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T-352 / T-353 DUDEK
Original T-353
Abb.: TgS-1M/T-353 DUDEK, NVA Ausstellung Harnekop
Die T-352 und T-353 wurde in der VR Polen produziert durch die
Firma TELETRA. Die ersten Dokumentationen wurden vom
MINISERSTWO SPRAW WEWNETRZNYCH WARSZAWA herausgegeben.
Dalekopisowe Urzadzenie Do Elektronicznego Kodowania = DUDEK
Übersetzt: Fernschreibergerät für elektronische Verschlüsselung.
Das Chiffriergerät TgS-1/M /T-352/T353 umfaßt folgende Komponenten:
  1. Chiffriergerät T-352 (TgS-1) oder T-353 (TgS-1M)
    M = mobile Version
  2. Schlüsselunterlagen (Serie 522, 544, 623, 700, 747)
  3. Kenngruppenheft (Serie 001)
  4. Kontrollmittel (Serie 580)
Es gab 3 Ausführungen:
Technisch Vergleichbar sind der Siemens- (M-190) und der Lorenz
Mischer(Mi-544).
Die T-352 (TgS-1) ist nur für ortsfeste Einrichtungen und
die T-353 (TgS-1M) für mobile und stationäre Einrichtungen.

Ab dem Jahr 1974 wurde die T-353 DUDEK in der DDR eingeführt und
bis Dezember 1989 genutzt.
Bereits im Jahr 1981 war bekannt das durch die kompromittierende
elektromagnetische Abstrahlung des Klartextes dieser kompromittiert ist.
Das Chiffriergerät DUDEK ersetzt die Chiffriergeräte ARCUS und
AMETHYST-2. Mit der Einführung der T-310/50 ab 1983 erfolgte
die Einlagerung und später auch die Vernichtung der Geräte.

Im Zeitraum März bis April 1989 erfolgte die Erprobung von Chiffrier-
verbindung mit der T-353 zwischen den Schiffen der Projekte 1159 und 133.1
und dem TGS der 1. und 4. Flottille. Auf den Schiffen mit der taktischen
Nummer 142, 141 und 222. Auf dem Schiff Projekt 133.1, takt. Nr. 222, wurde
die Erprobung abgebrochen da die Gerätekonfiguration nicht zur Funktion
gebracht werden konnte. Die Nutzung der T-353 auf Schiffen der VM war somit
möglich wurde aber nicht realisiert.

Bis zur, fast, vollständigen Vernichtung besaß die DDR 1.431 T-352/T353 DUDEK.
Die Chiffriergeräte hatten einen Gesamtwert von 78 Millionen Mark der DDR.

In den Chiffriergeräten T-307 und T-312 wurde das Chiffrierverfahren
DUDEK übernommen, es wurden auch Chiffrierverbindungen zwischen T-353
zu T-307 bzw. T-312 aufgebaut.
Die Ablösung der DUDEK durch die Eigenentwicklung der T-307, T312 und
der T-310 wurden vorangetrieben.
Aufgrund des sicheren Chiffrierverfahrens wurde perspektivisch die T-353
DUDEK bis in das Jahr 2000 vorrätig mit Schlüsselunterlagen gehalten.

Bei dem Chiffrierverfahren, nach Vernam, erfolgt Chiffrierung des Klar-/
Chiffretextes mit dem Schlüssel durch die XOR-Verknüpfung.

Das Chiffrat kann auch als Zifferntext gesendet werden, dazu ist der
Zifferntranscoder zuzuschalten.
Die Ausgabe erfolgt dann in Fünfergruppen. Siehe auch Betriebsdienst.

In der VS Nachweißführung wurde das Gerät und die Lochstreifenleser
gesondert aufgeführt. Die Lochstreifenleser RG-3 gab es in 3 Varianten:
RG-3 A, B und C.
Übertragungsgeschwindigkeiten sind 50 und 75 Baud und die Betriebsarten
sind Vor- und Direktchiffrierung. In der Betriebsart Direktchiffrierung
war der Start-Stopp-Betrieb oder der Synchronbetrieb möglich.

Schlüsselunterlagen
Schlüsselunterlagen vom Typ 522, enthält 800 Chiffrierabschnitte
mit je 50 Informationsschritten, der erste ist nicht zu verwenden!
Schlüsselunterlagen vom Typ 747 und 771, enthält 150 Chiffrierab-
schnitte mit je 200 (150) Informationssschritten.
Den Schlüsselkassetten beiliegendes Kenngruppenheft(KG) und Wurm-
gruppen(WG), zum Verbindungsaufbau und der Authentifizierung/Identifi-
zierung werden nach einem bestimmtem Verfahren eine entsprechende
Kenngruppe gebildet.
Die Kassetten sind Beschriftet entweder mit IM oder ZM,
Individueller - Zirkularer Verkehr. Sowie der Exemplarnummer.
In der Beschreibung zur Schlüsselkassette T-303 ist ein vollständiger
Schlüssellochstreifen dokumentiert mit der Analyse der kryptologischen
Sicherheit.
Die Schlüssel des Typs 580, sind Kontroll- und Prüfmittel zur Funktion-
überprüfung der T-352/353.

Folgende Ansichten zur DUDEK liegen vor:
Geräteansichten Zeichnungen und Fotos
Magnetkernelemente
Übersichtsschaltplan
Ansicht einer Platine
Panzerschrank für eine DUDEK in der Dienststelle Quelle-3
Organigramm der Chiffrierverbindungen M-105, T-353, T-310
Q-Gruppen für den Chiffrierdienst
Technische Eigenschaften
Betriebsdienst mit Beispiel eines Fernschreibens.