des automatischen Wagen-
rücklaufes (Abb. 2)

Die Hebel (84) und (109) sind mit dem rechten Arm des Hebels
(82) verbunden. Zusammen mit ihm führen sie während eines
jeden Zyklus eine Hin- und Herbewegung aus. Nachdem das
58. Zeichen der Zeile auf dem Papier abgedruckt ist, wird die
Zugstange (74) durch den Wagen über ein Hebelsystem nach
links verschoben, und mit ihr drehen sich die Hebel (84) und
(85). Der Ansatz (98) des Hebels (109) stellt sich gegenüber dem
Ansatz des Hebels (86). Beim folgenden 59. Zyklus klinkt der
Hebel (109) mit seinem Ansatz den Hebel (86) aus der Sperr-
schiene (22) aus. Unter dem Zug der Feder verschiebt diese sich
nach rechts. Die Zähne der Sperrschiene legen sich unter die
nichtgedrückten Tastenhebel und Verhindern, daß sie gedrückt
werden. Ein betätigter Tastenhebel wird in der unteren Stel-
lung von einem Zahn der Sperrschiene festgehalten, indem er
in die Aussparung am rechten Ende des Tastenhebels einfällt.
Nach dem Wagenrücklauf verschiebt sich die Zugstange (74)
nach rechts und stellt mit dem Hebel (85) die Ausgangsstellung
der Sperrelemente wieder her.


1.3.3. Sperrung der Tastatur, wenn bei K im Chiffrator ein
Schlüssellochstreifen eingelegt wird (Abb. 2)

Wenn bei der Betriebsart Klartext im Chiffrator ein Schlüssel-
lochstreifen eingelegt wurde, so wird die Stange (68), die mit
dem in der Streifenführung hervorstehenden Knopf verbun-
den ist, heruntergedrückt. Über Zwischenelemente (69, 72, 62,
52) wir der Hebel (39) ausgehakt, wodurch ein Anlaufen der
Hauptwelle nach Betätigung eines Tastenhebels unmöglich ist.


1.3.4. Sperrung der Tastatur, wenn im Chiffrator der Schlüsselloch-
streifen zu Ende ist (Abb. 2)

Nachdem der Schlüssellochstreifen, der in den Chiffrator ein-
gelegt wurde, zu Ende ist, d. h. wenn im Streifen die 32. Kom-
bination vorhanden ist, sprechen die Bauelemente an, die die
Zugstange (96) freigeben. Diese geht in die untere Stellung. Da-
bei entfernt sich der Hebel (8) von der Sperrschiene 2 (9) und
gibt dieser die Möglichkeit, sich nach rechts zu verschieben, die
Tastenhebel zu blockieren und das Anlaufen der Hauptwelle
unmöglich zu machen. Die Hebel (92), (91) und die Zugstange
(90) schalten gleichzeitig den Transmitter aus, indem sie auf
dessen Auslöseelement einwirken.


1.3.5. Sperrung der Tasten Zwischenraum, Wagenrücklauf und X

In der Tastatur befinden sich die Sperrschiene 3 (20), die es er-
möglichen, bestimmte Tastenhebel in Abhängigkeit von der
Stellung des Betriebsartenschalters zu sperren.
Die Sperrschiene wird durch die Nocken (6) Abb. 6 gesteuert.

Betriebsart K (Abb. 6a)

Wird der Betriebsartenumschalter auf K gestellt, so bewegt
sich die Sperrschiene 3 (3) in der Längsrichtung auf 2 Stiften
(2) und (7). Alle Tastenhebel können ungehindert betätigt
werden.

Betriebsart D (Abb. 6b)

Steht der Betriebsartenumschalter auf D, so sperrt die
Schiene (3) die Zwischenraumtaste (1) und die Wagenrücklauf-
taste (5).

Betriebsart C (Abb. 6c)

Steht der Betriebsartenumschalter auf C, so sperrt die
Schiene (3) die Tasten X (4) und WR (5).


1.4. Wagenrücklauftaste (Abb. 2)

Die Wagenrücklauftaste dient dazu, über die Wagenrücklauf-
welle den Wagen aus einer beliebigen Stellung in die Anfangs-
stellung zu bringen. Bei Betätigen der Wagenrücklauftaste
läuft die Hauptwelle des Schlüsselgerätes an und der Elektro-
magnet am Locher, der die Auflagestücke von Wagenrücklauf
und Zeilenvorschub steuert, zieht an.
Bei Drücken der Wagenrücklauftaste wir der Hebel (79) so-
wie die Zugstange (73), die in den Zahn (65) des Hebels (66)
eingreift, bewegt. Am ende der Bewegung rastet die Zug-
stange (73) aus dem Zahn des Hebels (66) aus. Der Hebel (66)
schaltet mit der Stange (74) über weitere Hebel die Kupplung
für den Wagenrücklauf ein. Bei Ende des Wagenrücklaufes
wird der Hebel (66) durch die Zugstange (74) in seine Aus-
gangsstellung zurückgebracht. Nachdem die Wagenrücklauf-
taste losgelassen wird, rastet die Zugstange (73) wieder in den
Zahn des Hebels (66) ein.


1.5. Zwischenraumtaste (Abb. 2)

Die Zwischenraumtaste besteht aus der Leiste (18) und 2 He-
beln (11) und (21), die durch die Zugstange (14) verbunden sind.
Die Bewegung dieses Systems bei Drücken der Leiste (18) wird
über die Zugstange (23), die Hebel (31) und (26) auf den Hebel
(54) übertragen, der auf die Auslösevorrichtung der Tastatur
einwirkt.

2. Transmitter

Transmitter und Dekombinator sind zum automatischen Ein-
tasten der Zeichen vorgesehen. Das Funktionsschema des
Transmitters und des Dekombinators ist in (Abb. 19) dar-
gestellt.

Der Transmitter besteht aus:
a) Hauptwelle mit einer Start-Stopp-Kupplung
b) Auslösevorrichtung, die ein einmaliges Anlaufen der
   Hauptwelle und ihr Anhalten gewährleistet
c) Abfühleinrichtung
d) Streifentransportvorrichtung
e) Sperrvorrichtungen


2.1. Hauptwelle des Transmitters (Abb. 19)

Die Hauptwelle des Transmitters besitzt eine ähnliche Start-
Stopp-Kupplung wie die Hauptwelle des Schlüsselgerätes. Der
treibende Teil der Kupplung wird von dem sich ständig dreh-
enden Teil der Hauptwelle des Schlüsselgerätes über die Kar-
dangabel (19) und zwei Zahnräder bewegt.
Die Stoppstellung der Hauptwelle wird durch den Nocken (30),
den Hebel (31) mit Rolle und Feder (33) fixiert. Die Start-
Stopp-Kupplung besitzt eine Sperrnase (36), in die der Hebel
(16) einrastet und eine Sperrnase an der Stirnfläche des ge-
triebenen Kupplungsteils (32), in die der Hebel (20) einrastet.


2.2. Auslösevorrichtung

Die Auslösevorrichtung des Transmitters besteht aus 2 Stan-
gen mit den Knöpfen (1) EIN und (2) AUS, den Gleitstük-
ken (11) und (13), dem Hebel (16) und dem Sperrbügel (3) mit
der Feder (5).
Wird auf den Knopf EIN gedrückt, so verschiebt die Stange
das Gleitstück (11). Dieses dreht mit dem auf ihm befindlichen
Finger den Hebel (16). Dadurch wir die Sperrnase (36) der
Start-Stopp-Kupplung freigegeben und die Umdrehung der
Hauptwelle ist möglich.
Der Sperrbügel (3)
wird durch die Feder (5) in die rechte Kerbe der Stange (1) ein-
gerastet. Dadurch wird sie in dieser Stellung festgehalten und
gewährleistet so eine blockierungsfreie Arbeit der Hauptwelle.

Zum Ausrasten der Start-Stopp-Kupplung und damit zum An-
halten der Hauptwelle muß der Knopf AUS gedrückt werden.

Dabei wird der Sperrbügel durch die Schräge der Kerbe der
Stange, die mit dem Knopf AUS verbunden ist, angehoben
und das Gleitstück (11) kehrt mit Stange (1) in seine Ausgangs-
stellung zurück. Die Kupplung wird ausgerastet.

Das Anlaufen der Hauptwelle für einen Arbeitszyklus erfolgt
durch Drücken auf den Knopf AUS.

Dabei führt das Gleitstück (13) und der mit ihm verbundene
Hebel (14) das Gleitstück (11) mit sich. Durch den auf ihm be-
findlichen Finger wir der Hebel (16) geschwenkt und die
Sperrnase (36) freigegeben. Die Start-Stopp-Kupplung rastet
ein.
Am Ende der ersten Umdrehung der Hauptwelle wird der
Hebel (18), durch den Feststellhebel (319 nach oben geschoben.
Mit seinem rechten Arm rastet er den Hebel (14) aus dem
Gleitstück (11) aus, das unter Einwirkung seiner Feder nach
rechts geschoben wird. Der Hebel (16) legt sich gegen die
Sperrnase (36), wodurch die Kupplung ausgerastet und die
Hauptwelle angehalten wird.


2.3. Abfühlvorrichtung (Abb. 19)

Die Abfühlvorrichtung besteht aus fünf Abfühlhebeln (42), den
5 Ansatzstücken (43), dem Hebel (10), dem Nocken (9) und den
mit den Abfühlhebeln verbundenen Federn (51).
Nach dem Anlaufen der Hauptwelle wird der Hebel (10) durch
den Nocken (9) angehoben. Der rechte Arm des Hebels (10) gibt
die Abfühlhebel frei, die sich unter dem Einfluß der Federn (51)
haben. Wenn in dem Lochstreifen, welcher in den Transmitter
eingelegt ist, gegenüber einem Abfühlstift kein Loch vorhanden
ist, so hebt sich dieser bis er an den Streifen stößt. Ist gegen-
über einem Abfühlstift ein Loch vorhanden, so geht er hindurch
und hebt die auf ihm liegenden Ansatzstücke (43) mit an. Nach
einer gewissen Zeit, die durch das Zeitdiagramm des Schlüssel-
gerätes angegeben wird, werden alle Abfühlhebel durch den
Hebel (10) wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht.


2.4. Streifentransportvorrichtung

In jedem Arbeitszyklus des Transmitters muß sich der Loch-
streifen um einen Schritt weiterbewegen.

Der Vorschub des Streifens erfolgt nach dem Abtasten der
Zeichenkombination durch die Abfühlstifte und deren Rück-
kehr in die untere Stellung.

Der Streifentransport geht wie folgt vor sich:
Der Nocken (12) schwenkt den Hebel (15) mit der Schaltklinke
(38). Diese greift in einen Zahn des Schaltrades (39) ein und
dreht sich weiter. Dadurch wird die Streifentransporttrommel
(40) ebenfalls um einen Schritt weiter gedreht. Die Stifte, die
sich an der Streifentransporttrommel (4) befinden, greifen in
die Transportlöcher des Streifens ein und bewegen diesen so-
weit vorwärts, bis die nächste Zeichenkombination den Ab-
fühlstiften der Abfühlhebel (42) gegenüberstehen. Die beiden
Finger (37) begrenzen die Bewegung der Schaltklinke (38) und
verhindern eine Bewegung auf Grund der Trägheit des Schalt-
rades (39) und der Streifentransporttrommel (40).


2.5. Sperrvorrichtungen

2.5.1. Anhalten des Transmitters für die Zeit des Zeilenvorschubs
und Wagenrücklaufs

Bei Weiterschaltung des Wagens vom 1. bis einschließlich 57.
Schritt nimmt die Sperrvorrichtung die in (Abb. 19) angeführte
Stellung ein.
Die Zugstange (34) ist nach rechts geführt, und das Ansatz-
stück (29) gelangt nicht unter die Einwirkung des Hebels (28).
Der Hebel (22) ist durch den Arm (25) des Hebels (21) blockiert.
Der Hebel (20) kann nicht in die Sperrnase der Start-Stopp-
Kupplung (32) eingreifen.
Nach Vollendung des 58. Schrittes durch den Wagen wird die
Zugstange (34) vom wagen über Zwischenelemente nach Links
geschoben. Das Ansatzstück (29) befindet sich dann mit seiner
Nase an der rechten Seite unter dem Hebel (28).
Im 59. Zyklus des Transmitters drückt der Nocken (23) über den
Hebel (28), das Ansatzstück (29) und die Stange (26) auf den
unteren Arm des Hebels (21). Der obere Arm (25) des Hebels
(21) gibt den Hebel (24) frei. Unter dem Einfluß der Feder (27)
dreht sich die Achse mit den Hebeln (20), (22) und (24).
Der Hebel (20) greift in die Sperrnase des Hebels (36) ein und
rastet die Start-Stopp-Kupplung aus. Am Ende des Wagen-
rücklaufes schiebt der Wagen die Zugstange (34) nach rechts
und schwenkt nach Überwindung der Kraft der Feder (27) die
Hebel (22), (24) und (20). Der Hebel (21) dreht sich unter Ein-
wirkung seiner Feder und fällt in die Einkerbung des Hebels
(24) ein. Der Hebel (20) gibt die Sperrnase der Start-Stopp-
Kupplung frei.

Die Start-Stopp-Kupplung rastet ein und arbeitet blockie-
rungsfrei bis zum nächsten Wagenrücklauf.
Das Anhalten des Transmitters für die Zeit des Zeilenvorschubs
und Wagenrücklaufes erfolgt nur dann, wenn die 59. Kombi-
nation, die abgetastet wird, eine Zeichenkombination und keine
Steuerkombination ist, d. h. wenn es eine Kombination ist,
die vom Anlaufen der Hauptwelle des Schlüsselgerätes be-
gleitet ist. Zum Beispiel kann beim Dechiffrieren die 59. Kombi-
nation eine Steuerkombination (Zwischenraum, Wagenrück-
lauf, Zeilenvorschub oder 32. K.) sein. In diesem Falle läuft die
Hauptwelle des Schlüsselgerätes nicht an. Ist die 59. Kombi-
nation aber Buchstaben- oder Ziffernumschaltung, so läuft die
Hauptwelle an.

Um ein vorzeitiges Anhalten auszuschließen, ist in das Blok-
kierungssystem des Transmitters beim Wagenrücklauf eine
Stange (26) einbezogen, die vom Auslösebügel der Tastatur
über die Stoßstangen (103), (102) Abb. 2 arbeitet.

Beim Anlaufen der Hauptwelle des Schlüsselgerätes gleitet
die Stange (26) Abb. 19 nach links und schiebt ihren Ansatz
unter den Hebel (29). Durch den Nocken (23) und die Hebel (28),
(29), (26), (21) und (20) wird der Transmitter angehalten. Ist
die 59. Schrittgruppe eine Steuerkombination (außer Buchsta-
ben- und Ziffernumschaltung), so läuft die Hauptwelle des
Schlüsselgerätes nicht an, der Ansatz der Stange (26) befindet
sich nicht unter dem Hebel (29). Der Transmitter wird nicht
gestoppt.


2.5.2. Das Anhalten des Transmitters, wenn im Schlüssellochstreifen
eine 32. Kombination erscheint, oder der Streifen nicht mehr
transportiert wird

Die Zugstange (52) wird in einem solchen Falle nach rechts ge-
bracht und schwenkt dadurch den Hebel (54). Der letztere hebt
mit der abgeschrägten Kante seines linken Armes den Sperr-
bügel (3) an und löst ihn von der Knopfstange EIN. Sie
springt nach rechts; die Start-Stopp-Kupplung des Trans-
mitters wird ausgerastet.

2.5.3. Blockieren des Transmitters bei Erscheinen der 32. Kombi-
nation

Wird keine Wählschiene (44) verschoben, so fällt der Hebel (5)
in die Aussparung der Wählschienen (44) ein und hebt mit
seinem unteren Arm den Bügel (3) aus der Knopfstange EIN
aus.

3. D e k o m b i n a t o r

Der Dekombinator ist das ausführende Organ des Transmitters,
der das Anlauf der Hauptwelle des Schlüsselgerätes nach
Drücken auf einen bestimmten Tastenhebel je nach der Kombi-
nation im Lochstreifen bewirkt.

Der Dekombinator ist als selbständiges Organ ausgeführt, das
sich an dem Transmitter befindet.
Der Dekombinator besteht aus den 5 Wählschienen (44)
Abb. 19 mit den Federn (48), den Hebeln (45) und dem Schlag-
bügel (47).
In Stoppstellung der Hauptwelle des Transmitters sind alle
Wählschienen (44) nach rechts verschoben. Zwischen ihren lin-
ken Kanten und den Ansatzstücken (43) besteht ein kleiner
Spielraum. Die Hebel (45) werden durch den unteren Teil des
Schlagbügels (47) von den Kanten der Wählschienen (44) ent-
fernt. Nach Anlaufen der Hauptwelle des Transmitters und der
Einstellung der Abfühlhebel (42) sowie der Ansatzstücke (43) in
Abhängigkeit von der Kombination im Streifen, geht der He-
bel (41), der die Linksbewegung der Wählschienen (44) be-
grenzt, zurück und ermöglicht den Wählschienen (44) sich
unter der Wirkung der Federn (48) in Richtung der Ansatz-
stücke (43) zu verschieben.

Jeder Wählschiene (44) steht ein Ansatzstück (43) gegenüber.
Stehen die Ansatzstücke unten, so verhindern sie die Links-
bewegung der Wählschienen (44).

Es bewegen sich nur die Schienen (44) hinter dem Hebel (41)
nach links, deren Ansatzstücke (43) durch die Abfühlhebel
hochgezogen wurden.

In den Kanten der Wählschienen sind Aussparungen. Nachdem
sich der Hebel (41) nach links bewegt hat, nehmen je nach der
Kombination im Lochstreifen die Wählschienen (44) eine Stel-
lung ein, wo einem Hebel (45) die Aussparungen aller 5 Schie-
nen gegenüberliegen.

Nachdem die Schienen nach der Kombination im Lochstreifen
eingestellt sind, tritt der Schlagbügel (47) in Aktion, der durch
den Hebel (46) vom Nocken (6) über die Zugstange (4) und (49)
gesteuert wird.

Der untere Arm des Bügels schwenkt nach rechts. Einer der
Hebel (45) kann unter Federeinwirkung in die gemeinsam vor-
handenen Aussparungen der Wählschienen einfallen. Bei der
Weiterbewegung des Bügels schlägt dessen linker Arm auf den
Ansatz des oberen Teils des Hebels (45), der in die Aussparung
eingefallen ist. Dabei wird ein bestimmter Tastenhebel ge-
drückt. Die Hauptwelle des Schlüsselgerätes läuft an.
Danach beginnt sich der Bügel (47) in entgegengesetzter Rich-
tung zu bewegen und führt den eingefallenen Hebel wieder
aus der Aussparung heraus. Die übrigen bringt er in Aus-
gangsstellung.

Zwischen den Hebeln (45) und den Kanten der Wählschienen
(44) muß etwas Spielraum sein. Am Ende des Zyklus werden
die Schienen (44) durch den Hebel (41) in ihre Ausgangsstellung
zurückgebracht.

4. L o c h e r

Der Locher hat die Aufgabe, den in die Tastatur, mit Hand oder
automatisch, eingegebenen Text im Fünfercode des Internatio-
nalen Telegraphenalphabetes Nr. 2 in den Streifen zu lochen.
Beim Chiffrieren können die Kombinationen, die in den Strei-
fen gelocht werden, selbständig durch die Kombination Zwi-
schenraum in Fünfergruppen jeweils nach 10 Fünfergruppen
durch die Kombination Wagenrücklauf und Zeilenvorschub
getrennt werden.
Dazu besitzt der Locher einen Zeichenzähler mit Zwischen-
raumgeber, der beim Chiffrieren in die Arbeit mit einbezogen
werden kann. Zeichenzähler mit Zwischenraumgeber arbeitet
im gleichen Zyklus wie der Locher und erfordert keinen zu-
sätzlichen Zeitaufwand. Bei der Arbeit mit Klartext und bei
Dauerauslösung ZW wir der Zeichenzähler mit Zwischen-
raumgeber in Ausgangsstellung gebracht (für das erste Zeichen
der ersten Fünfergruppe der Zeile) und behält diese Stellung
bis zum Übergang zum Chiffrieren bei.

Das Lochen der Steuerkombinationen Zwischenraum, Wa-
genrücklauf u. Zeilenvorschub erfolgt gleichzeitig mit dem
Lochen der fünften Zeichenkombination einer Fünfergruppe
und je nach Anzahl der gleichzeitig gelochten Kombinationen
erfolgt ein Streifentransport von 1, 2 oder 3 Schritten.
Zum Lochen findet Lochstreifenpapier mit einer Breite von
17,5 mm Verwendung.


4.1. Eingabe und Lochen der Fünferschrittgruppen

Die Eingabe der Kombinationen in den Locher erfolgt durch
die Wählschienen des Kombinators des Druckwerkes. Die
Wählschienen andern bei ihrer Bewegung die Stellung der He-
bel (42) Abb. 20, deren vertikale Arme durch die Zugstangen
(41) und die Hebel (28) die Auflagestücke (27) des Lochers
steuern.
Der Locher besitzt 12 Stanzstempel, die in drei Reihen ange-
ordnet sind. (Abb. 20 - Schema für die Anordnung der Auf-
lagestücke).
a) In der ersten Reihe befinden sich 5 Stempel (18) zum
Lochen der Kombinationen und 1 Stempel (19) zum
Lochen der Transportlöcher.

b) In der zweiten Reihe liegen 3 Stempel zum Lochen der
Steuerkombinationen und 1 Stempel zum Lochen der
Transportlöcher.

c) In der dritten Reihe befindet sich 1 Stempel zum Lochen
einer Steuerkombination und 1 Stempel zum Lochen von
Transportlöchern.
Wir haben also im Locher insgesamt 9 Stempel zum
Lochen von Kombinationen und 3 Stempel zum Lochen
von Transportlöchern.

In Stoppstellung des Schlüsselgerätes befinden sich die 5 Auf-
lagestücke (27) unter dem Stanzbügel (31). Das Auflagestück
(26) liegt immer (außen beim Drücken der WR-Taste) unter
dem Stanzbügel (31), über dem Stempel (1). der in jedem Zy-
klus die Transportlöcher stanzt.


4.2. Zeichenzähler mit Zwischenraumgeber (Abb. 21)

Der Zeichenzähler mit Zwischenraumgeber ist zum Steuern der
Auflagestücke (29), (31) und (32) vorgesehen, die in einer be-
stimmten Stellung über den Stempeln zum Lochen der Steuer-
kombinationen angeordnet sind, sowie zum Steuern des Bügels
(18), mit dessen Hilfe der Vorschub des Streifens um 1, 2 oder
3 Schritte erreicht wird.


4.2.1. Arbeit des Zeichenzählers mit Zwischenraumgeber beim
Chiffrieren

Beim Chiffrieren werden die Elemente des Zeichenzählers mit
Zwischenraumgeber durch die Scheiben (21) und (23) ge-
steuert, die auf der Achse (22) sitzen.
In Abb. 21 ist die Ausgangsstellung des Zeichenzählers mit
Zwischenraumgeber vor dem Chiffrieren gezeigt.
In jedem Arbeitszyklus des Schlüsselgerätes  vollführt der
Nocken (49) eine Umdrehung und der Hebel (48), der drehbar
auf dem Hebel (50) gelagert ist, vollzieht eine Vor- und Rück-
wärtsbewegung, wobei er das Schaltrad (51) um eine fünfzig-
stel Umdrehung verschiebt.
Die Schalträder (51) und (4) sind auf einer Buchse angebracht,
die sich auf der Achse (56) frei dreht.
Die Stellungen der Achse (56) werden durch den Hebel (7) und
die Scheibe (6) festgehalten, die mit der Achse (56) starr ver-
bunden ist.
An der Scheibe (6) befindet sich die Rastklinke (3), die drehbar
gelagert ist. Sie greift in das Schaltrad (4) ein.
Die Umdrehung des Schaltrades (51) überträgt sich über das
Schaltrad (4), den Hebel (3) und die Scheibe (6) auf die
Achse (56).

Die auf der Achse (56) angebrachte Scheibe (23) besitzt 9 Zähne,
die jeweils unter einem Winkel von 36º angeordnet sind. Der
Winkel zwischen dem 1. und dem 9. Zahn beträgt 72º.
Die Scheibe (21) besitzt nur einen Zahn, der zwischen dem 9.
und 1. Zahn der Scheibe (23) angeordnet ist.

In Ausgangsstellung des Zeichenzählers mit Zwischenraum-
geber liegt sich der Zahn auf der Scheibe (21) und der Zahn
auf dem Hebel (46) gegenüber.
Dabei bewegt sich der Bügel (33) mit den Auflagestücken (29)
entgegen dem Uhrzeigersinn und zwar durch die Spannung der
Feder (40), die auf den Bügel (41) wirkt. Mit einer Schraube
drückt dieser auf den Arm des Bügels (27), der mit dem Bügel
(33) verbunden ist.
Das linke Auflagestück (29) hat eine Nase, die bei einer Be-
wegung das Auflagestück (31), das am Bügel (35) befestigt ist,
mitnimmt und nach links bewegt. Die Ausgangsstellung der
Auflagestücke (29), (31), (32) ist in (Abb. 20 Stellung II) dar-
gestellt.


4.2.2. Automatisches Lochen von Zwischenraum

Das Zusammentreffen des Zahnes am Hebel (20) mit den
Zähnen der Scheibe (23) erfolgt am Anfang des 5. Zyklus einer
jeden Fünfergruppe (1.-9. Gruppe) des Geheimtextes. Beim
Zusammentreffen des Zahnes am Hebel (20) mit den Zähnen
der Scheibe (23) geht der Stift (39) nach oben. Dadurch erhält
der Bügel (38) die Möglichkeit, sich zu drehen. Er drückt mit
der Stellschraube auf den Bügel (34) mit dem Auflagestück (32).
Dieser bewegt sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Bei seiner Be-
wegung zieht der Bügel (34) mit einer Schraube den Bügel (35)
mit dem Auflagestück (31) mit.

Dabei erhalten die Auflagestücke eine Stellung, die ein Lochen
der Schrittgruppe Zwischenraum (Abb. 20 Stellung III) er-
möglichen.

Der nach unten geführte linke Hebelarm (20) bringt über den
Hebel (17) den Bügel (18) in eine Stellung, bei der nach dem
Lochen der Schrittgruppe Zwischenraum ein Streifenvor-
schub von 2 Schritten erfolgt. Wenn der Zahn des Hebels (20)
zwischen den Zähnen der Scheibe (23) liegt, werden die Bügel
(38), (34) und (35) durch Federspannung vom Stanzbügel weg-
geführt (Abb. 20 Stellung I).

4.2.3. Automatisches Lochen von Wagenrücklauf und Zeilenvorschub

Vor dem Lochen der Schrittgruppe , die dem 5. Zeichen in der
10. Fünfergruppe des Geheimtextes entspricht, werden der
Zahn der Scheibe (21) und der Zahn des Hebels (46) einander
gegenübergestellt. Das Auflagestück wird in die oben beschrie-
bene Stellung gebracht, in der auf dem Streifen gleichzeitig
mit dem Lochen der Kombinationen Wagenrücklauf und Zeilen-
vorschub (Abb. 20 Stellung IV) gelocht werden. Dabei bringt
der linke Arm des Hebels (46) über den Hebel (17) den Bügel
(18) in eine Stellung, in der im Arbeitszyklus ein Streifen-
vorschub von 3 Schritten erfolgt.
Die Stellung des Bügels (18) verändert sich unter der Einwir-
kung der Hebel (19), (20) und (46), die die Anzahl der Schritte
in jedem Arbeitszyklus angeben.


4.3. Streifentransport

Wenn die Rolle des Hebels (45) auf dem kleinen Radius des
Nocken (44) sieht, ist die Streifenvorschubklinke (16) in ihrer
oberen Stellung. Sie liegt mit ihrer Nase auf dem Bügel (18).
Der Bügel (18), der durch den Hebel (17) eingestellt wird, läßt
die Klinke (16) bei Vollführung ihres Arbeitsganges in den
ersten, zweiten oder dritten Zahn am Schaltrad (15) (von der
Sperrstellung aus gerechnet) einfallen und die Achse (14) in
den entsprechenden Winkel drehen.
Beim Chiffrieren drückt der Hebel (11), der mit dem Bügel (54)
starr verbunden ist, auf den Stufenklotz (12). Dieser geht zu-
rück und der Schaltbügel (13) kann ohne Behinderung zurück-
gehen.


4.4. Abschalten des Zeichenzählers mit Zwischenraumgeber
(Abb. 21)

Es erfolgt beim Umstellen des Betriebsartenschalters auf
K und D. Bei C durch Ausschalten des Hebels (2), Abb. 26
oder durch Drücken des Knopfes Dauerauslösung ZW oder
Auslösen der 32. Kombination. Dabei schwenkt der Hebel (55)
den Bügel (54) im Uhrzeigersinn.
Sein unterer Arm stellt sich über den Zwischenhebel (1). Der
Hebel (5) kann sich nicht mehr im Uhrzeigersinn drehen. Er
stellt sich dem unteren Teil des Hebels (3) in den weg, der beim
Auftreffen auf den Hebel (5) aus dem Schaltrad (4) ausrastet.
Die Mitnehmerscheibe (6) bleibt in ihrer festen Lage, die der
Ausgangslage vor dem Chiffrieren entspricht. Der Hebel (11),
der mit dem Bügel (54) verbunden ist, gibt dem Stufenklotz
(12) die Möglichkeit, sich als Stützfläche unter den Bügel (13)
zu stellen und den Leer- und Arbeitslauf der Schaltklinke (16)
zu begrenzen, indem er im Arbeitszyklus nur einen Streifen-
vorschub von einem Schritt zuläßt. Der rechte Arm des Bügels
(54) schwenkt die Bügel (38) und (41) im Uhrzeigersinn. Durch
die Spannung der Federn verschieben sich die Bügel mit den
Auflagestücken (29), (31) und (32) in der gleichen Richtung. Die
Einstellung der Auflagestücke für diesen Fall ist in Abb. 20
Stellung I dargestellt.


4.5. Arbeit des Zeichenzählers mit Zwischenraumgeber, wenn die
Taste WR/ZV gedrückt wird (Abb. 21)

Wenn das Schlüsselgerät im Klartext arbeitet, sprechen nur
einige Teile des Zeichenzählers mit Zwischenraumgeber an,
wenn auf die Wagenrücklauftaste gedrückt wird. In diesem
Falle müssen in den Streifen die Kombinationen Wagenrück-
lauf und Zeilenvorschub gelocht werden. Das Drücken auf die
Wagenrücklauftaste ist vom Anlaufen der Hauptwelle be-
gleitet.
Die Wicklung des Elektromagneten erhält einen Stromimpuls.
Die Stange (25) bringt bei Ansprechen des Magneten den Hebel
(24) außer Eingriff mit dem Bügel (26).
Der Bügel (26) dreht sich unter Einwirkung der Spannung der
Feder (28) entgegen dem Uhrzeigersinn. Er nimmt mit einer
Stellschraube (30) den Bügel (33) mit dem Auflagestück (29)
und das Auflagestück (31) mit dem Bügel (35) mit. Die Auflage-
stücke werden zum Lochen der Schrittgruppen Wagenrück-
lauf und Zeilenvorschub nach links geschoben (Abb. 2 Stel-
lung V).
Der Bügel (27) bringt mit seinem Arm (19) den Bügel (18) in
eine Stellung, in der der Lochstreifen um 2 Schritte vorwärts
gerückt wird. Gleichzeitig drückt der rechte Arm des Hebels
(19) auf einen Stift am Stufenklotz (12) und ermöglicht so, daß
der Bügel (13) bis zum mittleren Anschlag des Stufenklotzes
zurückgehen kann.
Am Ende eines Arbeitszyklus des Schlüsselgerätes rastet der
Hebel (37), der auf dem Nocken (36) läuft, den Bügel (26) in
den Hebel (24) ein. Der Bügel (33) mit den Auflagestücken (29)
kehr unter Federspannung in seine Ausgangsstellung zurück.

5. A u t o m a t i k a n t r i e b  (Abb. 22)

Die Automatikgetriebewelle (32) ist mit der Kardangabel (36)
und der Kardanwelle mit dem sich ständig drehenden Teil der
Hauptwelle des Schlüsselgerätes verbunden. Die ständig Um-
drehung wird auf folgende Bauteile des Schlüsselgerätes über-
tragen:
a) über das Zahnrad (34) auf den treibenden Teil (31) der
Start-Stopp-Kupplung des Lochers
b) über die Kegelräder (26), die Welle (19), die Kegelräder
(16) und die Kardangabel (15) auf den treibenden Teil
der Start-Stopp-Kupplung des Transmitters

5.1. Steuerung der Start-Stopp-Kupplung des Lochers

Der Locher arbeitet, wenn der Arbeitsumschalter auf L oder
BL steht.
In diesen Fällen wird die Start-Stopp-Kupplung des Lochers
durch den Nocken (41), der sich auf der Hauptwelle des Schlüs-
selgerätes befindet, gesteuert. Zu Beginn eines Zyklus wird die
Rolle (42) des Hebels (43) durch den Nocken (41) nach rechts
geführt. Der untere Arm des Hebels (43) der auf die Kupp-
lungsnase (45) drückt, schiebt diese nach unten und dreht die
Welle (47) um einen bestimmten Winkel im Uhrzeigersinn.
Dadurch wird der Hebel (40) mit der Achse (39) und dem Hebel
(38) gedreht. Der Hebel (38) rastet aus der Sperrnase des ge-
triebenen teils der Start-Stopp-Kupplung des Lochers aus.

Beim Einrasten der Star-Stopp-Kupplung überträgt sich die
Drehbewegung auf die Welle (29) und über die Kegelräder (37)
und (35) auf die Nockenwelle (33) des Druckwerkes.
Am Ende der Umdrehung wird der getriebene Teil der Start-
Stopp-Kupplung durch den Hebel (38) ausgerastet und die
Stellung der Welle (29) durch den Nocken (27) und dem He-
bel mit der Feder (22) fixiert.

Steht der Arbeitsumschalter auf B, so wird der Locher durch
den Hebel (48) gesperrt, dessen unterer Arm unter der Feder-
spannung (49) in die Vertiefung des Nocken (50) geführt wird.
Der Nocken (50) befindet sich auf der Welle des Arbeitsum-
schalters. Die Nase der Kupplung (45) wird vom unteren He-
belarm (43), der die Start-Stopp-Kupplung einrastet, zurück-
geführt.

5.2. Einschalten des Lochers für die Dauerauslösung des Streifen-
transportes (Abb. 22)

Der Lochstreifen, in den die Fünfergruppen gestanzt werden,
muß ein Anfangsstück mit einigen eingelochten Schrittgruppen
Zwischenraum besitzen.
Zu diesem Zweck wird der Locher von Hand aus durch Drük-
ken des Knopfes (14), der sich an der linken Wand der Grund-
platte befindet, für die Dauerauslösung des Streifentransportes
eingeschaltet. Dabei schiebt der mit dem Knopf (14) verbun-
dene Hebel (13) das Gleitstück (2) nach rechts. Das Messer (52),
das aus Isolierstoff besteht, schließt den Kontakt (1), der im
Stromkreis der Wicklung des Elektromagneten für Zwischen-
raum liegt. Dieser spricht an. Der Freigabehebel fällt in die
Aussparung der Wählschienen des Kombinators des Druck-
werkes ein. Der Locher wird zum Lochen der Schrittgruppe
Zwischenraum vorbereitet.
Der mit dem Gleitstück (2) verbundene Bolzen rastet den He-
bel (38) aus der Sperrnase des getriebenen Teils der Start-
Stopp-Kupplung (31) aus. Die Kupplung rastet so lange ein,
bis der Knopf (14) in seine Ausgangsstellung zurückkehrt.
In den Streifen wird in jedem Arbeitszyklus die Schrittgruppe
Zwischenraum gelocht. Am Anfang eines Jeden Zyklus des
Lochers geht der Hebel (25) auf den kleinen Radius des Nocken
(28) über. Der Hebel (51) greift mit seiner Nase am unteren
Hebelarm hinter das Gleitstück (2) und bleibt in dieser Stel-
lung bis zum Ende eines jeden Zyklus.
Wenn am Ende der letzten Umdrehung der Locherwelle der
Druck auf den Knopf (14) aufhört, wird der Hebel (51) durch
den Nocken (28) beim Gleitstück (2) ausgerastet.
Dabei verschiebt sich das Gleitstück (2), da es unter Feder-
spannung steht, nach links und die Kontaktfedern (2) öffnen
sich. Der getriebene Teil der Start-Stopp-Kupplung (31) kommt
durch den Hebel (38) in Sperrstellung. Die Hebel (25), (51) und
der Nocken (28) wurden deshalb mit in das System einbezogen,
weil es notwendig ist, den Kontakt (1) und den getriebenen teil
der Start-Stopp-Kupplung gleichzeitig auszuschalten, da ein
vorzeitiges Öffnen des Kontaktes (1) dazu führen kann, daß
auf dem Lochstreifen statt der Schrittgruppe Zwischenraum
nur ein Transportloch gestanzt wird.


5.2.1. Betätigen des Knopfes für Dauerauslösung ZW beim
Chiffrieren

Bei Dauerauslösung des Lochers zu dem obengenannten
Zweck wird der Zeichenzähler mit Zwischenraumgeber durch
die Hebel (4) und (23), die auf den Bügel (24) des Zeichen-
zählers mit Zwischenraumgeber wirken, abgeschaltet.


5.3. Einschalten des Lochers zum Lochen der 32. Kombination

Der Locher wird in diesem Falle durch den Hebel (18) ge-
steuert, der auf der linken Seite des Automatikantriebes an-
gebracht ist. Die Hebel (18) und (7) sind mit der Welle (8)
starr verbinden. Auf dem Hebel (7) ist der zweiarmige Hebel
(10) drehbar gelagert. Er greift in den Hebel (17) ein. Die He-
bel (17) und (5) sind durch eine gemeinsame Welle fest ver-
bunden. Wenn der Hebel (18) entgegen dem Uhrzeigersinn
zum Anschlag gebracht wird, schiebt der obere Arm des Hebels
(5) die ihn berührenden unteren Hebelarme der Hebel (4) und
(38) nach rechts.
Wird der Hebel (18) beim Chiffrieren betätigt, so wird über
den Hebel (4) und (23) der Zeichenzähler mit Zwischenraum-
geber abgeschaltet. Der Hebel (38) rastet die Start-Stopp-
Kupplung (31) des Lochers ein. Zu Beginn des Zyklus geht die
Hebelrolle, die auf dem Nocken (27) läuft, auf dessen größeren
Radius über. Der untere Hebelarm drückt auf den Hebel (9).
Dieser drückt seinerseits auf den Arm des Hebels (10). Durch
die Spannung der Feder (12) dreht sich der Hebel (17). Mit ihm
dreht sich der Hebel (5). Die Hebel (4) und (38) gehen bis zum
Anschlag nach Links.

Sie kehren in ihre Ausgangsstellung zurück, in der der Hebel
(38) in die Sperrnase des getriebenen Teils der Start-Stopp-
Kupplung (31) eingreift und diese am Ende des Zyklus aus-
rastet. Wird der Hebel (18) in Ausgangsstellung gebracht,
rasten die Hebel (10) und (17) wieder ein. Das System ist zum
weiteren Anlaufen des Lochers für einen Zyklus bereit.


5.4. Start-Stopp-Kupplung des Lochers (Abb. 23 und 24)

Auf der Welle (1) ist der Nocken (2) verstiftet, auf dessen Na-
be ist die getriebene Scheibe (6) mit der Rolle (7) angebracht.
Die Rolle (7) wird auf dem Nocken (2) durch eine Halterung
gehalten, die auf der getrieben Scheibe (6) angebracht ist.
Die Mitnehmerschale (5) wird von dem Teil der Hauptwelle
des Schlüsselgerätes bewegt, der nicht zum Start-Stopp-Teil
gehört.
In ausgerasteter Stellung der Kupplung führt die getriebene
Scheibe (6), die an der Nase (8) gehalten wird, die Rolle (7) in
die Mitte des Nockens (2).

Zwischen der Rolle (7) und der Schale (5) bildet sich ein Zwi-
schenraum, der es der Schale (5) ermöglicht, sich frei zu be-
wegen und der Welle (1) Ruhestellung einzunehmen.
Beim Lösen der Scheibe (6) dreht sich diese unter der Feder-
spannung (10) entgegen dem Uhrzeigersinn und ermöglicht
der Rolle (7) sich zwischen die Schale (5) und den Nocken (2)
zu keilen, worauf sich die Welle (1) mit der Geschwindigkeit
der Schale (5) zu drehen beginnt.
Zum Ausrasten der Start-Stopp-Kupplung und zum Anhalten
der Welle (1) muß die Scheibe (6) an einer der beiden Nasen
festgehalten werden.
Durch das Anhalten der Scheibe (6) verschiebt sich die Rolle
(7), der Nocken (2) wird gelöst und die Welle (1) bleibt stehen.
Die Kugel (4) mit der Feder (3) dient dazu, ein Überholen des
treibenden teils der Kupplung durch die Bauteile des getrie-
benen Teils zu verhindern.

6. C h i f f r a t o r

Der Chiffrator dient zur Umwandlung des Klartextes in ver-
schlüsselten Text, wenn der Betriebsartenumschalter auf C
gestellt ist und des verschlüsselten Textes in Klartext, wenn
der Betriebsartenumschalter auf D steht.
Die Umwandlung der Zeichen des Klartextes in Geheimtext er-
folgt, indem jedes Zeichen des Klartextes mit Zeichen über-
schlüsselt wird, die als Kombinationen in einen Schlüsselloch-
streifen gelocht sind.

Bei Einstellung des Betriebsartenumschalters auf K werden
die mechanischen und elektrischen Bauteile des Chiffrators
abgeschaltet.

Die Außenansicht des Chiffrators ist in Abb. 28 dargestellt.
Der Chiffrator besteht aus folgenden Teilen:
a) dem Antrieb (4)
b) den Kontaktleisten KL (1)
c) dem Transmitter (6)
d) dem Betriebsartenumschalter (3)
e) dem Gruppenzähler (5)
Die Teile des Chiffrators sind auf einer Grundplatte befestigt.


6.1. Antrieb (Abb. 29)

Der Antrieb dient zum Übertragen der Umdrehung von der
Hauptwelle des Schlüsselgerätes auf die Hauptwelle des Chiff-
rators. Der Antrieb stellt einen selbständigen Teil dar, der auf
einer Grundplatte montiert ist und an der Grundplatte des
Chiffrators durch 4 Schrauben befestigt wird. Die Hohlwelle
(1) des Antriebes besitzt 2 Kugellager. Das Zahnrad (23) dreht
sich frei auf der Hohlwelle (16) und befindet sich im ständigen
Eingriff mit dem Zahnrad (22) der Hauptwelle des Schlüssel-
gerätes.
Das Zahnrad (19) hat die Möglichkeit, sich axial auf der Hohl-
welle (16) zu bewegen und mit seiner Buchse in die Buchse (21)
des Zahnrades (23) einzugreifen. Die Hauptwelle des Chiffra-
tors wird durch das Zahnrad (19) in Umdrehung versetzt. Wird
der Betriebsartenumschalter auf C oder D gestellt, so geht
der untere Arm des Hebels (6) auf den kleinen Radius des
Nockens (7) über. Der obere Arm des Hebels (6) neigt sich nach
rechts, wobei sich der Stift (9), der unter Spannung der Feder
(11) steht, sich in der gleichen Richtung verschiebt.

Das Zahnrad (19) verschiebt sich unter Wirkung der Feder, die
auf der Hohlwelle (16) zwischen der Buchse (17) und dem
Zahnkranz des Rades (19) angebracht ist, nach rechts bis zum
Eingriff mit der Buchse (21) des Zahnrades (23). In diesem
Falle wir die Umdrehung der Hauptwelle des Schlüsselgerätes
auf die Hauptwelle des Chiffrators übertragen.
Wenn der Betriebsartenumschalter auf K gestellt wird, wird
der untere Arm des Hebels (6) durch den Nocken (7) nach
rechts geführt. Der obere Arm rastet mit dem Stift (9) die
Buchsen (19) und (21) aus. in diesem Falle überträgt sich die
Umdrehung der Hauptwelle des Schlüsselgerätes nicht auf die
Hauptwelle des Chiffrators.


6.1.1. Benutzung der Kurbel

Zum Schlüsselgerät gehört die Kurbel (1), mit deren Hilfe die
Hauptwelle des Chiffrators in beide Richtungen von Hand aus
gedreht werden kann. Dazu wird die Stange der Kurbel so-
weit in die Öffnung der Hohlwelle (16) geschoben, bis das Stan-
genende am Stift (20) anschlägt, der mit der Buchse des Zahn-
rades (19) fest verbunden ist.
In der Hohlwelle (16) befindet sich ein Zapfenloch, durch wel-
ches der Stift (20) ragt.
Wenn die Stange der Kurbel (1) auf den Stift (20) drückt, wird
die Buchse (19) aus der Buchse (21) des Zahnrades (23) aus-
gerastet. Dabei gelangt der Bolzen (25) des Mitnehmers (24)
in die Nut der Kurbel.
Wird bei dieser Stellung der Bauteile die Kurbel (1) gedreht,
so dreht sich mit der Welle (16) die starr mit dieser verbun-
dene Buchse (17). Die Buchse (17) besitzt 2 Finger, die in die
Öffnungen des Zahnrades (19) eingreifen. Dieses überträgt die
Drehung auf die Hauptwelle des Chiffrators.


6.1.2. Benutzung der Kurbel beim Dechiffrieren

Die Benutzung der Kurbel ist nur beim Dechiffrieren möglich
und ist beim Chiffrieren ausgeschlossen. Im letzten Falle,
wenn der Betriebsartenumschalter auf C steht, führt der
Nocken (15) den unteren Arm des Hebels (13) zurück. Der
obere Arm des Hebels (13) kommt gegenüber dem Zahnkranz
der Buchse (19) zu liegen. Dadurch wird verhindert, daß die
Buchse (19) aus der Buchse (21) ausgerastet wird. Nach dem
Gebrauch der Kurbel müssen die Buchsen (19) und (21) ein-
gerastet werden.

6.1.3. Kupplungskontakt KK

In dem Antrieb sind Bauteile eingebaut, die kontrollieren, ob
die Buchsen (19) und (21) bei K, D und C des Betriebs-
artenumschalters richtig gekuppelt sind. Sie verhindern, daß
das Druckwerk im Falle einer Störung der normalen Tätigkeit
des Antriebes arbeitet.

Steht der Betriebsartenumschalter auf K, so öffnet der un-
tere Arm des Hebels (5) über den Stift (4) das obere Feder-
paar des Kupplungskontaktes (2) und der untere Hebelarm (8)
schließt mit seinem Finger 83) das untere Kontaktpaar.

Steht der Betriebsartenumschalter auf C oder D, so sind
die unteren Hebelarme (5) und (8) nach unten gestellt, wodurch
das obere Kontaktpaar geschlossen und das untere geöffnet ist.
Sind infolge Benutzung der Kurbel oder aus anderen Gründen
die Buchsen (19) und (221) nicht eingeklinkt, so sind alle Federn
des Kupplungskontaktes 82) geöffnet und die Bauteile des
Druckwerkes stromlos.


6.2. Kontaktleisten (KL) (Abb. 36)

Die Kontaktleisten KL schalten in jedem Arbeitszyklus die
Stromkreise des Druckwerkes des Schlüsselgerätes entspre-
chend den Kombinationen des Schlüssellochstreifens.
Die Kontaktleisten sind auf einer Metallplatte (2) angebracht,
die an der rechten Wand der Grundplatte des Chiffrators be-
festigt ist, sowie an der Klappe (5). Die Platte 82) und die
Klappe (5) sind im unteren Teil durch das Scharnier 84) ver-
bunden und im oberen Teil durch das Schloß 81) befestigt.
Auf der Platte (2) sind 2 leisten (8) und 2 Leisten (6) angebracht,
die aus Kunststoff mit eingepreßten Kontakten bestehen.
Die Leisten (8) sind mit der Platte (2) starr verbunden, und
die Leisten (6), die auf den Prismen (10) mit kugeln (7) liegen,
können sich in bestimmten Grenzen entlang der Prismen auf
und ab bewegen. In der Klappe (5) befinden sich auf Kugel-
prismen (10) drei Leisten (9), die ebenfalls verschiebbar sind.
In den Leisten (9) befinden sich die Kontakte (11) mit Federn,
die den erforderlichen Kontaktdruck hervorgerufen. Jede Leiste
besitzt eine Gabel (3), durch die sie mit dem Bauteil des Chiff-
rators verbunden ist, das das verschieben der Leiste bewirkt.
In jedem Arbeitszyklus verändern sich die Leisten KL ihre Stel-
lung. Sie nehmen entweder die obere oder die untere Stellung
ein.

6.3. Transmitter des Chiffrators

Der Transmitter beinhaltet 2 Systeme:

6.3.1. System der Bauteile, die in jedem Zyklus arbeiten:

a) es verstellt jede der 5 Schienen der Kontaktleisten KL
   je nach der Kombination des Schlüssellochstreifens in
   seine obere oder untere Stellung.
b) es sperrt die Tastenhebel und verhindert, daß der Trans-
   mitter mit Dekombinator nach Ende des Schlüsselloch
   streifens mit Dekombinator nach Ende des Schlüsselloch-
   streifens anspricht.
c) es macht unmöglich, daß nur mit einer Kombination
   überschlüsselt wird, wenn der Schlüssellochstreifen aus
   verschiedenen Gründen nicht transportiert wird.


6.3.2. System der Bauteile, die beim Umschalten des Betriebsarten-
umschalters arbeiten:

a) es macht unmöglich, daß dem Nachrichtensachbearbeiter
   bei der Benutzung des Schlüssellochstreifens Fehler
   unterlaufen
b) es läßt beim Umschalten des Betriebsartenumschalter von
   K auf D die Hauptwelle des Schlüsselgerätes für
   einen Arbeitszyklus anlaufen. Dabei werden gleichzeitig
   der Gruppenzähler und die Weiterschaltung des Wagens
   gesperrt.


6.3.3. Konstruktive Ausführung des Transmitters (Abb. 31 und 30)

Auf der oberen Platte84) Abb. 31 befinden sich eine Streifen-
führung, in die der Schlüssellochstreifen eingelegt wird. An der
Außenseite der hinteren Platte liegt die Hauptwelle (1) des
Transmitters, die die Nockenwelle (3) über die Zwischenwelle
(2) bewegt.
Auf dem Winkel 88) befindet sich der Gruppenzähler (7). Die
Zahnräder (6), (9) und (10) übertragen die Bewegung von der
Hauptwelle (1) auf die Streifentransportwelle. An der vorderen
platte812) Abb. 30 ist die Rastklinke 88) der Streifentransport-
welle mit dem Rastrad (7) angebracht, sowie das Zwischenrad
83) zum übertragen der Bewegung von der Zwischenwelle (1)
des Betriebsartenumschalters mit dem Zahnrad (2) auf die
Nockenwelle (4) der Kontroll- und Sicherungseinrichtung und
Stütze (10) mit dem Lager der Nockenwelle (9).

6.4. Das Verstellungssystem der Kontaktleisten KL entsprechend
den Schlüsselkombinationen (Abb. 32)

Der Schlüssellochstreifen kann nur in die Streifeneinführung ein-
gelegt werden, wenn der Betriebsartenumschalter auf K
steht und der Deckel der Streifenführung geöffnet ist.
Beim Einschalten des Betriebsartenumschalters auf K bringen
die Zahnstange (20) und das Zahnrad (21) die Welle (12) in die
Stellung die in Abb. 32 dargestellt ist. Dabei befinden sich
der Hebel (10) auf dem maximalen Radius des Nocken (11)
und der Hebel (2) liegt unter dem Anschlag (25) des Hebels
(22), Abb. 33, und bringt diesen in die obere Stellung.
Nachdem der Betriebsartenumschalter auf D oder C ge-
stellt wird, liegt der Hebel (10) auf dem kleinen Radius des
nockens (11). Der Bügel (2) befindet sich in der unteren Stel-
lung.
Am Anfang eines Arbeitszyklus fällt die Rolle des Hebels (42)
in die Vertiefung des Nockens (47) ein, die Abfühlhebel (9)
können sich unter der Spannung der Feder 834) heben. liegt
einem der Abfühlhebel auf dem Streifen ein Loch gegenüber,
so hebt er sich nach oben. Die übrigen verschieben sich nur so-
weit, bis sie den Streifen berühren. Die nach oben vor-
gestoßenen Abfühlhebel heben die Hebel (8) an, deren untere
Arme aus den Einstellstücken (6) ausklinken.
Danach läßt die Klappe (43), die vom Nocken (44) gesteuert
wird, die ausgeklinkten Einstellstücke (6) unter dem Druck der
Feder (7) nach oben gehen. Die Stellung der Einstellstücke 86)
wird durch den Hebel (5) verriegelt, der vom Nocken (49) ge-
steuert wird.
Der Nocken (41) steuert über den Zwischenhebel (36) die Klap-
pe (35) mit den darauf befindlichen 5 dreiarmigen Hebeln (5),
die den Einstellstücken (6) gegenüberliegen. An den rechten
Armen der Hebel (5) sind Rollen (3) angebracht, die in die
Gabeln (1) eingreife. Die Gabeln sind auf den Kontaktleisten
(45) und (46) befestigt. Die Einstellstücke (6) haben 2 Nasen. Je
nach der Stellung des Einstellstückes stößt der untere bzw.
obere Hebelarm der Hebel (5) an die untere bzw. obere Nase.
Nachdem die Einstellstücke (6) ihre Stellung entsprechend der
Bewegung der Abfühlhebel (9) eingenommen haben, schwenkt
die Achse (4) mit den Hebeln (5) nach Links. Jeder Hebel (5)
dreht sich, wenn er auf die obere oder unter Nase des Ein-
stelltückes stößt, auf der Achse (4) und Schiebt mit der Rolle
(3) die Gabel (1) mit der Leiste nach oben oder unten.

Wenn in einem Arbeitszyklus einem Abfühlhebel (9) ein Loch
auf dem streifen gegenüberseht, wird die dazugehörige Leiste
nach oben geführt, wenn sie sich im vorangegangenen Zyklus
unten befand.
Haben die Leisten die Stellung eingenommen, die durch die
Abfühlhebel (9) bestimmt wird, so werden die letzteren durch
den Hebel (42) in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht.
der Schlüssellochstreifen wird durch die Streifentransport-
trommel (33), die auf der Welle (31) sitzt, um einen Schritt vor-
wärts transportiert. Die Klappe (35) mit den dreiarmigen He-
beln (5) nimmt danach seine Ausgangsstellung ein. Der Hebel
(50), der vom Nocken (49) gesteuert wird, entriegelt die Ein-
stellstücke (6). Die Einstellstücke, die sich in der oberen Stel-
lung befand, werden durch den Nocken (44) und die Klappe
(43) in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht. Im folgenden
Arbeitszyklus wiederholt sich die oben beschriebene Arbeits-
weise der Bauteile.


6.5. Sperrung der Tastenhebel und Anhalten des Transmitters mit
Dekombinator bei Ende des Schlüssellochstreifens (Abb. 33)

Bei Ende des Schlüssellochstreifens muß es unmöglich sein,
Zeichen mit der Hand einzutasten bzw. die Arbeit des Trans-
mitters mit Dekombinator fortzusetzen.
Diese Forderung wird in folgender Weise Rechnung getragen:
Zu Beginn des Zyklus ermöglicht der Hebel (3), der vom Nok-
ken (20) gesteuert wird, den Abfühlhebeln (2) sich unter Span-
nung der Feder (1) zum Abtasten der Kombinationen in den
Schlüssellochstreifen zu heben. Sind in dem Schlüsselloch-
streifen Löcher der Schlüsselkombinationen vorhanden, so
heben sich die Abfühlhebel soweit nach oben, wie es der Hebel
(3) gestattet. Bei der Aufwärtsbewegung heben die Abfühl-
hebel (2) den linken Arm des Hebels (39) an. Der rechte Hebel-
arm senkt sich und verhindert die Bewegung der Schiene (28)
nach rechts. In dem Augenblick, wo die Abfühlhebel (2) ihre
obere Stellung erreicht haben, wird die Schiene (28) vom He-
bel (24) der durch den Nocken (34) gesteuert wird, freigegeben.
Die freigegebene Schiene (28) kann sich nach rechts bewegen
und legt sich mit ihrem Ansatz vor das rechte Ende des Hebels
(39), nachdem sie ihn an den Anschlag (27) gedrückt hat.
Am Ende des Arbeitszyklus bringt der Nocken (34) mit Hilfe
des Hebels (24) die Schiene (28) in ihre Ausgangsstellung zu-
rück. Der linke Arm des Hebels (39) legt sich auf die Nase der
Abfühlhebel (2).

Liegt den Stiften der Abfühlhebel (2) ein Stück Schlüsselloch-
streifen ohne Löcher gegenüber, so heben sich die Abfühl-
hebel nur so weit, bis sie den Streifen berühren. Der rechte
Arm des Hebels (39) wird zwar etwas gesenkt, stört aber die
Bewegung der Schiene (28) nicht.
Die Schiene (28) schiebt sich nach rechts und klinkt mit Hebel
(31) den Hebel (32) aus.
Der rechte Arm des Hebels (32) senkt sich unter der Spannung
der Feder (33) und verschiebt die Stange (30), die über Bau-
teile, die sich in der Tastatur befinden, die Tastenhebel sperrt
und den Transmitter mit Dekombinator anhält. Um einen
neuen Schlüssellochstreifen einlegen zu können, muß der Be-
triebsartenumschalter auf K gestellt werden.
Dabei werden durch den Nocken (11) und die Hebel (10) und
(2), Abb. 32, der Hebel (22), Abb. 33, in Hochstellung gebracht,
der rechte Arm des Hebels (32) angehoben und in den Hebel
(31) eingeklinkt. Durch die Stange (30) wird jetzt die Sperre
der Tastenhebel und des Transmitters mit Dekombinator auf-
gehoben.


6.6. Verhinderung der Überschlüsselung nur mit einer Kombina-
tion des Schlüssellochstreifens bei Störung des normalen Strei-
fentransportes (Abb. 33)

Nach Abtasten der Kombinationen durch die Abfühlhebel (2)
wird der Schlüssellochstreifen um einen Schritt transportiert.
Vor dem Streifentransport geht die Rolle des Hebels (38) auf
den kleineren Radius des Nockens (16) über. Das Gummi-
Kissen (17), das auf dem Hebel (10) angebracht ist, drückt den
Streifen unter der Spannung der Feder (40) an die Rolle (18).
Der Hebel (35) drückt bei der Bewegung seiner Rolle auf den
maximalen Radius des Nockens (21) den Hebel (11) nach unten.
Der Hebel (11) wird durch den Sperrhebel (14) blockiert. Der
Hebel (0), der durch den Finger (12) des Hebels (11) bewegt
wird, legt sich mit seinem unteren vertikalen Arm gegen den
Hebel (3), der die Bewegung der Abfühlhebel ermöglicht.
Beim Transport des Streifens bewegt sich gleichzeitig das
Gummikissen (17) von rechts nach links, wobei der Finger (15)
den Sperrhebel (14) entfernt. Der Hebel (11) mit dem Finger
(12) geht am Ende des Zyklus, wenn die Rolle des Hebels (35)
auf den kleinen Radius des Nockens (21) übergeht, wieder in
die Ausgangsstellung zurück. Der untere vertikale Arm des
Hebels (9) verschiebt sich nach rechts, ohne die Bewegung des
Hebels (3) im folgenden Zyklus zu behindern.

Hat der Hebel (11) seine obere Stellung erreicht, senkt der
Nocken (16) und der Hebel (38) das Gummikissen (17). Es
nimmt, nachdem es sich entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht
hat, wieder seine Ausgangsstellung ein. Wenn sich der Streifen
während der Umdrehung der Streifentransporttrommel (6)
aus irgendwelchen Gründen nicht vorwärtsbewegt, bleiben die
Hebel (11) und (9) durch den Hebel (14) gesperrt. Im folgenden
Arbeitszyklus läßt der untere vertikale Hebelarm (9) den He-
bel (3) nicht nach oben gehen. Alle Abfühlhebel (2) bleiben in
der unteren Stellung. Dadurch werden die Tastenhebel ge-
sperrt und der Transmitter mit Dekombinator angehalten.
Steht der Betriebsartenumschalter auf K oder D, arbeitet
die geschilderte Einrichtung nicht, da die Hebel (10) und (14)
durch die Nocken (4) und (7) außer Betrieb gesetzt werden.


6.7. Verhinderung von Fehlern des Nachrichtensachbearbeiters
beim Benutzen des Schlüssellochstreifens

Die Systeme, die Fehler des Nachrichtensachbearbeiters beim
Benutzen des Schlüssellochstreifens vorbeugen, sind unter dem
Sammelbegriff Kontroll- und Sicherungsvorrichtung (KSV)
zusammengefaßt.

Die KSV verhindern:
a) Arbeit mit Klartext bei eingelegtem Schlüssellochstreifen
b) doppelte (teilweise oder ganz) Benutzung eines Schlüs-
   sellochstreifens beim Chiffrieren
c) Chiffrieren mit einem Schlüssellochstreifen, der zum De-
chiffrieren bestimmt ist.


6.7.1. KSV, die die Möglichkeit der Arbeit am Schlüsselgerät mit
Klartext bei eingelegtem Schlüssellochstreifen verhindern
(Abb. 34)

Wenn der Betriebsartenumschalter auf K steht, befindet sich
der rechte Arm des Hebels (35) auf dem großen Radius des
Nocken (33) und das Ansatzstück (30) liegt mit einem kleinen
Spielraum unter dem Einschnitt des rechten Armes des Hebels
(2). Der Knopf (21), der am linken Hebelarm (2) drehbar gela-
gert ist, tritt bei geöffnetem Deckel des Chiffrators in der
Streifenführung hervor.
Wird in die Streifenführung des Chiffrators der Schlüsselloch-
streifen eingelegt und der Deckel geschlossen, so senkt sich der
Knopf (21) unter dem Druck des Deckels und des Streifens.

Der linke Arm des Hebels (2) wird nach unten gedrückt. Mit
diesem geht sein rechter Arm nach unten. Dieser drückt auf
das Ansatzstück (30). Dieses drückt auf den Finger (25) und
schiebt das Gleitstück (26) nach unten.
Der unter dem Gleitstück (26) angebrachte Bolzen (27)
schwenkt die in der Tastatur befindlichen Hebel (28) und (29)
mit der Achse (62) Abb. 2 und rastet mit dem Hebel (52) den
Hebel (39) aus dem Hebel (47) aus. Dadurch wird verhindert,
daß die Hauptwelle des Schlüsselgerätes anläuft.
Beim Einstellen des Betriebsartenumschalters auf D oder
C liegt der Hebel (35) Abb. 34 auf dem kleinen Radius des
Nockens (33) und schiebt mit der Nase des Ansatzstückes (30)
den Knopf (219 unter den Chiffratordeckel.


6.7.2. KSV, die doppeltes Benutzen eines Schlüssellochstreifens
ausschalten (Abb. 34)

Wird der Betriebsartenumschalter auf D gestellt, so verän-
dern die Bauteile der KSV ihre Stellung nicht, ausgenommen
sind die Abfühlhebel (4) und (8), die sich heben und sich dem
Streifen, der in dem Chiffrator eingelegt ist, nähern, ihn jedoch
nicht und berühren und seine Vorwärtsbewegung beim Dechiffrie-
ren nicht behindern.
Wird der Betriebsartenumschalter auf C gestellt, so fällt der
Hebel (3) mit seiner Nase in die Vertiefung des Nockens (20)
ein, und die Abfühlhebel (4) und (8) heben sich unter der
Spannung der Feder (6). Der Abfühlhebel (4) hebt sich höher
als der Abfühlhebel (8), da im Schlüssellochstreifen dem Ab-
fühlstift des Abfühlhebels (4) gegenüber ein Loch sein muß,
durch das der Abfühlstift hindurchgeht. Der Abfühlhebel (8)
kommt nur bis an die Oberfläche des Schlüssellochstreifens
heran. Dabei liegen die Aussparungen in den Abfühlhebeln (4)
und (8) auf gleicher Höhe mit den Zähnen der Schiene (11).
Beim weiteren Drehen der Nockenwelle (15), die mit dem Be-
triebsartenumschalter verbunden ist, fällt der Bolzen (13) vom
Hebel (14) in die Vertiefung der Kurvenscheibe (12) ein. Der
Hebel (14) schwenkt unter der Spannung der Feder (10) im
Uhrzeigersinn. Dabei gehen die Zähne der Schiene (11) durch
die Aussparung in den Abfühlhebeln (4) und (8).
Mit der Schiene (11) verschiebt sich durch den Nocken (12)
auch das Auflagestück (9), das mit seiner Nase unter die Nase
des Stanzstempels (5) kommt. beim Weiterdrehen der Nocken-
welle (15) hebt der Nocken (17) den Hebel (18) an und stanzt
durch das Ansatzstück mit Stanzstempel (5) ein Loch in den
Schlüssellochstreifen. Die Nocken (16) und (20) aber, bringen
die Abfühlhebel (4) und (8) und den Stanzstempel (5) in ihre
untere Stellung, die den Streifenvorschub in der Streifenfüh-
rung ermöglicht. Der rechte Hebelarm (14) schwenkt beim Ein-
fallen des Bolzen (13) in die Vertiefung der Kurven (12) den
Hebel (23) nach links. Das Gleitstück (26) und die Stange (27)
bewegen sich nach oben.
Die Hebel (28) und (29) und die mit ihnen verbundenen Bau-
teile, die sich in der Tastatur befinden, gewährleisten das nor-
male Anlaufen der Hauptwelle des Schlüsselgerätes
Bei der doppelten Benutzung eines Schlüssellochstreifens er-
schienen beim Umschalten von D auf C über beiden Ab-
fühlstiften der Abfühlhebel (4) und (8) im Schlüssellochstrei-
fen Löcher, und beide Abfühlhebel heben sich auf gleiche Höhe.
Die Aussparung des Abfühlhebels (4) steht dem Zahn der
Schiene (11) gegenüber. Die Aussparung des Abfühlhebels (8)
steht höher, wobei sie verhindert, daß sich die Schiene (11) in
Richtung des Nockens (12) bewegt.
Der Hebel (14) bleibt in Ausgangsstellung, und sein rechter
Arm stößt nicht an den Arm des Hebels (23).
Der rechte Arm des Hebels (23) drückt auf das Gleitstück (26)
und den Bolzen (27). Die Hebel (28), (29) und die mit diesen
verbundenen Bauteile, die sich in der Tastatur befinden, wer-
den so eingestellt, daß ein Anlaufen der Hauptwelle des
Schlüsselgerätes unmöglich ist.


6.7.3. KSV, die die Möglichkeit des Chiffrierens mit einem Schlüs-
sellochstreifens, der für die Dechiffrierung bestimmt ist, aus-
schließt (Abb. 34)

Wenn beim Chiffrieren in den Chiffrator ein Schlüsselloch-
streifen eingelegt wurde, der für die Dechiffrierung bestimmt
ist, (er hat ein Kontrolloch), so haben die Abfühlhebel (4) und
(8) beim Drehen der Nockenwelle (15) nur die Möglichkeit, sich
beis zum Anstoßen an den Streifen zu heben. Dabei befindet sich
die Aussparung des Abfühlhebels (4) weiter unten als die des
Abfühlhebels (8). In dieser Stellung der Abfühlhebel wir eine
Bewegung der Schiene (11) und die Drehung des Hebels (14)
durch den Abfühlhebel (4) verhindert. Das Gleitstück (26) mit
dem Bolzen (27) und die Hebel (28) und (29) werden in eine
solche Lage gebracht, die ein Anlaufen der Hauptwelle des
Schlüsselgerätes verhindert.

6.8. Auslösen der Hauptwelle des Schlüsselgerätes beim Umschal-
ten des Betriebsartenumschalters von K auf D

Beim Chiffrieren oder Dechiffrieren ist es notwendig, daß die
erste Kombination des Schlüssellochstreifens mit dem ersten
Klartextzeichen überlagert wird. Da im Lauf des Arbeitszy-
klus das Druckwerk eher in Tätigkeit tritt als die Einstellung
der Kontaktleisten erfolgt, ist es notwendig, zu Beginn des
Chiffrierens oder Dechiffrierens die Kontaktleisten in die Stel-
lung zu bringen, die der ersten Kombination im Schlüsselloch-
streifen entspricht.
Zur Erfüllung dieser Forderung wird die Hauptwelle des
Schlüsselgerätes für einen Arbeitszyklus beim Umschalten des
Betriebsartenumschalters von K auf D ausgelöst, nachdem
der Schlüssellochstreifen in den Chiffrator eingelegt wurde.
Dabei wird die Wagenfortschaltung und das Ansprechen des
Gruppenzählers unterbunden. Während dieses Arbeitsganges
fühlen die Abfühlhebel des Chiffrators die Schlüsselkombi-
nation ab, und die Kontaktleisten nehmen eine Stellung ent-
sprechend dieser Kombination ein. Danach kann mit dem Chiff-
rieren oder Dechiffrieren bei der entsprechenden Stellung des
Betriebsartenumschalters begonnen werden.


6.9. Verhinderung der Wagenfortschaltung beim Umschalten von
K auf D

Beim Umschalten des Betriebsartenumschalters von K auf
D geschieht folgendes:
a) Der Nocken (46) rastet durch den Hebel (45), Abb. 25,
   das Zahnrad des Chiffratorantriebes ein.
b) Der Nocken (1), Abb. 2, der Welle, die durch das Zahn-
   rad (67) mit der Welle des Betriebsartenumschalters ver-
   bunden ist, verschiebt die Schiene (27) nach links. Die mit
   der Schiene (27) zusammenwirkenden Hebel (34), (46) und
   (47) geben die Hebel (45) und (43) frei, und die Hauptwelle
   des Schlüsselgerätes wir für einen Arbeitszyklus aus-
   gelöst.
c) Der Hebel (39), Abb. 25, klinkt während seines Laufes
   auf dem Nocken die Zugstange (36) aus dem Hebel (22)
   aus. Während sich die Zugstange (36) nach oben bewegt,
   drückt sie mit ihrer rechten abgeschrägten Kante den He-
   bel (20) nach rechts und legt sich mit ihrer unteren Kante
   auf den oberen Lappen des Hebels (20).

Wenn der Nocken für die Weiterschaltung des Wagens nach
Auslösen der Hauptwelle anläuft und der mit ihm gekoppelte
Hebel (16) die Hebel (22) und (20) nach rechts dreht, so wird
der Wagen nicht fortbewegt, da die Zugstange (36) nicht mehr
in den Hebel (22) eingreift. Bei seiner Bewegung drückt der
Hebel (22) mit seinem eingenieteten Bolzen den Hebel (20) zu-
rück und bringt ihn mit der Stange (36) außer Eingriff. Bei der
Rückwärtsbewegung des Hebels (22) fällt er in die Aussparung
der Zugstange (36) ein und gewährleistet im weiteren eine
schrittweise Fortschaltung des Wagens während  eines jeden
Arbeitszyklus.


6.10. Sperrung des Gruppenzählers beim Umschalten des Betriebs-
artenumschalters von K auf D (Abb. 32)

Der Finger (19) des Zahnrades (21), das sich bei Betätigung des
Betriebsartenumschalters dreht, rastet den rechten Arm des
Hebels (24) aus der Nase des Hebels (18) aus. Dabei wird der
Hebel (29), der die Drehung der Achse des Zählers bewirkt,
durch die Nase des oberen Teiles des Hebels (24) gesperrt.
Beim Umschalten des Betriebsartenumschalters von K auf
D laufen die Hauptwelle und der Chiffrator für einen Ar-
beitszyklus an. Während der Umdrehung der Welle (26) rastet
der Nocken, der auf ihrem linken Ende befestigt ist, den Hebel
(29) aus der oberen Nase des Hebels (24) aus, indem er den
rechten Arm in den Hebel (18) einrastet. In den folgenden Ar-
beitszyklen beim Chiffrieren oder Dechiffrieren ist der Hebel
(29) für die Arbeit frei.


6.11. Betriebsartenumschalter (Abb. 37)

Der Betriebsartenumschalter dient zur Umschaltung der
Stromkreise des Schlüsselgerätes auf die 3 bekannten Betriebs-
arten K, D und C. Die Teile des Umschalters sind auf
einer Grundplatte (1) angebracht, die auf der unteren Seite der
Grundplatte des Chiffrators montiert ist. Mit der Grundplatte
(1) sind die 2 Leisten (4), die aus Kunststoff mit eingepreßten
Kontakten hergestellt sind, starr verbunden. Auf der Platte (6),
die sich in Führungsschienen bewegt, sind zwei leisten mit
gefederten Kontakten befestigt und ein Metallständer (2) mit
einer Achse, durch den die Platte (6) in einer der drei festen
Stellungen verharrt.
Die Teile des Umschalters werden durch die Verkleidung (3)
abgedeckt.

Die Einstellung des Betriebsartenumschalters auf die ge-
wünschte Stellung geschieht mit dem Drehknopf, der an der
rechten Seite der Grundplatte herausgeführt ist und auf dem
die Bezeichnung K, D und C eingraviert sind. Bei
Drehung des Knopfes bewegt sich die Zahnstange (2), Abb. 32,
deren Bewegung sich über die Zahnräder (21) und (22) auf die
Welle (12) überträgt und von dort aus durch den Exzenter (16)
über den Hebel (13) auf die Platte des Umschalters mit den
Leisten (15).


6.12. Gruppenzähler (Abb. 35)

Der Zähler, der sich am Chiffrator befindet, dient zum Zählen
der Anzahl der Gruppen des Geheimtextes. Das Ablesen der
Zähleranzeige erfolgt von den vier Zifferntrommeln. Die letzte
rechte Zifferntrommel zeigt die Zahl der Arbeitszyklen von
0-4 an und die drei anderen mit den Ziffern von 0-9 zeigen
die Anzahl der Fünfergruppen an.
Der Zähler hat Klinkenantrieb.
Die Drehung der treibenden Achse des Zählers erfolgt durch
den Hebel (5) und den Exzenter, der auf der Antriebswelle (6)
am Chiffrator sitzt. Während einer Umdrehung der Antriebs-
welle wird das Antriebsrad (2) des Zählers durch den Hebel (5)
über das Zahnrad (3) um eine zehntel Umdrehung weiter-
bewegt.
Durch Drücken des Hebels (1) erfolgt die Rückstellung des Zäh-
lers, das heißt, alle Zifferntrommeln gehen in die Nullstellung
zurück.

7. G e h ä u s e  m i t  K o n z e p t h a l t e r

Das Gehäuse (2), Abb. 1, deckt die Baugruppe, die auf der
Grundplatte befestigt sind, ab. Über dem Chiffrator (24) ist im
Gehäuse ein Ausschnitt, damit der Schlüssellochstreifen be-
quem eingelegt werden kann. In der Vorderfront ist ein Aus-
schnitt für die Stromversorgung. Die Farbbandspulen des
Druckwerkes befinden sich unter einem Deckel (35), der ge-
öffnet werden kann. So kann ein Auswechseln des Farbbandes
ohne Abnehmen des Gehäusedeckels erfolgen. Im hinteren Teil des
Gehäuses sind die Deckel (12) und (16), die das Abnehmen des
Gehäuse bei aufgesetztem Wagen erleichtern.
Der Deckel (16) gibt auch die Möglichkeit, die Umschaltung des
Elektromotors für die Arbeit mit Gleich- oder Wechselstrom
vorzunehmen.
Links oben auf dem Gehäuse sitzt der Konzepthalter. Das
Gehäuse wird auf der Grundplatte durch zwei unverlierbare
Schrauben befestigt.

8. A n t r i e b

Er enthält:
a) den Elektromotor SL-369 uA 1 mit Fliehkraftregler
b) die Hauptwelle des Schlüsselgerätes
c) die Welle für den Wagenrücklauf
d) die Steuerung für die Kupplung der Welle für Wagen-
   rücklauf
e) den Zähler für den Arbeitszyklus des Schlüsselgerätes
f) den Impulskontakt IK


8.1. Der Elektromotor SL-369 uA 1

Der Elektromotor SL-369 uA 1 wird vom Gleichstromnetz
mit einer Spannung von 110 Volt oder vom Wechselstromnetz
mit einer Spannung von 127 Volt über einen Trafo, der im
Stromversorgungsteil eingebaut ist, gespeist. Die elektrische
Verbindung der Wicklung des Elektromotors mit den Bau-
elementen, die sich in der Grundplatte des Schlüsselgerätes
befinden, erfolgt durch einen Stecker. An einem Ende der Welle
des Elektromotors ist eine Klauenkupplung, am anderen Ende
der Fliehkraftregler (Abb. 86), angebracht.
Um die Welle des Elektromotors bequem mit der Hand drehen
zu können, was beim Einstellen des Schlüsselgerätes erforder-
lich ist, besitzt der Regler eine Kappe mit gerändelter Ober-
fläche. Unter der Kappe befindet sich auf Achsen zwei Winkel
(2) und (5), die frei drehbar sind.
In dem Winkel (2) ist eine Schraube (3) zum Spannen der Feder
(4) eingeschraubt, die zwischen den Winkeln (2) und (5) be-
festigt ist. Die Konsole (11) ist an der Lagerschale des Elektro-
motors befestigt. Die Kontaktfedern (6) und (7) sind am Win-
kel (8) befestigt. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle
des Elektromotors verändert sich je nach dem Abstand der
Kontaktfedern vom Winkel (5). Der Abstand wird von Hand
aus durch die Rändelmutter (9) eingestellt. Diese ist auf das
Gewinde der Stange (10) aufgeschraubt. Alle Teile des Motors
sind im Gußgehäuse untergebracht.


8.2. Hauptwelle des Schlüsselgerätes (Abb. 13)

Auf der Hauptwelle des Schlüsselgerätes befindet sich:
a) eine Start-Stopp-Kupplung, die aus einem getriebenen
   Teil (69) und einem treibenden teil, der mit dem Schnek-
   kenrad (70) fest verbunden ist, besteht,
b) einen Nocken (61), der die Arbeit des Impulskontaktes (62)
   steuert,
c) eine Nocken (60), der die Stopp-Stellung der Hauptwelle
   durch den Hebel (59) mit der Feder (58) fixiert,
d) ein Zahnrad (64), das die Bewegung über das Zahnrad (65)
   auf die Antriebswelle des Chiffrators überträgt,
e) ein Nocken (66), der die Stopp-Stellung der Auslöservor-
   richtung der Tastatur wiederherstellt,
f) ein Nocken (17), der den wagen in jedem Arbeitszyklus
   des Schlüsselgerätes schrittweise weiterschaltet,
g) eine Schnecke (18), für die mechanische Übertragung zum
   Zähler (13),
h) ein Nocken (20), der den Antrieb des Druckwerkes steuert,
i) ein Nocken (19), der die Start-Stopp-Kupplung des
   Lochers einschaltet
Vom treibenden Teil der Hauptwelle des Schlüsselgerätes wird
die Bewegung über das Zahnrad (52) und die Welle mit der
Kardangabel des Kreuzgelenkes (24) auf den Automatikantrieb
übertragen und über die Zwischenwelle (41) mit den Kegel-
rädern (42) und dem Zahnrad (40) auf die Wagenrücklaufwelle.


8.3. Start-Stopp-Kupplung (Abb. 14)

Aufbau der Start- Stopp-Kupplung:

In der Hauptwelle des Schlüsselgerätes wird eine Start-Stopp-
Kupplung mit Stirneingriff verwendet. Die Kupplung besteht
aus 2 Teilen - dem Treibenden und dem Getrieben. Bei ein-
geschaltetem Schlüsselgerät wird der treibende Teil der Kupp-
lung ständig durch den Elektromotor angetrieben.
Wenn eine Taste gedrückt wird, greift der getriebene Teil der
Kupplung in den treibenden Teil ein und vollführt eine Um-
drehung. Eine Umdrehung der Hauptwelle entspricht einem
Arbeitszyklus.
Nach jeder Umdrehung wird der getriebene Teil vom treiben-
den Teil gelöst und in der Stoppstellung festgehalten. Die
Scheibe (7) mit den Stirnzählern auf der rechten Seit ist der
treibende Teil der Kupplung und mechanisch fest mit dem
Schneckenrad (18), der Buchse (19) und dem Zahnrad (20) ver-
bunden.
Die angeführten Elemente sind auf Kugellagern gelagert und
können sich auf der Welle (1) drehen. Die beiden Schreiben (8)
und (9), die mit den Schrauben (22) verschraubt sind, bilden
den getriebene Teil der Kupplung. Auf der linken Seite der
Oberfläche der Scheibe (8) sind Stirnzähne eingeschnitten.
Die Scheiben (8) und (9) sind auf der Buchse des Hebels (16)
angebracht. Sie können sich in bestimmten Grenzen axial dar-
auf verschieben.
Die Welle (1) bewegt sich frei in der Buchse des Hebels (16).
Der Nocken (11), der durch einen Stift fest mit der Welle (1)
verbunden ist, hat im linken Stirnteil Klauen, die in die Nuten
der Scheibe (9) eingreifen. Durch diese Stirnkupplung wird
eine feste mechanische Verbindung des getrieben Teils der
Kupplung mit der Welle (1) und den auf ihnen angebrachten
Bauteilen erreicht. Der dreiarmige Hebel (16) und die Scheibe
(9) besitzen je 3 konische Lagerpfannen, die im Hebel (16) von
120º zueinander stehen. Die Lagerpfannen im Hebel (16) liegen
den Lagerpfannen in der Scheibe (9) gegenüber. In jedem sich
gegenüberliegenden Pfannenpaar befindet sich eine Stahl-
kugel (10).
Der Eingriff des getriebenen Teils der Kupplung in den Trei-
benden Teil wird durch die 4 Federn (12) gewährleistet, die
den getriebenen Kupplungsteil bis zum Eingriff der Klauen
ineinander nach links verschieben. Der linke Teil der Lager-
buchse des Hebels (16) legt sich dabei auf das Lager (17). Das
Lager kann sich nicht nach links verschieben, da der Hebel (5)
starr mit der Welle (1) verbunden ist.
Auf der Abb. 14 ist die Hauptwelle mit der geschlossenen Start-
Stopp-Kupplung dargestellt. In diesem Falle wird die Drehung
des treibenden Teils der Kupplung über die in Eingriff befind-
lichen Zähne auf den getrieben Teil übertragen und über den
Nocken (11) auf die Welle (1) mit den darauf angebrachten
Bauteilen. Bei der eingerasteten Start-Stopp-Kupplung wird
der Hebel (16) durch die Feder (21) entgegen dem Uhrzeiger-
sinn gedreht. Dabei zeigt der untere rechte Arm des Hebels (16)
auf einer der Klauen (23) der Scheibe (9) und die konischen
Lagerpfannen mit den Kugeln (10) im Hebel (16) und in der
scheibe (9) liegt sich gegenüber. Um den getriebenen Kupp-
lungsteil vom treibenden Teil zu lösen, ist es erforderlich, den
Hebel (16) zu stoppen, indem über seinen oberen Arm der über
den Umfang der Scheibe hinausragt, ein fester Anschlag ge-
schoben wird.
Nach dem Stoppen des Hebels (16) dreht sich der getriebene
Kupplungsteil noch um einen bestimmten Winkel und rastet
dann aus, da die Kugeln (10), indem sie sich an den schrägen
Oberflächen der konischen Lagerpfanne abwälzen, den Spiel-
raum zwischen Hebel (16) und der Scheibe (9) vergrößern.
Bei der Vergrößerung dieses Spielraumes kann sich der Hebel
(16) nicht nach links verschieben, da seine Lagerbuchse auf das
Lager (17) drückt. Die Kugeln (10) drücken die Scheibe (9)
und die fest mit ihr verbundene Scheibe (8) nach rechts bis der
getriebene Kupplungsteil aus der Zahnkupplung des treiben-
den Teils ausrastet.
Der ausgerastete getriebene Kupplungsteil und die Welle (1)
mit den darauf befindlichen Bauteilen wird nach dem Stopp
durch den Nocken (13) und einen Hebel mit der Rolle und Feder
in die Stoppstellung fixiert.
Das Ein- und Ausrasten der Start-Stopp-Kupplung der Haupt-
welle erfolgt durch einen Hebel, der auf dem Getriebeblock an-
gebracht und mit dem Auslösebügel der Tastatur mechanisch
verbunden ist.
In der Start-Stopp-Kupplung befindet sich eine Vorrichtung
(6), die eine Erhöhung der Umdrehungsgeschwindigkeit des ge-
triebenen Teiles der Kupplung im Vergleich zum treibenden
Teil verhindert. Das ist praktisch möglich, wenn über Zwi-
schenelemente Federkräfte, die durch die starken Federn der
mechanischen Baugruppen entstehen, auf den getriebenen
Kupplungsteil einwirken.
Diese Vorrichtung besteht aus dem Nocken (5), der auf der
Welle (1) verstiftet ist, der Rolle (27), der Zarge (26) und der
Feder (25). Bei Erhöhung der Umdrehungsgeschwindigkeit des
getriebenen Kupplungsteiles im Vergleich zum treibenden Teil
keilt sich die Rolle (27) zwischen die schrägen Oberflächen der
Scheibe (7) und des Nockens (5). Dadurch ist ausgeschlossen,
daß die beiden Kupplungsteile sich mit verschiedener Ge-
schwindigkeit drehen.
In Abb. 14 ist dargestellt, wie die Nocken auf der Hauptwelle
des Schlüsselgerätes bei Stoppstellung der Start-Stopp-Kupp-
lung stehen


8.4. Wagenrücklaufwelle

Die Wagenrücklaufwelle dient dazu, den Wagen aus einer be-
liebigen Stellung in die Stellung Zeilenanfang zurückzufüh-
ren. Die Wagenrücklaufwelle wird von dem sich ständig dre-
henden Teil der Hauptwelle des Schlüsselgerätes über die Zahn-
räder (52), (42), (40) und (27), Abb. 13, in Umdrehung versetzt.
Beim Schließen der Kupplung (34) wird die Bewegung über das
Schraubenrad (33) auf das Rad (32) übertragen. Dieses befindet
sich am Druckwerk und ist mit der Wagenaufzugsfeder im
Unterbau des Wagens mechanisch verbunden.


8.4.1. Aufbau der WR-Welle (Abb. 15)

Auf der Welle (1) befindet sich ein Zahnrad (2), das vom Ge-
triebe des Schlüsselgerätes angetrieben wird, eine Rutschkupp-
lung (11) und eine Zahnkupplung (9). Die Rutschkupplung
dient zur Abschwächung des Stoßes auf die Wagenteile, der in
dem Augenblick auftritt, wenn die Kupplungsteile (9) und (10)
ineinander eingreifen.
Die Zahnkupplung besteht aus dem treibenden Teil (9) und
dem getriebenen Teil (10).
Die Rutschkupplung besitzt 3 Stahlscheiben (6), (7) und (12).
Die Scheibe (12) ist mit der Welle durch den Keil (8) vebun-
den und trägt die Scheiben (6) und (7). Die Scheiben (6) und
(12) sind miteinander gekuppelt. Zwischen den Scheiben (6),
(7) und (12) befinden sich Filzscheiben (13).
Die Reibkraft zwischen den Scheiben (6), (7) und (12) und den
Filzscheiben (13) wird durch die Federn (14) verstärkt, deren
Spannung von der Mutter (4) eingestellt wird. Diese Einstel-
lung wird von der Kontermutter (3) fixiert. Die Scheibe (7) hat
zwei Nasen, die in die Aussparung der getriebenen Buchse
(11) eingreifen. Die letztere ist mit dem treibenden Teil (9) der
Kupplung, deren Stellung auf der Welle (1) durch den Wagen-
steuerungshebel verändert wird, durch Klauen verbunden.
Nach Schreiben des 59. Zeichens auf einer Zeile rastet der Wa-
gen, indem er an der Zeile entlang gleitet, über ein Hebel-
und Stangensystem den treibenden Teil (9) der Kupplung mit
den getriebenen Teil (10) ein. Dabei wird die Umdrehung des
Zahnrades (2) über den Keil (8), die Scheiben(6), (12) und die
Zwischenbeläge (13) auf die Scheibe (7), die Buchse (11) und
die im Eingriff befindliche Kupplung (9) und (10) übertragen.
Diese Stellung nehmen die Bauteile der Welle bis Zeilenvor-
schub und Wagenrücklauf beendet ist, ein. Danach wird der
treibende Teil (9) der Kupplung selbständig außer Eingriff mit
dem getriebenen Teil (10) gebracht.


8.4.2. Steuerung der Kupplung der Wagenrücklaufwelle (Abb. 13)

Auf der Achse (53), die sich in Gleitlagern auf dem Getriebe-
block des Schlüsselgerätes dreht, sind die Hebel (47), (51) und
(54) angebracht. Der Hebel (47) ist an der Achse (53) befestigt
und wird über die Stange (43) durch den Wagen gesteuert,
wenn dieser die Zeile entlanggleitet.

Der Hebel (51) mit der Zugstange (45) ist mit dem Hebel (37)
verbunden, der den treibenden Teil (34) der Zahnkupplung
der Wagenrücklaufwelle steuert.
In ausgerasteter Stellung des treibenden teils (34) der Kupp-
lung verbleibt letzteres in dieser Stellung durch die Hebel (50)
und (51), die mit den Sperrnasen einrasten.
Beim Schreiben des Textes auf das Blatt verändert sich bis zum
57. Zeichen der Zeile die Stellung der Bauteile der Steuerung
nicht. Nach dem Schreiben des 58. Zeichens verschiebt der Wa-
gen den Hebel (47) über die Zugstange (43) in die mittlere
Stellung, die durch den Hebel (55) und  Feder (56) fixiert wird.
Dabei drückt die untere Schraube am Hebel (47) auf den linken
Arm des Hebels (50) und dreht ihn teilweise vom Hebel (51)
weg.
Es handelt sich hierbei um eine vorbereitende Stellung der
Bauteile. Nach dem Schreiben des 59. Zeichens in der Zeile ver-
schiebt der Wagen bei seiner Bewegung den Hebel (47) weiter
nach links. Die untere Schraube am Hebel (47) rastet den He-
bel (50) aus dem Hebel (51) aus.
Durch die Feder (44) schließt der Hebel (37) über die Zugstange
(45) die Kupplung (34). Die Schreibwalze springt auf eine neue
Zeile über. Danach beginnt der Wagenrücklauf.
Nach dem Rücklauf schlägt der Wagen mit der rechten Seite
auf den Anschlag (46) und bringt den Hebel (47) über die
Schraube (48) in die Ausgangsstellung zurück. Durch die
Schraube (57) wir der Hebel (51) in Hebel (50) wieder einge-
rastet und der treibende Teil der Kupplung (34) aus dem ge-
treibenen Teil der Kupplung (33) ausgerastet.


8.5. Zähler für die Arbeitszyklen der Schlüsselgeräts (Abb. 13)

Für jeden Arbeitszyklus des Schlüsselgerätes wir die Drehung
des Start-Stopp-Teils der Hauptwelle auf den Zähler (13) über
das Schneckenradpaar (18) und (23), die Welle (15) und die
Schnecke (14) übertragen. Der Zähler besitzt 4 Ziffernschreiben.
Jede Zähleinheit einer Scheibe des Zählers entspricht 5000
Arbeitszyklen des Schlüsselgerätes. Die Periode des Zählers
entspricht 50 Millionen Arbeitszyklen des Schlüsselgerätes.


8.6. Impulskontakt IK (Abb. 13)

Der Impulskontakt (62) wird durch den Nocken (61) gesteuert
und von ihm für einen bestimmten Teil des Arbeitszyklus des
Schlüsselgerätes geschlossen.
Nach Drücken einer Taste und Auslösen der Hauptwelle des
Schlüsselgerätes schließt der Impulskontakt den Stromkreis
für eine der Spulen der Elektromagneten im Druckwerk. Ent-
sprechend der gedrückten Taste wird gewährleistet, daß ein
Stromimpuls durch die Wicklung eines der Elektromagneten
läuft und dieser anzieht.


9. W a g e n

Funktionen des Wagens:

a) Halten des Blattes beim Schreiben des Textes
b) Horizontales Verschieben des Blattes um 2,8 mm nach
   Schreiben eines jeden Zeichens
c) Vorschub des Blattes auf eine neue Zeile.

Der Wagen ist für Blätter vorn Format DIN A 4 berechnet.
Auf jeder Zeile des Blattes finden 59 Zeichen Klartext oder 10
Fünfergruppen Geheimtext mit Zwischenräumen Platz.


9.1. Aufbau des Wagens (Abb. 16)

Der Wagen besteht aus dem Unterbau (2) und dem beweglichen
Teil (3).
Im Unterbau des Wagens befinden sich zwei Führungsbolzen
(8) und (24), die in die Führungsbuchsen im Druckwerk hinein-
ragen. Der bewegliche Teil des Wagens kann sich längs des
Unterbaus mit Hilfe eines Rollenkäfigs bewegen, der in Füh-
rungsprismen liegt. In den Führungsprismen werden sie durch
Zahnscheiben gehalten, indem diese in die Zahnstangen (14)
eingreifen.
Zum Verschieben des beweglichen Wagenteils dient die Spiral-
feder (7), die in der Zahnradtrommel (6) liegt. Das eine Ende
der Spiralfeder ist am Bolzen (8) befestigt, das andere Ende an
der Trommelwand (6).
An der unteren Seite der Trommel befinden sich zwei Zapfen
(5), die in die Löcher des Zahnrades (4) eingreifen, das durch
die Kupplung der Wagenrücklaufwelle bewegt wird. Nach dem
Schreiben des 59. Zeichens einer Zeile bewirkt die Wagenrück-
laufwelle einen Sprung der Walze (53) auf die nächste Zeile
und den Rücklauf des beweglichen Wagenteils an den Anfang
dieser Zeile. Gleichzeitig wird die Spiralfeder aufgezogen. Die
Kraft der Spiralfeder überträgt sich über die Zahnräder (9),
(10), (11) und die Zahnstange (29) auf den beweglichen Wagen-
teil, dessen Bewegung durch die Rastklinken (39) und (40) ver-
hindert wird. Die Nasen der Rastklinken greifen in die Zähne
der Zahnstange (41) ein, die mit dem beweglichen Wagenteil
fest verbunden ist.
Die Schreibwalze besteht aus dem Holzzylinder (54) mit
Gummiüberzug (53).
An den Stirnflächen sind das Rastrad (55) und das Schaltrad
(23) befestigt.
Durch den Holzzylinder (54) geht eine Stahlachse (31) mit 2
Drehknöpfen (1) und (32), die zum Drehen der Schreibwalze
von Hand aus dienen. Die Achse (31) dreht sich in Lagern auf
den Ständern (33) und (60).


9.2. Papierführung

Unter der Schreibwalze (53) befindet sich die Papierführung
(51), die an den Bügeln (17) und (61) befestigt ist. Zwischen
den Bügeln liegen auf 4 Spitzen (63) zwei Papierandruckwalzen
(16). Die letzteren sind unter den Einschnitten in der Papier-
führung (51) angebracht und ragen etwas über deren Oberfläche
hinaus. Die Bügel (17) und (61) liegen auf den Zapfen (18)
der beiden Hebel (19), die sich auf der Achse (44) drehen
können. Die beiden Federn (42), deren Spannung über die
Zahnkupplungen (15) und (43) eingestellt wird, drücken die
Papierandruckwalzen (16) an die Schreibwalze (53). Zum Ein-
spannen des Blattes in den Wagen wird die Papierführung
durch Zurückdrücken des Hebels (57) nach unten geführt.
Der untere Arm des Hebels (57) bewegt den Hebel (58), der mit
der Achse (44) verbunden ist. Dadurch gehen die Hebel (20) und
(19) mit der Papierführung (51) in die untere Stellung, wobei
sich zwischen den Papierandruckwalzen (16) und der Schreib-
walze (53) ein Zwischenraum bildet, der zum Einlegen des
Blattes genügt.
Bei Rückführung des Hebels (57) in die Ausgangsstellung wird
das Blatt durch die Papierandruckwalzen der Führung (51) an
die Schreibwalze (53) des Wagens gedrückt.
Nach dem Schreiben des Zeichens wird der bewegliche Teil des
Wagens mit dein Blatt einen Schritt weiterbewegt.


9.3. Wagenfortschaltung (Abb. 17)

Die Zahnstange (7) ist mit dem beweglichen Wagenteil fest ver-
bunden. In die Zähne der Stange (7) greifen die Nasen der
Rastklinken (5) und (6) ein. Die Rastklinken besitzen Lang-
löcher, durch die eine Achse (3) geht. Durch die Federn (4)
werden die Klinken nach rechts gezogen. Ihre stabile Stellung
in der horizontalen Ebene wird durch die entsprechenden Füh-
rungen gewährleistet.
Die Stange (7) mit dem beweglichen Wagenteil strebt durch die
Kraft der sie bewegenden Spiralfeder danach, sich nach links
zu verschieben. Das wird jedoch durch die Nase der Rastklinke
(6) verhindert. Die rechte Kante des Langloches stößt auf die
Achse (3), Abb. 17a. Nach Schreiben des Zeichens rastet der
Vorschubhebel (2) die Rastklinke (6) aus der Stange (7), Abb.
17b, aus. Die Bewegung des beweglichen Wagenteils wird durch
die Klinke (6), Abb. 17b, begrenzt. Bei der Arbeit mit Klar-
text schiebt sich der bewegliche Wagenteil nach Schreiben
eines jeden Zeichens schrittweise vorwärts.


9.3.1. Wagenfortschaltung bei der Einteilung in Fünfergruppen
(Abb. 18)

Bei dem Chiffrieren muß der Text in Fünfergruppen geteilt
werden. Zwischen den Fünfergruppen muß ein Zwischenraum
sein. Diese Forderung wird durch ein System erfüllt, das in
Abb. 18 dargestellt ist.
An dem beweglichen Wagenteil ist die Stange (9) befestigt.
Auf der Stange läuft der Hebel (8), der auf dem Gleitstück (10)
des unbeweglichen Wagenteils drehbar gelagert ist. Wird der
Betriebsartenumschalter auf C gestellt, so schiebt der Hebel
(11) das Gleitstück (10) mit dem Hebel (8) nach links. In Abb.
18a ist die Stellung der Bauteile vor dem Schreiben des 5. Zei-
chens einer der Fünfergruppen dargestellt.
Nachdem der Vorschubhebel (2) des Hebels (1) die Rastklinke
(6) aus der Stange (7) ausgerastet hat, müßte die Bewegung
des beweglichen Wagenteils durch die Klinke (5) und die Achse
(3) begrenzt werden. Die Klinke (5) wird jedoch durch die Nase
der Stange (9) und den Hebel (8) aus der Stange (7), Abb. 18b,
ausgerastet. Dadurch bewegt sich der bewegliche Wagenteil
zwei Schritte vorwärts und wird durch die Rastklinke (6) ge-
stoppt, Abb. 18b.
Die 4 nächsten Zeichen werden geschrieben, wenn sich der Hebel
(8) in der Vertiefung der Stange (9) befindet, d. h. der Wa-
gen bewegt sich immer um einen Schritt weiter. Nach Schrei-
ben des 5. Zeichens schiebt sich der bewegliche Wagenteil um
2 Schritte vorwärts usw..

Wird der Betriebsartenumschalter auf K oder D gestellt,
so wird das Gleitstück (10) mit dem Hebel (8) durch den Hebel
(11) nach rechts verschoben, und die automatische Teilung des
Textes in Fünfergruppen hört auf. Damit sich der bewegliche
Wagenteil durch Neigen oder Stöße nicht nach rechts bewegt,
besitzt er eine Zahnstange (45), Abb. 16, in die die Sperrklinke
(50) einrastet.
Zum Einstellen des beweglichen Wagenteils auf einen belie-
bigen Punkt der Zeile, von Hand aus, ist es erforderlich, den
Hebel des Wagenauslösebügels (48) nach vorn zu ziehen.
Dabei werden die Rastklinken (39) und (40), die Sperrklinke
(50) und der Hebel (47) durch den Wagenauslösebügel (48) aus
den Zahnstangen ausgehoben und der bewegliche Wagenteil
kann in die erforderliche Stellung gebracht werden.


9.4. Zeilenvorschub der Schreibwalze (Abb. 16)

Nach Schreiben des 59. Zeichens wird die Schreibwalze mit dem
Blatt automatisch auf die nächste Zeile gestellt. Der bewegliche
Wagenteil wird an den Anfang der neuen Zeile gebracht. Dieses
geschieht wie folgt:
Nach Schreiben des 59. Zeichens einer Zeile wirkt der beweg-
liche Wagenteil beim Verschieben auf das Steuerungssystem,
das sich am Antrieb befindet, ein. Die Kupplung der Wagen-
rücklaufwelle rastet dadurch ein. Der getriebene Kupplungsteil
ist durch ein Schraubenrad mit dem Zahnrad (4), das frei
drehbar in einer Buchse des Druckwerkes gelagert ist, ver-
bunden. Die Zahnradtrommel (6) mit der Spiralfeder (7), die
durch 2 Zapfen (5) mit dem Rad (4) verbunden ist, dreht sich
im Uhrzeigersinn, wobei sie durch die Zahnräder (9), (10) und
(11) die Zahnstange (29) nach rechts schiebt. Der mit der
Stange verbundene Sektor (27) bringt mit dem Hebel (30) und
dem Gleitstück (28) den Hebel (26) in die Stellung, in der die
Schaltklinke (22) in Eingriff mit dem Schaltrad (23) kommt.
Dieses ist mit der Walze (54) starr verbunden. Es bewegt sich
bis zum Auftreffen der Schaltklinke auf den Anschlag (37).
Dabei wird die Schreibwalze in die Stellung gebracht, die zum
Schreiben der nächsten Zeile erforderlich ist. Die Nase des He-
bels (25), der im Unterbau des beweglichen Wagenteils ange-
bracht ist, hält den Sektor (27) in der von ihm eingenommenen
Stellung fest. Gleichzeitig führt der Hebel (26) bei seiner Be-
wegung den rechten Arm des Hebels (35) nach unten. Der
Letztere dreht mit seinem 2. Arm den Wagenauslösebügel (48).

Dadurch werden alle Hebel aus den Zahnstangen des Unter-
baues ausgehoben, darunter auch der Hebel (50), der eine
Längsbewegung des beweglichen Wagenteils nach rechts ver-
hindert. Nachdem sich die Zahnstange (29) so weit nach rechts
verschoben hat, daß der Bolzen an der linken Seite des Lang-
loches anstößt, wird der bewegliche Wagenteil mit nach rechts
genommen.
Nach Beendigung des Wagenrücklaufs wird die Kupplung der
Wagenrücklaufwelle durch den beweglichen Wagenteil über
ein Hebelsystem ausgerastet.
Gleichzeitig wird der Hebel (25), wenn er auf den Anschlag (13)
des Unterbaues trifft, aus dem 2. Zahn des Sektors (27) aus-
geklinkt. Durch Federkraft kehren der Hebel (26) und der Sektor (27) in
ihre Ausgangsstellung zurück, in der die Schaltklinke (22) auf
den Anschlag (21) zu liegen kommt und nicht in das Schaltrad
(23) eingreift.

10. D r u c k w e r k

Das Druckwerk dient zum Drucken des Textes auf das Papier
und zur Steuerung der Auflagestücke des Lochers mit Hilfe der
Wählschienen des Kombinators.
Der prinzipielle Aufbau des Druckwerkes ist in Abb. 7 dar-
gestellt.
Auf Grund der Aufgabenstellung enthält das Druckwerk:

a) Exzenterantrieb
b) Druckwerk
c) Kombinator
d) Farbbandgabel
e) Farbbandtransport und Farbbandumkehrung
f) Nockenwellen
g) Zusätzliche Bauteile

In Abhängigkeit von der Stellung des Arbeitsumschalters führt
das Druckwerk folgende Arbeiten aus:

a) Drucken des Textes auf Papier
b) Einstellung einer Kombination von Ansatzstücken des
   Lochers
c) Drucken des Textes auf Papier und Einstellung einer
   Kombination von Ansatzstücken des Lochers.


10.1. Exzenterantrieb (Abb. 8)

Der Exzenterantrieb dient zur Umwandlung der Drehbewegung
des Exzenters in eine Hin- und Herbewegung der Stange (4)
mit dem Bügel (5) . Der Bewegungsablauf der Stange (4) wird
durch das Profil des Exzenters (11) bestimmt. Der Exzenter-
antrieb besteht aus dem Hebel (8) mit der Rolle (10), der Feder
(9) und der Zugstange (6), die die Hebel (2) und (8) miteinander
verbindet.
Die Lage des Hebels (2) auf der Achse (I) kann in gewissen
Grenzen durch Schrauben und Andruckleiste (12) verändert
werden. Die Achse (1) ist starr mit dem Hebel (3) verbunden,
der die Stange (4) mit dem Bügel (5) bewegt. Auf der Abb. 8
ist die Stoppstellung des Exzenterantriebes dargestellt. In die-
sem Falle befindet sich die Rolle (10) des Hebels (8) auf dem
maximalen Radius des Exzenters (11) und wird durch die Feder
(9), deren Spannung mit Hilfe der Mutter (7) reguliert werden
kann, an den Exzenter gedrückt. Die Stange (4) mit dem Bügel
(5) sind in ihrer linken Endstellung.

Bei Drehung der Hauptwelle des Schlüsselgerätes läuft die
Rolle (10) auf dem Exzenter (11). Die Zugstange (6) und der
Hebel (2) dreht die Achse (1) entgegen dem Uhrzeigersinn. Der
Hebel (3) schiebt die Stange (4) mit dem Bügel (5) in die rech-
te Endlage, wie es in Abb. 9 dargestellt ist.


10.2. Abdruck eines Zeichens auf Blatt (Abb. 10)

Das Druckwerk besteht aus den Elektromagneten (1), den
Freigabehebeln (14), dem Druckbügel (5), den Stoßhebeln (11)
und den Typenhebeln (8).
Bei Stoppstellung der Hauptwelle des Schlüsselgerätes sind die
linken Enden der Stoßhebel (11) durch den Druckbügel in die
untere Stellung gebracht, so daß ein Spalt zwischen ihnen und
der Sperrnase des Freigabehebels (14) vorhanden ist. Bei Be-
tätigen eines Tastenhebels wird die Hauptwelle für einen Ar-
beitszyklus freigegeben und die Wicklung eines der Elektro-
magneten (1) erhält einen Stromimpuls.
Der Anker des Elektromagneten überwindet die Kraft der Fe-
der (13) und bewegt die Stange (2) nach rechts. Der Freigabe-
hebel (14) nimmt die punktiert gezeichnete Stellung ein. Nach
Anziehen des Elektromagneten beginnt sich der Hebel (3) zu
bewegen und schiebt die Stange (4) mit dem Druckbügel (5)
nach rechts.
Das linke Ende des Stoßhebels (11), der nicht vom Freigabe-
hebel (14) festgehalten wird, wird durch die Kraft der Feder
(15) an die obere Kante des Druckbügels (5) gedrückt und greift
bei Rechtsbewegung des letzteren ein.
Von diesem Moment an bewegen sich der Druckbügel (5) und
der Stoßhebel (11) gemeinsam. Da der Typenhebel (8) mit dem
Stoßhebel (11) verbunden ist, wird er um die Achse (9) gedreht.
Die Bewegung des Druckbügels (5) und des Stoßhebels (11)
geht im Laufe eines Arbeitszyklus in einem kurzen Zeitab-
schnitt (t = 30 ms) vor sich, infolgedessen erhält der Typen-
hebel eine bedeutende Beschleunigung.
Auf der Abb. 11 ist eine Zwischenstellung der Teile des Druck-
werkes und auf Abb. 12 der Zeitpunkt, an dem die Type auf
die Schreibwalze aufschlägt, dargestellt. Vor dem Aufschlag
der Type auf die Schreibwalze läuft der Typenhebel (8) in
einer Führungsgabel, die die Stelle des Abdruckes auf dem
Papier festlegt und mit deren Hilfe ein gleichmäßiger Abstand
zwischen den gedruckten Zeichen erreicht wird. Die Einfärbung
des Buchstabens erfolgt durch das Farbband, das durch die
Farbbandführung (7) gehalten wird, die durch den Hebel {6)
gesteuert wird. Der Hebel (6) nimmt vor dem Anschlag der
Type auf die Walze, (Abb. 11 und 12), die obere und in der
Stopplage des Druckwerkes, (Abb. 10), die untere Stellung ein.
Die Deutlichkeit des abgedruckten Zeichens hängt von der
Endgeschwindigkeit des Typenhebels ab, die durch den Ab-
wurfbügel (12) bestimmt wird.
Praktisch wird der Abwurfbügel (12) so angeordnet, daß er
den Stoßhebel (11) von dem Druckbügel (5) bereits vor dem
Anschlag des Typenhebels auf die Wagenwalze abstreift (Abb.
11). Infolgedessen legt dieser den letzten Teil des Weges auf
Grund seiner Trägheit zurück, wodurch der Schlag der Type
abgeschwächt und folglich auch die Deutlichkeit geringer wird.
Nach dem Anschlag auf die Schreibwalze wird der Typenhebel
durch die Kraft der Feder (15) wieder in die Ausgangsstellung
gebracht, die durch den Typenhebelkorb (16) begrenzt ist.


10.3. Steuerung des Lochers durch den Kombinator (Abb. 7)

Der Kombinator dient zur Steuerung der Auflagestücke des
Lochers und besteht aus 5 Wählschienen (29) mit Federn (38).
Die Wählschienen sind als Teil eines Kreisbogens ausgeführt
und mit Aussparungen versehen, in die beim Anziehen eines
Elektromagneten (31) der untere Arm des jeweiligen Freigabe-
hebels (36) einfällt.
In der Stoppstellung der Welle mit dem Nocken (19) befindet
sich die Rolle des Hebels (20) auf dem maximalen Radius. Mit
dem Regelarm des Hebels (27) werden die Wählschienen (29) in
die rechte Stellung gebracht. In dieser Stellung befindet sich in.
allen Wählschienen für die unteren Arme der Freigabehebel
eine Aussparung. In diese Aussparung kann bei Ansprechen
eines beliebigen Elektromagneten des Druckwerkes der untere
Arm des Freigabehebels (36) einfallen. Bei Drehung der Welle
mit dem Nocken (19) geht die Rolle des Hebels (20) auf den
kleinen Radius über. In diesem Falle bewegen sich die Wähl-
schienen (29) unter dem Einfluß der Federn (30) nach links.
Die Drehung der Nockenwelle erfolgt erst nach dem An-
sprechen eines der Elektromagneten des Druckwerkes, d. h.
nach den1 Einfallen des Freigabehebels (36) in die Aussparun-
gen der Wählschienen (29). Die Abmessungen der Aussparun-
gen der Wählschienen (29) sind in der Länge verschieden und
so berechnet, daß jeder Freigabehebel eine nur ihm eigene
Stellung der Wählschienen (29) und der mit letzteren verbun-
denen Hebel (26) gewährleistet.

Die oberen Arme der Hebel (26) sind mit den Auflagestücken
des Lochers verbunden.
Die unteren Arme der Hebel (26), die mit dem Feststellhebel
(23) zusammenwirken, dienen zum Verriegeln der Wählschie-
nen bis zur Beendigung des Stanzens des entsprechenden
Zeichens.
Der Feststellhebel (23) wird durch den Nocken (22) und die
Feder (24) gesteuert.
Nach Einstanzen der Kombination in den Lochstreifen wird der
Feststellarm des Hebels (23) durch den Nocken (22) nach unten
gebracht und die Wählschienen (29) werden durch den Exzenter
(19) und die Hebel (20) und (27) in die Ausgangsstellung ge-
bracht.


10.4. Farbbandgabel (Abb. 7)

Während der Stoppstellung der Hauptwelle des Schlüsselge-
rätes befindet sich das Farbband, mit dessen Hilfe die Typen
eingefärbt werden, unter der zu schreibenden Zeile und behin-
dert nicht die Kontrolle des geschriebenen Textes. Zum Mo-
ment des Anschlages wird das Farbband angehoben und zwischen
Type und Papier gelegt. Das Heben und Senken des
Farbbandes erfolgt durch die Farbbandgabel. Am rechten Ende
der Stange (38) ist eine frei drehbare Rolle angebracht, die mit
der unteren Nase des Hebels (46) zusammenwirkt. In der Nut
des Hebels (46) liegt ein Finger, der starr mit der Farbband-
gabel (47), in deren oberen Ende das Farbband durchgeführt
wird, verbunden ist.
Bei Bewegung der Stange (38) nach rechts läuft die Rolle, die
an ihrem einen Ende befestigt ist, an der Schräge des Hebels
(46) entlang, verschiebt denselben und die mit ihm verbun-
dene Farbbandgabel (47) vor dem Anschlag der Type in die
obere Stellung vor das Blatt; der Hebel (46) mit der Farbband-
gabel (47) wird durch eine Feder in die untere Lage gezogen.


10.5. Farbbandtransport und Farbbandumkehrung (Abb. 7)

Beim Abdrucken des Textes bewegt sich das Farbband auto-
matisch nach Abdruck eines Zeichens weiter. Die Weiterschal-
tung des Farbbandes erfolgt durch den Farbbandtransport. In
dem Schlüsselgerät wird ein Farbband von 13 mm Breite ver-
wandt. Die Enden des Farbbandes sind auf 2 Spulen, die starr
mit den Achsen (54) verbunden sind, befestigt. Am Hebel (57),
der der Umlaufbahn des Druckexzenters (58) folgt, befindet
sich der Hebel (56), der das Schaltrad (1) um einen Zahn weiter
bewegt. Die Achse (6) mit dem auf ihr befestigten Schaltrad (1),
den zwei Kronenrädern (9) und den abgeschrägten Buchsen (4)
und (8) nimmt im Laufe der Arbeit entweder die rechte oder
linke Endstellung ein.
In der rechten Endstellung der Achse (6) greift das rechte Zahn-
rad in das Zahnrad (2) ein, das auf der Achse (54) mit der
Spule, auf die das Farbband gewickelt wird, sitzt. In dieser
Stellung sind die Zahnräder (9) und (11) nicht im Eingriff und
das Farbband kann ungehindert aufgewickelt werden. Das
linke Fähnchen (53) wird durch die Feder (10) an das Farbband
gedrückt. In dem Maße wie sich das Farbband aufwickelt,
nähert sich das untere gebogene Ende der Achse der abge-
schrägten Buchse (8) und greift letzten Endes in die Abschrä-
gung ein. Bei einer weiteren Drehung der Achse (6) wird diese
nach links geschoben. Die Zahnräder (9) und (11) kommen zum
Eingriff, folglich ändert sich die Bewegungsrichtung des Farb-
bandes.
In jeder Einstellung wird die Achse (6) festgehalten, damit ein
Ausrasten der arbeitenden Zahnräder verhindert wird.


10.6. Zusatzvorrichtungen für die Arbeit des Druckwerkes bei den
      einzelnen Betriebsarten (Abb. 7)

Zu den Zusatzvorrichtungen gehören:

a) Der Feststellhebel (61), der durch den Nocken (62) ge-
   steuert wird. Steht der Arbeitsumschalter auf L, so wird
   durch den Hebel (61) der Hebel (57) blockiert.
b) Der Hebel (48), der die Bauteile für die Teilung des Ge-
   heimtextes in Fünfergruppen einstellt. Die Steuerung des
   Hebels erfolgt vom Betriebsartenumschalter oder vom
   Hebel (11), Abb. 52, durch die Zugstange (59).
c) Das System von Zugstangen, (51), (44), (42), (35) und (34),
   das von dem Nocken der Hauptwelle gesteuert wird und
   die Fortbewegung des Wagens in jedem Zyklus bewirkt.

11. G r u n d p l a t t e (Abb. 25)

Die Grundplatte dient zur Befestigung aller Baugruppen und
Steuerteile des Schlüsselgerätes. Die mechanischen Bauteile der
Grundplatte werden hauptsächlich vom Knopf (1) des Betriebs-
artenumschalters und vom Knopf (48) des Arbeitsumschalters
gesteuert. Der Knopf (1) hat drei feste Stellungen K, D
und C, die den drei Betriebsarten entsprechen. Jede dieser
drei Stellungen wird durch die Rastklinke (3) mit Feder fixiert.
Die Drehung des Knopfes (1) wird durch das Kegelradpaar auf
die Welle (4) übertragen. Das Zahnrad (12) verschiebt die Zahn-
stange (15), die über Zwischenelemente die notwendige Stellung
des Betriebsartenumschalters erreicht. Der Nocken (46), der
den im Chiffrator gelegenen Hebel (45) steuert, schaltet in der
Stellung D oder C den Antrieb des Chiffrators ein und in
der Stellung K aus.

Befindet sich der Nocken (40) in der Stellung C, so stellt er
den Hebel (41) so ein, daß eine Teilung des zu druckenden
Textes in Fünfergruppen erfolgt. Der Nocken (29) und der
Hebel (30) schalten in der Stellung C das Zeichenzählwerk
mit Zwischenraumgeber ein. Durch das Zahnrad (11) wird die
Drehbewegung der Welle (4) auf die welle (8) übertragen, die
in der Tastatur liegt. Der Arbeitsumschalter (48) hat drei feste
Stellungen B, BL und L. Der Nocken (24) blockiert in
der Stellung L das Druckwerk. Der Nocken (25) und der He-
bel (26) schalten in der Stellung B6 den Locher ab. Der Nok-
ken (23) schaltet in der Stellung L die Weiterschaltung des
Wagens während eines jeden Zyklus ab, indem er auf die Zug-
stange (36) einwirkt und sie aus dem Hebel (22) ausklinkt. Die
Zugstange (10) verhindert, daß, wenn die Wagenrücklauftaste
gedrückt wurde, der Wagen fortgeschaltet wird. Indem sie auf
den Bügel (43) und die Stange (36) einwirkt, wird letzterer aus
dem Hebel (22) ausgeklinkt und es wird das Ansprechen der
Elemente für die Wagenweiterschaltung ausgeschlossen.

12. S t r o m v e r s o r g u n g (Abb.38)

Die Stromversorgung ermöglicht das Anschließen der elektri-
schen Bauteile des Schlüsselgerätes an ein Wechselstromnetz
mit einer Spannung von 100 bis 250 V bei einer Frequenz von
50 Hz oder an ein Gleichstromnetz mit einer Nennspannung
von 110 V, Die Stromversorgung ist auf einem rechtwinkligen
Chassis (2) aufgebaut und an der Grundplatte des Schlüssel-
gerätes befestigt.

Die Stromversorgung besteht aus:

a) Dem Transformator (4).
b) 2 Umschaltern (7), die durch den Schalthebel (5) gesteuert
   werden und die elektrischen Stromkreise des Schlüssel-
   gerätes entsprechend der Art der Stromquellen verbinden.
c) Dem Begrenzungswiderstand (9).
d) Der Steckerleiste (3, die zur Verbindung der elektrischen
   Teile der Stromversorgung mit den elektrischen Teilen
   der Grundplatte dient.
e) Einem Voltmeter (I), mit einer Skala von 0-150 V zum
   Messen der Spannung an der Sekundärwicklung des
   Transformators (4).
f) Einem Spannungswahlschalter (6), der entsprechend der
   Nennspannung des Netzes, die auf der Skala (8) eingra-
   viert ist, eingestellt wird.

13. F i l t e r (Abb. 27)

Der Filter dient zur Schwächung der Funkstörungen, die von
den elektrischen Bauteilen des Schlüsselgerätes hervorgerufen
werden. Auf einer Metallplatte (6) sind 4 Drosseln (4) paarweise
und auf zwei Winkeln (7) vier Kondensatoren (5) angeordnet.
Die Drosseln sind auf Alsiferringe gewickelt. Jeder Ring hat
eine Wicklung mit 160 Windungen aus Draht von 0,69 mm
Im Filter wurden Durchführungskondensatoren vom Typ
KBP mit einer Kapazität von 0,251 my F und einer Betriebs-
spannung von 250 V verwandt.
Zum Anschalten des Filters an das Netz und an die elektrischen
Bauteile sind auf der Metallplatte (6) zwei Steckerleisten (1)
und (8) angebracht. Der Filter ist an der hinteren Wand der
Grundplatte unter den Elektromagneten des Druckwerkes be-
festigt.

14. D i e  e l e k t r i s c h e n  B a u t e i l e  d e r  B a u g r u p p e n

Die elektrische Prinzipschaltung des Schlüsselgerätes ist auf
dem Stromlaufplan 40 S1 dargestellt.
Die Verdrahtung der elektrischen Bauteile des Schlüsselge-
rätes ist für jede Baugruppe einzeln ausgeführt. Die elektrische
Verbindung zwischen den Baugruppen wird durch Stecker her-
gestellt.


14.1. Elektrische Bauteile der Stromversorgung

a) Der Transformator (Tr I), dessen Primärwicklung 10 An-
   schlüsse hat und an ein Wechselstromnetz mit einer Fre-
   quenz von 50 Hz und einer Nennspannung von 100, 110,
   127, 145, 160, 190, 220, 230 und 250 V angeschlossen werden
   kann. Die Anschlüsse des Transformators sind an die
   Lamellen des Spannungswahlschalters angeschlossen,
   dessen Schleifkontakt auf die der Netzspannung des
   Netzes entsprechende Lamelle eingestellt wird.
b) Das Voltmeter (MI I) für die Kontrolle der Größe der
   Wechselspannung an der Sekundärwicklung des Trans-
   formators (Tr 1).
c) Die zweipoligen Schalter, Sch 3 und Sch 2, für die Um-
   schaltung der Stromkreise in Abhängigkeit von der Art
   des Stromes der Stromquelle.
d) Die Steckerleiste, St 8, für die elektrische Verbindung
   zwischen den Bauteilen der Stromversorgung mit den
   Bauelementen der Grundplatte.
e) Widerstand R 6 (390 Ohm, 20 W), der den Strom im
   Kreis der Elektromagneten begrenzt, wenn das Schlüssel-
   gerät an ein Wechselstromnetz angeschlossen wird.


14.2. Elektrische Bauteile der Grundplatte

a) Federleiste, Hü 5, für die elektrische Verbindung durch
   die Messerleiste, St 6, mit dem Motor, (M 1), der sich im
   Antrieb des Schlüsselgerätes befindet.
b) Federleiste, Hü 7, die in die Messerleiste, St 8, der Strom-
   versorgung gesteckt wird.
c) Die Federleiste Hü 1 und die Federleiste Hü 4, die an der
   hinteren Wand der Grundplatte angebracht sind, dienen
   zur Verbindung mit den Bauteilen des Filters.
d) Die Sicherungen Si-1 A und Si-2 A befinden sich an der
   rechten Seite der Grundplatte.
e) Regelbarer Drahtwiderstand R 3 (510 Ohm, 50 W), der in
   Serie mit der Erregerwicklung des Elektromotors (M 1)
   liegt und zum Regeln der Drehzahl bei der Arbeit vom
   Gleichstromnetz dient.
f) Drahtwiderstand R 4 (820 Ohm, 50 W) und Kondensator
   C 3 (0,015 my F, 500 V), die bei Speisung vom Wechsel-
   stromnetz in den Stromkreis des Fliehkraftreglers des
   Elektromotors (M 1) eingeschaltet sind.
g) Widerstand R 2 (1000 Ohm, 1 W) und Kondensator C 2
   (0,25 my F, 400 V) bilden die Funkenlöschung für den Im-
   pulskontakt, der sich am Antrieb des Schlüsselgerätes
   befindet.
h) Widerstand R 1 (1000 Ohm, 1 W) und Kondensator C 1
   (0,25 my F, 400 V) bilden die Funkenlöschung für den Kon-
   takt ZWD.
i) Vier Germaniumdioden Gel, Ge2, Ge3, Ge4, die als Graetz-
   gleichrichter geschaltet sind und die Elektromagnete des
   Druckwerkes bei Anschluß des Schlüsselgerätes an das
   Wechselstromnetz speisen.
j) Elektrolytkondensator C 4 (50 my F, 300 V) zur Glättung
   der gleichgerichteten Spannung.
k) Übergangskontaktleisten ÜKL 5, die mit der Übergangs-
   kontaktleiste ÜKL 6, die sich ihrerseits am Antrieb befin-
   det und an den Impulskontakt angeschlossen ist, verbun-
   den ist.
l) Netzschalter Sch 1 zum Einschalten des Schlüsselgerätes.
m) Übergangsleiste ÜKL 1, die die elektrische Verbindung
   zwischen den Elementen des Chiffrators und des Druck-
   werkes herstellt.
n) Elektromagnet EM 28, der sich am Locher befindet.
o) Sicherungskontakt SK, der die Leitung unterbricht, wenn
   der Betriebsartenumschalter nicht richtig eingestellt ist.
p) Widerstand R 5 (470 Ohm, 10 W) im Stromkreis der Wick-
   lung des Elektromagneten Zwischenraum.


14.3. Elektrische Bauteile des Antriebes

a) Elektromotor (M 1), Typ SL-369 uA 1. Die Speisung des
   Elektromotors erfolgt vom Gleichspannungsnetz mit der
   Spannung 110 V oder vom Wechselstromnetz 127 V unter
   Anwendung eines Reglers. Die Umschaltung der Wicklung
   des Elektromotors für die Arbeit mit Gleich- oder
   Wechselstrom erfolgt durch den entsprechenden Stecker
   St 10. Wird der Elektromotor vom Wechselstromnetz ge-
   speist, so arbeitet er als Reihenschlußmotor, wobei eine
   Erregerwicklung MI-M2 benutzt wird. Wird der Elektro-
   motor vom Gleichstromnetz gespeist, so arbeitet er als
   Nebenschlußmotor mit hintereinander geschalteten Er-
   regerwickiungen.
b) Messerleiste St 6 und Federleiste Hü 5 dienen zur Ver-
   bindung der Wicklung des Elektromotors mit den Bau-
   elementen, die sich in der Grundplatte befinden.
c) Der Kontakt RK gehört zum Fliehkraftregler des Elektro-
   motors (M 1).
d) Der Impulskontakt IK, der im Stromkreis der Elektro-
   magnete liegt, wird durch einen Nocken der Hauptwelle
   des Schlüsselgerätes für eine bestimmte Zeit des Arbeits-
   zyklus geschlossen. Der Kontakt IK ist an die Übergangs-
   kontaktleiste ÜKL 6 angeschlossen, die $mit der Über-
   gangskontaktleiste ÜKL 5 der Grundplatte verbunden ist.


14.4. Elektrische Bauteile der Tastatur

a) Sie besteht aus 28 Kontaktgruppen. Die jeweils inneren
   und die jeweils äußeren Kontaktfedern jeder Gruppe sind
   miteinander verbunden.
b) Die Übergangskontaktleiste ÜKL 4 mit 32 Federkon-
   takten. Die inneren Kontaktfedern der Kontaktgruppen
   in der Tastatur sind mit dem 1. bis 28. Kontakt der Über-
   gangskontaktleiste UKL 4 verbunden. Die äußeren Kon-
   takte der Kontaktgruppen mit dem gemeinsamen Pol am
   Kontakt 32.


14.5. Elektrische Bauteile des Druckwerkes

a) 27 Elektromagnete EM₁ bis EM₂₇.
b) Übergangskontaktleiste ÜKL 2 mit flächenartigen Kon-
   takten.
   Ein Ende der Wicklung ist auf die gemeinsame Leitung
   28 geführt, die durch die Kontakte 38, 39 und 40 der Kon-
   taktleiste ÜKL 2 verbunden ist.

14.6. Elektrische Bauteile des Chiffrators

a) Der Betriebsartenumschalter, der aus den Kontaktleisten
   KL 3, KL 4, KL 5 und KL 6 besteht. Die Kontaktleisten
   KL 3 und KL 6 sind auf der Grundplatte des Betriebs-
   artenumschalters befestigt. die Leisten KL 4 und KL 5
   können verschoben werden. Sie nehmen eine der drei
   festen Stellungen ein, die den drei Betriebsarten K,
   D und C entsprechen. Jede der Leisten hat drei
   Reihen Kontakte I, I1 und 111. Die jeweils gleichen Reihen
   der Leisten KL 3, KL 4 und der Leisten KL 5, KL 6 geben
   miteinander Kontakt. Die Leisten KL 3 und KL 6 haben
   feste Kontaktstifte und die Leisten KL 4 und KL 5 gefe-
   derte Kontaktstifte.
b) Die Kontaktleisten KL, die zwei mit der Grundplatte starr
   verbundene Kontaktleisten KL 7 und KL 8 besitzt, zwi-
   schen denen 5 Kontaktleisten liegen (auf der Zeichnung
   nicht angeführt). Jede der 5 Kontaktleisten besitzt vier
   Reihen von je 26 Kontakten. Die Leisten KL 7 und KL 8
   haben zwei Reihen von je 13 Kontakten. Die 5 Kontakt-
   leisten KL verschieben sich bei jedem Arbeitsgang des
   Chiffrators und schließen die Stromkreise des Druck-
   werkes des Schlüsselgerätes, indem sie den Klartext ver-
   schlüsseln und den Geheimtext entschlüsseln.

c) Die Übergangskontaktleiste ÜKL 3 stellt die elektrische
   Verbindung mit den Bauelementen der Tastatur durch die
   Übergangskontaktleiste ÜKL 4 und mit den Bauelemen-
   ten des Druckwerkes durch die Ubergangskontaktleiste
   ÜKL 1 der Grundplatte her.


14.7. Elektrische Bauteile des Filters

a) 4 Drosseln Dr 1, Dr 2, Dr 3 und Dr 4, die hintereinander
   zu je zwei in jede Leitung der Stromquelle eingeschaltet
   sind.
b) 4 Kondensatoren C 5, C 6, C 7 und C 8. Jeder Kondensa-
   tor hat einen stromführenden Draht, der mit einer Platte
   des Kondensators verbunden und in die Speiseleitung
   eingeschaltet ist. Die andere Kondensatorplatte wird mit
   dem Gehäuse des Schlüsselgerätes verbunden. Der Filter
   wird mit Hilfe von Messerleisten St 2, St 3, und den Fe-
   derleisten Hü 1, Hü 4 in die Speiseleitung eingeschaltet.

15. S t r o m l a u f p l a n

Der Stromlauf von dem Netzstecker (Nst) der Schnur zu den
Kontakten 2 und 5 der Leiste Hü 7 ist für die Arbeit mit
Gleich- sowie Wechselstrom gleich und wird deshalb in. der
weiteren Abhandlung nicht mehr erwähnt.

a) Nst; Hü 1; St 2; Cs; Dr 1; C6; Dr 2; St 3; Hü 4; Si 2 A;
   Sch 1 Kontakt 4, 6; Kontakt.2 Hü 7.
b) Nst; HÜ 1; St 2; C,; Dr 3; C8; Dr 4; St 3; Hü 4; Sc11 B
   Kontakt 3,5; Kontakt 5 Hü 7.


15.1. Stromkreis der Primärwicklung des Transformators (Tr 1)

Kontakte 2 der Leisten Hü 7 und St 8; geschlossene Kontakte
4, 6 des Umschalters Sch 3, Primärwicklung des Transformators
(Tr 1), geschlossene Kontakte 5, 3 des Umschalters Sch 3; Kon-
takte 5 Leisten St 8, Hü 7.


15.1.1. Stromkreis der Sekundärwicklung des Transformators (Tr 1)

Sekundärwicklung des Transformators;
geschlossene Kontakte 6, 4 des Umschalters Sch 2; Kontakte 3
der Leisten St 8, Hü 7, Kontakte 4 der Leisten Hü 5, St 6;
Kontakt 2 der Leiste Hü 9; Erregerwicklung M1 - M2; Kon-
takte 5, 6 der Leiste Hü 9; Kontakt RK; Kontakt 3 der Leiste
Hü 9; Ankerwicklung A 1, A 2; Kontakt 8 der Leiste Hü 9;
Leitung 3; 3 der Leisten St 6, Hü 5; Kontakte 6 der
Leisten Hü 7, St 8; Kontakte 3, 5 des Umschalters Sch 2; Se-
kundärwicklung (Tr 1).


15.2. Stromkreis des Elektromotors (M 1) bei Anschluß an ein
Gleicbstsromnetz

Kontakte 2 der Leisten Hü 7, St 8; Kontakte 4, 2 des Umschal-
ters Sch 3; Kontakte 2, 4 des Umschalters Sch 2; Kontakte 3
der Leisten St 8, Hü 7; Kontakte 1 der Leisten Hü 5, St 6;
Kontakt 2 der Leiste Hü 9; Erregerwicklung Mi - M:,; Kontakte
5, 4 der Leiste Hü 9; Erregerwicklung M1 -M3; Leitung 5;
Kontakte 5 der Leisten St 6, Hü 5, Regelwiderstand 3 ; Kon-
takte 2 der Leisten Hü 5, St 6; Leitung 2; geschlossene Kon-
takte 9, 8 der Leiste Hü 9; Leitung 3; Kontakt 3 der Leisten
St 6, Hü 5; Kontakt 6 der Leisten Hü 7, St 3; Kontakte 3, 1
des Umschalters Sch 2; Kontakte 1, 3 des Umschalters Sch 3;
Kontakte 5 der Leisten St 8, Hü 7.
Die Ankerwicklung des Motors ist an den Kontakten 3 und 6
der Leiste Hü 9 angeschlossen, d. h. parallel zur Stromquelle.

15.3. Stromkreis im Druckteil des Schlüsselgerätes bei Anschluß an
eine Wechselstromquelle

Die Wechselspannung, die an der Sekundärseite des Trans-
formators (Tr 1) anliegt, wird zum Gleichrichter von einer Seite
der Sekundärwicklung aus geführt:
Kontakte 6, 4 des Umschalters Sch 2; Kontakt 3 der Leiste St 8;
Begrenzungswiderstand R 6; Kontakte 1 der Leisten St 8, Hü 7;
gemeinsamer Punkt der Dioden Ge 1 und Ge 2.
Von der anderen Seite der Sekundärwicklung des Transfor-
mators:

Kontakte 5, 3 des Umschalters Sch 2 Kontakte 6 der Leisten
St 8, Hü 7; Kontakt 3 der Leiste Hü 5; Sicherung Si 1 A, ge-
meinsamer Punkt der Dioden Ge 3 und Ge 4.
Die Wechselspannung der Sekundärwicklung des Transforma-
tors (Tr 1) wird von einer einphasigen Brücke, die aus 4 Dio-
den besteht, die in Graetzschaltung geschaltet sind, gleichge-
richtet. Die gleichgerichtete Spannung positiver Polarität (+
der Stromquelle) wird von dem gemeinsamen Punkt der Dio-
den Ge 2 und Ge 3 und diejenige negativer Polarität (- der
Stromquelle) vom gemeinsamen Punkt der Dioden Ge 4 und
Ge 1 abgenommen und dem Kondensator C 4 zur Glättung zu-
geführt. Bei einer Speisung von einer Wechselstromquelle
liegt am Kondensator C 4 nach Einschalten des Schlüsselgerätes
eine gleichgerichtete Spannung an, die für die Speisung der
Elektromagneten des Druckteiles des Schlüsselgerätes verwandt
wird.


15.4. Stromkreis im Druckteil des Schlüsselgerätes bei Anschluß an
eine Gleichstromquelle

Der oben beschriebene Stromverlauf beim Anschluß an eine
Wechselstromquelle bleibt ohne Veränderung auch beim An-
schluß an eine Gleichstromquelle.
Wie oben beschrieben, wird die Wechselspannung von der Se-
kundärwicklung des Trafos (Tr 1) an die Kontakte 1 und 6
der Leisten St 8 und Hü 7 gebracht. Wie aus dem Stromverlauf
der Stromversorgung ersichtlich ist, wird bei der Umschaltung
der Schalter Sch 2 und Sch 3 auf Gleichstrom die Spannung der
Stromquelle ebenfalls an die Kontakte 1 und 6 der Leisten St 8
und Hü 7 gebracht, wobei der Begrenzungswiderstand R 6
überbrückt wird.

Die Germaniumdioden Ge 1 - Ge 4 werden beim Anschluß
an eine Gleichstromquelle aus dem Stromverlauf nicht abge-
schaltet, sondern sind am Stromverlauf mit beteiligt.


15.5. Stromverlauf bei Klartext

Nach Betätigung des Tastenhebels z. B. A läuft die Haupt-
welle des Schlüsselgerätes für einen Arbeitszyklus an, bei
dessen Beginn der Kontakt IK geschlossen wird.
Der Verlauf des Stromimpulses ist folgender:
+ der Stromquelle; Kontakt; SK; Kontakte 1, 2 der Leisten
ÜKL 5 und ÜKL 6; geschlossener Kontakt IK; Kontakte 3, 4
der Leisten ÜKL 6, ÜKL 5; Leitung 32; Kontakt 32 der Leisten
ÜKL 1 der Grundplatte; Kontakt 32 der Leiste ÜKL 3 des
Chiffrators; Leitung 56; geschlossener Kontakt des Kupplungs-
kontaktes KK; Leitung 55; Kontakte 32 der Leisten UKL 3,
ÜKL 4; Leitung 32; geschlossener Kontakt A der Tastatur;
Leitung 1 ; Kontakt 1 der Leisten ÜKL 4, ÜKL 3; Leitung 28.
Der Kontakt der Leiste KL 5, zu dem die Leitung 28 führt, be-
rührt in der Stellung K des Betriebsartenumschalters den lin-
ken Kontakt in der ersten und zweiten Reihe c)er Leiste KL 6.
Vom linken Kontakt der zweiten Reihe der Leiste KL 6 geht
der Stromimpuls auf den linken der zweiten Reihe der Leiste
KL 5 und über die Leitung 1 auf den Kontakt 1 der Leisten
ÜKL 3, ÜKL 1, ÜKL 2; an die Wicklung des Elektromagneten
A im Druckwerk; Leitungen 29, 28; Kontakte 40, 39, 38 der
Leisten ÜKL 2, ÜKL 1; Leitung 30; - Stromquelle. Bei dem
angeführten Stromlauf spricht der Elektromagnet an und ge-
währleistet den Abdruck des Buchstabens A.


15.6. Stromverlauf beim Chiffrieren

Nach Betätigen der Taste z. B. A, des Anlaufens der Haupt-
welle des Schlüsselgerätes und Schließen des Kontaktes IK
geht der Stromimpuls, wie schon oben beschrieben, bis an den
Kontakt der ersten Reihe der Leiste KL 5, der mit der Lei-
tung 28 verbunden ist. In der Stellung C des Betriebsarten-
umschalters liegen die Kontakte der ersten Reihe der Leiste
KL 5 über den dritten Kontakten (von links) der ersten
Reihe der Leiste KL 6.


Weiterer Stromverlauf:

Leitung 82; Kontakt 5 der Leiste KL 8; Stromkreis Kontakt-
leisten 1-5, auf Grund deren Stellung wir z. B. auf den Kon-
takt 18 der Leiste KL 7 kommen; Leitung 73 auf den zweiten
Kontakt von links der dritten Reihe der Leiste KL 3 des Be-
triebsartenumschalters, der mit dem 6. Kontakt von links der
gleichen Reihe verbunden ist; auf den 2. Kontakt von links
der dritten Reihe der Leiste KL 4 und weiter mit der Leitung
18 auf den Kontakt 18 der Leisten ÜKL 3, ÜKL 1, ÜKL 2;
Spule des Elektromagneten R, Leistung 29, 28; Kontakte 40,
39, 38 der Leisten ÜKL 2, UKL 1; Leitung 30; - Stromquelle.
Deshalb wird in der Stellung C des Betriebsartenumschalters
bei Betätigen der Taste A ein R abgedruckt.


15.7. Stromverlauf beim Dechiffrieren

Im vorhergehenden Falle wurde bei Drücken der Taste A
das R abgedruckt, d. h. es erfolgte ein Verschlüsseln des Zei-
chens A in das Zeichen R. Im gegebenen Falle muß beim
Dechiffrieren die Taste R gedrückt werden, und es wird A
abgedruckt. Wenn man den Stromverlauf von der nach Drük-
ken der Taste R geschlossenen Kontaktgruppe R der Tastatur
beginnt:

Geschlossener Kontakt R; Leitung I8; Kontakt 18 der Leisten
ÜKL 4, UKL 3, Leitung 45; erster Kontakt von links der dritten
Reihe der Leiste KL 4 des Betriebsartenumschalters; zweiter
Kontakt von links der dritten Reihe der Leiste KL 3; Leitung
73; Kontakt 18. Weil beim Chiffrieren des Zeichens A und
beim Dechiffrieren des Zeichens Ra die Kontaktleisten für das
Schließen des Stromkreises die gleiche Lage einnehmen sollen,
so muß der Stromimpuls von Kontakt 18 der Leiste KL 7
auf umgekehrtem Wege auf Kontakt 5 der Leiste KL 8
kommen und weiter Leitung 82 auf den 3. Kontakt von links
der ersten Reihe der Leiste KL 6, die mit dem zweiten Kon-
takt von links der zweiten Reihe der Leiste KL 6 verbunden
ist. Letzterer berührt den ersten Kontakt von links der zweiten
Reihe der Leiste KL 5.


Weiterer Stromverlauf:

Leitung 1; Kontakte 1 der Leisten ÜKL 3, UKL 1, ÜKL 2;
Wicklung des Elektromagneten A; Leitungen 29, 28; Kontakte
40, 39, 38 der Leisten ÜKL 2, UKL 1; Leitung 30; - Stromquelle.
Im gegebenen Falle wird bei Betätigen der Taste R das
Zeichen A abgedruckt, d. h. es wird dechiffriert.

15.8. Stromverlauf beim Drücken der Wagenrücklauftaste

Der Elektromagnet EM 28 für den Wagenrücklauf befindet sich
am Locher und ist dafür bestimmt, die Auflagestücke zu
steuern, die gewährleisten, daß in den Lochstreifen die Kombi-
nationen Wagenrücklauf und Zeilenvorschub nach Drücken der
Wagenrücklauftaste eingestanzt werden. Der Elektromagnet
für Wagenrücklauf kann nur eingeschaltet werden, wenn der
Betriebsartenumschalter auf K steht. Nach dem Drücken der
Wagenrücklauftaste, Anlaufen der Hauptwelle und Schließen
des Kontaktes IK, geht der Stromimpuls angefangen von der
Kontaktgruppe WR der Tastatur:
geschlossene Kontaktgruppe WR; Leitung 28; Kontakt 28 der
Leisten ÜKL 4, ÜKL 3; Leitung 409; Kontakt 28 der Leisten
ÜKL 3, ÜKL 1; Leitung 31; Wicklung des Elektromagneten
EM 28; - Stromquelle.


15.9. Stromverlauf beim Auslösen des Lochers vorn Knopf Dauer-
auslösung Zwischenraum

Beim Drücken des Knopfes Dauerauslösung Zwischenraum, der
den Kontakt ZWD schließt, wird ein Stromkreis geschlossen,
der folgendermaßen verläuft:
+ der Stromquelle, Widerstand R 5, geschlossener Kontakt
ZWD, Leitung 29, Kontakt 27 der Leisten ÜKL 1, ÜKL 2,
Wicklung des Elektromagneten Zwischenraum, Leitung 29,
Leitung 28, Kontakte 40, 39 und 38 der Leisten UKL 2, ÜKL 1,
Leitung 30 und - der Stromquelle.
Beim Drücken auf den Knopf Dauerauslösung Zwischenraum
wird der Locher eingeschaltet, die Kombinatorschienen ein-
gestellt und in jedem Zyklus die Kombination Zwischenraum
gelacht bis zum Loslassen des Knopfes.

16. Z e i t d i a g r a m m  d e s  S c h l ü s s e l g e r ä t e s  C M - 2

Das Zeitdiagramm, Abb. 39, gibt die Reihenfolge der Arbeits-
gänge des Schlüsselgerätes CM-2 in Abhängigkeit von der Zeit
und von den Graden der Umdrehung der Hauptwelle des
Schlüsselgerätes an.
Die Zeit für einen Arbeitszyklus beträgt 109 ms, wenn das
Schlüsselgerät mit einer Geschwindigkeit von 550 Zyklen/
Minute arbeitet.
Die Zeitdiagramme der Druckteile des Schlüsselgerätes, des
Lochers und des Transmitters mit Dekombinator sind unter
Berücksichtigung der Übersetzungen ausgeführt:

a) von der Hauptwelle des Schlüsselgerätes zur Hauptwelle
   des Transmitters mit Dekombinator
            i = 40/43
b) von der Hauptwelle des Schlüsselgerätes zur Hauptwelle
   des Lochers
            i = 1

Im Zeitdiagramm sind folgende Bezeichnungen angenommen:
P
a) Die erzwungene Bewegung eines Elementes ist durch eine
   schräge Linie (von unten nach oben) gekennzeichnet.
b) Die Bewegung auf Grund von Federkraft ist durch eine
   schräge Linie (von oben nach unten) gekennzeichnet.
c) Das Andauern eines Arbeitsganges wird durch eine Hori-
   zontale dargestellt.

17. Inbetriebnahme des Schlüsselgerätes geschieht folgender-
    maßen:

Der Kastenboden des Schlüsselgerätes wird auf den Arbeits-
platz gestellt. Die 4 Schrauben werden gelöst und die Winkel,
mit denen das Schlüsselgerät am Kastenboden befestigt ist,
abgenommen.

Bei Arbeit vom Gleichstromnetz ist es erforderlich: (Abb. 1)

a) den Deckel (16) im rechten hinteren Teil des Gehäuses
   öffnen und den Stromartenstecker am Motor mit dem
   Zeichen = auf dem Antrieb nach oben stecken;
b) den Schalter (13) der Stromversorgung in die Stellung
   = bringen;
c) den Netzstecker einstecken;
d) den Netzschalter auf Ein stellen;
e) die Arbeit an dem Schlüsselgerät beginnen.


Bei Arbeit vom Wechselstromnetz ist es erforderlich: (Abb. 1)

a) den Deckel (16) des hinteren Teiles des Gehäuses öffnen
   und den Stecker mit dem Zeichen ~ nach oben auf
   den Antrieb stecken;
b) den Schalter (13) der Stromversorgung in die Stellung
   ~ bringen;
c) den Spannungswahlschalter (27) in die Stellung bringen,
   die der Nennspannung des Netzes entspricht (oder der
   nächstgelegenen);
d) den Netzstecker einstecken;
e) den Netzschalter (23) des Schlüsselgerätes auf EIN
   bringen, die Anzeige des Voltmeters überprüfen und mit
   der Arbeit beginnen.

Die Primärwicklung des Transformators in der Stromversor-
gung ist in einzelne Wicklungen aufgeteilt, wodurch eine stu-
fenweise Regelung der sekundärseitigen Spannung gewähr-
leistet wird. Praktisch kann man mit der Arbeit beginnen,
wenn die Spannung der Sekundärwicklung des Transforma-
tors, die vom Voltmeter angezeigt wird, in den Grenzen 127 ±
10 % Volt liegt, d. h. unter diesen Bedingungen wird die Ge-
schwindigkeit der Arbeit nicht wesentlich verändert, weil der
Fliehkraftregler vorhanden ist. Bei einer solchen Spannung
ist auch die einwandfreie Arbeit der elektrischen Bauteile ge-
währleistet.

18. Drehzah1regelung der Hauptwelle des Schlüsselgerätes CM-2

Die Drehzahl der Hauptwelle des Schlüsselgerätes wird im
Prüffeld einreguliert.
Nach einer gewissen Betriebszeit kann sich die Drehzahl des
Schlüsselgerätes infolge des Einarbeitens der mechanischen
Bauelemente, etwas erhöhen. Eine Abweichung der Drehzahl
kann auch beim Auswechseln des Elektromotors eintreten, da
die Geschwindigkeitskennlinien in gewissen Grenzen streuen.
In den aufgeführten Fällen ist eine Geschwindigkeitsregelung
der Hauptwelle des Elektromotors erforderlich, die folgender-
maßen durchgeführt wird:
Bei Speisung von einer Wechselstromquelle wird die Ge-
schwindigkeitsgelung durch Drehen der Mutter (9), Abb. 86,
erreicht. Die Regelung kann man als abgeschlossen betrachten,
wenn die Spannung an der Sekundärwicklung des Transforma-
tors der Stromversorgung 127 ± 10 Volt beträgt und die
Umdrehungen der Hauptwelle in den Grenzen von 500 ± 10 %
Umdrehungen/Minute liegen.
Wird vom Gleichstromnetz gearbeitet, so wird die Geschwindig-
keit durch Verändern des Widerstandes (32), Abb. 49, der in
Reihe mit der Erregerwicklung des Motors liegt, eingeregelt.
Die Änderung des Widerstandes erfolgt durch Verschieben der
Schelle, nachdem die Schraube, die die Stellung sichert, ein
wenig herausgedreht wird. Bei Vergrößerung des Widerstan-
des erhöht sich die Umdrehungsgeschwindigkeit des Elektro-
motors.
Bei einer Gleichspannung von 140 V soll die Umdrehungszahl
der Hauptwelle bei 500 Zyklen/Minute liegen. Die Geschwin-
digkeitsmessung der Hauptwelle führt man am günstigsten
unmittelbar an der Hauptwelle bei Durchlauf des Schlüsselge-
rätes, oder an der Zwischenwelle (24), Abb. 13, aus. Wenn ein
Tachometer nicht vorhanden ist, so kann man die Umdrehungs-
zahl der Hauptwelle messen, indem man den Sekundenzeiger
der Uhr und die Anzeige des Gruppenzahlers im Chiffrator bei
automatischer Arbeit des Schlüsselgerätes benutzt. In diesem
Falle muß man der Anzahl der angezeigten Zeichen die An-
zahl der Wagenrückläufe mal 4 hinzufügen, da der Wagen-
rücklauf 4 Arbeitszyklen umfaßt. Um die Drehzahl der Haupt-
welle des Schlüsselgerätes zu bestimmen, ist es notwendig, die
in Zyklen/Minute bei automatischer Arbeit erhaltene Ge-
schwindigkeit mit dem Koeffizienten 1,07, der die Übersetzung
von der Hauptwelle des Schlüsselgerätes zur Hauptwelle des
Transmitters mit Dekombinator berücksichtigt, malzunehmen.

Es ist zu bemerken, daß bei Betrieb vom Wechselstromnetz
eine Spannungsschwankung von ± 10 % eine unbedeutende,
in der Größenordnung von 2 % liegende Drehzahländerung
der Hauptwelle des Schlüsselgerätes hervorruft.
11. Wartungsanweisung für das Schlüsselgerät CM -2


1. A l l g e m e i n e s

Die Wartung ist von großer Bedeutung für eine einwandfreie
Arbeit und eine lange Lebensdauer des Schlüsselgerätes.


1.1. Hinweise bei der Bedienung des Schlüsselgerätes

a) Während der Arbeit am Schlüsselgerät ist das Rauchen
   oder Essen zu unterlassen.
b) Es ist nachzusehen, ob der Abfallkasten des Lochers ge-
   leert werden muß. Dieser Abfallkasten ist öfters zu ent-
   leeren, da sonst der Locher verstopfen kann.
c) Es ist nachzusehen, ob noch genügend Vorrat an Loch-
   streifenpapier auf der Lochstreifenvorratsrolle in der
   Kassette vorhanden ist. Ist die farbige Schlußmarkierung
   des Lochstreifenpapiers durch den Locher durchgelaufen,
   ist die Rolle auszuwechseln.
d) Öfters ist nachzusehen, ob die Typen verschmutzt sind
   oder ob sich das Farbband abgenutzt hat.
e) Das Gerät ist staubfrei zu halten, öfter mit Pinsel und
   Putzlappen zu säubern und bei Nichtbenutzung mit der
   Schutzhaube abzudecken.


1.2. Auswechseln der Lochstreifenvorratsrolle

Beim Einlegen einer neuen Lochstreifenrolle ist folgendes zu
beachten:
a) Die Kassette ist seitlich herauszuziehen.
b) Der Verschluß der Lochstreifenrolle ist zu öffnen, und
   der Rest der alten Rolle ist herauszunehmen.
c) Die Trommel ist herauszunehmen und der darunter be-
   findliche Papierstaub ist mit einem Putzlappen zu ent-
   fernen.
d) Dreht sich die Trommel in ihrer Führung etwas schwer
   ist sie leicht zu ölen.
e) Die Papierführung des Lochers ist mit der im Werkzeug-
   kasten befindlichen Räumnadel und einem Pinsel von
   Papierstaub zu säubern.
f) Anschließend ist die neue Lochstreifenvorratsrolle, von
   der man vor dem Einlegen einige Windungen abgewickelt
   und abgerissen hat, in die Kassette einzulegen, der Ver-
   schluß ist zu schließen, die Kassette ist in die beiden Füh-
   rungsschienen einzuschieben und das Papier neu einzuführen.


1.3. Reinigen der Typen

a) Um diese Arbeiten zu erleichtern, ist die Stromversor-
   gung und der Wagen abzunehmen.
b) Das Reinigen der Typen hat mit Reinigungsknetmasse,
   die über die Typen gerollt wird, zu geschehen.
c) Gleichzeitig ist der Typenkorb mit einem Pinsel, der in
   Spiritus bzw. Waschbenzin getaucht wird, zu reinigen.
   Vorher ist ein Stück Preßspan oder Pappe unter die
   Typenhebel zu schieben, damit der gelöste Schmutz nicht
   in das Schlüsselgerät gelangt.
d) Anschließend ist der Sitz der Typenhebel leicht zu ölen.


1.4. Wechseln des Farbbandes

Es ist Schreibmaschinenfarbband von 13 mm Breite zu ver-
wenden. Das Farbband ist öfter als bei einer Schreibmaschine
zu wechseln bzw. umzudrehen, da der Anschlag härter und
deshalb die Abnutzung größer ist.
Das Auswechseln bzw. Umdrehen des Farbbandes geschieht
folgendermaßen:
a) Den Gehäusedeckel (35), Abb. 1, aufklappen.
b) Die beiden Rändelmuttern auf den Farbbandrollen sind
   zu lösen.
c) Das Farbband ist aus der Farbbandgabel auszuhängen.
d) Das Fähnchen, welches an das Farbband drückt und die
   Umschaltung bewirkt, ist seitlich abzubiegen und die
   Farbbandrolle nach oben abzuheben.
e) Wird das Farbband nur umgedreht, sind die beiden Rol-
   len miteinander auszutauschen.
f) Das Einsetzen der Farbbandrolle ist in umgekehrter
   Reihenfolge vorzunehmen. Dabei ist zu beachten, daß die
   Farbbandrolle in den Führungsstift der Farbbandhalte-
   rung eingreift.

2. Z e i t p l a n  d e r  W a r t u n g

Die Zahlen der Zählerumdrehungen beziehen sich auf den
Zähleranfangsstand plus angegebene Zahl.


2.1. Tägliche Kontrollstelle (Abb. 53)

(Auslösehebel für die Hauptwelle)

a) Täglich kontrollieren ob noch genügend Öl vorhanden ist.


2.2. Ölstellen an den Bauteilen (laut Zeichnungsunterlagen)

a) Die rot gekennzeichneten Ölstellen sind nach jeweils 50
   Zählerumdrehungen zu kontrollieren und nach Bedarf zu
   ölen.
b) Alle übrigen Ölstellen, die aus den Zeichnungen ersichtlich
   sind, sind nach 200 Zählerumdrehungen zu ölen.
c) Befindet sich an den Ölstellen noch Öl, ist nicht zu ölen.


2.3. Reinigen des Kontaktes des Fliehkraftreglers

a) Er ist nach 100-120 Zählerumdrehungen zu reinigen.
b) Gehäuse abnehmen.
c) Den Stromartenstecker am Motor herausziehen.
d) Den Kontakt mit einem in Spiritus getauchten Lappen
   reinigen. Bei starker Verschmutzung eine Kontaktfeile
   benutzen.
e) Den Kontakt unbedingt ölfrei halten.
f) Anschließend die Drehzahl des Motors bei etwaigen Abweichungen
   wieder einregulieren.


2.4. Reinigen des Sicherheitskontaktes des Betriebsartenumschal-
     ters und des Kupplungskontaktes des Chiffrators

a) Sie sind nach 100-120 Zählerumdrehungen zu reinigen.
b) Das Gehäuse abnehmen.
c) Die Lochstreifenkassette herausnehmen.
d) Die Stützhülse aufstecken und das Schlüsselgerät hoch-
   kippen.
e) Die Bodenplatte entfernen.
f) Die Kontakte mit einem in Spiritus getauchten Leinen-
   lappen reinigen.
g) Es ist verboten, Schmirgelleinwand oder eine Feile zu
   benutzen.


2.5. Reinigen des Kontaktes für Dauerauslösung Zwischenraum

a) Er ist nach 100-120 Zählerumdrehungen zu reinigen.


2.6. Impulskontakt

Der Impulskontakt schließt und öffnet unter Spannung und
zieht deshalb Funken. Die Kontaktpimpel des Impulskontaktes
sind aus Wolfram und für normale Arbeit muß ein Kontakt-
druck von 150-200 p vorhanden sein. Desgleichen muß die
Kontaktfläche sauber sein. Die in die Schaltung eingebaute
Funkenlöschstrecke verhindert beim Öffnen nicht vollständig
das Auftreten eines Funkens zwischen den Kontakten, des-
halb oxydiert mit der Zeit die Kontaktoberfläche und leitet
schlecht.
Unter solchen Bedingungen kann der Impulskontakt die Ur-
sache für das Fehlen des Zeichenabdruckes sein, weil der
Stromkreis der Elektromagneten unterbrochen ist. Damit eine
einwandfreie Arbeit des Impulskontaktes gewährleistet ist,
ist es notwendig:
a) darauf zu achten, daß der Abstand zwischen den Kon-
   takten in der Stoppstellung der Hauptwelle 0,4 mm nicht
   überschreitet, da die Vergrößerung des Abstandes zur
   Verringerung des Kontaktdruckes führt;
b) daß die Kontaktstellen ölfrei sind;
c) daß die Kontaktoberflächen möglichst parallel zueinan-
   der liegen;
d) die Kontakte nach 50 Zählerumdrehungen mit feiner
   Schmirgelleinwand und sauberen Putzlappen reinigen.


2.7. Kontakte der Tastatur

Die Kontakte der Tastatur sind aus Silber. Sie schalten nicht
unter Spannung, und deshalb ziehen sie keinen Funken. Die
Schicht von Silberoxyd, die sich im Laufe der Zeit auf den Kon-
takten bildet, verhindert nicht den normalen Stromfluß, der
nur unterbrochen werden kann, wenn die Kontaktoberflächen
durch Öl, Staub usw. verschmutzt sind. Sind saubere Kontakt-
flächen und der nötige Kontaktdruck (40-80 p) vorhanden, so
ist eine einwandfreie Arbeit der Kontakte der Tastatur ge-
währleistet.
Bei Betrieb des Schlüsselgerätes ist es notwendig:
a) nicht zulassen, daß sich Öl und Schmutz auf die Kontakt-
   flächen setzt;
b) damit das Schlüsselgerät einwandfrei arbeitet, nach 100
   bis 120 Zählerumdrehungen die Kontaktoberflächen rei-
   nigen, indem man einen Stoffstreifen (Leinen, Nessel) in
   Spiritus taucht und zwischen den Kontaktflächen bei ge-
   schlossenen Kontakten durchzieht ;
c) nicht Kontaktfeilen und Sandpapier für die Reinigung
   der Silberkontakte verwenden, da es zum schnellen Vers-
   chleiß der Kontakte, damit zur Verringerung des Kon-
   taktdruckes und letzten Endes zum Ausfall der Kontakt-
   gruppe führt.


2.8. Übergangskontaktleisten

Die Kontakte der Übergangskontaktleisten schaffen die elek-
trische Verbindung zwischen den einzelnen Baugruppen. Die
Übergangskontaktleisten bestehen aus festen Kontakten, die in
Kunststoff eingepreßt sind und aus gefederten Kontakten. Die
Kontaktoberflächen sind zur Verhütung einer Oxydation mit
Silber überzogen. Die Kontakte der Übergangskontaktleisten
gewährleisten lange Zeit eine einwandfreie Arbeit. Bei teil-
weisem oder vollständigem Auseinanderbau des Schlüssel-
gerätes ist es notwendig, vor dem Zusammenbau die Kontakte
mit einem in Spiritus getauchten sauberen Lappen zu putzen.
Die Verwendung von Sandpapier zum Reinigen der Kontakte
ist untersagt, da dann der Silberüberzug abgerieben wird.


2.9. Kontaktleisten des Chiffrators und Betriebsartenumschalters

Die Konstruktion dieser Kontakte ist genauso wie die der
Übergangskontaktleisten.
Die Kontaktoberflächen dieser Kontakte werden bei der Ar-
beit auf Grund der gegenseitigen Reibung gereinigt. Die Arbeit
der Kontaktpaare erfolgt, nachdem die reibenden Oberflächen
geschmiert wurden. Es ist notwendig, nach 30-40 Zähler-
umdrehungen den Fettfilm auf den Kontaktleisten zu er-
neuern. Der alte Fettfilm wird durch mit Spiritus getränktem
Mull oder Leinen entfernt. Im Betriebsartenumschalter ist es
notwendig, den Fettfilm einmal innerhalb von 6 Monaten zu
erneuern. Der Fettfilm ist in einer dünnen Schicht (größen-
ordnung 0,05-0,1 mm) gleichmäßig auf den ganzen Kontakt-
oberfläche der Leisten mit den flachen Kontakten aufzutragen.
Als Schmiermittel wird säurefreie technische Vaseline benutzt,
die einen normalen Betrieb im gegebenen Temperaturbereich
von +2ºC - + 50º C gewährleistet.

Bemerkung: Es ist verboten, das Schlüsselgerät geöffneten
           Kontaktleisten einzuschalten.


2.10. Pflege des Elektromotors SL-369 uA 1

Die Pflege des Elektromotors schließt praktisch die Kontrolle
der Arbeitsfläche des Kollektors und der Kohlebürsten ein. Die
Kontrolle des Zustandes des Kollektors ist regelmäßig nach 80
bis 100 Zählerumdrehungen durchzuführen. Eine Verschmutzte
Kollektoroberfläche ist mit einem in Spiritus angefeuchteten
Leinenlappen zu säubern. Bei starkem Abbrennen des Kollek-
tors ist es zulässig, den Kollektor mit feiner Schmirgelleine-
wand abzureiben und danach mit einem Leinenlappen, der mit
Spiritus getränkt ist, zu säubern. Stellt sich bei der Reinigung
heraus, daß die Oberfläche des Kollektors sehr rau oder stark
eingebrannt ist, so muß der Kollektor in der Werkstatt über-
dreht und zwischen den Lamellen ausgesägt werden. In dem
Maße, wie sich die Bürsten abschleifen, ist es notwendig, die
Kappe mit dem Schlitz, die sich auf den Bürstenhalter befindet,
nachzuziehen. Die Kohlebürsten sind zu erneuern, wenn sie bis
zu einer Restlänge von etwa 6 mm abgenutzt sind. Die Füh-
rungen der Kohlebürsten sind von anhaftendem Kohlenstaub
freizuhalten. In einwandfreiem Zustand des Elektromotors be-
obachtet man schwache Funken an der ablaufenden Kante der
Bürste. Es ist notwendig, den Elektromotor nach 300 Zähler-
umdrehungen auseinanderzunehmen, vollkommen zu reinigen
und die Kugellager neu zu fetten.


2.11. Auswechseln der Kohlebürsten

a) Das Gehäuse abnehmen.
b) Das Deckblech an der Hinterseite des Motors abnehmen.
c) Den Verbindungsstecker Motor-Grundplatte lösen.
d) Die zwei Schrauben, die den Motor im Antriebsteil halten,
   lockern damit der Motor gedreht werden kann, um an
   die untere Kohlebürste heranzukommen.
e) Das Abdeckblech des Kollektors abnehmen.
f) Die beiden Isoliermuttern der Kohlebürsten abschrauben.
g) Die darunter liegenden Muttern herausschrauben und
   die Kohlebürsten herausnehmen.
h) Das Einsetzen in umgekehrter Reihenfolge vornehmen.
i) Nach dem Einbau neuer oder nachgeschliffener Kohlebürsten
   den Motor 4-6 Stunden leer laufen lassen.


2.12. Pflege der Elektromagnete

Die Elektromagnete des Druckwerkes und der Elektromagnete
am Locher erfordern nur Ölen der Stangen an der Stelle ihres
Durchganges durch die Buchsen des Joches. Infolge dessen, daß
der Zugang zu den Ölstellen der Elektromagnete auf Grund
ihrer engen Anordnung sehr schwierig ist, ist die Ölung wäh-
rend des vollständigen Auseinanderbauens des Schlüsselgerätes
vorzunehmen.


2.13. Regeln für das Abschmieren

a) Alle Zahnräder werden bei der mittleren und Haupt-
   Instandsetzung eingefettet. Das verbrauchte Fett wird mit
   einem Pinsel oder einer Bürste, die mit dem Lösungs-
   mittel für das verwendete Fett getränkt ist , entfernt. Das
   neue Fett wird mit Pinsel oder Bürste dünn aufgetragen.

b) Für das Abschmieren der Kugellager des Schlüsselgerätes
   ist Kugellagerfett zu verwenden. Die Kugellager werden
   bei der mittleren und Hauptinspektion eingefettet.
   Das Auswaschen der Kugellager erfolgt mit Lösungs-
   mittel. Nach dem Auswaschen ist es notwendig, sich vom
   leichten Gang des Kegellagers zu überzeugen. Das neue
   Fett wird mit einem Metall- oder Holzspan in den Käfig
   gedrückt, bis dieser zu 2/3 gefüllt ist.

   Anmerkung: Das Fetten ist in den vorhandenen Zeich-
              nungen nicht angegeben.

c) Es ist nicht ratsam, sehr stark zu ölen. Im allgemeinen
   bezieht sich das auf Teile des Schlüsselgerätes, die in
   jedem Zyklus arbeiten und während der Arbeit einer
   hohen Beschleunigung ausgesetzt sind, z. B. Rollen, die
   auf den Nocken laufen, Achsen, die die Bauteile vereini-
   gen usw. Ein Überschuß an Öl wird bei den ersten Arb-

beitszyklen des Schlüsselgerätes aus der Schmierstelle
herausgeschleudert und führt zur Verschmutzung des
Schlüsselgerätes mit Öl.
Das Ölen dieser Stellen ist mit der im Werkzeug ent-
haltenen Nadel mit abgeplattetem Ende vorzunehmen,
indem man an die Schmierstelle eine geringe Menge Öl
bringt und den Überschuß mit einem trockenen Lappen
entfernt. Ein Beispiel der Anwendung der Nadel ist in
Abb. 45 gezeigt. Rinnen zum Ölen, die einige Bauteile be-
sitzen, sind mit roter Farbe gekennzeichnet.
In1 weiteren werden die wichtigsten Schmierstellen der
Baugruppen angeführt.


2.14. Schmierung des Druckwerkes

Beim Abschmieren der Bauteile des Druckwerkes ist es not-
wendig, den Wagen abzunehmen. Die wichtigsten Schmier-
stellen sind auf Abb. 42 und 64 angeführt.


2.15. Schmierung des Antriebes

Die Schmierstellen der Bauteile des Antriebes sind auf Abb.
41, 45, 58 und 59 angeführt.


2.16. Schmierung des Transmitters mit Dekombinator

Die Schmierstellen sind auf Abb. 44, 46, 47, 73, 74 und 75 dar-
gestellt. Zum Abschmieren der Schienen des Dekombinators
muß man das Schlüsselgerät kippen. Zum Schmieren der inne-
ren Teile des Transmitters (Hebel, Rollen, Start-Stopp-Kupp-
lung u. a.) ist es notwendig, alle Deckel des Transmitters und
den der linken Seite der Grundplatte abzunehmen.


2.17. Schmierung des Automatikantriebes

Im Automatikantrieb sind alle 40-50 Zählerumdrehungen die
Rollen der Hebel, die auf den Nocken laufen, zu schmieren.


2.18. Schmierung der Teile der Grundplatte und der Tastatur

Die Schmierstellen sind auf Abb. 49 dargestellt.


2.19. Schmierung des Lochers

Die Schmierstellen sind auf Abb. 43 dargestellt.

2.20. Schmierung des Chiffrators

Die Schmierstellen sind auf Abb. 31, 81 und 84 dargestellt.


2.21. Schmierung des Wagens

Die Schmierstellen sind auf Abb. 16 und 18 dargestellt.

Um eine lange, fehlerfreie Arbeit des Schlüsselgerätes zu ga-
rantieren, müssen die mechanischen Bauteile regelmäßig ge-
säubert und die sich reibenden Flächen geölt werden. Es ist
notwendig, das Schlüsselgerät vor Staub zu schützen, da sich
sonst der Verschleiß der sich reibenden Teile erhöht. Alle
Teile des Schlüsselgerätes, die keinen korrosionsfesten Über-
zug besitzen, brüniert oder chemisch geschwärzt wurden,
müssen sich unter einer dünnen Schicht Fett befinden.


3. I n s t a n d h a l t u n g  d e s  S c h l ü s s e l g e r ä t e s

Zur Instandhaltung des Schlüsselgerätes gehören:

a) Laufende Instandsetzung

b) Mittlere Instandsetzung

Zum Umfang der mittleren Instandsetzung gehören:
Auswechseln schadhafter Teile (Stifte, Rollen, Federn usw.).
Reinigen aller Kugellager, Kontrolle derselben auf Gangbar-
keit. Das Schlüsselgerät ist nur soweit zu demontieren, daß
alle Kugellager zugängig sind.

c) Hauptinstandsetzung

Zum Umfang der Hauptinstandsetzung gehören:
Auswechseln schadhafter Teile (Hebel, Rollen, Kugeln, Federn,
Kontakte usw.).
Reinigen aller Teile des Schlüsselgerätes (Kontakte, Kugellager,
Zahnräder usw.). Das Schlüsselgerät ist soweit zu demontieren,
daß eine gründliche Reinigung erfolgen kann und eine Über-
prüfung aller Teile möglich ist.
Die Zählerumdrehungen, nach denen die Instandsetzungen
durchzuführen sind und Zuständigkeit für diese Instandset-
zungen werden gesondert angewiesen.
III. Demontage und Montage des Schlüsselgerätes
CM-2
Demontage

1. Allgemeines

In diesem Teil wird der Auseinanderbau des Schlüsselgerätes
in Baugruppen behandelt, mit dem Ziel, den Zugang zu den
mechanischen Bauteilen zu erleichtern, wenn es notwendig ist,
ein Teil zu ersetzen oder eine Störung zu beseitigen.

Das völlige Auseinandernehmen der Baugruppen erfordert
das Hinzuziehen eines qualifizierten Mechanikers und wird bei
Abwesenheit eines solchen nicht empfohlen.

Alle Baugruppen können in einer bestimmten Reihenfolge von
dem Schlüsselgerät entfernt werden.
Es wird empfohlen, den vollständigen Auseinanderbau des
Schlüsselgerätes in der angeführten Reihenfolge vorzunehmen:

a) Gehäuse
b) Wagen
c) Stromversorgung
d) Chiffrator
e) Tastatur
f) Transmitter mit Dekombinator
g) Locher
h) Automatikantrieb
i) Antrieb
j) Druckwerk
k) Filter

Falls es notwendig ist, können die Tastatur, der Locher, die
Stromversorgung und der Filter vom Schlüsselgerät abgenom-
men werden, ohne daß andere Baugruppen, außer dem Ge-
häuse, das in jedem Falle abgenommen werden muß, entfernt
werden müssen. Der Wagen kann ohne Abnehmen des Gehäu-
ses entfernt werden.


2. Gehäuse

Den Wagen nach links schieben. Den vorderen, hinteren und
rechten Deckel des Gehäuses öffnen. Den Wagen in das so ge-
bildete Fenster des Gehäuses stellen. Die zwei Kordelschrau-
ben, die rechts und links das Gehäuse an der Grundplatte be-
festigen, lösen und das Gehäuse von der Grundplatte heben.

3. Wagen

Den Riegel, der in die linke Seite der Grundplatte des Wagens
eingreift, zurückziehen und indem man den Wagen an den
Drehknöpfen der Walze anfaßt, hochheben bis die Führungs-
bolzen des Wagens aus der Führung des Druckwerkes heraus-
kommen. Beim Abnehmen des Wagens ohne vorheriges Ent-
fernen des Gehäuses ist der vordere und hintere Deckel des
Gehäuses zu öffnen, und dann den Wagen, wie oben be-
schrieben, abnehmen.


3.1. Ausbau der Gummiwalze (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Den Drehknopf (32) abschrauben.
c) Die 3 Gewindestifte links neben dem Rastrad (55) lösen.
d) Die Achse mit dem Drehknopf (1) nach rechts heraus-
   ziehen.
e) Die Gummiwalze abnehmen.


3.2. Ausbau der Spiralfeder (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Den beweglichen Wagenteil nach links schieben.
c) Das Zahnrad (9) abschrauben und abnehmen. Beim Ab-
   nehmen des Zahnrades (9) die Federtrommel an den
   Stiften (5) festhalten.
d) Die Spiralfeder langsam entspannen.
e) Die 3 Halteschrauben der Federtrommel (6) lösen und die
   Trommel mit Führungsbolzen abnehmen.
f) Die Sicherungsscheibe der Federtrommel abnehmen.
g) Den Trommeldeckel abnehmen.
h) Die Spiralfeder herausnehmen.

   Anmerkung: Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter
              Reihenfolge.
              Die Spiralfeder wird durch 3-4 volle Um-
              drehungen aufgezogen.
              Das Zahnrad (9) wird mit seinen Sperringen
              bis an den linken Anschlag gedreht und
              dann eine viertel Umdrehung zurückge-
              dreht. Es ist darauf zu achten, daß beim
              Einbau des Zahnrades (9) der bewegliche
              Wagenteil immer in der linken Stellung
              steht

3.3. Abnehmen des Wagenoberteils

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Die Papierführung und den Anschlagklotz abschrauben.
c) Die hinteren Hebel außer Eingriff bringen und das Wa-
   genoberteil nach links herausziehen.

   Anmerkung: Beim Zusammenbau ist darauf zu achten,
              daß die Rollenkäfige nicht rechts oder links
              aus dem Wagenunterteil herauslaufen
              können.


4. Stromversorgung

Die 4 unverlierbaren Schrauben herausdrehen und ohne zu
verkanten, damit die Messer der Messerleiste nicht beschädigt
werden, die Stromversorgung entlang den zwei Führungs-
bolzen von der Grundplatte abheben.


5. Chiffrator (Abb. 48

Für das Abnehmen des Chiffrators ist notwendig:

a) Das Gehäuse und die Stromversorgung abnehmen.
b) Den Betriebsartenumschalter auf D stellen.
c) Die Schraube (3) (M 2,6x6) lockern.
d) Die Leiste (2) lockern und nach rechts schieben.
e) Die Zugstange (1) aus dem Hebel (4) aushaken.
f) Die 5 unverlierbaren Schrauben M 5 herausdrehen.
g) Vorsichtig, indem man den vorderen Teil des Chiffrators
   bis an die Streifenführung des Dekombinators hebt, die
   Baugruppe zu sich zurückführen, sie außer Eingriff mit
   dem Antrieb bringen, den Hebel (6), Abb. 29, aus der Öff-
   nung der Grundplatte herausziehen und indem man fort-
   setzt den vorderen Teil zu heben, die Grundplatte mit der
   Übergangskontaktleiste unter der Auslöseachse des
   Lochers herausziehen.
h) Den Chiffrator auf schon bereitgelegte Holzleisten (20x
   30x150) legen. Sind diese nicht vorhanden, lege man den
   Chiffrator mit der vorderen Platte nach unten auf den
   Tisch.

5.1. Abbau des Antriebes des Chiffrators

a) Den Chiffrator ausbauen.
b) Den Kupplungskontakt abschrauben.
c) Die Halterungsschelle des Kabelbaumes abschrauben.
d) Die 4 Befestigungsschrauben des Antriebes lösen und den
    Antrieb abnehmen.

Anmerkung: Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter
           Reihenfolge.
           Es ist darauf zu achten, daß die Markierun-
           gen der Zahnräder übereinstimmen und der
           Kupplungskontakt nicht beschädigt wird.


5.2. Abbau des Kommutators (Abb. 81)

a) Den Chiffratordeckel abnehmen.
b) Die Feststellschraube (17) lockern.
c) Mit dem Exzenter (16) die Schiene (11) nach links bringen.
d) Den Nocken (13) auf Minimum stellen.
e) Die 6 Befestigungsschrauben lösen und den Kommutator
   vorsichtig nach vorn abklappen.

   Anmerkung: Beim Zusammenbau darauf achten, daß der
              Bolzen (12) sich in der Stellung befindet,
              wie auf der Abbildung 81 gezeigt wird.
              Diese Stellung wird erreicht, indem man den
              großen Federhaken vor den beiden Muttern
              in den Bolzen (12) einhängt.


5.3. Ausbau der Abfühleinrichtung des Chiffrators

a) Den Chiffrator ausbauen.
b) Den Antrieb des Chiffrators abbauen.
c) Den Kommutator abbauen.
d) Die 4 Befestigungsschrauben lösen und die Abfühleinrich-
   tung von der Grundplatte des Chiffrators abnehmen.

   Anmerkung:  Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrt er
               Reihenfolge. Darauf achten, daß die Mar-
               kierungen der Zahnräder übereinstimmen.


5.4. Auswechseln der Abfühlstifte

a) Den Chiffrator ausbauen.
b) Die Abfühleinrichtung des Chiffrators ausbauen.
c) Die Federn (Abb. 32/23 und 34) des jeweiligen Abfühl-
   Hebels aushängen.
d) Den Hebel (Abb. 33/39) ausbauen.
e) Das große Schaltrad (Abb. 30/3) abbauen.
f) Die 4 Schrauben des Quersteges, der die Abfühlhebel
   unten begrenzt, lockern.
g) Die linke und rechte vordere Schraube des Quersteges -
   von der Stromversorgung aus gesehen - herausschrauben.
h) Die beiden Federn aus dem Quersteg aushängen.
i) Den Quersteg nach unten klappen.
j) Den kleinen Haltebügel am Quersteg abschrauben.
k) Den Quersteg wieder nach oben klappen.
l) Den Abfühlstift kurz anheben und nach vorn heraus-
   ziehen.


6. Tastatur (Abb. 2)

Für das Abnehmen der Tastatur ist notwendig:

a) Den Papierabfallkasten entleeren (wie in allen Fällen,
   wenn das Schlüsselgerät gekippt werden muß).
b) Auf die Führungsbuchse der Stange des Druckbügels die
   Stützhülse setzen.
c) Das Schlüsselgerät hochkippen, die 7 Schrauben M 3x6
   lösen und die Bodenplatte abnehmen.
d) Die 4 Schrauben M 3x6 lösen und die kleine Bodenplatte
   abnehmen.
e) Die Lochstreifenkassette herausziehen.
f) Die Kontermuttern M 6 der Anschlagschrauben des
   Tastaturschutzes lösen.
g) Die 4 Schrauben M 4x10 herausschrauben und den Tasta-
   turschutz abnehmen.
h) Die Schraube an der Zugstange (80) herausdrehen, das
   Gabelblech abnehmen und den Finger, der die Zugstange
   mit dem Hebel (81) verbindet, herausziehen.
i) Die linken 2 Schrauben (M 2,6x4) und die rechte Ansatz-
   schraube, die die Zugstange (64) hält, herausdrehen.
j) Die Schraube (16) (Abb. 49) (M 2,6x5) herausdrehen.
k) Die Zugstange (90) vom Winkelhebel(91) abschrauben.
1) Die 2 Schrauben M 3 x 8 der Führungsschiene der Loch-
   streifenkassette herausdrehen und die Führungsschiene
   abnehmen.
m) Die Feder (19) ,Abb. 49, aushängen.
n) Die Zugstange (24), Abb. 49, abschrauben.
o) Den Hebel (105), Abb. 2, abschrauben.
p) Die 5 Schrauben M 4x12 herausdrehen und vorsichtig,
   ohne die Stifte zu beschädigen, die Tastatur des Schlüssel-
   gerätes abnehmen.


6.1. Ausbau eines Tastenhebels (Abb. 2)

a) Die Tastatur ausbauen.
b) Die Anschlagleiste (78) abnehmen.
c) Die 3 Schrauben, die die Welle (61) arretieren, lösen und
   die Welle (61) so drehen, daß die abgeflachte Seite vorn ist.
d) Die Zugfeder (56) aushängen und den Tastenhebel ab-
   nehmen.

   Anmerkung:  Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihen-
               folge. Beim Einbau des Tastenhebels ist da-
               rauf zu achten, daß mit dem Kunststoff-
               messer des Gleitstückes (60) die Kontakte
               nicht verbogen werden.


7. Transmitter mit Dekombinator

Für das Abnehmen der Baugruppe ist notwendig:

a) Die Tastatur ausbauen.
b) Die 2 Schrauben der Streifenführung des Dekombinators
   lösen und diese abnehmen.
c) Die 5 Schrauben M 4x12 herausdrehen. Vorsichtig von
   den Stiften die Baugruppe abheben und von der Grund-
   platte abnehmen.


7.1. Ausbau der Start-Stopp-Kupplung (Abb. 19)

a) Den Transmitter mit Dekombinator ausbauen.
b) Die Feder (27) aushängen.
c) Den Nocken (23) abbauen.
d) Die 4 Schrauben des hinteren Gehäuseteils herausschrau-
   ben und dieses abnehmen.
e) Den Nocken (30) abziehen.
f) Den getriebenen Teil der Kupplung (32) abziehen.

7.2. Auswechseln der Abfühlstifte (Abb. 73)

a) Den Transmitterdeckel abschrauben.
b) Die vordere und untere Deckplatte des Transmitters ab-
   schrauben.
c) Den Hebel (Abb. 19/54) abschrauben.
d) Die Halterung mit dem AUS- und EIN-Knopf abbauen.
e) Das linke Führungsblech der Abfühlstifte (von unten
   gesehen) abschrauben.
f) Die beiden Schrauben (5) lösen.
g) Den Festhaltebügel (6) abschrauben.
h) Die Federn (9) und (10) aushängen und die Abfühlstifte
   (7) vorsichtig nach unten herausziehen.
i) Die Einstellung der Höhe der Abfühlstifte (7) erfolgt mit-
   tels der Festhaltebügel (6).
j) Der Abstand der Abfühlstifte (7) zur Streifenführung
   beträgt 0,l-0,2 mm.

   Anmerkung: Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter
              Reihenfolge.
              Sollte das Einhängen der Federn(9) und (10)
              unmöglich sein, muß der Dekombinator ab-
              gebaut werden.


7.3. Abbau des Dekombinators vom Transmitter (Abb. 75)

a) Den Transmitter mit Dekombinator ausbauen.
b) Den Transmitterdeckel abschrauben.
c) Die vordere Deckplatte abschrauben.
d) Die Feder (7) aushängen.
e) Die Schraube (2) und den Gewindestift vom Klemmhebel
   (1) lockern.
f) Die 4 Befestigungsschrauben des Dekombinators an1
   Transmitter abschrauben.
g) Den Hebel (5) nach vorn drücken und den Dekombinator
   abnehmen.

8. Locher

Zum Abnehmen des Lochers ist notwendig:

a) Lösen der elektrischen Verbindung des Elektromagneten
   WR.
b) Die zwei Schrauben M 2,6x8 der Leiste über den Zug-
   stangen (41), Abb. 20, lösen und die Leiste abnehmen.
c) Herausdrehen der 4 Schrauben M 4x12, mit denen der
   Locher an der Grundplatte befestigt ist. Vorsichtig, ohne
   die Stifte zu beschädigen, die Baugruppe anheben und
   aus der Streifenführung herausziehen.
d) Die richtige Stellung der Hebel des Lochers zu den Nocken
   der linken Seite des Druckwerkes beachten.


8.1. Auswechseln der Stanzstempel (Abb. 20)

a) Den Locher ausbauen.
b) Die Halterung der Zugstangen (41) und die Auflage-
   stücke (27) abbauen.
c) Die Stellung der vorderen Papierführung anzeichnen und
   dann abschrauben.
d) Die beiden Exzenter für die Rückführung der Stanzstem-
   pel abschrauben;
e) Den Führungskamm (32) abschrauben.
f) Die Auflagestücke (33, 34, 35 und 36) ausbauen.
g) Den Papierandruckhebel ausbauen.
h) Die Stellung der hinteren Papierführung anzeichnen und
   abbauen.
i) Die Achsschraube vom Hebel (Abb. 21/45) abschrauben
   (dabei auf Unterlegscheibe achten).
j) Die 4 Halteschrauben der Stanzmatrize (16) lösen und die
   Stanzmatrize nach vorn herausnehmen.
k) Die Stanzstempel ausbauen und auswechseln.
1) Der Zusammenbau erfolgt- in umgekehrter Reihenfolge.
m) Nach dem Zusammenbau den Locher neu einstellen.

9. Automatikantrieb

Zum Abnehmen des Automatikantriebes ist notwendig:

a) Den Locher ausbauen.
b) Herausdrehen der zwei Schrauben und Abnehmen der
   Halterung des Kontaktes (I), Abb. 22.
c) Herausdrehen der 4 Schrauben M 4x12, mit denen der
   Automatikantrieb an der Grundplatte befestigt ist.
d) Vorsichtig, ohne die Stifte zu beschädigen, den Automa-
   tikantrieb anheben, das Zahnrad ausrasten, welches in
   das Druckwerk eingreift, und aus der Öffnung der Grund-
   platte herausführen.


9.1. Ausbau der Start-Stopp-Kupplung (Abb. 22)

a) Den Automatikantrieb ausbauen.
b) Die beiden Lagerschalen abschrauben.
c) Die Schraube, die das Kugellager auf der, Welle hält, ab-
   schrauben und das Kugellager abziehen.
d) Die Nocken (27) und (28) abbauen.
e) Die Kupplungsschale vorsichtig abnehmen. Beim Abneh-
   men auf die Kugel, die Rolle und die Zugfeder (die aus-
   gehangen werden muß), die sich im inneren der Kupplung
   befinden, achten.

   Anmerkung: Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter
              Reihenfolge.
              Es ist darauf zu achten, daß die Kupplung
              richtig zusammengebaut wird und die Mar-
              kierungen der Zahnräder übereinstimmen.

10. Antrieb

Zum Abnehmen des Antriebes ist notwendig:

a) Stromversorgung und Chiffrator ausbauen.
b) Lösen der zwei Schrauben M 3x10 der rechten Halterung
   und der zwei Schrauben M 3x10 der linken Halterung
   der Auslöseachse des Lochers.
c) Aushängen der Feder vom Einschalthebel des Lochers.
d) Abnehmen der Halterung mit der Auslöseachse des
   Lochers von den Stiften.
e) Aushängen der Zugstange (15), Abb. 58, die den Antrieb
   mit dem Druckwerk verbindet.
f) Den Verbindungsstecker Motor-Grundplatte heraus-
   ziehen.
g) Herausdrehen der drei Schrauben M 5x12, mit denen
   der Antrieb an der Grundplatte befestigt ist. Vorsichtig,
   ohne die Stifte zu beschädigen, die Baugruppe anheben
   und aus der Grundplatte herausziehen.


10.1. Ausbau und Auseinandernehmen der Hauptwelle (Abb. 14)

a) Die Stromversorgung ausbauen.
b) Der Chiffrator ausbauen.
c) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
d) Die beiden Lagerschalen abschrauben.
e) Die Hauptwelle abnehmen.
f) Die Nocken (14) und (13) ausbauen.
g) Das Kugellager abziehen.
h) Das Zahnrad (15) mit dem Nocken (11) ausbauen.
i) Den getriebenen Teil der Kupplung abnehmen.


10.2. Ausbau und Auseinandernehmen des Motors

a) Das hintere Deckblech an der Grundplatte abschrauben.
b) Den Verbindungsstecker Motor-Grundplatte heraus-
   ziehen.
c) Die beiden Befestigungsschrauben des Motors am Antrieb
   herausschrauben und den Motor vorsichtig herausziehen.
d) Den Fliehkraftregler ausbauen.
e) Die Kohlebürsten herausnehmen.
f) Die Lagerschalen und den Stator markieren.
g) Die Kupplung abschrauben und abziehen.
h) Die beiden Gehäusebolzen herausschrauben.
i) Den Anker vorsichtig herausziehen.

   Anmerkung: Bei Abnahme der Lagerschale (Kollektor-
              seite) sind die Anschlußdrähte der Stator-
              wicklung vorher zu lösen.


10.3. Ausbau des Auslösehebels der Hauptwelle (Abb. 53)

a) Die Hauptwelle ausbauen.
b) Den Impulskontakt abschrauben.
c) Die beiden Halteschrauben der Achse des Hebels (8) lösen.
d) Den Begrenzungsring der Achse des Hebels (8) abbauen.
e) Die Feder vom Hebel (8) aushängen.
f) Die Achse in Richtung des Impulskontaktes heraus-
   drücken.
g) Den Hebel (8) abnehmen.


10.4. Ausbau der Wagenrücklaufwelle (Abb. 13)

a) Den Steuerhebel (37) der Zahnkupplung abschrauben und
   seitlich abnehmen (dabei auf die Laufrolle achten).
b) Die 2 Schrauben der hinteren Lagerschale lösen und die
   Lagerschale abnehmen.
c) Die Welle aus dem anderen Lager herausziehen.

11. Druckwerk

Zum Abnehmen des Druckwerkes ist notwendig:
a) Stromversorgung, Chiffrator, Locher, Automatikantrieb
   und Antrieb abbauen.
b) Hebel (2), Abb. 52, entfernen.
c) Herausdrehen der 5 Schrauben M 5x12, mit denen das
   Druckwerk an der Grundplatte befestigt ist. Vorsichtig,
   ohne die Stifte zu beschädigen, die Baugruppe abnehmen.


11.1. Ausbau eines Typenhebel (Abb. 10)

a) Das Farbband abnehmen.
b) Die beiden Halteschrauben der Achse (9) lösen.
c) Die Achse (9) bis zum jeweiligen Typenhebel heraus-
   drücken.
d) Den Typenhebel anheben und vom Stoßhebel (11) abnehmen.


11.2. Ausbau eines Stoßhebels (Abb. 10)

a) Das Druckwerk ausbauen.
b) Den entsprechenden Typenhebel ausbauen.
c) Die Feder (15) des auszubauenden Stoßhebels (11) aus-
   hängen.
d) Den halbrunden Federbügel am Segment (10), der die
   Stoßhebel (11) hält, abbauen.
e) Den entsprechenden Stoßhebel (1 1) ausbauen.

   Anmerkung: Die mittleren Stoßhebel (P 1) können ohne Ab-
              nahme des Federbügels ausgebaut werden.


11.3. Ausbau eines Freigabehebels (Abb. 10)

a) Das Druckwerk ausbauen.
b) Die Schrauben der Magnetanschlußplatte lösen.
c) Die Feder (13) des jeweiligen Freigabehebels aushängen.
d) Den entsprechenden Elektromagneten ausbauen.
e) Den Freigabehebel (14) von der Achse abziehen.

   Anmerkung: Beide linke und der rechte Freigabehebel
              (14) können nur ausgebaut werden, wenn
              der Kombinator abgenommen ist.

12. Filter

a) Herausdrehen der 6 Schrauben M 3x6, mit denen die
   hintere Platte an der Grundplatte befestigt ist und Ab-
   nehmen derselben.
b) Herausdrehen der 3 Schrauben M 4x10, mit denen der
   Filter an der Grundplatte befestigt ist und, indem die
   Steckerverbindung gelöst wird, den Filter abnehmen.

M o n t a g e

1. Einbau des Druckwerkes

Der Zusammenbau beginnt mit der Montage des Druckwerkes.
Das Druckwerk wird mit seinen Führungsstiften in die Füh-
rung der Grundplatte eingesetzt und muß glatt auf der Grund-
platte aufsitzen. Danach wird es mit den 5 Schrauben M 5x12
befestigt. Den Hebel (2), Abb. 52, anschrauben.


2. Einbau des Antriebes

Beim Aufsetzen des Antriebes ist darauf zu achten, daß die
Führungsstifte am Gehäuse des Antriebes genau in die vor-
gesehenen Löcher in der Grundplatte eingesetzt werden. Die
Rolle des Druckhebels im Druckwerk muß sich an den Druck-
exzenter der Hauptwelle legen, der Finger des Auslösehebels
aber muß in den Zwischenhebel in der Grundplatte eingreifen.
Der Finger des unteren Hebels der vertikalen Achse der Sperr-
vorrichtung am Antrieb muß in die Gabel des zweiarmigen
Hebels (26), Abb. 49, eingreifen. In dieser Lage wird der An-
trieb mit den drei Schrauben M 5x12 befestigt.
Einhängen der Zugstange (15), Abb. #58, die den Antrieb mit
dem Druckwerk verbindet.
Die elektrische Verbindung Motor-Grundplatte wiederher-
stellen.


3. Einbau des Automatikantriebes

Beim Aufsetzen des Automatikantriebes ist es notwendig, das
Kegelrad des Automatikantriebes und des Druckwerkes mit
ihren Marken aufeinander einzustellen. Au1 jedem dieser Ke-
gelräder sind Markierungen vorhanden. Vor dem Befestigen
muß in die Kardangabel des Automatikantriebes und in die
Zwischenwelle des Antriebes die Kardanwelle gesteckt werden.
Nur, nachdem man sich von der richtigen Stellung der Kegel-
räder zueinander überzeugt hat, darf der Automatikantrieb mit
den 4 Schrauben M 4x12 befestigt werden. Danach wird die
Halterung mit der Kontaktgruppe befestigt. Dabei ist das Ge-
lenk der Auslösevorrichtung des Automatikantriebes mit dem
Gleitstück, das vom Streifentransportknopf (Dauer) arbeitet, zu
kontrollieren, Dazu genügt es, den Streifentransportknopf zu
drücken, um sich davon zu überzeugen, daß die Start-Stopp-
Kupplung des Lochers eingerückt wird (wenn die Stromzu-
führung schon montiert ist).

Wach Einbau des Automatikantriebes muß die Auslöseachse
für die Locherkupplung eingebaut werden. Die Achse mit den
Halterungen wird mit den Stiften in die Führung der Grund-
platte eingesetzt. Die Halterungen werden wie folgt befestigt:
die linke mit zwei Schrauben M 3x8, die rechte mit zwei
Schrauben M 3x10.


4. Einbau des Lochers (Abb. 20)

Beim Einbau des Lochers ist es notwendig, das Ende der Strei-
fenführung, das aus der Grundplatte herausragt, in die Strei-
fenführung des Lochers zu schieben und bei Übereinstimmung
der Führungsstifte des Lochers mit den Führungen der Grund-
platte den Locher bis zum festen Anliegen an die Grundplatte
herunterdrücken. Die richtige Stellung der Hebel des Lochers
in Bezug auf die Nocken des linken Ständers des Druckwerkes
überprüfen und den Locher mit den vier Schrauben M 4x12
befestigen.
Danach die Zugstangen (41) der Auflagestücke des Lochers
mit den Hebeln (42) der Wählschienen des Druckwerkes ver-
binden und die Leiste, die eine sichere Verbindung der Zug-
stangen mit den Hebeln gewährleistet, anschrauben. Der Ab-
stand zwischen den Zugstangen und der Leiste soll 0,1-0,2 mm
betragen. Die Leiste wird mit zwei Schrauben M 2,6x8 be-
festigt. Die Enden der Wicklung des Elektromagneten WR
sind an die Klemmen der Klemmleiste anzuschließen.


5. Einbau des Transmitters mit Dekombinator

Beim Einbau des Transmitters muß das Schlüsselgerät in ge-
kippter Stellung bleiben. In die Kardangabel des Automatik-
antriebes muß die Kardanwelle (S), Abb. 49, eingeführt wer-
den. Danach vorsichtig den Transmitter mit Dekombinator von
oben in die Öffnung der Grundplatte führen, wobei das zweite
Ende der Kardanwelle (8) in die Kardangabel des Transmitters
eingreifen muß.
Den Transmitter bis zum festen Anliegen an die Grundplatte
herunterdrücken. Die Stifte des Transmitters mit Dekombi-
nator müssen in ihre Führungen gehen; danach kann die Bau-
gruppe mit den 5 Schrauben M 4x12 befestigt werden.


6. Einbau der Tastatur

Beim Einbau der Tastatur verbleibt das Schlüsselgerät in ge-
kippter Stellung. Der Einbau der Baugruppe geschieht folgen-
dermaßen:

a) Den Betriebsartenumschalter auf K stellen.
b) Die Achse des Betriebsartenumschalters in der Tastatur
   in eine solche Stellung bringen, daß die Markierungen
   der Zahnräder (20) und (21), Abb. 49, zusammenfallen.
c) Den Hebel (81), Abb. 2, in die Aussparung des Fußes des
   Hebels (80) führen.
d) Die Tastatur einschieben und mit den Schrauben be-
   festigen.
e) Den Finger einsetzen und mit einer Schraube das Gabel-
   blech am Fuß der Zugstange befestigen.
f) Die Zugstangen (15) und (17) miteinander verbinden, in-
   dem sie mit der Schraube (16) M 2,6x5, Abb. 49, befestigt
   werden.
g) Die Zugstange (10) mit dem Zwischenhebel des Trans-
   mitters verbinden und mit den zwei Schrauben M 2,6x4
   befestigen.
h) Die Zugstange (90) mit dem Winkelhebel (91), Abb. 2, ver-
   binden.
i) Die Zugstange (24) einsetzen, mit der Schraube (25) und
   der Kontermutter M 2,6 befestigen.
j) Die Führungsschiene der Lochstreifenkassette einbauen
   und mit den zwei Schrauben M 3x8 befestigen.
k) Die Feder (19) einhängen.
l) Den Tastaturschutz aufsetzen und mit den vier Schrau-
   ben M 4x10 befestigen.
m) Einschrauben der zwei Schrauben (14), bis sie die Grund-
   platte der Tastatur berühren. Sicherung durch Konter-
   muttern.
n) Das Schlüsselgerät in Arbeitsstellung bringen.


7. Einbau des Chiffrators

Beim Einbau des Chiffrators muß der Betriebsartenumschalter
auf D stehen.
Nachdem dies überprüft wurde, kann der Chiffrator eingebaut
werden. Beim Einbau ist notwendig:

a) Das Übereinanderstehen der Markierung an dem Zahnrad
   des Chiffrators und der Hauptwelle des Schlüsselgerätes
   (Abb. 54).
b) Der richtige Eingriff des Zwischenrades in der Grund-
   platte des Chiffrators in die Zahnstange des Betriebs-
   artenumschalters in der Grundplatte des Schlüsselgerätes.
   Bei richtigem Eingriff der Zähne und befestigtem Chiffra-
   tor müssen die Stellungen des Betriebsartenumschalters
   und die Markierung an den Zahnrädern übereinstimmen.
c) Zusammentreffen der gefederten Kontakte der Über-
   gangskontaktleiste der Grundplatte mit den Kontakten
   der Übergangskontaktleiste am Chiffrator. Dieses Zu-
   sammentreffen wird gewährleistet, wenn der Chiffrator
   bei der Montage auf die Grundplatte bis an die An-
   schläge geführt wird, die mit Schrauben befestigt und mit
   der Grundplatte des Schlüsselgerätes verstiftet sind. Es
   wird empfohlen, die Anschläge nicht abzunehmen.
d) Das Einhaken der Zugstange (1) in den Finger des Hebels
   (4), Abb. 48.
e) Nachdem der richtige Einbau überprüft wurde, ist die
   Baugruppe mit den 5 unverlierbaren Schrauben M 5 zu
   befestigen.


8. Einbau der Stromversorgung

Die Stromversorgung auf die 2 Führungsbolzen der Grund-
platte setzen und sie mit den 4 Schrauben befestigen.


9. Einsetzen des Wagens

Den Wagen in beide Hände nehmen, die Führungsbolzen des
Wagens in die Führungsbuchsen des Ständers des Druckwerkes
einführen und langsam herunterlassen. Das Eingreifen der
Bolzen (5) in die Öffnungen der Räder (4), Abb. 16, des rech-
ten Ständers des Druckwerkes ist zu gewährleisten. Gleich-
zeitig muß der obere Arm des Hebels (2), Abb. 52, in die Aus-
sparung der Leiste (10), Abb. 18, des Wagens einfallen.

IV. Einstellung des Schlüsselgerätes

1. E i n s t e l l u n g d e r T a s t a t u r
Bei allen Einstellungen muß der Betriebsartenumschalter auf
K stehen.


1.1. Einstellung des Anfangsdruckes der Tastenhebel (Abb. 2)

a) Die Tastatur ausbauen.
b) Die Zugfeder (56) aushängen.
c) Durch Ein- oder Ausschrauben der Zugfeder (56) wird
   ein Tastendruck von 120-150 p eingestellt.
d) Der Unterschied des Tastendruckes zwischen den ein-
   zelnen Tastenhebeln darf nicht mehr als 60 p betragen.


1.2. Einstellung der Rollensperre (Abb. 5)

a) Die beiden Stellschrauben (1) lösen.
b) Die Taste P drücken.
c) Mit den beiden Stellschrauben (1) die Rollen (7) so ein-
   stellen, daß die Taste P leicht ein- und ausfallen kann.
d) Es ist darauf zu achten, daß sich jeweils nur eine Taste
   drücken läßt.
e) Die Stellschrauben (1) kontern.


1.3. Einstellung des Auslöserahmens (Abb. 56)

a) Die Kontermutter (2) und die Stellschraube (1) lösen.
b) 2 Tasten gleichmäßig nach unten drücken.
c) Dann den Abstand zwischen den beiden gedrückten Tasten
   und dem Auslöserahmen (4) mit Hilfe der Stellschraube
   (1) auf 0,3-0,4 mm einstellen.
d) Die Stellschraube (1) kontern.


1.4. Einstellung des Auslösehebels (Abb. 56)

1.4.1. a) Die Kontermutter (7) lockern.
       b) Mit dem Exzenter (8) durch Rechts- oder Linksbewegung
          des Hebels (5) den erforderlichen Spielraum von 0,l-0,2
          Millimeter zwischen den Hebeln (5) und (9) einstellen.
       c) Die Kontermutter (7) festziehen.

1.4.2. Reicht die Einstellung im vorhergehenden Punkt nicht aus,
       wird nachfolgende Einstellung vorgenommen:
       a) Den Exzenter (8) in Mittelstellung bringen.
       b) Den Auslöserahmen (4) an der Stellschraube (1) anliegen
          lassen.
       c) Die Klemmschraube an der Lasche (6) lockern.
       d) Die Lasche (6) so drehen, da3 der Hebel (5) an dem He-
          bel (9) anliegt.
       e) Die Klemmschraube der Lasche (6) festziehen.
       f) Mit dem Exzenter (8) die Einstellung, wie oben beschrie-
          ben, zu Ende führen.


1.5. Einstellung des U-Rahmen (Abb. 55)

a) Die Bodenplatte und den Tastaturschutz abnehmen.
b) Die beiden Kontermuttern (4) und (10) lösen.
c) Die Spannstange (9) so verstellen, bis der U-Rahmen (25)
   parallel zur Tastaturplatte steht.
d) Die Kontermuttern (4) und (10) festziehen.


1.6. Einstellung des U-Rahmen in der Ausgangslage (Abb. 55)

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Das Schlüsselgerät in Stoppstellung bringen.
c) Den Dreizackhebel (Übertragungshebel) am Antrieb in
   Mittelstellung bringen.
d) Eine beliebige Taste, außer Wagenrücklauf, drücken.
e) Die Hauptwelle um 15-20 Grad weiterdrehen.
f) Die Auslöseeinrichtung (20) mit der Hand aufziehen.
g) Nachprüfen, ob der Abstand zwischen der Nase des Gleit-
   stückes (26) und dem U-Rahmen (25) 0,2-0,3 mm beträgt.
h) Muß der Abstand nachgestellt werden, so, werden die
   beiden Schrauben (13) gelockert und mit dem Exzenter
   (14) wird der notwendige Abstand eingestellt.


1.7. Einstellung des Hubes des U-Rahmen (Abb. 55)

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Das Schlüsselgerät in Stoppstellung bringen.
c) Die Taste P drücken.
d) Die Schraube der Exzenterrolle (24) lösen und den Exzen-
   ter so einstellen, daß das Gleitstück ein Spiel in der Längs-
   richtung zum U-Rahmen von 0,5-0,8 mm hat.
e) Die Schraube der Exzenterrolle (24) festziehen.


1.8. Einstellung des Hebels (20) (Abb. 55)

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Die Taste P drücken.
c) Den Motor mit der Hand so weit drehen, bis der Hebel
   (20) den höchsten Punkt erreicht hat.
d) Zwischen dem Hebel (20) und der Auflage des Hebels (18)
   muß der Abstand 0,2-0,3 mm betragen.
e) Dieser Abstand wird durch die Spannstange (Abb. 2/80)
   eingestellt.


1.9. Einstellung der I. Sperrschiene

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Die Klemmschraube (Abb. 59/6) lösen und den Dreizack-
   hebe1 (Übertragungshebel) in die erste Stellung bringen.
c) Die I. Sperrschiene nach links schieben.
d) Die Zugstange (Abb. 60/7) nach oben drücken.
e) Die Klemmschraube (Abb. 59/6) festziehen.


1.10. Einstellung der Zwischenraumtaste (Abb. 2)

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Den Tastaturschutz abnehmen.
c) Die Schraube am Hebel (31) lösen.
d) Mit dem Exzenter am Hebel (31) den Tastenhebel (54)
   so einstellen, daß er beim Betätigen der Zwischenraum-
   taste bis zum Anschlag gedrückt wird.
e) Die Schraube am Hebel (31) festziehen.


1.11. Einstellung der Taste Wagenrücklauf/Zeilenvorschub (Abb. 60)

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Den Dreizackhebel (Übertragungshebel) in die erste Stel-
   lung bringen.
c) Die beiden Kontermuttern (4) der Zugstange (3) lösen.
d) Die Zugstange (3) so einstellen, daß zwischen dem Zahn
   (9) und dem Haken der Zugstange (3) ein Zwischenraum
   von 0,2-0,3 mm entsteht.
e) Die beiden Kontermuttern (4) festziehen.
f) Die Schrauben der Führung (2) lösen.
g) Die Führung (2) so einstellen, daß beim Betätigen der
   Wagenrücklauftaste der Haken der Zugstange (3) voll-
   kommen freigegeben wird.
h) Die Schrauben der Führung (2) festziehen.


1.12. Einstellung der II. Sperrschiene (Abb. 2)

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Den Tastaturschutz abnehmen.
c) Den Betriebsartenumschalter auf D stellen.
d) Die Feststellschraube am Hebel (8) lösen.
e) Mit dem Exzenter des Hebels (8) die Sperrschiene (9) so
   einstellen, daß zwischen dem Zahn der Sperrschiene (9)
   und der Nase eines gedrückten Tastenhebels der Abstand
   0,2-0,3 mm beträgt.
f) Die Feststellschraube am Hebel (8) festziehen.


1.13. Einstellung der Zugstange, die den Transmitter bei Erscheinen
der 32. Kombination im Chiffrator abschaltet (Abb. 55)

a) Die Bodenplatte abnehmen.
b) Einen ungelochten Streifen in den Chiffrator einlegen.
c) Den Betriebsartenumschalter auf D stellen.
d) Die Taste P drücken.
e) Den Motor mit der Hand drehen, bis die Tastatur blok-
   kiert.
f) Die Feststellschraube (6) lösen.
g) Mit dem Exzenter (7) die Zugstange (12) so einstellen,
   daß die Sperrklinke (Abb. 19/3) den gedrückten EIN-
   Knopf freigibt. Die Sperrklinke (Abb. 19/3) muß 0,4 bis
   0,5 mm über die Kerbe des EIN-Knopfes gehoben
   werden.
h) Die Feststellschraube (6) festziehen.

2. Einstellung des Lochers


2.1. Einstellung des Hubes der Stanzstempel (Abb. 20)

a) Die Schrauben der Exzentermuttern des Bügels (17) lösen
   und den Bügel (17) in die unterste Stellung bringen.
b) Buchstabenumschaltung (+++++) stanzen.
c) Den Bügel (17) so einstellen, daß in Stoppstellung des
   Schlüsselgerätes der Lochstreifen frei durchlaufen kann.
d) Die Exzentermuttern des Bügels (17) festziehen.
e) Überprüfen, ob alle Kombinationen richtig gelocht
   werden.


2.2. Einstellung des Begrenzungsbügels der Zugstangen

a) Die beiden Schrauben des Begrenzungsbügels lösen.
b) Den Begrenzungsbügel so einstellen, daß zwischen diesem
   und den Zugstangen (Abb. 20/41) 0,l-0,2mm (Loch-
   streifenpapierstärke) Luft ist.
c) Die beiden Schrauben des Begrenzungsbügels festziehen.


2.3. Einstellung des Streifentransportes (Abb. 21)

a) Den Betriebsartenumschalter auf K stellen.
b) Den Rasthebel (Abb. 20/24) an das Rastrad (Abb. 20/23)
   fest andrücken.
c) Die Feststellschraube des Hebels (45) lösen und mit dem
   Exzenter dieses Hebels die Schaltklinke (16) an den Zahn
   des Schaltrades (15) heranbringen.
d) Die Feststellschraube des Hebels (45) festziehen.


2.4. Einstellung des Schrittgruppenabstandes (Abb. 72)

a) Den Betriebsartenumschalter auf C und die Teilung
  (links am Gerät) auf EIN stellen.
b) Die Stellung der Tromme1(1) und der Buchse (2) zuein-
   ander markieren.
c) Die beiden Schrauben (3) lockern.
d) Mit dem Exzenter (4) durch rechts- oder linksdrehen
   einen Schrittgruppenabstand von 2,54 mm einstellen.
e) Die beiden Schrauben (3) festziehen.

2.5. Einstellung des Abstandes der Rastklinke (3) vom Zahnrad (4)
     (Abb. 21)

a) Den Locher ausbauen.
b) Die Feststellschraube des Hebels (7) lösen und die Feder
   dieses Hebels aushängen.
c) Den Bügel (54) in die Stellung bringen, die er im ein-
   gebauten Zustand einnimmt.
d) Den Zahn der Scheibe (21) au1 den Zahn des Hebels (46)
   stellen.
e) Die Schraube des Hebels (1) lösen.
f) Mit dem Exzenter des Hebels (1) den Abstand der Rast-
   klinke (3) vom Zahnrad (4) auf 0,2-0,3 mm einstellen.
g) Die Schraube des Hebels (1) festziehen.
h) Mit Hilfe des Exzenters am Hebel (7) den Zahn des He-
   bel (7) so einstellen, daß er genau in einen Zahn des Rast-
   rades (6) eingreift.
i) Die Feststellschraube des Hebels (7) festziehen.
j) Den Locher einbauen.
   Anmerkung: Die richtige Einstellung wird überprüft: in-
              dem das Zeichenzählwerk in Stoppstellung
              gebracht wird.
              Den Betriebsartenumschalter auf K stel-
              len, dabei darf das Zeichenzählwerk nicht
              anlaufen.


2.6. Einstellung der Auflagestücke beim Betätigen der Taste
     Wagenrücklauf/Zeilenvorschub (Abb. 20)

a) Den Betriebsartenumschalter auf K stellen.
b) Die Stellschraube am Hebel. (45) lösen.
c) Den Nocken (44) auf Maximum drehen und mit der
   Stellschraube am Hebel (45) zwischen den Hebeln (11)
   und (12) einen kleinen Überhub einstellen.
d) Die Stellschraube am Hebel (45) kontern.
e) Den Elektromagnet (37) lösen und so einstellen, daß der
   Stift (39) auf dem Hebel (12) aufsitzt.
f) Den Elektromagnet (37) festziehen.
g) Die Kontermutter der Einstellschraube am Hebel (11.)
   lösen.
h) Den Elektromagnet (37) von Hand auslösen.
i) Mit der Einstellschraube des Hebels (11) die Auflagestücke
   (33, 34 und 36) so einstellen, daß sie über den ersten 2
   Reihen der Stanzstempel stehen.
j) Lochstreifenpapier einführen und stanzen.
k) Die Einstellschraube am Hebel (11) kontern.
l) Die Feststellschraube am Hebel (9) lösen und den Elektromagnet
   (37) auslösen.
m) Den Exzenter am Hebel (9) so verstellen, daß der Hebel
   (Abb. 21/12) so steht, daß der Lochstreifen 2 Schritte
   transportiert werden kann.
n) Die Feststellschraube am Hebel (9) festziehen.
o) Die Kontermutter der Stellschraube am Hebel (Abb. 21/
   19) lösen.
p) Mit der Stellschraube am Hebel (Abb. 21/19) den Bügel
   (Abb. 21/18) so einstellen, daß die Fortschaltklinke (Abb.
   21/16) 2 Schritte transportiert.
q) Die Kontermutter der Stellschraube am Hebel (Abb.
   21/19) festziehen.
r) Alle Einstellungen nachprüfen.


2.7. Einstellung der Schaltklinke (48) für den Zählwerktransport
(Abb. 21)

a) Die Feststellschraube am Hebel (50) lösen.
b) Die beiden Schrauben des Anschlages der Schaltklinke
   (48) lösen.
c) Den Hebel (50) auf den maximalen Radius des Nocken
   (49) bringen.
d) Mit Hilfe des Exzenters am Hebel (50) die Schaltklinke
   (48) so einstellen, daß sie voll in einen Zahn des Zahn-
   rades (51) eingreift. Dabei beachten, daß die Rastklinke
   (7) ebenfalls voll in einen Zahn des Zahnrades (6) ein-
   greift.
e) Die Feststellschraube am Hebel (50) festziehen.
f) Den Anschlag an die Schaltklinke (48) heranführen und
   die Schrauben festziehen.

2.8. Einstellung des Bügels (16) (Abb. 65)

a) Den Betriebsartenumschalter auf K stellen.
b) Die Zahnscheiben (Abb. 21/21 und 23) so einstellen, da8
   kein Zahn auf den Zähnen der beiden darunterliegenden
   Hebel (Abb. 21/20 und 46) aufliegt.
c) Die Feststellschraube (17) lösen.
d) Mit dem Exzenter (18) den Bügel (16) so einstellen, daß
   die Zähne der Hebel (Abb. 21/20 und 46) an den Zahn-
   scheiben anliegen.
e) Die Feststellschraube (17) festziehen.


2.9. Einstellung der Ausgangsstellung der Auflagestücke für die
Steuerkombinationen und der Anfangsstellung des Sektors
für den Streifentransport (Abb. 21)

a) Den Locher ausbauen.
b) Die Zahnscheiben (21) und (23) so einstellen, daß kein
   Zahn auf den Zähnen der beiden darunterliegenden He-
   bel (20) und (46) aufliegt.
c) Die Kontermutter der Stellschraube am Hebel (38) lösen.
d) Mit der Stellschraube am Hebel (38) das Auflagestück (32)
   so einstellen, daß es sich 0,U-0,5 mm vor dem Stanzbügel
   (Abb. 20/31) schiebt.
e) Die Kontermutter der Stellschraube am Hebel (38) fest-
   ziehen.
f) Die Exzenterschraube mit Kontermutter am Hebel (34)
   lösen und mit Hilfe dieses Exzenters das Auflagestück (31)
   ebenfalls wie im Punkt d. beschrieben, einstellen.
g) Die Kontermutter der Exzenterschraube am Hebel (34)
   festziehen.
h) Die Kontermutter der Stellschraube am Hebel (41) lösen
   und die Auflagestücke (29) und (32) wie im Punkt d. be-
   schrieben, einstellen.
i) Einen Zahn der Zählscheibe (23) auf den darunterliegenden
   Zahn des Hebels (20) stellen.
j) Die Kontermutter der Stellschraube am Hebel (20) lösen
   und die Stellschraube so einstellen, daß die Transport-
   klinke (16) vom Bügel (18) für 2 Schritte freigegeben wird.
k) Die Kontermutter der Stellschraube am Hebel (20) fest-
   ziehen.

   Anmerkung: Nach diesen Einstellungen Lochstreifen-
              papier in den Locher einführen, das Zei-
              chenzählwerk in Ausgangsstellung bringen
              und überprüfen, ob Zwischenraum, Wagen-
              rücklauf und Zeilenvorschub richtig gelocht
              werden.


2.10. Einstellung der Ansatzstücke des Zeichenzählwerkes beim
Lochen der ersten 49 Zeichen jeder Geheimtextzeile.

Beim Einstellen der Auflagestücke des Zeichenzählwerkes und
des Bügels ist es notwendig:

a) Den Betriebsartenumschalter auf K stellen.
b) Das Schlüsselgerät einschalten.
c) Den Arbeitsumschalter auf L stellen.
d) Durch den Transportknopf für Dauerauslösung Zwischen-
   raum das Zeichenzählwerk ausschalten.
e) In den Chiffrator den Schlüssellochstreifen einlegen.
f) Den Betriebsartenumschalter auf C stellen.
g) Das Schlüsselgerät ausschalten.
h) Die Start-Stopp-Kupplung der Hauptwelle einrasten und
   durch Drehen an der Kappe des Fliehkraftreglers die
   mechanischen Teile des Lochers und des Zeichenzähl-
   werkes in die in Abb. 67 gezeigte Stellung bringen, die
   dem Moment vor Beginn des Streifentransportes ent-
   spricht.
i) Die Kontermutter (7) lösen, durch die Schraube (8) zwi-
   schen Auflagestücke und Stanzbügel ein Spiel von 0,3
   bis 0,5 mm einstellen und die Kontermutter anziehen. In
   diesem Augenblick müssen die Auflagestücke die Stel-
   lung I, Abb. 20, einnehmen.
j) Das Schlüsselgerät einschalten.
k) Die Hauptwelle 3 mal anlaufen lassen und dann den
   Strom abschalten.
l) Die Start-Stopp-Kupplung der Hauptwelle einrasten und
   durch Drehen an der Kappe des Reglers die mechanischen
   Baugruppen des Lochers und des Zeichenzählwerkes in
   die, in Abb. 68, gezeigte Stellung bringen, die dem Mo-
   ment vor Beginn des Streifentransports entspricht.
   (Stellung II, Abb. 20).
m) Durch die Einstellschraube (3) nach vorangegangenem
   Lösen der Kontermutter (14) den Bügel (15) in eine
   Stellung bringen, in der die Klinke (2) das Schaltrad (I)
   mit der Achse (16) um 2 Schritte drehen muß.
n) Durch die Exzenterschraube (7) werden die Auflagestücke
   der Hebel (5) und (6) auf gleicher Höhe (über der mitt-
   leren Stempelreihe) eingestellt und die Schraube (7) durch
   die Kontermutter (8) gesichert.


2.11. Einstellung der Scheiben des Zeichenzählwerkes

Die Einstellung des Zeichenzählwerkes muß damit begonnen
werden, daß man den Betriebsartenumschalter auf K stellt.
Danach wird das Lösen der Schraube (9), Abb. 65, durch.
Drehen der Exzenterbuchse (8) die Scheibe in die Stellung ge-
bracht, in der der Hebel (14) aus dem Schaltrad (13) ausgerastet
und die Seheibe (3), Abb. 66, mit dem Hebel (4) Zahn auf Zahn
steht. Diese Stellung der Buchse wird durch die Schraube (9)
gesichert.


2.12. Einstellung der Start-Stopp-Kupplung und des Klinkenan-
      triebes

Der Hebel (1), der die Bewegung von der Nockenwelle des
Druckwerkes auf die Scheibennase des Zeichenzählwerkes
überträgt, liegt auf dem Hebel (22), Abb. 65, der wie folgt ein-
gestellt wird:

a) Die Start-Stopp-Kupplung des Lochers wird eingerastet,
   und die Nockenwelle des Druckwerkes wird in eine Stel-
   lung gebracht, bei der sich die Hebelrolle (23) auf dem
   maximalen Nockenradius befindet und die Scheibe (4)
   durch die Rastklinke (7) festgehalten wird.
b) Um eine stabile Stellung der Achse zu erhalten, muß die
   Schraube (19) gelöst und der Hebel (1) durch den Ex-
   zenter (20) in die erforderliche Lage gebracht werden.
c) Dazu sind die Schrauben (2) M 2,6x6 zu lösen.
d) Der Anschlag (3) muß so weit verschoben werden, daß der
   Hebel (1) durch das Rastrad (4) nicht überholt wird.
e) Die Schrauben festziehen.

   Anmerkung: Die Einstellung ist beim Lauf zu überprüfen,
              In diesem Zyklus muß die Scheibennase
              einen Schritt machen der 1/50 Umdrehung
              entspricht und bis zum nächsten Schritt
              eine stabile Stellung einnehmen.


2.12.1. Die Einstellung des Hebels (25), der die Streifenvorschubklinke
        steuert, geschieht wie folgt:

a) Die Nockenwelle des Druckwerkes in eine Stellung bringen,
   in der die Rolle des Hebels (25) auf dem maximalen
   Nockenradius liegt.
b) Die Schraube (24) lösen und die Streifenvorschubklinke
   durch den Exzenter (21) bis zum Anschlag (6) führen.
c) Die Schraube (24) festziehen.

3. E i n s t e l l u n g  d e s  C h i f f r a t o r s
3.1. Einstellung des Kupplungskontaktes (Abb. 50 und 51)

a) Den Betriebsartenumschalter auf D stellen.
b) Die Antriebswelle des Chiffrators mit der Hand aus-
   kuppeln.
c) Der Kupplungskontakt muß zu beiden Seiten 0,5-0,6 mm
   geöffnet sein.
d) Wieder einkuppeln, dabei muß die mittlere und die obere
   Kontaktfeder geschlossen sein.
   Zwischen den anderen Kontaktfedern muß ein Zwischen-
   raum von 0,5-0,6 mm sein.
e) Den Betriebsartenumschalter auf K stellen.
f) Dabei wird die untere und die mittlere Kontaktfeder ge-
   schlossen. Der Abstand zwischen den geöffneten Kontak-
   ten muß ebenfalls 0,5-0,6 mm betragen.
g) Die Einstellung des Abstandes erfolgt durch den Ex-
   zenter (17).


3.2. Einstellung des Aufzughebels (Abb. 85)

a) Das Schaltrad (Abb. 30/3) abschrauben.
b) Das Schaltrad (Abb. 30/2) um 90 Grad nach rechts drehen.
c) Das Schlüsselgerät in Stoppstellung bringen.
d) Die beiden Feststellschrauben (7) lockern.
e) Mit den beiden Exzentern (6) den Bügel (3) in die unter-
   ste Stellung bringen.
f) Das Schaltrad (Abb. 30/2) um 90 Grad nach links drehen.
g) Mit den beiden Exzentern (6) den Bügel (3) soweit nach
   oben stellen, daß der Aufzugshebel (Abb. 8116) beim Zu-
   rückschalten des Betriebsartenumschalters auf K mit
   etwas Überschub aufgezogen wird.
h) Die beiden Feststellschrauben (7) festziehen.
i) Das Schaltrad (Abb. 30/3) anschrauben.


3.3. Einstellung der Ausgangsstellung der Abfühlstifte (Abb. 84)

a) Den Betriebsartenumschalter auf K stellen.
b) Das Schlüsselgerät in Stoppstellung bringen.
c) Die Feststellschraube (11) lösen.
d) Mit dem Exzenter (10) die Höhe der Abfühlstifte (9) so
   einstellen, daß sie 0,2 mm unter der Deckplatte des Chiff-
   rators stehen.
e) Die Feststellschraube (11) festziehen.


3.4. Einstellung der Abfühlhebel der Kontroll- und Sicherungs-
     vorrichtung KSV (Abb. 82)

a) Den Betriebsartenumschalter auf D steilen.
b) Gegenüber der roten Markierung des Schaltrades (Abb.
   30/3) auf dem Schaltrad (Abb. 30/5) eine Markierung an-
   bringen.
c) Das Schaltrad (Abb. 30/3) abschrauben.
d) Die Feststellschraube (2) lösen.
e) Die beiden Hebel (4) mit Hilfe des Exzenters (3) so ein-
   stellen, daß sie 0,2 mm unter der Streifenführung stehen.
f) Die Feststellschraube (2) festziehen.
g) Das Schaltrad (Abb. 30/3) anschrauben.


3.5. Einstellung des Gummikissens (Abb. 83)

a) Den Chiffratordeckel abschrauben.
b) Den Betriebsartenumschalter auf C stellen.
c) Die Feststellschraube (11) lösen.
d) Mit dem Exzenter (12) das Gummikissen (2) so einstellen,
   daß es sich - bei der Bewegung von der Ausgangsstel-
   lung nach oben - zirka 1,0-2,0 mm bewegt und dann
   muß der Hebel (Abb. 33/9) den Hebel (Abb. 33/3) frei-
   geben.
e) Die Feststellschraube (11) festziehen.
f) Den Betriebsartenumschalter auf K  stellen.
g) Den Chiffratordeckel festschrauben.


3.6. Einstellung der Sperrschiene, die bei Erscheinen der 32. Kom-
     bination in Funktion tritt (Abb. 81)

a) Den Betriebsartenumschalter auf D stellen.
b) Das Schlüsselgerät in Stoppstellung bringen.
c) Die Feststellschraube (17) lösen.
d) Mit den1 Exzenter (16) die Sperrschiene (11) so einstellen,
   daß der Hebel (4) gut einfallen kann.
e) Die Feststellschraube (17) festziehen.
f) Die beiden Schrauben des Anschlagklotzes (3) lösen.
g) Den Anschlagklotz (3) so einstellen, daß zwischen der
   Sperrschiene (11) und dem Anschlagklotz (3) ein Zwi-
   schenraum von 0,2 mm ist.
h) Die beiden Schrauben des Anschlagklotzes (3) festziehen.


3.7. Einstellung der Hebe1 zur Steuerung der Bewegung der Kon-
     taktleisten (Abb. 84)

a) In den Chiffrator einen Schlüssellochstreifen, in dem nur
   die Transportlöcher eingestanzt wurden, einlegen.
b) Den Betriebsartenumschalter auf D stellen.
c) Durch die Kurbel die Nockenwelle des Chiffrators in eine
   Stellung bringen, in der die Rolle des Hebels (4) auf dem
   Nockenberg (3) steht. In dieser Lage darf der Spielraum
   zwischen den Aussparungen der Einstellstücke (8) und
   dem unteren Arm des Hebels (7) nicht mehr als 0,l bis
   0,2 mm betragen und der gefederte Kontakt der Kontakt-
   leiste (5) muß in der Mitte des unbeweglichen Kontaktes
   der anderen Kontaktleiste liegen. Das Aufeinandertreffen
   der Kontakte wird durch den Abdruck der eingefärbten
   beweglichen Kontakte geprüft. Übersteigt der Abstand
   zwischen den Einstellstücken und den Hebeln den genann-
   ten Wert, so muß er wie folgt eingestellt werden.
d) Die beiden Schrauben (12) M 4x7 lösen.
e) Durch den Exzenter (13) den erforderlichen Spielraum
   einstellen.
f) Die beiden Schrauben (12) festziehen.
4. E i n s t e d l u n g  d e s  T r a n s m i t t e r s  u n d  d e s
    D e k o m b i n a t o r s

4.1. Einstellung des Feststellhebels für die Hauptwelle (Abb. 19)

a) Den Transmitter mit Dekombinator ausbauen.
b) Die Kupplung in Stoppstellung bringen.
c) Die Mutter der Exzenterachse des Hebels (31) lösen.
d) Durch Drehen der Exzenterachse wird zwischen den Zäh-
   nen der Kupplung (32) ein Abstand von 0,2-0,3 mm ein-
   gestellt.
   Anmerkung: Beim Lauf der Kupplung vergrößert sich der
              Abstand zwischen den Zähnen der beiden
              Kupplungsscheiben auf 0,5-0,6 mm.


4.2. Einstellung des Transmitters für eine Zeichenabtastung
     (Abb. 19)

a) Den Transmitter mit Dekombinator ausbauen.
b) Die Mutter am Hebel (31) lösen.
c) Den AUS-Knopf (2) drücken und in dieser Stellung
   festhalten.
d) Den Festhaltezahn (36) gegenüber der Nase des Hebels
   (16) stellen und die Rolle des Hebels (31) auf Maximum
   des Nocken (30) bringen.
e) Den Exzenter am Hebel (31) so einstellen, daß der Hebel
   (18) den Hebel (14) ausklinkt.
f) Die Mutter am Hebel (31) festziehen.


4.3. Einstellung des Streifentransportes (Abb. 19)

a) Den Transmitterdeckel abschrauben.
b) Die Transmitterkupplung in Stoppstellung bringen.
c) Die beiden Kontermuttern des linken Exzenterbolzens
   (37) lösen.
d) Durch Drehen des linken Exzenters (37) wird ein Abstand
   von 0,l-0,2 mm zwischen dem Zahn der Schaltklinke (38)
   und den Zähnen des Zahnrades (39) eingestellt.
e) Die beiden Muttern des linken Exzenterbolzens (37) fest-
   ziehen.

4.4. Einstellung des Streifentransportes am Ende der Fort-
     schaltung (Abb. 19)

a) Den Transmitterdeckel abschrauben.
b) Die beiden Kontermuttern des rechten Exzenterbolzens
   (37) lösen.
c) Die Transmitterkupplung auslösen und die Schaltklinke
   (38) auf Maximum drehen.
d) Durch Drehen des rechten Exzenterbolzens (37) wird ein
   Abstand von 0,1-0,2 mm zwischen der Schaltklinke (38)
   und dem rechten Exzenterbolzen (37) eingestellt.
e) Die beiden Kontermuttern des rechten Exzenterbolzens
   (37) festziehen.


4.5. Einstellung des Schrittgruppenabstandes (Abb. 80)

a) Die vordere Deckplatte abschrauben.
b) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
c) Einen gelochten Streifen mit einem Schrittgruppenab-
   stand von 2,54 mm auf das Transportrad legen.
d) Die Schlitzschraube (5) locker;.
e) Mit der Exzenterschraube (4) die Löcher des Lochstreifens
   genau über die Mitte der Abfühlstifte bringen.
f) Die Schlitzschraube (5) festziehen.


4.6. Einstellung der Ausgangsstellung der Abfühlstifte (Abb. 73)

a) Die Bodenplatte des Transmitters abschrauben.
b) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
c) Die beiden Schrauben (5) lösen.
d) Mit der linken Schraube (5) den Hebel (6) so einstellen,
   daß die Abfühlstifte (7) 0,l-0,2 mm unter der Streifen-
   führung stehen.
e) Die rechte Schraube (5) festziehen.


4.7. Einstellung des Aufzuges der Dekombinatorschienen (Abb. 74)

a) Die vordere und linke Deckplatte des Transmitters ab-
   schrauben.
b) Die Streifenführung über dem Dekombinator abnehmen.
c) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
d) Die Feststellschraube am Hebel (Abb. 19/8) lösen.
e) Die Kontermutter (2) lösen.
f) Mit der Stellschraube (3) einen Abstand von 0,2-0,3 mm
   zwischen den Schienen (6) und den Ansatzstücken (5)
   einstellen.
g) Die Kontermutter (2) festziehen.
h) Die Feststellschraube am Hebel (Abb. 1918) festziehen.
   Anmerkung: Der Abstand, wie im Punkt f. beschrieben,
              kann schlecht gesehen werden.
              Um den Abstand feststellen zu können,
              werden alle Abfühlstifte nach unten gedrückt
              und die Hauptwelle des Transmitters
              gedreht. Dabei bewegen sich die Dekombi-
              natorschienen, woraus der Abstand ersicht-
              lich wird.


4.8. Einstellung des Schlagbügels (Abb. 75)

a) Den Transmitterdeckel abschrauben.
b) Den Transmitter in Stoppstellung bringen
c) Die Klemmschraube (2) und den Gewindestift des Klemm-
   bügels (1) lösen.
d) Den Schlagbügel (3) so einstellen, daß alle Hebel (15) von
   den Schienen (4) einen Abstand von 0,4-0,6 mm einnehmen.
e) Die Klemmschraube (2) und den Gewindestift des Klemm-
   bügels (1) festziehen.


4.9. Einstellung des Transmitters bei Wagenrücklauf (Abb. 78)

a) Den Transmitter mit Dekombinator ausbauen.
b) Den Transmitter in Stoppstellung bringen.
c) Den Hebel (16) an die Nase (17) anlegen.
d) Die Feststellschraube (12) lösen.
e) Die Zugstange (15) in den Schlitz einhängen.
f) Den Nocken (3) auf Maximum stellen.
g) Mit dem Exzenter (13) einen Abstand von 0,3-0,4 mm
   zwischen den Hebeln (7) und (8) einstellen.
h) Die Feststellschraube (12) festziehen.
i) Die Feststellschraube des Exzenters (6) lösen.
j) Mit dem Exzenter (6) den Hebel (5) so einstellen, daß der
   Hebel (Abb. 19/20) an der Nase der Kupplung 2,O-2,5 mm
   anliegt.
k) Die Feststellschraube des Exzenters (6) festziehen.
l) Den Transmitter mit Dekombinator einbauen.
m) Die Zugstange (1) so anschrauben, daß zwischen den He-
   beln (7) und (8) ein Abstand von 0,l-0,2 mm ist.
   Anmerkung: Die Einstellung im Punkt m. wird erst dann
              vorgenommen, wenn der Wagenrücklauf am
              Antrieb richtig eingestellt ist.


4.10. Einstellung für die Auslösung beim Abfühlen der 32. Kombi-
      nation (Abb. 75)

a) Den Transmitter mit Dekombinator ausbauen.
b) Die vordere Deckplatte abschrauben.
c) Den Transmitter in Stoppstellung bringen.
d) Die Kontermutter (8) lösen.
e) Mit der Stellschraube (10) zwischen dem Hebel (5) und
   der untersten Schiene (4) einen Abstand von 0,2-0,3 mm
   einstellen.
f) Die Kontermutter (8) festziehen.
g) Einen zirka 20 cm langen Lochstreifen mit der 32. Kom-
   bination einlegen und auf den EIN-Knopf drücken.
h) Die Mutter der Exzenterschraube (12) lösen.
i) Einen Hebel (15) in die Dekombinatorschienen (4) ein-
   fallen lassen.
j) Mit der Exzenterschraube (12) zwischen dem Hebel (Abb.
   19/3) und dem EIN-Knopf (Abb. 19/1) einen Abstand
   von 0,4-0,5 mm einstellen.
k) Die Mutter der Exzenterschraube (12) festziehen.
5. E i n s t e l l u n g  d e s  A u t o m a t i k a n t r i e b e s

5.1. Einstellung der: Ausschaltung des Zeichenzählwerkes, wenn
     der Knopf für Dauerauslösung Zwischenraum gedrückt wird
     (Abb. 71)

a) Ben Betriebsartenumschalter auf C stellen.
b) Die Automatikkupplung in Stoppstellung bringen.
c) Die Stellschraube (1) so einstellen, daß sich, wenn auf
   den Knopf für Dauerauslösung Zwischenraum gedrückt
   wird, der Hebel (5) um 1,O-1,5 mm anhebt.
e) Die Kontermutter (2) festziehen.


5.2. Einstellung der Start-Stopp-Kupplung (Abb. 63)

a) Die Stromversorgung ausbauen.
b) Den Betriebsartenumschalter auf K und den Arbeits-
   umschalter auf BL stellen.
c) Die Klemmschraube (5) lesen.
d) Den Hebel (3) bis zum Anschlag (2) drücken.
e) Den Hebel (Abb. 62/3) so einstellen, da13 zwischen seiner
   Nase und dem Hebel (Abb. 62/2) ein Abstand von 0,2 bis
   0,3 mm ist.
f) Die Klemmschraube (5) festziehen.
g) Eine beliebige Taste drücken.
h) Den Motor mit der Hand soweit durchdrehen, bis der He-
   bel (Abb. 6212) auf dem Maximum des Nocken (Abb. 62/1)
   steht.
i) Die Feststellschraube des Exzenters (16) lösen.
j) Mit Hilfe des Exzenters (16) den Abstand des Hebels (6)
   vom Zahn (7) der Kupplung auf 0,3-0,5 mm einstellen.
k) Die Feststellschraube des Exzenters (16) festziehen.
6. E i n s t e l l u n g  d e s  A n t r i e b e s

6.1. Einstellung des Impulskontaktes

a) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
b) Zwischen dem Kunststoffstück der Kontaktfeder und dem
   Nocken muß ein Abstand von 0,l-0,2 mm sein.
c) Zwischen den beiden Kontakten muß ein Abstand von
   0,5-0,6 mm sein.
   Anmerkung: Die Kontaktfedern müssen fest an ihren
   Stützen anliegen. I
   Der Impulskontakt darf nicht geölt werden,
   er muß immer sauber sein.


6.2. Einstellung des Feststellhebels der Hauptwelle

a) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
b) Die Festhalteschraube der Exzenterachse lösen.
c) Durch Drehen der Exzenterachse wird zwischen den Zäh-
   nen der Hauptwellenkupplung ein Abstand von 0,2 bis
   0,3 mm eingestellt.
d) Die Festhalteschraube der Exzenterachse festziehen.
   Anmerkung: Beim Lauf der Kupplung vergrößert sich der
              Abstand zwischen den Zähnen der beiden
              Kupplungsscheiben bis auf 0,5-0,6 mm.


6.3. Einstellung der Friktionskupplung der Wagenrücklaufwelle
(Abb. 15)

a) Über die angetriebenen Teile (6) und (11) mit Bleistift
   einen Strich ziehen.
b) Das Schlüsselgerät einschalten und den Wagen in die
   Anfangsstellung bringen.
c) Die Wagenrücklauftaste drücken.
d) Bei richtiger Einstellung müssen sich die Bleistiftstriche
   um 2,O-3,O mm verschieben.
e) Sollte dies nicht der Fall sein, wird mit Hilfe der Mut-
   tern (3) und (4) der Andruck der Federn (14) verändert.

6.4. Einstellung der Steuerung für automatischen Wagenrücklauf
(Abb. 58)

6.4.1. Einstellung der Zugstange zum Wagens

a) Den Dreizackhebel (Übertragungshebel) (4) in die Aus-
   gangsstellung bringen.
   (Läßt sich der Dreizackhebel (4) nicht in die Ausgangs-
   stellung bringen, muß die Klemmschraube (6) gelöst und
   neu eingestellt werden).
b) Den Wagen auf den 57. Schritt bringen.
c) Die Zugstange (20) so einstellen, daß der Wagen beim 57.
   Schritt an dieser anliegt.


6.4.2. Einstellung der Vorrichtung, die das Auffangen des Wagens
       bei Wagenrücklauf bewirkt (Abb. 58)

a) Die obere Schraube (5) des Hebels (4) so Einstellen, daß
   diese 1,5-2,O mm nach vorn zum Hebel (2) heraussteht.
b) Die Stellschraube des Stoßdämpfers lösen und mittels
   dieser den Hebel (4) so einstellen, da9 nach ausgelöstem
   Wagenrücklauf der Hebel (4) in seine Ausgangsstellung
   gebracht wird.
c) Die Stellschraube des Stoßdämpfers kontern.


6.4.3. Einstellung der Ausgangsstellung des Anschlaghebels (Abb. 58)

a) Die Schraube des Exzenters (1) lösen.
b) Den Wagen von Hand aus nach rechts in die Anfangs-
   stellung bringen.
c) Der Abstand zwischen Wagen und Kunststoffklotz des
   Hebels (2) muß 0,3-0,5 mm betragen.
d) Die Schraube des Exzenters (1) festziehen.


6.4.4. Einstellung des Hebels (9) (Abb. 58)

a) Die Schraube (8) lösen.
b) Den Kunststoffklotz (3) bis zum Anschlag zurückziehen
   und festhalten.
c) Die Schraube (8) so einstellen, daß zwischen den Hebeln
   (9) und (10) ein Abstand von 0,2-0,3 mm entsteht.
d) Den Kunststoffklotz (3) loslassen und die Schraube (8)
   kontern.

6.4.5. Einstellung der Steuerung der Zahnkupplung beim Einschalten
       von Wagenrücklauf (Abb. 58)

a) Die untere Schraube (5) lösen.
b) Den Hebel (4) in die 3. Stellung bringen.
c) Mit der Stellschraube (5) zwischen den Hebeln (9) und (10)
   einen Abstand von 0,l-0,2 mm einstellen.
d) Die untere Schraube (5) kontern.


6.4.6. Einstellung der Steuerung der Zahnkupplung nach erfolgtem
       Wagenrücklauf (Abb. 58)

a) Den Hebel (9) in den Hebel (10) durch Zurückziehen des
   Kunststoffklotzes (3) einrasten.
b) Die beiden Schraube11 des Hebels (17) lösen.
c) Zwischen den Zähnen der Kupplung (21) einen Abstand
   von 0,3-0,5 mm einstellen.
d) Die beiden Schrauben des Hebels (17) festziehen.
   Anmerkung: Nach Beendigung dieser Einstellungen muß
              das Zusammenwirken mit der Tastatur
              überprüft werden.


6.5. Regulierung der Motordrehzahl bei der Arbeit mit Wechsel-
     strom (Abb. 86)

a) Durch Drehen der Rändelmutter (9) in die eine oder an-
   dere Richtung wird die Drehzahl des Motors geregelt.

7. E i n s t e l l u n g  d e s  W a g e n s

7.1. Einstellung der Schaltklinke für Zeilentransport (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Den Drehknopf (32) abschrauben.
c) Die beiden Schrauben des Anschlages (21) lösen.
d) Den Anschlag (21) so einstellen, daß die Nase der Schalt-
   klinke (22) vom Schaltrad (23) einen Abstand von 0,2
   bis 0,3 mm hat.

7.2. Einstellung der Schaltklinke und des Sektors bei Ende des
     Zeilentransportes (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Die Rastklinke (25) in den zweiten Zahn des Sektors (27)
   einrasten.
c) Die Feststellschraube des Sektors (27) lösen.
d) Den Exzenter des Sektors (27) so einstellen, daß die
   Schaltklinke (22) vom hinteren Anschlag (37) einen Ab-
   stand von 0,l mm hat.
e) Die Feststellschraube des Sektors (27) festziehen.


7.3. Einstellung des Wagenauslösebügels (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Die Rastklinke (25) in den zweiten Zahn des Sektors (27)
   einrasten.
c) Die Feststellschraube am Wagenauslösebügel (35) lösen.
d) Den Exzenter so einstellen, daß der Bügel vom Hebel (47)
   einen Abstand von 0,4-0,5 mm hat.
e) Die Feststellschraube am Wagenauslösebügel (35) festziehen.


7.4. Einstellung der Rastklinke für Zeilentransport (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Das Papierführungsblech (56) abnehmen.
c) Die Mutter der Exzenterachse der Rastklinke (52) lösen.
d) Die Rastklinke (25) in den zweiten Zahn des Sektors (27)
   einrasten.
e) Die Exzenterachse so einstellen, daß die Rolle der Rast-
   klinke (52) zwischen 2 Zähnen liegt.
f) Die Mutter der Exzenterachse festziehen und das Papier-
   führungsblech wieder aufsetzen.


7.5. Einstellung der Zahnstange für Fünfergruppenteilung (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen. .
b) Die 2 Befestigungsschrauben der Zahnstange (46) lösen.
c) Die Zahnstange so einstellen, daß nach fünfmaliger Wa-
   genfortschaltung der Hebel (47) hinter dem Zahn der
   Zahnstange (46) steht.
d) Die 2 Befestigungsschrauben der Zahnstange (46) festziehen.
   Anmerkung: Beim Einstellen ist die Zahnstange (46)
              immer nach vorn (Richtung der Zähne) zu
              drücken.


7.6. Einstellung der Spannung der Spiralfeder (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Den beweglichen Wagenteil an den linken Anschlag
   bringen.
c) Das Sperrad (9) abnehmen.
   Achtung! Die Trommel mit der Feder muß festgehalten
            werden.
d) Die Spiralfeder 3-4 volle Umdrehungen auf ziehen.
e) Das Sperrad bis zum linken Anschlag drehen, dann eine
   viertel Umdrehung wieder zurückdrehen.
f) Das Sperrad (9) wieder einbauen.
   Anmerkung: Den Wagen wieder aufsetzen und prüfen,
              ob er über die ganze Zeile transportiert wird
              und auch der Wagenrücklauf und die Tei-
              lung in Fünfergruppen einwandfrei erfolgt.
              Der Vorgang ist so lange zu wiederholen,
              bis die genannten Funktionen gewähr-
              leistet sind.


7.7. Einstellung des Druckes der Papierandruckwalzen (Abb. 16)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Das Papierführungsblech (56) und die Gummiwalze ab-
   nehmen.
c) Das Papierführungsblech (5 1) mit den Gummirollen (16)
   abnehmen.
d) Durch Drehen der Zahnkupplungen (43) den nötigen
   Druck einstellen.


7.8. Einstellung der Wagenfortschaltung (Abb. 57)

a) Die Muttern (3) und (5) der Spannstange(4) lösen.
b) Die Spannstange (4) so einstellen, daß der Wagen ein-
   wandfrei fortgeschaltet wird.
c) Die Muttern (3) und (5) der Spannstange (4) festziehen.
8. E i n s t e l l u n g  d e s  D r u c k w e r k e s

8.1. Einstellung der Federspannung der Druckerfeder (Abb. 8)

a) Die rechte Farbbandrolle abnehmen.
b) Das Feststellstück der Spezialmutter (7) nach rechts schieben
   und die Mutter (7) so anziehen, daß die Rolle (10)
   auf dem Nocken (11) abläuft.
c) Das Feststellstück nach beendeter Einstellung nach links
   in die Nut einschieben.


8.2. Einstellung der Ausgangsstellung des Druckerbügels (Abb. 7)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
c) Die 4 Gewindestifte an den schwarzen Exzenterbuchsen
   lockern.
d) Mit den Exzenterbuchsen den Druckerbügel (41) so ein-
   stellen, daß zwischen den Stoßhebeln (37) und den Frei-
   gabehebeln (36) gleich viel Spiel verbleibt. Dabei muß
   zwischen dem Druckerbügel(41) und den Beiden Exzenterbuchsen
   o,1 mm Spiel. sein.
e) Zwischen den Stoßhebeln (37) und den Freigabehebeln
   (36) wird mit dem Klemmstück (43) ein Abstand von 0,5
   bis 0,7 mm eingestellt.


8.3. Einstellung des Ankerhubes der Elektromagneten

a) Die Kontermutter der Stellschraube (gelb gelackt) lockern.
b) Den Anker drücken und zwischen Anker und Stellschrau-
   be einen Abstand von 0,6-0,7 mm einstellen.
c) Die Stellschraube kontern.


8.4. Einstellung der Ausgangsstellung der Freigabehebel (Abb. 61)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Die Hauptwelle in Stoppstellung bringen.
c) Die Halteschraube (3) des Betreff enden Elektromagneten
   (2) lösen.
d) Den Elektromagnet (2) so einstellen, daß er bei angezo-
   genem Anker (1) den Freigabehebel (4) vom Stoßhebel
   (14) 0,2-0,3 mm entfernt.
e) In der Ausgangsstellung des Freigabehebels (4) muß zwi-
   schen seinem unteren Arm und den Kombinatorschienen
   (16) ein Abstand von 0,2-0,3 mm sein.
f) Die Halteschraube (3) des betreffenden Elektromagneten
   festziehen.
   Anmerkung: Wenn zwischen den Kombinatorschienen
              (16) und dem unteren Arm des Hebels (4)
              kein Zwischenraum von 0,2-0,3 mm ein-
              zustellen ist, so muß das Lederkissen (Abb.
              10/16) angehoben werden. Das Anheben er-
              folgt durch die 4 Stellschrauben.


8.5. Einstellung der Anschlagstärke der Typenhebel (Abb. 61)

a) Einen Bogen Papier in den Wagen einspannen.
b) Das Schlüsselgerät einschalten.
c) Den Zeichenabdruck prüfen, danach den Wagen ab-
   nehmen.
d) Die Gewindestifte (9) des Abwurfbügels (13) lösen.
e) Wenn der Zeichenabdruck schwächer werden soll, so muß
   der Abwurfbügel (13) nach hinten geschoben werden. Soll
   der Zeichenabdruck stärker sein, so muß der Abwurf-
   bügel (13) nach vorn gezogen werden.
f) Die Gewindestifte (9) des Abwurfbügels (13) festziehen.
g) Den Wagen aufsetzen und den Zeichenabdruck prüfen.


8.6. Einstellung der Kombinatorschienen (Abb. 64)

a) Den Wagen vom Schlüsselgerät abnehmen.
b) Den Locher ausbauen.
c) Den Betriebsartenumschalter auf K und den Arbeits-
   umschalter auf BL stellen.
d) Den Automatikantrieb in Stoppstellung bringen.
e) Die Hauptwelle durch Drücken des Buchstaben V auslösen.
   (Danach das gleiche mit dem Buchstaben E durchführen).
f) Den Motor von Hand aus so weit drehen, daß sich die
   Kombinatorschienen gerade zu bewegen beginnen.
g) Es ist darauf zu achten, ob die Kombinatorschienen (1)
   das nötige Spiel von 0,l-0,2 mm zwischen den Freigabe-
   Hebeln (12) haben.
   Ist dies nicht der Fall, muß nachgestellt werden.
h) Das Nachstellen der Kombinatorschienen geschieht durch
   das Losen der Feststellschraube (6), danach die Konter-
   mutter (4) lösen und mit der Stellschraube (5) den nöti-
   gen Abstand einstellen.
i) Die Feststellschraube (6) und die Kontermutter (4) fest-
   ziehen.
   Anmerkung: Für diese Einstellung ist der Stromarten-
              stecker am Motor zu entfernen und das
              Schlüsselgerät einzuschalten.

9. S c h l u s s b e m e r k u n g

Alle Stellschrauben, die farbig gelackt sind und nachgestellt
werden müssen, sind nach Beendigung der Einstellung erneut
mit farbigem Sicherungslack zu lacken.
V. Vorschrift für die Funktionsüberprüfung des
Schlüsselgerätes CM-2
1. Allgemeines

a) Gehäuse abnehmen.
b) Schlüsselgerät einschalten.


2. Überprüfung des Streifentransportes des Lochers

a) Den Arbeitsumschalter auf BL und den Betriebsarten-
   umschalter auf K stellen.
b) Abwechselnd 32. Kombination und Dauerauslösung Zwi-
   schenraum geben (ca. fünfmal). Richtiges Lochen der
   Kombinationen prüfen.
c) Abwechselnd Wagenrücklauf und Dauerauslösung Zwi-
   schenraum geben (ca. fünfmal). Richtiges Lochen der
   Kombinationen prüfen.
d) Hintereinander (ca. zehnmal) Wagenrücklauf drücken.
   Richtiges Lochen der Kombinationen prüfen.
e) Den Betriebsartenumschalter auf C stellen.
f) Mit dem Schraubenzieher das Zeichenzählwerk am Hebel
   (Abb. 22/38) auslösen und prüfen, ob die Teilung in Fün-
   fergruppen einwandfrei durchgeführt wird. Ca. 30 bis 40
   Fünfergruppen lochen lassen.
g) Schrittgruppenabstand prüfen und wenn nötig einstellen.
h) Das Zeichenzählwerk in der 2. bis 4. Fünfergruppe ab-
   schalten.
i) Dauerauslösung Zwischenraum geben und prüfen, ob das
   Zeichenzählwerk abgeschaltet wird.
j) Die Punkte 2f, 2h und 2i werden dreimal wiederholt.


3. Überprüfung, ob in der Stellung B des Arbeitsumschalters
   der Locher und bei L das Druckwerk abgeschaltet wird.


4. Überprüfung der Arbeit des Druckwerkes, des Transmitters
   mit Dekombinator und des Lochers

a) Arbeitsumschalter auf BLK und Betriebsartenumschalter
   auf K stellen.
b) 10 Zeilen des folgenden Klartextes über die Tastatur ein-
   geben: Kaufen sie jede Woche vier gute bequeme Pelze
   ryryry . . . (bis zum Ende der Zeile).
c) 32. Kombination drücken und den Streifen durch Dauer-
   auslösung Zwischenraum vorlaufen lassen.
d) Den erhaltenen Lochstreifen über den Transmitter ein-
   geben und den Text noch einmal unter den von Hand
   geschriebenen Text schreiben.
e) Prüfen, ob der Transmitter auf die 32. Kombination an-
   spricht und abschaltet.
f) Die beiden erhaltenen Lochstreifen werden auf Abwei-
   chungen überprüft.


5. Überprüfung der Arbeit des Chiffrators

5.1. Herstellung eines Schlüssellochstreifens für Prüfzwecke. Es
     wird ein Schlüssellochstreifen von ca. 1,5 m Länge hergestellt.
     Dazu ist folgendes notwendig:

a) 5 bis 10 cm Zwischenraum durch Dauerauslösung geben.
b) Wahllos alle möglichen Kombinationen lochen (auch
   Wagenrücklauf, Zeilenvorschub) und am Ende die 32.
   Kombination drücken.
c) Die vordere Ecke des Streifens abreißen. Dadurch erhält
   man einen Streifen, der einem Schlüssellochstreifen in
   technischer Hinsicht äquivalent ist.


5.2. Prüfvorgang

a) Arbeitsumschalter auf BL und Betriebsartenumschalter
   auf K stellen.
b) Den nach Punkt 5.1. hergestellten Schlüssellochstreifen
   einlegen.
c) Durch Drücken auf verschiedene Tasten prüfen, ob das
   Schlüsselgerät tatsächlich gesperrt ist.
d) Betriebsartenumschalter auf D stellen. Dabei muß die
   Hauptwelle des Schlüsselgerätes einmal anlaufen. Der
   Wagen und der Gruppenzähler dürfen keinen Schritt
   machen, während sich der hergestellte Schlüssellochstrei-
   fen um einen Schritt weiterbewegt.
e) Den Betriebsartenumschalter auf C stellen. Dabei muß
   der Stanzstempel ein Loch in den Streifen stanzen.
f) Den Klartextstreifen in den Transmitter einlegen und
   chiffrieren.
g) Da im hergestellten Schlüssellochstreifen am Ende die 32.
   Kombination vorkommt, muß über den Chiffrator die 2.
   Sperrschiene ansprechen. Hält das Schlüsselgerät an, so
   muß auf K zurückgeschaltet werden.
h) Den Deckel des Chiffrators öffnen. Der Mechaniker mu8
   sich davon überzeugen, daß die 32. Kombination un-
   mittelbar links von den Abfühlstiften liegt.
i) Danach den Schlüsselstreifen und den Klartextlochstreifen
   nochmals einlegen.
j) Den Betriebsartenumschalter auf C stellen.
k) Durch Drücken auf die Tasten prüfen, ob die Sperre gegen
   doppelte Benutzung des Schlüssellochstreifens anspricht.
l) Danach die Sperre aufheben und den entstehenden Ge-
   heimtext unter den ersten Geheimtext schreiben.
m) Prüfen, ob gleicher Geheimtext entsteht.
n) Gegen Ende des Schlüssellochstreifens prüfen, ob das
   Schlüsselgerät blockiert wird, wenn der Schlüsselloch-
   streifen nicht transportiert wird. Zu diesem Zweck den
   Streifen festhalten.
o) Beide Geheimtextstreifen dechiffrieren und auf Blatt
   untereinanderschreiben.

VI. Hinweise über die Beseitigung von Fehlern

Art der Fehler          | Ursache der Fehler       | Fehlerbeseitigung                                                   
Beim Einschalten des    | Fehlen der Netzspan-     | Vorhandensein der Netzspannung mit Voltmeter - fehlt
Schlüsselgerätes arbei- | nung.                    | dieses, dann mit Lampe aus dem Werkzeugkasten -
tet der Elektromotor    |                          | prüfen.
nicht.                  |                          |
                        | Durchgebrannte Sicheru-  | Sicherung mit Ohmmeter prüfen. Defekte Sicherung aus-
                        | ng 2A im Stromkreis      | wechseln.
                        | des Elektromotors.       |
                        |                          |
                        | Bruch im Zuleitungs-     | Das Zuleitungskabel überprüfen, indem eine Klemme des
                        | kabel des Schlüsselge-   | Ohmmeters an den Stecker des Zuleitungskabels und die
                        | rätes.                   | zweite Klemme der Reihe nach an jede Klemme der Lei-
                        |                          | ste in der Grundplatte angeschlossen wird, an der die Ka-
                        |                          | belenden befestigt sind. Bei einem Bruch der einen oder
                        |                          | der anderen Leitung des Kabels am Stecker oder am Ein-
                        |                          | gang in die Grundplatte des Schlüsselgerätes, ist das Ka-
                        |                          | belenden befestigt sind. Bei einem Bruch der einen oder
                        |                          | der anderen Leitung des Kabels am Stecker oder am Ein-
                        |                          | gang in die Grundplatte des Schlüsselgeräte ist, das Ka-
                        |                          | bel an der schadhaften Stelle abzuschneiden und die Lei-
                        |                          | tungsenden an dem Stecker oder an der Leiste in der
                        |                          | Grundplatte neu anzuschließen.
                        |                          |
                        | Der Netzschalter des     | Mit dem Ohmmeter den Stromlauf im Schalter prüfen.
                        | Schlüsselgerätes ist     | Bei Unterbrechung den Schalter auseinandernehmen und
                        | schadhaft.               | den Zustand der Kontaktoberflächen prüfen. Bei Abbren-
                        |                          | nen oder Verschmutzung sind sie zu säubern. Ein schad-
                        |                          | hafter Schalter ist durch einen neuen zu ersetzen.
                        |                          |
Fehler im Elektromo-    | Fehlen des Kontaktes     | Mögliche Ursache kann sein, daß die Bürsten abgenutzt
tor SL-369 uA 1         | zwischen Kollektor       | oder im Bürstenhalter eingeklemmt sind. Abgenutzte
                        | und Bürsten.             | Bürsten werden durch neue ersetzt. Bei eingeklemmten
                        |                          | Bürsten werden die Bürstenhalter gesäubert und die Bür-
                        |                          | sten angepaßt, nachdem sie mit einer Feile abgefeilt
                        |                          | wurden.
                        |                          |
                        | Der Kontakt des Flieh-   | Der Kontakt, der im stromlosen Zustand geschlossen sein
                        | kraftreglers ist geöff-  | muß, ist einzustellen.
                        | net (bei Arbeit vom      |
                        | Wechselstromnetz).       |
                        |                          |
                        | Bruch im Stromkreis      | Dieser Fehler ist vom Durchbrennen der Sicherung 2 A
                        | der Erregerwicklung      | begleitet. Der Stromkreis der Erregerwicklung ist mit dem
                        |                          | Ohmmeter an Hand des Stromlaufplanes des Schlüssel-
                        |                          | gerätes zu prüfen.
                        |                          |
Der Elektromotor ar-    | Starkes Abbrennen        | Den Kollektor mit feiner Schmirgelleinewand reinigen
beitet nicht mit voller | des Kollektors.          | und mit in Spiritus getränktem Leinenlappen abreiben.
Leistung.               |                          |
                        |                          |
                        | Die Bürsten sind nicht   | Die Bürsten sind durch Drehen der Schlitzklappen in den
                        | genügend an den Kol-     | Bürstenhalter im Uhrzeigersinn anzudrücken.
                        | lektor angedrückt.       |
                        |                          |
                        | Bruch einer der Sek-     | Die Bruchstelle durch Anschließen des Ohmmeters an die
                        | tionen der Ankerwick-    | benachbarten Kollektorlamellen feststellen. Ein Bruch er-
                        | lung.                    | erfolgt meistens an den Lötstellen der Wicklungsenden an
                        |                          | den Kollektorlamellen.
                        |                          | Bei Vorhandensein einer Bruchstelle ist das gelöste Ende
                        |                          | vorsichtig zu säubern und anzulöten. Bei einem Bruch
                        |                          | innerhalb der Wicklung muß der Elektromotor ausge-
                        |                          | wechselt werden.
                        |                          |
Der Elektromotor hat    | Es fehlt die Schmierung  | Den Elektromotor auseinandernehmen, die Kugellager
sich stark erhitzt.     | in den Lagern.           | waschen und neu fetten. Nach dem Zusammensetzen über-
                        | Die Lager sind ver-      | prüfen, ob der axiale Spielraum der Welle fehlt und ob
                        | schmutzt.                | diese sich von Hand aus ohne Bürsten leicht drehen läßt.
                        |                          |
                        | Stark an den Kollek-     | Den Bürstendruck regulieren. Da es wegen Fehlen des er-
                        | tor angedrückte Bür-     | forderlichen Meßinstrumentes während des Betriebes
                        | sten.                    | schwierig ist, den notwendigen Bürstendruck festzustellen,
                        |                          | empfiehlt es sich, den Bürstendruck auf folgende Weise
                        |                          | zu ermitteln:
                        |                          | Der Druck der Bürste des eingeschalteten Elektromotors
                        |                          | ist herabzusetzen, indem die Schlitzklappe mit einem
                        |                          | Schraubenzieher abgeschraubt wird, bis über dem ablau-
                        |                          | fenden Rand der Bürste eine starke Funkenbildung ent-
                        |                          | steht, wonach die Kappe wieder 1,5 bis 2 Umdrehungen
                        |                          | einzuschrauben ist.
                        |                          |
Niedriger Widerstand    | Absetzen von Kupfer-     | Den Elektromotor auseinandernehmen, die innere Mantel-
der Isolation an den    | und Kohlestaub auf       | fläche des Gehäuses und die Bürstenhalter mit Wasch-
stromführenden          | den Bürstenhaltern.      | mittel auswaschen.
Teilen gegenüber dem    |                          |
Gehäuse des Elektro-    |                          |
motors.                 |                          |
                        |                          |
Beim Einschalten des    | Die Sicherung 1A im      | Die Sicherung herausnehmen und mit dem Ohmmeter
Schlüsselgerätes ar-    | Stromkreis der Elek-     | prüfen. Sie, falls erforderlich, durch eine neue ersetzen.
beitet zwar der Elek-   | tromagneten ist durch-   |
tromotor, aber es wer-  | gebrannt.                |
den keine Zeichen ge-   |                          |
schrieben.              |                          |
                        | Der Kupplungskon-        | Durch wiederholtes Umstellen des Betriebsartenumschal-
                        | takt KK (Abb. 40),     | ters von K auf D oder C überzeugt man sich von
                        | der vom Betriebs-        | der richtigen Arbeit des Kontaktes. Iii allen Fällen muß
                        | artenumschalter ge-      | eine Verbindung der mittleren mit der oberen oder un-
                        | steuert wird und sich    | teren Feder hergestellt werden.
                        | in der Grundplatte       |
                        | des Chiffrators befin-   |
                        | det, gibt keine Ver-     |
                        | bindung.                 |
                        |                          |
                        | Verschmutzung des        | Den Kontakt mit einem Stück Stoff, das mit Spiritus ge-
                        | Kontaktes KK.          | tränkt ist, säubern. Den Durchgang mit Hilfe eines Ohm-
                        |                          | in allen Stellungen des Betriebsartenumschalters
                        |                          | prüfen.
                        |                          |
                        | Die Zuleitungen zum      | Durchgang nach dem Stromlaufplan mit dem Ohmmeter
                        | Kontakt K sind         | prüfen.
                        | beschädigt.              |
                        |                          |
                        | Verschmutzung des        | Kontakte säubern. Lötstellen prüfen.
                        | Impulskontaktes          |
                        | IK                     |
                        |                          |
Während eines jeden     | Einer der Kontakte       | Bodenplatte abnehmen und die Stellung der Kontakte
Zyklus arbeiten gleich- | der Tastatur ist         | der Tastatur prüfen.
zeitig 2 Typenhebel.    | dauernd geschlossen.     |
                        |                          |
                        | Anker und Stange         | Am wahrscheinlichsten ist, da13 sich die Stange des Elek-
                        | eines Elektromagneten    | tromagneten in der Buchse festgelaufen hat. Es ist not-
                        | des Druckwerkes          | wendig, den Elektromagneten abzunehmen, das Festlau-
                        | kehren nicht in          | fen zu beseitigen, neu abschmieren und einbauen.
                        | die Ausgangsstellung     |
                        | zurück.                  |
                        |                          |
Während eines zyk-      | Schluß zwischen Kon-     | Den Schluß auf Grund des Stromlaufplanes mit Hilfe des
lus (nicht in jedem)    | takten der Ubergangs-    | Ohmmeters oder der Neonlampe eingrenzen. Die Hand-
sprechen 2 Typenhebel   | kontaktleisten oder      | lampe für die Beleuchtung darf bei der Eingrenzung des
an.                     | zwischen Drähten.        | Schlusses nicht angewandt werden, da die Isolation an
                        |                          | benachbarten Kontakten durchbrennen kann.
                        |                          |
                        |                          | Beispiel:
                        |                          | Schluß bei der Stellung des Betriebsartenumschalters auf
                        |                          | K.
                        |                          |
                        |                          | Nehmen wir an, daß bei Drücken auf die Taste D 2
                        |                          | Typenhebel ansprechen -D und E. Aus dem Strom-
                        |                          | laufplan des Schlüsselgerätes geht hervor, da13 der Schluß
                        |                          | zwischen den Kontakten 4 und 5 eines der Übergangs-
                        |                          | kontaktleisten ÜKL 4, ÜKL 3, ÜKL 1, ÜKL 2 oder in der
                        |                          | Verdrahtung, die diese Übergangskontaktleisten verbin-
                        |                          | det, liegt. Die Übergangskontaktleisten sind parallel ge-
                        |                          | schaltet. Zur Fehlersuche ist es notwendig, sie voneinan-
                        |                          | der zu trennen. Im gegebenen Falle ist es zweckmäßig,
                        |                          | den Chiffrator abnehmen, den Betriebsartenumschalter
                        |                          | auf K stellen und vergewissern, ob der Schluß weg ist,
                        |                          | indem man das Ohmmeter an die Kontakte 4 und 5 der
                        |                          | Übergangskontaktleiste ÜKL 3 anklemmt.
                        |                          | Indem das Ohmmeter an die inneren Kontaktfedern der
                        |                          | Kontakte D und E angeklemmt wird, feststellen, ob
                        |                          | Schluß in der Tastatur ist. Ist dort kein Schluß, so ist das
                        |                          | Ohmmeter an die Kontakte 4 und 5 der Leiste ÜKL 1 an-
                        |                          | zuschließen, die sich in der Grundplatte befindet.
                        |                          | Zeigt das Ohmmeter zwischen den Kontakten 4 und 5 der
                        |                          | Übergangskontaktleiste Widerstand an, so muß man sich
                        |                          | vergewissern, ob sich die Federn der Kontakte 4 und 5,
                        |                          | an die die Drähte gelötet sind, berühren. Desgleichen ist
                        |                          | die Isolation der Drähte zu prüfen. Sind keine sichtbaren
                        |                          | Beschädigungen in der Übergangskontaktleiste ÜKL 1, so
                        |                          | muß das Druckwerk abgenommen und dessen Verdrah-
                        |                          | tung geprüft werden.
                        |                          |
                        |                          | Beispiel:
                        |                          | Auffinden eines Kurzschlusses, wenn der Betriebsarten
                        |                          | umschalter auf Coder D steht.
                        |                          |
                        |                          | Es wird angenommen, daß das Schlüsselgerät in der Stel-
                        |                          | lung K des Betriebsartenumschalters normal arbeitet
                        |                          | und im gegebenen Fall eine Störung im Chiffrator vor-
                        |                          | liegt. Es wird empfohlen, die Eingrenzung in unten auf-
                        |                          | geführter Reihenfolge durchzuführen:
                        |                          |
                        |                          | Den Deckel der Kontaktleisten KL öffnen und sorgfäl-
                        |                          | tig die Leisten KL 7, KL 8 und die 2 Leisten KL 2 und 4.
                        |                          | überprüfen, ob die Isolation zwischen benachbarten Kon-
                        |                          | takten verbrannt ist. Bei Feststellen einer Brandstelle
                        |                          | muß die verkohlte Schicht zwischen den Kontakten ent-
                        |                          | fernt werden. Ein Loch 01,2 mm bis 2,5 mm tief zwi-
                        |                          | schen den Kontakten bohren, in die Bohrung Schellack
                        |                          | oder Bakelitlack einführen und ein Ebonitröllchen (Er-
                        |                          | satzteilnummer 8.589.039), das in den Ersatzteilen vor-.
                        |                          | handen ist, einpressen. Nach dem Trocknen die Stelle mit
                        |                          | Schmirgelleinwand abreiben und mit der Kontaktober-
                        |                          | fläche abschließen lassen. Ist keine Brandstelle vorhan-
                        |                          | den, so muß die Verdrahtung des Chiffrators geprüft
                        |                          | werden. Dabei nimmt man ihn von dem Schlüsselgerät ab.
                        |                          |
                        |                          | Die Verdrahtung wird wie folgt geprüft:
                        |                          |
                        |                          | Den Deckel der Kontaktleisten KL öffnen und den Be-
                        |                          | triebsartenumschalter auf C stellen. Eine Klemme des
                        |                          | Ohmmeters wird an den Kontakt 1 (Leitung 28) der Uber-
                        |                          | gangskontaktleiste ÜKL 3, der zweite Anschluß an den
                        |                          | Kontakt 5 (Leitung 82) der Leiste KL 8 in Übereinstim-
                        |                          | mung mit dem Stromlaufplan angeklemmt. Bei allen an-
                        |                          | deren Kontakten der Leisten KL 7 und KL 8 darf kein
                        |                          | Durchgang sein.
                        |                          |
                        |                          | Wenn z. B. der zweite Anschluß des Ohmmeters, außer am
                        |                          | Kontakt 5 der Leiste 8, Durchgang am Kontakt 20 (Lei-
                        |                          | tung 57) der Leiste 7 anzeigt, so ist es ein Beweis dafür,
                        |                          | daß zwischen Verbindungen der zweiten und dritten Kon-
                        |                          | takte der I. und 11. Reihe der Leiste KL 6 des Betriebs-
                        |                          | artenumschalters ein Schluß liegt. Nach Durchprüfen der
                        |                          | Stromkreise, die an den Kontakt 1(Leitung 28) der Leiste
                        |                          | UKL 3 angeschlossen sind, müssen alle Kontakte ein-
                        |                          | schließlich des 27. dieser Leiste geprüft werden. Solch eine
                        |                          | Prüfung erfaßt alle Stromkreise des Chiffrators mit Aus-
                        |                          | nahme der Stromkreise der beweglichen Kontaktleisten
                        |                          | KL. Für das Prüfen der Leisten KL, ob ein Schluß
                        |                          | zwischen den Kontakten oder Drähten vorhanden ist, wird
                        |                          | das Ohmmeter verwandt. Dabei muß jeder Kontakt der 1.
                        |                          | oder 2. Reihe (Zählrichtung gleichgültig) nur einmal mit
                        |                          | einem Kontakt der 3. oder 4. Reihe Verbindung haben.
                        |                          |
Bei Betätigen einer     | Unterbrechung des        | Beispiel für das Aufsuchen einer Unterbrechung des
Taste läuft die Haupt-  | Stromkreises des Elek-   | Stromkreises, wenn der Betriebsartenumschalter auf Kc
welle des Schlüssel-    | tromagneten des          | steht.
gerätes an, aber der    | Druckwerkes.             |
Abdruck fehlt.          |                          | Nehmen wir an, daß beim Drücken der Taste A dieses
                        |                          | nicht abgedruckt wird. Ea ist notwendig, den Netzstecker
                        |                          | zu ziehen, den Netzschalter des Schlüsselgerätes in Stel-
                        |                          | lung EIN zu bringen, den Stromartenschalter auf = zu
                        |                          | schalten. Den Stecker St 6 aus der Federleiste Hü 5 der
                        |                          | Grundplatte herausziehen. Die Taste A drücken. Von
                        |                          | Hand aus den Elektromotor bis zum Schließen des Impuls-
                        |                          | drehen. Mit dem Ohmmeter bestimmen, welcher
                        |                          | Stift des Steckers mit dem Impulskontakt verbunden ist.
                        |                          | Der 2. Stift muß mit der gemeinsamen Leitung 28 Ver-
                        |                          | bindung haben, die gleichzeitig die gemeinsame Leitung
                        |                          | für die Wicklungen des Elektromagneten des Druckwerkes
                        |                          | ist. Wenn der Stromkreis des Elektromagneten nicht un-
                        |                          | terbrochen ist, so zeigt das Ohmmeter den Widerstand
                        |                          | der Wicklung des Elektromagneten an, der 450 Ohm be-
                        |                          | trägt. Wenn das Ohmmeter eine Unterbrechung des
                        |                          | Stromkreises anzeigt, ist es notwendig, das Ohmmeter an
                        |                          | den Stift des Schukosteckers zu klemmen, der an dem
                        |                          | Impulskontakt angeschlossen ist und Schritt für Schritt
                        |                          | den Stromkreis des Elektromagneten A zu prüfen.
                        |                          |
Bei Einschalten des     | Es ist kein Kontakt      | Das Schlüsselgerät kippen und die Bodenplatte abnehmen.
Schlüsselgerätes        | zwischen der Schelle     | Die Schraube die in der Schelle sitzt, um 3-4 Gänge
brennt die Sicherung    | und der Wicklung des     | herausdrehen, die Schelle verschieben, die Kontaktstelle
2 A durch.              | Widerstandes 32 (Abb.    | zwischen Widerstandswicklung und Schelle säubern. Die
                        | 49), der in Serie mit    | Schelle an ihren Platz rücken, festschrauben. Vor dem
                        | der Erregerwicklung      | Einschalten des Schlüsselgerätes die Sicherung 2 A aus-
                        | des Elektromotors        | wechseln und den Durchgang des Teiles des Widerstandes
                        | liegt, vorhanden.        | prüfen, der im Stromkreis der Erregerwicklung liegt.
                        |                          |
Der Isolationswider-    | Beschädigung der Iso-    | Die Stelle des Gehäuseschlusses ist ohne Auftrennung der
stand ist gleich 0 oder | lation und Gehäuse-      | elektrischen Verbindung zwischen den Baugruppen nicht
in der Größenordnung    | schluß.                  | zu bestimmen.
bis zu Kiloohm und      |                          | Es wird bei der Fehlereingrenzung empfohlen, folgender-
Gehäuseschluß.          |                          | maßen vorzugehen :
                        |                          | Nachsehen, ob keine offensichtliche Beschädigung der
                        |                          | Isolation und damit ein Gehäuseschluß vorliegt. Die
                        |                          | Federleiste St 6 des Antriebes aus der Steckerleiste Hü 5
                        |                          | der Grundplatte herausnehmen und den Isolationswider-
                        |                          | stand der stromführenden Teile des Motors in Bezug auf
                        |                          | das Gehäuse prüfen. Der Elektromotor kann Ursache für
                        |                          | ein starkes Sinken des Isolationswiderstandes sein, wenn
                        |                          | sich das. Gemisch von Kohle- und Kupferstaub auf die
                        |                          | Isolationshülsen des Elektromotors absetzt.
                        |                          | Wenn der Elektromotor nicht die Ursache für das Sinken
                        |                          | des Isolationswiderstandes ist, ist es notwendig, den Chiff-
                        |                          | rator vom Schlüsselgerät abzunehmen und einzeln den
                        |                          | Isolationswiderstand am Chiffrator, an der Tastatur, an
                        |                          | der Leiste ÜKL 1, mit angeschlossener Leiste UKL 2 des
                        |                          | Druckwerkes zu prüfen.
                        |                          |
Der Netzstecker wird    | Gehäuseschluß im         | Filter herausnehmen, den Gehäuseschluß im Filter be-
in die Dose gesteckt.   | Filter.                  | seitigen. Mit dem Ohmmeter den Isolationswiderstand
Die Netzsicherung       |                          | prüfen.
brennt durch.           |                          |
                        |                          |
Bei Betätigen einer     | Die Auslösevorrich-      | Die Einstellung der Bauteile der Auslösevorrichtung der
Taste läuft die Haupt-  | tung ist gestört.        | Hauptwelle überprüfen und unter Berücksichtigung des
welle nicht an.         |                          | entsprechenden Abschnittes neu einstellen.
Die Hauptwelle läuft    |                          |
durch.                  |                          |
                        |                          |
Bei Eingabe von Hand    | Die Einstellung der      | Die Einstellung der Sperrvorrichtung während des Wa-
werden die Tasten-      | Sperrvorrichtung der     | genrücklaufs prüfen und nach dem entsprechenden Ab-
hebe1 nach Wagen-       | Tastatur ist fehlerhaft. | schnitt einstellen.
rücklauf nicht in der   |                          |
unteren Stellung fest-  |                          |
gehalten.               |                          |
                        |                          |
Schwacher Abdruck       | Die Spannung der         | Die Druckerfeder muß eine Kraft aufweisen, durch die
der Zeichen auf dem     | Druckerfeder ist zu ge-  | die Rolle des Druckerhebels dem Profil des Nockens folgt,
Blatt.                  | ring. Der Abwurf-        | ohne sich von ihm zu entfernen.
                        | bügel ist nicht richtig  | Praktisch entfernt sich die Rolle des Druckerhebels beim
                        | eingestellt.             | Übergang auf den kleineren Radius des Nockens. Das Ab-
                        |                          | laufen der Rolle auf dem Druckexzenter kann geprüft
                        |                          | werden,- indem man die Exzenteroberfläche mit einer
                        |                          | dünnen Fettschicht (0,5-1 mm) bestreicht und die Haupt-
                        |                          | welle für einen Arbeitszyklus anlaufen läßt. An Hand der
                        |                          | Spur, die die Rolle auf der Fettschicht hinterläßt, kann
                        |                          | man beurteilen, wie sie auf dem Nocken abläuft. Die
                        |                          | Spannung der Druckerfeder, bei der die Rolle in einem
                        |                          | maximalen Winkel abläuft, ist als optimal anzusehen. Ein
                        |                          | weiteres Spannen der Druckerfeder erhöht die Geschwin-
                        |                          | digkeit der Bewegung der Typenhebel nicht und schadet
                        |                          | den Bauteilen des Schlüsselgerätes. Die Druckerfeder-
                        |                          | Spannung muß in Stoppstellung der Hauptwelle des
                        |                          | Schlüsselgerätes in der Größenordnung von 6 kp liegen.
                        |                          | Die Einregulierung der Stärke der auf das Blatt gedruck-
                        |                          | ten Zeichen muß bei richtig gewählter Federspannung
                        |                          | dadurch erfolgen, daß die Stellung des Abwurfbügels ent-
                        |                          | sprechend dem Abschnitt Einstellung der Anschlagstärke
                        |                          | der Typenhebel verändert wird.
                        |                          |
Die Schrittgruppen      | Die Elektromagnete       | Es ist eine Überprüfung gemäß Abschnitt Einstellung der
werden falsch in den    | im Druckwerk sind        | Ausgangsstellung der Freigabehebel vorzunehmen.
Lochstreifen gestanzt.  | falsch eingestellt.      |
                        |                          |
                        | Die Einstellung des      | Überprüfen nach Abschnitt Einstellung der Kombinator-
                        | Hebels zum Steuern       | schienen.
                        | der Schienen des Kom-    |
                        | ist fehlerhaft.          |
                        |                          |
Bei der Arbeit mit      | Der Elektromagnet am     | Störung in der elektrischen Schaltung mit Hilfe des Ohm-
Klartext und beim       | Locher spricht nicht     | meters und des Stromlaufplanes suchen.
Drücken auf die Taste   | an.                      |
Wagenrücklauf feh-    |                          |
len auf dem Lochstrei-  |                          |
fen die Schrittgruppen  |                          |
Wagenrücklauf und     |                          |
Zeilenvorschub.       |                          |
                        |                          |
                        |                          |
Im Locher fehlt der     | Die Stellung des He-     | Nach Abschnitt Einstellung des Streifentransportes ein-
Streifentransport.      | bels zur Steuerung des   | stellen.
                        | Streifentransport-       |
                        | nebels ist nicht richtig |
                        | eingestellt.             |
                        |                          |
Falscher Abstand zwi-   | Die Streifentransport-   | Die Stellung der Streifentransporttrommel nach Abschnitt
schen den Kombina-      | trommel ist nicht        | Einstellung des Schrittgruppenabstandes verändern.
tionen auf dem          | richtig eingestellt.     |
Streifen.               |                          |
                        |                          |
Die Farbbandgabel       | Die Farbbandgabel ist    | Die Farbbandgabel ist mit einer in Spiritus getauchten
bleibt in der oberen    | verschmutzt.             | Bürste zu säubern und anschließend zu ölen.
Stellung.               |                          |
                        |                          |
Bei Arbeit mit Klar-    | Einer oder mehrere       | Prüfen, ob Abfühlhebel verklemmt sind und den Fehler
text (automatisch)      | Abfühlhebel des          | beseitigen.
entsprechen die auf     | Transmitters arbeiten    |
dem Blatt gedruckten    | nicht.                   |
Zeichen nicht den       |                          |
Schrittgruppen auf dem  |                          |
Streifen, die durch die |                          |
Abfühlhebel des         |                          |
Transmitters abgeta-    |                          |
stet werden.            |                          |
                        |                          |
Bei automatischer Ar-   | Bruch der Feder am       | In die Streifenführung des Transmitters einen Streifen
beit läuft die Haupt-   | Schlagbügel, der auf     | einlegen, auf den Knopf EIN drücken und durch Drehen
welle nicht an.         | den Hebel einwirkt,      | des Elektromotors mit der Hand, feststellen, ob der Hebel
                        | der in die Aussparun-    | in die Aussparungen der Schienen des Dekombinators ein-
                        | gen der Dekombina-       | gefallen ist. (Vorher die Streifenführung abnehmen).
                        | torschienen einfällt.    | Läuft die Hauptwelle des Schlüsselgerätes nicht an, ist die
                        |                          | vordere Schutzplatte des Transmitters abzunehmen und
                        |                          | zu überprüfen, in welchem Zustand sich die Feder des
                        |                          | Stoßbügels befindet.
                        |                          | Wenn der Hebel nicht in die Aussparungen der Schienen
                        |                          | des Dekombinators einfällt ist zu prüfen, ob er verklemmt
                        |                          | ist. Überprüfen, ob die Schienen des Dekombinators in die
                        |                          | Ausgangsstellung gehen, die im entsprechenden Abschnitt
                        |                          | der Beschreibung Einstellung des Aufzuges der Dekom-
                        |                          | binatorschienen angeführt ist.
                        |                          |
Der Transmitter des     | Fehlerhafte Einstel-     | Die Einstellung auf Grund des entsprechenden Abschnit-
Dekombinators stoppt    | lung der Sperrvor-       | tes Einstellung des Transmitters beim Wagenrücklauf
nicht während des       | richtung.                | überprüfen.
Wagenrücklauf es oder   |                          |
stoppt zu früh.         |                          |
Nach Wagenrücklauf      |                          |
läuft die Hauptwelle    |                          |
nicht an.               |                          |
                        |                          |
Beim Chiffrieren        | Die Feder (12), Abb.     | Die Feder auswechseln und die Einstellung der Zugstange
die Teilung des Ge-     | 18, ist gerissen.        | (7) überprüfen (Abb. 52).
heimtextes in Fünfer-   |                          |
gruppen.                |                          |
                        |                          |
Beim Chiffrieren hält   | Im Chiffrator wird       | Die Einstellung des Gummikissens vornehmen.
die Hauptwelle nach     | der Schlüssellochstrei-  |
dem zweiten Arbeits-    | fen nicht transportiert. |
zyklus an.              |                          |
                        |                          |

VII. Fehler und ihre möglichen Ursachen

1. D e f e k t e , d i e  i m  Z u s a m m e n h a n g  m i t  d e m
   T r a n s m i t t e r  u n d  d e m  D e k o m b i n a t o r  a u f -
   t r e t e n

1.1. Ein Zeichen am Ende der Zeile fällt aus

a) Die Zugstange (Abb. 49/10) hat sich verstellt.


1.2. Die Kombinationen werden verstümmelt

a) Die Abfühlstifte klemmen.
b) Die Feder (Abb.19/51) ist gebrochen oder ausgehangen.
c) Die Schienen des Kombinators klemmen oder die Feder
   an den Schienen ist ausgehangen oder gebrochen.
d) Der Aufzughebel (Abb. 19/41) hat sich verstellt.
e) Der Schrittgruppenabstand des Transmitters hat sich verändert.


1.3. Bei Klartext werden keine Zeichen abgedruckt

a) Die Feder (Abb. 19/53) ist ausgehangen oder gebrochen.


1.4. Der Transmitter wird bei Wagenrücklauf nicht abgeschaltet

a) Die Zugstange (Abb. 19/34) hat sich verstellt.
b) Die Zugstange (Abb. 19/26) ist ausgehangen.


2. E s  l i e g t  k e i n e  S p a n n u n g  a n

a) Es liegt ein Drahtbruch im Anschlußkabel vor.
b) Der Netzschalter gibt keinen Kontakt.
c) Ein Kondensator im Filter ist defekt.
d) Die Sicherung 2 A ist durchgebrannt.


3. D e r  E l e k t r o m o t o r  a r b e i t e t  n i c h t

a) Es liegt keine Spannung an.
b) Zwischen Kohlebürste und Kollektor ist schlechter
   Kontakt.
c) Der Kollektor ist stark verschmutzt.
d) Die Kohlebürsten sind verklemmt.
e) Der Fliehkraftregler ist geöffnet.
f) Es liegt eine Unterbrechung im Stromkreis der Erreger-
   wicklung vor.
g) Es liegt eine Unterbrechung im Stromkreis der Anker-
   wicklung vor.


4. D e f e k t e , d i e  m i t  d e m  N i c h t a b d r u c k e n  v o n
   Z e i c h e n  z u s a m m e n h ä n g e n

4.1. Der Zeichenabdruck fehlt bei K D und C vollständig

a) Die Sicherung 1 A ist durchgebrannt.
b) Der Impulskontakt (IK) ist verschmutzt oder ständig ge-
   öffnet.
c) Der Kupplungskontakt (KK) ist geöffnet oder verschmutzt.
d) Der Kontakt am Betriebsartenumschalter ist geöffnet oder ver-
   schmutzt.
e) Es liegt, ein Drahtbruch des gemeinsamen Leiters im
   Chiffrator, in der Tastatur, im Druckwerk oder in den
   Übergangskontaktleisten vor.


4.2. Der Abdruck von Zeichen fehlt bei D und C vollständig

a) Die Kupplung am Chiffrator ist nicht richtig eingerastet -
   der Kupplungskontakt (KK) ist geöffnet.


4.3. Der Abdruck eines oder mehrerer Zeichen fehlt bei K, D
     und C

a) Der Kontakt in der Übergangskontaktleiste (ÜKL) von
   der Tastatur zum Chiffrator und vom Chiffrator zum
   Druckwerk fehlt.
b) Das Kunststoffmesser (Abb. 4/16) am Tastenhebel ist ab-
   gebrochen.
c) Der Tastaturkontakt schließt nicht.
d) Der Kontakt im Betriebsartenumschalter fehlt.
e) Der Kontakt in der Übergangskontaktleiste der Grund-
   platte fehlt.
f) Der Elektromagnet ist durchgebrannt oder erhält keinen
   Strom.
g) Die Stange des Elektromagneten ist verbogen oder fest-
   gelaufen.
h) Der Elektromagnet hat sich verstellt.
i) Der Typenhebel hat sich verklemmt.
j) Der Stoßhebel wird nicht freigegeben.
k) Die Feder des Stoß- oder Freigabehebels ist gebrochen
   oder ausgehangen.


4.4. Der Abdruck eines oder mehrerer Zeichen fehlt bei D
     und C

a) Es liegt ein Drahtbruch im feststehenden Teil des Be-
   triebsartenumschalters vor.
b) Die Kontaktleisten sind verschmutzt.


4.5. Der Abdruck eines Zeichens fehlt nur in einer der 3 Betriebs-
     arten

a) Der Flächenkontakt im feststehenden Teil des Betriebs-
   artenumschalters ist oxydiert.
b) Es liegt eine Unterbrechung der Verbindung im Betriebs-
   artenumschalter vor.


4.6. Zwei Typenhebel schlagen gleichzeitig an

a) Der Elektromagnet klebt.
b) Der Freigabehebel klemmt.
c) Ein Kontakt der Tastatur ist ständig geschlossen.


4.7. Einzelfälle, in denen der Zeichenabdruck fehlt

a) Der Typenhebel hat zuviel seitliches Spiel.
b) Die Tastatur ist nicht gut eingestellt, der Bügel (Abb.
   4/17) nimmt die Gleitstücke schlecht mit.
c) Der Elektromagnet klemmt.
d) Schlechter Kontakt in der Tastatur.
e) Schlechter Kontakt in der Übergangskontaktleiste.
f) Schlechter Kontakt beim Kupplungskontakt (KK) oder
   am Kontakt des Betriebsartenumschalters.


5. D e f e k t e , d i e  m i t  d e r  T a s t a t u r  z u s a m m e n -
   h ä n g e n

5.1. Die Hauptwelle wird dauernd ausgelöst

a) Die Feder (Abb. 2/38) des Auslösehebels ist gebrochen
   oder ausgehangen.
b) Die Zugstange (Abb. 2/80) hat sich verstellt.
c) Der kleine Auslösehebel (Abb. 2/39) klemmt.
d) Der Bügel (Abb. 2/49) ist verbogen.
e) Der Zahn des dreiarmigen Auslösehebels (Abb. 2/43) ist
   abgenutzt.


5.2. Die Tastatur wird während des Wagenrücklaufs nicht blockiert

a) Der Dreizackhebel (Übertragungshebel) hat sich auf der
   Achse verdreht.
b) Die Feder der Sperrschiene ist gebrochen oder aus-
   gehangen.
c) Die Sperrschiene klemmt.
d) Die Feder am Hebel (Abb. 21101) ist gebrochen oder aus-
   gehangen.


5.3. Es ist nicht möglich, eine Taste zu drücken

a) Der linke dreiarmige Hebel des Tastaturaufzuges hat sich
   verstellt (der U-Bügel steht schief).
b) Die Stifte auf den dreiarmigen Hebeln Sind abgenutzt
   (der U-Bügel steht schief).
c) Die Spannstange zwischen den beiden dreiarmigen He-
   beln ist zu lang bzw. zu kurz.
d) Der dreiarmige Hebel (Abb. 2/93), der bei Ende des
   Schlüssellochstreifens anspricht, hat sich verstellt.
e) Die Feder an der 1. Sperrschiene der Tastatur ist aus-
   gehangen oder gebrochen.
f) Die Sperrvorrichtung gegen ein gleichzeitiges Drücken
   von zwei oder mehreren Tasten ist nicht richtig ein-
   gestellt.


5.4. Die Kupplung an der Hauptwelle rastet nicht ein

a) Die Auslösevorrichtung ist verstellt.
b) Die große Feder (Abb. 2/57) am dreiarmigen Auslösehebel
   in der Tastatur ist gebrochen oder zu schlaff.


6. D e f e k t e , d i e  m i t  d e m  A n t r i e b  v e r b u n d e n  s i n d

a) Die L-förmige Spannstange (Abb. 16/12) hat sich verstellt.
b) Die Stellschrauben des Dreizackhebels (Übertragungs-
   hebel) haben sich verstellt.
c) Die Zahnkupplung für Wagenrücklauf schleift.
d) Die Steuerstange der Wagenrücklauf -Kupplung hat sich
   verstellt.
e) Die Schraube am Hebel mit dem Kunststoffklotz hat sich
   verstellt.
f) Die Friktionskupplung arbeitet nicht richtig.


6.1. Nicht einwandfreies Arbeiten der Hauptwelle

a) Die Feder des Feststellhebels ist gebrochen oder ausge-
   hangen.
b) Die Zahnkupplung pfeift.
c) Die Zahnkupplung ist defekt.


7. D e f e k t e  i m  D r u c k w e r k

7.1. Undeutlicher Abdruck des Zeichen

a) Das Farbband ist abgenutzt.
b) Die Typen sind verschmutzt.
c) Die Farbbandumkehrung ist defekt.
d) Der Typenhebel ist verbogen.
e) Der Typenhebel hat im Führungskamm zu viel Spiel.
f) Der Abwurfbügel ist nicht richtig eingestellt.
g) Die Type hat sich auf dem Typenhebel gelockert oder
   verschoben.
h) Die Druckerfeder ist zu schlaff (die Rolle drückt nicht fest
   genug auf den Nocken).


7.2. Bei BL werden die Zeichen nicht richtig gestanzt

a) Die Elektromagneten im Druckwerk haben sich verstellt.
b) Eine der Federn an den Kombinatorschienen ist herunterge-
   sprungen oder gebrochen.
c) Eine Schiene des Kombinators schleift oder die Auflagestücke
   des Lochers klemmen.


7.3. Die Farbbandumschaltung funktioniert nicht

a) Die Fähnchen, die auf die Farbbandrolle drücken, haben
   sich verstellt.
b) Das Kegelrad vom Farbbandantrieb hat sich gelockert
   und verstellt.

8. D e f e k t e , d i e  m i t  d e m  L o c h e n  z u s a m m e n -
   h ä n g e n

8.1. Der Schrittgruppenabstand beträgt nicht 2,54 mm

a) Die Streifentransporttrommel hat sich verstellt.
b) Die Feder des Rasthebels am Streifentransportrad ist
   gebrochen oder ausgehangen.
c) Der Streifenvorschub ist nicht richtig eingestellt.
d) Der Streifen stößt an die Führung an.
e) Die Streifentransporttrommel schleift. Die Achse hat sich
   seitlich verschoben.
f) Der Papierandruckhebel drückt zu stark oder zu schwach
   auf die Transporttrommel.
g) Die Stellschrauben, die den Streifenvorschub bei Wagen-
   rücklauf, Zeilenvorschub und Zwischenraum steuern,
   haben sich verstellt.
h) Der Exzenter des Bügels (Abb. 21/27) hat sich verstellt.
i) Der Hebel (Abb. 21/26) hat sich verstellt (Wagenrücklauf
   und Zeilenvorschub werden beim Drücken der Wagenrücklauftaste
   nicht richtig gestanzt).
j) Die Lochstreifenvorratsrolle ist falsch eingelegt.
k) Es ist dünneres bzw. dickeres Lochstreifenpapier eingelegt
   worden.


8.2. Die Löcher werden schlecht in den Streifen gestanzt

a) Der Bügel, der die Stanzstifte zurückführt, hat sich verstellt.
b) Der Papierabfallkasten ist voll.
c) Der Streifen schleift in der Papierführung.
d) Die Stanzstempel sind stumpf.
e) Die Stanzstempel klemmen in der Führung.


8.3. Keine richtige Gruppenteilung im hergestellten Geheimtextstreifen

a) Die Stoppstellung des Rastrades (Abb. 21/6) ist nicht
   richtig eingestellt.
b) Der Hebel Teilung steht in einer Zwischenstellung.
c) Die Bügel mit den Auflagestücken für die Steuerkombi-
   nationen haben sich verstellt.
d) Die Schaltklinke (Abb. 21/48) des Zeichenzählwerkes hat
   sich verstellt.
e) Die Rastklinke (Abb. 21/3) für den Antrieb des Zähl-
   werkes ist abgenutzt.
f) Der Streifenvorschub ist nicht richtig eingestellt.


9. D e f e k t e , d i e  m i t  d e m  W a g e n  v e r b u n d e n  s i n d


9.1. Die Zeichen werden übereinander geschrieben

a) Die Wagenfortschaltung ist nicht richtig eingestellt.
b) Die Spiralfeder (Abb. 16/7) ist nicht straff genug auf-
   gezogen oder gebrochen.
c) Das Zahnrad des Rollenkäfigs hat sich verbogen oder ist
   verschmutzt.
d) Die Rastklinken (Abb. 16/39, 40) schleifen oder sind verschmutzt.
e) Die Zahnräder (Abb. 16/9, 10, 11) sind festgelaufen.


9.2. Der Wagen geht nicht auf das erste Zeichen zurück

a) Die Feder der Rastklinke (Abb. 16/39, 40) ist schlaff
   geworden.
b) Der erste Zahn der Zahnstange (Abb. 16/41) ist abgenutzt.
c) Die Blockierung der Wagenfortschaltung während des
   Wagenrücklaufes hat sich verstellt (Bügel Abb. 25/20, 22).


9.3. Der Wagentransport wird nicht eingeschaltet

a) Die Hebel für die Wagenfortschaltung in der Grundplatte
   haben sich verstellt.
b) Die Zugstange für die Wagenfortschaltung in der Grund-
   platte ist verklemmt.


9.4. Falsche Gruppenteilung des Textes

a) Die Zahnstange für die Gruppenteilung am Wagen hat
   sich verstellt oder ist verbogen.
b) Die Feder des Wagenauslösebügels ist heruntergesprungen.
c) Die Spannstange (Abb. 52/7) oder der Hebel (Abb. 52/2)
   für die Einstellung der Gruppenteilung sind verstellt bzw.
   verbogen.

9.5. Kein richtiger Zeilentransport

a) Die Gummiwalze schleift.
b) Die Papierandruckwalzen schleifen.
c) Der Sektor (Abb. 16/27) für den Zeilentransport hat sich
   verstellt.


10. D e f e k t e , d i e  m i t  d e m  C h i f f r a t o r  v e r b u n d e n
    s i n d

10.1. Das Schlüsselgerät wird bei C blockiert

a) Der Exzenter am Gummikissen hat sich verstellt.
b) Der Hebel (33/14) schleift.
c) Der schwarze Bolzen (Abb. 34/27) ist verklemmt.
d) Die Feder am Abfühlhebel, der das Steuerloch beim
   Schlüssellochstreifen abfühlt, ist heruntergesprungen.
e) Die Feder am Hebel (Abb. 33/39) ist zu straff.
f) Das Gummikissen ist abgenutzt oder durch Öl zersetzt.


10.2. Der Schlüssellochstreifen wird im Transportloch eingerissen

a) Konfetti ist unter den Deckel gekommen.
b) Der Stanzstempel ist stumpf.
c) Die gerändelte Rolle am Chiffratordeckel schleift.
d) Die Exzenter der Streifenführung haben sich verstellt
   oder gelockert.


10.3. Das Schlüsselgerät blockiert bei C und D

a) Der Aufzug der Sperrvorrichtung des Chiffrators hat sich
   verstellt.
b) Der dreiarmige Hebel, der die 2. Sperrschiene steuert,
   hat sich verstellt.
c) Die 2 Stützschrauben unter der Tastatur sind zu stark an-
   gezogen.
VIII. Vorschrift für das Ausfüllen
von Reparaturscheinen

1. Allgemeines

Ein Reparaturschein wird nach der Beendigung einer Reparatur bzw.
nach Wartung lt. Wartungsanweisung für das Schlüsselgerät CM-2
mit Schreibmaschine, Kugelschreiber oder Tinte (in Blockschrift) aus-
gefüllt. Die Eintragung in den Reparaturschein nimmt der Mechaniker
vor, der die Reparatur durchgeführt hat. Ein Reparaturschein wird
nicht ausgefüllt für Arbeiten, die unter Punkt 1.2., 1.3., 1.4., 2.1., 2.2.
in der Wartungsanweisung angeführt sind.

Der Mechaniker, der die Reparatur ausführt, ist verantwortlich dafür,
daß der ausgefüllte Reparaturschein an den Leiter des Reparatur-
dienstes des MfS geschickt wird.

Verschriebene oder ungültig gemachte Reparaturscheine werden
durchgestrichen und wie die gültigen Reparaturscheine an den Leiter
des Reparaturdienstes des MfS geschickt.


2. Der Aufbau des Reparaturscheines

2.1. Gerätenummer:            Die Nummer des Gerätes, an dem
(Maschinen-Nr.)               die Reparatur durchgeführt wurde

2.2. Dienststelle:            Die Nummer der Dienststelle, der
                              das zu reparierende Schlüsselge-
                              rät gehört

2.3. Mechaniker :             Die Nummer des Mechanikers, der
                              die Reparatur durchgeführt hat

2.4. Benötigte Stunden:       Die Anzahl der Stunden, die zur
                              vollständigen Reparatur ein-
                              schließlich Fehlersuche benötigt
                              wurden

2.5. Datum:                   Der Tag, an dem die Reparatur
                              durchgeführt beziehungsweise begonnen
                              wurde

2.6. Zählerstand:             Es wird der Zählerstand eingetragen,
                              der zum Zeitpunkt der Reparatur
                              angezeigt wird

2.7. Maschinentyp:            Es wird eine dreistellige gerätegebundene
                              Nummer angegeben.
                              Diese Nummer wird vom Repara-
                              turdienst des MfS festgelegt

2.8. Fehler:

2.8.1. Baugruppe:             Baugruppe, in der die Fehlerursache
                              festgestellt wurde

2.8.2. Fehlernummer:          Diese fünf stellige Nummer wird
                              aus den beiden Tabellen zusam-
                              mengestellt
                              a) Benummerung der Teile
                              b) Benummerung der Fehler
                                 z. B. 067130

2.9. Ersatzteile:

2.9.1. Nummer:                Diese Nummern sind aus der Ersatzteilliste
                              zu entnehmen

2.9.2. Stück:                 Die Anzahl der verbrauchten Er-
                              satzteile

2.10. Art des Fehlers:        Es wird aufgeführt, in welcher Art
                              und Weise der Fehler auftritt und
                              wie er sich auswirkt

2.11. Behebung des Fehlers:   Es wird die genaue Behebung des
                              Fehlers beschrieben


3. Benummerung der Baugruppen

00 Gesamtes Schlüsselgerät    07 Locher
01 Chiffrator                 08 Druckwerk
02 Tastatur                   09 Wagen
03 Transmitter                10 Filter
04 Dekombinator               11 Antrieb
05 Stromversorgung            12 Grundplatte
06 Automatikantrieb           13 Gehäuse mit Konzepthalter

4. Benummerung der Teile

001 Abfühlstift               038 Elektromagnet
002 Abfallkasten              039 Exzenter
003 Anschlag                  040 Exzenterschraube
004 Anschluß                  041
005 Andruckrollen             042
006 Ansatzstück               043
007 Auflagestück              044
008 Auslöserahmen             045 Farbband
009 Achse                     046 Farbbandgabel
010 Ansatzschraube            047 Farbbandführung
011 Aufhängung                048 Farbbandumschalter
012                           049 Federkontakt
013                           050 Führungszylinder
014                           051 Führungsprismen
015 Bedienungshebel           052 Filzscheibe
016 Bedienungsknopf           053 Finger
017 Blattführung              054 Fliehkraftregler
018 Bolzen                    055 Führungskamm
019 Bügel                     056
020 Buchse                    057 Gehäuseschluß
021 Benzing                   058 Gewinde
022                           059 Gleitlager
023                           060 Gummikissen
024                           061 Gummiwalze
025 Chiffratordeckel          062 Gehäuse
026 Chiffratorklappe          063 Gewindestift
027                           064 Gleitstück
028                           065 Gruppenzähler
029 Diode                     066 Haltedraht
030 Draht                     067 Hebel
031 Drehfeder                 068 Halterung
032 Druckfeder                069
033                           070
034                           071 Impulskontakt
035                           072 Isolation
036                           073
037
074                           113
075 Kabelschuh                114 Nocke
076 Kardanwelle               115
077 Kardangabel               116
078 Kegelrad                  117
079 Klinke                    118
080 Kohlebürste               119 Ölfilz
081 Kollektor                 120 Öse
082 Kontakt                   121
083 Kondensator               122
084 Kontaktleiste             123
085 Konzepthalter             124 Papier
086 Kupplung                  125 Papierführung
087 Kugellager                126 Papierführungskanal
088 Kugellagersitz            127 Papierandruckwalze
089 Kugel                     128
090 Kurbel                    129
091 Klemmring                 130
092 Kunststoffmesser          131
093 Kombinatorschiene         132
094 Kegelstift                133 Riegel
095                           134 Rolle
096                           135 Rollenkäfig
097 Lederstreifen             136
098 Lochabstand               137
099 Lötstelle (kalte)         138
100 Lötleiste                 139
101 Lagerschale               140 Schraube
102 Leiste                    141 Schraubenschlitz
103                           142 Schalter
104                           143 Schaltrad
105                           144 Schlagbügel
106 Motor                     145 Scheibe
107 Motordrehzahl             146 Schnecke
108 Mutter                    147 Sicherung
109
110
111
112
148 Sicherungselement         186
149 Spannungswahlschalter     187
150 Sperrschiene              188
151 Spiralfeder               189 Wagenrücklauf
152 Spule                     190 Wählschiene
153 Stift                     191 Welle
154 Stanzstempel              192 Widerstand
155 Stanzmatrize              193 Wicklung
156 Streifentransportrad      194 Winkel
157 Stecker                   195 Winkelhebel
158 Stoßdämpfer               196
159 Stange                    197
160 Stiftrad                  198
161 Sektor                    199
162 Stanzbügel                200 Zahnrad
163 Stufenklotz               201 Zahnstange
164 Schlüsselgerät            202 Zählwerk
165 Schiebestück              203 Zugstange
166                           204 Zugfeder
167                           205 Zählscheibe
168 Tastaturkontakt           206 Zylinderstift
169 Taste                     207
170 Tastenhebel               208
171 Transmitterdeckel         209
172 Transmitterklappe         210
173 Trommel                   211
174 Trafo                     212
175 Type                      213
176 Typenhebel                214
177 Transportrad              215
178                           216
179                           217
180                           218
181                           219
182 U-Rahmen                  220
183
184
185 Voltmeter
221                           236
222                           237
223                           238
224                           239
225                           240
226                           241
227                           242
228                           243
229                           244
230                           245
231                           246
232                           247
233                           248
234                           249
235                           250

5. Benummerung der Fehler

01 abgebrochen                36
02 abgenutzt                  37
03 abgeschert                 38 (zu) hoch
04 angerostet                 39 (zu) klein
05 ausgehangen                40
06 ausgelaufen                41
07 ausgelötet                 42
08                            43
09                            44
10                            45
11 beschädigt                 46
12                            47
13                            48
14                            49 schief
15                            50 schleift
16 defekt                     51 (zu) schlaff
17 durchgebrannt              52 (zu) straff
18 durchgeschlagen            53
19 durchgeschliffen           54
20                            55
21                            56
22 eingerissen                57 taub
23                            58 (zu) tief
24 falsch justiert            59
25 fehlt                      60
26 festgelaufen               61
27 falsch eingebaut           62 überdreht
28                            63 unregelmäßig
29                            64 überlastet
30 gebrochen                  65
31 gelockert                  66
32 gelöst                     67 verbogen
33 geölt (zu stark)
34 gereinigt
35 (zu) groß
68 verklemmt                  85
69 verschmort                 86
70 verschmutzt                87
71 verstellt                  88
72 verstopft                  89
73 verzogen                   90
74                            91
75                            92
76                            93
77                            94
78                            95
79                            96
80                            97
81                            98
82                            99
83
84

IX. Aufstellung und Lagerung des Schlüssel-
gerätes CM-2

1. Aufstellung der in Betrieb befindlichen Schlüsselgeräte CM-2

1.1. Die, Aufstellung der in Betrieb befindlichen Schlüsselgeräte ist
     nur in Räumen vorzunehmen, für die ein Temperaturbereich
     von + 2 Grad C bis höchstens + 50 Grad C bei einem relativen
     Luftfeuchtigkeitsgehalt von höchstens 90% gewährleistet ist.

1.1.1. Ist der Punkt 1.1. bei der Aufstellung der Schlüsselgeräte in
       motorisierten Chiffrierstationen nicht gewährleistet, so be-
       dürfen die Schlüsselgeräte einer häufigeren Kontrolle und
       Wartung.

1.2. Die Schlüsselgeräte sind prinzipiell
     a) vor Eindringen von Staub, vor Verschmutzung, sowie vor
        Feuchtigkeit und
     b) vor Stoß und starken Erschütterungen
        zu schützen.

1.2.1. In Betrieb befindliche Schlüsselgeräte sind während der Ar-
       beitspausen mit der dazugehörigen Kunststoffhaube abzu-
       decken.

1.2.2. In Betrieb gewesene Schlüsselgeräte, mit denen längere Zeit
       nicht gearbeitet wird (z. E. Ersatzschlüsselgeräte), sind mit ge-
       schlossener Kunststoffhaube in dem dazugehörigen Transport-
       kasten unterzubringen.
       Diese Schlüsselgeräte sind vorher sorgfältig auf ihre Einsatz-
       bereitschaft zu überprüfen - Staub, Schmutz und Feuchtigkeit
       sind zu entfernen - und das Gerät ist abzuölen.
       Die Geräte können im Arbeitsraum verbleiben oder in Räumen
       mit gleichen Bedingungen abgestellt werden.


2. Anforderungen an den Lagerraum

2.1. Der Lagerraum ist mit einem Hygrometer und einem Thermo-
     meter auszustatten.
     Die relative Luftfeuchtigkeit soll 45-70 % und die Temperatur
     + 10 bis + 30 Grad C betragen.

2.2. Heizkörper bzw. Ofen müssen von den gelagerten Teilen einen
     solchen Abstand haben, daß ein schädlicher Einfluß aus-
     geschlossen ist.
     Bei Ofenheizung muß der Ofen so aufgestellt werden, daß die
     Heizung und die Reinigung des Ofens von einem anderen Raum
     aus erfolgen kann.

2.3. Der Lagerraum muß gelüftet werden können. Die zu lagernden
     Teile sind im Raum so unterzubringen, daß durch Zugluft kein
     schädlicher Einfluß auf die zu lagernden Teile ausgeübt wird,

2.4. Der Lagerraum soll einen Vorraum besitzen, dessen Tempera-
     tur im Winter höher als die Außentemperatur, aber niedriger
     als die Temperatur des Lagerraumes ist.

2.5. Der Lagerraum ist mit Kastenregalen für die Lagerung und mit
     Tischen für das Sichten der eingehenden Ersatzteile auszu-
     statten.
     Die Regale sind aus trockenem Holz zu fertigen.

2.6. Im Lagerraum und in seiner unmittelbaren Nähe dürfen keine
     Laugen, Säuren und ähnliche Chemikalien, bzw. keine Akku-
     mulatoren auf Säure- oder Laugebasis gelagert werden.
     Sanitäre Anlagen sollen möglichst weit vom Lagerraum ent-
     fernt sein.

2.7. Der Lagerraum muß gut beleuchtet sein.


3. Regeln für die Lagerung der Ersatzteile

3.1. Die zur Lagerung eingehenden Ersatzteile sind solange im
     Lagervorraum zu belassen, bis gewährleistet ist, daß sich die
     Temperatur der Ersatzteile der Temperatur des Vorraumes an-
     gepaßt hat.

3.2. Staub und Schmutz sind von der Verpackung im Lagervorraum
     zu entfernen.

3.3. Die Ersatzteile sind so zu lagern, daß sie vor Verstaubung und
     Feuchtigkeit geschützt sind und nicht beschädigt werden
     können.

3.4. Ersatzteile, die für längere Zeit gelagert werden, sind nach je-
     weils 6 Monaten zu überprüfen.
     Anzeichen von Korrosion sind zu beseitigen und die Teile neu
     einzufetten.

X. Vorschrift über die Anwendung des Materialanforderungs-
und -ausgabescheines

1. Allgemeines

Bei Anforderung bzw. Ausgabe von Ersatzteilen wird der Ma-
terialanforderungs- bzw. -ausgabeschein in dreifacher Aus-
fertigung ausgefüllt.
Der Zweck dieser Scheine besteht darin, daß ein Nachweis
über ausgegebene Ersatzteile geführt werden kann.


2. Handhabung des Materialanforderungs- und -ausgabescheines

Dieser Schein ist nur mit Schreibmaschine oder mit Kugel-
schreiber in Blockschrift auszufüllen.
Das Original ist in Schwarzdruck, der erste Durchschlag ist in
Gründruck und der zweite Durchschlag in Rotdruck ausgeführt.


2.1. Anforderung des Bereichslagers an das Hauptlager

Bei Ersatzteilbedarf wird eine Anforderung in dreifacher Aus-
fertigung geschrieben. Das Original und der erste Durchschlag
werden an das Hauptlager des Reparaturdienstes des MfS ge-
schickt. Der zweite Durchschlag verbleibt bei der ausfertigen-
den Stelle. Nach Bearbeitung der Anforderung schickt das
Hauptlager die Ersatzteile mit dem jetzt als Lieferschein fun-
gierenden ersten Durchschlag an das Bereichslager zurück,
während das Original beim Hauptlager des MfS verbleibt.
Kann nur ein Teil der Bestellung realisiert werden, so nennt
das Hauptlager des MfS auf dem ersten Durchschlag in der
Spalte Bemerkung einen neuen Liefertermin oder ein an-
deres Lager, an das sich das Bereichslager wenden kann.
Sind die Ersatzteile und der erste Durchschlag beim Bereichs-
lager eingetroffen, wird unter Bezugnahme auf die Nummer
des Scheines telefonische Empfangsbestätigung an das Aus-
lieferungslager gegeben.


2.2. Anforderung eines Bereichslagers an ein anderes Bereichslager

Eine Anforderung eines Bereichslagers an ein anderes Bereichs-
lager darf nur dann ausgeführt werden, wenn das Hauptlager
beim MfS nicht liefern kann und von diesem der Hinweis ge-
geben wurde, sich an ein bestimmtes anderes Bereichslager zu
wenden.

Die Anforderung wird ebenfalls in dreifacher Ausfertigung
geschrieben. Das anfordernde Bereichslager schickt das Origi-
nal und den ersten Durchschlag an das liefernde Bereichslager.
Der zweite Durchschlag verbleibt beim anfordernden Bereichs-
lager. Das liefernde Bereichslager schickt die Ersatzteile mit
den als Lieferschein fungierenden ersten Durchschlag an die
anfordernde Stelle zurück. Das Original der Anforderung wird
vom liefernden Bereichslager mit einem Vermerk der voll-
zogenen Auslieferung an das Hauptlager des MfS geschickt.
Das Hauptlager entlastet das liefernde Bereichslager durch
eine schriftliche Empfangsbestätigung. Das anfordernde Be-
reichslager bestätigt telefonisch dem liefernden Bereichslager
den Empfang der Ersatzteile.


2.3. Anforderung des Chiffreur-Mechanikers an das Bereichslager

Die Anforderung erfolgt sinngemäß in der gleichen Form wie
die Anforderung des Bereichslagers an das Hauptlager, nur ver-
bleibt jetzt das Original beim Bereichslager.

3. Ausfül1en des Materialausgabescheines

3.1. Bei Dienststelle wird der Absender des Scheines eingetragen.

3.2. An enthält die Adresse der angeschriebenen Dienststelle.

3.3. Unter Laufende Nummer (Lfd. Nr.) erfolgt die Numerierung
     der angeforderten Ersatzteile.

3.4. Bei Bezeichnung wird der Name des angeforderten Gegen-
     standes eingetragen. Ist die Ersatzteilnummer unbekannt, wird
     hier die Zeichnungs- und Positionsnummer eingetragen.
     (z. B. 20/15)


3.5. In der Spalte Ersatzteilnummer wird die genaue Nummer
     des angeforderten Teiles lt. Ersatzteilliste T 301 E1 eingetragen.

3.6. Die benötigte Stückzahl wird unter Stück benötigt ein-
     getragen.

3.7. Die ausgelieferte Anzahl wird in Spalte Stück geliefert eingetragen.

3.8. Die Spalte Bemerkung ist besonderen Angaben vorbehalten.
     (Siehe 2.1.)

3.9. In der Spalte Erhalten quittiert der Abholende den Empfang
     der Ersatzteile und in der nebenstehenden Spalte wird das
     Empfangsdatum angegeben.

3.10. In der Spalte Ausgegeben unterschreibt der Ausgebende und
      in der nebenstehenden Spalte wird das Ausgabedatum ein-
      getragen.

3.11. Die Spalte Leiter des Reparaturdienstes wird vom jeweiligen
      Leiter des Reparaturdienstes der absendenden Dienststelle
      unterschrieben.

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S
Das Schlüsselgerät CM-2

                                                            Seite

1.     Allgemeine Hinweise                                   5
2.     Aufbau des Schlüsselgerätes CM-2                      6
2.1.   Baugruppen des Schlüsselgerätes CM-2                  8

I.     Beschreibung der Baugruppen des Schlüsselgerätes      9

1.     Tastatur                                              9
1.1.   Tastenhebel                                          10
1.2.   Auslösevorrichtung                                   10
1.3.   Sperrvorrichtungen                                   11
1.3.1. Auslösesperre                                        11
1.3.2. Sperrung der Tastatur während des automatischen
       Wagenrücklaufes                                      12
1.3.3. Sperrung der Tastatur, wenn bei K im Chiffrator
       ein Schlüssellochstreifen eingelegt wird             12
1.3.4. Sperrung der Tastatur, wenn im Chiffrator der
       Schlüssellochstreifen zu Ende ist                    13
1.3.5. Sperrung der Tasten Zwischenraum, Wagenrücklauf
       und X                                              13
1.4.   Wagenrücklauftaste                                   13
1.5.   Zwischenraumtaste                                    14


2.     Transmitter                                          15

2.1.   Hauptwelle des Transmitters                          15
2.2.   Auslösevorrichtung                                   15
2.3.   Abfühlvorrichtung                                    16
2.4.   Streifentransportvorrichtung                         16
2.5.   Sperrvorrichtungen                                   17
2.5.1. Das Anhalten des Transmitters für die Zeit des
       Zeilenvorschubs und Wagenrücklaufes                  17
2.5.2. Das Anhalten des Transmitters, wenn im Schlüssel-
       lochstreifen eine 32. Kombination erscheint          18
2.5.3. Blockieren des Transmitters bei Erscheinen der 32.
       Kombination                                          19


3.      Dekombinator                                        20

4.      Locher                                              22

4.1.    Eingabe und Lochen der Fünferschrittgruppen         22
4.2.    Zeichenzähler mit Zwischenraumgeber                 23
4.2.1.  Arbeit des Zeichenzählers mit Zwischenraum-
        geber beim Chiffrieren                              23
4.2.2.  Automatisches Lochen von Zwischenraum               24
4.2.3.  Automatisches Lochen von WR und Zeilenvorschub      25
4.3.    Streifentransport                                   25
4.4.    Abschalten des Zeichenzählers mit Zwischenraum-
        geber                                               25
4.5.    Arbeit des Zeichenzählers mit Zwischenraumgeber,
        wenn die Taste WR/ZV gedrückt wird                  26


5. Automatikantrieb                                         27

5.1.    Steuerung der Start-Stopp-Kupplung des Lochers      27
5.2.    Einschalten des Lochers für Dauerauslösung des
        Streifentransportes                                 28
5.2.1.  Betätigen des Knopfes für Dauerauslösung ZW
        beim Chiffrieren                                    28
5.3.    Einschalten des Lochers zum Lochen der 32. Kom-
        bination                                            29
5.4.    Start-Stopp-Kupplung des Lochers                    29


6.      Chiffrator                                          31

6.1.    Antrieb                                             31
6.1.1.  Benutzung der Kurbel                                32
6.1.2.  Benutzung der Kurbel beim Dechiffrieren             32
6.1.3.  Der Kupplungskontakt (KK)                         33
6.2.    Kontaktleisten (KL)                               33
6.3.    Transmitter des Chiffrators                         34
6.3.1.  System der Bauteile, die in jedem Zyklus arbeiten   34
6.3.2.  System der Bauteile, die beim Umschalten des Be-
        triebsartenumschalters arbeiten                     34
6.3.3.  Konstruktive Ausführung des Transmitters            34
6.4.    Verstellungssysteme der Kontaktleisten KL ent-
        sprechend den Schlüsselkombinationen                35
6.5.    Sperrung der Tastenhebel und Anhalten des Trans-
        mitters mit Dekombinator bei Ende des Schlüssel-
        lochstreifens                                       36
6.6.    Verhinderung der Überschlüsselung nur mit einer
        Kombination des Schlüssellochstreifens bei Störung
        des normalen Streifentransportes                    37
6.7.    Verhinderung von Fehlern des Nachrichtensachbe-
        arbeiters beim Benutzen des Schlüssellochstreifens  38
6.7.1.  KSV, die die Möglichkeit der Arbeit an dem
        Schiüsselgerät mit Klartext bei eingelegtem Schlüs-
        sellochstreifen verhindern                          38
6.7.2.  KSV, die doppeltes Benutzen eines Schlüssel-
        lochstreifens ausschalten                           39
6.7.3.  KSV, die die Möglichkeit des Chiffrierens mit
        einem Schlüssellochstreifen, der für die Dechiff-
        rierung bestimmt ist, ausschließt                   40
6.8.    Auslösen der Hauptwelle des Schlüsselgerätes beim
        Umschalten des Betriebsartenumschalters von K
        auf D                                             41
6.9.    Verhinderung der Wagenfortschaltung beim Um-
        schalten von K auf D                            41
6.10.   Sperrung des Gruppenzählers beim Umschalten des
        Betriebsartenumschalters von K auf D            42
6.11.   Betriebsartenumschalter                             42
6.12.   Gruppenzähler                                       43


7.      Gehäuse mit Konzepthalter                           44


8.      Antrieb                                             45

8.1.    Elektromotor SL-369 uA 1                            45
8.2.    Hauptwelle des Schlüsselgerätes                     45
8.3.    Start-Stopp-Kupplung                                46
8.4.    Wagenrücklaufwelle                                  48
8.4.1.  Aufbau der Wagenrücklaufwelle                       49
8.4.2.  Steuerung der Kupplung der Wagenrücklaufwelle       49
8.5.    Zähler für die Arbeitszyklen des Schlüsselgerätes   50
8.6.    Impulskontakt IK                                  50


9.      Wagen                                               51

9.1.    Aufbau des Wagens                                   51
9.2.    Papierführung                                       52
9.3.    Wagenfortschaltung                                  52
9.3.1.  Wagenfortschaltung bei der Einteilung in Fünfer-
        gruppen                                             53
9.4.    Zeilenvorschub der Schreibwalze                     54


10.     Druckwerk                                           56

10.1.   Exzenterantrieb                                     56
10.2.   Abdruck eines Zeichens auf Blatt                    57
10.3.   Steuerung des Lochers durch den Kombinator          58
10.4.   Farbbandgabel                                       59
10.5.   Farbbandtransport und Farbbandumkehrung             59
10.6.   Zusatzvorrichtungen für die Arbeit des Druckwer-
        kes bei den einzelnen Betriebsarten                 60


11.     Grundplatte                                         61


12.     Stromversorgung                                     62


13.     Filter                                              63


14.     Die elektrischen Bauteile der Baugruppen            64

14.1.   Elektrische Bauteile der Stromversorgung            64
14.2.   Elektrische Bauteile der Grundplatte                64
14.3.   Elektrische Bauteile des Antriebes                  65
14.4.   Elektrische Bauteile der Tastatur                   66
14.5.   Elektrische Bauteile des Druckwerkes                66
14.6.   Elektrische Bauteile des Chiffrators                67
14.7.   Elektrische Bauteile des Filters                    67


15.     Stromlaufplan                                       68

15.1.   Stromkreis der Primärwicklung des Transfor-
        mators (Tr 1)                                       68
15.1.1. Stromkreis der Sekundärwicklung des Transfor-
        mators (Tr 1)                                       68
15.2.   Stromkreis des Elektromotors (M 1) bei Anschluß
        an ein Gleichstromnetz                              68
15.3.   Stromkreis im Druckteil des Schlüsselgerätes bei
        Anschluß an eine Wechselstromquelle                 69
15.4.   Stromkreis im Druckteil des Schlüsselgerätes bei
        Anschluß an eine Gleichstromquelle                  69
15.5.   Stromverlauf bei Klartext                           70
15.6.   Stromverlauf beim Chiffrieren                       70
15.7.   Stromverlauf beim Dechiffrieren                     71
15.8.   Stromverlauf beim Drücken der Wagenrücklauf-
        taste                                               72
15.9.   Stromverlauf beim Auslösen des Lochers vom
        Knopf Dauerauslösung Zwischenraum                   72
16.     Zeitdiagramm des Schlüsselgerätes CM-2              73

17.    Inbetriebnahme des Schlüsselgerätes                  74

18.    Drehzahlregelung der Hauptwelle des Schlüssel-
       gerätes                                              75


II.    Wartungsanweisung für das Schlüsselgerät             77

1.     Allgemeines                                          77
1.1.   Hinweise bei der Bedienung des Schlüsselgerätes      77
1.2.   Auswechseln der Lochstreifenvorratsrolle             77
1.3.   Reinigen der Typen                                   78
1.4.   Wechseln des Farbbandes                              78
2.     Zeitplan für die Wartung                             79
2.1.   Tägliche Kontrollstelle                              79
2.2.   Ölstellen an den Bauteilen                           79
2.3.   Reinigen des Kontaktes des Fliehkraftreglers         79
2.4.   Reinigen des Sicherheitskontaktes des Betriebs-
       artenumschalters und des Kupplungskontaktes des
       Chiffrators                                          79
2.5.   Reinigen des Kontaktes für Dauerauslösung Zwi-
       schenraum                                            80
2.6.   Impulskontakt                                        80
2.7.   Kontakte der Tastatur                                80
2.8.   Übergangskontaktleisten                              81
2.9.   Kontaktleisten des Chiffrators und Betriebsarten-
       umschalters                                          81
2.10.  Pflege des Elektromotors SL-369 uA 1                 82
2.11.  Auswechseln der Kohlebürsten                         82
2.12.  Pflege der Elektromagnete                            83
2.13.  Regeln für das Abschmieren                           83
2.14.  Schmierung des Druckwerkes                           84
2.15.  Schmierung des Antriebes                             84
2.16.  Schmierung des Transmitters mit Dekombinator         84
2.17.  Schmierung des Automatikantriebes                    84
2.18.  Schmierung der Teile der Grundplatte und der
       Tastatur                                             84
2.19.  Schmierung des Lochers                               84
2.20.  Schmierung des Chiffrators                           85
2.21.  Schmierung des Wagens                                85
3.     Instandhaltung des Schlüsselgerätes                  85

III.   Demontage und Montage des Schlüsselgerätes           86


       Demontage                                            86

1.     Allgemeines                                          86
2.     Gehäuse                                              86
3.     Wagen                                                87
3.1.   Ausbau der Gummiwalze                                87
3.2.   Ausbau der Spiralfeder                               87
3.3.   Abnehmen des Wagenoberteils                          88
4.     Stromversorgung                                      88
5.     Chiffrator                                           88
5.1.   Abbau des Antriebes des Chiffrators                  89
5.2.   Abbau des Kommutators                                89
5.3.   Ausbau der Abfühleinrichtung des Chiffrators         89
5.4.   Auswechseln der Abfühlstifte des Chiffrators         89
6.     Tastatur                                             90
6.1.   Ausbau eines Tastenhebels                            91
7.     Transmitter mit Dekombinator                         91
7.1.   Ausbau der Start-Stopp-Kupplung                      91
7.2    Auswechseln der Abfühlstifte                         92
7.3.   Abbau des Dekombinators vom Transmitter              92
8.     Locher                                               93
8.1.   Auswechseln der Stanzstempel                         93
9.     Automatikantrieb                                     94
9.1.   Ausbau der Start-Stopp-Kupplung                      94
10.    Antrieb                                              95
10.1.  Ausbau und Auseinandernehmen der Hauptwelle          95
10.2.  Ausbau und Auseinandernehmen des Motors              95
10.3.  Ausbau des Auslösehebels der Hauptwelle              96
10.4.  Ausbau der Wagenrücklaufwelle                        96
11.    Druckwerk                                            97
11.1.  Ausbau eines Typenhebels                             97
11.2.  Ausbau eines Stoßhebels                              97
11.3.  Ausbau eines Freigabehebels                          97
12.    Filter                                               98


       Montage                                              99

1.     Einbau des Druckwerkes                               99
2.     Einbau des Antriebes                                 99
3.     Einbau des Automatikantriebes                        99
4.     Einbau des Lochers                                  100
5.     Einbau des Transmitters mit Dekombinator            100
6.     Einbau der Tastatur                                 100
7.     Einbau des Chiffrators                              101
8.     Einbau der Stromversorgung                          102
9.     Einsetzen des Wagens                                102


IV.    Einstellung des Schlüsselgerätes                    103

1.     Einstellung des Tastatur                            103

1.1.   Einstellung des Anfangsdruckes der Tastenhebel      103
1.2.   Einstellung der Rollensperre                        103
1.3.   Einstellung des Auslöserahmen                       103
1.4.   Einstellung des Auslösehebels                       103
1.5.   Einstellung des U-Rahmen                            104
1.6.   Einstellung des U-Rahmen in der Ausgangslage        104
1.7.   Einstellung des Hubes des U-Rahmen                  104
1.8.   Einstellung des Hebels (ZO), Abb. 55                105
1.9.   Einstellung der I. Sperrschiene                     105
1.10.  Einstellung der Zwischenraumtaste                   105
1.11.  Einstellung der Taste Wagenrücklauf/Zeilen-
       vorschub                                            105
1.12.  Einstellung der 11. Sperrschiene                    106
1.13.  Einstellung der Zugstange, di den Transmitter bei
       Erschienen der 32. Kombination im Chiffrator ab-
       schaltet                                            106
2.     Einstellung des Lochers                             107
2.1.   Einstellung des Hubes der Stanzstempel              107
2.2.   Einstellung des Begrenzungsbügels der Zugstangen    107
2.3.   Einstellung des Streifentransportes                 107
2.4.   Einstellung des Schrittgruppenabstandes             107
2.5.   Einstellung des Abstandes der Rastklinke (3) vom
       Zahnrad (4)                                         108
2.6.   Einstellung der Auflagestücke beim Betätigen der
       Taste Wagenrücklauf/Zeilenvorschub                  108
2.7.   Einstellung der Schaltklinke (48) für den Zählwerk-
       transport                                           109
2.8.   Einstellung des Bügels (16)                         110
2.9.   Einstellung der Ausgangsstellung der Auflage-
       stücke für die Steuerkombinationen und der An-
       fangsstellung des Sektors für den Streifentransport 110
2.10.  Einstellung der Ansatzstücke des Zeichenzählwer-
       kes beim Lochen der ersten 49 Zeichen jeder Ge-
       heimtextzeile                                       111
2.11.  Einstellung der Scheiben des Zeichenzählwerkes      112
2.12.  Einstellung der Start-Stopp-Kupplung und des
       Klinkenantriebes                                    112


3.     Einstellung des Chiffrators                         113

3.1.   Einstellung des Kupplungskontaktes                  113
3.2.   Einstellung des Aufzughebels                        113
3.3.   Einstellung der Ausgangsstellung der Abfühlstifte   114
3.4.   Einstellung der Abfühlhebel der KSV               114
3.5.   Einstellung des Gummikissens                        114
3.6.   Einstellung der Sperrschiene, die bei Erscheinen der
       32. Kombination in Funktion tritt                   115
3.7.   Einstellung der Hebel zur Steuerung der Bewegung
       der Kontaktleisten                                  115


4.     Einstellung des Transmitters und des Dekombina-
       tors                                                116

4.1.   Einstellung des Feststellhebels für die Hauptwelle  116
4.2.   Einstellung des Transmitters für eine Zeichen-
       ablastung                                           116
4.3.   Einstellung des Streifentransportes                 116
4.4.   Einstellung des Streifentransportes am Ende der
       Fortschaltung                                       117
4.5.   Einstellung des Schrittgruppenabstandes             117
4.6.   Einstellung der Ausgangsstellung der Abfühlstifte   117
4.7.   Einstellung des Aufzuges der Dekombinator-
       schienen                                            117
4.8.   Einstellung des Schlagbügels                        118
4.9.   Einstellung des Transmitters bei Wagenrücklauf      118
4.10.  Einstellung für die Auslösung beim Abfühlen der
       32. Kombination                                     119


5.     Einstellung des Automatikantriebes                  120

5.1.   Einstellung der Ausschaltung des Zeichenzählwer-
       kes, wenn der Knopf für Dauerauslösung Zwischen-
       raum gedrückt wird                                  120
5.2.   Einstellung der Start-Stopp-Kupplung                120


6.     Einstellung des Antriebes                           121

6.1.   Einstellung des Impulskontaktes                     121
6.2.   Einstellung des Feststellhebels der Hauptwelle      121
6.3.   Einstellung der Friktionskupplung der Wagen-
       rücklaufwelle                                       121
6.4.   Einstellung der Steuerung für automatischen
       Wagenrücklauf                                       122
6.4.1. Einstellung der Zugstange zum Wagen                 122
6.4.2. Einstellung der Vorrichtung, die das Auffangen des
       Wagens bei Wagenrücklauf bewirkt                    122
6.4.3. Einstellung der Ausgangsstellung des Anschlag-
       Hebels                                              122
6.4.4. Einstellung des Hebels (9)                          122
6.4.5. Einstellung der Steuerung der Zahnkupplung beim
       Einschalten von Wagenrücklauf                       123
6.4.6. Einstellung der Steuerung der Zahnkupplung nach
       erfolgtem Wagenrücklauf                             123
6.5.   Regulierung der Motordrehzahl bei der Arbeit mit
       Wechselstrom                                        123


7.     Einstellung des Wagens                              123

7.1.   Einstellung der Schaltklinke für Zeilentransport    123
7.2.   Einstellung der Schaltklinke und des Sektors bei
       Ende des Zeilentransportes                          124
7.3.   Einstellung des Wagenauslösebügels                  124
7.4.   Einstellung der Rastklinke für Zeilentransport      124
7.5.   Einstellung der Zahnstange für Fünfergruppen-
       teilung                                             124
7.6.   Einstellung der Spannung der Spiralfeder            125
7.7.   Einstellung des Druckes der Papierandruckwalzen     125
7.8.   Einstellung der Wagenfortschaltung                  125


8.      Einstellung des Druckwerkes                        126

8.1.    Einstellung der Federspannung der Druckerfeder     126
8.2.    Einstellung der Ausgangsstellung des Drucker-
        bügels                                             126
8.3.    Einstellung des Ankerhubes der Elektromagneten     126
8.4.    Einstellung der Ausgangsstellung der Freigabe-
        hebe1                                              126
8.5.    Einstellung der Anschlagstärke der Typenhebel      127
8.6.    Einstellung der Kombinatorschienen                 127
9.      Schlußbemerkung                                    128

V.      Vorschrift für die Funktionsüberprüfung des
        Schlüsselgerätes                                   129


1.      Allgemeines                                        129
2.      Überprüfung des Streifentransportes des Lochers    129
3.      Überprüfung, ob in der Stellung BL des Arbeits-
        umschalters der Locher und bei L das Druckwerk
        abgeschaltet wird                                  129
4.      Überprüfung der Arbeit des Druckwerkes, des
        Transmitters mit Dekombinator und des Lochers      129
5.      Überprüfung der Arbeit des Chiffrators             130


VI.     Hinweise über die Beseitigung von Fehlern          132


VII.    Fehler und ihre möglichen Ursachen                 147

1.      Fehler, die im Zusammenhang mit dem Transmit-
        ter und dem Dekombinator auftreten                 147
2.      Es liegt keine Spannung an                         147
3.      Der Elektromotor arbeitet nicht                    147
4.      Defekte,die mit dem Nichtabdrucken von Zeichen
        zusammenhängen                                     148
5.      Defekte, die mit der Tastatur zusammenhängen       149
6.      Defekte, die mit dem Antrieb verbunden sind        150
7.      Defekte in1 Druckwerk                              151
8.      Defekte, die mit dem Locher zusammenhängen         152
9.      Defekte, die mit dem Wagen verbunden sind          153
10.     Defekte, die mit dem Chiffrator verbunden sind     154


VIII.   Vorschrift für das Ausfüllen von Reparaturscheinen 155

1.      Allgemeines                                        155
2.      Aufbau des Reparaturscheines                       155
3.      Benummerung der Baugruppen                         156
4.      Benummerung der Teile                              157
5.      Benummerung der Fehler                             161


IX.     Aufstellung und Lagerung der Schlüsselgeräte       163

1.      Aufstellung der in Betrieb befindlichen Schlüssel-
        geräte                                             163
2.      Anforderungen an den Lagerraum                     163
3.      Regeln für die Lagerung der Ersatzteile            164

X.      Vorschrift über die Anwendung des Material-
        anforderungs- und -ausgabescheines                 165

1.      Allgemeines                                        165
2.      Handhabung des Materialanforderungs- und -aus-
        gabescheines                                       165
2.1.    Anforderung des Bereichslagers an das Hauptlager   165
2.2.    Anforderung eines Bereichslagers an ein anderes
        Bereichslager                                      165
2.3.    Anforderung des Chiffreur-Mechanikers an das
        Bereichslager                                      166
3.      Ausfüllen des Materialausgabescheines              167